Ausgabe 
12.11.1914
 
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W ^olföieitmifl

Drgan für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcffen und der Nachbargebiete.

Qderdelülck, votkS»e»tun, erfchernl \tbtn Werktag «dend m eit Der flionncwcnlÄDreift beträgt wöchenllich 16 «onatlvch uetnfdjLlÖnnoccioba Durch bic Volt bezogen btcrlcliäftcLlJäOKL

Rrdakti»n und <5rvedttion Dieben. Bahnbofskrabe 23. tLcke Lüwenaakic. Deledbou UOOH.

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Snfcrat« (ölten dir (3 mal gclpall. Ralancljeilr oder deren tftaum 15 Uf».

Bei größeren Aufträgen R.,1 alt. Anzeigen wolle man b» oben»« 1 »de für die folgende Rumme, in der Expedition aulgebe»

Gicßcn, Donncrstlig, Den 12 . iVoucmücr 1914

9. ^nlirflaiifl

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itisEes nnb Pcfoncmififice »lis i?nra(rtiij

Bordeaux, 31. CUobcv. eit einiger Zeit wird Politik diskutiert. So find »ich,! che Streitfragen. sondern sozusagen nur eine politische Form- die in der Presse und von den Abgeordneten diskutiert wird gcosik Publikuin verhält sich indisfcrcnt. Paria oder dcaur, das ist die Frage. Das Budget siir 1U15 ist noch votiert, dem Parlament noch gar nicht unterbreitet, Ein I der Senatoren miistte sich währciid der ersten IanuarhSIste ahlcn unterziehen. Dringliche Rotgesetze miissc» beschlösse» n. Das Parlament muh also vor Iahresschlnst cinberuse» n. Aber wo?

kan hat ivohl zwei Vergiiügnngslokale in Bordeaux siir die icr »nd den Senat eingerichtet, aber diese Lokale liben eine 1 schwindende Anziehungskraft aus die Parlamentarier ans. cn sülleii sich wieder die Wandelgänge des Palais Bourbon cs Lureinburgpalais mit schwatzende» Parlamentariern. Die eung sitzt aber in Bordcanr. Das schasst Unzusriedenhcit, :s hemmt den Verkehr zwischen den Ministern und Abgeord- dic diesen allerlei dringliche Wünsche ihrer Wähler z» weite» habe». Besonders unzusricdcn sind natürlich die Ab- icten de» Pariser Regime wegen derEntthronung- von Tie Regierung soll nach Paris zurück, agegen ivird geltend gemacht, dah die deutschen Truppen noch SO Kilometer von Paris stehen, dah eine vssensivc Riick- wS Feindes nicht ausgeschloffen sei. besonders solange di: ht an der belgischen Grenze nicht entschieden ist. Jedenfalls c Einbcrusung der Kammer nicht. In acht Lage» könne das t votiert, die Rotgesetze zur Vertagung der Senatswahlen ingenoininen werden. Man lönnc also bis Mitte Dezember er Einberus,ing des Parlaments warten. Solange die ileiliing nicht der Meinung sei, dah die Regierung ohne lln> mlschkeitcn siir die Dperationc» nach Paris zurückkchren miiffc fic in Bordeaux bleiben.

ringlichcr als diele kür die Parlamentarier ivichtigc Frage, ir de» Stand der kriegerischen Dpcrationcn immerhin teriftisch ist. sjd die vielen wirtschastlichcn Probleme, die der gcschasscn hät und die wahre Ursache der Unzusricbenhett bgeordneten sind.

iniächst das Moratorium. Roch vor Ausbruch der Feind- >te» hat die Regierung ein Moratorium erlaffe», dcffcn lat im Gcgcnsav zu dem beabstchtigten Zweck steht. Das lotmm autorisierte die Banke», nur 5 Prozent der bei ihnen ieileii Gelder znriickznzahlcn. Das Resultat war. dah die iktion. soweit stc sich nicht aus Lebensmittel bezieht, so gut wie >ndig zum Stillstand kam. weil die Fabrikanten die zur E>,:- »0 bei den Banke» im lausenden Konto liegenden «apitaiien behebe» konnten Dieselbe Wirkung hatte die Verlegung der tngSterininc. Dazu kam die völlige Einstellnna des t'intcr- vons durch die Eisenbahnen, die selbst heute nur in sehr be- iliem Mähe und ohne jede Garantie Frachtgüter transpor-

- >. _5<icl NushebenS hatte man mit derBeherrschung de, ätmach, AZ,er auck, der Verkehr zur Lee stockie zunächst

nnoig msaias Requirierung der Handelsilotte zu Truppen

i Ul1 ^ ^efTen Wiederaufnahme war u. a. behindert k» ,S' ,i r!I!der Dchisssmannichastc». Am empsindlich ten \x l"** i'it französische Industrie jedoch am Kohlen,iiange!

... « ^"^knProduktion ist schon in normalen Zeiten

ii <?* '"portiert aus Belgien. England und Deutschland ! ,!* CT ' ,ttl seines ikohlrnbedarfs. Zweidrincl der jran

" ^ohlc kommt aus dem nordwestliche» Kohlenrevier.

0 iT , 1'ch von Lille. Auch von hier ist die Kohlenzulnb,

^sonders (eit sich dort die kriegerischen Dve

i l.hvlr den anderen Kohlenreviere» ist die For

1 «>r chi ,"bgemindert infolge der Einberusung der Berg rmcc i» Franlreich überhaupt einen weit

1 .nuAk ' nil,4 ii der männlichen Bevölkerung, als in de» A,-,«>'^.n .andern was eine weitere Ursache der Si.llegnng vn

.ustrie ist. da viele Einberusene. Ingenieure, Vor " * .in* » "der nur schwer ersetzt werben könne». Schlief;

Eieben. dah die französische Industrie zum . urusindiiiirie ist, {>ic natürlich unter de» Folge» eines am meisten leidet, während die Metall- und Teriiliiidusti e ituotiitze ,n Rord- und tilsrankrcich habe», ivo gegenwärtig "Okrilche Krieg wütet. Ohne die reiche Ernte des landwiri a> reichen .rrankreich wäre eine ökonomische Sit ation setzt auhrrst kritisch. Glücklicherweise llnd die Lebensmittel nicht Preise gestiegen. Glücklicherweise i'ehlie es der ilchen Armee an Schuhen. llniformen nsw, deren Fadr-- viele vor dem Elemd bewahrte.

e neuen Dekrete über das Moratorium haben denen ichäd -'lltungc» erheblich eingeschränkt und sollen aüniähiich den iiMtand wieder Herstellen. Rur das Moratorium betrks'S J9 bl«-, ausrecht. Danach ist kein Mobilisierter zur i il , qn ,r -' ic * e verpjlichtcl. d. h. sie wird gestundet. Für de: j ti l ailt dasselbe, soweit ihre Miete nicht eine aewine

ii «n- Frank jährlich in Paris übersteigt. Für die muft die Zahlungsunsähigkeit nachgciviescii wer nm JjrJ.,'* »nd Desierrcicher iniinen zahlen, obwohl fic >» den i«i j -? en! »niergebrach! sind. Rudi nur das. hat die Rcg,e- 'st.^i völkerrechtswidriges Dekret erlassen, das Eigentum alle, al hi)»- ^-rlterreicher zu beschlagnahmen. Das hat zunächst - ">rler Geschäfte und Fabriken gessihri. die in die

>,n ^werden und nicht nur die Geschästsinhaber, Aitio- a J um grohcn Teil Franzosen sind, ruiniert, sondern ^ lende, die bisher Beschäftigung hatten, arbeitslos niachi. - linanzielle Situation des französischen Staates ist gleich- «e lehr lchlechte. Tic militärischen Ausgabe» beliefen sich 0 ecr ersten drei Monate des Krieges ans -HIU Millionen -j-tpoii mehr als die välsie während des ersten Monats ^e r »ot wendige» Reubeschafsungbn. Monatlich kostet der etwa 900 Millionen Frank. Dazu kommt die

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Der Äriefl.

ganz nuherordentliche Mindereinnahme der meist indirekten Steuern. Die Ausgabe der Schatzscheine hat innerhalb des ersten Monats nur 40(1 Millionen gebracht, woran das Moratorini» schuld ist. Man Hilst sich mit der Ausgabe von Papiergeld, wovon bereits über 9 Milliarde» zirkuliert. Alles in allem ist die Wirt- Ichasiliche Situation Frankreichs ungünstiger, als man erwarten konnte.

Dcr heilige Krieg.

Jnimer lauter werde» die Stimmen in der Türkei, die betonen, dasz der Kampf gegen ihre Aeinde eine gemeinsame Aufgabe aller Mohammedaner sei. Tcrtschuman-i-Nakktkat beschäftigt sich heute in einem Leitartikel mit den Pflichten Persiens »nd erklärt, daß der Kamps gegen Rußland »nd England nicht nur ein L c b c n s i n t c r e s s c . sondern eine religiöse Pflicht Persiens sei. Wenn alich Persien infolge, der englischen und russischen Intrigen heute über leine reorganisierte Arnice verfüge, würde» doch die Stämme der Säzachscvenncn. Karadagft, Bachtiarcn nnd Kai'chgais dc:n Feinde sehr gefährlich werden können. Int Scheich Uel Islamat wird eine Fctva für alle Mohammedaner beraten, wonach alle Mohammedaner, die tn den Armeen Rußlands. Englands »nd Frankreichs gegen die Türkei und gegen die ihr zur Seite stehenden Heere kämpfen, nicht als Krieger, sondern als Mörder angesehen werden. Auf Grund diesiT Fetva wird zweiseltos der Schiat lheiligc Krieg) erklärt wer­den. Es gilt heute schon als sicher, daß troll aller Ab- sperriingsmaßnahmen. namentlich Englands, der.Inhalt der Fctva unter alle» Mohamniedancrn der Welt bekannt werde!', wird.

Mohammcdattis«sleGefan(feneinTeutschland.

Das Bert. Tagb!. nielder ans Konslantinopel: Heute

trafest hier, wie der Tanin meldet. 2000 mohammedanische Gefangene ans Deutschland ein. Es sind hauptsächlich eh-- malige französische Truppen ans Algerien und Tunis, d>e jetzt in den Reiben der türkischen Arnwe gegen die Feinde des Islam kömpsen wollen Tieier erste» Abteilung soffen ng.l' weitere folgen.

Die Besctznttp, von Lüderihbrrcstt.

Das !a,ländische Bl.-.kt Vclisk't n eitihält cineu Berich! d'-- Reiitcrschcn BarpavS i : l»cr die Besetzung v'v de ritz bucht durch ein eitalisches Erpkditio'i>:ckorps. das »i'ter d:r Bcdecknnq eines Krenzers Ende Teptember ael: :er' ivar. Man sicht daraus bi: Enttänichuna darüber, tan der «igktiiitch-: P!«i. di: Btsaburg zu überfallen und Kit den «ückzu« zu »erlec.u. gescheitert ist Eine Abteilung sollte von der Lena Fslanb-Bttch' ans, 20 Kilo:net<r siidssch von Lllderitzbticht. vorvlick:» .eine andere von der Secsk, ' direkt bw Lkadr beitete: Dieser Plan mihglückie aber. n

wenigste» dadurch, dasz die Deutsch:» sich nicht überreichen l:«i:en. sondern beizeiten abzege«, ah»: de» Englät dern, wie diese gzh.ist hatten. LeöcnLUi'tir! und Eisen »zchnmaterial zu hintersaffc- Zu- rückgebltebeii ivarcn haitroää-üch Freuen. CUcrit Bcocs erliärt» die Stadt siir enalischen Besitz, ivas natürlich i rr papierae B,- drntiliia ha:. Bezeichnend iiir die Disziplin d-eses enalüchrn Erpcbitionskoip» ist das Z zciiändn.: dah trotz eüies Beiehlo von Dbcrst B.eve» gegen das Plündern d-le Kaisern z>: rcubcn beg.'M.en lx-ben.

^ alicu.

Tic Türmer Slanipa erfährt, daß das ttalieniswe Par tamenk aus da» 2. Dezember cin.berusriz werde. Tie Dau 'r der Perhandiimgen w.rd lehr litrz sein, da die itammer it<3; daraus beseliränken dürste, die Erklärungen dar r. i?» M - i.istetinms entgegenziinehmen nnd d:a Ausdehnung des pro- t"soriia,an Budgets bis z»m Sk. Jini, 10l."> zu beschließen. Daraus wird daS Parlament sich vertagen, um dc,a Phönir- Ministeriiinl Talandras Gelegenheit zu geben, einzutöse:!, was es im ezjnblitk an> feine aitickliche Fuianiliicnsetzunq vee- spricht.

Aus Antwerpen.

Ein Korrespondent des dänischen Blattes Politiken hat vor roeniaen Tage» Antiverve» einen Besuch abgestattet. Er erzählt, wie nunmehr einzelne Flüchtlinge ans k>o»a»d i» die Stadt zu- riickleliren, wenn auch nur zögernd. Bezeichnend siir die Gcniiits- verfaffüiig, worin sich diese Lcnlc besinoe», war die folgende kleine Episode. An der zweiten Station vor der holländischen Grenze ldor Eisenbahnverkehr ist von der Grenzstation Roosendal vielfach bis zur letzten Station vor Antwerpen wieder ausgenommen wor­den) geschah ein an sich tlciner Unfall, der unter gewöhnlichen, Uinstände» lei» weiteres Aufsehen erregt hätte, weil die Maschine zu schnell bremste, zersprang eine Kuppelung, svdasz durch den Skoh einige Coiipescnfterscheiben sprangen. Das halte die Wirkuna. daß die »öälfte der Reisenden, besonders die Frauen, hysterisch an» den Wagen aus die Bahnlinie sprangen und riefen:Rein, nein, wir dürfen nicht weiter fahre», wir wollen »ach Holland .zurnck!" Trob aller Bitte» und Drohungen nahmen sie ihr Gepäck wieder aus den Rucken und marschierten zu Fust nach Holland zurück.

In der Stad, selbst herrscht Ruhe und Lidnung. Für die letztere sorgen deutsche Militärpatrouille» und die belgische Bürger- wache. Tic Straszcnbahnen fahren in normaler Weise und ver­schiedene kleinere Geschäfte haben schon ihre Läden ausgemacht.

ES sollen reichlich Rahrnngsmiltel vorhanden sein, aber trotzdem seien sic rcchl teuer. Fleisch zu beschafscn ist schwierig, dagegen ist Dbst und Geflügel ziemlich billig. Der Korrespondent berichtet, daft in allen Bernsen nach Arbeitskräsie» Rachsrage vorhanden ist: iedensalls wird das siir Malergejellen zutressrn, den» lämtliche Hotels, darunter das belannte Hotel Wagner, die Anfang August infolge der Vcrhältniffe gezwungen waren, deutsche oder deutsch- klingende Namen von ihren Schildern z» entserne», taffen jetzt ihre Geschäftsschildcr eine Wiedergeburt seier». Vergnügungs­reisende» müffe immer »och dringend abgeraten werde», nach Ant- iverpen zu kommen. In der Bevölkerung aber lege sich allmählich die Erregung, da eS sich gezeigt hat, das, die Sieger bester wäret» als ihr Ruf.

Tic allgemeine Wehrpflicht in England.

London, 10. Nov. <W. B. Äiillzteuntlich.) Ter Arbeiter- äbsteordncte Barnes hielt eine Rede in Birminstbain, in der er sagte: Es geht viel bedenklick'es Gerede über die allge­meine Wehrpfliäit lim. Wenn die Konskription als praktische Frage in die Politik etntrete. werde die Nation sofort in zwei feindliche Lager geschieden sein. Biele junge Leute würden denken, daß d,rnn Amerika der letzte Znslnchts. ort der Freiheit sei. Biele würden dabin answandcrn, und inan k ö n ii t c s i e n i ch t einmal tadeln.

Bor 'Angst verrückt gcmordci»?

H. El Wells, der bekav-nte enstkisch: Schrisksteller, chbt fot den Times vom 31. CfKbcr, wohl unter der Invästonssurrlst. sol- sttudeAiitoeisung«»- siir den Fall einer deurscheii Lairdnnig: Weirn wir eines Morgen» deutsche Soldaten in England linden, so werden wir hnnps.en. Können wir nicht mit Gewelire» täinpse», so ivcrdcn wir mit SchrotstirKeu.npseii. lind wenn wir wicht nach de» KricztSrr«':!» dämpln, köirnen, so tvevdvn wir »,ns> eigen«» Enneffe» kämpsen Vi.te Männer und nicht wenig« Frauen wert«» ans.zrehcn, um Dcmsche z» schiesicn. Racki den belgischen ^lor- gängc'i iverden sie sich »echt zirriiekhtrlte» lasten. Wen» di« Sach­verständigen ei» ped-intisches Einschreiten vcrsnch>eii werde», so werden wir die Sachverständigen crschiefze» Ich weist, das; Ich hierbei für eine so hinreichende Zahl von Len!«n sprockzc. dah cs siir eine sachverständig belehrte Minderheit nutzlos, lyrssimngdlvs, gesährlich und töTwftt sein ivird. ..zahm" z» blrib«i. Sie werbe,» erschossen, ihre Häuser werden verbrämst iverden unsertwegen n-ochi . den von den Deurfchen ansgcstellle» Grundsätzen und Regel»: daher § köntzeii sie ebenssgiii <ra erster Stelle auSzeclien un,d sich im vorrmS llir ihre iinverme tzlichrn Kiimmeniiffc mit einigem Seivestcn tröste», lkgd ivkiin die Dcatsäst» o.if ihreui Sstreiszng. dnrckz di« Sec von ihren, Rückhalt abgesch.iitle». vormivstchtlich schlecht auegeftaltei. ergeii eine Ileberiizgch! käinpsciid, von Furcht eingegebrn« Mast- rege!» ii-zch belgiiche,» Mnsier ins Werk setzen sollten, io merden wir jeden d atlch.» Nachzügler, an da, wir mi! der Flinte heran- ipnunrn, massakriere» Ralüilis, Solch Pongil>cii »lag b,listig fein, ifi aber durch die Leg- geboten Wir werden di« C'ffi- ifre häige.i nnd d'e Memilchaiien erschics^n. Eät drmsck^r Ein­bruch ui England wird nicht bekämpft, sondern ge« l g ii ch t w e r d e n. "

Liurchistisch e Aare»freunde.

Ter in Paris ansässige bekannte Syndikalist dor­ne 1 1 i j c ii war kürzlich in besonderer Mission in England und Holland, um unter den dortigen Gewerkschaften inr den Anschluß a e >, e n Deutschland zu wirken. Auch rief: ihm handelt eS sich in d i» Kriege um die Verteidigung der Teinolratic gegen den deutsche» Militarismus. Auch Rußland werde nach der Zerschmetterung des dentsäzen Mili- ßrrisiiui: deinokratisiert werden. Sein früherer Freund Br. erinnert ihn daher im Rvtterdamer Parteiorgan nicht ohne Hohn daran, daß er ja IW, der Hauptorganisator eines ge­heimen Dassrntransportcs »ach Rußland war, durch den er damals den russischen Revolutionären zum Siege über den Zarism: - \n Iwlse» trachtete. Heute aber will er den Tieg dessetbcii Zarismus im Interesse der Freiheit . . .

Klerikale «nd Royaliftcn am ävcrke in Frankreich.

Tie Humanitä wandte sich erst kürzlich gegen den zu­nehmenden Einfluß und Eifer der Klerikalen. Jetzt vcr- össcntlicht sic zur Begründung ihres Kampses gegen den neuerdings stark sein Haupt kr hebenden Royalismus den Brief eines verwundeten Genossen, der erzählt, daß man in keinem Krankcnhanfc andauernd versuche, die kranken To,'- datcn zum Kirchgänge und zn Hochrnien aus den König (!) zu bewegen. To ost sie solchen Vorschlägen sich widcrsetztcn. seien sie durch Verweigerung der 2 !usgangscrlaiibnis be- srrasr worden . . .

Gegen Sie Beschlagnahme der deutschen Geschäfte

in Frauireich erhobt unser Pariser Porte,Matt Hunuuiiitr ©iuinrinrf,

,i beni t« an rcrschiedcn«» Beckvirtin neck:weist, wie biesc Beschiag» na bat« cie nationalen Iineressr > stark tckzäbig«.Da ged! es in Audcvill« ein: dculstlz: Kv.opssabrik Spindler. an d:r «nch ein Frau« -ose- boeciligt ist. Diese Fabrst must nun von S:<»atä wegen «« schlöffe., werde::. Erfolg? 400 bis 500 Arbeiter iverden auf e c Srrast: gesetzt. In Ereil ist rin ElektriziiälSwerk, welches ge- schloffen ivurde. weil c-s ein dcwtscha- llnlernehmeit mit sranMN' schon Ak'.nmären ist Der Direktor «rklärlez hast «r schon »me Be- ginn des Krieges mit der Airfertignng von EisenGrhmnaierial iw-