' r.
< n ’Ä t ' 2t '»tn k
?.,W*
'Uti
'“tftani
'.Ul-
Mhe,
ist z
"Migü 'kn bf
*fi-
u, bol
nd.
Hill bj. ! lütli
Jtiüw, «mm» °°n dg
CU.
tiitfwfc '■ länget; -t neue: Klärung fjlwrfeR B, einer i finben.
NMINPl
fetanit
igSmüto
Siilmree
5! «NN-'
ib: thl* t ImCerr sch Iw rche mh i jffirir
in mi M|
M W
Ischl ' ng bei* ftn ich
Slmenli nd wiedl ilfflb t*
,i Seiet! nrdl w tsgräfib* chnil &*i nornnbi ibt Wit| nan M jchmi y
islapgleiy
Organ für die Interessen des werktätigen Volkes
Dü CfcccbcffMAt v»llo»el:un, erschein, leien Werltag Bbenb tn üleben. Der Abonnemenici-rei« beträgt wöchentlich Ib «tu, monatlich 0Psg.eti>1chl.BringeiIobn. Durch die Pol! bezogen vierteljäbrl.1ch0Mt,
Nedoktion »ns Vrbcdltion »leben. Bnhnbofllralle 23. »<fe S»we»,«l!c. relevbo» 2008.
anferatc tollen Sie 6 mal nefpalL jloloncljeile oder deren Raum 15 Pt». Bei gröberen Aufträgen Rai'att. Anzeigen wolle man tn« abend» 7 Hbc für die folgende Nummer in der Ervcbition auigede»
Nr. 259 Gießen, Saiilstlig, den 7. November 1!
'14 9. Iahrgiiilk
Ein englischer Sozialdemokrat legen die italienische Neutralität.
Irr Genosse Hyndman. der als langjähriger Borsitzender der ritlsche» Sozialistischen Partei auch Im Auslande sehr bekannt , hat an das italienische Blatt Secolo den solgenden Bries gr- chtel, der zur Zeit die Runde durch die Presse der ganzen Welt acht;
»Möge es mir alten Engländer, der recht „italienerfreundlich" wie a»ch deshalb, das, ich, trotz aller Jrrtlimer seiner Reerenden, immer eine tiefe Bewunderung und eine lebhafte Sym- ithle für {Italien schon feit 1SOO gehabt habe, gestattet sei», nieine edanken Uber die jetzige Krise kurz zum Ausdruck zu bringen.
Ich will in diesem Augenblick nicht de» Krieg diskutieren, eit viele» Zähren habe ich die Ueberzeugung. daß das ver- euhischte Deutschland ganz Europa zu beherrschen sucht. Heute hlt die ganze Welt, daß dies Tatsache ist. Aber die ganze Welt eist auch »nd fühlt auch, daß moralisch Teutschland schon ge- ilagen ist. weil eö die Neutralität Belgiens verlebt und dieses ;lne, mutige und mit einer unbeschreiblichen Brutalität und ransamkeit verwüstet hat.
Italien hat sehr recht gehabt, sich zu iveigern, sich in diese» iwürdigen Angriffskrieg hineinflihren zu lasten. Es hat recht el Mut dazu gebraucht, um widerstehen zu können. Das ist es, rd meine Landsleute noch nicht genügend verstehen.
In der Tat, wenn die Dinge schlecht für Frankreich und Eng- nd und Rußland ausgelaufen wären, so ivlirde Italien für seine eigerung teuer bezahlen muffen. Uebrigens die Italien in der crgangenbeit direkt geleisteten Dienste, und ganz besonders die der lnbischen Kampagne, können Italien mit Recht zögern achen. brüsk mit dem Dreibunde zu brechen.
Allerdings jetzt ilt der Augenblick für Italien gekommen, sich fiziell den Mächten anzuschliesten, die sich als eine Liga gegen n brutalen Militarismus- von Berlin zusammengefunden haben. S gibt recht gute Gründe für eine solche Entscheidung:
1. Um hoch und fest die Menschenrechte zu erhalten und die Freiheit und die llnabhäügigkeit der kleinen Staaten z» beschützen,
2. bei der Beendigung des Krieges die Befreiung der unterdrückten Nationalitäten Europas dnrchznseben,
3. zur Beschleunigung deö Endes dieses schreckliche» Zn- fammenftobes beizutragen.
4. um Italien das Recht zu sichern, solche Abtretungen von Gebieten zu fordern, die eS mit vollem Rechte wünscht. Das sowohl an» historischen wie auch ans Gründen der Raste.
A-enn Italien noch zögern würde, eine derartige Entscheidung >> fällen, so scheint mir, dast es sowohl moralisch und politisch >nen Fehler begehen würde. Diejenigen, welche nicht wagen, ein leincS Risiko aus sich z„ nehmen, werden nie erwarten können, monbers beamtet zu werden, wenn der Kampf beendet ist.
Ich bade stets Eaoour als den grösiten Staatsmann des ii V.^undens beurteilt. Aber er hat nie seine grosie Politik - u? f ,, elonftruttion Italiens gemacht, indem er seinen Platz am -»che kluger Weiser verliest, als das Spiel ihm gefahrvoll deuchte, onoeru im Gegenteil, er sandte die piemontesischen Truppen nach 5? ltcrade in einem kritischen Augenblick. Indem er dies Sn 50 **! Nch tatsächlich einen Platz für Italien im Kongrest von ' Sjß gesichert,
, ®* u ' e tft der Augenblick für Italien gekommen, bevor der Tiea der Alliierten definitiv sei» wird, eine ähn- erffiat* * "" Dressen, da es über eine viel stärkere Armee
a »i U das Schweizer Nationalratsmitglied Sigg, der
El'" «ries der Pariser Humanitö übermittelt, dast derselbe i»n «.Hü nn,cr den italienischen Genosten sehr verwirrend ge> .1" dave, wie er ans engem Berkehr mit den italienischen fle» illen wisse.
nglands?lngriffe aus den neutreilen Handel,
deftige Proteste der <Keschädigtcn !
Kristiania, 5. Nov. (Ctr. Frkft.) Ter englische Erlag ict die ?i'orbfeqpcttc wird in bcr norwegischen Prossc ein« fjenö besprochen. Tie der Regierung nahestchcnde eesse: Dogblodet und Jntelligensscdlcr, und ebenso Norgens indcls- og Sjöfarts-Tidcnde wagen noch nicht richtig lcllung zu nehmen.
Auf eine Anfrage von T i d e n s Tcgn, das England» ueste Maßregel als im ausgesprochenen Gegensatz zu n Regeln des Völkerrechts stehend bezeichnet, hat der I Minister des Auswärtigen sich geäußert, die cna-
I a>e Note erscheine ihm noch nicht ganz klar. Es stehe aber st schon fest, daß sie für Norwegens Interessen cm..- sl'mine Schädigung bedeute. Ta England nicht nmal erlaube, daß Schiffe von der neuetr Route auch nur " paar Seemeilen abwcichen, müsse die S e g e l s ch i f s - "rtnach Amerika wohl e i n g e st e I l t werden. Eng- m wolle jedenfalls allen Verkehr zwangsweise durch den
. Wten. — In Tidens Tegn äußert sich außerdem ein rvllreeder von der T h o r e s e it - S i n i c. Diese bezeichne: c neue engsischx Verfügung als für Norwegens Schiffahrt roüezu verhängnisvoll. Er ist der Ansicht, daß auch die ch'Nahrt durch den irischen Kanal bald abgebrochen r-en müsse. Englands Ostküste sei zu gefahrvoll, und da
^kuchtturnie dort jetzt gelöscht seien, vermöchten die Schiffe r bei Tage zu fahren und müßten nachts stilliegen. Tie
Der Krieg.
spanische Linie dieser Reederei wird eingestellt: ebenso hört die Linie Norwegen—Hamburg einer anderen Reederei auf, wofür Norwegen—Lübeck intensiver betrieben werden soll.
Aftenposten sagt, Englands Auftreten sei von unfreundlichem Charakter Norivegen gegenüber. Niemand in Nor- wegen könne Englands Benehmen verstehen. Wenn einige Reeder von der Sperrung der Nordsee nicht so große Nachteile befürchteten, so gebe zu diesem Optimismus die englische Note keinen Anlaß. Ter Schiffsverkehr mit Amerika werde im höchsten Grade beeinträchtigt. Englands Plan, die Schisse über Lindesnäs durch die Nordsee nach der eng- lischen Ostküste und so weiter zu führen, sei nickt ausführbar, da die bezeichnete Strecke in dieser Jahreszeit zu gefährlich sei: die Leiti>ng der norwegischen Amerika-Linie habe denn auch schon der Redaktion erklärt, daß sie ihre Schiffe diele Route nicht fahren lassen könne. Ob Norwegens letzte Hoffnung: freie Durchfahrt zwischen den Orkney-Inseln, Schottland und den Hebriden, von England erfüllt werde, sei noch unbekannt. Ter norwegische Minister des Aeußern habe England um eine Antwort ersucht, doch stehe diese noch aus. Wie dem auch sei — so schließt Aftenposten — Englands 58c- 'chluß steht int Widerspruch mit dem geltenden an- erkannten Völkerrecht, das die Handelsschiftahrt neu- traler Staaten schützt.
Das Dagbladet erwartet, daß nunmehr alle neu- traten Staaten sich zusammenschließen, um sich gegen Uebergrissc kriegführender Großmächte zu wehren. Das Oerebladet unterstützt diese Aufforderung.
TaS Morgenbladet zitiert schwedische Prcßstimmen. so die Ausführung von Göteborgs Posten, das fragt, aus welche Weise jetzt noch eine Möglichkeit, loyalen Handel über die Nordsee zu treiben, erhalten bleiben solle. Das Vorgehen Englands bedeute den Tod für die skandinavische Schiffahrt: oder könne England seinen Beschluß durchführen, ohne einen vernichtenden Schlag gegen die neutralen Länder zu führen, deren Recht es sei, ihren Handel und Verkehr loyal zu befteiben?
Kopenhagen, 5. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Berl. Tidende meldet aus Kristiania: Ter Verein norwegischer Schiffsreeder protestiert in einer Eingabe an das norwegische Min'- stcrium des Aeußern dagegen, daß englische Kriegsschiffe neutrale HaudelSschisse mit Ladungen für Skandinavien völkerrechtswidrig in englische Häfen einbringen. Man müsse einen Schadenersatz für die dadurch entstandenen Verluste beanspruchen.
Amerikanische Protestbewegung.
London, 5. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Tie Morninq Post meldet ails Washington: Tie amerikanische Regierung beabsichtigt, gegenwärtig keinen allgemeinen Protest gegen die revidierte englische Konterbandcliste zu erheben, sondern jeden Artikel je nach den Umständen zu be- handeln. Sie wird protestieren, wenn Ladungen wegen Konterbande beschlagnahmt werden, die nach Auffassung des Staatsdepartements rechtlich unbehelligt bleiben mußten. Man erwartet zahlreiche Proteste. Tie amerikanischen Erporteure werden vom Staatsdepartement eine energische Politik verlangen: man wird sagen, daß der amerikanische Handel infolge unverantwortlicher Eingriffe leide. Tie Regierung ist jedoch gutem Vernehmen nach geneigt, alles Mögliche zu tun, um Reibungen zu vermeiden. In amtlichen Kreisen herrscht ein gewisser Aerger, daß England tatsächlich den Unterschied zwischen bedingter und unbedingter Konterbande aufgehoben hat und jetzt praktisch alles als unbedingte Konterbande behandelt.
Amtliche Maßnahmen gegen die Engländer in Deutschland.
dv. B. Berlin, 6. Nov. (Amtlich.) Seit langer Zeit schweben Verhandlungen zwischen Teutschland und England wegen der Behandlung der beiderseitigen Staatsangehörigen, die sich bei Beginn des Krieges auf dem Gebiet des anderen Teiles aufhielten. Tabei stand die deutsche Regierung auf dem Standpunkt, daß nach völkerrecbtlichen Grundsätzen diese Personen, soweit sie sich nicht verdächtig gemacht hatten, auf freiem Fuße zu belassen seien, auch ungehindert in ihre Heimat abreiscn dürften, daß jedoch den Engländern in Teutschland selbstverständlich keine bessere Behandlung zuteil werden könnte, wie den in England befindlichen Teutschen, Als daher die britische Regierung so gut wie sämtlichen Teut- scheu die Erlaubnis zur Abreife versagte, sind die in Teutscl;- land befindlichen Engländer ::: gleicher Weise behandelt wo'-
den, Ten deutschen Vorschlag, die beiderseitigen unverdächtigen Staatsangehörigen sämtlich abreisen zu lassen, lehnte die britische Regierung ab. Toch wurde eine Vereinbarung dahin getrosscu, daß alle Frauen und alle männlichen Personen bis zu 17 Jahren und über 88 Jahren, sowie ohne Rücksicht aus ihr Alter alle Geistlichen und Aerzte ungehindert abreisen dürften. Tie männlichen Personen zwiscl-en 17 und 55 Jahren wurden nicht in die Vereinbarung einbezogen, weil die britisckle Regierung alle Wehrpflichtigen zurückhalten! wollte, und als solche auch die Männer zwischen 45 und 55 Jahren ansah. Inzwischen wurden die in England zurück- gehaltene» Deutschen in nicht unerheblicher Anzahl sejtge- nvmmen und als Kriegsgefangene behandelt. Nach z,Verlässigen Nachrichten ist diese Maßnahme in den letzten Togen aus fast alle wehrpflichtigen Teutschen ausgedehnt worden, während in Teutschland bisher nur verdäckstige Engländer festgenommen worden sind. Tie völkerrechtswidrige Behandlung unserer Angehörigen hat der deutschen Regierung Anlaß gegeben, der britischen Regierung zu erklären, daß auch die wehrpflichtigen Engländer in Deutschland festgenommen werden würden, wenn nicht unsere Angehörigen bis zum 5. Noveuwer aus der englischen Gefangenschaft entlassen werden sollten. Die britische Negierung hat diese Erklärung unbeantwortet gelassen, sodaß nunmehr die Festnahme der englischen Männer zwischen 17 und 55 Jahren angeordnek worden ist. Tie Anordnung erftroeft sich vorläufig nur auf die Angehörigen von Großbritannien und Irland, würde aber auch auf die Angehörigen der britischen Kolonien und Schutzgebiete ausgedehnt werden, wenn die dort lebenden Teutschen nicht auf freiem Fuß belassen werden sollten. Die von den mrlikarischen Stellen unter dem k>. November erlassenen Befehle lauten:
1. Alle männliche,, Engländer zwischen dem vollendeten 17. und 55. Lebensjahr, die sich innerhalb des Teutschen Reiches befinden, und denen als Aerzten oder Geistlichen nicht das Ausreiserecht znsteht, sind in Sicherheitshast zu nehmen »nd »ach Anordnung der stellvertretenden Generalkommandos »ach dem Lager RnhlebenbeiBerlinz» überführe». Tas gleiche gilt für inaktive Offiziere auch über 55 Jahre hinaus. Für die Altersberechnung ist der t> .'November maßgebend. Tie Ueberführung der in Berlin verhaftete» Engländer nach Ruh- leben erfolgt mit Rücksicht aus die besonderen örtlichen Ber- hältnisie aus Anordnung und »ach dem Ermessen des Oberkommandos in den Marken.
2. Ausnahmen von der in Nr. 1 genannten Anordnung können von den stellvertretenden Generalkommandos und dem Oberkommando in den Marken »nr dann gestattet wer- den, wenn schwere Krankheit, die de» Transport unmöglich macht, von amtsärztlicher Seite bescheinigt wird. Sobald das Befinden den Transport gestattet, ist die llebersührung nachzuholen.
3. Alle erwachsenen Personen englischer Rationalität, die dann noch frei leben dürfen, sind zu täglich zweimaliger Anmeldung bei der Polizei verpflichtet »nd dürfen den Ortspolizeibezirk, über dcffen Grenze sie polizeilich zu unterrichten sind, n i ch t v e r l a s s e n. In ein- zelnen Fällen kann das für den Aufenthaltsort zuständige stellvertretende Generalkommando (Oberkommando in den Marken) oder Marinestationskominando Ausnahmen ge- statten.
4. Tie unter l und 2 genannte» Maßregeln sollen zunächst nur Anwendung finden ans Angehörige des „Brr- einigten Königreichs von Großbritannien „nd Irland".
5. Sofern für den Transport fahrplanmäßige Züge nicht ansreichen, sind von den stellvertretenden Generalkommandos Sonderzügc mit den Linienkommandantnren zu vereinbaren.
Ter Haf; gegen t^ngiand.
Taucrnder, tiefer, unanslöichlichcr Haß gegen alles Englische soll nach Werner Souibart »nd anderen Rassen- Professoren das „innerste und höchste Wesen" des deutschen Volkes ausmachen. Ta trifft cs sich gut. daß kurz nach der Veröffentlichung des Tonibartichen Artikels der Wortlaut eines Brieses bekannt wird, den Wilhcln, 1l. im Jahre 190H an den englischen Flottcnadmiral Tweedmouth geschrieben hatte. Ter Bricsschröibcr versichert darin mit voller Aus- richtigkcit. daß der Ausbau der deutschen Flotte in keiner Werie eine Bedrohung Englands darstclle und fügt hinzu: „Ich hoffe, das, (Jure Lordschast diese Zeilen mit besonderer tleberlegung lesen werden. Sie sind von jemand geschrieben, der ein glühender Bewunderer Ihrer prächtigen Flotte ist. der ihr allen Erfolg wünscht und der hofft, daß ihre Flagge immer ans


