Ausgabe 
2.12.1914
 
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tthtWe Vslksztitmig

Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete.

Die Oterdrsiilch» V»tko»cttun, erlchctnl leben Werktag llbrnd w Lleßen Der HbcnnniwntSprei» bdiägt wöchenUtch lb Vtfu monotixb 90 Pia. rat(d>L0n]'9(ci*lm Durch die Voll bezogen Di(rt(liäbiLlJbOil£L

lkedoktt»» unk ffiscblltm »Itben. Wobnboffiroiif «3. ifdt S»Wtn«ofii.

Iflrcbon 2008 .

Jolerole tottm die B mal atfpalL KolonelzeUe oder deren Raum U> Pia- Ve, arö ieren Austrägen Ra au. fSn-ngm wolle man bi» abrnM7Bbr für die folgende Kummer in der Erveditlo» aufgrben

Nr. 280

Gitßcn, Mittwoch, Den 2. Dezember 1014

9. Ialirgang

vom 4. AttlZttst zum 2. Dezember.

Mmoflc Sulfnaiig Heine schreibt nnsercm Destaucr Partci- latt:

F» bcr Leipziger VolkSzciliing wirst t'lciiostc Eduard Bcrii- ei» die Frage ans. ob jetzt »och die o r a » a s c v u n g e n e st li n d e n , unter dciic» die sozialdciiiokraiischc Reichstags- raktivii am 7. August die Kricgskrcdile bewilligt babr lerustein behauptet, das, die Voraudsetzungcn vom 4. August sich rändert halten und obgleich er sich nicht deutlich darüber aus- oricht, kan» daran» und soll anscheinend der Schluß gezogen wcr- c», das, wir am 2. Dezember eine andere Haltung ciiiz»- ehiuen hätten, wie am 7. August. Mir wäre es natürlich da» cbsic, wen» solche Debatte» gar nicht an gefangen wor- cn ivären. Nicht etwa, da» ich sic für unzulässig hielte: es wäre och besser, ivenn derBurgfriede" dahin verstanden würde, daß nscre Haltung vom 4, August nicht vertreten oder meine:» legen auch an gegriffen werden dürfe. Landern weil ich i n ni ü t i g I e i t in der Haltung der Fraltio» und der gesamten farte, seht für noch notwendiger ansehe, wie vor vier Monaten.

Denn allerdings hat sich gegen die dcntwürdigc Rcichstags- Vung einiges geändert, aber doch nur in dem Sinne, das, das, >as uns damals schon aus Grund halber Kenntiiis und nicht voll- itwiilcllkr Tatsache» nötig erschien, »ach den Dingen, die wir in- vischen erfahren und erlebt haben, doppelt als unvermcid- i ch und segensreich erwiesen ist.

Unter welchen Voraussetzungen haben wir an, 4. August der rcdiisordcrung zugestimmt? Die Antwort gibt die Erklärung c» Genossen Haase namens der Fraktion:

L>i, stehen vor der ehernen Tatsache des Kriege». Uns droben die Schrecknisse sciiidlicher Invasion«». Nicht für oder gegen de» »krieg haben wir heute zu entscheiden, sondern über die Frage der für die Verteidigung des Lande» erforderlichen Mittel ... Für unser Volt und seine freiheitliche Zukunft steht bei einem Lieg des russischen DespoliSniua viel, wenn nicht alle» auf dem Lpicl. Es gilt diese Gefahr abzuwehren, die Kul­tur und die Unabhängigkeit unscrcs eigene» Landes sicher zu stellen. Ta machen wir wahr, was wir immer betont haben: wir lasten in der Ltuiidc der Gefahr das eigene Vaterland nicht im Stich"

Welche dieser Voraussetzungen ist wegacsallc»? Ist der ricg weniger Tatsache als damals? Die Schrecknisse seinL- chc> Fnvastone» Hai Cstpreiißen kenne» gclernl, und noch immer jeder bekomnic» einzelne Grenzgebiete ste zu kosten. Unser oster- nchischer Verbündeter aber hat den Russe» tief im Lande stehe», nd wenn wir auch sicher hoffen, daft cs dem Heldenmut unserer impscndcn Bruder und der Genialität der Führung gelingen ird, unsere Grenzen geschützt zu halten »nd den Krieg weiter in elndcsland zu tragen, so ist doch unsere Pflicht, alle» zu ihrer nterslützniig zu tun, unverändert, denn die Voraussetzung 'i 4. August, d i e Gefahr ist noch imnier nicht beseitigt.

Ja. ist die Bedrohung unsere» Vaterlandes, nnscrer Kultur chi »och viel ernstlicher geworden als bei Beginn des rieges angenommen wurde? Die Ncichstagsfraktion machte h am 3. August schlüssig. die Kricgstredile zu bewilligen: wie in­dischen auch össenllich bekannt geworden ist, mit einer ii ber­ät ti gen den ?,>!ehrheit gegen einige wenige, die aber auch cht Ablehnung, sondern nur L k i »i m c n t h a l t u n g cmpsahlcn. chon dauial» tonnte man diese» erwidern, da» eine solche Lage ir ein i a, oder wenn man es verantworten zu können glaubte, »nein ziilastc, keinesfalls ober ein laues Ausweiche», nd dabei wnstte man nur erst, dast Rußland und Frankreich gegen cutschland im Felde stehen würden. Feder erwartete E » g - rnds Neutralität. niemand dachte an Belgien oder ir an japanische Hilie für den Zweibund.

Seitdem hat sich durch diese Vermehrung unserer Gegner und irch ihre wohl manchen überraschend gclommcnc zahlenmäßige tärkc und kriegerische Krast die Gefahr, die uns Deutschen droht, ahrlich nicht verringert, sondern verschärft, lim diese nackte Tat- ch« der gegenwärtige» Gefahr handelt eS sich setzt allein, aber cht um die Frage, ob diese Entwicklung der Dinge hätte vcr- iede» werden könne». Diele Tatsache erfordert äustcrslcs Bcreit- i» und Aufwendung aller Mittel heut geradeso wie am 4. August, enn nickt in noch höherem Grade.

Deshalb fönte eigentlich auch gar nichts darauf an, ob der rieg sich au» einem gegen Rußland zu einem gegen die W c st - ächte entwickelt hätte, wie Bernstein behauptet. Auch diklcr üßte durchgcsochie» werden, denn ei» Lieg der Verbündete» fliufi- ndS wäre eben auch ein russischer Lieg mit alle» drohen- » Folge» der Zertrümmerung Oesterreichs und der hnmacht. wenn nicht Z e r st u ck e In n g Deutschlands, übrigens hat die Frage, wo und wie Deutschland seinen Kamps hrcn muh, doch in erster Reihe von Frankreich abgchangc». m von deutscher Leite nichts drohte, und das trotzdem seinem erblindeten Rußland zuliebe gegen Deutschland mobilisiert hat: >d von England, das aus alle Angebote unserer Regierung, cankrcich möglichst schone» zu wollen, keine Rücksicht gcnom en hat. und das auch für den Fall der Rcspcllicrung der bclgi- >cn Neutralität durch Tcnlschland keine eigene Ncntialilät vcr- rechen wollte. ES ist niemand in Deutschland, der den Krieg cht lieber nach einer Front geführt sähe, wie nach zwei curo- »tchen und ungezählten erotischen Richtungen, Aber unsere - ü n s ch c entscheiden eben nicht, sondern die Tatsache ».

Cb wir wollen oder nicht, wir müssen im Weste» tämpsen. >Uf drohen uns etwa von dort keine Gefahre»? England hat 16 Programm eines zwanzigjährigen Krieges gegen kutschland angckundigt und englische Arbeiterführer '"'uen sich zu diesem Ziel des Vernichtungskrieges. Französische ^elgischc L o z i a I i st e n stohcn in dasselbe Horn.

-rie Westmächte habe» Hindus und ?leger aus europäische rtegsschauplätzc gebracht. Hält Bernstein «ine Invasion dieser

Horde» nach dem rcichbcvöllerten, blühenden Rheinland für iv e » i g e r schädlich als die Ucberslutung der ostpreuhischen Waldgebietc durch die Rüste»? Fch sollte meinen, der Verlust an Gut und Blut würde in Westdeutschland noch hundertfach gröhcr werde» als a» der Cltgrcnze.

Die iveitdeuljchcii Genosten ivcrdc» über Bernsteins Ausfastnng des westlichen Krieges etwas verwundert sein. Lic verstehe» recht gut, wie »ölig es war, die ersten Irästigcn Llöhc ans ihrer Leite zu sllhre», um sic vor dem Schicksal des Cbcrelsah zu bewahren. Ans diesen Vorstöhcn Deutschlands aber folgt die übrige Ent­wicklung im Weste».

lind ivas sollen unsere Loldatc» in Frankreich und Belgien dazu sagen, die einen beispiellos hcldenmiiligen und opscrrcichc» Kamps zu kämpfen haben? Erinnern wir uns der Worte, die ein Genoste von dort am 3. November an das Hamburger Echo ge­schrieben hat:

Die vielen Genoste», die hier mit mir zusammen sind und die man bei Gelegenheit trifft, die sind alle stolz auf d i e Partei und sagen alle, es ist ein wahres Glück, dah unsere Hundertels so gehandelt haben. Es wäre wirklich schlimm, wenn wir bei diese» schweren Leide» nicht wüßte», dah unsere Genossen zu Hanse mit ihrem Herzen bei uns sind. Es ist auch ihre Sache, für die w ir blute n."

Wir habe» für das Wohl dieser Tapscren, die so denke», auch heute noch die Verantwortung. Solle» wir sic im Stiche laste», weil ihre Verwendung den strategischen Fdce» Bernsteins nicht entspricht? Sollen wir sic mit Gewalt der Partei ent- sremden?

Was sollte man von einer Politik denke», die sc nachdem die Wechsclfälle dcS Krieger zum Vorstoß nach dieser oder jener Seite nötigen, ihre Stellung zur Verteidigung des Vater­landes ändert? Gewollt haben wir alle diese» Krieg nicht, ivcdcr de» gegen Ruhland »och den gegen die Wcstmächtc. Aber der Krieg ivar da und bedrohte das wirtschaftliche, kulturelle und politische Dasein unserer Nation. Wir mußten deshalb alles zum Schutze dieser Güter nötige tun. Ter Krieg ist noch da, und wir mlistcn iveiter so handeln.

Wir niiisten durchhalten! Nicht mit dem Ziele eitler Triumphe oder der Unterjochung anderer Völker, sondern um unserer und unserer Kinder kristcnz willen. Darum wird gckänipst heut ivic am ersten Tage des Krieges.

Deshalb hat dieser Krieg heut noch denselben Sinn und Eharakicr ivie zu Anfang, Und seine Ausgabe ist nach wie vor die Erreichung eines ehrenvollen Friedens, der Deutschlands Stellung sichert und die Versöhnung der Völ­ker, die unsere größte Sehnsucht ist, gewährleistet.

Wir sind mit diesen Hei ne scheu wie den vor­herigen Ausführungen Davids durchaus ein­verstanden und erwarten mit der ungeheueren Mehrheit der Genossen in, Reiche, dah unsere RcichstagSsraktion einhellig am 2. Dezember die geforderten Kriegskredite bewilligt, wie sie das am 4. August getan hat.

Aus Berlin wird uns telegraphiert:

Tic sozialdemokratische Reichstagsfraknon beschloß »ack eingehender Beratung, den geforderten.Krediten zuzustiuimen nno ihren Beschluß mit einer motivierten Erklärung zu be- gründen.

Tic folgen des.Krieges sür Rntzland.

Die Rjetsch berichtet über einen Vortrag, den Gras Witte rn einer Tagung der Vertreter des russischen Handels und der Fn- duitr c in Petersburg über cke neuen L t e u e r p l ä n e der Re­gelung und die wirrschaillick>en Folgen des Krieges hielt Der tuistsch« Staatsmann crtlörtc darin, dah ei» besonderer Ausschuß, der unter den, Vorsitz des Reickvtonirollcurs Ehariionow tagt«, die Einführung von Zuschlägen ,u den «ahnsrachte» be- ichiosien habe. Die Zuschläge sollen, obwohl man sich das Bcdeilk. luhe dieses SnstemS nicht verhehlt habe,ach dem Gewicht tu Frachtgüter erhoben it-utcn. Man schätzt ihre» jährlichen Ertrag ans 21 >0 Millionen Rubel und hofft, weitere 50 Millionen Rubel du ich Erhöhung der Frachliäv- aus den Wasterstraßen zu gewinnen. Wirre wies die Zuhörer, unter denen sich Icbhaiier Widerstand gegen diese Maßnahmen geregt zu haben schein«, daraus hin. daß alle Kraste angeipannt werden miihren. um die wiriichaillichen Folgen des Krieges iur Rußland erträglich zu machen Er ließ auch keinen Zweitel Nuübu oisen, daß die jetzt einzunihrenden Erhöhunge.r auch nach den, Kriege b«ibehal:en werden mußten. Zum Schluß seines Vortrages schilderte Witte offenbar die schwere Be­lastung. der sich d'ie russische Wirtschaft durch de» Krieg auö- sttzt: die Zensur bat an dieser Stelle vrcr Zetten aus dom Berich« geftrnhen. doch ergebt sich der Sinn der Ausiührungen ans dem Zu­sammenhang.

In den Karpathen.

Budapest, 30. Nov. (Eir. Frkjt.) Aus dem Unger- Komitat wurde die Hauptmacht der dort eingedrungcnen Nüssen zerschlagen und über die Grenze gejagt. Jetzt gibt cs dort an der Grenze nur noch kleinere Trupps, die von unseren Loldaten verfolgt werden. Ter nördlich von der Ortschaft Homonna im Zemplincr Komitat ausgefochtene Kampf mit den cingedrunyencn Russen, die etwa anderthalb Korps stark waren, endete, wie bereits bekannt, mit einem vollstäirdigen Lieg unserer Truppen. Die Russen gerieten.

überraschenden Bajonettsturm ausgesübrt hatte», wobei 1800 Russen gcsangcn wurden, im Loborc-Tal in das Lchrapnest- feuer unserer Geschütze. ?luch der diesmalige AuSflug der Russen in die Karpathen bat ihnen also »nchrere Tausend Mann an Loten, Verwundeten und Gefangenen gekostet. t.Frankf. Ztg.)

Rusfische Lclickiidlitten in den Karpathen.

lieber die Vertreibung der Rüsten aus de» Karpathen sendet tlge Madelung de,» Berliner Tageblatt eine» ^Bericht, in dem <v heißt: Die Rüste» habe» wie zügellose Krieger de» Miltclaliers in den eroberte» Städte» gehaust, namentlich zeigt sich dies dort, wo der Feind gegeste», getrunkeii und sich in de» Bellen gewälzt hat. Die Verfolgung der von de» ungarischen Truppen vcrtriedcncn Rüsten geht ohne fllnit und Ruhe weiter.

Budapest, 30. Nov. lEtr. Frist i Nach Meldungen au» dem nördlichen Teil de« Komitats Zemplin werden die dort einge­drungenen Rüsten von unsere» Truppe» versolg«. Bei ihrer Flucht oersmhen die russischen Soldaten, die Häuser in Brand ui setzen und womöglich zu plündern. Bei den in de» letzte» Tage» in de» Karpathen stattgchablen Kämpfe» wurden sehr viele Russe» getütet und verwundet »nd nichrerc tausend Mann gcsangcn? Unter den Gefangenen befinden sich Soldaten von Truppen, die sich aus den Gouvcrncnicnt« Cdcsta und Kiew, sowie aus Bcstara die» ergänzen. Diese Gcsangcnc» erzählen, daß die hinter der Front marschierenden ruisischen Cssiziere die Soldaten mit dem Revolver zum Vormarsch antreibe». Damit erklärt es sich, daß viele Gefanecne Verwundungen am Rücken aufweisen.

Keine Japaner nach Europa?

Evenning Ltandard berichtet: Ter Lekretär der japaui scheu Botschaft in London hat einen unserer Vertreter io formiert, dast der gemeldete Transport japanischer Truppen nach Europa nur ein Gerücht sei.

Zum sranfösischcn Justi;mord.

Ein dentschcr Protest.

Berlin, 30. Nov (WB. Amtlich ) Das Ausivärstoe Ami h>!, nachdem cS von dein in Paris gegen deutsche Militärärzte eimgeleit«:«» Strafverfahren fiat nun» erhalten hat, die zengeneidlichc Vernehmung des Cberftabäörjteä Tr. Pust ver­anlaßt. Dieser l>at uiiler l? d am-gefogt:

Fch war vo.n 7. Ins t». September nechnrittogs 2 Uhr >5 Mi«. Ehrfarzr dc>. Feldlazarett» 7 des zweiten Aiincekvrvs in Lizg. Als ich mn 2 Uh: tu Minuten das Lazarett verliest, besanden sich dortselbit 405 Verwundete. Da unier weniger imtgebvachter bei - getriebener Wein bei ben vielen Lterwundcten bald verbrauch! ivar, bei -hl ich meinem erste» Lazarettsnipektor Gast, am N. Scpt vormiliag», für unsere kranke», die aus TeiUtägn, Engländern und Framijolen bestandeiz, Wein gegen Bons zu regul- rieren. Er biachtc kurz vor unserem Aorückc», welches durch bas rasche Heranrücken der Franzosen beschleunigt wurde, zwei Faß Wein von je etwa 100 Siiex heran, die er, wie ich durch 2K. fragen seststellte. aus de» Kellern des GartenhauirS des Schlostes in Lizq gcaamnio» Igtie. Er jagte mir, daß er einen Bv», wie ich ihm besohle» hatte, nicht habe abgcben kömien, ivcil weder der Bürgermeister von Liz>> noch der Eigentümer des Sckstostes, noch irgend ein Bcdiettfletcr desselben zu finden gewesen sei. Einen Bon rn den Keller des Gartenhauses niederzutege», fei ihm zweck­los erschienen, Fch komile wich nicht weiter um die Jache küui- mern, iveil ich zu wichtigeren Sachen abberusen wurde, Fch habt« möglichst schnell Anordnungen ivqeeii liuseve» seschlounigte» Rück- zugos und wegen der Ueberggde des LazorebbS an den ebenfalls in französische Ge fang er schüft geratenen Stabsarzt der Reserve Dr. Tchujz, zu treffen. Weder Tiabsorzl Tr. Schulz noä> Cberarzt Ir. Dovidsohn trifft irgerd eine 2teran«wortung für den Wein, ich allein lgbe die Herbeiichaffnng de» Weine» i» der oben angebenen Aeije veiaiilaß! ES ist »irr unerklärlich, wie man »irs die Fdoe kommen kann, baß dieser von mir für die Verwundenen, und zwar nicht allein für Freund, sondern auch s ü r F e i n ö. reauirierte Wein aus unrechtmäßige Weise erworben sein iollle,"

Eine degloudigbe Abschrist der AuSiagc ist der amerikani- icken Botichast in Berlin behus» Uebermittlnng an die sranzöstichr Regierung zugestellt worben Wegen rechtzeitiger Ein. l.'gung der zulässigen Reelitsmittcl durch einen vertrauenswürdigen Verteidiger ist Vorsorge gebrosscn worden

lieber die firie^Sgerichtsverhanblintg gegen die ?Nitg>ieder des deutschen Feldlazaretts von Pöronve bringc-t die Pariser Zeitungen vom Donnerstag nur kurze, ersühtlich von der Zenstrr zu- se.nrmei gestrich:!»: Berichte. Man erfährt daraus lmtnerhin, daß die angefH alen D i a k o n i i i i n » e n die Id>gung. Leibwäsche,

Handtücher imd Verbandsmaterial entwendet zu haben, in un- -weidentiger Weiie entkräfteten: sie hatten alle» von den

iraiizösiichen katholischen Schwestern, die an ihrer Seite die Verwun­dete» pflegten, als Geschenk erhalten für die deutschen Soldaten: die französtichrn Schwestern wollten damit ihren Tank für dir furogeb« der Diakonissinnen ZUM Ausdruck bringen. Das Pariser Kriegsgericht hat trotzdrm nenn der angeklagten Krankenpslegerintien zu Gcsäugrus bis zu 9 Monaten vevurtcilt.

Ein Llppell a,t die franz-fische» Acrzte.

Tie Berliner Klinische Wochenschrist sagt:

Deutsche Militärärzte sind in Frankreich wegen angeblicher Gewalttaten gegen Einwohner und Nachlässigkeit bei der Behandlung von Verwundeten z» Gefängnisstrafen verurteilt! Es genügt, diese Tatsache festzustellen, um sich