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pflichtig sein sollen, widcrsctzt haben. Gendarmen sollen ge- otei worden sein, worauf französische Artillerie und Kavallerie den Zusammenrottungen ein Ende gemacht hätte.
Schweizerische Frie-ensvermittluntz.
Die sozialdemokratische Fraktion des Nationalrats hat ,,n Berner Tagblatt zufolge in einer Besprechung mit dem gundespräsidenten im Namen sämtlicher sozialdemokratischer Fraktionen der neutralen Länder den Wunsch ausgedrückt, ■er Schweizer Bundesrat möge den Fricdensschlnß oder icnigstcns einen Waffenstillstand bei den kriegführenden ändern erwirken. Der Bundespräsident verspracb, sich mit en Regierungen der neutralen Staaten zu verständigen, da- ,it sie diesen Wunsch der Sozialisten berücksichtigen.
Kriegslicferunaen Amerikas
London, 3. Nov. Die Morning Post meldet' aus tashington auf Grund von Mitteilungen einer der Reerung nahestehenden Persönlichkeit: Tie kriegführenden
egierungen haben in Nordamerika Kriegsmaterial im ierte von 850 Millionen Mark bestellt. Tie neue» Be- ehuitgen haben das Wirtschaftsleben der Bereinigten taaten neu belebt. Sie lassen darauf schließen, daß der ampf mit großer Erbitterung und Entschlossenheit weiter- führt wird.
Herabgcsckossener Aliener.
(rRen (Ruhr). 3. 9(oo. Ter Essener General-Anzeiger meldet: in französischer Flieger, der an seinen, Flugzeuge die deutsche logge und das Eiserne Kreuz führte, wurde gestern nachmittag n Bahnhof in Türen durch 5 Schüsse heruntergeholt.
Opferwillige Deutsch-Amerikaner.
Wie ein aus 2t. Louis eingetrossener Brief mitteilt, habe» e Deutschen dort eine Million Dollars für die deutsche üegssürsorge gesammelt: die Deutschen in Ncwyork und Ehieago irden je die doppelte Summe ausbriugen.
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Gcncralstabschcf von Moltke.
Berlin, ,1. Nov. (W. B.) Der Chef des GcncraistabeS des ldhecres, Generaloberst von Mottle, über dessen Erkrankung rztich berichtet worden ist, bedarf zu seiner völligen Wicdcrhcr- iiung eines Erholungsurlaubes. Der Kaiser hat ihm zu diesenr vecke sei» Schloß in Homburg zur Verfügung gestellt. Gcncral- erst von Moltke hat sich am l. November dorthin begeben. Seine •rtrctunfl verbleibt wie bisher in den Händen des Kricgs- nisters, Generalleutnant von Falkenhayn.
rci» Weiche» der Deutschen an» Merkanal.
D. II. Berlin, 3. Nvv. Nach der Berliner Z. a. M. cr- hren die Londoner Times ans Amsterdam: An der User ist lch keine Entscheidung gefallen. Das Znrückgehen der rutschen, von dem berichtet wurde, ist nicht erfolgt. Im egenteil: neue Truppen sind an die Front abgegangen.
Mcriko im Krieas;ustand mit Belgien?
DI7. Berlin, 0. Nov. Nach der Berliner Z. a. M. melden inzöstsche Blätter aus Mexiko, daß der mexikanische Minister deS »Hern dem belgischen Gesandten die Pässe zugestellt habe. Die sache des Bruches sei, daß Belgien der mexikanischen Regierung 'ten überreichte, die sich aus die Operationen der mexikanischen ambahngesellschast bezogen» eines zum größten Teil« belgischen ternehnwns.
Heften «nd Nachbargebiete.
«ietzen und Umgebung.
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Bkilt l Von den Himmelserscheinungen im November.
Di« bereits gemeldete Entdeckung eines neuen JupitermonieS siurnai ßi den Planeten Jupiter wieder besonders interessant werde» 9oWsm -d erhöh! die Wichtigkeit der in diesem Monat das astronomische n oll afi I »tcrcIT« beherrschenden PIanetenerschei»ungen. Jupiter selbst ist n Ende des Monats nur noch vier Stunden lang an, Abendhinimel l litbar. — Auch Merkur mackst sich durch einen sogenannten
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nnjBB fforü Hergang" vor der Sonnenscheide in diesem Monat am 7. in ressant: wir werden daran, dann kurz zurückkommeu. Der Planet t von Milde des Monats an tm Südvsten am Morgenhimniel sicht- 'x und uvar am 21. Novcmbcr fast ein« Stunde lang. — B e II u r > nur noch in de» erste» lagen des Monats einige Mim,ten am vroivesthininiel zu sehe»: sie verschwindet alsdann in den Strahlen :r sonne.
. , ^ die Erde außer ihrer Umkreisung um die Tonne noch die ' gliche »xenbrehuna desibt, so hat jeder Planet oder Mond im ,E?ml>gem ej,,e solche Äendevuiig. 2l,ul> unser Erdenmond, der -V dieselbe Seite zuiveudet, liat eine solche: sie ist gleich
'.,nÜo » a ö»m Umkreisen der Erde braucht. Neuerdings
r“" ' 0Be “ und Siepher aus Helligkcitsbeobachnmgen der Monde „ "nd E n e e l a d u s des Saturn, die in ll.ll bezw I.4 Tagen eine ihren Umlaufszciten gieiebe Ären- , 7 , 77 ^llgestrUt hai'en. Danach würden also auch diese beiden i ! e .Pr ,!ttci " Planeten stets dieselbe Seite zukehren. Wir 5« die Untersuchungen G. H. Darwins, des großen Charles .... ?. „Admdei, Lohnes, daß die bremsende Wirkung der Ge- i!,™* dieser Ersäminuiig ist. daß also die Fintberge. die ftrrmJt ,.’ a,| t der Erde erzeugt hat. den Mond schließlich ge- '. l a J}™ ltslgehiitei, und seiner Umdrehung um seine Are be- ibt abiuwarken^^ dcstätignng bei den beiden Saturnsmoiiden
„rüfjfü.1 n <- ber wegen seines schonen Ringes eins der in- ciwiitenen Himmeisobjekte ist, stellt am 21. November der Lonne «de gegenüber ist also die ganze Nach, an, Hinnnel sichtbar.
den ,Plaue,eu links oberhalb deS Aldebaran nicht ver- ien. er strahlt ruhigem, rötlichen. Glanze, als Stern z,veiler oge.
Der K o c t D c lav an kmn am 20. Oktolnrr in seine größte uatwrnng zur sonne. Kurz danach pslegt di« Schweffeiitwicklmig llusgebeldetst«, z„ sei,,, sodaß man das Objek: jebt »ist einem erngia,- beolmchtei, sollte. Seine Entfernung von der Tonne "g' immer mehr als die der Erbe von der Tonne. Der "n über den Himmel ,>eilü»f! in fast gerader Linie.
t- r t'g»d " oberlmlb des »rctunis im Bootes, er laust
.-ssylaivge zu und verschwindet vor Mitternacht vom Himmel.
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I,, f : <1> det ,,ir den Fachgstronomen besonders interessante K o '"“ e : der bereits in 0.3 Jahren um die Sonne läuft. , . 77k g"> gekunden worden. Man hat jh» in .Hamburg 2 Krgedor, ob^hiert. Er ist ein sehr lichtschwaches Cbjctt und bietet uir ' ci^7 » mit kleine» Instrumenten keine bielegeiiheit. , Em emiitJ*-^^* Komet, auch ein „Kriegskome!". ist auf der riiii l“?"“! 1 ' des Harvard Kollege in Amerika entdeckt rädo !» ;t°r,t in einem Sttrndilde des nidlirbcii Himmels, den, Oell ix,^ '!’ unser» Gegenden nicht sichtbar. Der Komet ist
Ulan il», mit bloßem Äuge sehen kann.
. "" Zeitung ins Feld. Aus vielen Feldpostbriefen ^^üülch nach Zeitungen laut, auch viele unserer iiriüe stehenden Parteigenossen ans unserer Gegend o» wiederholt die Oberhessische Bolkszeitnng verlangt, weil wn dem, was in der Heimat passiert, unterrichtet sein cn. Was in noch so langen Briefen nicht gesagt werden
kann, berichtet die Zeitung. Deshalb sollten die Angehörigen der in den Jiricg gezogenen Parteifreunde * diesen eine ,xrcndc zu machen suchen und ihnen hier und da die Lberlusss. Bolksztg. zuwenden. Tie kann im Brief oder im Kreuzband geschickt werden, bis zum Gewicht von 50 Gramm ist Brief oder Kreuzband portofrei.
Gefallene des Gießen er Regiments. Gefr. d. Res. Heinrich Gi, terding aus Kröffelbach. Kr. Wetzlar. — Re>. Sari Rahn aus Eichelhain, Kr. Schotten.
— Eine beherzigenswerte Mahnung aus dem Felde. Ein Genosse, der auf dem westlichen Kriegssäxniplatze kämpft, schreibt „nserm Bruderblatt in Würzbnrg:
„W. Gen.! Wir sind hier fast lauter organisierte > c c zusammen. Seit sechzehn Tagen sind wir säst täglich im ,^euer. Es ist »»glaublich, was der Mensch ertragen kan» und muß. Trog alle», erfüllen wir unsere Aufgabe gut, wen» auch langsam, so doch sicher. So manchmal, wenn wir kurze Raft haben, reden wir über die tlrbeit in der Partei, die draußen verrichte, werden mußte. Unsere Genossen, die daheim sind, sollen fleißig sein für die Partei, an- treten wie wir hier, sie haben ja da» Leben nicht zu befürchten, dann gibt es, wenn» das Schicksal will, ein frohes Wiedersehen. Grüßen Sie alle Genosse» von mir. Ihr S. F. (Folgen »och ein Dutzend Unierschrlsten.)"
Diese Aufforderung 'sollten alle unsere Parteifreunde täglich vor Augen haben und ihr recht fleißig entspreckvn.
— Kriegs-Bern, llstung. Ist Feldpostbriefen, die in, Leipziger Parteiblatt veröffentlicht wurden, heißt eS u. a.:
...... am 3 Oktober 11)11.
Lieber Freund! In.....,mrr das erste Quartier, welches
wir nacht» 3 llhr erreichten. Wir wurde» h i e r e r st mit iäxirsen P atrone n versehe». Also wir waren von heute an Ewppen- tnippeu und der Tanz ging luv. Zunächst am Anfang wollten wir gar nicht so reckst daran glaube», daß wirklich Krieg „>ar. Aber je näher wir der belgischen Grenze kamen, mußten wir die traurige Wahrnehmung macken, daß doch Krieg sei. Zerschossene Häuser, niedergemackste Gekwste ivariiteu uns» eNvaS anderes zu glMtbeu. Ich reite Patrouille, rm Holz« begegnen wir Frauen und Kindern. Wir mußten sie anhalten. Älso wir ersnstreu von setbigeni, daß sie kein Haus mehr hätten und mnherrrrten. J<»re Männer hätten aus den Häusern ans dsuffche Autos geschossen und da haben die deutschen Truppen ihnen das Hans iiiodergebronnt. Als wir dann in das betreffende Dorf kamen, fanden wir diese Angaben bestätigt. Wie sat, cS da aus. Nur Mauern standen da nock,, die Straßen bedeckten tote haldoerbramste Tierleichen, alles, ivar ein Raub der Flammen geworden. Wir müssen hier übernächsten — finden da noch einen Stall und wollen uns da »leder- lcgen. An Schlaf ist aber nicht zu denken. Zu groß ist die Erregung. als das man da an Schlaf denken kann. Früh geht es weiter. Und so kommen wir oft an solchen Unglncksstätten vorüber. Krieg —
Wir sind aus dem Manche »ach..... Auf der Straße
liege» bunt durcheinander Tornister, Helme, Fran-zosenmützen, zerschossene Wagen: da steht ein sranzösisches Geschütz mit Munition, da ein toter- Pferd, da wieder eins — Leichengernch drückt auf »ns nieder. Wie kommt es. daß es hier so stinkt? Es ist das Schlachtfeld. Bor dirn Tagen tobte hier iste Schlacht. Dort liegt wieder ein totes Pferd. Wir machen einen Etalopp und sind
vorüber. Da reiten wir in die schöne Stadt.....ein. Aber
welches jammervolle Bild bot sich uns da. Bor uns die Maas, zu beiden Seiten Felsen mit wunderbarem Nastirreiz. zur rechten Hand die Festung. Wie schön liegt die Stadt umrahmt von den blauen Gewässern. Wie schön muß das Fleckchen Erde gewesen sein und was für ein trostloses Bild bietet es uns setzt. Fast jedes Haus zerschossen, verbrämst: die Stadt gleicht einem Triiinmcr- haufcn. Die Brllcke ist gesprengt. Millioiten und Abermillianen sind hier in wenigen Tagen vernichtet. Dort sammern Bewohner über ihr verlorenes Gut. Uns packte das Mitleid. Mein Kamerad fragt einen Einwohner, wer das vollbracht hat. Er ant- ivortetc: Es waren die Franzosen, sie haben zu kurz geschossen. Die Deutschen haben erst verschiedene Häuser niedergebrannt. mos denen geschossen morden fft. Deutsche Nation gut, französische schlecht» seufzt er und weint. Hinter der Stadt finden wir Massengräber. Wir lesen an den Krenzen: Hier ruhe» in Frieden 40 Jäger Nr. 74. Das ist alles, aber auch alles und wir reiten weiter, was sind dem, 40 Jäger? Nichts, aber rein gor nichts! Es ist ja Krieg, heiliger Krieg!
— Rücksichtslose Gesckmstomachcrei. Der Freisinnige» Ztg. schreibt ein Leser: „Wer ist heutzutage nicht nervös? Wer zumal, der Söhne verlöre» oder noch in, Felde stehen hat, schreckt nicht zusammen bei der unerwarteten ?l»k„»st eines Teleqrammes? ?>»ch ich hatte zwei brave, tapfere Söhne auf dem Felde der Ehre verloren: andere Söhne standen noch in vorderster Reihe mit vor dem Feinde. Eben hatte die Köln. Ztg. die ?lnzclge vom Tode meines zweiten Sohnes vcrösscntticht, da klingelt es: ein Telegramm! — Welcher Schrecken i» der Familie! Reue Trauerbotschaft? Mit zitternder Hand wird das Telegramm geöffnet, das folgenden Wortlaut hatte:
Empfehlen Ihnen, die Trauernachricht auch dem großen, vornehmen Leierkreis unseres Blattes zur Kenntnis zu bringen. — Rheinisch-Westfälische Zeitung. lRückantwort bezahlt.)" —
Die Rheinisch-Westfälische Zeitung ist nicht nur stolz daraus, einen „großen vornehmen Leserkreis" zu besitzen, sondern auch an Patriotismus de» Durchickmitt weit zu llberraaen. Aber-sic überragt auch noch an Unverschämtheit den Durchschnitt.
— Frankfurter Fruckitmarkt. Am Montags-Markte herrschte abwartcnde Haltung, wofür die Höchstpreise verantwortlich gemacht werben. Weizen wurde für 7 ?.'(k. schlank verkauft. Bei Roggen ist das ?!ngebot klein, die Höchstpreise von 23.10 Mk. werden gern bezahlt. Hafer bei geringem dlngebot 23,30—23,00 Mk., O'erste 23,üO—24 Mk.. Futtermittel nach dem Höchstpreis 14—14,25 Mark, Mehl stetig, Weizenmehl 40 ?.)(k.
Bartrag. Wir machen nochmals ans den Bortrag des Professor D r. K r Ü g e r : „Deutsche vaterländische D i ch t- » n g", der heute abend 8(4 Uhr in der neuen ?lula stattsindet, ausmcrksam. Ter Ertrag ist zum Besten von Hinterbliebenen im Felde gefassencr Gicßcncr bestimmt.
— Lollar. Seit Wochen schon wirb im hiesigen Budcruswerke in verschiedenen Abteilungen mit verkürzter ?lrbeitszeit gearbeitet, was für die betresfenden dlrbeiter eine erhebliche Einbuße bedeutet. Diese fällt umso schwerer ins Gewicht, als alle Lebensmittel und Bedarfsartikel im Preise ganz bedeutend gestiegen find. Jeder hat den Wunsch, daß endlich der Krieg zu Ende sein möge, der für die arbeitende 'Bevölkerung nur Mangel und Entbehrung bringt.
— Daubringen. Bubenstreiche. Einige Jungen haben sich hier vor kurzem das Beranüacn gemacht, auf Gänse Jagd zu machen, die in ber Lumda friedlich hcrumvlätschertcn. Tic erlegten vier dieser wohlschmeckenden Tiere: aber das dicke Ende dürfte noch Nachkommen, denn die Jungen wurden vom Lollarer Oicndarm ermittelt und nun werden sie oder ihre Eltern für den Schaden auskommen müssen.
Darmstadt, 4. Nov. Heute vormittag 7 Uhr wurde im Hofe des Darmstädter Provinziaiarrcslhauscs der Hofhcimcr dreisachc Raubmörder, Bäckergeselle Flörsch, h i n g e r i ch t e t. Er hatte auf jedes Rechtsmittel einer Revision, wie auf ein Gnadengesuch verzichtet.
Dereinskalender.
Samstag, den 7. November:
Gießen. Freie Turnerschaft. Abends !) "hr- sammlung im Gcwerkschaftshaus (Turnerzimmer). ......
Tagesordnung!
Telegramme.
Bei Ppern über 2000 Engländer gefangen. An der Somme erbitterte Kämpfe ohne Entscheidung. An der Aisnc erfolgreiches Vordringen der Deutschen.
Bei Verdun und in den Vogesen französische Angriffe abgeschlagen.
Im Osten alles noch in der Entwicklung.
IVB. Großes Hauptquartier, 3. Rotz, vorm., (Amtlich). Tic llederschweinmnnge» südlich Rienpvrt schließen jede Operation in dirser Gegend ans. Tie Ländereien sind für Innge Zeit vernichtet. Das Wasser steht zum Teil über meterhoch, llnserc Truppe» sind aus de» übcrschtveinmten Gebiete» ohne jeden Verlust an Mannschasten, Pserdc», Gc» schüvk» und Fahrzeugen herausgezogen worden. — Unser Angriff bei A p r r n schreitet vorwärts. Ilrbrr 2308 Mau», meistens Engländer, wurden zu Gefangencii gewacht, iiiehrcrc isseschübr erbeutet.
In der Gegend westlich R uitc saudcu erbitterte für beide Seiten verlustreiche Kämpfe statt, dir aber keine Veränderung der dortigen Lage brachten. Wir verloren dabei in einem Torsgescchte einige 100 Man» als Vermißte und 2 Geschütze.
Bon gutem Erfolge waren »iisere Angriffe an der A i s » c östlich S o i s s o n s. Unsere Truppen nahmen trotz hcstigstcni feindlichen Widerstande mehrere stark befestigte Stellungen im Sturme, setzten sich in den Besitz von Chavonne und 2 o n p i r, wachten über 1000 Franzosen zu Gefangenen und erbeutete» 3 Geschütze und 4 Maschinen, gewehrt. Neben der Kathrdrale von Soissons brachten die Franzosen eine schwere Batterie in Stcllung, deren Bevbach- ter aus dem Kathedraleturmr erkannt wurde. Tic Folgen eines solchen Verfahrens, in dem ein Systei» erblickt werden muß, Ijrgeu aus der Hand.
Zwischen Verdun und To ul luurden verschiedene Angriffe der Franzosen abgcwicsen. Tie Fraiizvseu trugen teilweise deutsche Mäntel und Helme.
I» den B o g es c n i« der Gegend von M a r k i r ch wurde ein Angriff der Franzosen abgeschlagen. Unsere Trup pcn gingen hier zum Gegcnangriss über.
Im L st e n sind die Operationen »och in der Entwick lung. Zusammenstöße fanden nicht statt. Zur Fortnahmc einer zur Sprengung vorbereiteten Brücke trieben am 1. November die Russen (I. sibirisches Armeekorps) die Zivil brvölkerung vor ihrer Vorhut her.
Der französische Bericht.
Die neuesten amtlichen französischen Berichte lassen die Pariser Presse unbefriedigt. B e r st i m m e n d wirken . besonders die deutschen Fortschritte»bei Arras, dessen Vorstädte auch heute nock> imter deutschem Feuer stehen, sonne das energische Feuer der deutschen schweren Gesthiitze längs der ganzen Linie von Reims bis zu den Maashöhen, ferner mich die kräftige Ausnutzung des neu eroberten Stützpunktes Vailly, um gegen Brayelennes und andere Ortschaften de: AiSne-Gegcnd zu operieren, endlich die wenig günstigen Nachrichten aus Flandern. Für den Verlust der dortigen Orr- ickiaft Messines, die jetzt in deutschem Besitz ist imd die gegnerischen Bewegung stark hemmen kann, bedeutet der angeblich? französische kleine Geländegcwinn südlich Gelnvelt bei Dir- muiden nur einen schwachen Trost. Der Militärkrjtiker Rousset, übel gelaunt, daß die andauernde deutsche Angriffslust auf der ganzen Front seine Voraussage entkräftet, schließt heute seine Betrachtungen wie folgt: Irgend ein Tor wollen die Deutschen cinschlagcn, gleichviel welches, wenn eS ihnen nur den Weg nach Dünkirchen öffnet.
(?itt englischer Bericht.
London, 3. Nov. (W. B. Nichtamtliel).) Die Times meldet aus Amsterdam: An der Bier sind die Verhältnisse für die Deutschen durch Ueberchwemmungen sehr erschwert. Es liegt noch immer keine Entscheidung vor. Der Rückzug des deutschen Heeres, von denn man gesprochen hatte, ist noch nicht erfolgt. Im Gegenteil sind neue Truppen nach der Front abgegangen. Die Stellungen an. der Küste zwischen Ostende und Knocke sind durch Geschütze bei Blankenberghe weiter verstärkt.
Die Furcht vor Minen «nd Unterseebooten.
London, 3. Nov. (W. B. Nichtamtlich.) Die Times schreibi: Die bezeichnendste Episode ans den Nachrichten des Wochenendes ist, daß der Kreiizer „Hermes" am Samstag von einem deiilschen Unterseeboot in der Straß« von Dover torpediert worden ist. Dieses ist an sich keine sehr ernste Sache, aber cö ist ein gewisser Verlust und es ist besser, chm zuzugeben. ES ist bemerkenswert, daß der „Hermes" wie schon der „Haivte" während ber Fahrt torpcöierrl wurde. Bon wirtlicher Bedeuiung fft. daß sich dcuffäze llntenecbvote in der Straße von Dover befinden, daß das Minenfeld ihr Gehen und Kommen nicht hindert, und daß roiTjnit ihrer fortgesetzte» Anwesenheit iw der Meerenge rechnen müssen. Die feindlichen Unttrseeboole erscheinen jetzt an neuen Orten, sie sind mit großc.m Geschick und Mut gefiihrt. Der Feind hat d»rch Unterseeboote und Minen j» gewissem Maße, obwohl nicht in vilalcm Umfange, die sicheren Bedingungen verringert, die ivir zur See zu erhalten streben. Unsere Strategie zwingt uns. Schisse auf der See zu behalten, wo sie sich in größerer Gefahr befinden, als man wohl anzzunehmcn pflegt.
London, 3. ?(ov. (W. B. Nichtamtlich.) Der Marinenfftarbciter der Morning Post schreibt: ES enffpricht TeuffchlandS Interesse»
alle Meere mögliäist unsicher zu inochcn, unser Jntcresie ist, sic offen zu halten. Deuffchlond ist imstande, der englischen Flotte dadurch eine endlose Menge von Mühe und Arbeit zu machen, während es die eigenen Ickfiffc ruhig im Hasen liegen läßt. Das Minenlegen, das anfangs vorn Publikum nur als Unfug betrachtet wurde, entwickelt sich zu einer regelmäßigen ?Nethode des Seekrieges.
Tie Nordsee alr militärisches Gebiet.
London, 3. Nov. (Ctr. Frkst.) Die Admiralität gibt ? könnt, daß infolge des unrechtmäßigen Auslcgens von Seeminen durch deutsche Schiffe unter neutraler Flagge (!)
>n den Handelssahrstraßen die ganze Nordsee als militärisches


