Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete.
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r einichl. Brnperlobn Durch die Polt bezogen v,eitte!jädrt.IZLMk
rclcvl,»» 2008.
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Fnleraie tollen die 6 mal aelpa-t Kolonclzclle oder deren Ra MN ll> Vt» Bei größeren Aullrägen Radair Anzeigen wolle man di» adeiid» 7 >dr iür die iolgende Rümmer ui der Expedition aufgcbrn
Gicßcn, Freitag, Den 13. Novcmbcr UH4
9. ^aljrgang
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btfltei;. bcr ganz Tcutschland lagert e r n st c nt(t ft, Straften der Städte, und aus den
der Polizei die groftsvrccherischcn und geh nfii« ilitltmi 3 i 6 c v entfernt worden, die bas deutsche Völk die Vcr- aten d,, i seines Feinde» lehren wollten Man glaubt nicht t »km, an den Franzosen, der seine Schuhe au den Kahn,» " hat. nicht an de» Engländer, der das Schlachtfeld Im Sportplatz ver wechselt, selbst nicht mehr an den britisch^ en, der sich beim ersten Flintenschnft ge sau gen gibt.
da Deutschland weift jetzt erst wirtlich, daft es einen Kamps ft*, tq a» Leben gegen einen g c iv a 1 1 i g c n Bund iist liil l > g e r G c g n c r zu führen hat und daft es nicht zum Tanze i,, z,. andern zu Sieg oder Tod!
i Häsin, >r blicken aus eine Zeit zurück, in der wir manches schweigend llti$ dn was uns nicht gefiel. Fehl, wo es vorbei ist, kann man offen r rede». Ein Teil des deutschen Volkes hatte sich das
-. en wohl gar zu leicht vorgestellt. Tie Zuversicht,
es Volk braucht, das aus einem Kriege siegreich hcrvorgchen oar in manchen Kreisen zu Ucbcrmut und lieber. ba4a.K n g ausgeartct, das Vertraue», das: sich die Gegner zum doch alS die Schwächeren erweisen würden, verwandelte sich c Unterschätzung der seindlichcn Macht, die geradezu lich gewesen wäre, wenn die leitenden Kreise sie geteilt haben n. Aber das war wohl glücklicherweise nicht der Fall. So als nachteilige Folge jenes StimmungSrausches der ersten i jenen Kreisen, die von ihm ersaht waren, nur die Neigung jetzt ins entgegengesetzte Extrem zu vcrsalleii. ^i 1 ” mniclhoch jauchzend, dann zu Tode betrübt, pr"?" i den breiten Schichten unseres Volkes, die unter dem ‘* ,n Einslnft der Arbeiterbewegung stehen. mim jidj pon j u |,{| Cn Schwankungen im allgemeinen scrnge- Tort hat man nie den Krieg als eine Art Volksfest be- t, und nur das Bewufttsein der ungeheuren Gefahr, in der Nische Volk schwebte, hat dort den festen Willen gezeitigt, alle > Rechnungen z u r ii ck z u st e I l c n und alle Kräfte in in e n z u r c i ft e n . um zur Erhaltung des ge- fam cii Vaterlandes tätig zu fein. Tarum ist man inch nicht überrascht und noch weniger entmutigt, ch nun der Krieg mit seinem ganzen fürchterlichen Ernst ge- ( at. Man weift es zu schätzen, daft dank der Tapscrlcit unserer '»de» Volksgenosse», das deutsche Gebiet, von einigen Grenz- jlll :n abgesehen, von den Verheerungen des Krieges bisher vcr- geblieben ist, und man vertraut daraus, daft jeder feindliche E ch. sich ans deutschem Boden sestzusetzen, mißlingen wird, wie 1 her miftlungen ist.
I in BySztiter Sec. in Kolo und zwanzig Kilometer näher zur 1 e. in Kanin, haben in den letzten Tagen Gefechte mit den kl i statigcsiindcn. Man muß also damit rechnen, daft die i!i» Entscheidungen nicht im Innern Rußlands oder Russisch- « s sondern in dksien äuftersten westlichen Winkeln, nahe der scheu Grenze fallen werden. Es ist vielleicht eine de- rtfiiL 1 ,tcn Ueberraschungen des Weltkriegs, daft Nnftland ^ r wieder versucht, seinen Angriff ans deutsches Gebiet vor-
> . ^ !^gen und daft es sich in seiner Angrissslust als ein nicht ' tkerjchagender Gegner erwiesen hat.
"st in Teutschland im allgemeinen, und besonders in J^'mmten Kreisen geneigt, die militärische Kraft ge- , " ichk allzu h o ch zu bewerten. Weder konnte
> im klasniche,, Lande der Mtcaftion die seelischen Straftc als ne-
• ü, i ? tn - M* Zur Führung eines Volkskriegs „otivciidig
tiksift s3°"btc man. daft die dort herrschende Nnordnung und
* . 'zs'"" wirksames Funktionieren des groftcn mi!it-i 11 i■ en
\. l . . 5 ’»icftf. Hier haben gerade wir Sozialdemokraten viel-
eiinges unizulerucn. Aber dieses Umleriien kann iins
von allen Feinden Tculfih- ste ist. nicht nur in voll iftten, sondern auch, wie wir
. . . .. . >» militärischer.
; u ft tQ, 'b !m Gegensatz zu den westlichen Gegnern. - 4 "ch im Rückgang befindet, eine wachsende
irmactzt. «eine Bevcklkerung vermehrt sich. Tie zunehmende kriatitieriinq mach, das Volk mit den Fortschritte,i der . Volksbildung hebt sich, wenn auch langsam.
) limlDlt. i»r 4 die Verbesserung des Eisenbahnnetze» »fr- Urtiere inilitnrilche Konzentrationen möglich Wie iiark wird m 1“’°" f,cil,t ftärker ist als wir dachten, wie nar? wird Rutzland werden, wenn der Eutwicklungsprozcft noch einige Hute sorkdauert?
och dieses Später kann uns heute nur insoweit kümmern, als iitzland, den Hauptfeind, nicht aus dem Auge verlieren wollen .lüli vor allem, im Kampfe zu verhindern, daft sich die Li' x 4l > pol > kik zur Herrin der Welt anfwirf. iland ftihrt einen schweren Kamps ge ge» starke es wäre eine Feigheit, wenn wir diele Tatsache tv iclbn verheimlichen wollten. Es märe auch ein »»recht lere» lampscndcn Kaineradc» dranftcn. denn Ichwackic Feinde »n'n 'st keine Kunst. Mit der Ertcnntnis der groftcn Ans- w , ooee auch unsere Krast wachse». Uns lockt nicht der Gc- r , j' Eroberung. Triumph ans blutigen, Feld, aber wir wisicn, -,<i>r , z, i >egen müssen, wenn wir die ft! i c b e r I a g c rer- B ] i- deren Schrecken nicht a»Szn denken sind.
Hb-;, i oenchcr wie in politischer Beziehung Hai „ns der Krieg die i ‘ o c r Verteidigungsstellung gelehrt. Wir n nnz verteidigen und werben uns verteidigen!
^»ie der Feind die „Emdeu" ehrt.
Die Lehren des Weltkriegs.
e, „ c 'I tl|,t . < ! ,uNizuicr » c II. Aber d < '.u x - cr ' tui1ui ’<t bestärke», daft I \ «..'ii 0 " 5 der gcsährIich ft I ' f -teming, ro . c W j r schon ftetc- lu-.ii •t 1 den Niiisik», militärilck-er
^ k' London, 11. Rov. Rcutcrburcau meldet amt- - tr Kapitän des kleinen Kreuzers „Emden" v. Müller er Leutnant zur 2ec Prinz Franz Josef v o » H o ft e n ern sind beide kricgSgeiau-zen und nicht verwundet, -erluste der „Emden" betragen 200 Tote und 30 Per- tc. (Aum. des C. A.: Emden hatte eine Besatzung von »ann.) Tie Admiralität hat augeordnet, dasi den
Ncberlebeiidcn der „Emden" alle kriegerischen Ehren zu er- ivcisen sind und dasi der Kapitän sowie die Lfsiziere ihre Tadel behalte».
Tcr Kommandant der „Emden".
Ter vielgenannte .Kommaudant des Kreuzers „Emden", Korvettenkapitän Karl v Müller, gehört seit 1801 der Marine an Nachdem er aus »crschiedcnc Posten aktive» Marincdienst gclan hatte, ivurdc er im Fahre 1008 zur Zentralabtcilung des Rcich- mariiicamts kommandiert und erhielt dann das Kommando des Kreuzers, daS er mit so groftem Ruhm gcsiihrt hat. Zusammen mit den zwei groften Kreuzer» des oslasiaiiichcn Geschwaders „Scharnhorst" »nd „Gnejscnau" hatte „Emden" in der Siidsce im Fahre 101 l den Aufstand aus der Fnfel Ponapc z» bekämpfen, während des Bürgerkrieges in Ehina vor Nanking sür die Wahrung de- deutschen Fnlcrcsien zu sorgen, und nnternahin zu dem gleichen Zweck eine Fahrt ans dem Fangtse. Zur vollen Entfaltung feiner hervorragenden Fähigkeiten hat erst dieser Krieg dem Kommandanten Gelegenheit geboten. Kühle Ncberleguug in Verbindung mit entschlosiener Tatkraft waren die Eiacnichastc». die ihm von seinen Vorgesetzten und Kameraden nachgcrühmt wurden: er hat sie in glänzendster Weise betätigt.
Ter Feldzug im Tsten.
Ter Taqeöbericht der verbündeten.
Wie», 11. Nov. (W. B.l Amtlich wird verlautbart: 11. Stovember mittags: Tie Lperatwncn aus dem nordöstlich>'!t Kriegsschauplatz entwickeln sich plangcmätz und ohne Störung durch den Feind. In dem von »ns freiwillig geräumten Ge- diet Mittelgalizicns sind die Russen über die untere Wisloka. über RzcLzow und in den Raum von Liska vorgerückt. PrzemnSl ist wieder ringeschlpsi'rn. Im Strijtale mußte eine feindliche Gruppe vor dem Feuer eines Panzerzuges und überraschend ansgetretencr Artillerie unter grohen Ver- l n st e n flüchten.
Tcr Stellvertreter des EhesS des Gcncralstabs: von H ö s e r . Generalmajor^
Tcr Franks. Zig. wird zu der Situation aus dein nordöstlichen Kriegsschauplatz mit ihrem erneuten unerfreulichen Rückzug vor de» Rüsten geschrieben:
Während bisher die strategischen Absichten der deutschen und östcrreichisch-ungarisckieii Heeresleitung säst ganz verschleiert werden mußten, gibt nunmehr der Tagesbericht unserer Verbündeten einige Angabe», die daraus schlicfte» lasten, daft ber^ strategische Rückzug nunmehr im wesentliche» abgeichlosten ist. Seine unausbleibliche Folge ist die Räumung MiitelgalizienS. das nunmehr von de» langsam iolgcndcn Russen wieder besetzt wird. Fe iveitcr die russtichcn Truppen vorriickc». desto mehr entfernen sie sich, wie hier schon ausgesührt wurde, von den Räumen, in denen die ihnen günstigen VcrbindiinaSmöglichkcitcn liegen Fhrc Front wird ausgedehnter und gleich,eilig verlieren sie bei dem sckilcchten Zustand der west- polnischen Straften die bisherige Möglichkeit, rasch grofte Truppenteile an der Front zu verschieben. Eine bedcuisaine Rolle dürste auch in dem nunmehr einaeleitetcn Feldziigsabschniti der Festung Przemqsl ziisallen. die schon eine mchrwöckiige Bclaqerung der Olusten und einen furchtbaren Sturmangriss auSgehalte» hat. lkhscre Verbünde,en haben stckierlich die Ictzten Wochen dazu benützt die Verteidig,ingskrast der Festung, die als Stiitzviinkt siir künftige Operationen wie als ständig' Bedrohung des Feindes, den, die »mschlieftuna schwere Loser anscrlegt. gleich wichtig ist, ans den böchsten dcnlbaren Stand Zn erheben. Tcr FestungSkrieg hat zwar in, Westen eine llmaestaltuna erfahren, wo die deutschen Riesen- Mörser „nd die niächiiacn Haubitzen der Lesterrcicher auch die stärksten Werke niedcrlegeii. Fm Osten wird PrzemySl auch die neue Belaacrung, die vermutlich wenige Wochen dauern kann, steg- reich übcrstchcn/ da die Rüsten keine Snippgeschiitzc gegen die Fkftnng bcransiihre» können. Zu den wahnsinnigen Sturmangriisen. die Radio Tmitricws. des „Napoleons vom Balkan", blutigen Ruhm erheblich gcsä.mälcrt haben, wird der Befehlshaber der neuen Belagernngsarmee vermutlich weder die Menschen noch den Wagemut aiifbringen.
Nrne fcrl>if<f)c Niederlagen,
befangene.
Wien, 11. Nov. (IV. B) Von dem iüdlickien Kriegsschauplatz wird ainklick: gemeldet: II. November. In den
Morgenstunden des 10. November wurden die Höben von Misar, südlich von Schabotz, nach viertägigem verlustreichen Kampf erstürmt und bierdnrch der rechte feindliche Flügel eingedrückt und zablrcickie Gefangene gemacht. Tcr Gegner mußte die stark beseitigte Linie Misar—Cer Planina räumen und den Rückzug antretcn. Starke feindliche Nachhuten leisten in vorbereiteten rückwärtigen Verteidigungsstellmigen neuerdings Widerstand. Tic Vorrückung östlich von L o z n i c a—K rupanj geht fließend vorwärts trotz des heftigen Widerstandes der feindlichen Nachhuten. Tie Höhen östlich von Iahlaca sind bereits in unserem Besitz. Es wurden in den Kämpfen vom 6. bis 10. November etwa 4 300 Mann gefangen genommen, 16 M a s ch i n e n g c - >v ehre und 28 G e s ch ü tz e, darunter ein schnicres, eine Fahne, mehrere Munitionswagcn und sehr viel Munition erbeutet.
Budapest, 11. Nov. (litr. Frkst.l Tas erfolgreiche Vordringen unserer Truppen bei Krupanj wind wcsenllich dazu beitragen, daft die an der Trina gelogenen Gebiele der Matschwa voll
ständig besetzt werden. Fetzt l>esin>drt sich nach viertägig«! Kämpsaii, bii denen niehr-cre tausend Gesavgene gommht wurden, di« Linie Rawnsa—ftkowoselo—Lj« Sari ca vollständig in invicnrm ZZesitz. so daft der Vormarsch mricrrr Truppe,, südlich von Ljesirica völlig gesichert Ist Ernsteren Widerstand lerslelon die Serben mir bei Nmvoselo. Tie Eisenbahn Sck-adatz Lsoomca und darüber hinaus, die für unser« Vcrp'cig-ung-Siiachschiil>« übevan-» wichtig ist, befindet sich in unser«,n Besitz.
Ter Krieg im Orient.
Türkische und russische Kriegsberichte.
Konstantinopel, 12. Nov. (Etr. Frkst.) In EI Arisch
gingen bei der Einnahme des OrtcS sämtliche ä g y p t i •
' ch e n G e n d a r m c n zu den türkischen Truppen über. ^
Tie II m s a s s u n g s k ä m p s c an der k a u k a s i>s ch e n G r c n z c dauern weiter in günstiger Weise für die türkischen Waffen fort.
Koustantinopel, II. Nov. (W. V.) Amtliche Mitteilung
des Hauptquartiers der Kaukasischen Ar m c c. Unsere Armee greift die zweite Linie der russischen Stellungen an. Nach Angaben mehrerer Gefangener und russiscksor Deserteure befinden sich die Russen moralisch in schlcchtein
Zustande.
Petersburg, 1t. Nov. lElr. Frist 1 Noä, «üiom anrtltchen Bulletin wurde bei Köpr, köi der Kamps bei Spnneiiausgang neu ausg«,»mmen. als der Feind frische Kräslc von Erzerum henan- führte. Ti« Türken schein«! von dcutsckten Llsiziereii besehsiigt. Am stzachzmittag war der Kamps besonders heftig, da die Türke» ihre Vorhut mir srjischen Tivision«! stützten. Trotzdem mißlang ihr .Versuch, unsere Flauten zu imrsastcu. wir behaupieieii alle Stellungen. Eine russische Kolomte bemächtigt« sich Karakilissa» SaloschgerdS.
Tas t^ingreifc» der Tenussi.
Äonstantinopel, 11. Nov. (Etr. Bin.) Die durch den Botschafter Nabt Bcy in Rom und die gleichzeitig hier durch den Großwesir Prinzen Said Halim dem italienischen Botschafter Marouis 'Garoni abgegebenen Erklärungen haben, wie id;' erfahre, bei der E o n f n 11 n den bcstcn Eindruck her- vorgerufen. Tie türkischen Blätter weisen darauf hin. daß der Scheik der Scnuffi in Kriegs;ustand getreten ist: sie bezeichnen diesen Schritt als sehr bedeutungsvoll. Dir mutigen Seniissi-Truppen müssen eine wichtige Diversion zeitigen: sie werden die englischen Besatziingstriippcn in Aegypten zwingen, nach zwei Fronten gegen tapfere Gegner zu kämvscn. Das muß die Bcfreiuung Acgvvtens wesentlich beschleunigen. Tic Entscheidung des Scheiks der «enufsi, die englischen Unterdrücker zu bekriegen und sich gleichzeitig jedweden Einfalles in das italienische Territorium strikte zu enthalten, sind praktische Akte, deren Wichtigkeit in die Augen springt. Nach dieser Seite frei, würde Italien darauf rechnen können, die Besetzung von Tripolis zu konsolidieren. Italien )vird nicht auf der Seite unserer Feinde e'- scheinen. Jetzt, da cs ein wichtiger Staat mit muselmanischen Interessen geworden ist, wird Italien leine Politik der Unterdrückung des Islams und des- Hasses gegen., das Kalifat verfolgen wollen. Italien wird mit der Türkei und ihren Alliierten sein. Tie Intervention der Senussi in diesem 5lricgc bedeutet vom allgemeinen Gesichtspunkt ein Ercign'S von kapitaler Bedeutung.
Rttsilands Gewaltpolitik qcgcn Persien.
Wien, II. ft!»». lW. Nichtamtlich.) Die Korvesponhenz
Rirnhschou meldet ani Konstoniin-opcl: Ter russische ftNimstervch hat die Forderuna der pcrji scheu Regierung, d,e russisch«! Truppen ans Persien obzubernfen, abgelehnt. Tamil hat Rußland die persische ftkcutralität verletzt. Es verlautet, dasi Persien iwch die Vermittelung Englands angerusen und beton: hat. daft es geiwtigt sein werde, mit bewajsnctcr Hand seine Neutralität zu schützen und die riejsischcn Truppen aus den p-'rsifchen Siäd:- 7 N zu perirciben, aber «uch der Türkei keinen Widerstand entgegensetzen könne, wenn die« zur Unterstützung der persischen Regier»na ottoman.'che Truppen nach Persien en1s«:d«. Es beißt, daft Engia-ch den l«vt-n Postus der versiichen Note bcan- standet und crw-dcr! habe, inner diesen Umständen keine Vermittelung übernehmen.zukönnen.
Es erregt die größte (frbüteivnfl in Tehcran. daft. wie aus einer ausgrfangenen Korrcipondenz d:S russische» Geschäststrägens mit der Petersburger Regierung hcroorgelsi, Rußland bereits den Befehl zum Vormarsch aus Teheran gegeben hat.
Tsingtaus Heldentampf.
Berlin, 1l. Nov. Tie Kriegszeitung des Lokal-Anz. schreibt: Eine von Reuter ans Tokio verbreitete Schilderung der ungeheueren Anstrengungen und zahllosen Todesopfer, die die Japaner bringen mußten, um Tsingtau einzunehmen, läßt die Rolle der kleinen deutschen Heldensebar nur noch glänzender erscheinen. Tie Genietruppen der Japaner hotten Hunderte von Toten, ehe es ihnen gelang, das Pulver- magazin in die Lust zu sprengen. Tie Japaner wurden von dem Kugelregen der Maschinengewehre reihenweise nieder-


