Ausgabe 
14.11.1914
 
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Beilage zur Oberhessischen Volkszcitnng Nr. 25s-

Kieken, Samstag den 14. Rovcmöer 1914.

Hesieu und Nachbargebiete.

Gietzen uns Umgebung.

Maffe.

Rassenheerc stehe» sich heute im Kriege gegenüber, Masscn- wie sie die Welt iwch nie zuvor im Kampsc gesehen hat. Und ist der einzelne mehr als ein Stück Masse. mehr er ein ständiges Glied ist dieser grossen Masse, um so niehr ver- er der Masse z» dienen und darum ist die Armee mit den gentesten Menschen die wertvollste, die Armee, die aus he» besteht, die selbständig denken und im Rotsalle auch ständig handeln können.

:as wciss man heule allenthalben und darum tut man den ff Masse heute nicht so leicht mit einem schnellen Achselzucken c sonst. Bisher hatte der Begriff etwas Verächtliches. Zur mochte niemand gehören, denn die Masse war den meisten Unfeines und Oberflächliches Zn Wahrheit aber zeigte solch eurleiler, dass er selbst ein obcislächlichcr Mensch war »nd , . II tiefer zu schauen vermochte in die Verhältnisse des Lebens. >bn«* nsere Gesellschaftsordnung hat allerdings einige bevorzugte ren geschafsc». denen dieMasse" gegenüber steht. Aber ist Masse deshalb das Verächtliche, für das sic gehalten wird? ist denn bei ihr das Wesentliche? Dass sie vom Kapitalis - a b h ä n g t. Und das nennt man Proletariat, aber Masse.

ur Masse gehöre» die Menschen, die kein persönliches Fnnen- befitzcn, keinen Sinn für Persönlichkeit, kein selbständiges n. Oberflächliche, hohle Kopse bilden die Masse und dass , das Proletariat nicht die Masse ist, leuchtet ein. Fm teil, wo gibt es Menschen mit glühenderem Feuer der Leiden mit unabhängigerem Denken »nd gewaltigerem Vorwärt»- >, kurz, mit grösseren PersünlichkcitSwerten »Proletariat? bunt 6 je Masse seht sich zum grössten Teile zusammen aus jenen PWo(!R, öpfen, die das bürgerliche Leben gleichgültig und ohne selbst- ge Regung hinnehmen, wie cS ist. Sic besteht zum grössten ^ aus jenen Menschen, die so geringschätzig Über die Masse - rt 'I Sie bilden die Masse in ihrer minderwertigen Art.

as Proletariat aber gleicht der Masse der Heere. Das ,, tatint ist nichts Oberflächliches, sondern, wie die Heere, eine t liiirz psg e m c i n s ch a s t, in der jeder als P e r f ö n l i ch k c l t -deulniinSvolles Glied ist. Wer kämpfen kann, hat ein Herz -ine llcberzcugnng. ist eine Persönlichkeit. Darum gehören und das ist unser Stolz zur freien Masse des P r o l e- ats, aber nicht wie jene zur hohlen Masse der Herde.

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Kainilienaliend im Gewerkschastshaus. Wir unter

> nicht, auch an dieser Stelle nochmals ans den inorg'-i: 1 im Gewerkschastshans statrfindenden Familienabend iweiscn. Die Verwaltung bat ein reichhaltiges und t Geschmack Rechnung tragendes Programm zusammen- lt, das sicherlich allgemein gefallen dürste. Da Eintritt

udt in 4 erhoben wird, darf wohl auf einen zahlreichen Besuch Kartei» und Gewerkschaftsmitglieder und deren Familien M r« 1 wet werden.

«S'rr 12ie Reichsuntcrstützung der im neutralen Auslände rin«* A enden Familien deutscher Kriegsteilnehmer. Ein deut- ' Reichsanqehöriger, der seit Jahren in einer Stadt Nor- le'i'iie« ns wohnte und sich dort eine Familie gegründet hat, ist > j mm | Kriegsausbruch unter Zurucklassung seiner Familie nach "tschland zurückgekehrt und als Ersatzreservist in die Armee etrcten. Wie ihm nun seine Fra» mittcilt, erhält seine

> nur 5 Kronen für sich und 3 Kronen für das Kind an atlicher Unterstützung, und der zuständige deutsche Kon- lat der Frau erklärt, es ständen dein Konsulat leider nur >rge Mittel zur Verfügung. Da eine norwegische Krone

m«r jM i 1,12 Mk. gilt, so bekommt die Frau ini ganzen 8,96 Mk. SnI während eine in Deutschland wohnende Kriegcr- ' 'I - wit einem Kinde nach dem Gesetz v. 4. Aug. 1914 bis Ok- tni8niii r 9+6=15 M, und von da ab 12+6=18 M an Rcichs- masliebor llsunterstiitzung zu erhalten hat, wozu noch meistens ört- 1 Je« Zuschüsse kommen. Wir sind nun zunächst der enlschie- ' ' n Ansicht, dass selbstverständlich die im neutralen Ans- !>c zurückgebliebenen Familien von Kriegsteilnehmern dic- o uc - e Reichs-Kriegsunterstützung zu beanspruchen haben wie il ,n deutschen Heimat wohnenden. Aber auch darüber t. » - nis hat das Reich die Pflicht, solche Familien zu unter-

gegen cn, da hier Zuschüsse der Eiuzelstaatcn und Kommunal- >nnde nicht m Frage konimen. Das Auswärtige Amt sie Veranlassung haben, sich dieser überaus wichtigen kie anzunehmcn. Vielleicht könnten auch die zentralen Jn- zcn des Roten Kreuzes den im neutralen Auslande »enden Kricgerfamilien ihr fürsorgendes Augenmerk zu den.

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$ ~ a * Hikjaugencn-Lager auf dem Trieb ist nun soweit

ggcslellt. Es besteht aus 60 Baracken, öö Meter lang » 10 Meter breit, j» denen je 200 Mann nntergcbrach! >en. Je fünf Baracken bilden nebst Küchenban einen äudekompler. in dem eine Kompagnie untcrgcbracht wird.

ganze Lager umfasst eine Fläche von nickt weniger als '730 Quadratmeter, oder säst 12 Hektare. ' Baracke dürfte nebst Einrichtung. Betten. Tisckrc usw. > 15000 Mk. kosten. Die Kanal- und elektrische Anlage sich auf etwa 100000 Mk.. das ganze Lager wird über iillion Mark kosten. An Holz wurden nickt weniger 13 000 Luadratmcter Bretter verbraucht und 3500 Knbik ;t Bauholz. Bei dem Bau wurden zahlreiche linier »et aus dem weitesten Umkreise beschäftigt und auch viele e>ter hatten wochenlang Arbeit. Gegenwärtig sind *'^ cr 000 Gefangene, Franzosen. Belgier und Eng untergebracht, die zum Teil mit Gräben mackzcn be- tngt werden; ferner soll später noch eine Strahe angelegt den.

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SRit dem Wetter konnte man bisher noch zufrieden - langer als sonstige Jahre bat uns der Winter verchont, . iktzige Jahreszeit konnte die Witterung noch immer ' Z m[xA) bezeichnet werden. Doch die letzten Tag: ' ten heftige Regengüsse und es wurde auch merklich f r - Aus dem Vogelsberg und dem Taunus werden be sb» e ^ ch » e e f ä l l e gemeldet, die nun in der Ebene wohl nicht lange auf sich warten lassen werden. Dieses Jahr

sind sie noch unwillkommener als sonst. Kohlen und sonstiges Brennmaterial ist ebenfalls im Preise gestiegen und viele Haushaltungen müssen damit sehr sparsani umgeben. Darum wäre es gewitz^zu wünschen, daß es nocki nicht kälter würde. Auch für die Loldatcn im Felde würde Winterkälte die Strapazen natürlich erhöhen.

~~ Gefallene des Giesienrr Regiments. Uuterofstzier Heinrich Qppertshäufer aus Ober+sileen b. Alsfeld. - Reservist Johannes Becker aus Staufenberg. Unter­offizier Heinrich .ft l c nt a n n aus Burgsolms. Reservist Heinrich Baumann aus Neukirchen. Kr. Wetzlar. Major und Bat.-Kommandeur des Ref.-Regts. August Schröder, sowie Leutnant Horst Schröder, beide aus Giessen. Freiwill. Heinrich Bellof, LandwirstchaftS- lehrer, aus Giessen. Vizefeldwebcl Johannes Göd aus Giessen. Reservist Theodor Erb aus Giessen. Wehr- mann Heinrich Müller. Postbote, aus Giessen. Re- servist Friedrich Wilhelm Fels aus Gelnhaar. Re- iervist Heinrich Velten aus Bleichenbach.

Gefallene aus Lberhessen und Rachbargebiettu. Unterofsizier Karl Tames aus Dillbeim. Reserve-Regt. Nr. 240. Reservist Wilhelm Klein aus Deckenbach. Pionier-Bataillon Nr. 7. Musk. Hermann Heusobn aus Gelnhaar, Jnf.-Regt. Nr. 117.

Tie Landwirtschastliche ttlenossenschastsbank. Die stille Liquidation der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in Tarmstadt hat in der letzten Zeit bedeutende Fort­schritte gemacht. Die Schwierigkeiten, die der Landwirt­schaftlichen Genossenschaftsbank erwachsen sind, sind bekannt­lich zum grossen Teil dadurch herbeigejührt worden, dass die st-ühere Leitung der Bank ausserordentlich grosse Summen bei der Reichsgenossenschastsbank in Frankfurt a. M. festgelegt hat und dass letztere ihre Zahlungen einstellen musste. Das Engagement beläuft sich auf nicht weniger als rund acht Mil­lionen Mark. Nach schwierigen Verhandlungen ist es nun­mehr gelungen, eine befriedigende Verständigung mit der Reichsgenossenschastsbank herbeizuführen. Im Hinblick auf die schweren Verluste, die das hessische Genossensckraftswesen erleidet, haben die übrigen Gläubiger der Reichsgenossen- schaftsbauk auf ihre Forderungen zugunsten der Landwirt­schaftlichen Genossenschaftsbank in Darmstadt verzichtet und die Werte der Reichsgenossenschastsbank wurden der Land­wirtschaftlichen Genossenschaftsbank zur Verrechnung auf ihre Forderung überwiesen. Gleichzeitig wurde von genossenschaft­licher Seite im Reiche ein erheblicher Barbetrag zur Deckung der sonstigen baren Verpflichtungen der Reichsgenossenschafts­bank aufgebracht, damit die Landwirtschaftliche Genossen­schaftsbank in Darmstadt hierdurch nicht belastet wird. Die Landwirtschastliche Genossenschaftsbank löst die Sicherheiten, die die Reichsgenossenschastsbank bei der Landwirtschaftlichen Hypothekenbank in Frankfurt a. M. gestellt hat, aus, sodass die Landwirtsckiastliche Hypothekenbank Frankfurt a. M. wieder das Pfandbriefprivileg erhalt und flott wird. Unter dem ausdrücklichen Vorbehalt, dass das Pfandbriefprivileg er- teilt wird, hat die gestern in Frankfurt abgehaltene Aktionär- Versammlung der Reichsgenossenschaftsbauk den Vereinbarun­gen zugestimmt und die Liquidation der Reichsgenossenschafts- bank beschlossen. Hierdurch werden auch die erheblichen Ver- walttingskosten der Reichsgenossenschaftsbauk, die, letzten Endes der Landwirtschaftlichen vlenossenschaftsbank zur Last fallen würden, für die Zukunft erspart. Durch diese Mah- nahmen wird die stille Liquidation der Landwirtschaftlichen Genossenschaftsbank in Tarmstadt zum Besten der hessischen Genossenschaften in erfreulicher Weise gefördert. Es ist an­zunehmen, dass die wenigen hessischen Genossenschaften, die seither der stillen Liquidation noch nicht zugestimmt haben, sich der gütlichen Verständigung nunmehr alsbald anschlicssen werden.

Peinlichste -Adressieruna von Felöpostlendunaen! Trotz den wiederbolten Hinweisen aus die Wichtigkeit der richtigen und dcut- sichen Adressieruna der Zcldpvstscndungeii bot die Zahl der unzu­länglichen Aufschriften bisher keine Abnahme erfahren. Reben unvollständigen Bezeichnunacn der Truppessteile werden Ab­kürzungen angewandt, die dem Postpersonal unverständlich sind. Tie Postverwaltuna hat sich daher genötigt gesehen, die Aufaabe- Poftanstalten anziiweiscn. Zcldpostscndnngen mit unverständlichen Abkürzungen des Truppenteils in der Adresse von der Beförderung allgemein anSzuschlicsien und an den Absender unter ensprcchender Verständigung ziirückzugcbcn.

Keine Zurückziehung von Zeldpostsendungen. Bei Militär- und Postbehördcn sind von, Publikum vielfach Anträge aus Zurück­ziehung der in der Zeit vom IN bis 26. Oktober eingelicferten, von den Pakctdepots des stellvertretenden tzlcneralkommandos aus wciterbeförderten Pakete an das Zeldbeer oder Wlinsche ans Aenderung oder Berichtigung der Adressen dieser Pakete gestellt worden. Solche Wiinlche lassen sich, wie uns von zuständiger Seite mitaeteilt wird, nach Ablenduna der Pakete nicht crsüllen.

sflegen die wilden Ausknnstsstellen über Verwundete und Ver- mitztc. Immer noch tun sich anlässlich des Uriegszuftandes Aus- kunsistellen über Verwundete und Vermisste auf. Tie Tätigkeit solcher privater Ausknnstsstellen widerspricht den militärischen stntcresscn und ist verboten: sie dient auch nicht dem Interesse des Publikums, da die Arbeiten solcher Institute gar nicht kontrollier­bar sind und die gegebenen Auskünfte im besten Falle den Austrag- gebcr nicht zeitiger erreichen können als die kostenlos gewährten Auskünfte der amtlichen Stelle des KriegsministeriumS, Berlin, Dorotheenstrasse Sll.

Tie Üohlcnproduktion in Hessen. Die monatliche Stati­st i k der üohlenprvimktion des Krvssherzoqtrmls Hessen weist sür dem Monat Oktober tarn Darinsrädter Zeitiung 1614 sollende Zahlen nach: An Rohbnaunkohlen wurden qciördert .14 262 T.. verkauft wirr den davon 3017 T. Der grösste Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren 2ierarbeitunv bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schivelereivrodukten erzeugt 1895 Tonneu Braunkohlenbriketts »ad 1247 Tonnen Braruikohlcn-Rasspvess'reine: ausserdem wurden i» Hessen prod».

ziert 7659 Tonnen Steinpresskohlen. _ Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, iowie das Abiasses und Selbstverbrauck^. verblieben am Monatsichluss absatzfähig 1846 Tonnen Rohbraunkichlen. 787 Tminen Braunkohlenbriketts, 6028 Tonnen Brwuiidohlen-Rassprehsteine und 16 270 Tonnen Stein- kohlen-Prehsteine, zufamunan 24 925 Tonnen Kohlen nnd Kohle»- Produkt« im Gesamtwert von 380 000 Mark.

Zur Sammlung ivarmkr «riegsunterlleidung. Das Zentral.

komitec des deutsche» Landesvercin» vom Roten Kreuz in Berlin hat einenSriegSauSschuss sür »'arme llnlerlleidung" eingesetzt, dessen Aufgabe es ist, wärmende Kleidungsstücke im Wege der srei- willigcn Hilsstätlgkeil zu sammeln und ptanmnssig an unscrc Im >leide stehenden Truppen zu verteilen. Der üriegsausschnss hat sich iiisolgcdcssen mit Rundschreiben an Behörden, (stcmcinden. Private usw. gewandt und um Sendimge» von Vvllsachcn an den Kriegsaiisschuss in Berlin »nd von ttzcldgabc» zum Ankauf von Wollsachen a» ein Beriiner Bankhaus gebeten Es ist hierzu zu bemerken, dass die hessische» Orgauisationen des Roten Kreuzes sich schon seit langen Wochen die Versorgung der hessischen Truppen­teile mit wärmende» wollenen Klciduiigsstiickeii angelegen sein lasse» und dass sie hierin auch planmässig weiter forisahren werden. Andererseits ist fcstziisicUeii. dass der Kriegsaiisschuss in Berlin durch seine» Ausrus diese hessische Arbeit nicht störe» will, sonder» wesentlich da zur Arbeit ausrufeii wollte, wo noch nichts oder ivenig geschehen war. Es wird hiernach, was das Eiebiet des lürosshertog- tums Hesse» anlangt. zur einheitlichen Lösung der gcslelllcn ?>us- gabc rich'iger sein, wenn alle diejenigen, welche i» opferwilliger Weise warme Klciduiigsslückc (Strümpfe, Leibbinde», Pulswärmer, Unterhosen, Iluteriackeii, Wollhemde», «opsschützer »siv.s oder Weift zur Anschaffung von solche» spenden wolle», nach wie vor ihre Gaben an die Sammelstellen des Hessischen Rote» Kreuze» abliefer» »nd nicht nach Berlin.

Ausschuss sür Rat und Hilfe in staat»- »nd völkerrechtliche» Angelegeiiheite». Der durch die Jiiitlalivc des Franksiirter Friedensverein» ins Leben gerusene und der Kriegssürsvrge ein- gegliederte Ausschuss für Rat und Hilfe in staats- »nd völkerrcchl- liche» Angelegenheiten hat l» dem Vierteljahr seines Bestehens schon viel notwendige Arbeit geleistet, kr hat zunächst eine grosse Zahl von Rechtsfragen bearbeitet, welche die Interesse» Deutscher im 2l»Sland und die nötigen Massnahme» zur Wahrung dieser Ziiteressen betreffen und daneben zahlreichen in Franksurt an­sässige» Ausländern mit seinem Rat beigestandc» »nd ihnen bei ihren Wünschen die richtige» Wege gewiesen. Von Immer steigender Wichtigkeit erweist er sich als VermittilingSstellc nach »nd vom sciiidlichcn Ausland, insbesondere für die Angehörigen von Zivil­und KricgSgcsangcneii. Wer mit Angehörigen im sciiidlichcn ?l»s- land in Verbindung treten, ihnen Sendungen machen oder llntcr- stützungen zukommen lasse» will, kann sich dazu der nnenigclllichcn Auskunft »nd Vcrmittliiiig de» Ausschusses bediene,,. Burcan stunden sind täglich von 10 bis 12 Uhr, Kaiservlatz 18, erster Stock. Zweckmässig wendet sich das Publikun, von Franksurt n»d Um­gegend nicht nach Stuttgart, sondern an diese» vom Franksiirtcr Friedcnsverein gebildeten völkerrechtlichen Ausschuss.

Muss die Monatssra» versichert werden? lieber die Vcrsichc- rungspflicht der Monatssra» hat süngst das Rcichsverstcheruiigsamt eine Entscheidung von grundsätzlicher Bedeutung gctrossc». ES kvmmc nicht daraus an, führte cS aus, ob ein Monatseinkommen

im gegebenen Falle 12 Mark allgemein betrachtet für eine einzelne Person von wesentlicher wirtschaftlicher Bedciitung sei, sondern eS sei zu prüfe», ob dieses Einkvmmcn im Vergleich z» den übrigen Einkünften und dem Lebensbedarf der beteiligten Person von erheblicher Bcdcutuiig sei, und das könne hier unbedenklich schon »m deswillen verneint werden, weil bas MoiiatScntgclt von 12 Mark hinter dem Driticl des massgebenden Ortslohnc» zurück- bleibe.

Viehzählung. Am 1. Dezember dS. Fs. soll wiedenum eine Vreihzählinifl rm gan.zcn fteurtrfe» Reiche vorgen-oinmen werden Für Fördcrmng statistisä>cr im-d sozialer Znvcke sind diese Zählunaen nolweindiig und es ist die Mitivirkiring der selbständigen Ortdein- wvhner envünfcht.

Wegen VerbreUung falscher tlricgsnachrichicn wurde vom Marbiirgcr Schösse,-«erecht ein Arbeiter zu 40 Mark Geldstrafe verurteilst. Er Imtte in den Ortsckmstcn der Unkgvbung univastrc Sensatimrsiiachrichien über die Krfeflslagc verbreitet.

Ein Ans- und Einbrecher. Der vor kur,«,» and dem Gieszener Provinzial-ArvestlMis ausgebrochene Kaustna-nn Eini-l Weber wurde am Domierstag in Lnnburg wieder veichafiet. »ackchem er i» Bad Ems, Diez und Limbung ebne Anzahl schwere Einbnichsdtt-b- stähle ausgesührt hatte.

Vom Stadttheater. Rochmaiks fei aus die einzige Vorstellung des morgigen Sonntags, nachmittags 3M, Uhr hi »gewiesen. : die Wi-ldenbruchs ivirkeimgSvolles SchanspielTie Raben s> e i - I n e r i n" bei klei-nen Preisen bringt. Eine dtusssihrin-g dieses ' Werkes im Abomiement ist nicht vorgesehen.

Ter StenographenvereinTtolze-Schreq" c V Ni Giessen hielt mii vergangenen Dienstag seine diesjährige ordeinliche Gene­ra l v e r serm m l u n g g>b, die gut besucht ivar. Ans dem erstai- teton Jokiresbericht sei hervongehobrn. dass auch in dem Mwlffiif«»«» Vercinsjahre reiche Arbeit geleistet worden ist Die Zahl der Unterrichteten und Mitglieder Izat in diesem Fahre w-«d-cr>im zii- ge nommen und die auf den Wettschreib cg erzieilen Erfolgt sind ausserordendliä» gut. Es wurden inogefomt 61 1. Preise. 12 2. Preise

- und 6 3. Preise errungen, wobei noch zu berücksichtig:» ist, dass das i in Hungen angeietzte 2Zezirksn»K>fchreiheii unter de» jetzigen Ber

t kältitisien ousfallen musste. Für die im Felde stehende» Mitglieder wurden Liebesgaben versandt, die, nach den ctilgelanscnen D<rnt-

führer H. Krauskr-pf. den Bibliothekaren Sleiber und Fäggle »nd den Beisitzern Hoerfler und Hörle.

Eine Explosion von Benzol erfolgte am Mittwoch im schiilenraaim der Eifeilfteilngrn-be bei FlSdors. Arbeiter, che i» der Rähe des Mafchinenha-uf:s mit Weidenichneide» beschaitigt waren, lzörten eine» dumpfen Schlag und sahen kurz daraus eine Rauchsäule arisfteigen. Es war das Benzol fiir den Motor erplo- diert. durch welche Ursache stt noch acht seitgestellt Der ?Ra-chi-iien- sichrer wurde durch die Gewalt der Erploston durch das Fenster des MaichineichMtfes geschleudert und dabei erheblich verletzt.

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X Reue Verteilung der Kreistagsabgeordnete» sür den Kreis Wetzlar. Fufel-ze Bcrmohriing der Wahlberechtigten Z»m Kreistage ist eiiu Berich!ig.ing des Verreiilungsplanes der tlbgeordiicie» u«In­wendig geworden. Danach entfallen auf den Kreis im gan-en 2, Abgeordnete und zwar: auf die Stadt Braunfels 1: aus die Stadt Wetzlar 5: auf die 8 Landbürgern,ciftercieni. die zusammen 47 158 Eimvohner zählen, 12. und zwar: Asslar 2. Atzboch 2, Braun- fels 2. Grejfensteiii 1, Hohonsoliws 1, Launsbach 1, Rech:e»bach 2, Schöttnigrund 1. Auf den Wablvcrband der grössere» Gr,>iidolsitz.:r entfallen 9 Abgeordnete. Dieser Wahlverband zählt nur 1 .» Lstihlberechtigte, wählt aber neun Abgeordnet:. ivähreud au, die 621 09 Einwohiner das Kre-'ss »ur 26 entiallent Das zeigt auch so recht die Tchönheiten- des preussifchen Wahlrechts!

li Kreistag. Fn der letzten Sitzung des Kreistages für den Kreis Wetzlar wurde zunächst bekannt gegeben, dass di« Zivilbevöl­kerung des Kretfes Wetzlar 62 109 Personen nach der lebten Volk:-- Zahlung beträgt. Da die Vertretung des Grohgrundbesitzes rm Kreistag als zu stark befunden wird, bctchlietzt der Kreistag die Ver­minderung der Mandate dieses Standes, der bei 19 ivahlberccht-glen Personen bisher 11 Vertreter zählte, bei einer Gesamtzahl von Abgeordneten. Ferner wird beschlossen, zur Deckung der vom Krcrie ! als Lieferungsverband auf Grund des RcichsgefetzeS vom 28.ebr. 18884. August 1914 oor.zulegeude» Kriegsunlerfkiitznngeii MI di« FamrUen der en:.berusc>--cn Reservisten und Wchrlcut:, sowie zur Förderung des Gesundheitswesen-. Schasfung von Arbeitsge.egeii- I Herten usw. bei der Laitdesversichrruiissairstalt der Rheirprovmz