Ausgabe 
6.11.1914
 
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Barbaren.

Gin Mitarbeiter des römischen Mattino entwirft in seinem Blatte auf Grund eigener Anschauung ein Bild von den bengalischen Hilsstruppcn der Engländer. Diese benga- lischen Lanzenreitcr so führt er ans tragen den Stempel bestialischer Mordgicr im Gesicht. Dieses Gesindel, das wirklich nichts Menschliches an sich habe, sei natürlich nicht zu Reiterangrisfen bestimmt, sondern zu Rekognos- zierungsrittcn, zu nächtlichen Ucbcrfällcn deutscher Wachen oder zu plötzlichem Einbruch in ein feindliches Lager, wo die Bengalen die Deutschen mit ihren Lanzen aufspichen sollen. Pardon würden dieseBestien", wie der Mitarbeiter sie nennt, niemals geben.

Ter Fall Konzew.

I» Berlin ist vor einigen Tagen ein Russe namens Konzew von der Anklage, den deutsche» Kaiser beleidigt zu haben, s r c i - gesprochen worden, da das Gericht nicht annchmen konnte, das; der Angeklagte seine vom Zustand wildester Erregung zeugenden Aussprüche mit Ucbcrlcgung getan habe. Das deutsche Strafgesetz lseltsamcr Weise auch das rulstschel fordert zum Tatbestand der Rajcstätsbclcidigung den Vorbedacht. Vorbedacht war aber gcwist nicht vorhanden, wenn ein Rüste in den Tagen des Kriegs­ausbruchs öffentlich in Berlin den deutschen Kaiser beschimpfte. Das Urteil war also weiter nichts als gesetzlich, trotzdem gereichte es den Richtern, deren gesetzlicher Sinn sich durch Leidenschaft nicht bestechen liest, zu hoher Ehre, es zeugte aber zugleich auch von starkem Machtbewusttscin. Denn so vollkommen gerecht kann nur sein, wer sich stark suhlt.

Leider haben einige Berliner Blätter, die Deutsche Tages­zeitung u. a., geglaubt, de» Spruch der Berliner Richter in schärf­ster Weise kritisieren zu miistcn. Und jetzt können sie mit unverhohlener Genugtuung melden, dast das Oberkommando die Verhaftung des Russen Konzew angcordnet hat. Das Vorgehen des Oberkommandos ist gesetzlich berechtigt, denn unter dem Kriegszustand kann jeder Ausländer ohne weiteres verhaftet werden und ein Angehöriger eines feindlichen Staates natürlich erst recht. Das Oberkommando kann also de» Konzew gefangen setzen, auch wenn er keine Majestätsbeleidigung im Sinne des Ge­setzes begangen hat.

Peinlich aber ist das Vorspiel in der Presse, durch das der Anschein erweckt wird, als bezwecke das Oberkommando eine Korrektur des gerichtlichen Urteils. Da zu­gleich der Staatsanwalt Revision eingelegt hat, dars man auf das Urteil des Reichsgerichts gespannt sein.

Unzureichende UnLerstutzung der Familien der Kriegsteilnehmer.

Während in Mitteldeutschland und im Westen zahlreiche Kommunen feste Zuschläge zu der staatlichen Unterstützung an die Familien der Kriegsteilnehmer zahlen, will man im O st e n davon wenig wissen. In Königsberg wurde ein der- artiger sozialdemokratischer Antrag abgelehnt, und jetzt hat man auch in Elbing, einer grohen Arbeiterstadt, einen gleichen Antrag zu Fall gebracht. In beiden Gemeinden wird von Fall zu Fall die Bedürftigkeit geprüft, und cs wer­den dann in einzelnen Fällen geringe Zuschüsse gewährt. Dieses System hat aber große Mängel. Deshalb beantragte die sozialdemokratische Fraktion in Elbing, den Familien der Kriegsteilnehmer einen städtischen Zuschuß von 75 Prozent der staatlichen Unterstützung zu gewähren. N i ch t e i n c i n- ziger bürgerlicher Stadtverordneter stimm- t e für den Antrag. Ein Stadtrat erklärte noch, d er Magi st rat habe die Zahlung der städtischen Zuschüsse von der erfolgten Mictezahlung abhängig gemacht.

Gegen kapitalistische Ausbcutitirg der Kriegsnot.

Der stellvertretende General des 10. Armeekorps, General der Infanterie v. Lindc-Suden, hat folgende Bekanntmachung erlassen:

In lefcter- Zeit sind zahlreiche Beschwerden von Beamten und Arbeitern industrieller Unternehmungen usw. au mich ge­langt, in denen über eine überm ästige Kürzung ihrer Einnahmen geklagt wird, ohne daß die Arbeitgeber durch schlechte Geschäftslage zu solcher Maßnahme gezwungen mären. Die Beschwerden richten sich zum Teil auch gegen solche Unter­nehmer, die durch Aufträge der Militärbehörden reichlich beschäftigt sind. Die Prüfung der Berechtigung der Beschwerden ist in die Wege geleitet, und ich must mir weitere Schritte gegen diejenigen Firmen Vorbehalten, bei denen eine unbegründete und übermäßige Kürzung der Gehälter und

Afraja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 105

Mag ein Mensch tun, was er will, nur er­tappen darf er sich nicht lassen," fuhr der Schreiber fort. Beginne, was dir gefüllt, aber mache cs nicht so, daß du aus» gelacht wirst, oder daß man mit Fingern aus dich zeigt, oder daß man dich aushängt. Verfolge deinen Zweck, sei es was es sei; gebrauche alle Mittel, lüge, verleumde, heuchle, wenn es notwendig ist, aber sei ein Mann, von dem man nicht sagt: Wie ein Schuljunge hat er sich bei seinen Streichen be­nommen."

Björnarne hatte mit größerer Aufmerksamkeit zugehört. Er schämte sich vor den spöttischen Ermahnungen des Schrei­bers.Glaube doch nicht," sagte er,,daß ich mich so leicht sangen lasse."

So beweise es", erwiderte Paul.Ein roher Mensch gibt sich, wie er ist. ein gebildeter braucht seinen Verstand. Du darfst dein Benehmen gegen Hanna nicht länger fort­setzen, du mußt höflich und gefällig sein, sie ist ja hübsch genu,« dazu. Täuschen mußt du sie alle, sonst gib sie auf. Sage zu allem ja, lache und entschuldige dich, sei munter und denke, du lägst in Gulas Armen, wenn du Hanna küssest. Ter Priester hat vor, dich zum liebenswürdigen Bräutigam zu machen, das ist ein sehr löbliches Unternehmen. Er will dich auch mit deinem Freunde Johann versöhnen, laß es dir gefallen und schlage ein."

Den hasse ich zumeist," murmelte Björnarnc grollend.

Glaubst du denn, ich liebe ihn!" lachte Paul:aber waS heißt hassen, wenn der Haß ohne Rache bleibt! Der Tag wirb kommen, wo wir uns rächen können, wo er wie ein Hund gestoßen davonlaufen soll, Hohn und Schande an seinen Sohlen, wo er sich zeigt."

Und endlich, Paul Petersen, endlich?"

§ei ohne Sorge. Spiele deine Rolle gut, mache die

Löhne sich Herausstellen sollte. Während ich einerseits eine un­begründete Kürzung der Einnahmen der Angestellten bis z» 33 und 50 Prozent auf das schärfste verurteilen müßte, und mich der Hoffnung hingebe, daß die Zahl der Arbeitgeber eine verschwindend geringe sei» wird, die so gewiffcnlos waren, die Zcitumständc aus Kosten ihrer Angestellten zu eigenem Vorteil auszunusten, so muß ich andererseits daraus Hinweisen, dast zweifellos viele Arbeitgeber trotz Rückgang ihres Geschäfts von einer Kündigung ihrer Angestellten abgesehen haben und ihnen aus freiem Entschluß einen Teil des Gehalts ausbczahlen, uni sie und ihre Familien vor Not zu bewahren. Diese ernsteste und größte Zeit, die unser Vaterland je durchlebt hat, werden wir nur dann siegreich überwinden, wenn, wie bisher, alle Gesell- schaftsklasicn und Parteien Hand in Hand gehen und ein jeder auf dem Posten, wohin er gestellt ist, seine Pflicht tut. Zu diesen Pslichten gehört auch die Opferwilligkeit der Arbeitgeber und dankbare Anerkennung und Rücksichtnahme auf die Vcrhält- nisie seitens der Beamten und Arbeitgeber."

Tie sich häufenden Erlasse konimandierendcr Generäle gegen die kapitalistische Ausbeutung der Kriegsnot zeigen, daß man in militärischen Kreisen für die Abscheulichkeit solcher Auswüchse unserer Wirtsck>aftsordnung Verständnis hat. Aber Erlasse allein werden gegen die Praktiken der Lohndrückerei auf der einen Seite und der Preisüberhaltung auf der andern nicht helfen. Immer wieder müssen wir darauf Hinweisen, daß nur durch die vollkommene Weg- stcucriing des während des Krieges erworbenen Vermögens Zuwachses wirkliche Abhilfe geschaffen werden kann.

Die neueste Waffe.

Die serndlrchen Flieger iverfen nicht bloß Bomben, sondern auch Pfeile, welch letztere mitunter furchtbare Verletzungen Hervor­rufen. lieber eine ganze Reihe derartiger Verwundungen be­richtete Dt. Volkmaun in der Münchener Medizinischen Wochen­schrift. ES handelte fick, bei den von ihm beschriebenen Fällen säst durchweg um. leichtere Verletzu-ngcn. mdcm der Pfeil durch Weich- tcil«. meist der Füße gegangen war, zuweilen den Fuß ant Boden angohcftet hatte. Daß aber auch schwerere Verlctzumgen Vorkommen könne», ist selbstverständlich und bereits Dr. Volkmami erwähnt einen Kopfschuß, der den sofortigen Tod herbeigeführt hatte. Fetzt ivird vom Oberarzt Tr. Griinbaimn ebenfalls über eine tödliche Vetletzung durch einen Pfcrl berichtet. Ein Unteroffizier verspürte, als er vor dein Hanse sitzend einen Rapport schrieb, plötzlich «inen luftigen Stich an der Schulter und hatte seitdem Schnrerzen beim Atmen. Schon während der Untersuchung verschlechterte sich das Befinden des Mannes, der auch heftige Schmerzen im Leibe ver­spürte, die nur durch ruhige Lag« und Morphium geltnldert werden konnten, und bereits 36 Stunden nach der Verletzung trat der Tod «in, Ter Pfeil war durch di« Lunge g«drungcn, hatte das Zwerch­fell durchbohrt und war m di« frei« Bauchhöhle getreten. Der Fliegerpsiil ist also ein« sehr gesährlich« und l>eimtückjschc Waffe.

Von den Kämpfen im Nordwesten.

Fortschritte und gute Stimmung.

Die Norddeutsche Allgemeine Zeitung bemerkt an hervor­ragender Stelle über die Lage im Westen: Nach den hier vor­liegenden Nachrichten aus zuverlässiger Quelle ist die Stimmung der-Truppen andauernd ausgezeichnet. Sie zeigt sich in dem Ertragen von unvermeidlichen Beschwernissen ebenso wie in dem bei jeder Gelegenheit bewährten Kampfes­mut. Nicht selten sind auch jetzt noch wie in den ersten Wochen des Krieges die Fälle, in denen das Verlangen nach Betätigung des Kampfeseifers zurückgcbalten werden muß. Der Gesundheitszustand der Truppen ist nach wie vor vor­züglich und die Verpflegung gut. Wenn auch gewiß große Verluste zu verzeichnen sind, so ist doch nicht außer Rücksicht zu lassen, daß ihre richtige Bewertung nur im Vergleiche mit denen des Feindes zu gewinnen ist. Diese sind aber in allen Kämpfen bis jetzt weit größer gewesen als unsere eigenen. Das deutsche Volk kann daher der Entwicklung der kriegerischen Ereignisse auch weiterhin mit Zuversicht entgegensetzen.

Die Seeschlacht bei Narmouth.

Eine deutsche Flotte an der englischen Küste. . Englische Angst.

Rotterdam, 5. Ro^>. lieber die Seeschlacht an der eng­lische» Küste bei Narmouth verbreitet das Rcutersche Bureau folgende Meldung:Gestern ftüh ist in der Nordsee das

englische KanonenbootHalcyon" von der deutschen Flotte angegriffen und vernichtet worden. Andere englische Kriegsschiffe eilten herbei und verfolgten die deutschen Kriegs-

Verräter ganz sicher, so will ich dir helfen. In wenigen Tagen weiß ich, wo Gula steckt. Wir befreien sie von dem spitzbübischen Mortuno; du sollst dein Schätzchen haben, das übrige wird sich finden. Sieh da," rief er, zum Fenster hin- anssebend,da schleicht der ehrwürdige Klaus über den Platz und schnüffelt an dem Warcnhauie umher. Er sucht dich, Björnarnc. Alle Wetter! wäre ich doch an deiner Stelle. Ich spüre eine erhabene Lust in mir, dem alten Burschen ein prächtiges Stückchen auszuspiclen. Geh, mein Junge, und wenn du wirklich der Sohn deines Vaters bist, wenn ein Fünkchen von seinem Geist in deinem dicken Kopse sitzt, wirst du eine köstliche Stunde erleben."

Er stieß seinen Zögling mit lustigem Gelächter und eini­gen Abschiedsanweisungen zur Türe hinaus und rieb sich zu­frieden die Hände, als er ihn bald darauf, Beil und Säge in der Hand, dem Packhause zuwandern sah.

Er ist doch nicht ganz so dumm wie gewöhnlich, wenn er den richtigen Stoß erhält," flüsterte er ihm nachschaucnd. Ich möchte wetten, daß er den alten gottseligen Klaus zu Tränen rührt, wozu freilich nicht viel gehört."

Björnarne warf inzwischen sein Gerät bei Fässern und Kasten nieder, öffnete die Wassertür des großen Packhauses und sah über den Fjord hinaus. Es war ein tauiger, sonnen­heller Morgen, die Luft so rein und frisch, der Himmel so glänzend und alles so still und klar bis in die fernsten Weiten. Ta lagen die unermeßlichen Alpen übereinander getürmt, in warmen, lichten Tunst gewickelt. Tiestiahcn Berge rauch­ten und strahlten und unten plätscherten kleine Wellen kühl an das Psahlwcrk. Schwermütig ernsthaft blickte der arme Knabe in das tiefe Wasser und mit leilcr, trauriger Stimme sagte er in sich hinein:Ich wollte, daß ich dort tief auf dem Grunde läge, mein Gesicht im langen Seetang, der auf meine heiße Stirne schlüge, daß ich nichts mehr empfände und nichts mehr sähe und hörte. Gott weiß es, wie es gekommen ist, aber ich habe weder Rast noch Ruh' und werde sie auch nie­mals wiedersinden. Ich kann's nicht ausdenken."

schiffe, btc Minen streuten. Das englische Unterst D 5" stieß aus eine Mine und versank. Nur vier 9 der Besatzung konnten dabei gerettet werden."

Wie groß die Verluste der Engländer bei dem llnte, der beiden englischen Schiffe waren, verrät das Reut Bureau nicht.

Ans Binsterdam, 5. Nov, wird berichtet: Di« Eimvvhne

Barmvuth mochten gestern früh plötzlich durch schivercs W: teuer von See aus aus. Si« s-achcn, daß deutsche Äriegsschis englisches Kanonenboot beschosten, das sich auf 10 Meilen vc Sta-dt entfernt besand. Es herrschte schiverer Nebel. Die Kan ivar so stark, daß di« Fenster kltrrtcn und einige zersprang!:». Granate fiel nördlich der Piers ins Meer in Entfernung »o einer Meile von der Küste. Das das englische Schiss sich c Küste entlang in der Richtung auf Galveston sortbeivegte, bi« Granaten noch dichter in die stäche der Küste, ma-nchnial i eurer Enticrmrng von einer halben Meile. Das Lichtschijj Nichvlas entkam knapp der Gefahr, durch eine Granate gctros werden. Da inan sürcht-cte. daß di« Deutschen ein« Londun, nehmen würden, wurden Truppen requiriert, die sich ans de der Kilstc nach der Stadt führenden Wegen ausstellten.

Tic Post sagt: Ein deutsches Geschwader vor der i lischen Küste! Tie Nachrichten aus englischer § lassen erkennen, welch beillosen Schrecken den T das Erscheinen der deutschen Kriegsschiffe am G AlbionS eingejagt haben mag, hat man doch allen E mit einer de n t s ch e n Landung auf Britannien hciligtcni Boden gerechnet.

Tie Sperrung der Nordsee.

Stockholm, 5. Nov. Anläßlich der Sperrung der !i sce durch die Engländer schreibt Sydvcnska Dagbladet: geschehen ist, steht in offenbarem Widerspruch mit Londoner Tcklaration. Es bedeutet einfach einen ( durch die von der englischen Regierung genehmigten stimmungcn, die das Völkerrecht zum Schutze des neut Handels während eines Krieges aufgestellt hat. Es bc! aber auch ferner eine stark e H erausforderung neutralen Staaten. Tic Forderung, daß die zeuge Dober aulaufen und sodann die englische Ostküstc lang fahren sollen, deutet darauf hin, daß England die Seefahrt über die Nordsee nach den skandinavischen: unter seine absolute Kontrolle bringen will, neutralen Staaten müssen sich unverzüglich zu einer in e i n s a m e n und energischen Währung Handels- und Verkehr-rechte auf dem Weltmeere vereii

Der Türkenkrieg.

Das Bombardement Batnms.

Aus Sofia wird gemeldet, daß Batuni von türk Kriegsschiffen bombardiert wird.

Im Kaukasus haben die ersten Kämpfe der Türkei den Russen bei Kijkin stattgefunden. Die Russen sir drei Punkten unter Verlusten geschlagen worden. Das kriegsgericht hat 36 französische, 8 russische und einen scheu Dampfer in Konstantinopel beschlagnahmt.

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Angriff auf die Dardanellen.

Daß ein neuer Angriff auf die Tardanellcu ersosi wird von verschiedenen Seiten bestätigt. Nach einer De aus Tcnedos wurde das Bonibardement, nachdem i Minuten geschwiegen hatte, am 4. vormittags 10 Uhr S ausgenommen.

Rückzug der Engländer über den Snezka

Konstantinopel, 5. Rov. Die Enqländor ziehen sich v» ägyptischen Grenze über den Suczkanal zurück, wobei si Dörfer auf ihrem Wege niedcrbrenncn.

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Wien, 5. Rov. Die türkischen Truppen längs des Suez werden ununterbrochen verstärkt und dürften jetzt scho 1 Streitkrästcn, die die Engländer in Aegypten zur Vers | haben, beträchtlich überlegen sein. Die Engländer lasten am kanal starke Verschanzungcn anlegen. Fn Kairo herrscht hafte Tätigkeit. Die Beschießung von Akaba hat ossenbo | Zweck verfolgt, den tltrktschcn Anmarsch zu stören. Die Eng versuchten, den sonst unbedeutenden Platz zu nehmen, um ai Sinaihalbinsel einen Stützpunkt zu haben, von wo aus sic Ti gegen die linke Flanke der Türken ansctzcn konnten. Tut I

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Plötzlich drehte er sich tu», hob das Beil auf und fit Lied zu pfeifen an, denn d-ranßen stand Klaus Hornci» und sah herein. Nach einem Weilchen, als Björnarne K inerte und klopfte, trat er näher tind redete ihn an. r* sagte der Greis lückielnd,bist ftüh bei deiner Arbeit, | e Björnarne, und wie es scheint, ist deine Laune auch da tz- Warum sollte ich nicht froh sein," rief der junge i 11 so lustig er es konnte.Ich bin ja jung, stark und ge ^ Ter Missionar nahm seine Hand, führte ihn hinai 3 die Galerie und setzte sich mit ihm auf die Bank. 3i das wohl tut," sagte er,an einem Platz zu sitzen, w > M viel und oft gesessen hat und dann zurück zu denken o ^ Tage und alte Freuden. Sieh, mein liebes Kind, au * selben Bank, an derselben Stelle habe ich mit deiner 3 gesessen und manche Stunde verplaudert, manch herfl

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gutes Wort gehört. Du hast deine Mutter kaum gc

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wenigstens warst du zu jung dazu, um ihr Wesen zu vei untd zu begreifen. Das war eine Frau voll großer, Hcrzensgüte, voll Mitleid für fremdes Leid, treuherzig, und verständig in allen Dingen und voll heißer Liebe si * Kinder. Jetzt denke ich daran, wie ich einst mit ihr hi 1® und du lagst, ein kleiner frischer Bube, in ihrem Schoß- - Vater war weit in die Sec hinaus und über der Kilpi! hingen düstre, schwere Wolken. Es war eine schwüle ' und wir sprachen von der Vergänglichkeit alles irdischen und was Gottes uncrforschlicher Wille über den Mc verhängen könne: da faßte Frau Jngeborg plötzlich Hand und ihre großen, klaren Augen sahen mich or * Finger deutete auf dich. Wenn ich nicht mehr sein sagte sie, so seht nach dem Knaben. Duldet es nicht, er auf bösen Wegen wandelt, redet ihm zu, sein Gen gut, er wird Euch verstehen. Versprecht es mir wie ein Diener Gottes und wie mein Freund, daß Ihr das Ki hüten wollt, soviel Ihr könnt. Da sagte ich: Verlaß' darauf, Frau, so lauge ich lebe, soll es gescheheu."

(Fortsetzung folgt.)

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