Ausgabe 
16.11.1914
 
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Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhefsen und der Nachbargebiete.

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viedaklton UN» <tide»t«t«u Gletien, vubndotiiratie 22, ade 2 Swen«as!c relevd.n 2008 .

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Gicßcn, Moiitlig, Den 16. Novcmiicr 1914

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Völterrechtsbrüche derKulturverteidiger"

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ichs- uni) rtulltsßuuuzeu im Virie^c.

ii de» oielcn Tinge», die durch den Weltkrieg eine tief» ide Umwälzung eifafiren werde», neljört in erster Reihe auch yftem der deutschen Reichs- und Ltaaissi»an,en Roch lasse» : Ausgabe» nicht im entseriileste» übersehe», die dein deut- ssolk au» der Kriegführung erwachse», uud »och iveniger läsii ophezelen, inwieweit diese Ausgaben durch etwaige Kriegs H digunge» der Gegner gedeckt werden konnte». Wir >l auch nicht, wie lange der Krieg dauern wird und I h die wirtschaftlichen Verhältnisse nach feinem Ende « n loerden. Unsere Finanzverwaltnng steht also oor lauter » unten Krüsien.

otzdein bleibt eS ein dankensn-etler Versuch, loenn der be-

J sreikonservative Führer Freiherr v. Zedlitz in einer soeben lenen Schrift*! tt unternimmt, wenigstens einen Zipfel vom r des Geheimnisses zu lüften, der sich über unsere sinan- > juknnst ausbreitet. Was Herr D. Zedlitz zu sagen hat, licht eben optimistisch. Es Ist aber auch gar nicht wüiiichens- rasi man sich im deutschen Voll über die sinanziellen Auf- der nächsten Zukunft einem trügerische» Lptiinis » lingibt, dem die Enttäuschung nur zu bald folgen würde, e bisher flüssig gemachten 1-^ Milliarden Mark der Kriegs- svrdern einen Zinsendie»>t uon jährlich 225 Millionen beinahe ebenso viel, wie das Reich stir den Gesamtbetrag bisherigen vor dem Kriege gemachte» Schulden an Zinsen ihlen hat 1258 Millionen Mark!. Tazu tritt der Ausgabe- fllr die Stückzahl»»- der Milliarde Schatzanweisunge» und Tilgung der Reichsschiildverschreibungen. ist aber auch bekannt, das, die bisher bewilligten noch nicht üfstg gemachten fünf Milliarde» bei weitem nicht g e- » werden, uni die Kosten der Kriegssiihrung zu decken, iusi also damit rechne», das, die nach dem Kriege den sich b'Sher ergebenden Betrag von illionen Mark um eine ausierorüeutlich hohe Summe iiber- ivird.

ch den B n n d e s st a a t e » erwachsen Mehrausgaben durch ltung siir die Bewohner der von, Krieg heimgesuchlen keile und durch fW o f, n a fi m e n zur Bekämpfung der itSIosigkeit. Ter erste Teil die'-r Kosten wird aller­em Reiche zum grössten Teile zu rückerstattet werden, so wiederum diesem zur Last. Um welche Summe es sich landell, wird eine», klar, wenn man sich erinnert, dal, der äsident von Lstpreusien die Hohe der dortigen Kriegslchäden 'itzuiigs,veiie 5,5 Milliarden Mark angibt. Sollte auch diese e zu hoch aegrisscn sein, so ist nicht zu übersehen, dasi ausier- och die Eulichädign'ige'.i für das Lber-CIlaft in Betracht », die gleichfalls einen recht ansehnlichen Betrag erreichen

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eiter niusi man aber auch an die finanzielle Be- >'g der .«k o m in >iiie n denken, die jür Berlin allein aus lW Millionen Mark veranschlagt wird.

'it sieht es aber »u>> mit den Ein» ahmen? Tas Bild, reihere v. Zedlitz davon entwirft, gleicht dem nebligen Gra» r Herbsttage, Fni Reich sollen die Einnahmen aus 'ilL! <v , l°r.st über 40 Prozent der Gesamteinnahmen i«r Aatur ausn.scheu, während des Krieges beinahe ganz ~* r grösste Teil der landwirtsck,östlichen Zölle ist suSpen- »ob der übrige Ausienhandel ist stark eingeschränkt. Ruch iwntine Einschi-änkung des 2i»rörauchs wirkt nachteilig ans i n ^ non »er Zucker- und Salzsteuer kan» ein ' "khrerttag erwartet iverüen, der aber gegenäber den hoben onin:;:ijju C;l n jjj, ,-s Gewicht fällt. Tie Siilleginig des iverlehrz di» Stockung im Gruudjiuckshandel bewirlen ein len der Börsen strver und des Grundstückübertragungs >s. vehiiij^, rtrbt es mit dem Stempel auf Frachturkunden »orkiieten sowie mit dem Scheck- und Tantiemenstempel f ; r bentcrlenswerles Zugeständnis ans dem Munde eines ative» Politikers. da» von alle» Reichssteuern nur die von pzioloeiuoiroie,, stets geforderten Rhgabe» vom Vermögen .-iiuei! zeige», nämlich der Wehrbeitrag und die ch - f t k st e u e r. i>en Bundesstaaten ist ein starker Rückgang der Ein en aus den Eisenbahnen nnd aus sonstigen eigenen 'umiliigen zi, erivarte». Staat und Gemeinde werden aber chen Maste von dem Rückgang der Einkommensteuern be- mit dem gleichsalls als einer bitteren Selbstverständlichkeit ie,i ist.

^>Er also ist. da» der Slaat im weitesten Sinne genommen Reich, Eiiizelstaat und Gemeinde nach dem Kriege viel mime» wird, sogar ungeheuer viel Geld Sb dieses ls einem plötzlichen Steigen des Volkswohlstandes nach dein h"a>t» z,, holen sein wird, bleibt sehr zweifelhaft. Zedlitz hält ci für unwahrscheinlich, .weil der Weltkrieg t" tlt 1 cr EicimilcheS Erwerbsleben, sondern die ganze Well >> schwer heimsncht . . Wir haben von unserem Platz in Uwirtschast so viel wieder z» erobern und in dieser selbst >el wieder ansziibanen. das, cf- langer und schwerer Rrbeit > wird, »,n mit den alte» Stand zu gelangen."

K' die K r i e g S e » I s ch ä d i g n g e » ? Mit dieser Frage sich Herr v Zedlitz in sehr bemerkenswerter Weise. Er "aoor, im Falle des Sieges die Kriegsentschädigungen .-".ch zu bemessen, und er begründet diese Warnuna >! ieniiineiitaler Rücksicht ans die Besiegten, sondern init nän aus die eigene Volkswirtschaft und das eigene poliiiiche f Er schreibt!

irr « I,l .' crc . m eigenen wohlverstandene» Znterefle darf die ^fkgsschnid nicht so unerträglich werden, dost bei unie- >cg»er die Stimmung sich sestsetzt:Lieber ein Ende mit

re», als ein Schrecken ohne Ende". Tenn darin me nicht zu unterschätzende Kriegsgefahr und somit sNahrdung des Hauptziels, dak- wir beim Friedensschlnsi rreiherr v. Zedlitz und Reiikirni. Reichs- und Staats- '»' Kriege. Leipzig 101! 2. »>!...{

versolge», der dauernden Sicherung d e s ,r r , e d e n S in Europa. Tast eine Uebeeblledung mit Keiegslasten öfter zu Befeeiungskriegen geführt Hai, lehrt die Gefchichie. Vorsicht ist daher sicher sehr geböte».

Ebenso wenig würde eine so hohe Bemesiung der Kriegs­schuld »nserem Zuteresie entiprechen. dasi dadurch der Wieder­aufbau unserer Volkswirtschasiach dem Kriege gehindert oder doch ernstlich erschwert ivürde. Tas aber würde zweisellos dann der Fall sein, wenn dadurch in Verbindung mit den übrige» ilolgen des Krieges die Kaufkraft unserer Gegner aus er» Mi »de st mast herabgedrückt würde.... Wir dürfe» also im eigenen Znteresse die Kriegsentschädigung nicht so bemessen, dast dadurch unsere Volkswirtschaft geschädigt und ihr Wiederausbau gehindert wird."

Herr v. Zedlitz möchte daher neben den Barzahlungen den L a n d e r w e r b als Ersatz sür erlasiene Kriegsschuld in emp- sehlende Erinnerung bringe». Wir können ihm hier, auch so weit rein sinanz-politische Erwägungen in Betracht komme», » j ch t so l gen. Tenn Landeriverb bedeutet keine Entlastung der sfinan- zc», sondern viel eher eine Belastung, »ainentlich ivenn n-au, ivie Herr v. Zedlitz, afrikanische Kolonien ins Rüge sastt, die »ach bekannten Erfahrungen zu ihrem inneren Rnsbau eines sehr stattlichen Kapitalauswandes bedürfen.

Trotz Kriegsentschädigung, trotz etwaigen LanderwerbS bleibt auch für den allerbesten >>all immer noch die Arage offen, aus welche Weise die ungeheuren Lasten abgetragen werde» sollen, die der Weltkrieg uns auferlegt. Entweder wird selbst das siegreiche deutsche Volk dem Truck neuer, sehr schwerer indirekter Rbgaben nicht entgehe» oder aber man wird sich dazu entschliesten mtisien, die g r o sz e n Einkommen und Vermögen in einem Maste zu belasten, das vor dem Weltkrieg als gänzlich utopisch gegolten hat, W > r hassen, dast der Weltkrieg dies und manches andere, was vordem als kühne Utopie galt, der Verwirklichung entgegen- lahiliche Zinsenlast des f führe» ivird!

Tic Perser sür den heilige» Krieg.

Konstantinopel, lll, Rov. (W. B. Nichtamtlich.) Eine Demon­stration der Perser sür den Heiligen Krieg begann heute in S t a in b u l vor dein von Kaiser Wilhelm zur Erinnerung an seinen Besuch im Zahre 1898 gestiftete» Prachtbrunne» vor der Moschee Sultans Rhnied, Tie Perser Konstanlinopels sammelten sich vor dem mit der persischen und der islamitischen flagge ge- ichinttckten Brunnen, auf dein die Redner standen, Tie Teilnahme der Bevölkerung war allgemein, viele Tausende bedeckten den ganzen Platz, Redner waren der Hodscha Zsmail Hoberi, ei» vor den Russen geskiichteter Rbgecrdneter des Provinzialrats, dann der Direktor der hiesigen persischen Zeitung Häver. Sie sorderten zu dem Heiligen Krieg gemeinsam mit den ifreunden »nd Ver­bündeten des Zslams» nämlich mit Deutschland und Lesterreich- Ungarn aus, deren Wasfentaten die Begeisterung der ganzen islamitischen Welt erregen, Rach mehreren anderen Rednern zog ein riesigeer Zug durch die mit flaggen geschmückten Straf,en nach Pera und veranstaltete vor der österreichischen und der deutsche,i Botschaft große Kundgebungen.

Ter Lcheich ül Islam an die Mohaminedaner

Wie», 13. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tie Neue Freie Presse meldet ans Sofia: Nach einer Meldung ans Kon- stantinopel hat der Scizcich ii! Islam den Mohamme­danern verboten, in den Ar in een Englands, Frankreichs und Nnhlands zu dienen.

Dcrnichtuliz, türkischer Tranevortschisfe.

Aus Kopenhagen wird dem Lokal-Anzeiger gemeldet: Ter

russische Marinestab meldet über die Vernichtung türkischer Tranöportschisje folgendes: Ter Ehef der rilssiichen Flotte ent­sandte, als man sich de», Hasen von Sangnldal näherte, zwei Schisse m de» Hase», um die Gebäude und Werkstätten am Hastjn zu zerstören. Diese Ansgabe wurde glücklich gelost »nd austerden, ein im Hasen liegender Tampier zerstört »nd in.Grund geschossen. Fast gleichzeitig entdeckte ein anderer ruisischer Kreuzer aus See einen mit Soldaten gefüllten Transportdampser, der eiligst der Kiiste zusnhr, Ter tireuzer versolgte ihn und schoss ihn in Grund. Tie rirssische Flotte enisernte sich öaraus. Kurze Zeit später ent­deckte man im Nebel zwei seindliche Transportschisse, von denen das eine.Midhai Palcha", die türkische Kriegssiagge führte. Ükussische Torpedoboote entdeckten noch ein drittes Transportichisf. Alle drei Schisse, beladen mit Munition, Automobilen, Flug- inaschinen und Kanone», wurden in Grund geschossen. Wir retteten 238 Mann, darunter auch mehrere Sffiziere Tie Transportschiffe waren nach Unieh bestimmt, um von dort Truppen »ach Trapezunt überznführen.

Tic Gärung in Aeghpten.

Rom, 13. Noo. (Etr, Frkst.) tztalienischc Reisende a>,s Acgyptcn erzählen, das; das ganze Land in Gärung fett Tic Engländer arbeiteten ficbcrlxift an der Verteidi­gung. Schwere Artillerie werde bcrbcigcschasft. Durch mili­tärische Aufzüge suche man die Bevölkerung eniZ»schüchtern, Tie arabischen illotabeln hätten vor dem englischen General Treue schwören müssen, doch 'ei kein Zwei'cl, das; der er­zwungene Eid von den Eingeborenen als ungültig betrachtet werde. Tic Ausweisung der ägyptischen Prin­zen habe auch den England srcundllchen Teil der Bevölke­rung entfremdet,

Rutzland und Nllmänre».

Das Tchameut Peters ves diroficit.

Wien, 13, 9kov. Tic Rcichsposl nieldet aus Bukarest: In einemTas Testament Peter des Groszen" betitelten Artikel lübrt das Trgan der Konservativen Politika aus, da? lebte

Manffcst des Zaren beweise, das; Ruhland nicht, wie in des» früheren Kriegen mit der Türkei, sür die Freiheit des be­drängten Volkes zu kämpfen vorgibt, sondern cs sagt kltpp und klar, daß cs sich diesmal um die Dardanellen bandelt: Jetzt ist sür Rutzland die Zeit gckomnien, diele' Frage endgültig zu regeln. Wir mühten ganz blind sein, wenn wir nicht erkennen wollten, dah wir d et n n z u n ä ch st an die Reihe kommen; denn nientand von uns könnte glauben, dah Ruhland über Wien nach Konstantinope'i gehen werde, TaS Testament Peters deS Grohen soll nun auSgefübrt werden, darum muffen wir für unsere Existenn sorge»,

Ter Ttuchmarsch der Nttssen.

Das Deutsche Volksblatt ineldet au» Bukarest: Tas Ge- rächt, das; Ruhland von Nnmänicn den Durchzug russischer Truppen durch Rumänien verlangt habe, wird von hiesigen unterrichteten Stellen bestritten. Sollte die Petersburger Regierung eine solche Forderung stellen oder Rumänien irgend welche andere Mghnghmcn zuniutcn, die gleich­bedeutend mit dem A n s g c b c n der Neutralität waren, dann würde dadurch eine duichaus neue Lage ge- scheiffcn sein und neue Entschliehungen der rumänischen Re­gierung würde notwendig werden.

Ruhland und Bulgarien.

Koustantinopel, 13. Nov. (Elr, Frkst.) Nallfdem Ruh­land mit dem Verlangen deS Turchtransports seiner Trup­pen durch Bulgarien abgefallen ist, fragte es jetzt in Sofia an, ob Bulgarien gcgebencnsalles seinen Kriegsschiffen in den Schwarze Meer-Häfen von B u r g a s »nd Warn a Schutz und Aufenthalt zu gewähren bereit sei. Auch dies'S russische Verlangen hat Bulgarien a b g e l e h n t.

«s fehlt in (England an 2 lr;neienf

W. B. London, 12. Nov, (Nichtamtlich.) Pharrnaeeulical Fournal schreibt: Ei» Mangel an gewissen Präparaten wie Atropin, Resvrcin, Natriuinsaliizilat, Salol und Santonin «sw. macht sich bemerkbar. Für Atropin werde» sehr hohe Preise verlangt. Einige Chemikalien konunen aus der Schweiz, aber nicht in solche» Menge» und zu solchen Preisen, dasi dadurch der Preis in England beein- slustt würde. Es ist keineswegs sicher, dast Amerika sortfahren wird, Ehemikalien zu liefern, da es selbst von de» Lieserungen Tentschlands abhängl, Ta die früheren sehr beträchtlichen Liese- riingen jetzt auSbleibe», wird daS eigene Interesse Amerikas be­wirken, dast von dort auch zu hohen Preise» nicht geliefert wird.

China protestiert äcgen Japan!

Peking, 13. Nov. (dir. Frkst.) Tie Protestnote Chinas an Japan wegen der Besetzung der Stadt Tsinanfu hat fol­genden Wortlaut:Ta die japanische Armee gegen den Willen Chinas nach Tsinansu beordert wurde, ist jetzt die srcundschastliäie Zustimmung zum Betrieb der Schan- tung-Bahn durch Japan hinfällig. China muh die japanisck)c Besetzung dulden, protestiert aber entschieden un5 sordcrt, dah Japan seine Truppen zurückzieht und Ant­wort ans die früheren Protesttioten gibt."

Petersburg, 18, Nov. lktr Frkst! Eine Meldung der Russkoje Sloivo <nrs Tokio behanplei. di« chi,i:sts<hen Provinz gouver-ieure häbden den Krieg gegen Fapan verllrngt, aber Fuan- schikai habe sie auf die Frrui»dsck>ail dos Mikado hingewieie» und bcruhigt. Ein anderes Telegramm berichtet, dast in beiondevrr Mission Gc-ncral Sapotschnikow in Tokio erngetruofsen sei.

Tcr Brief eines vclgiichen Loivaten.

Ter Korrespondent des Telegraaf hat einen Brief von einem belgischen Soldaten, der an der Aserschlacht teilnahm, gelesen, Fn dem Brief heistt es: Wir meinte», dass wir nach Frankreich gehen ivürde», um anszuruhen. Aber sofort wurden wir in die ersten Linien hinter der Äser gestellt. Zehn Tage brachte ich in Lauf­gräben zu. Fch habe bei Lüttich, Tirlemont, Mecheln und an der Reihe mitgelämpst. Aber hier war die Schlacht viel schrecklicher. Ach, wie viele Toten und welch entsetzliche Massen von Ver­wundete», die erst in einer Kirche der Umgebung, oder am Bahn­hof Venrne verbunden und dann nach Frankreich transportiert ivürde»! Es ist vorgekommen, dasi ich mich hinter die Leichen meiner Kameraden verschanzte.

Ci» nc icr englischer Völkerrechtsbrnch.

Es ist schon wiederholt daraus hiligewiefen worden, mit welch verwerflichen Mitteln man engliichcrseits versucht, die deutsche .Kriegsführung vor aller Welt zu verdächtigen und zu verleumden, und dadurch zugleich die eigenen Uebcrgriife zu verschleiern. Ein besonder: kraijcr Fall ist der des dcut- sclfen LazarettschiffesLphelia", das au-geschickt worden war. uni nach Ilebcrlebcndcn von den am Ii, vorigen Mo­nats in den Grund geschossenen deutschen Torpedobooten zu suchen. Tie Bcschlagi.ahme dieses Schisses durch England stellt sich als Völkcrrcchtsbruch schwerster Art dar, zu dessen Begründung verdächtiges Benehutt», das Fehlen eines Arztes, das Vorhandensein einer funkeutclegraphischen Ein­richtung, dos Legen von Minen »ni >nlichlich die nicht er­folgte Anmeldung des Lgzarett>chrf?«S angeführt wurde.