Ausgabe 
23.11.1914
 
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fast gor teilte gewerbliche Arbeit verrichtet wird, und da die Gewerkschastszentrale auch keine oktroierte Regelung wünscht. Nach diesen Erklärungen scheiterte die Konferenz.

Höchstpreise für Kartoffeln?

Ter Kölner Oberbürgermeister hat an de» Staats­sekretär des Inner» eine Anfrage wegen Einführung von Höchstpreisen für Kartoffeln gerichtet. Nach der Köln. Volks Zeitung ist folgende Antwort eingcgangcn:Vorlage über

Festsetzung von Höchstpreisen für Kartoffeln ist dem B u n - desrat zu gegangen. Staatssekretär des Innern; in Vertretung: R i ch t c r."

<*inc kräftige Zurückweisung. öcQeii die Anonymen erlägt das stellvertretende General­kommando des 7. Armeekorps (General v. B i s s i n g) fol­gende Bekanntmachung:

Eiligoden und Anzeigen, di« kein« Unterschrift tragen, haben auf Beachtung nicht zu rechnen." Man sollte meinen, diese paar Worte, die vor Wochen in einer Bekanntmachung von hier ge­standen, seien so selbstverständlich, das, sie eigentlich nicht gesagt zu werden brauchten. Wer das glaubt, kennt unsere Anonymen nicht. Sic suchen nach wie vor das Generalkommando mit ihren Episteln heim, zeigen mit Fingern aus diesen und jenen, beschweren sich über Militär- und Zivilbehörde». erteilen Rat, wie man's bessern soll, wissen alles und noch einiges mehr. Es ist wirtlich und wahrhaftig so: alle Behörden leben von B e st« ch u n g , und Recht und Gerechtigkeit gehen betteln auf der Strafte!Junge Leute kommen frei, während ancerc, die Frau und Kinder haben, fort müssen ins Feld: dieses kann doch nur durch blaue Lappen möglich sein!" Tu giftiger, nichtswürdiger Schrei­ber! An die Front mit Dir,.wo die Kugeln Dir ein an- tercsLicd singen!"

Liebet <?utc Feinde!

Berlin, 20. Nov. (VA'. B. Nichtamtlich.) Tie Nordd. Allg. Ztg. schreibt: Infolge der an sich begreiflichen Erregung über das Schicksal unserer in feindlicher Gefangenschaft be­findlichen Landsleute ist in vereinzelten Presseäuherungen der Tod von feindlichen Ausländern in deutscher Gewalt, z. B. des jungen D e I c o i f <* oder des Bruders von Sir Edward G r e y, gefordert worden, wenn das Los unserer Ge­fangenen nicht in kurzer Zeit ein besseres wird. Tie E r - b i t t e r u n g mag solche Aeußerungen entschuldigen, Krieg wird aber geführt gegen eine feindliche Staatsgewalt und nicht gegen einzelne Menschen, weil sie Angehörige des seindlichenLandes sind. Sogar für die feindlichenKänipfer gilt, sobald sie verwundet oder gefangen sind, das christliche Ge­bot: Liebet Eure Feinde! Tiefes befolgen unsere braven Truppen und unsere unermüdlichen Aerzte und Krankenpfleger und gleich ihnen die aufopferungsvollen Schiwestern vom Roten Kreuz. Sie befolgen es nicht aus Rücksicht auf das Ausland, sondern aus ihrem Gewissen und dem Gebot der Selbstachtung. So verlangt es die Ge­sittung des deutschen Volkes. Daran kann auch nichts durch den zufälligen Umstand geändert werden, das; einzelne in unsere Hände gefallene Anslände'r Brüder oder Söhne von feindlichen Staatsmännern sind.

Frauenhatz.

In der Zeitschrift der Deutschen Vereinigung für Frauen­stimmrecht" gelangtauf besonderen Wunsch mehrerer Mit­glieder" ein Aufsatz von Jda Boy Ed zum AbdruckLieben 'der Hassen?" Einige Sätze seien daraus wiedergegeben: Und ich fühlte, daft uns England beschimpft hatte (durch das Bündnis mit Japans wie noch nie ein Volk cS einem ande­ren gegenüber gewagt hat und ich hatte einen jähen, cnt -- f e tz l i ch e n H a tz i mir. Er ist so stark geblieben, wie i» jenem Moment seiner Geburt . . . Ter Seemann, der immer zwischen Eisen, Männern und Wäger lebt, hat eine wunderbare Verehrung für Frauen und Kinder. Aber auch er muh hart werden, auch gegen Frauen und Kinder, wen» sic eng­lischen Männer» gehören ... Und der Haft gibt dem ohnmächtigen Warte» der Mutter so etwas wie eine Sättigung oder es ist wie ein Verströmen, wo sonst das Ucbermaft der Qual uns zersprengen mühte . . .

Es gibt nicht nur eine heilige Liebe, cs gibt auch einen heiligen Haft und bais ist dieser gerechte, starke offene Haft, der sich keinen verhüllenden Mantel umhängt, sonder» sagt, was er ist. Und den wollen wir hegen - bis wir ihn ablcgcn können, wie eine Waffe, die nicht mehr zcitgemäftt ist!"

Tie einzige Benierknng, die die Redaktion für nötig hält, ist die, dasi der Hast fast immer aus verschmähter Liebe komme, aber wir verachten England. Verachten es um der Ge-

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 119

Dies muhte ein Platz sein, wo die Lappen anf ihren Wanderungen wohl öfter niit ihren Herden rasteten uns Schutz suchten. Große Steine lagen dicht an der Felswand im Halbkreis, und zwischen ihnen bewiesen Asche und Ruh, daß inanches Feuer hier gebrannt hatte. Mortuno warf seinen Rock von Renntierfoll ab. wälzte ein Steinstück zur Seite und zog aus einer Vertiefung trockenes Moos, Birken­zweige, Blätter und Grus hervor. Jpi nächsten Augenblick loderte seine Zunderbllchse, und ein behagliches Gefühl kam über Marstrand, als er sich auf den Rand der Feuerstelle setzen und- die belebende Wärme an seinem Körper fühlen konnte, lieber dem Sattel »eines Pferdes, dem es hier auch besser zu gefallen schien als dranhen, hing ein Bündel, das in Oerenäes mit Brot und Fleisch und einer guten Flasche holländischen Genevers gefüllt war, und was konnte der Reisende besseres tun, als diese Schätze anszubreiten und sie mit Mortuno z» teilen, der sich nicht lange nötigen lieh, sondern tapfer zu- langte. Tann zog Johann seinen Reisebecher hervor, wie sie in Bergen aus dem festen Maser der nordischen Birken gefertigt werden, allein zu seinem Erstaunen war dieser Lappe kaum zu bewegen, ein Getränk zu kosten, das mit der größten Leidenschaft von allen seinen Brüdern begehrt und genossen wird. Mortuno nippte daran wie ein Mädchen, und kein Aufsordern konnte ihn ungenügsamer machen.

Ihr könnt es, Herr," sagte er, als Marstrand einen langen Zug tat,ich darf es nicht. Mein Volk hat nicht den kalten Kopf und das langsame Blut, die Euch gegeben sind, wenigstens glaube ich, dah es daran liegt. Denn woher sollt" cs kommen, daß, wenn ein Normann trinkt, eS mehr als ein Maß voll sein kann, ehe lv'ne Eingeweide brennen? Mag

wissenlosigkeit willen, mit der es diesen Krieg begonnen hat, und um der Feigheit willen, mit der es ihn fuhrt!"

Englische Frauen, Stimmrechtsorganisationen, sandten am Beginn des Krieges einen wehmütigen Grus? an die deut­schen Frauen. Ohne ihrer Würde etwas zu vergeben, boten sie die Hand und mahnten, daß es die Ausgabe der Frau sei, über den Krieg hinweg an der V e r st ä n d i g u n g der Nationen zu arbeiten. Deutsche Ttiinmrechtlersnnen. wenn es auch nur eine der drei großen Gruppen ist, antworten mit Haß und Verachtung! Tie englischen Frauen haben mit ihrem Manifest ihrem Vaterland sicher nicht ge­schadet. Tie deutschen haben aber mit ihrer befremdenden Antwort dem deutschen Vaterlande ganz gewih nicht ge­nützt!

Patriotismus in» Slussi-Htsrat.

Tie Häufung von Aufsichtsänitern auf gewisse politische Persönlichkeiten ist schon in Friedenszeiten oft unangenehm bemerkt worden. In Kriegszeiten ergebe» sich daraus aber auch noch mancherlei seelische Konflikte, wie die folgende Notiz des Hamburger Fremdenblatis über das Verhältnis des nationalliberalen Avg. Paasche zur Zigarettenfabrik Jasmatzi beweist:

Tie Trustleute haben versucht, mit dem Namen Paaschcs ihr Geschäft, das begreiflicherweise unter der berechtigten Abneigung aller Tcutschc» gegen englische Erzeugnisse sehr stark leidet, da­durch aufzubesscrii, daft sie Paaschcs SUratn dazu ver­wendete», u m zu behaupten, die Fabrik sei aus dem Wege deutsch zu werden. Tiescr Umstand hat »atianallibcralc Parieimänncr bewogen, Gchcimrat Paasche nahezulegcn, aus dem Aufsichtsrat wieder auszuscheiben, aber leider vergebens, wie aus einem Schreiben des national- liberale» deutschen Reichsvereins zu Dresden an Herrn Justiz- rat Tr. Eybcs. Vorsitzender des Verbandes zur Abwehr des Tabaktrustes, hervoracht."

Dazu möchten wir bemerken, dah es auch nicht gerade ge­schmackvoll wirkt, wenn Herr Bassermann als Vorsitzender der umgegründeten rein deutschen Sunlicht-Geiellschaft fol­gendermaßen zeichnet: Rechtsanwalt Ernst Basscrmnnn, Mit­glied des Reichstages, Major der Landwehr-Kavallerie, z. Z. Adjutant des Militärgouverneurs von Antwerpen.

Herr Bassermann bat als Adjutant des Militcirgonver- nenrs von Antwerpen sicher doch lvichtigeres zu tun, als eine Seifenfabrik zu beaufsichtigen. Ebenso hat sein Reichsiags- mandat mit Seifenfabrikation garnichis zu tun. Wozu wenn solche Herren schon Aufsichtsräten kapitalistischer Gesell­schaften angehören das in solchem Zusammenhang peinlich wirkende Hinausstellen ihrer Titel?

Nordamerika und Aapau.

Tie Stellung der Vereinigten Staaten zn Japan und dem europäischen Krieg wird in einem, allerdings schon vom 28. Oktober daiicricn Artikel des Newyorter Mitarbeiters der Wiener Arbeiter­zeitung wie folgt geschildert:

Tie Vereinigten Staaten machen sich aus einen Zusammenftoh mit Japan gcsafti und treffen ihre Vorkehrungen zur Abwehr cines Handstrciches aus Guam und die Philippinen. Was bas kalifornische Landgescy u»d die vertragswidrige Behandlung japanischer Ein­wanderer durch Onkel Sam mit ihrer Ausiviihlung chauvinistischer Leidenschaften in dem fernöstliche» Jnsclreich in der großen nord- amerikanischen Union nicht mit sich brachten, das schuf der gegen­wärtige europäische Krieg, nämlich einen Konfliktskcim, der aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Wasscngang führt, noch ehe die Wunden, die der Ricsenkamps in Europa schlägt, recht vernarbt sind.

,)ii dem Bestreben, den Krieg jenseits des Atlantischen Ozeans zur Eroberung neuer Absatzgebiete auszunützcn, fanden sich die Vereinigten Staaten widerspruchslos mit der japanische» Erpe- dition nach Kiautsckiou ab. Vorgestern »och lieft die Washingtoner Regierung einen offiziösen Artikel, in welchem die Absicht Japans, Kiatnjchon nach der Eroberung Tsingtaus dauernd für sich zu be- halte», geradeaus gerechtfertigt wird, in die Presse lancieren, lind das, obwohl Japan dadurch bis zu einem gewisse» Grade ermuntert wurde, auch die Karolinen- und Marschallinscln dauernd in Besitz zu nehme». Tabci vermöchte die japanische Flvtie, gestützt aus die Marschallinseln und Karolineninseln, den Schiffahrtsverkchr zwi­schen den Vereinigten Staaten und Hawai einerseits und den Philippinen andererseits nar leicht zu vernichten. Immerhin hiclr man es in Washington für klüger, die völlige Lahmlegung des deutschen und österreichische» und die Beeinträchtigung des fran­zösischen und englischen »ebcrseeerports restlos auszunützcn, als gegen Japan Zukunftspolitik zu treiben und gegen die vorüber­gehende oder dauernde Besitzergreifung der Marschall- und Karo­lineninseln Protest einznlegen.

Mit einem Tchlaae veränderte sich das Bild, als gestern die Kunde von der Besetzung der Marianeninscln durch die Japaner eintraf. Auf Guam, einer der Marianeninscln, haben die Vereinig­ten Staaten eine Flottcnstation angelegt, die als der Schlüssel zu

aber auch sein Kops hin und her wackeln und mögen seine Beine links und rechts laufen, er weih doch noch immer, was cr tun und lassen soll. Bei den Sai»>jeden," fuhr er fort, ist der Kopf heiß und ihr Blut rollt schnell. Wenn sie trinken fallen sie nieder und wälze» sich wie Schweine. Ein Noc- mann braucht das Fenerwasser, um warm zn werden, wenn es kalt ist, ein Samojede braucht nichts als fein Renntier und seine Decke. Mag der Hauch an seinem Munde Eis wer­den, er fühlt cs nicht, und wenn er sich verirrt im Fana- Rank. kriecht er nicht in eine Dckilncht, wo er nmkommen muh."

Er lachte über seinen Spott, und Marstrand stimmte ihm bei.Du hast ganz recht, Freund Mortuno," erwiderte er, aber jetzt sage nur, was wir beginnen sollen, wenn das Wetter so bleibt?"

Der Lappe zuckte die Achseln und sah ihn mit den kleinen, runden Angen listig an.Weih es nicht, mein guter Herr," sprach er bedächtig.Schneestürme dauern oft eine Woche, und fällt der weihe Sand hoch genug, so gräbt man ein Loch und schläft, bis es aufthört."

Was?" fragte Marstrand entsetzt,das könnte ge­schehen?"

Das ist oft geschehen," erwiderte Vlortuno.Ich habe selbst einnial neun Tage lang in meiner Schneehöhle gelegen und meinen halben Pelz vor Hunger verzehrt. Wohin wollt Ihr?" fuhr er fort, als Marstrand aufstand und zu seinem Pferde ging.

Wenn es so steht," sagte dieser,ist es besser, wir brechen jetzt auf und machen, dah wir sortkommen."

Ich nicht," lachte der Lappe.Ich bin kein Narr, Väterchen, will meinen Hals und meine Beine ganz behalten. Sieh hinaus, du siehst nicht ein Dutzend Schritte weit; lange währt es nicht, so liegst du, kollerst in eine Grube, fällst in einen Spalt, uiid dein steisbeintges Pferd kann nicht weiter.

den Philippinen angesehen wird. Plötzlich cntivickcln Kriegs» Marincmtnisterium ganz offen und demonstrativ eine fiebcrh Tätigkeit, die in den letzten Wochen insgeheim entfaltet wo, war. Zwar versichern Heeres- und Fivttcnvcrwnltung, daft Gang der Ereignisse int fernen Osten keine Veranlassung zu svrgniffc» irgendwelcher Art gebe: aber gleichzeitig räumen auch ein, daft die Philippinen in aller Eile mit Waffen, Muni und anderen Kriegsmaterialien aller Art »ersehen und daft dortigen Garnisonen innerhalb der gesetzlich scstgelegte» Greil ergänzt werden. Das Fort Eorregibor, eine der stärksten Kiij befestigiinacn anf den Philippinen, wirdinstand gesctzl" und provianticrt.

Im Keneralstab wurde Jeituiigskorrespondenten heute mittag privatim zwar aber mit vielsagender Osfenhcrzigkcit, | klärt, die Philippinen, deren Artillerie vor zwei Jahren kaum ein vicriindzwanzigstündigcs Gefecht mit Munition versorgt müßten unverzüglich in den Stand gesetzt werden, einen: scindii l Angriff, solange erfolgreich Widerstand zu leisten, bis die an j konische Flotte erscheinen und die dortigen bcscstigtcn Häsen j Stützpunkte benützen könne.

Gleichzeitig lieft das Kricgsministerinni anitlich ankünbil daft die Vereinigten Staaten vvranssichliich Truppen zur wachung der Eisenbahn Peking-Mukden nach China schicken weis da England und Frankreich ihr Militär zurückgezogen haben damit den vertragsmäßig zunächst ihnen übertragenen Schutz genannten Bahn nicht mehr ausllben.

Alles in allem: Onkel Sam ist auf eine bewaffnete Au, andersetzung mit Japan gefaßt. Allerdings wird Tokio auf Anfrage Washi»,No»s beruhigende Zusicherungen erccilen, um dem Kriege, falls Teutschland und Ocsierrcich-llngarn nnierlicl mit den. von ihm besetzten dcntsaic» Jnselbesttznnge» doch zu ma I was cs will, lind dann, ja dann . . . Daran, daß die Vereint | Staaten in Heu gegenwärtige» Krieg ciugrcife», ist nicht >n de, Dazu sind jic zu sehr mit friedlichen Eroberungen frcmdländi I Märkte beschäftigt nd viel zu wenig gerüstet. Aber der europe Krieg beschert uns, das ist schon jetzt sicher, die allgemeine Li Pflicht, wahrscheinlich in Milizform. Haben wir erst die, tann | Tanz losgchcn, wenn Japan cs nicht oorzieht, vorher schon znspiclcn. Einstweilen treffen die Vereinigten Staaten Vorkeb | gen zur Abwehr eines Handstreichs anf die Philippinen; das ni kommt später.

Kriegs,,» izen.

Als eine der ersten Städte hat M ii hIha n f c n in Thllri | auf sozialdemokratische Anregung hin für Petroleum ei H ö ch st p r e i s von 22 Psg. per Liter festgesetzt. Tie Ursache gaben die Händler, die eine» erheblichen Preisaufschiag ge: | batten, obwohl die Großlieferante» cs nach wie vor beini Preis beließen.

Nach einer Blättermelbung hat das preußische Kriegs, I sierium angcordnet, daft zur Erbackung des Soldat! b r o i c s Kartoffeln mit zu verwenden sind. Es gelte jedoch nur für das Brot, das die in der Heiniat besindlichen «I pen, sowie die Kriegsgefangenen erhalten. Tie int Felde stehe ! Truppen sind derartigen Eiiischränkunge» nicht unterworfen. Kartofselgehalt des Brotes soll betragen: 5 v. H. fiir das den ! heimische» Truppen und 20 v. H. siir das den Kricgsgcfaiigen« | verabreichende Brot.

Tie im Hamburger Staatsgebiet wohnende» gehörigen feindlicher Staaten» müssen ohne Rn! auf Alter und Geschlecht bis »um 20. November d. I. das b ! verlasse» haben. Von dieser Anordnung werden grundsätzlich die ans den feindlichen Kolonien stammenden Per ! getroffen.

Tie München-Augsburger Abendzeitung brachte kürzlich > Mitteilung, daß von einer MctaUwarcnsnbrik i» Gens Eise! K r c n z c a ns Bi e ch hergestellt und zum Preise uon 50 tinies verkauft würde». Solche Kreuze würden von Gassenj, | getragen und selbst Hnnden angehängt. Eine amtliche Unters» hat sestgcsteilt, daß die Nachricht völlig ans der Luft griffen ist.

Politiken meidet ans Madrid, die Vorstädte von Tauf seien in den Händen der aufständische» Moslem s. Marseille sind Truppen nach Marokko zurückbeordcrt worben.

Ter Verband italienischer Industrieller dcrtc die Regierung ans, das Moratorium beim Ablauf Dezember nicht z n erneue r n und die A n s f n h r aller i | stricllcn Rohmaterialien z u verbiete».

Wie der Matin aus Rennes meldet, haben deutsche K r i gefangene, die in den Stcinbrllchcn von Montsort sur arbeiteten, einen Tops bloftgelcgt, in dem sich eine große zahl Münzen mit den Biidnisien Ludwigs XIV und wigs XV. befand. Nach dem französischen Gesetz ist der Wer Fundes zwischen dcni Steinbruchbesitzer lind den dentschen S | gefangenen zu teile».

Im Petit Journal befürwortet krminister Pichon den »euer g c s c » I i dj c v Maßnahme n gegen das den Privateigentum, weil die bisherigen Operationen gej | nur den Charakter der Verwahrung hätte».

Ein bekannter cngiischcr Sozialist Hai im Verlage der hängigen Arbeiterpartei eine Broschüre erscheinen lassen, in ii] er die Ursachen des Krieges untersucht. Er kommt zu dein Schilift. daft Englands Eingreifen i» den Krieg uiil unkorrekt ist und daft Deutschlands Haltung in deni vorl den Falle eigentlich unantastbar sei. Das Blatt de |

Ja, wenn das ein Rennkier wäre, kämst du leicht d Wenn du ei» Samojede wärest, trügst du deinen Kopf i Lust und könntest sehe». Haha! du bist ein stolzer Her: Norinann, ein Meister, und möchtest jetzt ein Samojede Ist es nicht so? Sprich, Väterchen, sprich zu mir, wöcht> nicht gern ein Samojede sein?" Er streckte sich an erwärmten Steinen ans und lachte was er konnte, Marstrand ärgerlich und überlegend in das Wetter hinai das wilder schien als je.

Warum koniint ihr zu uns heraus?" fuhr Mortuno Was wollt ihr in unserem Lande, wo ihr wie Kinder die nicht wissen, was sie tun sollen. Setze dich her zu Väterchen, setze dich und sei geduldig. Tu kannst nichtc denn was willst du tun?"

Wenn ich Olaf wäre oder Helgestad," sagte Mars so würde ich dir deinen Uebermut gedenken und würd zwingen, mich zn führen."

Wenn du Helgestad wärst," versetzte der Lappe si lustig,so hätte ich dich in der Elf ersaufen lassen, und du Olaf wärst, der zwei Löcher in seinem Hut hat, so ich dir ein drittes dazu gemacht mitten in dein sch> Herz."

Hüte dich, Mortuno," antwortete der Gaardherr hast eine üble Rechnung zu bezahlen. Wenn Olaf dich wäre es besser, du lägst in der Elf. wenn der Soreni dich greift, läßt er dich in Tromsö bis aufs Blut am - peitschen, und fällst du in Helgestads Hände, so koinn schwerlich besser fort. Wingeborgs Hund hast du getötc Ouäner hat dir den Tod geschworen."

Hat er, der giftige Wolf, hat er Mortuno schon Ohr?" schrie dieser in die Hände klatschend.Hierh< ihn kommen, laß sie alle kommen, Väterchen, wir Schlingen genug, unr sie an den Hörnern zu fangen."

(Fortsetzung folgt.)