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stände dcr bczcichnctcn Art mit aller Schärfe vorzugehcn und für Wiederholungsfälle die S ch l j c ß u n n der betreffenden Wirtschaft » b e t r i e b e anzukündigcn, Es ftcljt zu l,offen, das, sich ein ähnliches Vorgehen in der Reichshauptstadl nicht als nötig erweisen wird, Es ist vielmehr von dem gefunden Zinn der' de- völlerung zu erwarten, das, es genügt, wenn die Biirgcrschas' wimentlich Gastwirte, Berlin» hiermit dringend davor gewarnt werden, unseren gesunden oder verwundeten Soldaten alkoholische Ge trän le in Mengen zukommen zu lasten, die zu einer Schädigung ihrer Gesundheit oder gar zu ärgerliche» Austritten in dcr Ocsscnt- lichkeir führen könnten, Tic Gesundheit n„d das Aussehen unserer Armee darf Lurch solche Tinge unter keinen Umständen geschädigt
werden. ^
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gebohrt.
W.B. London, 12. Nov. Tic englische Admiralität meldet, -aß das kleine englische Torpedokanoncuboot „Niger" heute «argen aus dcr Höhe von Tover durch ein deutsches Unter seebovt zum Sinken gebracht wurde. Alle Offiziere und 37 Mann der Besatzung wurden gerettet.
„Niger" ist 1892 vom Stapel gelausen, hat 820 Tonnen Wasserverdrängung, etwa 20 Seemeilen Geschwindigkeit, zwei -chulg 1-' und vier 17-eot-Geschütze und 83 Mann Besatzung.
Bor der Entscheidung?
Die grohe deutsche Lffeiisive.
Rotterdam, 12. Nov. Tie Teutschen sind in Nordsrank, s reich und in Flandern zu einer großen Lsscnsivschlacht über. « aegaiigen. Tixmuiden ist bereits in deutschem Besitz, und tzls ,, A p e r n st eh t unmittelbar vor dem Fall. Nach 5 " englische» Blättcrmeldungen wird die Stadt von deutschen fakl' 28- und 32-Zentimcter-Grschützen mit furchtbarem Erfolg ^ bombardiert. Wie das Echo de Paris aus Tünkirchcn meldet, machen dir Teutschen die größten Anstrengungen, bei ?)pcrn 9 durchzubrechkn und über Hazebrouk aus Calais zu marschieren. Tie deutschen Truppen sind auf sstpern in An- Wtzliqmarsch. Auch bei Arras und an der Äser nähern sich die chulm, Kämpfe der Entscheidung. Tic Stellungen der Verbündeten ö dn % sind dort durch die deutsche Artillerie sturmreif gemacht mdate > tvorden.
liiibir, l G e n s, 12. Nov. TaS Zurückweichcn dcr Franzosen aus Wniis vem Nordslügel wird durch die neueste Meldung des Taily Tics« Chronicle b e st ä t i g t. Ter Matin will erfahren haben, daß von Thielt aus 35 000 deutsche Soldaten mit IW Geschützen nach einem unbekannten Ziele abgcgangcn sein ^sollen.
Auch in Paris ist die Hoffnung ans einen deutschen Rück zug gründlich verflogen. Tie Pariser Blätter melden die tl Umwandlung Ostendes als Winterquartier. Tort würden tiefe Schützengräben und Standorte für schwere Geschütze angelegt.
Ja Amsterdam hat man, wie der Berliner Lokalanz. ul meldet, den Eindruck, daß sich die Lage auf dem Kriegsschau- ü»platz in den letzten Tagen für die Verbündeten recht nn- günstig gestaltet haben muß, da die so wortreichen amt-
I lichen Mitteilungen aus Paris jetzt in unbestimmten Ausdrücken abgesaßt und von nichtssagender Kürze sind.
Die furchtbaren Opfer.
Im Tcmps berichtet ein Augenzeuge über die Kämpfe ln Flandern. Er sagt: Die heroische Tapferkeit der An-
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greifet ist beispiellos in der Weltgeschichte. Die Deutschen stürmten mit der größten Bravour und unter Gesang dem Tode entgegen. Die Verluste der englischen Truppen waren furchtbar. Die Hälfte von ihnen wurde aufgericbcn. Viele Bataillone sind ohne Offiziere, so daß Korporale den Befehl führen. An, 30. und 31. Oktober war die englische Reiterei -,cnd>w ständig deutschem Geschützfeuer ausgcscht. Drei Regimenter verloren in wenigen Stunden 60 Proz. ihrer Mannschaft, Ebenso die Inder, die mitten in die Hölle gestellt wurden. Ein
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einziger Schuß der 42 cm-Mörscr genügte, um ganze Linie» niederzumähen. Die Gcsamtverluste der Verbündeten seien ungeheuer.
Cnqlische 2 lenoste.
Deutsche kklieger an Ciiglaiivs .Küste.
Rom, ii. Nov, Ans London wird tcleqraphiert: Dieder sind zwei deutsche Flieger über der englischen Küste beobachtet worden, und zwar einer über Sheerneß, ein anderer über Harvich. Tie sueger wurden von den Engländern erfolglos beschossen.
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Atisrüiirerischc Blätter.
^döiidon, IN, Nov. lNichtamIlichs Tie Times melden ni»,?.?*J* n -bie Regierung die Verfolgung dcr ansrührcrischcn vrwäqung ziehe, von denen drei gegen den Eintritt in das veer und die Flotte agitieren.
Serbien vor dem Zusammenbruch?
-l>si°. 12. Nov. Nach einer Meldung ans Widdin höri inan daselbst ieit vorgestern nacht andauernd Kanonendonner Q . ® cr ^llhtung Crfotrn. Man vermutet, daß die Lester- reifer dort die Tonau überschreiten, um im Timoktale der vordrmgenden serbischen Armee in den Nucken 311 fallen.
Nachrichten aus Serbien besagen, daß dcr Widerstand c>cr -erben ,'eit der letzten Niederlage bei Schabatz und Krupanj nahezu gebrochen ist, und die serbische Armee sich auf dcr Verteidigungsstellung bei Valjcwo nicht lange mehr kann, so daß mit dcr baldigen Beendigung des scrbt- wc» Feldzuges zu rechnen ist.
Die Crsicb'.ino des Aslams. Konstantinopel, 12. Nov. Ter bereits angckündigtc Fcd- vah an alle Mohammedaner bedeutet tatsächlich den „Heiligen 'itieg mit gewissen Einschränkungen zugunsten der Bundes- stenosteii und der Neutralen. Zahllose >ttindgebnngeit in In- Persien, Afghanistan und Aegypten und die -olidari- ^ Erklärung der Sunniten und Schiiten beweisen das Er- ivachen der islamitischen Welt gegen ihre Feinde.
Die selucht rttSflidirr Schisse.
n ® 0 ®' 12. 5ioo. Laut hiesigen Meldungen sind vier russische , 'ster m,d 7 g ii e j nt Aohrzeuge vor der türkischen Flotte noch rutnschen Hasen Galop gefluchtet.
Zur (Hinnalimc von Tfiusitau.
, .-fiusterdom. 14. Nov. Ter offizielle japonischc Bericht über in. DOn ^finqiaii hebt aussührlich hervor, dost die Stodi uro, d,e Deutschen bis; um äutzerften verteidigt wuroe, Widerstand sei nicht einmal erlahmt, sondern im Gegenteil och zatzer geworden, als das Fori Molikc gefallen war. Die
japanischen^Truppen sachten mit der dem lopanischcn Volke eigentümlichen z.odesverachiling, Fnsdeionderc die japanischen Pioniere hatten enfietzliche Verinfte.
Japan ^cae»i China.
Berlin, 12. Nov, Ein Privattelcgramin aus Kopenhagen teilt dcr Täglichen Rundschau mit:
Nach Berichten, die auch von der Petersburger Agentur Iveitergegebeu werden, fordert Japan von dcr chinesischen Re- gierung^die EntfernungdcrTrnppcn aus der Provinz Sch a n t u n g, deren Besetzung zur Sickterung Tfing- taus vorübergehend von Japan erfolgen werde.
^hin s Mobilmachung.
Mailand, 12. Nov. Tie Lombardia meldet ans Peking:
Ehina hat die allgemeine Mobilisation angeordnet. Tie Konsulate der chinesische» Republik in Italien geben bereits allgemeine Einbrrusungsbeschle an die chinesischen Staatsangehörigen aus.
Eine weitere Tcpeschc des Ncwvork Herald betagt, daß in Peking rin chinesisches Ultimatum als bevorstehend erachtet wird.
Amerikanische Parteilichkeit.
Tas St. Gallcner Tageblatt verössentlicht den Privalbrics eines Schweizers aus Newpork, in dem über bas ungleiche Matz geklagt wird, welches die Amerikaner gegenüber den Neutralen beobachten. Letzte Dache lct ein Schiff mit 50U00 Gewehre» und einer Ladung Tnnamit nach einem französischen oder englischen Hasen abgedampst und säst jede Dochc verließen gleiche für die Verbündeten bestimmte Sendungen von Konserven nnd Mehl Nciv- Lrlcans.
Ter Tlufstaud der Buren in Lüdafrikoi.
Hamburg, 12. Nov. Nach dem Hamburgischen Courier meldet das Rcutcrllhe Bureau aus Grund voit Prival- dcpeschcn: Nachdem Tewel mit seiner 2000 Mann starken Abteilung die Streitkräfte des Kommandeurs Cronje zersprengt hat. ist seine Vereinigung mit anderen Kräften der Aufständischen im Oranjestaat vorauszusehen. Die Regierung hat die sofortige Abreise von Verstärkungen aus Kapstadt veranlaßt. 12 englische Farmen wurden von den Truppen Tewets genommen. Südlich von Toornburg wurde eine zweite Abteilung von Regierungstrnppen, 250 Mann stark, unter dein Kommandeur Heelen, angegriffen und mußte sich nach einem Verlust von 58 Toten und Verwundeten zurückziehcn. Begttadisiuna der Erfurter Reservisten.
Tie letzten vier s, 3t. im Erfurter Rcservistcnprozeß erst zu furchtbaren Zuchthausstrascn, dann nach dem Eingreifen des Reichstags zu durchschnittlich 2 Jahren 1 Monat Gefängnis Verurteilten sind jetzt vom Kaiser begnadigt worden. Sie haben 114 Jahr im Spandauer Militärgcsängnis zugebracht.
Hefieu und Bachbargebiete.
Gießen und Umgebung.
Tic hessischen Landtagswahlen. Die Neuen Hefsifchsn
Volksblätter schreiben: „Wie wir erfahren, hat sich die sozialdemokratische Landtagsfraktion gegen die wahlkampfsreien Ersatzwahlen, die unter Wahrung des seitherigen Besitzstandes angeregt waren, ausgesprolhen. Die Sozialdeino- kratie stört also damit das Einvernehmen dcr Parteien". — Ztvar ist so ziemlich da? gerade Elegenteil von dem hier Be- haupteten richtig; indessen rührt es uns herzlich wenig, waS die Neuen Hess. Volksblätter über die Tozialdeniokratie denken und schreiben.
In die Erste Kammer berufen. Tic Großherzogin hat auf Grund einer Vollmacht des Großherzogs Geh. Justizrat Prof. Dr. Gerhard Alexander Leist, Gießen, Geh. Baurat Prof. Tr. Zllcrandcr Koch, Tarmstadt, Geh. Kommerzienrat Bamberger, Mainz, Oekononticrat Jakob Walter, Lengfeld, und Gewcrberat Jean Falk, Mainz, für die Dauer des 36. Landtags in die Erste Ständekammcr berufen.
Kein Kassccuiangrl vorhanden. Kasfcespekulanten verbreiten das Gerücht, daß ein Kaffecmangel in Deutschland herrsche und eine starke Preissteigerung bevorstche. In die- scr Beziehung ist jede Besorgnis unbegründet. Kaffee befindet sich noch in großen Mengen in Deutschland: in Hamburg lagern etwa zwei Millionen Sack und in Antwerpen ebenfalls eine Million Sack. Slutzerdeni sind gerade bei die- sein Slrtikel die Zufuhren am allerwenigsten gefährdet. Ter Zweck der Gerüchte ist nur, das Publikum zur Vorvcrsor- gung anzurcgen. damit die Spekulanten die Preise in die Höhe schrauben können. — Ganz wie bei den Kartoffeln.
— Gefallene des Gießcuer Regiments. Reservist Karl Christ aus Hainbach, Kreis Alsfeld. — Musketier Willi H o f m a n n aus Hcnchclheim. — Gefr. Dilhelnt Volk- mann aus Hcuchelhcim. — Untcrossz. Friedrich Klinke! aus Lollar. — Res. Ludwig Schneider. Jimmcrmann. aus Reiskirchcn. — Landwehrm. Heinrich Löchel aus Rüddingshausen. — Res. Heinrich M u s ch aus Rüddings- bansen. — Wchrmann Friedrich Frank aus Langenberg- heim. — Landwehrm. Heinrich Sckimiegel aus Nieder- Florstadt. — Gefr. Heinrich Faßbinder aus Lorbach. Kr. Büdingen.
— Postanweisungen für Kriegsgefangene nach England. 'Nach einer Mitteilung des Reichspostamts sind von jetzt an nach Eiroßbritannien Postanweisungen für Kriegsgefangene oder von solchen zugelassen. Die Postanweisungen sind auf der Vorderseite des für den Auslandsverkehr bestimmten Formulars mit dcr Adresse des Kgl. Niederländischen Postamts in s'Gravenhage zu versehen, während die Adresse des Enipsängcrs der Geldsendung au: dcr Rückseite des Abschnitts genau anzugebcn ist. An der Stelle, die sonst für die Freiniarkcn zu dienen hat, ist die Bemerkung „Kriegsgefangenensendung. Tax- frei" anzubringen. In s'Gravenhage werden die dcutjch- nicdcrlöndisckien Anwcüungen in niederländisch-englische nmgcschrieben. In der Richtung aus Großbritannien nach Teutschland sind Postanweisungen der Kriegsgefangenen noch nicht zugelasicn.
Für die durch den Krieg besonders schwer heimqesuchtr Provinz Lftpreufikn find bei dem rzbcrbiirqcrmcister weiter cin- qegangen von: Christian Riihl 25 Mk,, N. R. 5 Mk., Glasermcister Georg Luh 5 Mk,, Zahlmeister Witting 10 Mk,, Frau Schöncwolf 1V Mk,, Frau Medizinalrat Stammler 10 Mk,, Fräulein Storger
•1 Mk . ft n Mk. N, N 17,10 Mk. »riininal^inmissar Müller 5 Mk,, Stadtverordneter Löbcr 20 Mk,, P, S. 5 Mk., Frau Oberst Fmanuel 20^1>!k,, L. Dolss :t Mk,, Heinrich Hof 5 Mk,, von den Arbeitern dcr TabaksabrN August Ackermann zu Garbcntrich »0 Mk , Stadtverordneter Friedbcrgrr 50 Mk,, aus einer Sammlung dcr Gicßencr Lokomotivführer nnd deren Anwärter 50 Mk„ Geh. ckVedizinalrat Tr, Habcrkor» 00 Mk,, Fiistriiinentciimachcr Heinrich Schmidt 10 Mk„ L. F, 5 Mk.. Pros, Freiherr v, GaU 10 MI., Stadtverordneter H, Dinn 50 Mk,. Hosliescrant Franz Brück 20 MI,, Pröschcr 5 Rk„ Metzgern,cistrr Friedrich Schreiner 10 M>„ zusammen 504,10 Mk, Mit herzlichem Tank für diese Gaden wird um weitere Zuwendungen gebeten,
Hesfiiche Laudstürmrr im Feuergesecht, Nach Mitteilungen des BataiUonftabes des Fricdbcrger Landfturm-Fnsanterie-Bataillvns »ahm die ll, und 4, Komvagnie diele» Bataillons an eiiicm größere» Gclecht gegen sranzöüschc Alpenjäger in dcr Nähe von Rarkirch teil. Tabci sielen von dcr 5, Kompagnie die Dehrmänner H, Dill aus Rodheim v, d, H„ Dilhclin Rühl aus Pvhlgön», von dcr 4, Kompagnie Gefreiter Otto Müller au» Bad-Nauheim und dcr Wehrmann Heinrich Sommer aus Stockden» bei Büdingen, Sech» Landsturmmänner wurdcii mehr oder minder schwer verletzt.
— Am Turm de» Schlachtholks werden jetzt endlich die Uhren angebracht, wodurch ihm doch ein besseres Aiisscbcii gegeben wird. Schon jahrelang starrte» die für die Uhren bestimmten und mit Holz verichaltcn Locher wie blinde Augen in die Ferne.
— Ter Winterjahrplan, dcr seit S. November in Gültigkeit ist, wird heute unserem Blatte bcigclegt. Einem Teile dcr Abonnenten wurde er bereit» gestern zugcstcllt.
— Selbstmord Dcr Hils»lchassncr Hosmann vo» Gieße» versuchte sich vorige Doche zu vergiften, indem er Lnsol trank. An den dadurch verursachten Verletzungen ist er am Mittwoch in der Klinik gestorben. H. ,var vo» der Bahn ivegeii nicht kiiiivaiidsreie» Lcben»wandcl» entlassen worden und infolgedessen in Rot geraten, wodurch er wabrscheiiilich zu dem Schritte veranlaßt w»rde. Er stammt au» Muschcndcim und hintcrläßt Frau und zwei Kinder.
— Däjchediebstohl. Vorige Woche in der Nacht vom Freitag zum Samstag wurden au» den, Garten Astcrweg 50 mehrere Wäschestücke, Hemden, Strümpfe iisw. gestohlen, die dort zum Trocknen ansgchängt waren. Von dem Täter hat man keine Spur.
Kreis B.'-etzlar.
I. Krosdors-Gleiberg. Morgen. Samstag, 14. November, abends 7 Uhr, findet die G c in c i n d e r a t s w a l> l statt. Von der dritten Klasse scheiden unsere Genossen Ehr. Schmidt und Karl Stork ans, welckze auch wieder kandidieren. Wir ersuchen alle noch zu Hause befindlichen Wähler, sich an der Wahl zu brtetligcn. Wahlberechtigt sind alle männliche Personen, die 24 Jahre sind und die vreußischc Staatsangehörigkeit besitzen.
Ii, Darum führen wir dcu gegenwärfige» Krieg? Ter General» sekvelär de» Gustav-Adols-Vericin»'-, Herr Pastor Geißler ans Leipzig, bielt dieser Tage m der Hoipita-lfirck-e in Wetzlar einen Vortrag über di« Kwiegsarbcir feilte» Vereins, Tassei führte er tt. a. folgende» aws: „Darin» aber sind ivir Ilsserhatip! gezwungen, Krieg z» führen? Wen» ivir tmr innere stol.ze Flotte n-icht geschaffen imd mi» keine Kotoi,ien zwgclc,N ltzittc», wäre e» England nie cint- ncsalleit, mt» den Krieg zu rrNären: ja c» hätte sogar die amderrn Länder davon assgehalre,,. una mzzugreisen. Aber Gott selbst hat trn-z m die Dcltpoltt-ik hniriiigetriebeit. Sie gehört mit zu den großen Anifgaboit, di« d«> doufiche Volk zu erfiillen lutt" Hlerinit ist also die Berantniorttuig für den grausigen Völkermord dem lieben Herrgott zugcschosscn,
>>. Kriegsopfer, Fn den letzten Tagen kamen allein üt>er Betzdorf nach Dillenduig, Wetzlar und Gießen 7 bis 800 Verwunde!«,
K Maßnahmen zur Kartosselverlorgung. Ter konnnandieiieiide General des 8 Annieelorpa >>at verfiigt, daß au» dem Regierung» bezitk Eoblenz, also auch au» den, Kreise Wetzlar, ferne Kartoffel-» über den Bezirk der Rheinprvvinz ouSgefülirt iverden dürfen,
I>, Maul, und Klauenseuche, Nach einer anillichen Bekaimt- machiniig des Loiidrat» zu Wetzlar stehen zivci Gehöfte der Stadt Wetzlar Witter dem Verdacht dcr Maul- und Klauenseuche, wcshalv der heutig« Viehmarkt verboten wurde.
ragcsbttllljt Des Wrotjcn öpupfmmtticrö.
Sln» Kanal vorwärts. JlttArgonnenwaldc dic^-ra»l;oscn abgewiese«» Russische Kavallerie zuräckgeworfe».
IV, 14. Großes Hauptquartier, 12. Nov., vorm. (Amilich.)
Ter über R i e u p o r t bis in den Borort L o m - bartzydc vorgedrnngcne Feind wurde vou unseren Trup Pen über die User zurückgeworsen und das östliche Aserufer bis Sauvct genommen. Ter Angriff über de» Bscrkanal südlich D i x m u i d e n schritt fort. In der Gegend östlich Ntz ern kamen unsere Truppen weiter vorwärts. Im ganzen wurden mehr als 700 französische Gefangene gemacht, sowie 4 Geschütze nnd 4 Maschinengewehre erbeutet.
Heftige Angriffe westlich vom Argonncn Walde und im Walde selbst wurden abgcwicse».
Im Osten warf unsere Kavallerie östlich Kali sch die erneut vorgcgangcne überlegene russische Kavallerie zurück.
Die sranzösischc Ansicht.
Wie ein der Franks. Ztg. zugegangener Bericht aus Paris zeigt, wird man dort angesichts der deutschen Fort- seliritte im Westen ernstlich unruhig. Es bedarf dcr ganze:'. Beredsamkeit dcr französischen Militärkritiker, um den neuen Mißerfolg dcr Verbündeten einige gute Seiten abzugc- winncn. Sie sagen: die dummen Teutschen rennen eigen- sinnig nach einem-ganz falschen Ziel. Sic erschöpfen sich durch einen Sturm am falschen Ort. Tirniniden und Apern sind wertlos für sic. Aber warum machen tins dann die Franzosen auf diesen großen Fehler noch ausdrücklich aufmerksam? Tas würden doch ihre gestrengen Zensoren ganz gewiß nicht erlauben, wenn die Kritik ernst und gut wäre. Aber tvozu streiten? Ter heutige Tagesbericht gibt die beste Antwort: „Ter Angriff über den Nserkanal südlich von Tirniniden i;t weiter fortgeschritten." Und das eben ist dcr gute Ersolg dieser „unsinnigen Bcstürmung" von Tirmuiden.
Der Utttergnnsi der „Emden".
Rotterdam, 12. Nov. Aus Sidncy werden noch einige Einzelheiten über den Untergang dcr „Emden" gemeldet: Ter Kreuzer traf in der Frühe an den Kokosinseln ein und landete 43 Mann, die den Apparat für drahtlose Tclcgravhi: zerstörten. Sie wollten gerade an Bord zurückkehren, als die „Sidney" erschien. Tie „Emden" ging wieder in Sec und ließ die Landungsabteilung zurück. Anfänglich wurden die Geschütze der „Emden" gut bedient. Später wurde die Arbeit infolge dcr Beschädigungen i>eZ Schisses schwieriger. Der Kreuzer verlor zwei Schornsteine und geriet innerhalb einer Stunde am Lintersteven tu Brand. Tie „Sidney" soll nn:


