gemacht, bevor sie die Brustwehr erstürmen konnten. Der japanische Bericht Meist auf die überaus heldenmütige deutsche Verteidigung hin und besonders auf das nächtliche Gefecht im Mondönschcin nach der Erstürmung des Moltkeforts, Die Kämpfe waren so schwer, daß von japanischer Seite der Befehl gegeben wurde, das Gefecht abzu- brechen, um den allzu mörderischen Kampf in den Straßen zu verhindern.
Krieg gegen den Zarismus.
So betitelt Genosse P a r v u s einen Artikel in der Sofiaer Arbeiterzeitung, in dem er u. a. ausführt:
„Ter Sie« deS Zarismus bedeutete einen schrecklichen Schlag für die Temokrsti« und würde einer neistralcn A«ra unqezügelder kapitalistrscher Ausbeutung gleichkoinmen, Tie Kapitalisteiiiklassc Rußlands kämpft noch mcht für die Erweiterung ihres Absatzgebietes, du sic sich noch im Inland genügend bereichern kann. Darum wünscht die russische Bourgeoisie schadewsroh di« Vernichtung der ausländischen Industrie, Für die russische Bourgeoisie ist der Weltkrieg ein« Notwendigkeit, Zugleich zeigt sie dem Zarismus ihre Macht als nationale Triebkraft. Ter Krieg,Saitsbruch ist fllr den Zarismus die Rettung vor der Gefahr der Revolution, Ein Sieg Rußlands würde dem Zarismus zu ungeahnter Macht verhelfen. Auf den Leichen französischer, belgischer und deutscher Masten würde sich der Zarenthron zu neuer Größe erheben. Man muffe daher die russischen Sozialisten und Revolutionäre fragen, ob eine Niederlage des zarischen Rußland nicht unbedingt di« Revolution zur Folge hätte, die durch Beseitigung des jetzigen schäd- licheu Systems den Weg für die Demokrat« sreimachen würde, Tie Sozialisten aller Länder dürften bei dem heutigen Umsturz nicht neutral bleiben. Um die bisher eroberten Positionen zu behaupten, die vom Zarismus bedroht sind, müsse di« Teniokraii« den Kamps gegen den Zarismus aufnehmen,"
Auch der russische Genosse Lenin hat sich in einem Vortrag in Zürich dahin ausgesprochen, daß ein Sieg des Zarismus dem russischen Proletariat verderblich sei', er schilderte die Vernichtung der Selbständigkeit der Ilkraina durch Rußland »nd fährt fort:
„Tie Interessen des mteruatrowalen Proletariats überhaupi, und insbesondere diejenigen des russischen Proletariats verlangen, daß die Ukraina ihre staatliche Unabhängigkeit zuriickcrlangt, bei der sie erst die Möglichkeit gewinnen wird, die für das Proletariat unumgängtiche kulturelle Entwicklung zu erreichen. Leider sind, erklärte Lenin weiter, manche unserer Genossen russische ReichZ-
patrioten geworden..... Tie russische Nation ist groß genug,
üin einen besonderen nationalen Staat stir sich zu bilden. Dadurch wäre ihr erst die Möglichkeit der raschesten Entwicklung gegeben. In bieseO Kriege wird in der bürgerlichen Presse «in großer Lärm wegen der Vernichtung Belgiens geschlagen, aber alle schweigen von der Ruinierung der wunderschönen Ukraina, als wenn das Blut der ukrainischen Bauern nicht ebenso rot wäre wie das des belgischen Bourgeois. Es ist aber, was die bürgerliche Presse anlangt, leicht erklärlich, Tort in Belgien wird das Vermögen der großen Kapitalisten ruiniert, in deren Tienst dies« Presse steht, während in Galizien die alten Träume der russischen Negierung verwirklicht ivcrdcn . . . Tie Interessen des russischen Proletariats können unter keinen Umständen einen Sieg Rußlands in diesem Kriege erfordern."
Russische Drohung au Italien.
Das offiziöse russische Organ Rußkoj Invalid vcröfsenilicht folgende Drohung an Jialic»:
„ES ist jetzt die höchste Zeit, daß Italien cingrcisi. Es soll nicht warten, bis wir für es die Kastanien aus dem Feuer holen, den» dann werden sich andere Abnehmer finden. Italien muß gewärtig sein, daß, wenn es nicht unverzüglich losichlägt, der obere Teil des Adriatischen Meeres den Serben und Montenegrinern gehören wird,
t^ualischc «chiffsverluste.
Amsterdam, 11. Nov, In der Londoner Schissahrtsbörse wurde in der Zeit von Freitag bis Montag aus den bereits lange überfälligen großen Dampscr „Laccrentina", der einen Gehakt von 13 080 Tonnen besitzt, die Versicherungsprämie aus 80 Prozent erhöht, Ter Kapitän des vom Kreuzer „Karlsruhe" dernichtcten Dampfers „van Dnk" glaubt, baß der „Laccorcntina" von dem deutschen Hilfskreuzer „Kronprinz Wilhelm" vernichtet worden sei. Auch über das Schicksal von weiteren Dampfern ist man auf der Börse sehr beunruhigt.
Tie Rückkehr der Deutsche» aus Frankreich.
Singe», 11. Nov, <Priv.-Tel, der Franks, Ztgst Ein großer Zug deutscher Zivilgefangcner kam heute vormittag aus der Schweiz in Singen an. Es waren 839 Personen, darunter etwa 20 ältere Männer, dann einige Knaben, die zur Erlernung der französischen Sprache während der Ferien nach Frankreich geschickt worden waren und einige Mütter mit Kindern bis zum zartesten Alter, Für sie alle hat ein örtlicher Hilfsausschuß in Verbindung
A srnja.
Ein nordischer Nomon von Theodor Mügge. 111
„Warum denn so empfindsam?" fragte er dagegen. „In meinen Worten ist mehr Wahrheit, wie du denkst, was aber meine Lüge anbelangt, so kannst du die Probe machen. Ich habe zufällig ein geheimes Gespräch mit angehört, das dieser tugendhafte Herr Johann mit dem würdigen Horncmann, seinem Beichtvater, führte. Gula sitzt in einer Höhle im Gebirge und weint sich die Augen aus. Afräja will den schönen Mortuno zu seinem Schwiegersohn erheben. Marstrand bc- kannte, daß er Gula aufs innigste liebe, daß sie, als sie nock hier war. in seinen Armen gelegen und unter seinen Küssen halb toll vor Leidenschaft geworden sei. Seinetwegen sei sie entflohen, doch er schwor, sich durch nichts abhalten zu lassen, sie in sein Haus zu fuhren, öffentlich vor aller Welt ihr seine Hand zu reichen. So weit ist er, das will er! Scham, Spott und Schande ist ihm gleichgiltig. Für ein Lappcnmädchen die kein Fischer an seinen Herd setzen möchte, schlägt der ver- liebte Narr alle Achtung in die Schanze."
„Du bist ja ganz blaß geworden", fügte er hinzu, indem ,er Jlda mit Hohn anblickte. „Zweifelst du noch daran, so frage den Priester, er wird dir nicht verhehlen, was wahr, was falsch ist."
Paul war überzeugt, daß Jlda nicht fragen würde. Sic konnte ihre Bewegung nicht ganz verbergen, ein geheimer, tiefer Schmerz erfüllte ihre Seele. Sie wagte auch nichts weiter zu sagen oder Einwendungen zu machen, als Paul fortfuhr, seine Sarkasmen auf den verliebten, dänischen Abenteurer zu schleudern: nur auf seinen Spott über den Bettler, dem nächstens nichts übrig bleiben werde, als den Palast seines edlen Schwiegervaters zu beziehen und ein idyllisches Dasein mit der kleinen Gula zu führen, antwortete sie mit strafendem Ernst.
„Du könntest dich täuschen", sagte sic, „denn dieser Mann,
mit dem Roten Kreuz musterhaft gesorgt. Mit Jubel und mii Tränen begrüßten die Aulommciiden de» deutschen Boden und zogen nach der Halle, wo aus blumengcschmückten Tischen Kaffee serviert ivurdc, Ter Vertreter der badischen Regierung, Gchcim- rat Straub, begrüßte die Landsleute im Namen der Reichs- und badischen Ncgicruna nach den vielen Enibehrungcn, Leiben und Beschimpfungen, die sic in Krankreich zu erdulden gehabt hätten. Er dankte dann der Schweiz herzlich für ihre Licbcstäiigkcil und gab ein kurzes Bild der deutschen Wafscnersolge, Unter stürinischcm Beifall sprach er die sichere Erwartung aus, daß Deutschland siegen werde,
Tie Gefangenen stammen aus verschiedenen Lagern, auS Sables bOlonne, Gueraude, Auray usw. Lebhaft sind ihre Klagen über die rohe Haltung der Bevölkerung, die in einigen Orten mit wüsten Beschimpfungen und Mißhandlungen gegen die Deutschen vorgeggngcn ist. Dagegen wurde über die Behandlung, die die Gefangenen von den Bewachlingsinannschasten erfuhren, fast nicht Beschwerde geführt. Die klntcrkunftsoerhältnisse waren mcist ähnlich denen, die wir bereits geschildert haben. Mehrfach war die Oertiichlcit durchaus ungeeignet, lieber die Kost, die in der Regel aus zweimal Snppc mit Gemüse bestand, wozu noch mcist Früh- kasfcc kam, wurde durchweg in den großen Lagern geklagt, DaS Nachtlager bestand nicist aus Stroh für die Männer und Stroh- säcken für die Frauen, Immer wieder hörte man Klagen, daß man die Gefangene» finanziell ausznnlltzen versuchte. Auch aus den heutigen Mitteilungen erfährt man, daß deutsche Frauen und Mädchen mit Verbrechern zusamn, en et»gesperrt und wie Verbrecher behandelt wurden.
<*m japanisches Torpedoboot gesunken.
Amsterdam, 11. Nov. Neuter meldet ans Tokio: Ein japanisches Torpedoboot sank heute, als es beim Fischen von Minen beschäftigt war. Ter größte Teil der Besatzung ivurde gerettet,
Menschlichkeit im Kriege trügt gute Früchte.
Im Gegensatz zu manchen Akten der Härte oder gar Grausamkeit, deren sich die Franzosen gegenüber unseren Kriegsgefangenen und ihrem Pflegepersonal schuldig gemacht haben, ist es erfreulich, auch einmal von ritterlichem Verhalten des Feindes berichten zu können.
Der Fcldunterarzt Dr. Schiller von der 2. Sanitäts- kompagnie des 12. Armeekorps war am 10. September in Lcnharr-e in Gefangenschaft geraten. Tic französischen Offiziere und Mannschaften, in deren Gewalt er sich befand, haben ihm eine durchaus gerechte Behandlung zuteil werden lassen, die sogar kameradschaftliche Form annahm. Auch gegen die deutschen Verwundeten benahmen sich die Franzosen zuvorkommend. Dieses Verhalten der französischen Truppe wurde seitens der deutschen Behörden durch die Gegenmaßnahme anerkannt, daß das zurückgchaltene Personal der französischen „Ambulancc 13" ohne Rücksicht auf Entbehrlichkeit sogleich über Gent nach Frankreich zurückgcschickt wurde, mit besonderem Hinweis auf das gute Verhalten der Ambulance gegen unsere Verwundeten in Vertus.
800 Pferde verbrannt.
Amsterdam, tt. Nov, <Etr, Frkftst Aus Norfolk iVirginia) wird gemeldet, daß 800 Pferde an Bord des Dampsschisfes „Nem- brandt" von der Brazil and River Platc-Tampsschissahrtsgescll- schast in Liverpool, die für Frankreich bestimmt waren, jämmerlich verbrannt find. Der Kapitän des Schiffes behauptet, daß deutsche Spione den Schiissbranü verursacht hätten. Es seien bereits Drohungen gegen die „Neinbrandt" geäußert worden, als das Schiff am Samstag Baltimore verließ. Das Schiff war 200 Meilen von diesem Hafen entfernt, als der Brand auSbrach: cs kehrte sofort zur Reparatur wieder zurück,
Tie deutsche Verwaltung in Belgien.
Tic belgische Regierung in Havre hat den belgischen Be- amten gestattet, in den Dienst der deutschen Verwaltung zu treten und eine entsprechende Gchorsamserklärung zu unterzeichnen. Diese Erklärung hat folgenden Wortlaut:
„Ich Unterzeichneter verpflichle mich hiermit entsprechen,d den Beschlüssen der Haager Konvention vom 18, Oktober 1907, meine Tätigkeit gewissenhaft und treu fortzusührcu und uichbz zu unternehmen oder zuziilassen, was die deutsche Verwaltung des belgischen Staatsgebiets schädigen könnte,"
Ter deutschen Verwaltung auch den Treueid zu leisten, ist den Beamten von der belgischen Negierung verboten worden.
„Bruch des Burgfriedens."
Unter dieser Spitzuiarke schreibt die Krcuzztg.:
„Der Reichs- und Lai-btagSaibgeordnctc Tr. Pachnickc hat in Hannover eine Rede gehalten, in der er sagt«, ,d«'.n Volke, das
den du einen Schwärmer und Narren nennst, und, den du 'o bitter verhöhnst, wäre wohl im stände, dennoch zuletzt zu lachen."
„Es geht nichts über treue Freundschaft, die auf felsenfestem Glauben wurzelt," erwiderte Paul. „Tu traust ihm viel Klugheit zu."
„Weniger Klugheit, wie du es meinst, als Wahrheit, Unerschrockenheit und überlegenen Verstand."
„Das sind gewiß sehr schöne Eigenschaften, und ich Wunsche ihm allen möglichen Erfolg, zweifle jedoch daran, daß Verstand seine Sache ist, sonst, meine geliebte Jlda, würde er anders verfahren haben,"
„Was sollte er tun?"
„Er ist ganz in den Händen deines Vaters. Wenn der ihm kein Geld gegeben hätte, den Wunderbau im Walde an der Baiseif zu beginnen, so wäre nichts daraus geworden Hört jetzt das Geben ans, so wird überhaupt wenig daraus werden."
„Und ich darf nicht fragen", sagte Jlda, „welchen Rat du meinem Vater erteilen wirst."
„Danach darfst du gewiß fragen," lachte Paul, indem er seinen Arm um sie schlang und sie küßte: „denn was könnte Geheimnis zwischen uns sein: allein dein Vater wird ohne incincn Rat genau wissen, was er zu tun hat. Als dieser Däne mit seinem Königsbrief zuerst auf den Lofodcn erschien, begann Hclgeslad sogleich die Jagd, Er nahm ihm sein Geld ab und gab ihm Fische dafür. Die Spekulation konnte eben so gut fehlschlagen, wie gut nnsfallen. Tann führte er ihn :n dies Haus, um ihn ganz sicher zu wissen, denn er hatte es dahin gebracht, daß niein Oheim ohne weiteres den Gnadcv- bricf registrierte, was sonst, wenn der Bogt von Tromsö will, jahrelang hinausgeschlcppt werden kann. Ich, meine süße Jlda, batte es dem Junker wenigstens etwas sauer gemacht. Aber Helgcstad flüsterte meinem Oberin, ins Ohr: Denke, kennst mich, weiß, war ich will, W>'-r -L der Paul nicht übel- nehmen, wenn er J!da yeimführt uuv . .m Brief da U'cm
So
!
solche Opfer gebracht habe, niüffe man auch ein andere, recht einräu.men".
In dieser Auslassung erblickt das führende konse Organ einen — Bruch des Burgfriedens! Zwar w sich die Kceuzzeitung eine eigene Kritik, dafür dr l aber zustimmend die folgenden Bemerkungen aus de | dcShcimer Kurier ab:
„Das klingt ja beinahe, als ob Herr Pachnickc gia,, das deutsche Volk nicht sür sein Vaterland kämpsc, soni Opfer an Gut und Blut bringe, uni den Freisinnigen ein Wahlrecht zu erringen, Wie kann man nach einer Belohn: langen für einen Dienst, der, ivie brr Dienst fürs Bc seinen Lehn in sich und mir in sich trägt? Und nun einer Belohnung, die doch notorisch nirr für eine Minder Volkes ein Lohn wäre, für die Mehrheit des pn Volkes aber eine Sirasc! Kann man in törichterer W Burgirieden unter den Parteien brechen, um auf ii>: einen Vorteil für seine Partei oder dir eigene Popularist gatte rn'?"
Etwas vorzeitig hat hier die Krcuzzcitung die 8 verraten, die die Konservativen dem Volke zu geben sichtigen, wenn es nach dem Kriege ein gerechtes W für Preußen verlangt.
Bestätisitcr so;ia?deiuokiatischer Schul
In W i l d c n s p r i n g (Schwarzburg-Rudolftadt) ivar Male ein Genosse als Schn lihrißevstell verne ter gewählt dem aber der zuständige Landrat die Bestätigung versagt« Bcgriinduitg, daß Sozialdemokraten prinzipiell nicht bestät den. Aus eiugclvgtc Beschwerde machte sich auch die Staatsr diese Anschauung zu eigen. Jetzt scheint aber die Rogier,^ Auffassung revidiert zu haben. In einer nochmaligen G ratssitzmig. der als Vertreter der Regierung der Geh, 2 Werner bei wohnte, befaßte man sich wiederum nnt dieser Ai hcit. Das Resultat war, daß unser Genosse Otto Fischer c schuize gewählt wurde. Die Regiermig wird ihm diesmalt stätigung nickst versagen.
Das Generalkommando und der gefäh Burgfriede.
In Essen hatte das Zentruni aus grundsätzlic t Wägungen abgelehnt, einem Wahlabkommcn bcizutrei auf der Grundlage des bisherigen Besitzstandes der 8 einen Wahlkampf um die Stadtvcrordnetcnmandate machte. Unsere Partei ließ keinen Zweifel darüber, sachlich aber entschieden, der Bürgerschaft Aufklärui die Störer des Burgfriedens geben werde. Diese wurde unmöglich gemacht durch ein Verbot des präsit nm-st, das Zcitungspolemik über die Wahl Eine Beschwerde beim Generalkommando brachte < stütiguug des Verbots und die Ausdehnung auf Flr und Versammlungen. Zugleich aber erkannte das ! kommando die Forderung der Sozialdemokratie tu re-chterhaltung des Status quo als nicht unb i l und erklärte, das Verhalten des Zentrums sei n i billigen. Ohne daß unsere Partei darum gebet h ließ das Generalkommando neue Verhandlungen u bürgerlichen Parteien anbahnen, die den Erfolg hat r, nun das Zentrum auf den Kampf gegen die Soz ftj kratie verzichtete. Das in Frage stehende Mandat > uns somit.
Warnung vor Alkohol.
Berlin, 11. Nov, (XV. B Amtlichst Das Obcrkom» den Marken teilt mit: Das herzliche Verhältnis zmiichc und Volk, wie es in der preußisch-deutschen Geschichte > als ein selbstverständliches erschien, kommt besonders an r rührenden Fiirsorge zum Ausdruck, die unseren vor dem S stehenden Soldaten und den zur Heilung in die Heimc W kehrenden Verwundete» von allen Kreisen der Bcrölke gcgengcbracht wird. Um so bedauerlicher ist, daß burck Überlegtheit einzelner auf das so schöne Einvernehmen häßliche Schatten fallen, Wtr haben dabei die oft viel gehende Verabreichung, das sogenannte „Spendier alkoholischen Getränken a» leichtverwundet schäften im Auge, Es gibt kaum etwas, ivas tu der geger bitter ernsten Zeit das Auge aller vaterländisch Gesinv beleidigt als der Anblick eines Angetrunkenen, der den s Rock des Königs trägt. Ter Anblick ist in Berlin glück! eine Selkenhcit: aber ganz ist er leider auch uns nicht c blieben. Außerdem liegt für die Verwundeten starken A l k v h o l a c n n ß die Gefahr einer S ch ä d i g i Gesundheit und einer Verlangsamung der Heilui schiedenc militärische Dienststellen der Provinz haben ZeitungSmeldunaen deshalb veranlaßt gesehen, gegen
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Hochzcitstasche findet. Weiß ein mächtig Stück gut s 2 Wald, was einem Manne wohl behagen mag."
„Ich hoffe, meine Hochzcitstasche soll rein davon fiel die Jungfrau ein.
„Mag er denn in meine Tasche fallen, die gn ch ist," rief Paul belustigt. „Genug, mein Oheim r< den Königsvricf, und für einen klugen Mann ist wertvolle Sache. Sechstausend Spezies, die der vc Herr verschwendet, sind ein Bettel dagegen, und werden sie nicht ganz verloren sein. Kehrt jetzt dc * zurück, jo mag er sich entscheiden, ob er dem Junker r Sack hinwcrfen will, oder ob er ihn selbst Hineinstei Zuschnüren ist er sedcufalls fertig, denn was will Schächer ansangen? Sein Geld ist fort, seine & Vorräte, die der alte Fandrcm geborgt und Helg« bürgt hat, sind ebenfalls verschleudert und verlöret Ordnung herrscht in den, Hause, keine Fürsorge ist in der ganzen, wilden Wirtschaft waltet keine cir sorgende Hand. Olaf wird seine Fäuste anstrengen schick hinein zu bringen, allein was er heute gut ni' ? \ der geistreiche Junker morgen wieder verwirren, ^ Vater mit seinen icfwrfert Blicken wird wohl anste mehr Geld sür das hinzuwcrfen, was ihm jetzt schoi ^ „So rasch, meinst du, sei der Gaard zu Haber ^ „Bah!" rief der Schreiber, „in zwei Wochen r ** besorgt haben. Dein tief verständiger Freund hat si einmal das Geld aus eine gewisse Zeit gcsicher ^ Helgcstad cs heut zurückfordert und er es nicht scha | wird er hinausgcworfen, der Verkauf rasch anges wcm fällt cS zu als Helgcstad. Nun, mein Herzchci ' füllt dir das?" ^
„Es gefällt mir so Wohl, d aß ich Gott vo Herzen bitte, er möge mir einen Weg zeigen, es t> zu können."
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