HcWeitte durch eine viervrozentige Ziva»gSan4«ihe zusanimenbrin- gen. (io iollc» in letzterem Falle die BernÄg«« über 7Z (MIO Gulden tu der Höhe von ciirctit bis siebe» Prozent hcrangezvgen werden. Nach drci Jahren soll die ganze Slnleihe schon verwan-delixir sein: das Partain«it kann sie eventuell m.ch in ein« einmal i«e Kapitalabgabe umsormcn. Während dieser drei Jahre kommen die Zinsen für diese Sleleihe und die TiligitngSkvstcn ans den Einnahmen, die durch die 10* bis 20-pvozenttgc Erhöhung sämtlicher direkten msd indirekten Steuer», Zölle und Akzisen erzielt werden.
Tie Regierunig erklärt, sie habe diese Deckungsivcil« gewählt aus Ebrinrcht sur den Burgfrieden; sie läßt das Stcuersystcin prinzipiell unangetastet und will dadurch einet! Parteikanrpf vermeiden. Zn Wirklichkeit aber macht die Negierung hiermit nur den «llcrkonscrvativsten Elementen in den bürgerlichen Parteien, die diese Tcckuugsart gesondert habe», Konzessionen, während die fortschrittlichen und einsichtigen Element« aller Parteien, darin von der sozialistischen Presse kräftig imterstiitzt. fordern, das, jetzt schon eine einmalige KapitalSachgab« beschlossen wird, damit nicht viele Jahre lang die StaatssNioirzen zerrüttet sind und jede Reformpolittk ausgeschlossen sein wird. Ersrenlicherwcise haben schon viele maßgebende und schwerreiche Leute, Fabrikat! len, Großhändler nsw. sich in dieser Richtung ausgesprochen. Um so sonderbarer mutet es an, daß die Regierung nur der kleinen Gruppe der Konservativen gerecht wird.
Ter Lieg des Weltfriedens durch den
Sozialismus.
In der Friedciislvarte, deni von A. H. Fried herausge- igebenen Organ der bürgerlichen Pazifisten, legt Professor Dr. Halvdan Koht-Christiania folgendes Bekenntnis ab:
„Keine einzige Nation muß gegen ihren Willen geknechtet oder verstümmelt werden: vielmehr: die nationalen Aspirationen jedes Volkes müssen gewahrt und geschützt werden: der gewalttätigen Erpansion über die nationalen Grenzen hinaus niuß ein Ende gemacht werden., Weiter: die wirtschaftliche Konkurrenz der Staaten, der Kamps um Kolonien und um Welthandel darf nicht neu augefacht werden, sondern muß möglichst reduziert werde»: die Politik der „offenen Tür" wird nicht allein der Kolonial- begicrde Einhalt tun können, und sic muß nach und nach auch in Europa bnrchgcslihrt werben.
Gewaltige Ausgaben harren jetzt der Pazisisten der Welt, und sic müssen sich stündlich darauf vorbercitcn. Ich gestehe aber ofscn, daß ich keine große Hoffnung aus die Resultate ihrer Bestrebungen hege. Tie Aachtbegicrbc, der staatliche Erpansions- trieb, scheint mir zu stark in der bestehenden k a p i t a - kistischen Gesellschaft begründet, als daß es möglich wäre, das nationale und das wirtschaftliche Unrecht abzuschasfcn oder gar wirksam zu beschränken. Ich setze meine Hosfnung auf eine scrnere Zukunft, auf den anhaltende» Kamps in allen Ländern für eine neue gesellschaftliche Ordnung, wo die politische n nd soziale Demokratie herrschen wird. Das verhindert aber freilich nicht, daß wir schon jetzt und überall unsere Stimnic erheben gegen alles Unrecht, besonders gegen neues Unrecht, das den Weltfrieden gefährden müssen wirb."
Tiefe Erkenntnis wird sich im Laufe des .Weltkrieges in allen Kreisen, die ehrlich den Frieden wollen, im Sturmschritt verbreiten: Kein gesicherter, kein dauernder Weltfrieden ohne Demokratie und Sozialismus!
Französische Berwnndete an ihren Kriejis- minister.
Tie in Münster internierten französischen Verwundeten haben im Hinblick ans die ihnen in der deutschen Gefangen- schast gewordene aufopfernde Pflege den französischen Kriegs- ininister gebeten, auch in Frankreich dafür zu sorgen, daß die zu ihrer Kenntnis gelangten Mißhandlungen und Be- schiinpsungen deutscher Gefangener »nd Verwundeter unterbleibt. Ter Brief lautet:
„Münster i. SB., den 20. Oktober 1914.
An den Herrn Kriegsminister zu Paris.
Herr Mintstcr!
Wir, die Uiitcrzcichnetcn, französische Verwundete und Kriegsgcsangenc, die wir im Reservclazarctt „Bcrgkascruc" zu Münster in Westfalen liegen, sind sehr peinlich durch einen von dein Tr. Birrenbach gezeichneten, in der deutschen Zeitung Mllnstcrischer Anzeiger veröffentlichten Bericht überrascht worden, Dieser Militärarzt, der soeben nach Münster zuriickgekehrt ist. nachdem er in Noisn le Sec, Melur und Lyon als Kriegs- gesangciier zuinckgchallcn worden war, ertlärt, gesehen zu haben, wie die d e u t s ch c ii K r t e g s g e f a n g e n e n durch die Unseren g e m i ß h a n d e I t werden und er versichert glaubwürdig, daß auch er selbst in Lyon Gegenstand der gemeinsten Schmähungen geworden ist.
Diese Tatsachen haben tiefe Erregungen bei dem ärztlichen Personal hcrvorgcrnien. das init einer Sl u f o p s e r u n g und einem Eifer in ve r s ch w c n d e r i s ch e r Weise für uns sorgt, der des h ö ch st e n Lobes würdig ist. Sluch die B e - v ö i k e r »n g hat sich bis zum gegenwärtigen Augenblick ä u ß e r st sympathisch »ns gegenüber gezeigt.
Wir wollen hoffe», Herr Minister, daß die Vorkommnisse nur vereinzelt vorgckonimen sind und wir sind überzeugt, daß es Ihnen leicht fallen wird, dafür zu sorgen, daß die verwundeten »nd gesangencn Deutsche» mit Menschlichkeit behandelt werben.
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 121
„Was soll das sein?" ries der Junker rauh.
„Laß mich. Herr, laß mich!" sagte Mortuno, dessen dunkle Augen von einer Dankbarkeit strahlten, die selbst die Züge seines Gesichts weich und srcimdlich machte. „Du bist gut und treu, du bist viel besser wie ich. Was Mortuno je für dich tun kann, wird er tun."
„Wenn du nur eines tun könntest, mein armer Mortuno," 'sagte Marstrand wohlwollend, „wenn du uns gutes Wetter schassen könntest, daß wir nicht cinschneicn."
„Sei ohne Sorge, Herr." antwortete Mortuno, indem er oufsprang, „cs wird nicht lange schneien, und wenn du willst, können wir sogleich fort, ich will dich sickzer sühren. Schnee- wölken ziehen ans den Fjeldcrn hin, in die Täler dringen sie nicht. In einigen Tagen ist alles wieder Wasser, oft schmilzt cs schon in wenigen Stunden. Tu sollst sehen, daß am grünen Baisfjord niemand etwas davon weiß."
„So hast du mich eigentlich ohne Not hierher gebracht?"
Mortuno war verlegen. „Ich habe dich hierher gebracht." sagte er demütig, „weil ich die Männer von den Fjorden nickt leiden mag. Sic verspotten und verachten uns, waS sollen wir tun? Wir verspotten sie auch, wenn wir cs können. Strafe mich, wenn du willst."
„Du wolltest also deinen Spaß mit mir treiben." erwiderte Marstrand, „und verfuhrst immer noch glimpsticher. wie du mit Olaf verfahren bist. Hüte dich, Mortuno, du hast eben gesehen, was dir bevorsteht."
Der Lappe rollt» listig die kleinen Augen. — „Mögen sie
Wenn es sich nickst so verhielte, ivürden wir nicht so sehr darum gebeten haben, jenen das Wohlwollen der Vergünstigung der vorzüglichen Behandlung zu gewähren, deren wir uns hier erfreuen. In der Hoffnung, daß Sic sich unserer Bitte im günstigen Sinne annehmcn werden, empfangen Sie, Herr Minister, mit unserem Dank im voraus die Versicherung unserer größten Achtung."
fehlt fein dänisches Unterseeboot.
Berlin, 23. Nov. (\V. B. Nichtamtlich.) Vor etwa acht Tagen brachten englische und französische Blätter die auch in eiven Teil der neutralen Presse übergegangene Nachricht, daß im englischen Kanal zwei, nach einer anderen Lesart drci deutsche Unterseeboote vernichtet worden seien, davon eines durch einen französischen Torpedobootszerstörcr. der mit nur einer leichten Beschädigung ani Bug in Dünkirchen eingelaufen sei. Wie wir von zuverlässiger Stelle erfahren, fehlt kein deutsches Unterseeboot. Sollten daher im englische» Kanal Unterseeboote gesunken sein, so könnte cs sich bloß um englische oder französische handeln.
Bltndesrati beschlüffc.
Berlin, 23. Nov. (W. Ii. Amtlich.) In der heutigen Sitzung des Bundcsrats gelangt^ zur Annahme: die Vor- läge betreffend den Entwurf der Bekanntmachung über Höchstpreise für Kartoffeln: der Entwnrs deö
Gesetzes betreffend die Feststellung eines zweiten Nachtrags zum Reichshaushnltsetat für das Rechnungsjahr 1914: die Vorlage betreffend die Ausführungsbe- stimmungcn zu der Bekanntmachung über die Regelung des Verkehrs mit Zucker nsw., der Entwurf der Bekanntmachung betreffend das Verbot des Agiohandels mit Goldmünzen und der Entwurf der Bekanntmachung betreffend eine weitere Verlängerung der Fristen des Wechsel- und ScheckrcchtS. Mit dem Erlaß der Aiisführungsbestimmungen betreffend die Regelung des Verkehrs mit Zucker ist eine sickere Grundlage für das Verfahren der Zuckersteuerstellcn geschaffen. Die Ausführungsbestimmungen werden in einer besonderen Nummer des Zentralblattcs für das Deutsche Reich per- öffentlicht werden.
Reiscstepätk der Feinde.
lieber die Beschlagnahme von Reisegepäck ergeht folgende Bekanntmachung:
Das innerhalb des Korpsbezirks bei Kriegsausbruch von An- gehörigen feindlicher Staaten znrückgclasscne und in Ber- wabrung von Eisenbahn-. Post- und Zollbchörben sowie von Tchisis- rccdercien, Spediteuren. Gast- und Logirhäusern besindlichc Reisegepäck wird hierdurch mit Beschlag belegt und jede Verfügung über dasselbe untersagt.
Die vorgenannten Behörden und Privatpersonen haben von der Verwahrung derartigen Gepäcks hierhin alsbald Anzeige zu erstatten und sind zur Herausgabe desselben aus Verlangen verpflichtet. Etwaiee Slnspriiche wegen des Gepäcks sind a»- zumeldcn und bleiben Vorbehalten.
Schadenersatz für Verlust oder Beschädigung des Reisegepäcks, von dem anzunehmen ist. daß cS Angehörigen feindlicher Staaten gehört, ist von den ersatzpflichtigen deutschen Behörden bis auf weiteres nicht zu leisten.
Zuwiderhandlungen werden gemäß 8 9 des Gesetzes über den Belagerungszustand vom 4. Juni 1851 mit Gefängnis bis zu cincin Jahre bestraft.
Frankfurt a. M.. 17. Rovbr. 1914.
Der kommandierende General Freiherr von G a l l General der Infanterie.
(fftrtziehuiili -er Krie§s«nterst«t;uirft.
Nickt nur in Ostpreußen, sondern auch iu Westpreußcn soll den Frauen und Kindern der Kriegsteilnehnier, die sich Ivcigern, bei den Gutsbesitzern zu arbeiten, die staatliche Kriegsunterstützung entzogen werden. Der Obcrpräsident von Westpreußcn Hot in einem Erlaß an die Landräte diese ersucht, die bereits bewilligten Fauiilienunterstützungen und die noch eingehenden Anträge ans Bewilligung solcher daraufhin zu prüfen, ob ans Seiten der Empfänger tatsächlich Bedürftig- feit vorliegt. Eine solche werde grundsätzlich dann nicht an° zunehmcn sein, wenn ungeachtet des Vorhandenseins hinreichender und angemessener Arbeitsgelegenheit kein Gebrauch davon gemacht wird.
Ter Oberpräsident sagt in seinem Erlaß, es sei ihm mit-, geteilt worden, daß in verschiedenen Teilen der Provinz sich Frauen und Familien von Jnstleuten und freien Arbeitern, die iin Felde stehe», der in anderen Jahre» von ihnen verrichteten Arbeit entziehen, weil sie infolge der Wciter- gcwährnng von Deputat oder sonstigen Zuwendungen von Seiten der Arbeitgeber, sowie durch den Bezug der Familien- untcrstützung seitens der Licfcrungsverbäiide, in die Lage versetzt wären, auf Arbeitsverdienst zu verzichten. Es gewinne den Anschein, daß da, wo diese Erscheinungen hervor- gctreten seien, bei Bentcssung der Foinilientiiiterstützungen
zu mir hcraufkommen," rief er, „ich werde sie nicht aussuchen. Ter Qnäner ist ein böser Kerl und sein Hund ein Teufel, aber einen habe ich zu seinem Vater in die beiße Hölle geschickt, und wenn er wieder suchen geht —," er schlug an den Schaft seines kurzen Gewehrs und ließ ein Gelächter hören, indem er einen Sprung in die Lust machte. Rasch lief eck dann zu dem Pferde, legte den Sattel fest, packte den Vorrat wieder auf, warf seine Büchse und Tasche um und hatte in wenigen Minuten alles zur Reise bereit. Als er seine häßliche Mütze abgelegt batte und sein glänzend dunkles Haar zusainmenschlug und sestband, sah sein jugendliches Gesicht gar nicht übel aus. Ein Schimmer von Frohsinn und Ueber- mut lag darin, er schien sich über das, was er getan, zu freuen und lebenslustig, unverzagt an seine mächtigen Feinde zu denken.
„Sonderbar!" sprach Marstrand halblaut vor sich hin, als er dos gelenkige, aufgeweckte Wesen betrachtete. „Mancher hat gute Anlagen und Verstand, dennoch aber sind sic selbst cineni solchen Scheusal wie dieser Ouäner zu schlecht."
Mortuno hatte cs gehört. „Das macht, Väterchen," sagte er, indem er an das Gebiß des Pferdes eine lange Leder- schleife knüpfte, „weil wir bis jetzt alles ertrugen, was diese stolzen Männer uns antun mochten. Es war kein Unrecht und keine Gewalt so groß, die nicht geduldige Nacken fanden. Wie können sie uns achten, wenn sie sehen, daß wir elend; Weiber sind? Achten wir den Hund, den wir mit Füßen stoßen, und der dafür auf dem Bauch kriecht und unsere Hände leckt?" — Er warf den Kopf in die Höhe und seine Augen funkelten. — „Männer achten Männer!" rief er, „und sind gerecht, wenn sie wissen, daß Unrecht vergolten wird."
„Steht cs io mit Eurer Erkenntnis," sagte Marstrand
dem in, 8 1 des Reichsgesetzes bom 28. Februar 1888 t seltenen Moment der Bedürftigkeit nicht eine hinreichend deutung beigemessen worden sei.
Wir erwarten, daß der Reichstag, der am 2. Tcz> zusammcntritt, dafür sorgt, daß solche Verfügungen Kraft gesetzt werden.
ttebcr den Gesundheitszustand unsere Truppen im Felde
berichtet Generalobcrarzt Medizinalrat Dr. v. Scheurlcn, de als Divisionsarzt in der Gegend von ?)pcrn tätig ist, im Wü bergischen Staatsanzeigcr:
In früheren Kriegen habe die Zahl der an Seuchen inneren Krankheiten Gestorbenen die der durch die Waffe, Feindes Getöteten weit überschritten. Noch im .Kriege 1806 s der Fall gewesen, wogegen im Feldzug von 1879 71 die Zah Gestorbenen nicht mehr ganz die Zahl der GesaUcncn erreicht Dieses Verhältnis dürste sich im gegenwärtigen Feldzug wesentlich günstiger gestalten, und zwar vor allem, well di sundhcitsziistand der mobilen Truppen ganz ausgezeichnet sei
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Krankenstand der wllrttembergischen Armeekorps sei währcni ganzen Feldzuges stets so niedrig gewesen, daß er den durchs
lichen KraiikcnstaiiL in der Garnison nie überschritten Hab, diese günstigen Verhältnisse habe nur eine Tiirchsallsci
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»rchfallsepidemit |!i( J 11 - Acndcrung von kurzer Dauer gebracht, die mit dem Regen | .< i Anfang September eingesetzt und sich über die Tag und Rl ' den Schützengräben liegenden Truppen verbreitet habe, gegen des Monats aber erloschen sei. Typhus sei nicht beobachtet den. Dieses erfreuliche Ergebnis sei um so mehr zu begrüße die hygienischen Verhältnisse in den Gegenden, in denen die pcn zu kämpfen hätten, vor allem die Wasserversorguni Abortvcrhällnisse und die Einrichtungen zur Beseitigung de) fallstoffc, tief unter denen unseres Heimatlandes ständen
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Verbotene Versammlungen.
Tic von der Leitung der sozialdemokratischen Par Leipzig für Dienstag (24. November) cinberufcnen Versammlungen wurden von den maßgebenden Bel | verboten. In den Persaminlungen sollte verhandelt v j über die Versorgung der Bevölkerung mit Lebensrr lvährend des Kriegs. Eine Begründung für das Ber! noch nicht gegeben.
Zündhölzer.
Von fachmännischer Seite wird »ns geschrieben: Es w j letzter Zeit die Wahrnehmung gemacht, daß sich manche 8>» - und viele Private grobe Vorräte in Zündhölzern über de» :> 1 lnnlcgen. Ein Grund dazu liegt aber nicht vor: denn der darf noch so lange dauern, in Zündhölzern wird kein Mang l treten, wenn die einschlägigen Geschäfte und das Publilnm i nünstig sind und sich nicht mehr eindecken als in gewöh Zeiten. Tie zur Herstellung von Zündhölzern notwendige» i kalten sind, wenn sie naturgemäß letzt auch teurer bezahlt i müssen, auch weiterhin immer zu haben. Dagegen toird da Fabrikation der sogenannten „Schwedischen" Zündhölzer verwendete russische Aspcnholz in absehbarer Zeit aufhören halb hört aber die Produktion der Zündhölzer selbst nicht a» Stelle des russischen Slspenholzcs tritt dann das gute, t Fichtenholz. Sllfo Maß halten im Einkauf von Zündhölzer! sich nicht nutzlos gegenseitig die Beschaffung erschweren!
Von der Front im Nordwester».
Nach itolienifdjcn Meldungen soll ein Erfolg deutschen Armeen bei Ipern bevorstehen, das für di-I biindeten unhaltbar geworden ist.
Berlinske Tidendc meldet aus Paris: An der Ir | Wcstflandern, wo. abgesehen von der Gegend süd/ü j Ipern, ein vorläufiger Stillstand in den >j rationcn cingetreten ist, treffen sowohl die Alliierten al ’i die Deutschen Vorbereitungen für den Wmter. Zum ( <| gegen Kälte und Schneewehen werden hinter den > grüben lange Reihen von Baracken errichtet.
Aus Calais wird gemeldet: Ter Präfekt von B c t hat die Bevölkerung aufgefordert, die S t a d t zu lassen und sich nach südlichen Departements zu bc Entsprechende Maßnahmen zur Beförderung der Flück sind von der Regierung angeordnct worden. In B liegen zurzeit 20000 schwer verwundete F z o s e n und Engländer, darunter inchrerc be Generäle.
In Boulogne trafen zwei Transportschifte mit en, Artillerie und Abteilungen der Naval Royal Garde cii bedeutenden Pcrstärkuugen sind teils für einen -Offen im Gebiete von Lille-Armcnticres, teils für einen l angriff auf den den Verbündeten abgerungenen ! zwischen Ipern und Nieuport bestimmt.
Französische Justiz gegen Kriegsgefan,
Berlin. Dem Berliner Lokalnnzciger wird aus Iür meldet: Das Pariser Kriegsgericht, vor dem sich mehrere g
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nachdenkend, „so fürchte ich, die Reisen über die Fjeldi den bald unsicher werden."
„Reise du, so viel du willst," antwortete der Lappe, all wirst du willkommen sein. Afraja beschützt dich."
„Und dieser hohe Schutz bewirkte wohl auch, meir Mortuno, daß du mich nicht in das gefürchtete Loch st sondern einen weniger halsbrechenden Spaß mit mir ti
Mortuno lachte ausgelassen. „Tu hast das rechte Herr," rief er, „hätte der Schreiber oder Hclgestad d standen, ich würde sie hincingestoßen haben. Ich h alle, denn sic verdienen es."
Er zog jetzt das Pferd an der lange» Leine a> Schuborte, und obwohl cs noch inimer stark schnei stürmte, begann der Marsch in einer etwas andern Ni als Marstrand sie cingeschlagcn hatte. Mortuno behc daß es bald aufhören würde, und diese Prophczeiui ein. Eine halbe Stunde spater wurde der Himmel der Wind schlug südlich uni und weht« milder, der führte den Reisenden sorgsani und vorsichtig, prü' seinem langen Stocke, wo es unsicher schien, und w crmüdlich zur Hilfe und Unterstützung des Pferdes während er nebenher und voraus lief, erzählte, frag lachte.
„Wenn du absteigst und dein Pferd laufen läßt, du hier hinunter klimmen, das Tier wird seinen Weg Lebe wohl, Mortuno wird dich nicht vergessen." — M" Worten sprang er in die Nebelschicht zurück und kch an keinen Nachruf.
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