TiifjliinMeiuMirfj ift. Ter obengenannte Arbeiterbote bringt Zitate aus den Organen der Weitherzige». To schreibt das Blatt Das Volk, das; der gegenwärtige Moment Bulgarien die Möglichkeit gebe, ohne Opfer und ohne Risiko Mazedonien anzuglicdcrn. Auel; daS andere Organ. Der gegenwärtige Gedanke, druckt sich, nach dem Organ der „Engherzigen" zu urteilen, noch entschiedener für d:r Verwirklichung der nationalen Ideale aus,
Neutrale Friedeuevtrmittllln.i.
Unter dem Titel: „Ist eine Vermittlung möglich?"
schreibt das Amstcrdaiiler Allgemeine Handelsblad ani U>. November unter anderem: „Sollte jetzt nicht der Augenblick gckonimen sein, das zu sagen, was gesagt werden mutz? Zwei Länder dürfen dies tun: Holland und die Vereinigten Staaten. Niedcrland, weil es keine Feinde hat und seit Jahren den Mittelpunkt oer Entwicklung und der Hand- habe des Völkerrechts bildet, die große Ncpublik, weil sie durch ihre geographische Lage und die Haltung ihres Präsidenten den Argwohn der Streitenden nicht wecken kann. Beide Länder dürfen ihre guten Dienste an bieten; der Augenblick dazu ist günstig. Der hiesige Gesandte der Vereinigten Staalcn, der sich während der Kricgsmonate uti- serem Vaterland aus so vielerlei Weise verdienstlich gemacht hat. und der auch weiß, lvas Europa jetzt leidet, ist auf deni Wege nach Washington wo er das volle Vertrauen seiner Regierung genießt. Unsere Königin ist in Amerika geehrt und oolkstümlich, unser Minister des Aeußcren ist in der Republik allgemein bekannt und geachtet. Könnten die beiden Regierungen unter diesen günstigen Umständen sich nicht zusammentun, um eine Verinittlung anzubieten? Eine so günstige Gelegenheit wie jetzt bietet sich sicher nicht wieder, und koinniende Geschlechter würden verkündige», daß es Niedcrlands Königin war, die den hohen Mut hatte, das erste Wort zu sprechen, dys den Völkern Europas zuni dauern den Frieden wies."
Ter Papst über Italiens Neutralität,
Rom. 17. Nov, (Etr, Frist.) Ter Leiter der Florentiner Unit« Cattolica hatte eine Unterredung mit dem Papst, deren Inhalt an der Spitz« des Blattes verästentlicht wird. Papst Benedikt erklärt, er wolle um jeden Preis an der Neutralität sest- hokkcn. Er bitte Gott, die Tage der Schmerze» für die Völker abzukürzen. Er sordert alle Katholiken aus. sich mit ihm im Fricdens- werk zu vereinigen. Nenne Zeitung, kein der Kirche getreuer und gehorsamer Katholik dürfe für die Erklärung des Krieges an irgend eine Macht etntretrn oder den Heiligen Stuhl in der gegenwärtigen Stunde in Verlegenheit bringen
Ties« neue Erklärung des Papstes entspricht der bisherigen Haltung, der strengen Ncntnalität mid Friedensliebe des Vatikans und stellt vor allen, eine Warnung an die italienische katholische Presse dar, sich nicht an den Kriegetreibcreien zu beteiligen.
Der Burenausstand.
Amsterdam, 17. Nov. (Priv.-Tel. der Franks. Ztg.) Aus Pretoria wird durch Reuter gemeldet, daß General Tewel an Einfluß verliere, sehr entmutigt und überdies leicht am Kops verwundet sei. Weiter beißt es, daß eine Anzahl Aus- ständischer keine Waffen bcsäyen oder Mangel an Munition hätten. Täglich ergäben sich kleine Trupps von Alsfständi- schcn. — Diese Mitteilung wiederholt das aus dem Buren- kricg her bekannte System Reuters, nach dem auch dauialS fast alltäglich gemeldet wurde, daß General Tcwet entweder in der Falle sitze oder bereit sei, sich zu ergeben.
Wichtiger ist folgende Nachricht: Aus verschiedenen eng- lischen Lagern komnit die Nachricht, daß ein deutscher Flieger über den Stellungen der britischen Strcitkräftc manövriert, die den Einfall in Deutsch-Südwestafrika unternommen haben. ,Einc Anzahl Schüsse wurden ans diesen Flieger abgegeben, jedoch ohne Erfolg.
Bon dc» Russen ermordet.
Ter Vorstand des Bauarbeiterverbandes in Tilsit hat an den Vcrbandsvorstand solgendcn Bericht geschrieben, den wir den, Grundstein entnehmen:
„Berte Kollegen! Hier sende ich einen kurzen Bericht über die Ermordung des Kollegen Schack. Als gm 12, Scpteinbcr unsere Truppe» in Tilsit wieder einriicktcn, wurde etwa 51)00 Russen der Rückzug nach Rußland abgcschnitten, indem die Brücken sofort besetzt wurde». Tie .zogen sich nach Splitter und Schillgallc» zurück und verschanzte» sich über Nacht. Am Sonntag morgen singen sic an, die Häuser abzuiuchc» und suchten sich die Männer und auch ältere Minder heraus. Hier waren es unser Kollege Schack »nd dessen Schwiegervater, die beide zusammengebunden ivurden: dann unser Kollege MpglaS »nd dessen 1-ljühriger Sohn, die aber einzeln
Afraja.
Et» nördlicher Roman von Theodor Mügge. 116
Am nächsten Tage trat der junge Gaardhcrr beschwerten Herzens seine Rückreise an den Balssjord an. Kein einzige- Augenblick halte sich ihm geboten, um Jlda auch nur ein vertrantes Wort des Abschiedes zu sage», und. wenn dieser sich geboten hätte, welchen Wunsch, welche Bitte konnte er ihr noch zurücklasscn? — Es war ein trüber, dunkler Morgen, als sein klinimendes Pferd das hohe Fjeld erreichte. Alle die einzelnen, narbig runde» Felicnregel, welche auf dieser trüinmervollen Ebene wie Buckeln aus einem spaltigen Schilde stiegen, waren mit grauen, schweren Nebelkappen umhüllt. In der Ferne wälzten sich gewaltige Massen über die Bcrggruppcn hin, und alle die heidnischen Götter und Hexen schienen darin uniher- zuwühlen und Nebel. Wolken, Luft und Sonnenschein durch- einander zu mischen. - Es stand eine Wetteränderung bevor. Die Sonnen^ugel konnte nicht mehr durch die Dünste dringen, die kalt und naß den einsamen Reiter ansielen.
Ein erfahrener Mann würde nicht ohne Besorgnis alle diese Zeichen bemerkt und, io viel er vermochte, geeilt haben, Marstrand aber kllmnicrtc sich wenig um das Wetter, nur dann und wann sah er nach Merkzeichen und Richtung umher. Ans sein heißes Gesicht fielen besänftigend die eisigen Schauer nieder, und sein banges Herz beruhigte sich darunter,
— „Niemals," sagte er zu sich selbst, „will ich antasten, waZ inir verwehrt ist; niemals will ich inchr den Frieden dieses Mädchens stören, die mich mit Recht verwirft, weil die Stimme der Pflicht stärker in ihr ist, als die Stinunc ihres Herzens.
— Und weiß ich denn, ob sic mich liebt?" fuhr er fort; „l>atte ihre Lippe jemals ein Wort gesprochen? Hat sic mich nicht zurückgestoßcn, und hem, noch heut, als sic mir Lebewohl sagte, ist ihr Gesicht nicht wie dieser harte, cmpsindnngsloie Stein geblieben? — Und dennoch," rief er plötzlich so laut,
gebunden waren; außerdem noch zwei Männer, ebenfalls gebnnbcn. Diese sechs wurden dann in einer Reihe hingcitcllt und nun wurde geladen. Unser Kollege Myglas bat den Offizier, er möge doch nicht schienen lasten. Daraus gab der Lssizier dann das Kommando: „Mit Anlaus stechen!" Als die Russen ans uns znliesen, konnte Kollege Myglas noch eine Wendung mache», so bas; der Stich durch den Arm ging und ein zweiter seitwärts in den Rücken. Er lief dann mit seinem Sohne davon und entkam. Beide Stiche sind nicht gefährlich. Die übrigen vier wurden aber durch zehn bis fünfzehn Stiche ermordet. Znm weiteren Morden hatten die Russen dann nicht mehr Zeit, weil sic inzwischen schon von unsere» Truppen umzingelt waren und Stellung nehmen mutzten. Nach einem hcsiigc» Gewehr- und Gcschützfeuer ergaben sic sich dann um VAi Uhr vormittags. Wir verlieren in Schack einen tüchtigen Kollegen. Uns alle hätte aber dasselbe Schicksal getroffen, wenn unsere Soldaten nicht noch zur rechten Zeit gekommen wären.» Denn die Rüste» halten schon den Befehl erhalten, die Stadt in Brand zu setzen und alle Männer umzubringen. Sic konnten aber ihre Schandtaten nicht mehr ausführe» . . ."
Ber clluugsniai,«ahmeil gegen Nnf;land
Das Hamburger Fremdenblgjt hat an den Staatssekretär des Auswärtigen Amtes, v. Jagow, folgende Anfrage gerichtet:
„Veranlasst durch dauernd« Ansr-vgen der Bevölkerung bitten wir Euer Erzellcnz uni Auskunft darüber, ob auch wegen der Deportation deutscher Gefangener nach Sibirien und ihrer grausamen Behandlung Mahnahmen in Aussicht genommen sind zur Fcstnohmc der Russen in Deutschland und ob für diesen Fall für die Tentscki-Rusicn, Pole», Finnländer und Juden Ausnahmen zugestanden lverde» sollen."
Daraufhin hat das Hamburger Fremdcnblatt vom Auswärtigen Amt folgende Antwort erbalten:
„Der Standpunkt der deutschen Regierung ist in dem Artikel der Norddeutschen Allgemeinen Zeitung vom 0. November näher dargelegt. Die Verbringung de Micher Gefangener »ach Sibirien und ihre Behandlung wird dllrch den amerikanischen Vertreter untersucht. Von dem Ergebnis werden weitere Matznahmen der deutschen Regierung abhängen."
Weiter hört das Hamburger Fremdenblatt von zuverlässiger Seite, daß man der Anregung in der Presse, bei stwaigen Vergeltungsmaßregcln Rücksicht zu gunstcn der Deutsch-Russen, Polen, Finnländer und I u - den zu nehmen, an maßgebender Stelle wohlwollend gegenüberstehe.
Ter Segen der billigen russischen Arbeiter.
In den letzten Jahren ist in Ostpreußen eine lebhafte Spionage für Rußland getrieben worden. Welche Wege dabei eingeschlagcn worden sind, beweisen folgende Fülle: Als ein russischer Kriegsgefangener durch die Jnstcrbnrger Gegend geführt wurde, sagte er, daß er diese Ortschaften gut kenne, da er hier als Arbeiter beim Chausseebau beschäftigt gewesen sei, wobei russische Offiziere als Schacht- in c i st e r fungiert hätten. Als die Russen in Bersch- k a I l e n (Kreis Insterburg) waren, sprach der russische Offizier zum Geistlichen des Ortes: „Guten Morgen, Herr Pfarrer!" Als ihn der Pfarrer erstaunt fragte, woher er ihn kenne, antwortete der Offizier, daß er vor drei Jahren, als die Nonne in Ostpreußen gehaust hätte, längere Zeit in Ostpreußen mit russischen Arbeitern sich als Holzfäller ansgehalten hätte, um die militärischen Verhältnisse auszukuud schastrn. Damals habe er sich auch in diesem Orte ausgehalten und den Pfarrer kennen gelernt.
bine drinapude Mabnnna an t>‘e Beamten l>c> einer erneuten russischen Invasion nicht die Flucht zu ergreifen, erläßt der Bürger,neister von Insterburg. In eine», Erlatz sagt er, cs sei Psticht der Beamten, auf ihrem Posten zu bleiben. Tie Stadt im Falle der höchsten Not im Slichc zu laste», sei für den Beamte» ebenso schimpflich und entehrend, als wenn ber Soldat leine Truppe im Feuer verlasse. Wer seinen Posten vcrlasic, verdiene wegen Feigheit standrechtlich erschossen zu werden. Jedenfalls habe er sein Amt verwirkt.
Bei dem ersten Russcii-einsall in Insterburg waren ein- Reihe Beamte „abgereist", darunter auch der Oberbürgermeister, der inzwischen pensioniert worben ist.
Militärbehörde und -Höchstpreise.
Eine Strafkammer in Hamburg hat vor einigen Tagen einen Händler von der Anklage, die vom Generalkommando festgesetzten Höchstpreise überschritten zu haben, srcige'prochcn. TaS Gericht batte angenommen, daß da? Generalkommando zu der Festsetzung von Höchstpreisen nicht befugt war. Gegen diese Ansicht des Gerichts wendet sich nun eine anscheinend offiziöse Auslassung mit folgenden Gründen:
daß das Pferd davor erschrak, „dennoch liebt sie mich! Ich weiß es, ein Blick in ihre tiefen Augen und diese welken Blumen sagen es mir."
Er zog den Strauß hervor, den Jlda ihm geschenkt hatte, und betrachtete ihn, plötzlich aber verbarg er ihn wieder, denn es kam ihm vor, als höre er hinter sich in der Ferne einen Schrei. Als er sein Roß anhielt, glaubte er im Nebel an einer Felscnrcihe eine Gestalt zu erkennen, die ihn, winkte, und zu seiner Verwunderung erkannte er bald den greisen Priester, der rüstig schreitend näher kam.
Klaus Horuemann in seinem schwarzen Ueberwurs, dem grauen, breitgekrempten Hut, den Ricnienschuhen und mit dem langen Pilgcrstocke war das Bild eines Predigers in der Wüste. Auf seiner Schulter trug er einen Lcderranzcn, und freudig lächelte der mutige Greis, als Marstrand ihn tadelte, bei so drohendem Wetter Oercnäesgaard verlassen zu haben.
„Mein lieber Freund", sagte er, „wie müssen alte sorr, wenn der Herr uns ruft, und sind Sic den» nicht selbst aus- gezogen, um Ihre Pflicht zu erfüllen? — Ihre Gegenwart hatte mich bewogen, bis heute in der ersten Frühe dort unten auszuhalten, wo ich jetzt nicht gern lange verweile, nun aber denke ich einige Tage bei denen zuzubringen, die mich mit Jubel empfangen und welchen ich Trost zu bringen vermag."
Marstrand war abgcsticgcn und bot deni alten Pilger sein Pferd an, allein Horncmann schlug es aus. — „Setzen Sie sich auf", sagte er, „weit werden wir nicht zusammen ziehen. Ich muß mich bald zur Rechten wenden, wenn ich zu den vier Familien gelangen will, die aia Ulvsfjord ihre Tiere weiden, Sic dagegen nillssen zur Linken hinauf, um mitten über den hohen Sattel des Fjclds zu gehen, .damit Sie Ihr Haus bei guter Zeit erreichen." — Er drückte das Wasser aus seinen langen weißen Haaren und fuhr daun in seiner milde» Weise fort: „Seit vierzig Jahren wandle ich nun hier umher, und die Kraft hat mich nie verlassen. Der Herr hat mich erhalten unter vielen Stürmen. Mit diesem
0
flOtli
ijlt-
M»
j-rzt
1»)
ijfti
jm
5, o
Jim
•(iniin 1 jiori tan w sußer
Mer
nftjUlljJ'
Jen 3 im. Mw, s' M ä
„Nach bei» Reichsgesetz vom -!. August b. I. üvcr Höchsts sind allerdings die Landcszentralbehördcn iiher die von lb, bestimmten Behörden mit dem Erlatz der erforderliche, > ordnungen betraut. Aber durch das Gesetz über den Krst^ stand sind die Generalkommandos zuständig für alle Ben nungcn zur Ausrechtcrhaltung der öfsentlichcn Ruhe und 3^ heit. Wie Vorgänge in vielen Orten Deutschlands bcw-jj steht fei Kriegsausbruch die Höhe der wichtigsten Vebcnötto mit der öfsentlichcn Ruhe und Ordnung in engem Znsann, hang, denn aus Märkten und in privaten PcrrausSstcllcn {, mehrfach wegen zu hoher Preise zu Krawallen .zwischen Hänil und Käufern gekomnicn. Hier war also die össcittliche Lrd«, erheblich gefährdet. Das zuständige Generalkommando l», also unzweifelhaft zur Vermeidung solcher Vorkommnisse sj nahmen treffen, z„ denen auch die Festsetzung von bestin,» Grenzen für Lcbensmittelprcise gehören dürfte. Aber auch, das, cs zu derartiacn Störungen der öfsentlichcn Ordnung Io, kann ein Generalkommando sich wohl veranlatzt sehen, üb«
Höhe von Lebcnsmittelpreisen eine Entscheidung z» tttj wenn durch unberechtigte Preisscstsctznngcn die Gefahr \ gehender Erregung weiter Volksschichten besteht. Es wird > hin für die Frage, ob das Generalkommando befugt ist, Hz preise sestzusetzen, wesentlich aus den Anlatz dazu und die z der Bekanntmachung ankommen."
Die Regierung beschäftigt sich gegenwärtig mit Prüfung dreier Angelegenheit, sodaß bereits in den niick Tagen eine Enrscheidnng zil erwarten steht.
Schamloser Wucher.
Wie die Nummer Ist der Deutschen landwirtschastli Genosscnschaftspresse mitteilt, ist im KrciSblatt für Czarir lProvinz Polen) folgendes zu leien:
„Es sind wiederholt Fälle bekannt geworden, in denen iviffcnlose Geschäftsleute vorgcschwindelt haben, die fH kämen nächstens hierher, würden plündern, senge» und alles stören, und aus diese Weise ängstlichen Gemütern ihre verWiikw lichen Erzcngittsie, namentlich lebendes Vieh, zu Preisen I
unter dem Werte abgeschwatzt habe». Wer auch nur M
Funken geschäftlicher Einsicht besitzt, wird auf solch g, P 1 ■ Schwindel nicht Ijercinfallen. Man wendet sich aber mit Voi»i"'^ an alleinstehende, ratlose Frauen, die in ihrer Angst seiet mod. Lügen Glauben schenken." ljn der k
Der Landrat des Kreises Maricnwerder erläßt i JUt p, stehende Bekanntmachung: L ier 2
„Es ist fcstgestellt worden, datz von gcwisienlose» Hänt,^^ den ostprcntzischcn Flüchtlingen Vieh, Pferde und sonstige weit unter dem Preis abgekauft worden sind."
Der Landrat des Kreises Kosten sieht sich zu einem lichen Hinweise genötigt:
„Wie mir zu Ohren gckonimen ist, nützen Fleischer Kriegszustand aus, um von bäuerlichen Besitzern, die vor »iiiliche, i Kriegslage ivcnig Kenntnis haben, billiges Fleisch zu »
So soll z, B. für ein Kalb 10 Psg, für 1 Pfund Lebend«, geboten und gezahlt worden sein. Ich weise die betreff Besitzer an, Schädigungen dieser Art sofort bei der zustän Ortspolizeibehördc anzugebcn, damit gegen die betreff Fleischer rechtlich vorgegangcn werden kann."
Weiterhin erläßt der Fcstungskommandant von Me vurg, Wcstprcuße». folgende Verfügung:
„Den Viehhändlern Mojes »nd Siegfried Altgcnu Marienburg, Langgasie, wird für die Dauer des Kriege! Gewerbebetrieb lVichhandel und dergl.) nntcrsagt. Mvsc> genug hat in wucherischer, eine derzeitige landwirtfcha Notlage ansnutzender »nd die Ocfentlichkeit gefährdender einen umsangreichen Vichkaui abgcfchlasien unter ivahi widriger Zusicherung einer später von der Militürvermalt» zahlenden Entschädigung. Im Falle einer Zuwiderhan haben sic zu gewärtigen, sasort in militärische Ticherheitsho nomnicn zu werden,"
Aehnliche Nachrichten liegen auch aus Bayern lieberall taucksim die tviderlichen Hyänen des Schl«b auf, die sich an der allgenieinen Volksnot schamlos berti Tic Presse aller Parteien unterläßt auch nichts solche Fälle, wen» sie bekannt werden, die dolle SchaW Entrüstung auszugießen. Leider aber bat der gröW von ihr den Vorschlag der sozialdemokratischen Presse, Kriegsgeschäftemachcr durch eine entsprechend radikal, I stcucrung an ihrem empsindlichsten Punkt, dem Gcldb! zu treffen, keinerlei Berücksichtigung geschenkt. Wer csl mit der Entrüstung meint, darf sich nicht aus leere R, arten beschränken, sondern muß unserem Vorschlag z men, der den Wucher an der Wurzel treffen will.
Xer :
t-K 36 .6
TSeftFIanb' [ den < ! Sic T
Itrgeitellt, tunet e Sjulter a
Tier
Mia Ser Stutidj «roßcr wiS der ( bird jetzt itigt, d, Akichscl i
, J(t i Auichis,
Satt «hc jit j
iSaljcno I Wh i
SUi I, •nliüt S »Sstroc Wtoit,
'>« h
*»nj
JW i|
5“'i*
Ai!«,
Alldeutsches.
Die Ortsgruppe H a m b u r g des bandes hat sich folgende Anfrage an geleistet:
Alldeutschen das Auswärtige I
ata
i*
4|.
Stabe in der Hand bin ich weiter gekommen, als ein mich tragen könnte, darum will ich ihr» auch jetzt vert »nd nun zögern Sic nicht, denn wir dürfen beide nicht säumen."
So svreckiend ging er voran und zeigte Marstra» seine-Rüstigkeit nicht abgcnommcn hatte; ja, er fco rascher vorwärts als sein berittener Gefährte und seine Schritte mäßigen, wenn das Pferd vorsichtig und sani über die Steinniassen treten mußte. Beim Geh, zählte er inanchcrlei, und einige Zeit verweilte er nii liebe bei feinen armen Pflegekindern, die jetzt in der nähe damit beschäftigt waren, sich für die Märkte un den Winter vorzubereitcn. Was er'Marstrand davo teilte, ward nicht ohne Teilnahme von diesem gehört alte Mann entrollte vor ihm mit Lebendigkeit ein B Hirtenlebcns in dieser Wüste, dann fügte er hinzu: alles werden Tie selbst noch oft mit eigenen Augen Wenn der alte Klaus nichts mehr zum Schlitze bei lasseuen tun kann, werden Tic seine Stelle cinnehmc eilte wenigstens wird Tic dafür segnen und im Gei Ihnen sein."
„Diese eine", antwortete Marstrand, erregt von Erinnerung, „bedarf mehr des Schutzes vor ihrer derber», wie alle anderen."
„Nein", sagte der alte Man», „mit ihr ist der Hc Seele ist rein, ihre Feinde werden nichts vermöge habe beute noch, che ich ging, sic gesehen, Ihr ganzes und Wesen lag vor mir wie ein klarer Bach, der bis z> sten Grund durchsichtig ist. Jlda wird niemals »n sein, denn ihr Herz ist stark und ihr Mut ist ein Feist ihr Schmerzen macht, ist der Kummer, daß ei» Ma»n- tcncr ist, nicht so standhaft sein könnte wie sie selbst.'
istali
0titi
’%ic
i%(c
Wc,
Ulllt;
M
Ul
„Sie dachte Johann.
an mich und sprach von nur
r?"
lFortsetzung folgt.)
s
%


