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»beit cö sich mn diebische Arasrwagensührer, die Liebesgaben zur cont bringen sollten, unterwegs aber die Lachen an Helfershelfer gaben, die dann damit nach Berlin zurlickkchrten und hier den rub teilten.
Tnmme Rederei.
Ter Hauptmann des Landsturms, Wilson aus Erfurt, elt an seine in Luxemburg stationierten Mannschaften eine cde, in der darauf hinwies, daß sie die Vorläufer der ucn deutschen Garnison für Lurcmburg seien, das wieder utsch werden müsse. Tie luxemburgische Presse protestierte ftifl gegen diese Rede und der Inspekteur des Landsturms egmar, hat darauf offiziell erklärt, daß die Rede des Mtmanns eine völlig private Aeutzcrung sei.
leder die Reichs- noch die Militärbehörden teilten diesen tandpunkt und bedauerten Icbtjaft die Entgleisung Wilsons as Mißtrauen, daS diese Rede weckte, dürste damit freilich cht beseitigt sein.
„Hoher Besuch."
Aus Gcwcrkschaslskrcisen wird dem Vorwärts gcschrlcben: Tie Spitze» der Reichs- und Staatsbehörde» haben als (Hafte Berliner GewerkschaflShauS besucht. Skoch vor wenigen ochen hätte man den als reif fürs SlarrcnhauS angesehen, der sich lerfangen hätte, zu prophezeien, dasi ei» solches Ereignis um die ittc November des Wahres 1914 eintrelen würde. Nun hat der ieg und der ln lcincm Gefolge proklamierte Burgfrieden dieses ander zuwege gebracht.
Bisher galt bei uns der Grundsatz, dasi die Arbeiterorgani ioncn und insbesondere auch die Gewerkschaften nur Objekte : Gesetzgebung und der VcrwaltungöpraxiS seien. Sorgfältig cmied es die offizielle Welt, von der Sristc», der Gewerkschaften ch nur Notiz zu nehme». In den Parlamenten wurde ihrer, soll daS überhaupt geschah, meist mit wenig Wohlwollen gedacht, d der Versuch, die Gcwerkschasien den Beschränkungen des Vcr- sgcsctzeS zu nnterstcUen, spricht deutlich für die Gesinnung, die » in diesen Streifen den Organisationen der Arbeiter cnt- icnbrachtc.
Man kannte an den masigcbcnden Stelle» die Gewerkschaften fach nicht. Von Zeit zu Zeit wurde das VirtfchaflSlebcii durch che Lohukäinpfc erschüttert, in denen die Gewerkschaften als die chwaltcr der Arbeiter austratcn. »Manch einem, der der Ge- ikcnwelt der Arbeiter fernstand, mag diese Tatsache an sich schon Beweis für die Gefährlichkeit der Gewerkschaften gegolten icn. Tic groszariigcn Leistungen auf dem wcitschichiigcn Ar- tsgcbict der Arbeiterorganisationen wurden übersehen. Span siic nichts von ihren erfolgreichen Bemühungen, das geistige reau der Arbeiter zu heben. Tas durch die Gcwerkschasien in «gelte Bahnen geleitete Streben nach kurzer Arbeitszeit und lem Lohn, wurde nicht »nicr dem Gesichtspunkt des dadurch gc- dertc» ttulturfortschritts gewertet: man erblickte darin nur den tgesetzten Versuch, die zufriedenen Masten zur Begehrlichkeit zustachcl». Harinäckia vcrschlosi man den Blick gegenüber der tsachc, dah die Gewerlschastcn aus sozialem Gebiet in vcrkchic- en Richtungen bahnbrechend vorangcgangcn sind, das, sic hier nchc Ausgabe» vorbildlich gelöst haben, an welche sich die laisgcwali noch nicht herangcwagt hat. Tie riesigen Leistungen Gewerkschaften auf dem Gebiet der Arbcitslofenfllrsorac ilen aber gerade in der gegenwärtigen SriegSzeii eine solche Ue im Wirtschaftsleben, dasi sic nicht mehr Ilberfehen werden neu.
Tie deutschen Gewerkschaften mit ihren 2'/, Millionen Mit- 'der» haben trotz aller Schwierigkeiten, die sic zu überwinden tcn, eine solche Bedeutung erlangt, das, sic kein crnsthaficr litikcr mehr ignorieren durfte. Ter Besuch, den die Vertreter Regierung und eine Anzahl Parlamentarier am Samstag in GcwcrkschaftShäuscrn machte, spricht dafür, das, daS Bedürfnis, en näheren Einblick in das Getriebe der Arbeiterorganisationen gewinnen, an jenen Stellen tatsächlich vorhanden war. Bisher Ite aber jede Möglichkeit, dieses Bedürfnis zu befriedigen.
Die Anregung zur Besichtigung der gewerkschaftlichen und ge- senschasilichcn Einrichtungen, über welche in der Sonniags- nmer des Vorwärts kurz berichtet wurde, ging von einen, chtSstclicndcn Parlamentarier aus, den der Zufall In einS besichtigten Häuser geführt hatte und den, diese Leistung LeS .lerkschafilichcn Geistes imponierte. Seine Vermutung, dasi man de» oberste» Reichsämlcrn und i» den preusiischcu Ministerien er Einladung zur Besichtiaung gern folgen würde, erwies sich richtig, und so kam der Besuch im GcwerkschastShaus, in den rbaudShäusern der Metallarbeiter und Holzarbeiter und in der ckcrei der Sonsumaenostenschasi zustande, an welchem sich u. a Reichsschatzsckrctär. der Staatssekretär des Rcichsiustizamies, prcusiischc Handelsminister und der Minister des Innern, der erbllrgermeister von Berlin, sowie eine Reihe von Parla- niariern, an idrer Spitze die Präsidenten des Reichstages und
> preusiischcu Herrenhauses beteiligten. Solchen Besuch haben genannten Stätten noch nicht gesehen, und die Tatsache, dasi der
| es des RcichsschavamteS im Sitzungssaal des Deutschen Holz- beitcrverbandcs eine Rede gehalten hat, ist jedenfalls wert, l'ftrtcrt zu werden.
5ine unmittelbare praktische Bedeutung hat dieser Besuch in n Heimen der Arbciierorganisaiionen natürlich nicht, aber es ndelt sich dabei immerhin um einen bcachicnSwertcu Vorgang.
> brauch, wohl kaum betont zn werden, dasi die Politik der Ge- -tklchasten durch die ihnen erwiesene Ansmcrksamkeit In feiner
b«influ6t wird. Tic Zwecke und Ziele der Gcwerkschasten >b die Mittel, denen sie sich bediene», sind ihnen durch die wirt- laltlich, Entwickelung vorgcschricben. Tic Gcwerkschasten sind, lo '* J't sind, eine historische Notwendigkeit. Tie Methoden für ihre •’" ,l * u »n sind unabhängig von dem grössere» oder geringeren vdtwillen, das ihnen die masigebenden »reise entgcgcnbringen.
7 v ba» Interesse. welches die Vertreter der Regierung für die "richtungen der Gewerkschaften bekundet haben, sich als nach- itig erweisen und eine praktische Wirkung äuftcrn wird, liebt noch i ■* 1 Gewerkschaften ist es natürlich nicht glcichailtig, ob
teitendeii Regicrungsmänncr daS Bedürfnis haben, sich ans cner An,cha„ung über die Zwecke und Ziele der Bewegung zn Errichten, oder ob sic ihre Senntnis von den Gewerkschaften aus
> Berichten von Leuten schöpfen, die dieser übel gesinnt sind. So r auch eine gerechtere Würdigung der Gewerkschaften durch die sigebenden Stellen zu wünschen wäre, so dürfen die Arbeiter doch ten Augenblick vergesten. dasi sic die achtiingaebictendc Eniwick- g der Gewerkschasten ihrem Selbstvertrauen und der eigenen ast zu danken haben. Ta?- Vertrauen in die eigene »rast d de» Arbeiterorganisationen auch weiter über manche Fahr- kciten hinwcghclse».
Das Ende des „Mattlwurfkriefss"?
Tie Krcuzzcitung schreibt: Tie Unternchinungeil auf
u westliche,, Kriegsschauplätze tragen in der letzten Zeit i Charakter eines mühseligen Stellungskrie» : “ C 'D der Kaiser den treffenden Namen „M a u ! w » r f s - "8" gegeben hat. Tie naste Kälte, in die das Wetter rt nach klaren Frostes »mgeschlagen war, et-
^kte unseren Soldaten das Verbringen erheblich^ ja es 'wie stellenweise die Unternehmungen sogar zum Still- \. c - Hierin scheine Qu f dem rechten Flügel unserer Miellung soeben eine Aenderung eingetreten zu sein, ssentlich werden wir bald gutes erfahren.
Die Tätigkeit der cnstlischen Lchiffe.
Rotterdam, 26. Nov. Ter Nieuwe Rotterdamsche Cou-
schreibt ans Oßtburg über die Beschießuirg des Hafens
Seebrügge: Tas Bombardement machte auf die Eiuwobner einen entsetzlickien Eindruck. Sie fluchteten in hellen Hausen nach Knocke oder landeinwärts. Diele suchten auch in den Kellern Schutz. Vernichtet sind daS neuerbaute Palasthotel, das Lotsengcbäude und die Brikettfabrik. Auherdem wurden 17 Privathäuser, zwei Hotels, eine Mühle und eine Kirche durch Granaten getroffen. Heyst ist nickt beschädigt worden. In Seebrügge wurden 17 Soldaten getötet.
Tie Lterlchnnq der schweizerischen Neutralität
Bern, W. Nov. Ta im »alle einer Wiederholung der Sic»* tralilälSverletzung durch Frankreich und England eine längere Achiung der schweizerischen SIcuiraliläi an der Belsorler Grenze nicht crwarici werben kann, hat der Bundcsrai eine Verfügung crlasicn, jeden feindlichen Flieger über lchweizerisches Gebiet lofori und ohne bclonderen höheren Befehl berunierzuschiesir». Gleichzeitig ist gegen die in Frage kommenden Grcnzschntzkommandos eine strenge Untersuchung eingeleitct worden, um sestzustcllen, ob die sicmbcn Flieger an der Grenze rechtzeilig gesichici worden sind. Ter deutschen Regierung ist eine AufkiärungSnole des schweizerischen Bundesrais zugcgangcn.
Tcr russische Riick ug aus ttuqar».
Budapest, 28. Slov. Slach einer Meldung des Magyar Orszag aus dem Zemplem-tlomiiat stand an der Spitze der in Zemplem und Ung eingedrungenen Rüsten General Skliilchew Unsere Truppen zogen sich ein Stück zurück und grille» nachts die Rüsten an, die in grosicr Verwirrung slüchteien. Sic wurden verfolgt und zu einem neuen Gefecht gezwungen, das mit ihrem weiteren Rückzüge schlosi. Tie russische Armee slichl gegen die Grcn,e und ist ganz zersprengt. Tie Rüsten halten grosie Verluste und liesien viele Gesangenc zurück. Auw im tlomiiai klug wurden die Rüsten gegen die Grenze zurückgeworse».
Die Befreiung der Ukraine.
Konstgntinopel, 23. Nov. (YV\ 1$. Nichtamtlich.) Der Minister de§ Innern empfing den hiesigen Vertreter der Vereinigung zur Befreiung der Ukraine, Menelevsky. Der Minister erkannte die Notwendigkeit der Befreiung der Ukraine von der ruffifdjen Herrschaft an. Nach der Be- sicgung RntzlnndS werde die türkische Regierung dem ukrainischen Volke zur Gründung eines unabhängigen Staates Hilfe leisten.
Die Beherrscher des Suez-Kanals.
Mailand, 26. Nov. Wie die Unionr meldet, haben die Türken bei der Besetzung von El Khazna im Suczkanal zwei ältere Tampfc nnbefannter Nationalität gekapert, um sie im Falle einer Forzicrung der Durchfahrt durch cnglische Schiffe zu versenken und damit die ganze Kanaldurch. fahrt zu sverrrn. Vorläufig ist in Kantara eine Kon- troll st ation für sämtliche den Kanal durchfahrenden Handelsschiffe eingerichtet worden. Tic türkische Kon- trolle des Suezkanals England gegenüber ist somit Tatsache geworden. Weiter wird berichtet, daß sich auch gegen den Ort Surz türkische Truppen im Anmarsch befindru.
Die Unruhen in Indien.
Roiierdam, 28. Slov. Hiesige Grosihandclshäuser haben vertrauliche Slachrichtcn erhalten, dasi in Haiberabab Unruhen unter der Bevölkerung ausgcbrochen sind, weshalb auch am 20. Slo- vcmber in Bombay englilchc Infanterie und Artillerie auSgeschiffi wurde. Ausierdcm gährt cs weiter im sogenannten Pcndichab, wo 14 Millionen S>Iohammcdaner wohnen. Infolge der strengen englischen Zensur ist nian selbst in London ausierhalb der Regicrungs» kreise über die Vorgänge in Ostindien voükominen ohne Information.
Drr Burennnsstand.
Sloiierbam, 28. Nov. Meldungen aus Kapstadl zufolge stnd starte Abteilungen berittener Buren nördlich von Hoopstadi aus- gciauchi. AuS Kapstadt wurde» mit der Bahn Verstärkungen nach Bloemsontcin abgesandi. Wo sich Icwei augenblicklich befindet, ist unbekannt.
Hessen und Nachbargebiete.
Virsirn und Umgebung.
— Weihnachtsfeier für Kinder organisierter KriegSteil-
nchiner. Wie aus dem Inseratenteile unseres Blattes ersichtlich ist, beabsichtigt das Gewerkschaftskartell Gießen am l. Weihnachtsseiertage, nachmittags 3 Uhr eine Feier für die Kinder der Partei- und Gewerkschaftsmitglieder zu veranstalten und hat dafür eine Summe zur Verfügung gestellt Tie Eltern, beziehungsweise Mütter werden aufgefordert, bis spätestens 10. Tezember bei ihren Gewerkschastsvor- ständen die Kinder anzumelden. Ta nur gegen Vorzeigung der von den Gewerkfchaftsvorständen bei der Anmeldung ausgehündiisien Karten die Teilnabnie an der Feier frei ist machen wir auch an dieser Stelle die Mütter der betreffenden Kinder ans Gießen und den Nachbarorten auftnerkfam. Wie ferner aus der Anzeige des Gewerkfckxrftskartells l-ervorgeht, werden weitere Mittel zu Gaben für die Kinder vom Kartell- Vorsitzenden entgegengenommen. Wir fügen dem die Bitte hinzu, reichlich geben zu wollen, denn bei dem meisten Kriegsteilnehmern werden die Mittel zu Weihnachten knapp sein und es darf deshalb wohl bestimmt darauf gerechnet werden, daß die Taheimgebliebenen ein kleines Opfer nicht scheuen, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Bemerken wollen wir noch, daß auch die Expedition der Obcrh. Volkszeitung bereit ist, etwaige Gaben für diesen Zweck zur Weiterbeförderung an das Gewerkschaftskartell entgegen zu nehmen. Mancher wird noch einen Groschen für diese Sache z» opfern bereit sein. Jede, auch die kleinste Gabe, trägt zur Erreichung des Zieles bei!
— Wahlvercin Gicßen. Nächsten Montag findet die regelmäßige Mitgliederversammlung des Wahlvcreins statt, auf die an dieser Stelle hingcwicsen sei. Genosse Beckmann wird in dieser Versammlung ein Referat erstatten über die bisherigen Erörterungen wegen der Landtagswahlen.
— Gefallene des Gießen er Regiments: Freiw. Heinrich
Gaul, Schulanitskandidat aus Aßlar. — Freiw. Wilhelm Süß aus Leun bei Wetzlar. — Reservist Karl G a ß m a n n ans Großen-Linden. — Gefallene aus Oberhessen und Nach barg cbieten: Wilhelm Gaßmann,
Jäger zu Pferd, aus Großen-Linden.
— Tie Ziehung der Gießcncr Gewerbeausstcllungs- Lottcrie, die gleich nach Schluß der Ausstellung staltfinden sollte, wegen des Kriegsausbruchs aber verschoben wurde, ist jetzt auf den 21. Dezember festgesetzt. Lose werden bis dahin noch verkauft,
t~ Von der Gießener Schuhmannschast sind jetzt 8 Mani^
zum Kriegsdienst cingezogen worden, während diese Bel amten bisher als nnabkönnnlich davon verschont geblieben! lvarcn.
- Tie Zahl bet Invalide«, und Altersrente» »imnii ab. Nach einer i»i Reichsversicheruiiysai»! gefertigten Zusanimciistelluiig sind
von den 01 LandesversicherungSans,alten und den 10 vorhandenen Tonbcranstalien bis einschlicsilich 00. September 1914 2 014 70s Invalidenrenten, 150 764 »rankenrenlen, 586 013 Altersrenten, 19 057 Witwen- und Witwenrenten, 700 Wiiivcnkrankenrentc», 60 845 Waisciirenien lRrnte an Waiscnftammj, 22 Zufatzrcnte» bc- willig, worben. Davon sind in dem letzten »alendervicrteljahr 00 259 Invalidenrenten. 00l2 »rankenrenten, 2016 Silicrsrciitcii, 2015 Witwen- und Witwerrcnten, 115 Witwenkrankenrenicii, 075»; Waisenrenten, 8 Zufatzrcnte» sestgelegt worden. Infolge Todes oder ans anderen Gründen sind bereit» 1017 781 Invalidciircntcn, 141 978 .»rankcnrcnttn, 452 288 Allersrenten, 1194 Witwen- »nd Wilwerrenten, 208 Wiiwciikraiikcnrentc», 4445 Waisenrenten. 7 Zusatzrenten wrggesaNen, sodasi am t. Oktober 1914 noch 1 028 947 Invalibcnrcnicn. 17 78« Ikrankcnrenten, 84 075 Altersrente,i, 18 763 Witwen- und Witwerrcnten, 494 Witwenkrankenreiiten, 56 400 Waisenrenten, 15 Zusatzrenten liefen. Danach Hai sich im ictzicn Vierteljahr der Bestand der Invalidenrenten um 10 605, an .»raiikcnrentcn um 821. an Witwen- und Wiuvcrrciiien um 2465, a» Witwenkrankenrenirn um 72, an Waisciirenien um 5871, an Zusatzrenten um 2 erhöht und der Sicstand an Altersrenten um 902 vermindert. Tcr Einslusi des Krieges in den Grcnzbczirke», wo die Verwaltung zeitweise aufgehoben war, allein kann den Ruck-i gang nicht bewirkt habe».
- Ei» Warenbau« auf bem Kriegsschauplätze. Mitten ans dem westlichen Kriegsschauplatz besindci sich »cuerbiiiga eine deutsche Warenhauenicdrlagk. Tic Kölner Aktiengelellschast Tletz Hai anf Veranlastung der Hccrcsvcrwaliiing in E h a u n q im Norden Frankreichs eine sagenaiuiic .Zeiitralstellc^ für Lebensmittel, Wäsche »nd sonstige Gebranchsgcgenstände für die deutsche» Soldaten ausgemacht. Ta» Lager dieser Zentrale wird von Köln an» durch einen Aniomobiiverlchr in kurze» Zeiiabständc» immer wieder neu ergänzt. Mit der Errichtung dieses Warenhauses haben die ungebührlich hohe,, Preise, die die deutsche» Soldaten vielfach für Lebensmittel bezahlen muhten, aufgehürt. — Hier zeigt sich also, wie das viclverlüsteric Warenhaus in der Not gute Dienste leistet.
- Wieviel Mohammedaner gibt e«8 Tie Gesamtzahl der Bekenner des Islams wird vom Sultan in seinen Kampsausrusen an sein Volk und an die ganze »lohammedanische Welt auf 300 Millionen angegeben. Ta» ist nattlrltch leine sichere Zahl: denn die Statistik versagt hier für grosie Teile Asiens »nbi Afrikas, und man ist vielfach nur aus Schätzungen angewiesen. Tic> gewöhnlichen Berechnungen schwanken zwischen 175 und 245 Mil« lioncn, doch sind diese für die Olegenwari viclleichl zu niedrig, da durch die Propaganda der Islam besonder» in Afrika noch immer an Boden gewinnt und auch die allgemeine Bcvölkerungszunahme in Slechnung zu ziehen ist. Tcr folgende BerechnungSversuch kommt zu einer Gesamtzahl von gegen 275 Millionen, der oben erwähnten Zahl also näher. Auf der Balkanhalbinsel werde» mit Einschlnsi der europäischen Türkei 0,7 Millionen, im türkischen Aste» 24 Wtl- lioncn Mohammedaner leben, im europäischen Rusiland 14, im asiaiischcn 10 Sölillioncn. Britisch-Indien zählt an 70 Millionen. Ehina 00, Persien, Sifghanista» unb der unabhängige Teil Slrabicn» zusaminen 20. Aus Java und das übrige Niederländilch-Indirir entfallen etwa 00, auf die Philippinen '/« Millionen. In Afrika bürficn 7» SAiilione» Bekenner bcS ISIamS wohnen, die mcisteir davon in Slordafrika und im Sudan, nicht wenige auch in Ostafrika »nd auf den ostafrikanifchen Inseln, darunter auch MadagaSkarö Einige tausend Slohammedancr nur kommen auf Amerika: in Siidy amerika findet man neuerdings besonders Syrer als Kauflenic.
— Warum die Feldpost-Pakcie nicht ankamen. Von ri'iieim Konimiffar. den das liielivenimeirndk (tzenerakkonimondo des! 18. Armeekorps zur Slarfforsäzinici auf die ElappenIinten entfaaibl hotte, wurden in Frankfurt neun Waggons aufgefnutzen, die jedenfalls infolgie Neberlaftiinn der Bahnilini«! ;i,riickgedliei>ei, waren. Auf dies« Weis« wurderr etwa 2 0 000 bei den mumobHe,,- Etappen-Sonimandontnren Franksnrt a. M. und Tenmldatzi ansiic- -gebei,c Pakete n<rck»träg.Iich den «ingolnen Truppenteilen ziigejührij
— Eine brave Tai. In A I e i ri-L i nd e n ging am SAttwocks eit, 8jähriger Junge auf da» dünne Eis einer ziemlich tiefen Gnnbe Er brach natürlich ein. aus sein tnils ege schrei eilte die int der Nähe besindlichc lOjährige Tockster des Landwirts Langsdorf herbei, griff lk-rzhost zu und rettete den Iimgen von, stchcren Tode.
— Vom Ttadithcaier. E» >«! auch an dieser Stelle auf die
S ch ü I« r v o r st e I i u n g morgen Tam-siaq nachmittag 0% Uhr anfmerksant gemacht, die mit LesstngS „Minna von Barn-, Helm eine Vorfielltmg dringt, die als sehenivürdig anerkann,i ist»
/kreis Wrizlar.
ti. Lriskeankenkasse Wetzlar. Noch eine«, Bericht de» Bo>-
sivenden der Wetzlarcr OrtSknankenkaffe sind bis jetzt 486 Müglie- der zum Itriegsdienft cintzerufrii und mit den übrig«, Abineldnngetl beträgt der Gefamtverttist 1000 Mttgl ,eder. Taminter bei in den sich auch eine grosie Anzahl Tienftdoten, die bei Skffimi des Krieges ent lassen wurden, weil verschied«,« Herrschaften den Schrubber leidst regiere., wollt«,. ES wirb ferner aus die Tchwierigdeite,, hingewieien, die der ikronfenikasse nach dem Kriege erflehen, indem viel« Mitglieder kvonk zurückkommen, oder später an den Folgen de» mördcrifchm Feltztugrs erkranken und di« Sasse be> lasten wende».
X Tie Lage in der Roheifenindustrie. Fn der am Montag in
Köln odgehaltenen Hauiptvcrse.-minlung des Rchciscnverbande» wurde über die Marktlage berichtei. Tte Gelchostslagc hat gegen den Vornioirat kein: Aenderung erfahr«,. Tie Absatz Verhältnisse hielten sich mi Oktober gleich günistig wi« rm September. Ter Ster- sa.id im vergrrgenen Monat betrug 40,09 Prozent der Belc«ligu,n« gegen 49,71 Prozent im Vormonol. Auch im Skovember wird imch dc» vorliegenden Abrufen mit einem Versand in Höhe der letzte,r beiden Monate zu rechnen sein. Dir infolge des Kriegs-anobnuches eingeschränkte Produkt,u,i der Hochosaiwerke geht voll in den Ver- brauch über, Tie Roheilenbestände find weiter znelickgegongen.. TaS Geschält für die Ausfuhr ist nicht bedeutend. Ti« Au»iand- «l'nehmer bczicchcn zunächst largsam die auf die bestehend«! Abschlüsse noch abziiitehmeadkn Mangen. Ferner wurde die Frage der Verkaufspreise siir Lieferung bi» End« März 1915 beraten und beschlossen, die ?»erkeusspreife mit Ausnahme desjenzgen für Saematit unverändert bestehen zu lafsen. Ter Verkaufspreis für Hewinatit wurde argessch'S der crhebiichmi Preissteigerung der für die Herftellnna d-ajer Eisenzorte erforderlichen Erze um 10 Mark pro Tonne erhöht.
X Aus der fstihn gestürzt. Zwifchon Balduinstein und Laur«,- burg stürzte ein Soldat aus einem Transportzuge. Er geriet unter die Räder und wirrde auf der Stelle getötet. — Oft genug wird wenig Vorsicht gerade von Soidaten geübt.
Telegramme.
Tagesbericht bes Kragen Hnnptgnnrtiers.
40000 Russen gefangen.
Tie Entscheidung im Osten steht noch aus.
W. B. Großes Hauptquartier, 26. November vormittags.
!Amtlich.) Tic Lage aus dem westlichen Kriegsschauplätze ist unverändert. In der Gegend von St. Hilaire und S o u a i n wurde ein mit starken Kräften eingesetzter^


