Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargcbiete.
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8)t,atti»n hr, IftScbttlen Sieben, ttabnbothrahr 23. tfcft L»we,««sse. rel»»»,n 2008.
Lllinötlig, Dt» 28. Novcuilicr ln 14
gnlcrntr lohn die 6 mal aelpalt Kolonelzeile oder deren Raum lü PH». Bei größeren üuiträ gen Ra lad Anzeigen wolle mau dl» abend» 7 Adr lüe die folgende Rummci m der Erpcbition auigede»
9. Iah rgang
«« ezwcitenfnnf Milliarden.
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i Berlin wird uns geschrieben:
in Reichstag ist die Vorlage, die eine» zweiten Füns- lenkrcdil zum Zwecke der Kriegführung fordert, zuge- Es besteht wohl nirgends ein Zweifel darüber, dost der rg auch diese Vorlage, wie die erste vom 4, August, a n- c n wird, Tenn die freie Entscheidung, zu der das Par. aufgcrufcn wird, besteht in diesem außerordentlichen Fall a r zum Schein. Wenn der undenkbare Fa» ci»- oürdc, das, der Reichstag die Forderung der Regierung nt«, was würde wohl geschehen? Entweder mühte die >ng die Kriegführung ein stellen. um dem ik das Feld zu überlassen oder sic mühte sich die digen Mittel durch eine» Staatsstreich vcrjchasscn. aber liefe aus eine Schwächung Tcutschlanda hinaus, das Parlament die Verantwortung tragen würde, r Reichstag hat in Fricdenszcite» viel versäumt, um 7 a ch t st e l l u n g zu sichern. Aber niemand wird i erwarten, das: er den Versuch machen könnte, seine Verse zu ungelegener Zeit und mit untauglichen nachzuholen. Es steht also heute schon fest, dah der Reichs- Krcdilsorderung der Regierung annehnien und damit a handeln wird, wie es das sranzösische und daS eng- arlament getan haben,
besteht aus naheliegenden Gründen nicht die Absicht, die nleihc sofort auszulegen. Wieviel von den flüssig ge- 4'A Milliarden der erste n Anleihe noch vorhanden ist, kaniit, wahrscheinlich reicht es noch für eine Weile, Auhcr- rden die 400 Millionen Schahanweisnngeii an die Reihe i, deren Ausgabe die neue Vorlage gleichsalls Vorsicht, und ird man, wenn — wie zu befürchten — der Krieg bis dach t z u E n d c ist, zur Auslegung der gehörig vorbereiteten Anleihe schreiten
i RcichSsinanzen erleiden dadurch eine ganz furchtbare Bc- und es ist ein geringer Trost zu wisicn, dah es mit den :n der übrigen kriegführenden Staaten auch nicht anders, :r schlechter als besser steht, Ueberall werden jchk unge- Sunimen des Volksvermögens aufgewendet, nicht um iktivc Anlagen zu schaffen, sondern um das Volks- ögcn der anderen Io gründlich wie möglich zu zer- i. TaS ist eben der Krieg! Wenn man denkt, dah der jcht > Türke» besetzte Snezkanal nur 400 Millionen Mark gc- iaf, so kann man sich leicht vorstcllen, welche gewaltige» zur ,Förderung der Kultur und des mcnschliihcii Glücks von -uiiimcn hätten errichtet werden können, die jetzt fast aus- ich den Zwecken der geeguscitigcn Vernichtung dienen! gg der Krieg wie immer ausgehen, Europa, c i n s ch I i c h - er siegreichen Staaten, wird nach ihni viel ärmer rmer an Gütern und an Menschen, und diese Verarmung csto weiter sortschreiten, je länger der Krieg dauert, Tie nntnis der Rotwcndigkeit. den Krieg jetzt weiter zu führen, also keineswegs den Wunsch ein, dah er lange daueiu Ticser Wunsch ist, wie wir überzeugt sind, bei keinem der ihtenden Staaten vorhanden,
kr Reichstag wird also die fünf Milliarden bewilligen nicht j* etwa 3 teuft t an solchen Aussichten empfände, sondern unter den gegebenen Umständen etwas anderes zu tun U) 1 fibtifl bleibt,
begreiflich, dah sich die Regierungsvorlage nickt mit der beickästjgt 1D ie durch vermehrte Einnahmen des Reicks der lebedars verringert oder gar die Tilgung der ausgcnommencn >en angebahnt werden könnte, Tenn diese Frage ist eben » einfach, inj, j] ( xj„ paar Stcucrvorlagcn gelöst werde» : Es wird sich „ach dem Kriege nicht nur um die Wiede,-
-ung des Gleichgewichts im Reickshaushalt, sondern um den 'krausbau des gesamten deutschen Wirtschaftsleben» n, und mit den Maßnahmen, die zu diesem Zweck zu tresscu 'k'tden die steuerlichen Mahregeln des Reiches Hand in Hand cn haben, Tann muh auch die Sozialdemokratie ihre volle dafür einsktzcn. dah im Fntcrcsse der schassenden Arbeit ung im Wirtschaftsleben gcichasscii und der Bil- mmer neuer Kapitalgcwinne durch Ausbeutung der iteinZielgesetzt wird. Es versteht sich jür die Sozial- atie von selbst, das, die Lasten des Krieges in erster Reibe » vorhandenen Kapitalien zu tragen sind, ganz besonders du jenen Kavitalgcwiiinen, die während des Krieges auf der Allgemeinheit erzielt wurden.
ucn lichte,, Punkt in dem trüben Gemälde bilde» die 200 '«n, die die neue Vorlage nickt zu unmittelbaren Zwecken -iegsjübrung, sondern zur Linderung der durch den Krieg kcnc„ jj ot naesieht. Aus diesem Betrag sollen Wochen- Ilsen geivährt werden und Gemeinden für die Fami- terltützung. soweit sic die gesetzlichen Mindostläve übersteigt, die Arbeitslose »für sorge Zuwendungen g:- uerden, tzg iuiTb Sache der sozialdemokratischen Geineinde- ,,'ktu, unter Hinweis auf die in Aussicht gestellte Reichs- -J™* *1** bessere Versorgung der Kricqeriamilic» sowie für ^iielte Arbeitsloseniintcrslüvnng nachdrücklich einzutreten. dir -00 Millionen nicht reichen, so muh der Reichsschatz- , E"kn noch einmal mit sich reden lassen. Wo so mit vollen ^iisgegeben wird, kommt es eben aus ein paar Tutzend .^."'Edr oder weniger nicht mehr an!
« ,, ar f man freilich nicht im Zwci'el sein, dah die ganze eingeleitcte volkswirtschaftliche Zirkulation einen ticken Charakter trägt und dah hier wie in anderen u trotz der oft betonten auherordcntlichcn LcistungSsähig- c deutschen Volkswirtschaft — die Sorgen und Schmerzen Nachkommen iverden, Staats- und Volkswirtschaft treten
mit dem Weltkrieg in eine Periode der gcwaliigslen »inivälzungen ein. Die Einigkeit des Augenblicks ist nur das Vorspiel spaterer Kämpfe!
Ter Ueberfall von Täbris.
Konsiaiitinoprl, 26. Ron. (Ctr. Frkst) Tie Regicrungs- blättcr Tanm, Tasvir-i-EIkiar und Lcrdjtman-i-Hakikat bestätigen heute aus Grund von der Pforte zugegangcncn diplo- matiichen Depesche» aus Teheran den Uebcrsall von Täbris, Tie persischen Tribus. die den Handstreich aus Täbris aus- sührtc», setzen die Verfolgung des Ae in des fort: sie hoffen in kürzester Zeit die Russen aus der ganzen Provinz Aserbeidschan vertreiben zu können. Nähere Details aus dem Norden Persiens fehlen, da die Bricfpost von dort überhaupt nicht und der Telegraph nur unregelmähig ninktioniert.
Tcr Pariser Tendenzprozcs;.
Tas Pariser Kriegsgericht hat, wie schon gemeldet wurde, eine Anzahl gcsangener deutscher Aerzte wegen angeblich begangener Plünderungen und Gewalltatcn zu Freiheitsstrafen von sechs Monaten bis zu zwei Fahre» verurteilt. Es ist selbstvei - ständlich, dah man in Teutschland den gegen die deutschen Aerzte gerichteten Anklagen keinen Glauben schenkt und das Urteil als ein Tcndciizurteii schlimmster Ar« empfindet. Aber auch in der sranzüsischen Presse haben sich Stimmen geregt, die sich in gleichem Sinne ansiprechen. und die crsrcuiichc Schärsc, mit der dies geschieht, läßt uns erkennen, dah ln-Frankreich trotz militärischer Zensur immer noch ein recht ansehnliches Mah von Preßfreiheit bestehe» muh. Unter den Kritikern der kriegsgerichtlichen Urteils ist nicht nur die sozialistische Humanitc zu j sindcn, sondern auch der durchaus uationalistischc Figaro, Man darf das als tröstlichen Beweis dafür nehmen, dah trotz der surcht- barcn Ausrcgung, die der iirieg hervorruscn muh. auch in Frankreich das Gefühl für Gerechtigkeit gegenüber dem Feinde nicht aus- gcstvrbcn ist,
Tah das Pariser Urteil linige» Tcutschen schwere persönliche Leiden auserlegt, ist nicht das ichlimmlic an ihm. Von dergleichen Dingen hört man im Kriege so viel, dah das Gcsühi für den Einzel- fall leider beinahe abgcstumpst wird, Tas Schlimmste an dem Urteil ist die A b s j ch t von der es ausgeht und die Wirkung, d,e'es üben soll dadurch int sranzösischcu Volke der Eindruck ver
stärkt werben äks ob manMt im deutschen Heer mit einer Bande von Plünderern mu^^c g c i a g c r e r n zu tun habe, die sich über Gesetz und Recht'skriMllos hinivcgscbc,
Fn der gleichen Richtung wirke» zahlreiche andere Urteile, die von sranzüsischen Kriegsgerichten gefällt worden sind und über die die sranzösische Presse fortlauscnd berichict, ohne dah man bisher auf deutscher Seite von ihnen Roliz genommen hätte, ES handelt sich um Verurteilungen gesangcner deutscher Soldaten, bei denen man Gegenstände gesunden haben will, die aus dem Besitz gesallener Franzosen stammen sollen. Leider besteht zurzeit keine Möglichkeit, das Anklagcmatcriai. das diesen Verurteiluiiae» zugrunde liegt, zu kontrollieren, Tah aber auch aus diesem Gebiet ohne tendenziöse Voreingenommenheit Fehlurteile möglich sind, zeigt uns eine Erzählung. die wir einem in der deutlchcn Presse erschienenen Fcld- postbrics eines badischen Landwehrinannes entnehmen, Tiescr hatte, wie er selbst erzählt, einen schwerverletzten französischen Tfsizicr verbunden, der ihm darauf unter französischen Tankes- wortcn die Photographie seiner Familie, eine goldene Uhr und einen Revolver übergab. Kurz daraus verschied der Verletzte, Ter Briesschreiber, der osscnbar »>ckt französisch versteht, geht von der Ansicht aus, dah ihm der Cssizier die genannten Gegenstände als Lohn fiir seinen Samaritcrdicnst geschenkt habe, es ist aber auch möglich, dah der Verwundete ihn gebeten hat, diese Gegenstände an seine Angehörigen zurückzuerstatten. Wäre der badische Land- wehrmann in sranzösische Gesanaenschaft geraten, so wäre auch er zweifellos als Plünderer verurteilt worden Ter Fall zeigt, dah die deutschen Soldaten in der Annahme ,'eindlichen Eigentums, auch wenn sie guten Glaubens sind, gar nicht varsicktig genug sein können, wenn sie nicht im Fall ihrer Gefangennahme gegen sich selbst und damit gegen das deutsche Heer bösen Anschein erwecken wolle».
Lpfcr der Krielfsphautasie.
Mit dem bekannten Tendenzurteil des Pariser Kricgs- flcriäits gegen deutsche Militärärzte beschäftigt sich auch Pros. Arndt in einem Artikel des Berliner Tageblattes. Er weist mit Recht darauf hin, das; Aussagen über Kriegsgreuel nicht kritiklos aiisgcnoiiimcn werden dürfen. Pro«. Arndt schreibt: »Tas Urteil ist gefällt aui Gnmd von Aussagen von sranzösischcu Zeugen und Berwundcicn, Run ist es eine bekannte Tatsache. Sah in Kriegs- und anderen aiisgcregten Zeiten Zeugenaussagen mit «roher Vorsicht aulzunrhmen sind. Es ist bekannt, und dies gilt selbst für ruhiarrc Rationen als die französische, dah sich im Krieg« und namentlich ivährcud und nach Schlcrhcen geradezu Wahnvorstellungen bilden, dticht selten treten sörmlich« Geisteskrankheiten ein. Man gebt nicht fehl, wenn man 0s Prozent von deni, was in solchen Fällen namcnilich von Verwundeten crzabli wird, ats Ilcdeirreibnnoen und Unrichtigkeiten anssaht So ist z, B. fesigrstellt, dah Verwundete haarklein erzählen, dah und wie ihnen die Augen auögc stochen sind, und doch batten sic das Augenlicht lai^e zuvor durch eine Kriegsverletzung verloren. Es ist ein« Verletzung gegen jede Logik, wenn man auf solche AuSiagen von Verwundeten, wie dree das Pariser Krisgs- gericht getan har, deutsche Militärärzte verurrei».
I» Deutschland gibt es nur eine Meinung darüber, das; die in Paris verurteilten Militärärzte Opfer eines bösarti- dcn Rassenvorurteils sind. Nicbt weniger schlimm als dieses Tendenzurteil sind aber die moralischen Verurteilungen, die jetzt die Völker gegeneinander aussprcchen auf grimd von uvkontrollierbarcn Gerüchten und »»geprüften Ze»gen- anSsagen.
Protest der dcutschc» S»,r,tc.
Ter Verband der deutsckwn Aerzte vcrösseutüchl einen scharsen Protest gegen da» Pariser Kriegsgericht, das ctuchc in Geiangen lchai! geratene deutsche Aerzte. ivegen ongebilchen Tiebstasti». zu GeiängeiiSstvaseu verurteilt hat. F» diesem Protest wird u. a gesagt:
„Pariser Rickstcr Izaben sick» i>c >eies in den lassen, gefangene dculsilzc Aerzte wegen „01en>altlätigkelteu gegen Einwolmer uns Nackilässigieit bei der Behandlung vou Venvuudetcn" zu ein imd zwc, Fahlen l^esängnis zu vcrurteileii. ABni treib« dies« i>duti licht nicht dir Helle Glut der Einpöruug n, das Gesicht? Tcutsche Aerzte sollen geplündert und sich gcivalrtätig a» sriedlichcn Bürgern vergrissen. deutsche Aerzte solle» durä, ihr Verlz-ilten Kranke» gegenüber eine derartige Stvaie verwirkt Isaden! Fe des Wort der Rechtteiiigiing aus diese ungeheuerliche Lüge mnrchen wir sllr ein« Herabsetzung umsereö Standes halten: «s drängt uns. mir der allgrmcine» Entriistung und der Zuversicht Ausdrnck zu geben, dah Teutschland diesen Fauftschlag >nä» >tch-g hni nehtnen, sondern so erwidern wird, wie es von jeher gute deutsche AN gewesen ist.^
Lo^ialistische" Teutschcnhctzcr in England.
Zu den bctrübcndstc» Erscheinungen gehören die „sozialifti- Kriegshetzer in den einzelne» Ländern. Kein Land dürste deren zurzeit mehr answcisen wie England, Besonder» tut sich auf diesem Gebiete der alle Genosse Robert Biatchsord hervor, der als Gründer des Organs der Fabier allenthalben bekannt ist. Auch hat er durch seine in Millionen von Eremplaren vcrbreitclen populären sozialistischen Schristen sich einen Rainen gemacht. Seit Beginn des Krieges hat er sich auf die Seite jener gestellt, welche eine energische Rirdcrwcrsiing Teutschlands propagierten, um für alle Zeiten von der Gefahr des sogenannten Kaisc- rismus und Militarismus befreit zu iverden! Fn der letzten Rümmer seines Blatte» greift er den Genosien Bernhard Shaw in der heftigsten Weile an, weil dieser in einer besonderen Beilage zu der sozialpolililchcii Zeitschrift The ?icn> Ttatesman eine Tarstellung der Ursachen und Wirkungen des jetzige» Krieges von seine», Standpunkte aus geschrieben hat,
I» dieser Tarstellung versucht der icmpcranientvollc Shaw auch eine Reihe Fehler Englands wie auch Ungcrcchtigkciicn, die man Teutschland gegenüber begangen, nachzuwcise», kommt aber im allgkincincn auch zu dem Schlüsse, das, der Krieg energisch bis zur Ricdcrwcrsuna Teutschlands durchgcslihrt werden müsse.
Manche Einzelheitci, jedoch lauf die »och aussiihriichcr znrück- znlommen sein wirds passen dem Genossen Blatchsord nicht und er überhänst daher Shaw mit Tchimpsworten der ärgste» Art, Er nennt da» ganze Pamphlet „eine Frechheit", spricht von den Dcui schcn als von einer „Rasse militärischer Banditen", die „sich in einer blutigen Kampagne der Grausamkeit und der Versklavung bcsinden," Tamil der brltilche ?Irbcltcr ssch selbst von der „Wildheit des kriegStrunkcnen Volke» Teutschlands" überzeugen könne, brauche er nur deutsche Briese und Blätter zu lese». ES hciht dann wörtlich weiter:
„Es handelt sich nicht nur darum, daß die deutschen Soldaten Kinder verstümmelt, Frauen mißbraucht und gcpcinigl. alte Männer ermordet oder verwundet haben, c» handelt sich nicht nur darum, daß deutsche Lustschisser Bomben aus die Straßen van Antwerpen und Lstende und Paris warsen, es handelt sich nicht mehr darum, daß des Kaiser» Raufbolde ein neutrales Land verwüsteten, sondern es ist auch wahr, daß die große» Massen der Frauen und Männer in Teutschland halb verrückt sind durch die Gier, die Straßen Londons in Brand zu stecken »iid in große» Massen unbewaffnete englische Frauen und Kinder zu ermorden , .
Zum Schluß erzählt Blatchsord eine Geschichte von belgische,! und deutschen Verwundeten, die i» demselben Hospital in England lagen und die plötzlich auseinandergcbracht werden mußte», weil einer der Belgier in einem deutschen Verwundeten den Mann wieder erkannte, der seine, des Belaiers, Frau erniordet hatte . . .
Wenn schon die anerkannte» Führer der Bcwcaung zu solch maßlosen Ucbertreibungen und Urteilen kommen, dann ist es nicht verwunderlich, daß auch der Haß sich als wirkungsvoller Rckruiic» rungsaaent bewährt,
llcbrigenS wird in dem Blatte andauernd die Frage diskutiert, ob nicht England auch dann in den Krieg eingcgriffen hätte, wenn Teutschland die belgische Rcutralität nicht verletzt haben würde. Viele Mitarbeiter vertreten den Standpunkt, England hätte auch zum Schutze Frankreichs allein eingreifen müssen, damit Tcutsch- land nicht wieder wie 1870 Sieger bleibe.
Besonders interessant ist noch an diesem von Teutschenhaß strotzenden Blatte, daß der leitende Redakteur, Thompson mit Namen, gebürtiger Deutscher ist!
Tie neutralen Lojialisten.
Ter Sozialdemokraten, Stockholm, gibt am 18, 11, 14. einen Artikel von Compöre-Morel aus der Humanito wieder, in welchem die Neutralen aufgefordert werden, die Neutralität aufzugeben und „an der gewalti- gen Tragödie teilzunehmen, aus der die Zu-
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