Ausgabe 
20.11.1914
 
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?Tu|ier&on, haben Zuwiderhandelnde strafgerichtliches Einschreiten au gewärtigen."

Gin Teil der junge» Schlesier, die am Dienstag hier an- tamen, werden in de» Ortschaften der llnigebnng nntergcbracht, wa für sic Arbeit vorhanden ist. Gestern nachmittag wurden etwa -UM) Man» in den Kreis Alsfeld gebracht, wo sic an dem Bahnbau AlSfcld-Nicderanla beschäftigt werden sollen. Andere wieder habe» auf der Grube Trais-Horloff Arbeit angenommen und noch in >,»deren Orte», wo Arbcitskrästc gebraucht werden. Die Genie haben sich natiirlich freiwillig zu der ihnen angebotcncn Arbeit bereit erklärt. Hoffentlich wi.d dafür gesorgt, dasi sic von den tlntcrnchmcrn nicht blosi als willivinmenc Ansbeulnngsobjekte be­trachtet und mit Spottlöhnen abgespcist werden.

Krjcgselierngeld Wie wir bereits früher erwähnten, er­halten unter llmständci, auch die Eltern eines gefallenen «riegs- teilnehmers Unterstützung. Gin klagbarer Anspruch steht den Ver­wandten ansstcigender Linie lEItern, Grosielternj nicht zu, während die Ansprüche ans Kricgswitwengeld und Kriegswaisengeld klag­bare Ansprüche sind. Den Elier» kann aber für die Dauer der B e d ii r s l i g k e i t üriegselterngeld gewährt werden, wen» der verstorbene Kriegsteilnehmer l. vor Eintritt in das Feldheer oder 2. nach seiner Eutlasinng aus diesem 'irr Zeit sciues Todes oder bis zu seiner legten Krankheit if.tTi! Lebensunterhalt fl n ii S oder überwiegend bestritten hat. Das Kriegseltcrn- gcld beträgt, wenn der Verstorbene zu den llntertlaffcn gehörte, 250 Mark. Der Antrag aus Gewährung von Kriegseltcrngeld ist an die Orkspolizei Verwaltung dcS Wohnortes zu richten.

Welhnachtsjenduogen an Kriegsteilnehmer. Die Etappcn- K o m m a n d a n ! u r 4 Dar in st a d t macht daraus aufmerksam, dasi W e i h n a ch t S s e n d u n g e n stir die Truppen nur bis zum 30. ds. Mls. anfzngcben sind, da sonst keine Aussicht aus rechtzeitige Beförderung vorhanden ist. Auch mnsi jedem Paket eine Begleit- a d r c s se beigegeben werden.

Vom Stadtthealer. Um den Besuch der Vorstellung zu Grosihcrzogs Geburtstag am nächsten Mittwoch weitere» Kreisen genehm zu machen, ist bekanntlich ein ernstes StückWallcn- stcinS Tod" mit Herrn Oskar Bohnöe vom Kasseler Hostheater alsWaUcnstcin" gewühlt worden. Tie Vorstellung wird unter der Regie von Direktor Stciugoetter anfs sorgfältigste vorbereitet und gelangt im Abonnement nicht zur Wiederholung, lim den Erfolg dieser VorstcUniig deren Reinertrag bekanntlich einem vaterländischen Zwecke zuslicsit nicht zu beeinträchtigen, sinket am kommenden Dienstag keine Vorstellung statt. Die Preise sind die gewöhnlichen, die aber für dieses Jahr ermäsiigt worden sind.

Deutsche Kriegerheilstätte in der Schweiz. Rach einer Mit­teilung des Vorstandes der Deutschen Heilstätte in Davos sind 100 Betten des Deutschen Hauses in Agra sür die Tauer des gegen­wärtige» Krieges zu ermäsiigten Preisen deutschen verwundeten und erkrankten Kriegsteilnehmern und ihren Angehörigen zur Vcr siigung gestellt.

Kreis Wetzlar.

. Wahlvcrein Wetzlar. Tie M o n a t S v e r s a m m l u n g des WahIvereinS findet Sanistag, 21. November, abends 8% Uhr beim Gastwirt Schreier, Lahnstrasie, statt, und zwar g e m c i n s a ni in i t Niedergirmes wegen der jetzt noch anberanniten Stadtverord- nctenwahl. Zu der Versammlung wird Genoffe D i si m a n n , Frankfurt, auch einen Vortrag über KriegSsnrsorge halten, es dars also wohl erwartet werden, dasi alle Mitglieder zur Versammlung kommen.

>'. Zn sranzösischer Gesangenjchait. Zm Gegensatz zu verschir- tei«ni Schanornachrichten über das Schicksal deutscher Krieger in fremder Gefangenschaft veröiientlichen die Sieg-Blätter ein Schrei­ben dek- Herrn Antonius Höfling von Kirchen, der am 8. September bei Pitrn verwundet wurde und in französische Gesangenschast kam. Herr Höfling, der im Zns.-Regt Nr. 28 diente, schreibt ans der Ge­fangenschaft Revers u. aWas die Behandlung und Verpflegung anbelangt, ist diese hier sehr gut und wir brauchen es nicht bester zu verlangen." Demg«gcn.iiber vergleiche man di« Notiz im Wetzl Al,z. vom 10. November über die hier am 14. 11. eingelieferten 10 verwundeten Russen, die von zirka 1000 in ii si i g c n Gas­sern erwartet wurden, da hcisit cs u. a.tObwohl der Transport unterwegs von zicnilick> viel Getiten belr«tck>!et werde.» konnte, siel kaum ein böses Wort gegeli die Leute. (Zum Teil schwer Verwun­dete! T. B.l Wir Deutschen sind clnni anständiger gegen »nseie Zeinde als diese gegen uns!"

Telegramme.

Llllsesbttilht lies (skoficii .vlsiljillsNltitls.

'Am Kanal keine Slendernng.

Kampf in den Lüften, französische Angriffe in den Älrgonnen zurückgcmiefen.

Am Osten geben die Kämpfe weiter.

XV. B. Großes Hauptquartier, 1!). November vormittags. 1 Amtlich.) Zn W e st s l n n d c r n und Nord Frank reich ist die Lage iiuvcründcrt. Ein dculschcs Flugzeug, gcschwadcr zwang ans einem Ertiind»ngSslugc zwei scind- lichc Kampsslugzeuge zum Landen und brachte ei» feindliches zum Absturz. Von »nferci, Flugzeugen wird eins vermißt.

Ein heftiger französischer Angriff i» der Gegend von

'S er hon am Westrand c der Ar gönnen wurde unter schweren Verlusten sür die Franzosen zurnckgeschlagcn.

Ans dem östlichen Kriegsschauplatz sind die erneut eingeleitcten Kämpfe »och im Gange.

Die oberste Heeresleitung.

Eine Forcierung des Libauer Kriegshaseus.

V. 8. Berlin, 10. Rov. lAmtllch f Am 17. November haben Teile »nscrcr Ostsec-Strcitkräste die Einfahrt des Libauer Hafens durch versenkte Schisse gestört und die militärisch wichtigen A- lggcn beschosten. Torpedoboote, die in den Znnenhafcn ein- drangen, stellte» scst, dasi feindliche KricgSschjsse nicht im Hasen find. Der stellvertretende Ches des Admiralstabes:

o. B e h n k c.

Eine Schweizer stimme zur westlichen Lage.

lieber die Lage int Westen äußert sich der Zachver- stiinoige des Berner Bund wie folgt:Ist von den großen Schlüsselpunkten auch bis heute weder Vpern noch Bethune. noch Arms ans dein Westflügel, weder Reims noch Dt. Mcnehonld in den Argonnen gefallen, so verschiebt sich doch die Front langsam in der Rimtnngen ans die französischen Hauptstellungen. Tie französische Heeresleitung bat die ihr nachgesagte große Gegenoffensive i ni m c r noch niehtange setzt. Je langer man damit zögert, desto mehr gewinnt es den Anschein, als fehle dazu die Stoßkraft. Je­denfalls leiden die farbigen Hilfsvölker von Tag zu Tag mehr unter der Witterung. In der Defensive dagegen halten die Verbündeten ansgezcichnel Stand und ein Zusammen brach laßt sich noch nicht absehen, und ist mehr von den inneren Verhältnissen der verbündeten Heere als mit den: Zirkel meßbaren Verschiebungen ans der Karte abhängig. Tie strategische Lage scheint uns daher auch im Westen zu g » n st e n der Z e n t r a l m ä cli t c zu sprechen."

Der englische Bericht.

Der Tin,es wirb aus Westflaiidern telegraphiert: Zwischen den Truppen der Verbündeten und den Deutschen liegt die Strasie Nieuport-Dirmuiben entlang wie ein schützender Gürtel das Waster. Tie weitere Ilcberschwemmung wurde gestern beendigt. Dadurch ist jetzt das ganze Dreieck Dirmulden-Ostkerkc »nd Kaes- kerkc unter Wasser gesetzt und ein Vorrücken der Deutschen mit Dixmuiden alS Basis würde jetzt ein gesährlichcr Versuch sein. Tie weitere lleberschwemmung ist denn auch alS Antwort der Be­setzung Dirmuidcns zu betrachten. Die Stellungen der beider­seitigen Ttreitkräste sind wunderlich verwickelt und zickzackartig gcblidei. Tic Deutschen begänne» gestern das Bombardement von Ostdnnkerke und Umgebung und setzten die Beschiesiung über Nacht fort. Die Beschiesiung verursachte grosie Verwirrung. Nieuport ebenso wie Dirmuiden ist ein Trümmerhausen. Der Kampf in der Umgebung ist noch immer sehr ernst, aber die Front bleibt ungefähr ans der gleichen Höhe.

Tie Schlacht in Polen.

Wien, 19. Nov. (W. B.) Amtlich wird verlantbart: 19. Noveinber. Tie Schlacht in Russisch-Polen »imnit eine» günstigen Fortgang. Rach den bisherige» Meldungen machten unsere Truppen 7 0 9 9 Gefangene »nd erben tetcn 18 Maschinengewehre und auch mehrere Geschütze.

Der Stcllvertreicr des Ehess des Generalstabs, v. Höscr, Generalmajor.

Der Krieg im Orient.

türkische Erfolge gegen vie Riffen.

Konstantinopel, 19. Nov. (WH.) Amtlicher. Bericht des Hauptquartiers: .Seit zwei. Tagen greift unser Heer mit Macht das russische Heec au, das seine Stellung in der Linie Azab-Zazak-Khahab in der Umgebung der Grenze eingenommen.hat. Mit d^r Hilfe Gottes eroberte unser Heer durch einen B a j o n e t t a n g r i s s die Höhen i» der Umgebung von Az ab, die der Feind außerordentlich starr befestigt batte. Der Kampf, der heftig ist, nimmt für uns einen.s e'h r g ii n stigc n Verlauf.

Unsere in der Richtung auf Batum vorrückeiidcn Truppen brachten dem Feinde eine Iv c i t c r e große Niederlage bei und besetzten die TteUuugen von Zavotlar und Koura. Sie erbeutete» bei Zavotlar eine russische Jahne, mqchten sechs Offiziere, darunter einen Oberstleutnant und. einen Haupt- inann von den Kosaken, sowie mehr als hundert Soldaten zu Gefangenen und eroberten 4 Kanonen, ein Automobil, eine Menge Pferde und viel Lebensmittel. Tie russischen V e r l u st e sind g r o ß. Ter Rest rettete sich in orduiings- loser F l li ch t in der Richtung auf Batum.

Unsere Truppen, die in Aserbeidschau vorrückte», halten am 16. November ein Gefecht mit einer starkdn russischen Ab­teilung in der Nähe von Salmas. Tic Russen wurde» ge­

schlagen und verloren an Toten 2 Offiziere und IV

Mann.

Tie Häupter der p c r s i > che u Stämme, die bis jetzt z> de» Russen gehalten habe», haben sich samt ihre» Stännnc» mit unseren Truppen vereinig t.

Zn den Kämpfen bei Kopriköi nahmen die türkischen Trupp«, den geschlagenen Russen anher den bereits gemeldeten noch (iu. Maschinengewehre ob.

Russische Kriegsschiffe auf der Flucht vor den Türken.

Kviistantinopel, 19. Nov. Tic türkische Flotte, die fid gestern im Schwarzen Meer befand, traf ein russisches Ge ichwaoer bcstelwnd ans zwei Panzerichisfen »nd 5 Kreuzer, ans der Höhe von Sewastopol. Es begann ein Kampf, in den ein rnssisches Panzerschiff schwere Beschädigungen erlitt. Di. übrigen Kriegsschiffe zogen sich schleunigst zurück und c- scheint ilmen gelungen zu sei», in dem herrschende» Neve Sewastopol zu erreichen, doch setzt die türkische Flotte die Per foigung fort.

Die Beschick»!«« von Trapeznnt.

Kristiania, 10. Non. Der Peiersburger Marinestab teilt mit An, 17. November näherte sich die russische Schwarze Meerflolk der türkischen Festung Trapcznnt und beschoss die Festung und d, Station für drahtlose Telegraphie sowie die Kaserne. Türkisch. Kriegsschiffe waren nicht zu sehen.

AuS Konstaminopel wird dazu berichtet: In Trapczun! habe, die Russen mit ihrem Bonibatdcincnt das russische Konsul« zerstört und den noch nicht abgcrelstc» russischen Konsul am Bei, schwer verletzt. Ein Konsularvertreter und ein Kawasi wurde» leicht verwundet.

Der Feldzug gegen Aegsipte».

TaninstuS, 19. Nov. (Ctr. Frkft.) Tic Vorbereitungei

für Mobilisation der hiesigen Truppen sind jetzt vollständig dnrchgeführt. Sie kann als durchaus gelungen bezeichne lverden, obwohl sich ihr mannigfache Schwierigkeiten ent gegenstellten. Es braucht nur auf eine Tatsache hingewiesei z» werden, daß die türkische Armee einen Wüstenniarsch vo, etwa drei Wochen vor sich hat »nd daß schon für die Nachsub Von Wasser für so große Trnppcnkörper etwa 12 000 Kamel, requiriert werden mußten. Auch der Transport des Artil lerie-Patks durch das sandige Gelände erforderte besonder. Vorbereitungen. Hier i Tamaskiis wird demnächst der noci io Konstantinopel lveilende Khediv von Aegypten, Abba- Hilmi Pascha, erwartet. Er lvird mit mehrere» Prinzei seiner Familie die türkische Armee ans ihrem Vormarsch. nach dem Suezkanal begleite».

Verantwortlicher Redakteur: F. Bellers. Giessen.

Verlag von Krumm & Eie.. Giessen.

Truck: Verlag Oiiciibacher Abendblatt. 8. m. b. H.. Ofscnbach a. M

Bekanntmachung.

Von den hier nnlcrgrbrachtrn Schlesiern kann eine An zahl in Arbeitsstellen nntergebracht werden, iianrentlich Hüttenarbeiter, Grubenarbeiter, Dreher, Maler, Schmiede Schlosser, Heizer, Schul,inacher, Metzger, Schreiber, Bäcker Monteure, Elektriker, Schneider, Handliingsgehilfen, Kauf lente, Friseure und Schreiner.

Arbeitgeber, die Bedarf an Arbeitskräften habe» wollen sich umgehend an den städtischen Arbeitsnachweis Asterwrg Nr. 9, wenden.

Gießen, dc» 19. Noveinber 1911.

Ter Oberbürgermeister Keller.

Bekanntmachung.

Die Friedhöfe sind in der Zeit vom 10. November 1014 bi 15 Februar 1015 von 8 Uhr morgens bi» 5 llhr abends geöffnei Giessen, den 10 . November 1914.

Der Oberbürgermeister

Keller. .

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