Ausgabe 
1.12.1914
 
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Telegramme.

TMsbnW des Wen Hauptquartiers.

Angriff in Ostprcuffen abgeschlagen.

In der Schlacht an der LSeichsel 4500 Russen gefangen.

W. B. Großes Hauptquartier, M. Nov., vormittags. (Amtlich.) Bon der Westfront ist nichts zu melden.

Au der o st p r e u st i s ch e n Grenze mistglückte ein Nebcrsallvcrsuch stärkerer russischer Kräfte auf deutsche Be- sestigungencn östlich Darkchmen unter schweren Ver­lusten. Ter Rest der Angreifer, einige Lssizicrc und 600 Mann wurden von uns gesaugcu gcuvmmeu.

Südlich der Weichsel führten dir gestern mitge- teilten Gegenangrisse zu nennenswerte» Gefolgen. 18 Ge­schütze und mehr als 4500 Gefangene waren unsere Beute.

In S ü d p o l c » ist nichts besonderes vorgesallcn.

Tic oberste Heeresleitung.

Vom Kampf ilt Polen.

Wie sie staunen werde»!

Stockholms Dagblad bringt folgendes Situationsbild: Am gleichen Tag, da ganz London über den vermeintlichen grostcn russischen Sieg in Polen jubelt, die Morning Posi von einer wahrhaft napoleonischen Wasfentat der Russen und die Times von einer Panik in Berlin redet, kann Deutsch­land den Siegcsbcricht seines neuen Jeldmarschalls feiern. Das Wort der Morning Post, die Welt werde staunen, wenn einmal die Geschichte dieses Krieges geschrieben werde, versieht das schwedische Blatt mit dem fatalen Zusatz: Staunen ja, aber am meisten über die Petersburger Selbstsuggestioncn und die englischen Illusionen.

Wien, 30. Nov. (W. B.) Amtlich wird verlautbart: 30. November. Im Norden hat sich gestern an unserer Front nichts Wesentliches ereignet.

Kämpfe in Serbien.

Wie», 30. Nov. (\V. B.) Pom südlichen Kriegsschau­platz wird amtlich gemeldet: 30. November: Ans dem süd­lichen Kriegsschauplatz dauern die Kämpfe an. Gestern wurde aas hartnäckig verteidigte Suvobor, der Sattelpunkt der Straße PaljcvoCacak, »ach heftigen Kämpfen erstürmt. Das Bataillon Nr. 70 zeichnete sich hierbei besonders aus; auch das Regiment Nr. lti und das Landwehr-Rcginient Nr. 23 haben sich in den letzten Tagen neuerdings hervor­getan. Gestern wurden insgesamt 12 0 4 Mann ge- lange» genommen und 14 Maschinengewehre er­beutet. In llzicc wurden viele Waffen und viel Munition vorgcfundeu.

Die Koluisthe JeiUiiig meliiet aus Di« serbisch« Re

glerimg soll bcabstchttigen, da» scvtnschc Heer »ach Mazedonien z u rii ckzuz iehen Ec- soll später ans griechisches Gebiet übertreten, aus SnIons! c.uuvchst, den bulgarischen Eruma-vsch erschweren und dann, wenn möglich, gemeinsam mit den Griechen »orgehcn Fedeiisalls soll ein« Cntwasfunng der- serbischen c>e«res vermieden werden, (yiinft Tvubetzko: soll als Gesandter

»ach Serbien gehen, ohne Auseirlhalk in Sofia zu nehmen. Tie Nin nähme, das, «r a» einer Verständigung Serbiens mit Bulgarien ar­beiten solle, entfällt bannt.

Der Krieg im Orient.

Die Heilige Fahne.

Tie Agence Ottomane erfährt aus Medina, daß sich 30 000 Muselmanen, darunter Sajids, Ulemas, Scherifs und Beduinen um die heilige Fahne, Sandschak-i-Scherif, geschart haben, die unter der Entfaltung großen Pompes von der heiligen Stätte her eingeholt wurde. Die Begeisterung der Bevölkerung ist groß. Tausend Mann, darunter der 60- jährige Mufti der Schasiitcn, ließen sich als Freiwillige ein- schrciben und schworen am Grabe Muhamcds, die Waffen nicht früher niederznlegen, als bis die Rechte des Vaterlandes und des Kalifats anerkannt sein würden.

Zweihundert Sudanesen, die beim Anblick der isla- m i t i s ch e it ,y a h » e »on der englisch-ägyptischen in die türkische Armee llbergetvetcn sind, werde» in, Ttirnnph unter großem Zübel der Bevölkerung durchs Land geführt.

Vorbereitungen in Jaffa.

Ter Tciups meldet aus Port Said, daß der Konimandant der Gendarmerie in Jaffa das gesamte muselmanische Volk zusammenberufen, Waffen verteilt, und es ermahnt habe, einer etwaigen Landung der Verbündeten äußersten Wider- stand entgegenzufehen. Sobald die Flotte der Verbündeten auftauche, sollen alle Schaluppen und Segler auf der Reede versenkt werden. Sollte trotzdem eine Landimg erfolgen, werde die Stadt angezündet und die Bahnstation in die Lust gesprengt werden.

Briefkasten.

W. Sch.-Gicßc». Unter gewissen Umständen erhalten auch dic Eltern gefallener Kriegsteilnehmer Unterstützung und zwar dann, wenn der Sohn sic ganz oder vorwiegend unterstützte. Diese Unterstützung lKriegscllcrngcldi beträgt im höchsten Falle 250 Mk. jährlich.

A. B.-Wclzlar. Fhrc Karte lies erst am Montag vormittag ein, dic Versammlungs-Notiz konnte deshalb nicht mehr aufge- nomnien werden.

Vereinskalender.

Dienstag, den 1. Dezember:

Gießen. Freie T u r n c r s ch a s t. Fcde» Dienstag von 3Kt llhr abends: Turnstunde in der Turnhalle der Sladt- Knabenschnle (Nordanlage).

Mittwoch, den 2. D e z e NI b e r :

Gießen. Metallarbeiter. Abends 0 Uhr: Mitglieder­versammlung.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen.

Verlaa von Krumm L Cie., Gießen.

Druck: Verlag Ossenbacher Abendblatt. G. m. b. H.,Ofsenbach a. M.

Für die durch den Krieg hcimgcsuchtcn Reichslande Elsaß- Lolhringcn sind bei dem Sberbingcrmeistcr weiter elngcgange» von:, Pröscher 5 Mark, Metzgermcister Friedrich Schreiner 10 Mark, L. Rathschlag 10 Mark, Ertrag einer Sammlung in der Kriegs- betstnndc zu Stcinheim bei Hungen 1!I Mark, Stcnerausschcr i. P. Hilleyt 5 Mark, Nab. Haas Aw. 10 Mark, N. N. 7 Mark, Schrciner- melster F. Lenz 10 Mark, Peter König 10 Mark, Pfarrer Scriba 10 Mark, Frau Amend 5 Mark, Landgerichlsrat Ncucnhaqen 10 Mk.. Dr. Z. 10 Mk. Frau Fach 5 Mk., 3oh. Volz 10 Mk. L. Petri II. 10 Mk., B. H. 20Mk., K. Fackel 5 M., Frau Fuhrmelfter Ww. 50M , H. E. 5 Mark, Kirchcngcmcinbe Rvdheini a. Horloff 120 Mark,

Garlenknspcktor Rchnclt 5 Mark, Grnst Ludwig Sack 25 Mark.) Lrtsgerichisvorsteher Simon 10 Mark, Architekt F. Stein Ww. 20 Mark, Frl. Mathilde Emmelius 20 Mark, Geheimer Kommerzienrat Heichelheim 50 Mart, Buchhändler C. Roth 25 Mark, Reallchrer Wagner 5 Mark Rcchnungsral Schreiber Ww. 5 Mark, Firma Ater. Salomon 20 Mark. M. S. 10 Mark, August Hetz Ww. 50 Mark, Ungenannt 5 Mark. M. P. 4 Mark, Professor Dr. Trapp 40 Mark August Greb 5 Mark. M. S. 4 Mark, N. N. zu Lich 20 Mark, E. K. 10 Mark, K. N. 5 Mark. Ungenannt 10 Mark, Lehrer Ött 5 Mart, T, 4 Mark, von Gästen des Aquarinnis durch E. H. Müller 25 Mark, Geh. Hosrat Tr. Hansen 20 Mark. Bäckermeister Ludwig Rühl 40 Mark, Oberzahlmeister Becker 10 Mark, Frl. Nahrgang 5 Mark, Briefträger Wörner 4 Mark, Kanzlcirat Schiffnic 5 Mark, Frau Sch. 5 Mk., Frau Bichler 25 Mark, L. G. 4 Mk., Vormund­schaft Freue Günther 20 Mark, Spengler Heinrich Blum 10 Mark, Heinrich Bellas Ww. 10 Mark, Witwe Forbach 10 Mark, Konrad Bcnper 40 Mark, Erich Bender 2 Mark, E. G. 5 Mark, Brauerei besitzer 3hring-Lich 50 Mark, Geh. Medizinalrat Dr. Gcppcrt 50 Mark, I. B. 10 Mark, Sainmlung in der Gemeinde Wiescck durch Pfarrer Bernbcck 440 Mark, 3»li»s Nattmann scn. 10 Mark, Geh. Hosrat Dr. Haupt 4 Mark, Sammlung in der Gemeinde Allendors an der Lahn durch Althürgermcister Volk 147 Mark, Professor i. P. Dr. Stahl 10 Mark, Frau M. Dreqsntz 10 Mark, Hauptlehrcr Knanß 5 Mark, zusammen 1517 Mark.

Mit herzlichem Dank für diese Gaben wird um weitere Zu- wcndcu gebeten.

Für die durch de» Krieg besonders schwer heimgesuchtc Provinz Ostpreußen sind bei dem Oberbürgermeister iveitcr cingcgangcn: Bon L. Rathschlag 10 Mark, Steneraufsehcr i. P. Hillcrt 5

Mark, R. N. 7 Mark. Pfarrer Seriba 10 Mark. Tr. 3. 10 Mark, Fra» Amend 5 Mark, Frau Fach 5 Mark, Johannes Bolz 10 Mark, Ernst Ludwig Sack 25 Mark. Ortsgcrichtsvorstchcr Simon 20 Mark, Geh. Kommerzienrat Heichelhcii» 50 Mark, Buchhändler L. Roth 25 Mark, Reallchrer Wagner 5 Mark, Rechnungsrat Schreiber Ww. 5 Mark, Frau D. Lescunc 40 Mark, Ungenannt 5 Mark, M. P.

4 Mark, August Greb 5 Mark, Gend.-Wachtmcistcr i. P. Schäfer 10 Mark, S. Katz Ww. 10 Mark, C. K. 10 Mark, K N. 5 Mark. T. 4 Mark, Bäckermeister Ludwig Rühl 40 Mark, Obcrzahlmeistcr Becker 20 Mark, Frl. Nalhrgang 5 Mark, O. G. 2 Mark, E. G.

5 Mark, Gustav Bergen Ww. 10 Mark, Frau Bichler 25 Mart, Braucrcibesibcr Fhrlng-Lich 50 Mark. Karl Törmcr 10 Mark, Er­trag einesDeutschen Abends" in, Wartbnrgvcrcin durch Pfarrer Schwabe 73 Mark, Trudc Siesel 10 Mark, Ertrag einer Sammlung in der Oiemcittite Wicscck durch Pfarrei Bernbeck 400 Mark, Jnlius Nattmann scn. 10 Mark, Ertrag einer Sammlung in der Gemeinde Allendors a. Lahn durch Altbllrgermcister Volk 400 Mark, Samm- lnng in der Klasse 51> der erweiterten Mädchenschule 10 Mark, Pros i. P. Dr. Stahl 10 Mark, Ungenannt 5 Mark, Frau M. Drcyfutz 10 Mark, Hauptlehrcr Knau» 5 Mark, zusammen 1274 Mark.

Mit herzlichem Dank für diese Gaden wird um weitere Zu­wendungen gebeten.

Städtischer Arbeitsnachweis Gieften.

SS können eingestellt weichen:

bet hiesigen Arbeitgebern:

5 Dreher, 4 Spengler, 4 Schlosser, 2 Kupferschmiede, l Buch lnnder; l Gerber, 1 Bäcker, t Küfer, 1 Schneider, 4 Schuhmacher, 4 Saltler, landwirtschaftliche Arbeiter, Taglöhncr, I Heizer, 1 Schreiner, 2 Dienstmädchen, 1 Lehrmädchen, 1 Mctzgerlchriing.

vl bei auswärtigen Arbeitgebern:

4 Elektromonteurc, Eiscndeher, Sattler, Schlosser, Werkzeug­macher, Klempner und FnstaUotcurc, 1 Müller, landwirtschaft­liche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Kalkbrenncr, Slelnbruch arbetter und Taglöhncr, 1 Hausburichc, 1 Tchlofferlehrllng.

ES Iiichen Rebelt:

6 Schlosser, 1 Spengler, 2 Buchbinder, 4 Palstcrcr und Tapezierer, 5 Schreiner, 1 Glaser, 1 Tchuhniachor, 4 Schneider, 3 Acitzblnder und Lackierer, 4 Kaufleulc, Schreiber, londwirischaft liche Arbeiter und Knechte, Erdarbeiter, Taglöhncr, Kellner, Haus­burschen, Puy-, Wasch- und Laussraue».

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