Organ für die Interessen des der Provinz Oberhessen und
werktätigen Voltes der Nachbargebiete.
oderbekStcki» tUolksicitun« erscheint irdev Werktag Adend tu en Der Hbonnementsrcei» beträgt wechenUicb 10 Pig, monallieb io- roildiL Bringerlobn Durch Die Post bezogen BierteIjäbrl.tÄ)3;i
SIcdakl'.on an» «krveditlon Siesten, vakndoUiralie 22. Cfctr LSwengotz«. retevdou 2008.
ktalerale kosten die 8 mal gelpa'.p kkotonelzeile oder Deren Raum 1b Via. Bei arösieren Äufträgen Rai aU. Änzeizen wolle man bi» abend» 1 Ihr für die ialgende Kummet m Der ErpeDition auigrdeir
D. 272 Gicßcn, Montag, Den 23. Novcmlicr li
14 9. Ialirgang
-1
Nationalitätenpolitik.
'ex unnariidjo MiiiifterpräslDent. Wraf 3icfan Tisa, ch an, letzten Donnerstag in Berlin ausgchalte» und von dort -ifc nach 6cm dcnlschcn t'nuplnnartifv anoctrctcn. Gras ii#vi ule liucifcllui- Die ciaciülid) leitende Persünltchleit Der öfter ch-inigarische» Volitil. lir Hai bei Der Behandln»« Der serbi- Stiic eine auoschlaggebeube Ralle gespielt Nttd »icmanb, Der schichte De.- Welltrieg« schreiben mi 11, >u,rD an feiner ausfallen rscheinniig uoriiberfichui tüiiiicn. Wenn seht Gras Tisza i lm strieg. wahreiiD Die Russen harr an Den Grenzen seine« n Vaterlandes stehen. Die Stätte seines Wirkend uerläfjt, um cu den kern Der deutschen Politik persönlich Rücksprache zu ii, so Iäftt sich Die Wichtigkeit Diese« schritte« nicht leicht über- lieber seine Bedeutung werbe» wir freilich erst von lnns- ?Acinoirkiischrciber„ A»«kii»sl erhallen. Da über Die im quartier gepslogeiien IlnIerreDunne» kaum etwa« in Die itiichkcii Drinae» ivirD.
iielieichi (teilt man aber Doch nicht fehl, wenn man Die Reise ngarischcn Ministerprälldenten mit gewisse» Ärtikcl» in Ver- i>ll bringt. Die in Der lerne» .seit in Der Deutschen Presse er '» sind Fn Diesen Artikeln war Der ungarischen Regierung »glich geraten war«», sich gegenüber Den rumänisch sprechenden r» ihre« Landes srcnnDlich zu vergalten u»D ihre ans Wah- ihrer Muttersprache gerichteten Wünsche zu erfüllen. In ll»- u»d Siebenbürgen leben säst Drei Millionen Rumänen, Die temäsi z» ihren i»i benachbarten litSnigreich lebenden sechs ne» Bolksgeiivsseit eine starke Zuneigung empfinden. Die !>er Rumänen in Ungarn war auch nicht immer so. Dag sie ugehvrigkeit in österreichisch-ungarischen Monarchie als einen l hätte» empfinde» können. Der sie für ihre Trennung vom ndsgen Nationalstaat ausreichenD cntschäDigte. Wie von n pi Den österreichische» miD ungarischen siiDsl>rve». so in sich auch von Rumänien ;,» De» ungarischen Rnmäiien lierühtr »nD hinüber, leine rumänische uuliurliga ivnrDe ge et. Die sich Den schütz Der in Niigarn lebenDen Rumänen rinD tarkung oe« nationalen Zusammengehörigkeitsgefühls zur be machte. Fhre riihrige dätigkeit hat Die ungarische Reil »»b Da« ungarische Parlament bis in Die letzte .ftit vor >an»bruch lebhaft beschäftigt.
ie Lage Der Rumänen In Ungarn tnnft auch ans Die Haliinig niev« im gegenwärtigeii Kriege zitriukiv>rken Sind in Diesem Dessen Volk aus seine romanische Herkunft siolz ist. Die L>n»
» für Frankreich ohnehin schon slaik. so könnte eine nnfrcunD Ki-aiiDIiiug Der ungarischen Rumänen leicht Dazu sührcn. Dasi römnag sich bi« zu einem Punkte steigert, an Dem sie sich zu umsetzt Auch wären Die IUOOOO Ruinäiie». Die angeblich 'bereit stehen, sür Lesterreich, Da« schon an zivei Fronte» Krieg >rc» hg,. nnterschätzenDer Gegner. 1?« wäre Darum
gtunDcrbar, ,venn Der ungarische MiiiisterpräsiDent an« Den, ikii -aupiqua»,ier mit Dem drtngendeu Rat zurüekkchrle. er tnh mit seinen Rumänen. Io gut wie e« irgend gebe, vertragen, »i solcher Rat wäre ircilich eine Einmischung in Die inneren caenhei,,,, rj„e» sremDen Lande« Leider aber hat e« Da« al io gcsn.» qosi tzjx inneren Angelegenheiten Dieses Landes üe not auf Die Nägel brennen Biellcicht sogar wäre e« besser '» ^7 im Hinblick aus Die Äonieguenzen, zu Denen Diese ft Aiieelcgei,heilen" sühren konnte» »nD tatsächlich gesiihrt gch schon früher um sie ZN kümmern, .letzt aber kann lein § ‘’orubtr bestehen. Dasi c« sich Dabei auch um unsere eige- Zntiqelegrnlteitrii handelt, und Dasi eine A e u D e r » n g Der ' f 1 v i i <ft u n « n r i i d; c ii N a t i o » a I i I ä t r » p " > > - 1111 gemeinsamen Interesse Der verbündeten Staaten $.'*1 ««t» ö t e ii ist
.tu» ooit. da - staatlich organisiert ist. strebt Danach. Die unter r -taat«hoh„t lebenden Volksgenossen Dem eiaenen Staat teeern. rtaticn hat seine FrrcDenio, Serbien seine Rarodna "0- muuianien seine Ünlturliaa. Bulgarien wiederum blitki -pnotiliert auf j,j c bulgarisch bevölkerten Gebiete. Die ihm »mn" ^« Elalkankriea von Serbien entrissen wurden. Tie ^Evkbiignna gerichteten Bestrebungen werden imnier "> ie ungünstigerer Lage sich Die abgelöste» Volk« unter der sremDen Staatshoheit besinden, sie sind desto Cr r x lr , f -" ,|,tr (s mitD ZU Beschwerden Über ilrenidberrichas:
!' irker
alle*
mustergültige Lösung bietet die Schweiz, deren i selbitreaterung Deutschen. Araiizosen und .Italienern >ge« Zinammenlkbe» unter einem neutralen Dache gestattet. ; "ilerreichische Sozialdemokratie versichi in ihrem Ratio- mprogramm^ea« Prinzip der nationale» Autono- «olche ckstck-tnab,ne ans die nationalen LebenSbedürsnisie
t von wahrhaft internationaler Gesinnung diktiert. Den» tl^internatiena!. der Das Recht aller Böller anerkennt, in , ®lm,c national zu «ein. .lebe« Volt hat Das Recht Dc> eiNmmuna. und wäre dieses Recht stets von allen anerkannt wieviel Blnt u»D Dräne» wäre» der Welt wohl erspart . Aber setzt ist die Zeit der Rot gekommen, die denken ilr, 'w" Dari man hoffen, dasi sie da« Programm der " Autonomie verwirklichen wird Wer neue Knechtschaft e l k n,llt Verwirrung und neuen Krieg Rur wer ehrlich heit aller will, kämpft sür den dauernden Friede».
Tcutschland und Irland.
^,^°bdD. Agg. Zlg. schreibt unter der Uebcrschrift ^ und Irland": Der bekannte irische Nationalist ft« ( Easemen, der kürzlich au« den Bereinigten Staaten neetfa nach Berlin gekommen ist, wurde im Jluswär- mt empsangen. Sir Roger Ealemen wies darauf bin. v-rland anscheinend von der britischen Regierung anto- -Darstellungen des Inhalts veröffentlicht würden, ein 1 -teg würde dem irischen Volke großen Schaden ;u- ÖQ sein Land, seine Wohnstätten, seine Kirchen und
seine Priester aus Gnade und Ungnade dein Heere der Ein dringlingc preisgegeben sein Ivürden, die mir Raub und Er- obcrutigssucht leiteten. Neue Aeiißcriingen Deo Ministers RrdniotUs gelegentlich feiner Rekrntierungsreise durch Irland sowie namhafte Auslassungen der britischen Presse iiUer diesen (ziegenstand hätten, to betont Sir Roger, eine tveitere Per brcitung gesunden, und unter den Iren natürlich Pefürchinn gen bervorgernfen bezüglich Der Haltung Tentichlands gegenüber Irland ii» Halle eines denl'chen Sieges. Sir Roger bat um die Abgabe einer überzeugenden Erklärung über die Ab sichlcii Tciitschlands Irland gegenüber, die seine Landsleute itt der ganzen Welt und besonders in Irland und Amerika angesichts der beuitrtthigende», von verantwortlicher britischer Seite stamiiiendcn Tarstclliingen zu beruhigen vermöchte. Der Stellvertreter de« Staatssekretärs des Auswärtige» >>a! darauf im Aufträge de.- Reichskanzlers folgende amtliche Er- klärnng abgegeben: Tie Kaiserliche Negierung weist die vös- Utilligen Absichten, die ihr in de» von Sir Roger angeführten Tarstelluiigeii unterschoben werden, auf das entschiedenste zurück und benutzt diese Gelegenheit, um die kategorische Per sicheruug abzugcbe». daß Deutschland nur Wünsche sür d.ie Wohlfahrt des irische» Volkes, sein Land und seine Einrich- tnngen hege. Die Kaiserliche Regierung erklärt tu aller 5*01111, daß Tknischland nieinals mit der Absicht einer Er oberung oder Vernichtung irgendwelcher Einrichtungen in Irland eiusallen lvürde. Sollte im Verlaufe dieses Krieges, dev Deutschland nicht ^-sgch! hat, das Wnsseuglück jeuials deutsche Truppe» au die Küste Irlands führen, so würden sie dort landen nicht als eine Armee von Eindringlingen, die kvinmen, um zu rauben und zn zerstöre», sondern als Streit kreiste einer Regierung, die vou gutem Willen gegen ein Land und ein Volk beseelt ist, dem Deutschland nur nationale Wohlfahrt und nationale Freiheit wünscht.
Tie crilflischc Tpion<»-Hyst>'rie.
Der ,>rantf. Ztg. ivirD geschrieben: Dem LorD Lotidonderrv ist Die Regierung viel zu schlaft gegenüber Dem angeblichen Spione n >» e s c ». Er möchte gern eine -Hetzerei in g r o si e ni Umfange organisiert leben. Er hielt eine ReDe im Unterhaus, in Der er eine Menge von phanlaktischen Erzählungen als pure Wahrheit wieder zum Vorschein brachte. Auch Das bereits energisch als Märchenerschein,i»g gekennzeichnete hollänDlschc Schist, Das in Wahrheit ein Deutsches Spioiiciischiü sei. ivurDe wieder ins Tresse» aesühri. Er Drohte. Dasi er. wen» Die Regwrung in ihrer Lauheit sortsahre. De» LokalbehorDcn Das Recht geben werde, selbst Gesetze ausznüben »>iD jrbeti Spion. Den sie erwischen, cinsaä, totschieftei, z» lasse». Lord LonDvnDcrrn, Der sich betanniitch als Freund von Sir EDioarD Earson schon bei Der E,„richti-»g Der provisorischen Ulstcrrcgierung als Antoritäl aus Den, Gebieie Der Selbslregternng eczeiat batlc. schlug vor. sämtliche Lokalbehördcn znsammcnzuruskn. Der Polizcichcf der Gemeinden solle sede». Den er nnr im Verdacht habe. Spion zu sein, aesanaen nehmen, vor ein .llrieasgerichi bringen und, sobald ein Schnldbeweis erbracht sei, ihn siisilicren lallen.
Im L b e r h a u S wurde Dan» auch Die Verbreitung aui- rllhrerischer S ch r i j i c n in ,Z r I a n D zur Sprache gebracht. Lord R eo.I H erklärte. Dasi Diese Fluabläticr ans A »t c r i k .r flammen. Er sagte. Die Dciiijchen i-Iückten beträchtliche Geldsummen nach llrland. ui» dort Stimmung zu machen. Woher kommt denn das, tragt« Lord Reath. dasi Minen an der irifthcn Xüftc aeieqt werden konnte». Da« geschehe ncht durch dcvische KriegSschisse. sondern durch d e u i s ch e L s s i Z i e r c, die sich in irischen Schisse» und Fsschersahrzenae» befänden. Lord E r e w c nahn, die Frei, geaeniiber diesen Betchnldipnngen in Schutz. Die Regierung bade wohl die Meinung, dasi die Minen „vier neutraler Flagge gelegt ivorcdn seien, aber c« sei unzulässig, diese Handlung mit Aus- rnhraklen Irlands in Zusammenhang zu bringen. Er scvle a»s- ema>ider, dasi er die Spiovevpanik im Volke »ickl noch weiter an- lporneu wolle, und energisch wies er das „L y n ch g e j e y" der Lord LondonDcrru zurück.
Fm Unterhause war es Lord B e r e s fo r D . Der Die Regierung zu cneraischen Masiregel» an spornte. Dagegen verösscntlichte Generalmajor Cd a 11 agban einen Artikel gegen die übertriebene L p i o n c n a » g st. die i» jeder Betonanlage in einer Fabrik, einem Landhaus usw. sofort eine Basis sür eine zuksinstige 8a»oiic sehe.
Tie internierten Tentschen in s^nqland.
Berlin, 2k>. Nov. (Etr. Bln.l Ter beutichen Regierung sind von den vericbiedenitcn Seiten lebhafte Klagen zugegangen über die Unterbringung der in England verhafteten Teuticben. Tie deuticbe Regierung hat daraufhin eine Untersuchung der Verhältnisse durch die mit dem Schutze der deutschen Interessen betrauten anierikaniichen Vertreter veranlaßt und gebeten, nötigenfalls dafür Sorge zu tragen, daß Abhilfe geschaffen würde. Dar Ergebnis dieser Fcitstellungen ist zum Teil schon durch das offiziöse Telegraphenburean verbreitet worden. Tip englische Regierung hat den mit der Untersuchung beauftragten amerikanischen Vertretern zugegeben. daß in der ersten Zeit Mängel vorhanden gewesen waren, daß sie aber darauf bedacht sei, das Los der verhafteten Tentschen zu bessern, und daß auch jetzt Maßnahmen getroffen werden, die Klagen abzustcllen. Die englische Re
gierung hat iure Behailptiingeu, daß die Gesundheit« Verhältnisse in den Lag e r n d u r ch ans gut e seien, damit zu stützen versucht, daß bis jetzt nicht mehr al-; fünf Todesfälle vorgekoiiuneu wären.
WfiK» dir allgeme nc LIefflPflicht in «"uglanv.
Au« London wird »cr Miiieh. Pest über Holland gemeldet: Avgestchts der »r.npagn.- der Mililaristen. die allgemtem« Wehr pshchk cinzuführe». ist inner Den c n q l i s a> e n Sozia listen cn.: Bewcgn » g cins-zit:». n.n dt» passive» nnD akkilt.i Widerstand zu orgatitflerca, sali« Da Rc-gieniiig Aeigurg zcige» sollw, jetzt oder späte, voe D.r militari-fttselten Agitation zu kaptUlli-ere» Der Labenr Leader, tc> Lrgan der Arbeiterpartei, het sich an die Spitze dieser Bcivegurg gestellt. Der Rvbaltevr dc« Blattes richtet in der letzt.» Nummer elixn Ausrns an alle MLimer nvii.tzc» I u-no :I s Fahr.,,, di: mNer allen »»tständen neid ohne Riicksicht auf tigendwclch. ang.Diohte Strai« cntschlosfrn seien. Die Teilnahme om strirg.- a!« Rittämpser z.i verwcigcni, ihm Rainen nnD Aorcll-' zii'.iischicken. Aus Dc.se Werse iverde Die WiDcrstacrD.-ixivegniig in». stanDe still, ihre- cigtiit «reit richtig cinzuschätzcn »nD Die nutigeu Vi-rbtreitui.zkn zu treffen.
Tie fr«inzösischen Antinrilit,tristen.
lieber die HeiUniig, die die französischen Antimilitaristet, beim Ausbruch des Krieges annabmeu, unterrichte» folgend!' Sätze aus dem »ns setzt übermittelten, von (*» u ft a v H e r v L geleiteten G n e r r e soziale (Nummer vom 1. August):
„Zu allererst nationale Verteidigung Fauret, unser großer Fauri« ist tot Seine Stimme spricht: „Sie habe» mich ermordet, ivollt Fhr mich rächen, so ermordet nicht Da« Vatci» l a n D !"
„Da« ganze republikanische Frankreich musi setzt sage»: Die Sozialisten haben gekämpft bi-.- z»m Tobe ihres Führers, »m den Frieden zu erhalten. Sie waren die ersten, die aller Weit zn» riefen: „Ta« Vaterland ist i» Gefahr." Die französische» Sozialisten habe» sich cbkiisvschr »m die Menschlichkeit wie um da« Vaterland verdient gemacht . . ."
„Sozialistische Freunde, sviibikaliftischc FreuiiDe, anarchisiilche Frcunde, Fhr seid >>ickst mir Die hehren Vorkämpscr Der Menschheit, Fhr seid ebensosehr Der Nerv u » D Der Vertrauens- volle S > ü tz p u u i t Der s r o u z ö s i s ch e i, Armee Da« Vaterland ist in Gefahr, das V a i e r I a » d d e r R c v o l n i i o n ist in Gefahr!"
„Was ist die Pilicht des Sozialisten? Wie ein Mann jetzt zur Grenze marschieren, indeni wir unsere» Rationalisten das gewaliiaste Beispiel der Tapscrkeit und Disziplin geben . . . Die Republit vertraue» wir der Lbhut der Frauen und der Kinder a» Wir müssen >i»s alle sagen, ivcn» das republikanische Frankreich siegreich ist, so ist das ei» denisches Sedan, s o i st d a « i „ s e ch » M o » a t c n b i c Deutsche R e p » I> I i k ginn Rhei n b i s zur Weichsel"
Nun liegt auch die offizielle l!)cskätigung vor, daß & u stave H e r v ä ialsächlich als Kriegsfreiwilliger in die französiiche Armee eingetreten ist. Er richtete, lvic mir der Pariser Zeitung La Patric vont !l. August ent nchnien, an den Kriegsminister fvkgenden Brief: „Ta in dem Kriege, der ictzi auszubrechen beginnt, Frankreich (wie mir tcliciiit) alles getan hat, um die Katasiroplie fernzuhaltcn, bitte ich Sie, mich durch besondere Vergünstigung in das erste Infaiiterie-Regiment einzureihen, das nach der Grenze ab- aehen wird,"
Deutsche und frunzösl^che t'Ueiselu.
Berlin, W. Roo ltzir Bin > Die Franzose» Hallen währe,io dir ersten Zeit des Krieges, in der ihnen au« rein strategischen Grüiideii Teile de« E l s a st übcrlasic» werden musiteii, au« alle» Lrten angesehene Bürger als Geiseln wkggcschlcppt und sic nach dem Fnnern Frankrtich« transportiert. Zum Teil sin» diese deu>< scheu Geisei» auch aui Fnsein gebracht worben, wie zu», Bcilpiel aus Eorsita. Trotz aller Versuckw konnte bis jetzt ihre Fr-ilaisung nicht erreicht werde». Darauf hat nun die drutschr Rrgie- r u n g mit Hilfe cincs neuiratr» Staates die froniösische aus die Freilassung dieser Geisel» nearängi und, falls ihrem Vcr. langen nicht Folge getriftet würde, scharfe G e g e » n, a « » a h m e n in Aussicht gestellt. Als nun auch Dieter Forderung sranzösischerseits leine Folge gegeben wurde, hat die deutsche Regierung zu der gleiche» Mast »ahme greisen müsien und Hai i» den von uns besetzte» Teilen Rordsrankreichs ein« beträchtliche Anzahl von Zivilpersonen gesangen genommen. Rach Dieser Masinahmc ist dir deutsche Regierung aoermalc- bei der seanzö- siichei, vorstellig geworden, um einen Aiisiausch der Geiseln hcrbei- zusühren. Die Veehandiungen hierüber habru bis jetzt »och zu keinem Ergebnis geführt.
Ardcitcrschnhkonfcrcnj in Belgien.
Unser holländisches Parteiblatt Het Volt hat von einigen belgischen sozialistischen Abgeordneten, die in Holland waren. Mitteilungen über die jetzige Lage in Brüssel erhalten. Sie teilten u. a. mit. daß in der vergangenen Woche zwischen zwei Vertretern des Berliner Rcichsamts des Innern und einigen Vorstandsmitgliedern der belgischen Gewerkschasts- zentrale (Bandermissen, Tclporie, Mertens und Hnysmansi eine Konferenz stattgesunden habe, zur Beratung der Ein führung einer neuen Arbeiterschutzgesehgcbung in Belgien. Tie Gewerkschaftsvertreter hätten sich jedoch ans den Standpunkt gestellt, daß die Gewerkschaftszentrale sich schwerlich mit einem solchen Gesetz befassen könne, da in Belgien sehr


