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Angriffe auf die „zaristische Politik der preuhischen und hessischen Regierungen" einen Verweis erteilt. Ter Staats- onwalt legte Berufung gegen Liebknechts Freisprechung ein Liebknecht gegen seine Verurteilung. Vor einigen Tagen zog der Staatsanwalt die Berufung zurück. — Nach viereinhalb- stündigcr Verhandlung unter dem Vorsitz des Reichsgerichts- Präsidenten Freiherrn v .Säckendorff, die unter Ausschlutz der Leffcntlichkeit stattfand, wurde die Berufung des Genossen Liebknecht verworfen. Es bleibt also bei seiner Verurteilung.
Kämpfen, nicht schimpfen:
i^-ic sozialdeinokratijci)e Presse ist von nriegsbeginn an dein hätzlichcn Ausbrüchen der Leidensclxift entgegcngetreten, die sich in wüsten Schimpfereien gegen das feindliche Aus- land kundgaben. Sic hat stets anerkannt, dah die anderen Völker unter dein Zwang der Umstände ebenso zur Verleid!- gung berechtigt und verpflichtet sind, wie das deutsche Volk. Es ist erfreulich, daß jetzt auch das Rcgierungsorgan, di.' Norddeutsche Allgemeine Zeitung, zu Mähigung und Be- sonnenheit mahnt. Nachdem sie darauf hingewicsen, welchen Schmähungen der deutsche und österreichische Kaiser jetzt in der feindlichen Presse ausgcsctzt sind, fährt sie fort:
„ftn Deutschland, dem Land« der Wissenschaft. dem Lande der Tichter und Denker, sollten wir uns solcher unwürdigen Beschimpfung der seindlictoi, Staatsoberhäupter enthalten Leider findet man adcr auch des uns hier und da in den Säuusenstern Schmähbilder aus di« Könige von England und Belgien, ans den Zaren und Poincar-, Dergleichen entspricht nicht der Würde der deutschen Nation. Wir müssen ein« Ehre darrinsetzen. dem «cg. „er nicht nur auf dem Schlachiselde überlegen zu sein, sondern auch in der Art, wie wir den Krieg mit geistigen Wafsen sllhren. De» Feind. mit dem wir aus dem Felde der Ehre die Klinge lreuzen, durch niedrige Ichmöhbildcr und «chimpsreden an-,u- «reisen, ist nicht vornehm und setzt die Ehre der Nation herab, die sich solcher Mittel bedient. lieberlassen wir das denen, die e» n»iig haben, den englischen Mob. di« Pariser «packgn, mid die russischen Musch iss bei guter Laune zu erhalten. Unser deutsches Volk bedarf zur Belebung seines krsegcrischen Sänv»,ig«s solcher giftigen Medikamente „iä>t. E» tragt die Kraft, den Feind zu be, siegen, in sich selbst. Darum fort mit diesen Schmähbildern und Karten ans unseren Witzblättern und Schaufenstern!"
Wir sind an sich gegen eine »nfreundliclie Behandlung der Staatsoberhäupter vielleicht etwas weniger empfindlich als das Berliner Regierungsorgan. Aber auch wir müssen sagen: es ist schon ekelhaft, wie gerade Leute, die vor dem Kriege am Wagcnschlag fremder Fürstlichkeiten scharwenzelten. sich jetzt in Schimpfereien über diese ..geheiligten". Persönlichkeiten gegenseitig zu übcrbicten versuchen. Tabei sind die fremden Staatsoberhäupter, vom gewählten Präsidenten der französischen Republik abgesehen, doch so unbedeutende Persönlichkeiten, dag cs sich kaum lohnt, sich in Liebe oder Hatz viel mit ihnen z» beschäftigen.
Auf der anderen Seite könnte man docii aber gerade diesen Persönlichkeiten noch eher die Schuld an dem Kriegs- ausbruch zuschrcibeu als den Völkern, die ja tatsächlich in keinem Lande den Krieg gewollt haben. Was für die Staatsoberhäupter gilt, gilt darum noch viel mehr für die Völker, mit denen wir jetzt im Kampfe stehen. Wir sind im Krieg und müssen sie bekämpfen. Aber die Schimpfereien, die den Völkerhatz schüren, nützen nicht zum Sieg, sie dienen nur dazu, de» Krieg zu verewigen.
Kritische Lage der Verbündeten in Nordfrankreich.
Tic Einäscherung von Arras.
Ter militärische Mitarbeiter der Times bespricht die kritische Lage der Verbündeten in Nordfrankrcich und Belgien und ist in seinen Darlegungen wenig zuver- sichtlich. — Holländischen Berichten zufolge haben die deutschen Truppen in den letzten Tagen eine Reihe von Städten und kleinen Ortschaften in Nordbelgien besetzt.
Uebcr Kopenhagen wird dem Berliner Tageblatt aus Paris gemeldet, datz Arras im Lnuse von 48 Stunden in einen wahre» Aschenhaufen verwandelt worden sei. Es gleiche einem modernen Pompeji nach der Zerstörung. — Das Bombardement habe am Freitag seinen Höhepunkt erreicht Die Gegner standen sich auf beiden Seiten der Stadt einander gegenüber und die Artillerie der beiden Heere spie einen wahren Höllcnregen von Granaten über die Stadt aus. Die deutschen Acroplane kreisten fast ohne Unterbrechung über der Stadt und lvarsen Bomben.
Senf. fl. Nov. (Gtr. Frist.) An beiden Ufern der Mer unter- nahmen gestern die Dentschc» entschiedene Angrisse. besonders gegen oie Umgegend von Ramscapelle, ebenso bei Lombaerznde. wo die flegner mehrere Maschinengewehre verloren. Tie vcrzweiselien
rengunge» der Franzosen, von Tirmutben oder Ppcr» gegen --ncnde vorzudringe». scheiterten an dem tapferen deutschen Wider- Uederlege» zeigten sich die Deutschen gleichfalls in einem Hartnäckigen Kampfe um einige zwischen dem Kanal von La Bass,c HP 0 , .***«* sowie um die Flüsse ArraS und Life gelegenen Ori- lioallen Son h,„ bis abends fortgesetzte», meistens durch Bajonett entschiedenen Gefechten aus den Maashühen. war das bei St. «emo »«» blutigste. Alle wichtigen Stellungen wurden von den Deutschen behauptet, das gleiche gilt von den Kämpfen um einige Dörfer im Cften von Verdun. Die französischen Kritiker betonen, »atz vorläufig nichts die Vermutung rechtfertige, als hätten die Zwilchen Cften&c und Arras, wenngleich unier schwierigen Um- standen stramm zusanimengehaltenen deutschen Strcilkräftc ihr Hauptziel, äünkirchen, ausgegeden.
Der Krieg im Or ent.
Der türkische zpeld;ua qcgen Aegypten.
Konstantin, pel, 9. Nov. Es wird gemeldet, datz die lürkischen Truppenzüge nach Maan auf der Hcdschasbahn geführt würden, so datz man glaubt, datz auch ein Transport von türkischen Truppen über das Rote Meer beabsichtigt i't um Aegypten zu beeinflussen, sich zu erbeben. Tie Anzahl öer für Aegypten bestimmten Truppen ist 250 000 Mann, zu bknen jedoch noch einige tausend irreguläre Beduincnicharen Isstotzen sind. Die türkischen Truppen sind in jeder B-- iwhung für einen Wüsteiifeldzug ausgerüstet.
Neue Beschietzung von Lebastopol.
Amsterdam, 9. Rov. Ein türkisches Kriegsschiff erschien Nach Pariser Meldungen plötzlich wieder vor Sebaftopol und begaov mit der Beschietzung der Stadt. Nach den letzten Be- eichten hält die Beschietzung an.
Weiter wird gemeldet: einem türkischen Panzerkreuzer fet es während des Angriffs der türk. Flotte vor Sebastopvl
gelungen, vor der Hasencinsahrt Minen zu legen. Im dort!- gen Hase» befinden sich dir Schisse der Schwarzen Meer- olottk. «it scheinen bis zur Unschädlichmachung der Minen von der Ausfahrt abgeschnitlen.
Tie russische Offensive itt Armenien.
9. Nov. Nach einem Telegramm ouS Petersburg erstreckt sich die russische Offensive in Armenien in einer Front von 100 Luadratmcilcn. Ein Teil dcS Heeres rückt durch das lange ArarrStal in der Richtung Erscrum vor. der östliche Teil über die Höhcnzügc. wo der Euphrat seine Quellen hat. Alle« deutet darauf hin, datz die Russen bei ihrem Vormarsch große Anstrengungen machen.
Rutzlnnd tanscht Land für Kanonen!
Mailand, 9. Nov. Von einem russisch-japanischen Tauschgeschäft, das die Not der russischen Heeresverwaltung wegen der Ergänzung ihres Kriegsmaterials kennzeichnet, berichte! der bekannte italienische Kriegskorrespondcnt Margini aus Moskau. Tie Japaner haben Rußland 200 Kruppgeschütze schivercn Kalibers überlassen. Rußland bade sich dafür zur Abtretung der Hälfte der Insel Sachalin an Japan bereit erklärt.
C*iu djincjtfn cs Ultimatum nn Aapan.
W e n f, 9. Nov. Wie der Pariser Herald aus Newyork ineldet, stehe ein chinesische» Ultimatum an Japan bevor.
Tie Bcsitzcrgrtifunq Zyperns.
Athe», fl. Nov. Der vom englischen Kronrat gesatzte Beschluss, mm Bhpern, da» seit 1878 unter englisthem Protektorat steht, Besitz zu ergreisen, wird in hiesigen politischen Kreisen vom griechisch-nationalen Standpunkt au» als die Beseitigung de» Haupthindernisse» der Vereinigung Zyperns mit Griechenland angesehen. Tic erwähnte» Kreise gaben sich der Hossnung hin, dah die Annerion Zypern» nur als Vorspiel der tünftigen Einverleibung in Griechenland anzusche» sei.
Tie chilenische Neutralität.
Der chilenische Gesandte in London bat namens seiner Regierung Einspruch erhoben gegen den Vorwurf von englischer Seite, daß mit Bezug auf den Kamps im Stillen Ozean Ehile nicht absoluteste Neutralität gewahrt habe. In einem langen Erposee setzt der Minister des Aclitzern auseinander, datz seine Regierung durchaus korrekt gehandelt und keine der kriegführenden Parteien je bevorzugt habe.
Hilferuf eines Kriegsgefangene« ans Korsika.
IV. 8. Wien, fl. Nov. Von dem Professor der Theologie Bager traf in Graz ei» aus der Gcfangcnschast gerichteter Brief ein, der aus Casablanca in Korsika datiert ist. Er ist dort mit niehrcren andere» Geistlichen seit dem 10. Lktober interniert und erhebt in seinen, Briese bittere Klagen, indem er schreibt: Wir sind hier 170 Gefangene, unter ihnen Aerzte, Advokaten, Architekten, Reisende, Fabrikanten und Schutzleute. Tut doch, was Ihr könnt, für mich und fiir uns alle Wir gehen zugrunde hier, körperlich und seelisch brechen wir zusammen. Die Regierung sollte noch alle» tun, um uns auSzutauschen, sie bekommt sonst nur Ruinen zurück.
Kenossc Wilhelm Metzger •}-
Hamburg, 9. Nov. Ter sozialdemokratische Reichstagsabgcordncte Friedrich Wilhelm Metzger, lang- jähriger Vertreter des 3. Hamburger Wahlkreises, ist gestern im Alter von 66 Jahren nach schwerem Leiden g e st o r b e n.
Der Wahlkreis ist sicherer Besitz der Sozialdemokratie.
*
Berlin, fl. Nov. Liebesgaben-Diebe. Nachdem e» in den letzten Wochen gelungen war, hier und da einen der verächtliche» Menschen, die Liebesgaben-Pakcte beraubten, festzustcllen. hat man setzt aus einen Schlag eine sechSköpsige Bande unschädlich gemacht, die in der Licbesgabenzentralc des Roten Kreuzes in der Markgrafcnstrahe 40 systematisch diese erbärmlichen Tiebereie» betrieb.
Hesieu und Nnchbargebiete.
Gießen und Umgebung.
— Zur Petroleum»»!. Wir sagten in unserer gestrigen
Notiz, dah infolge der mangelnden Zufuhr überall Petroleum- not entstanden ist. Diese macht sich besonders auf den Dörfern bemerkbar, wo man noch keinen Anschlutz an die elektrischen Zentralen hat. die Kleinhändler haben entweder gar kein Petroleum mehr, oder sie verlangen erheblich höhere Preise. Merkwürdigerweise wird jetzt in verschiedenen Blättern gesagt, datz kein Mangel a» Petroleum vorlzanden sei. Auf eine Anfrage habe die Mannheimer-Bremer-Pctro- lcum-Aktiengesellschast erklärt, datz Petroleum in grotzen Mengen vorhanden sei. Tie Vorräte reichten b i s über den Winter hinaus, selbst wenn keine Zufuhren auS dein Auslande mehr erfolgten. Solche fänden aber in geringem Umfange statt. Die Gesellschaft hat ihre bisherigen Verkaufspreise nicht erhöht: der Preis ist der
gleiche wie bei Beginn des Krieges, die Tetaillisten hätten daher keine Veranlassung, wie dies verschiedentlich in starkem Maße gescbebcn st, die Verkaufspreise zu erhöhen. — Wir können dazu aus eigener Kenntnis nur bemerken, datz die Teutsch-Amerikanische Petroleumgcsellschast nur 00 Prozent des sonst gelieferten Quantums an ihre Kundschaft abgibt. Wir wissen zum Beispiel auch, datz der Konsumverein Gietzen alle Anstrengungen gemacht hat, Petroleum in genügender Menge zu erhalten, er hat aber bisher noch wenig Erfolg gehabt. Wenn die Erklärung der Mannheim-Bremer Gesellschaft richtig ist, so mutz man zu dem Schlüsse kommen, datz das Lcuchtöl von verschiedenen Grohlieferantcn zurück- gehalten wird, vielleicht in der Absicht, später die Preise in die Höhe zu treiben.
— Gefallene des Gießener Regiments. Als gefallen werden weiter folgende Angehörige des Jnf.-RegtS. Nr. 116 bekannt: Gefr. Wilhelm Fey, Steiger aus Oberndorf b-i Wetzlar. — Wehrmann Friedrich Krämer aus Wetzlar. — Musk. Heinrich Flocke aus Gietzen. — Heinrich Launs- bad) aus Reiskircben. — Gefr. Georg Schellhaas aus Tarmstadt. — Landwehrmann Wilh. Kleer aus Ober- Widdersheim. — Landwehrmann Wilhelm Naumann aus Bleichenbach. — Reservist Heinrich Langlitz aus Bind- sachsen. — Reservist Otto B ähr aus Glauberg. — Landwehrmann Otto Matter» aus Wivpenbach.
— Gefallene aus Lberheffea und den Nachbargebieten. Wehrmann Heinrich K ö r b e r aus Alten-Buseck (zuletzt in Offenbach).
— Von den in Gießen verhafteten Engländern wurden
zwei — die Herren Wilson, Vater »nd Sohn —, die in Gietzen geboren und hier ansässig sind, wieder auf freien Futz gesetzt. Autzcrdem wurden mehrere Kranke, die in Nauheim verhaftet worden wäre», wieder dorthin zurückgcbracht.
Wie Peeissteigerungkn gemacht werden. In der Frankfurter Fachzeitschrift Ter Schubmarkl wird unter der Ueberschrift ^Schuli-- handler, Ihr verlaust zu billig" solgender Brief veröffentlich,: Weitzensel», den <4. Oktober 1914.
An ben Schuhmarkt
Frankfurt a. Mat».
Nachstehend möchte ich Ihnen folgende» bekannt geben. Ich war ,n den Icyten 10 Tagen oft ans der Reise und hatte Gelegen- heu. ,n den kleinen Schuhgeschäfte» die Auslage» nebst Preisen zu studieren und fand ich e» »»verständlich, das, die meisten der kleine» Geschäfte noch ble alte» billigen Preise sür ihre Ware berechneten, währenddem doch jeder mit osscncn Augen um sich blickende Gcschästsman» bemerke» mützte, das, die grosse» Gc- schäsie ganz andere Preise sür die Ware a,„legen: so hat z. B. Satamander-Leipzig keine 12 Mk. 50 Stiesci mehr im Fenster. Ich glaube. Sie tim ein dankbares Werk, wenn sic diese Art Schuhivarcnhänbler aus die bereit» bcsichcndcn und »och zil ciwarttnbcn Preiserhöhungen in der Schnhbranchc Hinweisen, denn Mensche», die nicht verstehen. Gelb zu verdienen, sind nicht wert, dass sic t„ der Branche vegitieren. (Ilntcrschrist.)
Tic Sckiuhhändler sollen also auch da»», wen» sic ihre au»- gelegte Ware »och ,» den alten und billige» Einkausspreise» erworben habe», die VerkausSprcise auf Koste» der durch de» Krieg so schon mitgenommenen Kundschaft erhöben, um so au» der Notlage vieler einen Eztragewin» herauoznschlagen Tie Rcdaklion bcsürworiet in einem Zusatz zu dem Brief noch auodritcklich die Vorschläge de» inenlchcnsrcundllchcn Brlesschiciber»! Hat den» der Konsument — so fräst die Franksurtcr Zeitung mit berechttglc,: Entrliftung — gar keinen Anspruch aus Berücksichtigung?
— Hossnungen aus dauernden Friede»! Ulster tB7n»'sse Sautski, l>riösscirt1ichle tu der flseuen Zerr zioci Arrit«! »nler der llebersthrisr , Kr^epssiiden". Er bespeich« twmi die K-rcepssüchrung uo» früheren Zeiten bi» beute und dc» Einfluss, de» sic aus die lenkiveiie dev Völker und der BrvolkerunchSklossen ausüble. Am Schluss des zwei- !cu Artikel» führ« Kanisdy siKgeirde» aus: „tSn bUrfcn erwarten, dieser Krieg werde nod, weiestx» Monaten scha,, »m ctwnjo starkes Bedürsius »ach e-nnnn daioenrdcn Frieden aus-ldscn, wi« di« givei Fahrzehiue der Kr:^zr vor Händen Fah«n. Vielleicht wird er wie damal», durch erneu Fu-xriuttuieialen Koixflvcss at-gcsäüosien werden. Fetzt sind der Kämpsenden ütwn säst «in Tutzond, ihr Znsanrincnerirr zu,n Friedenc-schtus, stellte allein «,ne» ui-ternatiaimlr» Kongress dar. Er würde dicsinai n,cht Europa, sonder» viesinehr di« Weli vertciie» wolle». Ta würden di« Neutralen auch Zutwi« hcstchen Tee Rd- gieiuitgeu ivären heue.- »echt so nnadlssrua-a van den Völkern, wie vor hnndert Fahren. Sie könn«e» deren Wiinlchc nicht enstach tzzrw neren. Unter s»l<l>cn Umständen iväre es iticht ausa.-säsivsieu. das, dieser Kongress unlersrüvt durch di« ollqomeiite Friedeitssektnsuch-t. ein Werk schasst, dass nn-ndcstr-ns ebenso haltbar ist, wi« dod der- Wieiter Kongresse» ivar. Ein Friede von sünszig Jahren imiss aber cm dauernder, ein eiviger Frsed« werben. Tenn in diesem ,-seitnauni ist das Proletariat zivestilsohn« soweit gekommen, die Welt nach sc inen Bedürfnissen elnzurichte». Und zu diesen Bedürfnisse» zahlt in->er»ationa>ic SoUdarttät und oi-n« Politik, die steten Frieden zivi- schen den itidlker» sichert. Al» real-:» BcdUrfiri» er»«» bestimmten Gefellsckxiftszustan-des. nicht «st» otchischcs Postnlat. wird danil das Ideal so vieler Tcnker der letzten drei Falschu»dert« sein« Sr- süllung sst,de». Glei-ck-zcitig wird aber auch jcdos System der AnS- bcittuiR verschwinden — Von jeneni Zeltpuichtr an. den nnr «r- ivartcix wird zur Wahrheit werden, iva» dt» setzt nur gedankenlose Phrase war. dass jeder Fortschritt der Kultur gleichbedeutend ist mit cmim Fortschiertcn miidrr Mustichlichkeit." Feder wird wünschen, das, sich die Hosfiuiiigen jtoirittt)'» erfüllen miKlsten!
— Eine Zenirolküch«. F-n Fimitand ist. wie eine Korrelpoich«»', beruhtet, ein« neue Idee zurAusführuin« gelangt, die der Z« ntra l- k ü ch e ii, di« besonder» donsrnsgeil HauShaltn-itgon nützlich sei-n sollen, deren weibliche Mitiglioder zur Ausrechterhaltuitg der Ersttenz der Familie» daraus angewiesen sind. ei»«m Erwerbe nach, zugehen. Tic Orgonstatton einer solchen Zentralstelle sindet in der solgenden Weise statt: Jede» Mitglied bezahlt den Geschästeanteil n,«t 10 sin». Mark izirka 8 Marks, wodurch da» Betriebskapital aist- gcbracht wird. Ti« itterivaltmig wird von fünf iwetbltchenl Bor- standsmitglledern besorgt. Ti« Mitglieder bc.zahlen inmiatlich JO bi» 40 fimt. Maiff 124—82 Ddk) pro Portion, die für zwei Person«» reichlich bcnxssen ist. Nach sinnrscher Litt« iverden läglch .Zwei war,ne Mahlzeilen verabreicht. u.n> 10 Uhr vormittag» und mn 4 Uhr nachmittags. Di« „Speisekarte" wird oou den fünf Vorstandsmitgliedern jeden Samstag sllr di« kominende Woche sesigesetzt, wobei soiveitais möglich auf bi« Wünsche der Mitglieder Rücksicht gcnmn»ieii wird. Nicht nur Arbertersamiilteii. sondern a-ich viele bürgerliche Familien sollen diese Einricht>tnig benutzen, di« sich feit einigen Fahren schon gut boivährt ha-t. Bei dieser Organisation müsst« allerhrngi» volle Einigkeit unter den Mitgliedern der Genossenschast herrschen, die in diesem Falle schwerer zu erhalten sein dürste, als auf irgend einem anderen Tä-tiigkeitSgebiett. Fn der in Giessen fiir UnIersiiitziMg der Bediirsttgen een gerichtete Botksschulc lmben wir eigentlich ein kleines Beispiel einer Zentralküche. Durch eine solche Einrichtung könnt« zivrisollos viol an Brennniaterial und Zeit erspart werden, nrt* da» schon früher öfter ln sozialistischer Literatnr 5a°vg<l^t
X Standesamtliche Sterbeurkunbcn über die Gefallenen. Der
pieuftischc Minister deö Innern hat folgenden Erlass an die Oberpräsidcnten gerichtet: Da e» im staatlichen Interesse liegt,
dass di« Angehörigen aller Krie»»t«Un-chmer. welche m, Kriege fallen oder in Lazaretten versterben, eine a ni t (i ch c Na ch r i ch t oon dem Todesfälle seiten» bei Stande»- amt» erhalte», ivclche» btt, Todsssall beurkundet, besti-imne ich, dass di« Z!and:sämtcr von allen derartigen, während der Tauer de» Krirges erfolgenden Erntragmigen dei» Angehörige» einen beglaubigten Auszug kostenfrei zusenden. Als Angehörige im Sinn« dieser Anordnung kommen in Betracht: ersten» bei un- vcrhvirateten Personen der Vater b«,;w die Mutter, zweitens bei Verheirateien di« Ehefrau, sofern sie noch lebt, andtrensalls cbciifall» di« Eltern de» Verstorbenen, sofern sie noch am Leven sind. In allen Fällen erfolgt die Zusendung dee Ausz uges nnr, ivcnn di« Angetwrigen au» dem Jichalte der standesamilchen Ein- troguitg ersichtich sind.
— Ein Lanbwehrmanu d«S Giessener Ragunent» chreibt
und: Wir liegen schon be» 4. Tag in dem Schtitzengraben. Die Nächte sind meisten» sehr kalt, doch Fetter können wir mi» keins wachen, soitsr bekommen wir von den Franzosen da» instz dazu. Rccht» vor nn» liegt ein ganz verschossene» Tors, linke liegest mehrere totgeschossen« Kühe. Weiter vor befinden sich di« sranzvt,- schon Sckstitzengrhben. — Hier aus dem Feld« steht noch viel Futter, auch noch Hafer, ober niemand bringt e» ein. es geht zugrunde. Tie Leute haben ihre Häuser verlassen und sind meist nach 2üö- frankrcich auSgewandcrt. Fnfolged-'sien können wir auch ntchis kaufen, obioohl wir Geld genügend haben. Wir alten Leute müssen sehr viel durchmachcn: wir bekommen wenig Brot und überhaupt wenig zu essen. Wir wollten aber den Hunger noch ertragen, weim wir nur bald zu Hans« kämen! Wir haben schon viele Kaineraden verloren und «he e» Frieden wird, dürste noch mancher fallen. -- Wir bekommen hier von Giessm Liebesgaben genügend, doch b>» sie an un» gelangen, ist naht mehr viel da. Vielleicht wäre e» besser, ivenn die Spender bestimmten, iva» sür die Offizier« sein soll und wa» sür die Kann (duften. Doch wir danken lzcrzlich sür di« Liebesgaben! -- Wtr alle hoffen auf baldigen Frieden. Unterdessen herzliche Grüsse an all« Genossen! .
— „Es hängt Herz und Hirn daran". (Ein Feldposibriet ) Liebste, feit acht Tagen wart« ich auf einen Brief von Dir. Warum dies« Feldpost nur so langsam arbeitet. Man tut sich doch sontt o viel zugute auf di« Organrsation. Nachrichten aui der Heimat im o so das etirzige, wo» um» noch aufrecht erhält, denn Ytoter um. itegen


