Ausgabe 
16.11.1914
 
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Nachdem alle diese Beschuldigungen der Reihe nach wiüer- . legt oder als nicht stichhaltig nachgewiesen worden sind, gibt sich jetzt die englische Presse dazu her, zu verbreiten, datz an Bord derOphelia" beträchtliche Mengen von Sprengstoffen oorgefunden worden seien. Es wird dagegen amtlich fest- gestellt, das; diese Behauptung eine neue unerhörte Verleum­dung ist, die sich würdig den unzähligen anderen anrciht.

Emilisch-rttssisch-helgische Knlturtnten.

Tie Besät;,,»ß eines dentsche» Lazarettschiffes in

(s'iigland beschimpft nnd niistyauvelt.

Vor einige,, Togen ist die Besatzung des deutschen Lazarett- scksiisesOphelia", welche wider alles Völkerrecht von einem eng­lischen Kreuzer an der AuSnbuna seines Rctwngswerkes in der Nordsee gehindert und beschlagnahmt wurde, in Grave send an Land gebracht worden: als Kriegsgefangene! Tie

Acrzte und Krankenpfleger derOphelia", jeder mit dem Abzeichen des Roten Kreuzes versehen, wurden durch eine Abteilung Sol­daten mit ausgepslanztem Basonett bewacht, durch Gravescnd hrn- durchgeführt. Tort hatte man di« Bevölkerung bereits vorbereitet: das harmlos aussehende Rote-Kreuz-Schiss" sei vor Harmouth sin Wirklichkeit wurde dieLpl;eiia" nahe der holländischen Küste de­ich lag nach mt) ausgegrislen worden und man hätte dann dald her- aiesgekriegt, datz hier ein niederträchtiger Betrug zugrunde liege, Tas Schiss habe als Minenschill gedient, Tatz man keine Minen gefunden habe, mache ja wenig aus, denn so verdächtigt der Tailn Telegraph: die See ist weit und tief. Genug, das Lazarcttichisi, so hatte man wider besseres Willen die Einwohner von Gravesend glauben gemacht, ivar nur ein verkapptes Werkzeug deutscher Nie­dertracht gewesen, Tic Folge war, daß bei itzrem Durchmarsch durch Gravesend die Besatzung derOphelia" in em­pörender Weise insultiert wurde. Dickst« Menschen- mallen umgaben sie, und, wie der Tailn Telegraph mit Befrie­digung scststellt, kam ein Weiberbausen angestürzt, welcher schreiend verlangte, man solle ihnen di« Deutschen nur übcrlallcn, sie würden sie schon zurichten. Ein englischer Seesoldat ritz einen, der Deutschen sein Abzeichen des Roten Kreuzes ab, welches dieser, wie das genannte Blatt sagt, augenscheinlich entehrt hatte. Unter Ge­brüll und Schmähungen ging der Zug dann weiter und wiederhol! wurde von der Menge begonnen, die Deutschen tätlich zu mißhandeln.

Der Tailn Telegraph schließt:Gefangen, erniedrig t, entehrt und gedemlltigt und ein Gegenstand der Verachtung gelangte der Zug auf dem Bahnhof« au, umach Ehotam instradlcrt zu werden,"

Es braucht kaum gesagt zu werden, das; es den englischen Be­gleitmannschaften ein leichtes gewesen wäre, die Deutschen zu schützen. Man hat aber tm Gegenteil vorher die Liigen lil>er die angebliche Eigenschaft derOphelia" als Minenfchiff verbreitet. Ein Wort des begleitenden Osfszlers hätte geniigt, um die Be­schimpfung und Mitzlmndlung dr deutfchcn Acrztc und Sanitäts­gehilfen und des Zeichens des Roten Kreuzes, das sie trugen, zu verhindern. Man hat alles ruhig zugelasscn und sogar Tätlich­keiten, Nur die Fortsetzung der letzteren ist verhindert worden. Der Vorgang an sich bedarf keines Kommentars. Er .zeigt, wie schnell der Firnis der Kultur und Zivilisation der englischen Bevölkerung verschwunden ist. wie natürlich englische Offiziere und Behörden di« niedrigsten Acutzerungen pöbelhaften Deutschenhasies linden, und mit wie kritiklosem Behagen di« englische Presi« von solchen Vorgängen Notiz nimmt. Das alles tritt aber erst ln das richtige Licht, wenn man sich erinnert, datz dieOphelia" Laza­rettschiff war, nur schwimmende Menschen retten sollte und datz tatsächlich nichts Verdächtiges in ihr »nd an ihr gefunden worden ist.

Was sagen die Unterzeichncrnstichte der Genfer Konvention und des Haager Abkommens von 1887 zu diesen enipörenden Vorgängen, zu diesem schon,kosen Verhalten der britsschen Regierung?

<*in besonders schroffes Beispiel barbarischer

Kricasfübrung

haben kürzlich die Nullen bei Tomaszow in Polen geliefert. Amt­liche Ermittelungen über die Wahrnehmung, datz di« Rusien scind- Ilche Elmvohner als Kugelfänger vor sich hcrtriebeu, um unseren Tnippen bas Feuern unmöglich zu machen, führten zu folgendem Ergebnis:

Das Landwchvkavallerle-Regiment Nr, , , , meldete am 31. 18, dem Armee-Oberkommando dienstlich folgendes:

Das dem Kavallerie-Regiment unterstellte Landwehr-Batail­lon , , , hatte bei einen, Rückzugsgefecht an, 29. 18. bei Tomaszow an, Südnfcr der Pilica eine Aulnahmestellnug zu nehmen, Hierbei dcobachtete es, datz die ans- nördlicher Rickstuna nachdrängcndcn Nullen Bewohner von Tomaszow, darnutcr Frauen und Kin­der. ans der Hauptstraße vor sich herschobcn, wie sie es bereits ln Kipanen und Sendrowcn bei Willenberg in Ostpreußen getan hatten, in» sich dadurch vor dem Feuer unterer Truppen zu schützen, Ta stärkere inisiiche Abteilungen sich auf dies« Weise bis auf 388 bis 188 Meter »liieren Stellungen genähert batten, wurde das Feuer von uns erölinet. Es war nicht zu vermeiden, daß dabei viele von den vorgeschobene» Zivilpersonen unschuldig ihren Tod fanden,"

41 jraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 113

Auf den Lippen des jungen Mannes hing sein Lächeln ivie erstarrt und feine Augen, die er auf Hannas Gesicht richtete, sahen aus, als blickten sie in unendliche Fernen.

HclgestaüS Rückkehr aus Bergen brachte den Gaard in Bewegung. Die Freude war groß, als der alte Spekulant ays Land sprang und von Kindern und Freunden beglück­wünscht wurde. Rüstiger und kräftiger hat er niemals aus- gesehen. In seinem Gesicht war seine Zufriedenheit ausge- drückt, denn er brachte seine reich beladene Jacht heim, hinter ihm lagen glücklich abgemachte, gcwinnrciche Ge- schäfte und vor ihm eine Zukunft, die alles erfüllte, was er kalkuliert hatte.

Er umarmte einen nach dem andern, sogar Hornemann ivar nicht davon ausgeschlossen.Ist Gottes Wink, das; Ihr hier seid, KlauS," rief er hastig,sollt mir nicht eher aus dem Hause, bis Euer Werk an denen vollbracht ist, die einen Priester nötiger haben wie das tägliche Brot. Alles abge­macht, Hanna. Bringe deinen Tausschcin mit mir, Mädchen und ei» dickes Attest von Niels Fandrcm, dah die Hochzeit an, Lyngenfjord vor sich gehen soll. Hatte ihn auch beinahe herum mit mir zu fahren, aber dein Bruder Christi reist im Lande umher auf große Holzkäufe. Läßt sich von Tag zn Tag erwarten, konnte der alte Niels deswegen nicht aus seiner Klause auf der deutschen Brücke kriechen. Nuh, müssen sehe», wie wir sertig werden ohne ihn. Sage ja. Jst's nicht io? Habt darum die Freude doppelt zu erwarten, denn ist mein Wort ein Wort. Sollst nach Bergen fahren, wenn alles hier vorüber ist, Björnarne niit dir, und soll eine Nachfeier da gelullten werden, wie Niels geschworen hat. daß Bergen ein Jabr davon redet."

Er schlug seinem Sohn aus die Sch»!'- v und grinste ihn an.Gefällt dir die Sache, Björnarnc? He, du Fant!

Weichen Wert haben angesichts solcher jkan-alösen Praktiken noch völkerrechtliche Abmachungen zum Schutze der Zivilbevölkerung im Krieg«?

lieber eine völferrechtöwivlige Verlehttrrg des Genfer Abkommens

durch belgische Radsahrcr weiß ein Landivchr-Fnlontcrie-Regiment an leine Vorgesetzte Behörde zu berichte». Es handelt sich »in den l'.cbersoll des Hospitals ln Aclbckr, criva 8 Kilometer nordöstlich Tourcolng,

Die Schilderung des unerhörten Vorfalles lautet folgendcr- matzcn:

Am Sonntag, den 11. 18. zwilchen 1 und 2 Uhr nachmittags er­schienen in Aellnke 18 bis 28 belgische Radfahrer unter Führung eines Offiziers, Sie drangen in das als Feldlazarett eingerichtete Hospital ein, welches durch ein« Genfer Fahne gekennzeichnet war, Fn die beiden Säle, in welchen gegen 18 Schwcrverimnidete. darun­ter auch einige Lcichtoerwnndetc, lagen, wurden von ihnen mchrcre Sckstlllc, ctiva 5 0. abgegeben ohne zu treffen. De» in einem Saal befindlichen Tanitätsfeldwebcl stießen ne aus dcm Fenster nnd cr- s ck> olle n ihn ans der Stvatze. obwohl er eine Genfer Armbinde trug. Mit den Radfahrern m,rr ein Panzer-Automobil angTom- :ncn. Einwohner,haben sich an dem Uebcrsall nicht beteiligt. Diese Angaben sind mir soeben durch di« Vizc>vack,Imeister Groll Inzer und Engel vom 2 . schweren Reiterregiment, sowie durch die Ulanen Pfeiffer und Schneider vom 2 . da »erlichen Ulanen-Regiment ge­macht worden, welche leichtverwundet sind und nach Dunkelwerden au-s dem Lazarett anfbrachcn, um dl: Hilfe deutscher Truppen herbei- znholcn.

Es erscheint notwendig, derartige grobe Verstöße gegen all: völkerrechtlichen Regeln zur Kenntnis der Oellentlichkeit zu bringen, da gerade von belgischer Seite nicht genug Geschrei über diebar­barische" Kriegführung der deutschen Truppen gemacht werden konnte,

Mn japanischer Kreuzer gescheitert?

Petersburg, 13. Nov, (Ctr. Frkft.) Aus Tokio verlautet, daß der japanisckie KreuzerJtaro" (?) bei den Karolinen auf ein Riff ausgelaufen sei. Das Schiss soll verloren sein.

Hochverrat in Irland.

Nach einer Meldung der Times beabsichtigen die engli­schen Militärbehörden, einer Anzahl irischer Zei­tungen ivegen Hochverrats den Prozeß zu niachen.

Der Aufstand der Bnren.

Berlin, 13. Nov. Tie B. Z. meldet ans dem Haag: Wie aus London berichtet wird, bestätigt die Westminster Gazette, daß der ehemalige Burenkommandant I o o st e sich den A u.f st ä n d i s ch e n in Transvaal angeschlossen hat.

Opferst»»»» undBnrafriede" bei den Hausbesitzer».

In K ö l» tagte eine sehr stark besuchte Protestversammluiig aller Haus- und Gruiidbcsttzervcrcine von Rheinland und West­falen, in der sich der hausagrarische Opfcrsinn aus merkwürdige Art betätigte. Die Hauptredner, Pros, van der Borght «Berlin), der Präsident des Schutzvcrbandes für dcutschen Grund­besitz, und Kommerzienrat Habcrland iBerlin) wandten sich aufs schärfste gegen die bekannten BundesratSbeschlüsie vom 1. August, nach denen keine Räumungsklage gegen die Familien der Einberufenen durchgcsührt werden könne, Sic erörterten aus­führlich den Entwurf eines Gesetzes über die Mietämter, de» der Schutzverband für deutschen Grundbesitz am 1. Oktober dem Minister des Innern unterbreitete. Danach sollen in allen Gemeinden von mehr als 5600 Einwohnern Mlctämter errichtet werden, die bei Streitigkeiten zwischen Vermieter »nd Mieter und zur Feststellung eines durch den Krieg hcrbcigcfllhrtcn Notstandes des Mieters zn- ständig seien, Fn dcni Entwurf aber fordern die Hausbesitzer gleich­zeitig eine weitgehende Unter st ü y u n g durch Staat » n d Gemeinde, Diese sollen ihnen für 75 Prozent der Miete Garantie leisten; die restlichen 25 Prozent würden die Hausbesitzer auf sich nehmen, wenn die gänzliche Mittellosigkeit des Mieters festgestcllt ist und dieser das an Eidcsstatt versichert, Ais Gegcn- jeistung bieten die Hausbesitzer eine einmalige Kriegs- stcucr von 1 vom Tausend (!) des Wertes des in der Ge­meinde vorhandenen Grundbesitzes an, und sie verfehlten nicht, darauf hinznmeiien, weich guten Eindruck es in der Ocssentlichkeit machen würde, wenn sic sich freiwillig eine solche patriotische Kriegssteiler" anfcrlegten!

In der Versammlung lebten alle agitatorischen und partei­politischen Phrasen der Hausbesitzer wieder auf. Präsident van der Borght sprach von derroten Flut", der man rechtzeitig einen Damm entgegensetzen müsse. Kommerzienrat Saberland behauptete, dierote Presse" sei cs gewesen, die die Mieter anfgcwicgclt habe, indem sie schrieb, dah sie jetzt keine Miete mehr zu zahlen brauchten. Nach einer längeren Entschließung wurde dann im Namen von 15 800 Mitgliedern Einspruch gegen die einseitige Belastung er­hoben, die den Hausbesitzern durch die gesetzlichen Bestimmungen vom August dieses Jahres erwüchsen, _

siehst gerade aus, der Nase nach, wie ein Dorsch, der in den Westfjord schwimmt nnd sein Weibchen wittert. Bist blaß geworden und mager, mein Junge; hast Ringe um die Augen; sind Sehnsuchtsringe, du Taugenichts. Ist dir die Zeit lang geworden. Haha! Denke ja! Jst's nicht so?"

Björnarne lachte und faßte Hannas Hand.Es siebt gut mit »ns, Vater," sagte er,denke, die längste Zeit soll vorüber sein."

Nuh!" rief Hclgcstad,Zeiten gehen und Zeiten kom­me», ist der am weisesten, dcm keine Zeit was anhabcn kann. Sieh deine Schwester an, Björnarne, ist ein Musterbild für alle. Nirgends zu viel und nirgends zu wenig, weder heute blaß noch morgen rot, weder traurig noch übermütig, aber immer sorgsam und immer verständig. Während wir schwatzen und müßig stehen, hat sic Augen und Hände überall. Läßt Paul Petcrsen für sich sorgen und schafft uns allen Speise und Trank."

Er setzte sich behaglich in den großen Lcdcrstuhl, mischte ,'cin Glas und ließ sich erzählen und erzählte, sprach mit allen und hatte für alle ein lustiges Wort, nur mit Marstrand mochte er kein genaueres Gespräch anknüpsen. Er begnügte sich mit allgemeinen Fragen, hörte kopfnickend, daß Olaf ani Balssjord sei und nahni die Versicherung des dänischen Herrn wohlgefällig auf, daß mit aller Kraft und allem Fleiß an dem Gedeipen seines Werkes gearbeitet werde.

Bis tief am Abend blieb die Familie froh beisammen, aber am andern Morgen hielt es Marstrand für Zeit, die erste Gelegenheit zu benutzen, »m Hclgestad mit seinen Foi- dcrungen bekannt zu machen. Ter Kaufmann war schon früh auf gewesen und hatte seine gewohnte Tätigkeit bc- gönnen. In seiner kleinen Stube am Kramladen war er fest dem Morgengrauen beschäftigt, alle Bücher durchzustöbern, um sich von seinen Geschäften zu überzeugen; dann hatte er seine Waren bestände durchmustert, hierauf seinen Meier aus Loppcn rufen lassen und ein langes Gespräch mit ihm ge­halten nnd als Marstrand anfwachte, sah er ihn schon bei der

Eine Hyäne des Schlachtfeldes.

Unter starker Bedeckung kam in Frankfurt a, M. eugiischcr Sanitätssoldat durch, bei dem man 21 Brustbe von deutschen Soldaten, die deren Geld entbiclt, fand. Os bar hotte er sie den Verwundeten abgeschnittcn. Der z haftete wurde nach einer süddeutschen Festung gebracht, ihm der Prozeß gemacht wird.

Tic Taktik Ser Berstclinng.

Der ehemalige Kommandant von Lüttich, General Lcman, kricgsgcfangcn in Magdeburg sitzt, hat die Bitte an die Ritz bchürdcn gerichtet, sie möchten gestatten, datz ihn, seine Tochte der Gefangenschaft Gesellschaft leiste. Das Kriegs»,inistcrium das Gesuch, unter Berufung auf die schlechte Behandlung der i scheu Verwundeten »nd Gefangenen im feindlichen Ausland, o lehnt. Es heißt in der Antwort dcS Kriegsininistcriums: Ger Lcman hat dies idie Ablehnung seines Gesuchs) einzig und o den, Benehmen seiner Landsleute und ihrer % bündele n zuzu schreiben. Nicht nur hat fick, die bei, Bevölkerung wehrlosen deutschen Verwundeten gegenüber in reichen Fällen Grausamkeiten nnd Untaten zusch, lominen lassen, wie sic unter europäischen Völkern bisher möglich erschienen; die Angaben einwandfreier Zeugen haben ! nnzwcifelhaft dargcta», datz die Behandlung deuts Gefangener, namentlich Verwundeter, in Belgien Frankreich an manchen Orten nicht nur im Widerspruch zu internationalen Vcrciiibarungc» steht, sonder,, jedem meu l i ch e n Empfinden Hohn spricht. Da cs hiernach schwere Verletzung der berechtigten Gefühle des deutschen P wäre, wenn bcutschcrieits den Kriegsgefangenen irgendwelche leichtcrnngen gewährt würden, so kann die erbetene Erlai nicht erteilt werden.

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Vcrfchicbung der Wahlen in Sachsen.

Tie sächsische Regierung hat verfügt, daß die in di Jahre fälligen Gcmcindcwahlcn mn ein Jahr verschoben den. Auch für die beiden erledigten Mandate zum Lau werden keine Neuwahlen stattfindcn.

Das Berliner Oberkommando gegen vichaltskürzungen.

Um der Arbeitslosigkeit unter den Angestellten in . bei, Gewerbe und Industrie nach Möglichkeit vorzubei ist die Regierung vom Beginn des Krieges an dafür c treten, daß die Unternehmer ihre kaufmännischen und tc scheu Angestellten, wenn irgend angängig, nicht entsi sondern sich nötigenfalls mit ihnen über Gehaltskürzu einigen sollten. Diese Haltung der Regierung hat aber geführt, daß auch völlig ungerechtfertigte Gehaltsabzug, macht wurden. Das Oberkommando von Berlin betont gegenüber, daß Gehaltsabzüge bei Fortdauer der vollen beitsleistung ganz unzulässig sind. In einem Schreiben den Vorstand der Berliner Handelskammer macht das i kommando nähere Ausführungen zu dieser Frage, in ! es heißt: Tas Oberkommando vertraue, daß der rech Sinn und die soziale Einsicht der Kaufleute und Gew treibenden die Einschränkungen der Gehaltsbczügc ihrer gestellten von selbst auf das unbedingt notwendige Ma schränken werden, und daß bereits bestehende, nainentli der ersten Zeit nach der Mobilmachung diirchgeführte, gehende Gehaltsabzüge bei cintretcndcr Besserung des schästsgangcs auch ohne Zwang wieder entsprechend gängig gemacht würden. Es stehe zu hoffen, daß klärungen und gegebenenfalls Mahnungen von seiten Handelskammer ihren Erfolg nicht verfehlen würden, soweit dieser Erfolg im einzelnen Falle nicht cintrcten | würden Maßnahmen von seiten des Oberkommandos, fo besondere ein Hinwirken auf Ausschluß der betresst, S : Firma von Heeresliescrungen zu erwägen sein, und Oberkommando würde in dieser Hinsicht den Mittcilu der Handelskammer entgegensetzen.

In ähnlichem Sinne sind auch die Dckanntmachi anderer niilitärischer Behörden über Gehaltskürzung«, kaufmännischen und gewerblichen Betxieben ergangen.

Dcr Kampf in Flandern.

Ständige Fortschritte.

Tie französischen Blätter bereiten, wie dcm Berl! anzeiger aus Genf berichtet wird, das Publikum auf baldigen Rückzug dcr Verbündeten aus dem schon ha!

zu litt lei .tfütii r# cn ;ui[ien Jtnngi Hüften 4t ali iiit smi :u4 m ßönner. soll.

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Jacht mit zwanzig Leuten beschäsigt, um an den R tauen der großen Rahe die Ballen »nd Kisten aus dcm i hissen.

Es waren so viele Geschäfte und Arbeiten mit Hel gekommen, daß der stille Gaard ein ganz anderes Kle gezogen hatte. Ta war nicht nichr die Rede davon, ii Gärtchen zu sitzen, um behaglich zil lesen und zu pla Alles, was Hände hatte, fand auch Tätigkeit dafür; He! konnte niemand müßig sehen und seine Gegenwart ganz von selbst jedermann zu treiben, frisch ans W gehen und nicht zu rasten. Ein Blick seiner langen, s< Augen oder ein Grinsen seines lederharten Gesichtes r hin, alle lässigen Gedanken auszutreiben.

So geschah es denn, daß dcr Mittag kani und dcr hcranrücktc, ohne daß Marstrand imstande gewesen sein Anliegen vorzubringen. Helgcstad war auch bei > nicht mehr so heiter gestimmt, wie bei seiner Ankunf zuweilen kam cs scincin Geiste vor, als ruhten seine mit einem durchbohrenden Ausdrucke aus ihm. Ein liches Gefühl ergriff dann den jungen Mann, das t gcbcns ganz zu bewältigen suchte, denn sein Gewissen s> ihm allerlei Vorwürfe zu, die er nicht ganz vor sich at\ konnte. Er erinnerte sich auch immer wieder, daß Hc ihn ganz in Händen habe, und als er endlich am zögernd und doch getrieben von der Notwendigkeit de, schlnß faßte, den Kaufmann in seiner Rechcnstubc z" fallen, wurde er noch bestürzter, als er Paul Pctcri ihm fand. Er öffnete die angelchntc Tür ein wen blieb stehen, indem er nicht wußte, wofür er sich entl sollte. Auf dcm alten Schreibtische lehnte Hclgcstad Z> allerlei Papieren und Gerätschaften und vor ihm staiZ dcr eben ein helles Gelächter aufschlng.Ihr wollt« glauben," sagte er,aber cs ist so; ich sage Euch, diese muß fortgeschasst werden. Macht cs so, wie ich Euch ri alles wird glatt und gut in kurzer Zeit abgemacht sei iFortsetznna folat.)

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