revidiert worden sind, gehört auch der Grundsatz, daß die Kriegführung nur der bewassnctcn Macht des feindlichen Staates gelte, nicht aber seinen unbewaffneten mehr oder weniger harmlose» Untertanen. Wenn jetzt auch die deutsche Regierung dazu übcrgegangen ist, die in Deutschland friedlich ihren Geschäften nachgehenden Engländer gefangen zu setzen so wird man sich des t i c f s ch m e r z l i ch e n Bedauerns darüber nicht erwehren können, daß eine solche Maßnahme notwendig geworden ist. Man wird aber anerkennen müssen, daß sie nidrt dem Haß gegen jene uns vielfach vertraut gewordenen Mitbewohner unseres Landes entsprungen ist, sondern lediglich der Sorge um das Schicksal der deutschen Volksgenossen, die drüben massenhaft in englischer Gefangenschaft sitzen.
Die Masscnverhaftnngen in England waren die Folge einer chauvinistischen Hetze, und diese Hetze hat auch hierzulande wieder Gegenströmungen hervorgerufcn, die über das Ziel hinausschossen. In einem offiziösen Artikel der Nordd. Allgem. Zeitung wird loyaler Weise sestgesiellt. daß in der Darstellung der Behandlung, die Deutsche in England erfahren haben, „zweifellos den Beschwerdeführern hin und wieder auch Uebertreibungen unterlaufen sind", und das Verhalten der englischen Regierung wird charakterisiert nicht als „mutwillige Grausamkeit", wohl aber als „ganz unnötige und unwürdige Härten, wie sie mindestens ohne Fahrlässigkeit von Beauftragten der britischen Krone nicht möglich gewesen wären." Tie deutsche Regierung erklärt, daß sie keinen „Wettstreit in der Brutalität gegen feindliche Staatsangehörige eröffnen" und keine „Rache an Unschuldigen" nehmen will. Man darf danach darauf rechnen, daß die verhafteten englischen Staatsangehörigen nicht mit unnötiger Härte behandelt werden.
Daß es zu solchen Maßregeln und Gegenmaßregeln kommen mußte, bleibt gleichwohl tieftraurig. Man muß aber darin ein Zeichen tiefgreifender Veränderungen erblicken, die sich im Leben der Staaten und Völker ergeben haben. Es ist eine Begleiterscheinung der zunehmenden Demokratisierung, daß alle Kriege zu wahren Volkskriegen geworden sind. Der brave Untertan der guten alten Zeit, der geduldig wartete, wen er am Ende des Krieges als seinen Herrn zu betrachten haben werde, gehört der Vergangenheit an. DaS Bewußtsein, einem Staat anzugehörcn und mit seinen Schicksalen an diesen Staat geknüpft zu sein, ist mit der zunehmenden Politisierung der Massen allgemein geworden. Auf der anderen Seite macht man jeden Einzelnen mitverantwortlich für die Unbill, die von seiten seines Staates dem eigenen Staate widerfährt. Und so kommt es, daß zuguterletzt auch demjenigen, der sich um den ganzen Krieg am liebsten gar nicht kümmern möchte, das Bewußtsein seiner Staatszuge- hörigkeit gewaltsam eingepaukt wird, indem man ihn als Deutschen in England oder als Engländer in Deutschland durch Verlust an Gut.und Freiheit fühlen läßt, daß er eben ein Deutscher oder ein Engländer ist.
Die Folge wird eine Stärkung des staatlichen Zusammengehörigkeitsgefühls sein, die, wohlverstanden, friedliches Zusammenwirken und gemeinsamen Kampf um gemeinsame höhere Menschheitsziele nicht ausschließt. Aber diese Stärkung wird nach dem Kriege vorhanden sein, und jeder Politiker wird mit ihr rechnen müssen.
Sozialdemokratie und Höchstpreise.
Die Gcneralkommission der Gewerkschaften und der sozialdemokratische Parteivorstand haben unter dem 4. ds. Mts. eine Eingabe an das Reichsamt des Innern gerichtet, in der nochmals die zur N a h r u n g s - mittelvcrsorgung erforderlichen Maßnahmen befürwortet werden. Es wird darin dem Vorwärts zufolge zunächst darauf hingcwiesen, daß die Vertreter der Gewerkschaften und des Partcivorstandes an den Erörterungen für die Prcissest- scdung tcilgcnommcn haben und grundsätzlich die Notwendigkeit der vom Bundesrat gctrossencn Maßnahmen anerkennen. Sie seien aber leider insofern enttäuscht, als die Höchstpreise viel zu hoch angcsetzt und viel zu spät festgesetzt worden
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 108
„Wer ist tot? Wer liegt tot?" Er war mit einem Jungen, der zum Hause gehörte, sortgegangcn, Björnarne dachte an diesen. „Ist Feddersen verunglückt?" fragte er.
„Möchte er unter den Steinen verfaulen!" schrie der Vogelfänger. „Nein, nein! Verdammt sei seine Mutter! Keine Schlange ist so falsch? Es ist Gewürm, Herr, cs kriecht umher, aber wenn ich es fasse, seine Gurgel fasse, ich will sie zertreten, mit meinen Nägeln zerreißen!" — Er stammelte noch eine ganze Reihe halb sinnloser, unverstänö- licher Sätze, bis Paul ihn beini Arm ergriff und ihn heftig schüttelte. — „Jetzt sprich endlich wie ein vernünftiger Mensch," sagte er im strengsten Tone. — „Ich denke, daß ich weiß, was dir geschehen ist. Da ist dein einer Hund, du bist mit beiden fortgegangen — der andere ist tot."
Wingeborg nickte ihm zu.
„Und der Schuß, den wir hörten, war auf deinen Hund gerichtet?"
„Dicht vor mir, keine zwanzig Schritte vor mir. O Herr, Nie wird ein solcher Hund mehr geboren!"
„Wer hat ihn er'chosseu?" fragte Björnarne.
„Ein Dieb, ein Räuber-, ein rothaariger Schuft, der von Renntierblut lebt!" schrie der Quäncr in einem neuen Wut- anfalle. „Mit meinen Händen will ich ihn umbringenI"
„Also ein Lappe," sagte der Schreiber, „ich dachte es wohl. Hast du ihn gesehen?"
„Keinen Schatten, keinen Mühensaum! Ich ging zwischen den Steinen fort, es liegen große Steine da und Rinnen lausen kreuz und guer, in denen Wasser fließt. Mein: Hunde waren vorauf, sie rochen nichts. Riechen sonst jeden Lappen auf hundert Schritt, muß der helle Teufel dabei gewesen sein! Plötzlich sch' ich den Hund auf ein solches Gerinn losspringen, ein lautes Gebell erheben und in demselben Augenblick kommt Blitz und Knall seitwärts hinter einem
seien. Eine Rücksichtnahme für die Spekulanten, die vorher die Preistreibereien hcrbcigesührt hätten, sei nicht am Platze. Für die Folgezeit sollte langsam der Preis hcrabgemindert werden. Vor allem sollte» der Staat und die Gemeinden die noch nicht gebundenen Gctrcidcmengcn a u k a u f c n. Vor allem wendet sich die Eingabe gegen eine weitere Erhöhung der jetzigen zu hohen Preise vom nächsten Jahre ab. Tann wird bedauert, daß für Mehl die Preise noch nicht festgclegt seien und jetzt hier de» Spekulanten freie Hand gelassen würde. Auch bezüglich der Hülsen flüchte müsse etwas geschehen. Tie Preise des Detailhandels seien hier zu hoch. Bei dem Zucker habe die Regierung überraschend schnell gehandelt, leider aber nur deshalb, weil die Gefahr bestand, daß der Zuckcrprcis zu niedrig werden konnte. Es müsse mit Rücksicht auf unsere Viehhaltung dafür gesorgt werden, daß die Zuckerrüben der Fütterung zugänglich gemacht werden. In der Eingabe wird anerkannt, daß die Militärverwaltung in einigen Bezirken bezüglich der K a r t o s f c l p r c i s c die Interessen der Konsumenten ersrculichcrweise mehr berücksichtigt habe als die Bundesratsvcrordnung bei der Preisfestsetzung sür Getreide. Aber da diese Bestimmungen nur lokaler Art seien, müssen sofort Höchstpreise für Kartoffel- und Stärkemehl gefordert werden im Hinblick nus die wüsten Preistreibereien. Tas Rcichsamt des Innern möge sich von der Auffassung befreien, daß solchen Treibereien mit Ermahnungen zur Mäßigung begegnet werden könne. Tiefe Interessengruppe sei dafür bekannt, daß sie ohne Rücksicht aus das allgemeine Interesse nur ihren Vorteil zu vertreten gewohnt sei, und deshalb soll die Reichsrcgicrung die Vorschläge der Eingabe bald erfüllen.
Der bäuerliche Lebensmittelwucher,
der sich zurzeit in gemeingefährlichem Umfange und mit dreistester Schamlosigkeit breit macht, hat auch ein Blatt der Zentrumspartei auf den Plan gerufen. In der jüngsten Nummer (147) des im Verlage des Volksvcreins sür das katholische Deutschland (M.-Gladbach) erscheinenden I u u g - land, Halbmonatsschrift für das junge Landvolk, finden wir einen Artikel mit der Ucberschrift: „Gegen den Lebcns- mittelwucher in der Landwirtschaft", der den bäuerlichen Volks- und Vaterlandsfeindcn in geradezu beispiellos dastehender Sprache zuleide geht. Das gcwinistüchtige Festhalten von Getreide und Kartoffeln und das schändliche Höherschrauben der Preise wird da gekcnnzeichu i als „wucherisches Gebaren", „ehrloses Geschäft", „Gemeinheit, „s cb m u tz i g e G e w i s s e n I o s i g k c i t", „Nieder- t r a ch t", „Brotwucher s ch l i m m st e r Art, der jeden ehrenhaft Denkenden bis auf Knochenmark erbittern muß" usw. Zu einem solchen Treiben liege nicht der geringste Anlaß vor, denn die Landwirte hätten „im ganzen in den letzten Jahren gute Geschäfte gemacht", und die Landwirtschaft sei vor dem Krieg dauernd i in Auf- schwung begriffen gewesen. Tann heißt es weiter:
„Tas verdankt sie eigener Tüchtigkeit, aber z. B. auch der Schutzzollgesetzgcbung <!), die durch die Mehrheit des VvlkS- willens mm Besten der Landwirte zustande gekommen ist. Wir wollen hier di« alte Streitfrage, ob und wi« dad Volk hierdurch zu höheren Opfern hcrangezogen worden ist, nicht der ganzen Läng« noch einmal aufrollen, Tatsache bleibt, daß das Volk ein gewisses Opfer zum Nutzen der Bauern gebrach! hat. Die einfachste Pflicht der Dankbarkeit verlangt daher, das; dieselben Bauern jetzt, wo sich jeder einschränken muß, nicht gemeiner Aus- bcutuugsgicr halber die notwendigsten Lebensmittel ohne triftigen Grund vcrtcu«rn ... Es sind die ärmer», breiten Mafien, die am meisten unter der Geldgier zu leiden haben. Bei Hnndert- tauscnden ist das Drotverdienst entweder ganz in Wegfall gekommen oder so tief herabgedrllckt worden, daß sic nur mit größter Sparsamkeit fich und ihre arme», schuldlose» Kinderckxn vor Hunger und Not »nd anderer Art schützen lönnen. Ter Ernährer und Vater steht im Feld, mn mit Leib und Lebe» di« deutschen Rcichsgrenzcn gegen übermächtige Feind« zu decken, und NM auch gerade dem dahcimgeblicbene» Bauern die Möglichkeit zu erhalten, seinen Acker zu dancn und in alter Weise seine Gcschäste zu machen. Ter Staat unierstiitzi zudem auch die Landwirtschaft nach bestem Bcrmögcn. Er zr.ht nach Tunlichkeit die unbedingt zur Auirechterhaltung des bäuerlichen Betriebs erforderlichen Jahrgänge nicht ein, beläßt dem Bauern an Pscrden und Vieh, was eben belassen werden kau» und gibt ihm beim
Block hervor, der wohl an achtzig Schritte davon lag. Bin ein Mann, der die Lappcnschlichc kennt und wußte jetzt, woran ich war. Im Gerinn vor mir steckte einer, hinter dem großen Stein ein anderer und Gott weiß, wie viele noch da waren. Gilf lag tot, er rührte kein Glied. Ich stieß einen Schrei aus, haha! einen Schrei, den sie kennen, die verdammten Schurken, nahm den Pcrn da auf, lief was ich konnte und hinter mir hörte ich ein Gelächter — sie lachten, die gelben Wölfe, die Schweine, aber sie sollen heulen, heulen wie Weiber, ich will sie zerstampfen!"
„Die Frechheit dieser Tagediebe wird jeden Tag ärger," sagte Paul. „Aus nichtsnutziger Bosheit haben sie Winge- borgs Hund erschossen. Wer kann es gewesen sein? Mortuno hat gestern den Herrn Horncniann hierher begleitet, sicher treibt das Scheusal sich noch dort oben umher und frech genug ist er dazu, uns zum Hohn solche Streiche auszuführen."
„Auch geschickt genug," sagte Hanna, „denn wie ich höre, hat er einen Adler aus der Luft geschossen."
Bei dieser Erinnerung schleuderte ihr der Schreiber einen rachsüchtigen Blick zu. — „Wenn wir den Schelm fassen könnten," sagte er, „er sollte in Tromsö an. den Pfahl gebunden und gepeitscht werden, bis ihm das Fleisch von den Knochen fiele."
„Eines elenden Hundes wegen," rief Hanna, „schnitt ich ihm bloß die Nase ab und ließe ihn laufen, wenn ich ihn nämlich gefangen hätte,"
„Wer weiß denn auch, ob es Mortuno war?" siel Mar- strand ein, „und ob die Erzählung, welche wir hörten, sich genau so verhält."
„Oder ob der Hund Gils auch wirklich tot ist," sagte JIda.
„Was auch geschehen mag," erwiderte Paul ärgerlich. „Es wird dem Gesindel hier nie an Advokaten fehlen! Laß uns hinanfgehcn, Björnarne, vielleicht gelingt es uns, den Burschen zu sangen oder wenigstens Zeichen zu entdecken, daß wir ihn zur Rechenschaft ziehen können."
Von drei Fischern und dem Quäner begleitet, mochten
Verknus der Bcutepscrde den Verzug. Sicher aber er war ,
der Staat einen andern Dank als den genannten. Fragt „ >
seiner: Wo im Deutsche» Reiche ist setzt ein Bauer, der mi, über Kriegsnot klagen könnte, so muß man sich ehrlich g> Nirgendwo. Gerade bi« in der letzten Zeit n,,t Stolz u .. erkennung so viel genannte deutsche Londwirlichast wirll mehr als das aus die Industrie zutrisst und zntrcsfen ka allen Kräften hochgchalten . . . Der deutsche Bauer trä Verantworli-chkeit für Fortbestehen und Durchhaltcn Staates, wie er ste nie getragen hat, und gewiss cn - ehrlos ist jeder, der diese Tatsache fern es f ch m i c Geldsäck« Is halber auf sich beruhen läßt. Wuchcrg Blutgetd und bringt kein Gluck . .
In einer solchen Sprache m u ß mit einem große, der bäuerlichen Bevölkerung geredet werden, mit Leut fast ohne Ausnahme stets am lautesten waren, wenn c die Sozialdemokratie als vaterlandsf l i ch zu verleumden.
Erst der Profit, dann der Patriotism
Eine recht bezeichnende Bekanntmachung erlös General v. d. Tann in München. Sic lautet:
„Fn einer Zeit, in der c3 Pflicht eines icicii Deuts fein Gold zur Reichsbank zu trage», haben sich Leute g die in Stadt und Land das Gold zu sanrmcin und ans, suchen, mn cs ins Ausland zu verbring«». Um de Machenschaften sür die Zukunft vorzubcugcn, verbiet« Grund des Art. 4 Ziffer 2 des Kriegszustandsgesetzes, G zusanimeln und auszukanscn zu den, Zweck, cs in das Alt verbringe», sowie derart gesammeltes Gold in das Ausl« Zufuhren. Personen, di« dieser meiner Anordnung zum dein, werden nach dem Kriegszustand««^ setz bestraft. Fhrc werden jeweils öffentlich bekannt-gegeben werden, i Vaterlandsliebe der Bevölkerung darf ich crivarten, daß Ihrig« dazu beitragen wird, solchen Elementen das HM« logen."
Diese Sorte Patrioten muß es schon recht toll g> haben, wenn der General zu diesen, scharfen Borge nötigt war. Aber so machen es viele: der eine wuch Kartoffeln, der andere niit Fleisch und die oben gekc neten Patrioten suchen sich dadurch Profit zu verschaff sie ihrem Patcrlaiidc Gold entziehen, um cs dem 3' teuer zu verkaufen.
Ter Zar will nach Berlin.
Nach englischen Berichten hat di« Moskauer kaufmäm, sellschaft ein Telegramm an den Zaren gerichtet, worin Wunsche Ausdruck gab, daß kein Frieden geschloffen werd solange „ich tdas H«rz des feindlichen deutschen Reiches er Daraus antwortete der Zar. daß all« Besorgnisse wegen ei zeitigen Friedensschluss!« unbegründet seien, er denke nicht FriedcnSschlnß vor der vollständigen Vernicht, Feindes.
Man sieht aus dieser Meldung, daß di« „zarten S, sädeu", die von geschäftig«,, Spinnen in .Kopenhagen gezo den, im Völkerskurm sehr rasch wieder zerrissen sind. § wie der TenipS, das Organ Poincares, will der Zar r» für beide Teil« ehrenvollen Frieden etwas wifien. Sein Z di« Vernichtung Deutschlands, der Einzug der k Berlin.
Es ist in einen, großen Teil der deutschen Presse libl Zarcnträume mit Spott zu behandeln. Die Zuversicht, diesem Spott spricht, teilen auch wir, nicht aber die Neig Kamps mit Rußland zu leicht zu nehmen. Mögen wir trauen aus die Kraft des deutsck>en Volkes die Verlustmö. im Osten noch so gering einschätzcn, so erscheint doch der Ei gerade dort auf dem Spiel« steht, gang u n e r m e ßl! ch he
Die Verwirklichung der zarischen Absichten würde t schaft Rußlands nicht allein über Deutschland, sondern ü Europa bedeuten. Deutschland führt in Wirklichkeit die < westlichen Kultur, wenn es dem geplanten Zarcndesnch ! all« organisierten Kräfte der Abwehr entgcgenstellt.
Die Ehre des Blutzaren ist repar
Genosse Karl Liebknecht vor Sem Ehrengeri in Leipzig.
Am Samstag wurde vor dem Ehrengerichts Rechtsanwälte am Reichsgericht das Tisziplinarvcrf Ende geführt, das gegen de» Genossen Dr. Karl Lieb seiner Eigenschaft als Rechtsanwalt wegen seiner A gen über den russischen Zaren auf de», Magdeburgei tag 1910 noch in, Gange ist. Tas Ehrengericht der ‘ kainmer zu Magdeburg hatte Liebknecht frcigesproch, seiner Angriffe gegen den Zaren selbst, ihm aber N
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sie sich auf den Weg. Tic Mädchen gingen ins Hau und Marstrand folgten langsam nach.
„Ich denke, dieser Spaziergang wird vergebe, sagte dieser: „denn wenn Mortuno wirklich den i
schossen hat, wird er nicht länger warten. Glauben er den Schuß abfeuerte?"
„Ich glaube cs," antwortete Klaus.
„Aber warum dieser Uebermut, diese Lust zun, fragte der junge Mann. „Haben diese verfolgten K tlnglllcks noch nicht genug Haß und starke Feindschas geladen? Müssen sie immer neuen Anlaß zu neu lust geben?"
„Bewundern Sie vielmehr den milden Sinn di, Hirten," erwiderte der Greis.
„Mild nennen Sie das?"
„Ja, mild," fuhr Klaus Horneinann fort. „Nie so wie dieser Wingeborg dci Lappen gequält, gema walttaten an ihnen begangen, sogar seine Hände in ^ getaucht. Vor mehr als zwanzig Jahren kam die' hierher und siedelte sich am Lyngenfjord an. Damast die Lappen ihre Tiere hier überall noch, allein d bcsitzer vertrieben sie aus ihrer Nähe, schossen in ih, schlugen »nbarnihcrzig Frauen und Männer, die ü sollten, und stahlen deren Kinder, um sie zu Knc Mägden zu machen. Sie steckten den Alten cir Branntwein in die Hand, machten sie sinnlos schworen dann, daß sic das Gewürm gekauft hä Christen daraus zu erziehen und der grausame Tromsö ließ jeden Lappen bis aufs Blut peitschen, wollte. Vom Lyngenfjord hat damals Wingeborl glückliche Volk vertrieben, für welches es kein ! keinen Richter gab. Er war Hclgcstads Dienst,' Pächter. Schon damals ein Vogelsänacr von seit schick, hielt er Hunde, die nicht allein .dz Vrutlöcher und Lummen spürten, sondern utu L.ppcn, gesi sie einen eigentümlichen WidcrwiU,. n.
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