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flaffec und Schokolade, Zucker und »aTao, Durst und Sonseroen. Streichhölzer und Siebte : kurz alle Gaben auszuzählcn ist ebenso schwer wie den Geber» zu danken. Rührend aber war in seiner (tutgemeinten unpraktischen Art daS Paket zweier alter Dämchen, das alles mögliche Selbstgestrickte und Seldstaewebre enthielt, daneben auch u. a. Brausepulver! Ra. für Abkühlung wird hier schau genügend gesorgt, und Bedars an abkiihlenden Mitteln dürste kaum vorliegen. Aber herzlich gefreut, nein, gerührt hat auch diese Spende.
hinter der Front der Kämpfenden, in respeltooller Entfernung auch von schweren feindlichen Geschaffen arbeiten Rachschub an Verpflegung und an Ausrüstungsstücken aller Art und das Sani- tätsweseii. Letzteres hat seine Lazarette und zeitweiligen Rieder-- laffnngen in den stillen, in riesen Tälern eingebetteten Dörfern angelegt. Hier sinden die Verwundeten und «ranken Ausnahme und sachgemäße Pflege und Behandlung. Hier ist Friede und Ruhe, und „ erfreulicher Weise schreitet die Besterung unserer »ranken und Verwundeten fort, die teils der Heimat zu endgültiger Heilung zu- geführt werden, teils bereits geheilt zur Front .zurückkehren. Ernst und die Ueberlebenden an weitere treue Pflichterfüllung gemahnend wirken ans dörslichem Gottesacker die Gräber unserer Braven mit ihren schlichten Kreuze» und mannhasten Inschriften, Unweit von diesen Stätten, die jenseits kriegerischen Lebens zu liegen scheinen, arbeitet der Empfang an Lebensmitteln und von allerlei, was zu des Lebens Notdurft und Nahrung gehört. Hier weiden große Rinder- und Hammelherden, sorglich behütet, von denen jedes Haupt gezählt ist und die vom Proviantmeister täglich mit liebevollem Blick gemustert werden. Aus schweren Räder» rollen Proviant- und Fuhrpark-Kolonne» herbe! und entleeren ihren kostbaren und nahrhaften Fnhalt. Drinnen, im Schuppen, wirken mit olgmvischer Ruhe Proviantmeister und hohe Fntendanttir und suchen allen berechtigten und unberechtigten Wünschen gerecht zu n>erden. Und diese Wünsche und der Bedars sind wahrlich nicht gering und sind von so mannigfacher Art, daß man sich säst wundem muß, wie sie — wenigsten» zum weitaus größten Teil — er» füllt werde». Denn, was diese Häusung von Menschen und Pferden um Unterhalt notwendig gebraucht, das läßt sich kaum beschreiben. Aber es wird geschafft und die Art, wie Nachschub und Verpflegung, »amentlich neuerdings, funktionieren, stellt de» an diesem Gelingen beteiligten Behörde» das ehrendste Zeugnis ans.
Die Litnalion im Nordwesten.
In englischen und französischen Zeitungen wird die Kriegslage an der Westfront für die Deutschen im gegenwärtigen als außerordentlich günstig bezeichnet, lieber den Verlust Tixmuidens wird leicht hinwegzugehen versnckrt, er sei für die Verbündeten nicht allzu ernst. Dabei wird der Vorstoß auf sstpern-Tirmuiden als die bedeutendste Operation sei dem Beginn des Krieges hingestellt. Vielfach kritisieren die französischen Blätter die Untätigkeit der englischen Kriegsflotte und die Langsamkeit der so heiß ersehnten russischen Offensive. Einige französische Blätter sprectten hartnäckig von dem künftigen Frieden und lassen erkennen, daß Frankreichs Sehnsucht nach dem Ende des Krieges zu erwachen beginnt.
furchtbare Kämpfe.
Genf, t«. Rov. Meldungen aus Boulogne zujolge Tauben furriiibart Mampfe bei der Einnahme von Dixinuiden statt. Die Deutsche» attackierten an der ganzen Front und reservierten zugleich den Hauptstoß für Nienpori. Die Verbündeten ließen sich länsche» und machte» Grgenatiacke», besetzten sogar provisorisch Larbrridgdr. Unierdrsten siel Dixinuiden, durch Znaveninsanirrse, zwei Batterie» und mehrere Eskadrons verteidigt. Fm Verlause des Kampfes rückten andere Hilsstruppen an. Doch war die deutsche Angrissownt unvergleichlich groß. Schließlich bombardierten die Deutschen die große Distillerie. Eine Explosion setzte große Vorräte in Brand nnd bald stand dir Stadt in Flammen. — Die sranzäsischeii Blätter motivieren den Fall von Dixinuiden damit, »aß die Stadt von Spionen wimmele.
^iedensstimmmigen.
I» Hratikrcich.
Lyoner Blätter verzeickmen den angenehmen Eindruck, den die Bekanntgabe gemacht hat, daß die Deutschen absichtlich die beiden Jndustrieorte Tourcoing und Roubaix verschont hätten. Progred berichtet, daß dies auf Bitten Amerikas geschehen wäre, weil diese Toppelstädte die besten Aollabnehmer wären. Die Pariser Mittagsblätter sprechen bartnäckig vom künftigen Frieden und lassen erkennen. daß Frankreichs Sehnsucht nach dem Frieden zu erwachen beginne. Weiter deuten sie an, daß Deutschland z u e r st sprechen müsse. Hierzu kam noch di» H i o b s p o st. daß ?)Pern in deutsche Hände gefallen sei GrttaauSgabe» meldeten später, daß Uperu wieder zurücker- vdert werden sei. Doch blieb der böse Eindruck zurück.
Ju Belgien.
Ten Hamburger Nachrichten wird ans Brüssel gemeldet: - :>s bester Quelle verlautet, daß zwischen Belgien und England sehr ernste Differenzen bestehen. Es heißt, das jföcr persönliche Verkehr zwischen dein König und der engtisibm Heeresleitung ausgehört hat. Der König wünscht eine direkte V erstä n d i g u n g mit Deutschland, was England unter allen llnijtänden zu hintertreiben sucht.
Zn l^nglanv.
r Dic Londoner Westminstergazette erklärt, es sei Englands Pflicht, nicht nur gegen sich selbst, sondern auch gegen seine Verbündeten, die der feindlichen Wut am »teilten ans- flffcfct seien, den Krieg nach bestem Vermögen o & 3 H f ü r j c tu
Zu dem Tode Lord Roberts bemerkt der militärische Mitarbeiter des Berliner Tageblattes, er bedeute einen B c r I tt ft für die Partei de-s langwierigen Krieges.
Dcr südnfri'attische Attsstand.
Entgegen den englischen Beschwichtigungen stellt dic holländische Presse eine starke Ausbreitung des Bueennusstandes fest.
^»alitche Tru.' eot'ansporte tiach Südafrika ! Gestern ist an» Rewvork in Neapel der italienische Dampfer -Europa" eingcirosfen. Er begegnete im Atlantischen Czea» einem nurten englischen Geschwader, sowie acht Itaal- üortfdjifffn, welche englische Truppen nach Süd "cst-Asrika zu befördern schienen. Der Dampfer wurde von ben englische» Schissen gezwungen, eine Ladung von einigen. Tonnen Rupfer in Gibraltar zu landen.
Neues Bonre>ardcniciit Odessas. Kopenhagen, 16. Rov. Rach Petersburger Meldungen >>ähm die türkische Flotte im Schwarzen Meere 34 russische Handelsschiffe fort. Odessa wird von neuem hombnrdiert.
Der Heilige Krieg.
« E. Monftantinopel, 16. Nov. Ter Radi von Medina, der
-'psti der mnseimanischen Rniic der Hanneiidien sowie dic Wächter
ües Grabes dcS Propheten ielegraphiezten hierher, daß dic Bevölkerung des heilige» Medina am Heiligen Rriegc tciinehmen werde,
(Hu japanifhes Torpedoboot gesunken.
Tokio, 16. Rov. (©. T. B.) Ein japanisches Torpedoboot wurde beim Mincnfisck'en in der Bucht von Kiautschau durch eine Mine zum Sinken gebracht.
Militärische Vorbereitungen Amerikos.
^ Der New ?)orf Herold meldet, daß die Bereinigten Staaten die zweite Klaffe von Reservisten der Kriegsflotte eingezogen haben.
Vcsnrchlungen in Kanada.
London, KJ. Rov. Dem Manchester Guardian wird aus Toronto berichtet: Rach einer amtlichen Meldung aus
Ottawa wird der westliche Teil von Braughton Straits bei der Vonecouver-Jnjel für die Schiffahrt zu BcrtcidigungS- ,zwecken geschloffen.
Trotz der amtlicheu Erklärung, daß alle Pläne für di» Verteidigung fertig seien, fürchtet dic Bevölkerung von Vancocuver und Prinec Rupert eine Beschießung.
Hesse»» und Nachbargebiete.
Gießen und ttmgebung.
Tlus den Verlnstlisttn.
Fnsanierie-Regimeni Nr. 1t«, Gießen
Sermaize-les-Bains am Ist,. Reims vom 15, bis 17, und am 18,, Eremery vam 25. it. t»* tz io. und Fresnoi» am 1. und «, in. 11,
I, Boiaillan,
1. Kompagnie: MuSk. Heinrich Albert Hamm, Schiltig heim, vw,, in Gefangenschaft, — Gesr, Otto Schneider, Herchen hoi», Kr. Schotte», vw,. in Gesaugenschaft, — Musk, Georg Murr- mann, Seligenstadt, vw,, in Gesangenschast, — Res, Adam Braun, Kleinsteinlohe. vw.. j» Gesangenschast,
2. Kompagnie: Bernhard Döll, Lattterbach in Hetzen, vw,, in Gesangensch. — Friedrich Hengst, Dorlar, Kr, Wetzlar, vw,, in Gesangensch, — Muik. Friedrich Karl Schmidt III., Gießen, vw, in Gesangensch. — Musk, Eugen Ctto Zimmerman», Laichtnge». vw,, in Gesangensch, — Musk. Ronrnb Loos, UellerShousen, SreiS Lauterbach, vw,, in Gesangensch, — Iklssz, Louis Keil, Feldkrücken, vw,, in Gesangensch — Utffj. Karl Ludwig Theo Schwender, Weidenthal, vw,, in Gesangensch, — Musk, Facob Weber, Friedens- darf. Kr, Biedcnkvps. vw„ in Gesangensch. — Res. veinr Näbeling, BurkardSselden, vw,, in GesangenschasI,
3. Kvmpagnie: Musk, Karl Weber/Hagenau, vw,, in Ge- fangenschast.
1, Kompagnie: Res, Heinrich Schäfer, Albach, Kr, Gießen, vw,, in Gefangenschaft.
II, Bataillon,
5. Kompagnie: Wehrin, Heinrich Düring, Bannerod, ge- sollen. — Gesr, d. R, Herma»» Roth, Niederohmcn, schwvw. — Gesr, d, R, Wilhelm Degen, Großcnlinden, low, — Res. Georg Glitsch, Landenhausen, low, — Gesr, d, R. Heinrich Lind, Bermuthshain, low. — Vizefeldw, Ferdinand Schäfer, Gieße», low, — Horn. Facob Egncr, Erbach i. Cbcnro., low. — Utffj. Albert Glaßner, Sellbach, Lberlahn, low. — Utssz. Ludwig Lochmann, Darmsiadt, low, — Utffj. Heinrich Schorge, Hassen hausen, Marburg, low, — Musk, Wilhelm Lanienschläger, Stockftadl, low, — Res, Friedrich Köhler, Freiensteinau, Lauterbach, low, — Res. Karl Riehm, Lollar, vm, - Res. Karl Waffer, Angersdach, low, — Einj.-Freiw Ernst Karl Eibach, Büdingen, vm, - Gcfr. d, R, Heinrich Schäfer, Ruppertsburg, vm, — Sief. Alfred Müller, Lang- Göns, vm, — Musk, Fuftiis Decher, Augaord <?), Sr, Alsfeld i, H,, vw., tti Gefangenschaft,
6. Kompagnie: MnSk, Heinrich Knöll, Kilianstädten, Kr, Hanau, lvw, — Utffj. d, R Heinrich Gcora, Sücdcr-Florstadt, low,
— Musk, Georg Rahn, Siixfcld, low, — Utffz, d, R. Karl de Groote, Brooklyn, Nordamerika, gefallen, — Gefr. d, R Ltto BommerSheim, Billingen, gefallen. — MnSk. Johannes Winter, Ober-Seemen, gefallen, — Musk. Hermann Steul. Bellersheim, lvw. — MnSk Adolf Wobei, Bcllcrsbcim, lvw, — Mnsk, August Sauer. Bernsfcld, lvw, — Musk, Wilbelm Ditz IT., Gießen, vm, — Mnsk Ctto Louis Hopf, Schönbach, Dillkreis, vw, in Gefan-iensch, - Gcfr, Horn, Albert Stahl I,, Haicrn, Dillkrcis, vw,, in Gefangcnfch,
7. Koni vag» je: Ltn, Kurt Borncmann, Cbbornhofen,
schwvw, — Eins -Freiw -IIlssi. W lhelm Schäker, Gambach, an seinen Wunden gestorben im Feldlazarett 12, Rsthonvillers, 6, 18. I-l, — Utssz. d, R, Fakob Slosenbanm, Krofdorf, g e t a l l e n. — Utffz. Kur! Noack, Nordhanse», gefallen, — MuSk, Ctto Schneuker, Ctterbach bei Alsfeld, lvw. — Res, Peier Scharlh, Marburg, lvw, — Res, Heinrich Korell, Strebendors, g e s a l l e ». — Gesr, d, R, .Karl Schick. Cberbanse», Kr, Cberlahn, gefallen
— Res, Alex Faieph, Rüddinasbanlen, ge solle». — Res, Karl Lenser, Fraiikenbach, Kr, Biedenlvvs, g e s a 11 e n. — Gesr, d, R, Heinrich TrommerSbänser, Bura-Solms, vw,, i» Getanacnschgst,
8. Kompagnie: Musk. Sludolt Sleuber, Bronskirche», Kr, Biedenkopf, lvw. — Mnsk, Rudolf Millich, jZcicnhcini, Kr. Fried- derg, vw, — Musk, Richard Demkcrt, Nieder-Moos, Kr, Louter- bach, vw. — Res, Kari Müller II,, Herbstcin, lvw, — Res, Georg flrtta, Schwarz, Kr Alstcld, lvw. — Sief. Karl Hamei, Gießen, gefallen, — Res, Wilbelm Beltzer, Utphe, vm. — Bizescldw, d, R. Wilhelm Scheel, RuvvcriSdurg, vm.
ITT. Bataillon
9. Kompagnie: Musk, Adolf Seim, Ehriugshauseii bei
AlSscld, vw,, in Gesangensch, MnSk, Wilhelm Klapp, Londorf, Kr. Gießen, lvw, — Rck, Wttbelm Gricb, Holzbeim, Kr. Gießen, lvw, — Gefr, Heinrich Stoffel, Atzenhain, gefallen. — Res, Ludwig Fabel. Londorf, acfallen. — Sief. Karl Dillmann, Storndors. lvw, — Res Friedrich Sleuernagkl, Ruhlkirchen, lvw,
— Mnsk, Wilbelw Eckhardt. Eberstadt, Kr, Darmsiadt, lvw, — Wchrm, Karl Schmalz. Griiniiweu, Kr. Gießen, lvw, — Wehrm, Peter Reichcnbach, Seligenstadt, lchwvw. — Wehrm, Peter Stenaer, Teliaenstadt, lchwvw. — Webrm. Ludwig Sintbes, Arbcilacn, lvw,
— Wehrm, Faeob Knöll, Brandan, Dieburg, gefallen. —
Webrm Ernst Friedrich Wöhrle, Tchmicheim. Kr, Freibura. ge- sallen. (Schluß folgt.)
— sLesangenen Transporte. Ain Snmstng wurden "twa ein Dutzend französische Gefangene dnrcb dic Babnhos- straße nach dem Trieb transportiert, von mindestens ebensoviel Landstnrmleiiten mit onfaepflanztem Seitengewehr be- aleitct. Natürlich zieht auch eine Menae Volk mit nebenbei nnd gafft die Gefangenen an. als ob sic wilde Tiere wären, ^s bilden sicb Ansammlungen, daß der Trnvv kaum dnrch- kommt. hier und da hört man gebässiae oder dumme Bemerkungen. Solck>c Aufzüge sind wirkli-h nichts schönes und Geeignet, das allgemeine Anstandsgesühl zu verletzen. Es wäre dock' viel vernünftiger, dic Leute mit einem Straßen- babnwagcn nach dem Trieb zu befördern. Fn der letzten Stadtverordnctenntznng wurde zwar von einigen Mitolie- dcrn gegen die Verwendung vou Straßenbahnwagen Einspruch erhoben: allein die dagegen vorgebrachten Gründe erscheinen keineswegs stichhaltig. Wenn z. B, gesagt wurde, daß die Gefangenen „verlaust" wären, so dürfte das nicht
immer zutressen. llm allem vorzubeugen, könnte ein Wagen dafür bereit gehalten werden. Uedrigcns fahren auch in der Eisenbahn allerlei Leute und es kann kein Passagier fragen, ob in diesem oder jenem Abteil vorher nicht einer gesessen, der Läuse batte, oder, was noch jchliminer ist, mit einer ansteckenden Krankheit dctzaftrt war, — AuS vielen Briefen geht hervor. daß unsere Gefangenen in Frankreich -- nx:nigstcns im allgemeinen — gut bebandctt werden. Zuni Beispiel entnimmt die K ö I n i s ch e Zeitung eineni Briefe anS Bordeaux voni 27. Oktober folgende Stellen:
„Wie 2br von zu Hause wißt, bin ich bei S. ani 8. 10. verwundet worden. Acht Tage haben wir in einem Hause auf Stroh gelegen, dann folgte der Transport im Wagzzon, wieder auf Stroh. Gliicklich drei Tage später laugten wir in Bordeaux an. Hier im Hospilal Grand Lebrnn bin ich s e h x g i, t a n f g e h o b c n nnd werden auch die Deutschen sehr gut verpflegt. Heute bin ich zuin achten Male mit Röntgenstrablen durchleuchtet worden, das Resultat ist, Rückgrat etwas beschädigt und eine Rippe gebrochen, Daraus läßt sich auch die starke Lähmung im linken Bein erklären. Dic Aerzte tun bier ihr niöglichstcs, mgs wird sehr gut behandelt."
— Gefallene des Gießener Regiments: Gefr. Hermann K u h l aus Inheiden. — Musketier Karl Trapp anS Ronncnroth. — Freiw. Karl Schlapp ans Mainzlar. — Res. Karl Andreas Baiser aus Oppenrod. — Musketier Heinrich R ü h l und Wehrinann Heinrich Brück, beide aus Burkliardsfelden. — Bizefeldwedel Tr, Hermann Knoel- trnger au» Gießen. — Gefr. d. Res. Ludwig Glaum aus Hochelheim. — Gcfr. d. Res. Heinrich Weinberger aus Lanzenbain. — Landwehrmann Aug. Müller aus Soden i. T. — Musketier Eduard WöIt aus Brancrschwend.
— Res. Johannes Rink aus Riederguembach.
— Gefallene aus Oberheffe» »nd Rachbargebietcu: Ein- jährig-Freiw. Karl Wenzel ans Gießen. Jnf.-Reg. Nr. 168.
—- Offizier-Stcllv. Fritz Wolf aus Gießen, Jnf.-Regt. Nr. 168. — Gefr. d. L. Heinrich Rech ans Burgsolms, Jnf.- Regt. Nr. 8t. — Reserv. Ludwig Becker, Ins Regiment Nr. 83.
Zur Frage der tampslosen Landtagswahleii. Ter engere Ausschuß der Fortschrittlichen Volkspartei für das (siroß- herzogtnni Hessen ltat in seiner am Sonntag in Fronksurt abgehaltenen Sitzung der Anregung, die Landtagswahlen auf der Basis des derzeitigen Besitzstandes kampflos statt- sinden zu lassen, int Prinzip zugkstinnnt.
8. Autounsall des Großheezog», Einer großen Gefahr ist an, Sonntag ngchmitiag das Großherzogltche Paar entronnen. Der Großherzog ist erst Samstag abend von der Front ans einige Tage in die Residenz znriickgckehrt. Am Sonntag nachmittag beabsichtigte das Grvßhcrzoglichc Paar ohne Gefolge einen Besuch bei der Familie ded Prinzen Friedrich Karl von Hellen in Franlsurl Int Automobil zu machen Die Fahrt sollte über Weiterstadt Mörfelden gehen und das Auto, das von dem Hilsssahrer Stühlinger gelenkt wurde, snhr die Felddergftraße entlang in rascher Fahrt. AIS die Kreuzung des Dornheimerwegs passiert werden sollte, kam gerade vom Bahnhos ein Motorwagen der Elektrischen Straßenbahn. Ter Führer, der schon seit 15 Fahren im Dienst ist, bremste noch so gut es ging, der Kraslwagenfiihrer suchte noch Über die Schienen zu kommen, doch wurde das Auto am Hinterrad gepackt, einige Meter zur.Seite geschleudert und nmgcworse». Das Fürstenpaar konnte unversehrt dem Auto entsteigen. Auch dem Kraftwagensührer ist nichts gelchchen. Die Herrschasten begaben sich zu Fuß nach dem neuen Palais zurück. Die Ursache des Un< salles ist mit Sicherheit schwer sestztistellen. Beide Fahrer be- hanpie», rechtzeitig vor der Kreuzung Signale gegeben zu haben. Der Unfall hätte leicht die bedenllichften Folgen haben können. Nicht zu verstehen ist. daß der Rntosiihrer, der auf der Fahrbahn zwilchen den Schienen und dem Fußsteig rechts nocht acht Meter Raum hatte, nicht nach rechts aoSgewichen ist, al» er den elektrischen Wagen von links kommen lah. Tie Polizei hat alsbald die nötigen Erhebungen durch Vernehmung der Augenzeugen usw. veranlaßt.
— 3it berichtigen haben mir die ülotiz von dem Selbstmord in der Freiiagsmimmer, Von Setten der Aingeböngen des HiisSschasT- ncrs H, wird tntf m löge teilt, daß ir.cjrr am Montag (9.) den Vei» gistnngsversuch machte: serner von der Bahn nicht enttaffeu worden, senbern selbst gegangen fei: weiter habe er sich auch nicht in Not be- stinden, — Ans Wnrsch der Angehörige« bringen wir diese an sül, bclanglose SIKhiigstellmig,
Auszahlung der Veepslegungsgelder für Einquartierung, lins wirb geschrieben: Eine zweckmäßige Anaidaumg hat die Stadt- txrwailuiig gcirosfcn. indem sie die AnS-zahttinp der Verpsirgungo- geldcr durch die Siodtiaffe i-n geordneter Reihenfolge l-ewirlen läßi, Dnvch di« Einteilung der Emp sauge berechtig-: en in Gruppe» wird ein größerer- Andrang nnd somit für den eingclnen Hat längeres Wirten auf Abseilignng renmi-edcn. Fn den Stunden von vovmil- ( tag« 8 bis 1 Uhr lämien die Bergiitnwgen in Empsemg genommen werden. Die EmptangSderechligtx» werden auch an dreier Stelle besonders craf d>« bezüglsthe Bekanntanachmiig in hcuttger Skn-mmer onfnirrksam g:machi. — Wir mochten bei dieTer (chclrgruheit ans einen Uebelftard gnsmerdsoni mach:,,, über de» in,» schon öfter Klage» zu Chren tunen. Das rft die verspätete Auszahlung der Gold:r. die meist erst mich einem Monat und noch später erfolgt. Wen» weniger bemitteta« Leute 2, 3 oder noch mehr Manu im QnarUrr fcafoen. so kostet deren StervKeflung immerhin ein Slnck Geld .was vole.olegt werden muß Man sollte es zu «vmöa- !»heii suchen, daß die Vervskgtmgrgcider wenigiftenS haldmanaÄich ansgezahlt würden.
Ans dem Frantsnrier Frnchtniarlt war heute bei ruhigem Verkehr der Landweizen wenig aiigcbolen. In anderen Artikeln war der Verkehr säst umsatzlos, Hiesiger Landweizen notieri« 27.50. Rogoen, Haler und Gerste notierten nicht. Weizenmehl 10,50 Mk„ Roggenmehl 33^0—34 Mk, »leie 13, Biertreber 17 bis 18 Rk„ Futtermittel befragt und fest.
— lieber den Getreidemarkt wird der Franks. Ztzl ans Berlsti
n, a, geßhrivbc.,: Fn Brotgetreide ist die Lage reck,! eigentümlich.
Der Handel ist durch die Bostimmnngen über di« Höchstpreise, für di: die AuSsiihrungSbestimmnngen durchaus I'ine volle Kiarhett gebracht haben, nach jeder Richt iug hin behindert, die Miihseu si»>> duräxveg sästoch! versorgt und würden gern kaufen, jedoch fehlt das Angebot völlig: di« Landwirt« stellen sich inimlich Zirm größten Teij auf den S-andpirndt, daß sie di« vollen Höchstpreis: e rzieil tu miißlen, tmi holten üdevwiegend ihre Produktion uber- houpt zurück. Z«r Bcgrnnöunq verweisen sie gern ans d« größeren Schwierigkeiten, di« die Erledigaitzl dir Fridarbcitcn in diesem Fahre bereite, aber als sehr stichhaltig kann man dieses Argument letz: irichi mehr ansthcn, In v>rlen Bezirke« stehen die russischen Taisonarheiter sa dieses Mal während des ganzen Winters zur Verfügung. io daß eine veränderte Neihenfolge der Arbeiten wchl möglich erichienc. außerdem aber dnrften iai allgimeinen die ireldar- l*ettcn überhaupt so weit sortgeschriNen sei«, daß mit drm Druiat. ipenigsten-z mit einem Teile der Arbeiter, begonnen werden komtte.
Es scheint aber, als ich das gleiche Bkoment. das eine Fesstetzmig der Höchstpreise au: normalerem Niveau verhinderte, setzt da-zt sühren könnte, daß man vernicht, di« gewährten Stcvortznschloge meigliayr bis auf den letzten Pfennig auszun-utzen Ta die Schw,er>«-t?t '0 die sich daraus ergeben, durch andere, mtt der geogropb'tchtn


