V JtSt natürlich nicht geleugnet mtrircn wwttt, werde letztem Endes das äx-zentcil dessen I,ervo>ru>«!>, was sie bezweckt, nämlich nur -Bcrditteinng bei den Unternehmer,, erwecken, die il,r Personal trotz acn'iunlosen oder gar vcrlnstbringenden Betriebs weiter beschäftigen und damit grosse Opfer ans sich nehmen. Diese werden dann womöglich dazu übergehen, einen Teil ihrer Angestellten ganz zu entlassen, insbesondere diejenigen, für di« jetzt eigentlich kern« Beschäftigung vorhanden ist,"
Eine sonderbare Situation: Der Kommandierende General
ersucht die Unternehmer, in der jetzigen schweren Zeit möglichst keine Lohnabzüge zu machen. Die Handelskammer erklärt, dass dieser Wunsch bei den Unternehmern Erbitterung erzeuge und dass jetzt die Angestellten wohl einfach hinausgeworsen werden. So was nmss einem preussischen Generalkommando passieren. Und iwch dazu in der Zeit des Burgfriedens!
Die Nebelung der Volksernährung.
München, 2. Nov. Unter der Ucberschrist „E i n c r r n st c Aufgabe" gibt die Münchener Post folgende Mitteilung bekannt: Tic bis jetzt gctrosfencn Maßnahmen zur Regelung der Bolkscrnährung während des Krieges sind ungenügend. In Anbetracht dieser Tatsache wurde am 1. November in Nürnberg eine Konferenz abge halten, an der sich Parlamentarier, Nationalökonomcn, Kommunalpolitiker und Vertreter großer Konsumenten- und Produzcntenorganisationcn beteiligten, um Leitsätze auszustellen für die notwendigen Schritte auf diesem Gebiet. In der Konferlcnz trat ungeachtet der verschiedenen Parteizugehörigkeit der Teilnehmer eine erfreuliche Ucbcreinstimmnng in den Beschlüssen zutage. Ein besonderer Ausschuß wird für die Vorlage der wichtigen Leitsätze bei den Behörden und parlamentarischen Körperschaften Sorge tragen.
Pctroleumnot.
In Berlin wie auch in anderen Städten macht sich seit Wochen bereits der Mangel an Petroleum empfindlich be- inerkbar. Auf eine Umfrage, die der Berliner Lokalanzeiger bei einer Reihe Grossisten veranstaltet hat, erhielt das Blatt Auskünfte, die sich dahin zusammenfassen lassen:
„Die Ursache der Teuerung und des geringen zur Verfügung stehenden Quantums ist, daß Deutschland in der Hauptsache von der amerikanischen Zufuhr abhängig bleibt und wir mit amerikanischer Ware des Krieges wegen nicht versorgt werden können. Allerdings erhalten wir sonst auch viele Ware aus Oesterreich, vornehmlich aus Galizien. Da sich die kriegerischen Ereignisse jetzt dort abspiclen, kommt nichts herein. Die österreichischen Raffinerien arbeiten hauptsächlich für die Regierung und sind zumeist mit der Erzeugung von Benzin, als des wichtigeren Stoffes von Erdöl, beschäftigt. Aber auch Rumänien ist ein großes Produktions- land. Dort liegt sehr viel Ware, doch ist es im Moment nicht möglich, diese nach Deutschland zu bekommen oder überhaupt auSznführcn, weil Rumänien ebenfalls mobilisiert hat. Dadurch sind die Bahnen so überlastet, daß man Privatgüter nicht befördern kann. Es ist möglich, daß die Olex-Petroleum- gesellschaft in naher Zeit größere Mengen Petroleum aus Rumänien bekommt, aber dies wäre doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Die Amerikaner, die in Deutschland über große Vorräte verfugen, gehen mit diesen Beständen sehr haushälterisch um, weil sie nicht wissen, wann neue Ware kommt, und sie möglichst lange über Vorräte verfügen wollen. Sie haben ihre Vorräte eingeteilt für eine Reihe von Monaten und geben jedem Abnehmer nur ungefähr die Hälfte des Quantums, das er im vergangenen Jahre bezogen hat. Die Großhändler wollen ihrerseits jedem Abnehmer wenigstens etwas geben, um die Leute für ruhigere Zeiten als Kunden zu behalten. Die Gespanne fahren also nach wie vor herum, so daß jedem Verbraucher etwa die Hälfte des Quantums angeboten wird, das er im vergangenen Jahre bezogen hat."
Inwieweit diese Auskünfte der Wahrheit entsprechen, läßt sich natürlich nicht feststellen. Aber besser wäre es jedenfalls, wenn das Reich die vorhandenen Petroleumvorräte übernehmen und durch Vertriebsstellcn an die Verbraucher abgeben würde. Das allein würde die Sicherheit bieten, daß schließlich nicht auch mit dem Petroleum Wucher getrieben wird.
Aerjtliche Erfahrungen auf dem Schlachtfelde
Inhaltsreiche Mitteilungen über seine ärztlichen Erfahrungen auf den, Schlachtfclde macht ein Stabsarzt, der auf den Truppen-
Ll fraj a.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 103
..Steht es so, mein armer, junger Freund!" murmelte der alte Priester. „Ich habe cs mir vorgestcllt und och nicht daran geglaubt. Jlda —" .
„Still!" sagte Marstrand ausstehend, „rütteln wir nicht ivciter daran. Ich kann den Namen nicht hören, ohne tiefen Schmerz zu empfinden. Schöne Tage haben wir verlebt. Tage des Vcrgcssens und der Hoffnung, bis wir plötzlich aus unseren Träuinen aufgeweckt wurden."
„Seid wach und gerüstet, wenn der Versucher naht/' sagte Klaus, ihm die Hände drückend.
„Wach und gerüstet, ja," erwiderte der junge Mann „Sie kennen das strenge Pflichtgefühl des unverglcichlickien Mädchens, aber glauben Sie mir, sie verachtet den jämmec- lichen Buben, den man ihr anfzwingt, mehr noch, wie ich es tue. Björnarne ist in seiner Hand. Wissen Sie, was diesen fröhlichen, guten Jungen so hcruntergebracht hat?"
Klaus Horncmann machte ein beistimmendes Zeichen. „Ich weiß alles," sagte er. „Gula entfloh, um sich vor seiner Leidenschaft zu retten."
„Und diese Leidenschaft wird noch jetzt genährt und anf- gcstachelt von Pcterscn," führ Marstrand fort. „Ich kenne seine Pläne nicht, aber sie müssen auf Björnarnes Verderben gerichtet sein. Wollen Sic ein gutes Werk tun, so öffnen Sie ihni die Angen."
„Ich bin gekommen, um auch mit ihm zu sprechen," sagte der Priester.
Dann zögern Sie nicht," antwortete Marstrand, indem er ihm die Hand reichte. „Ich will bedenken, was Sie mir mittcilten."
Verbandsplätzen während der Kämpfe bei Metz tätig gewesen ist, im neuesten Heft der Umschau. Ans den Verbandsplätzen selbst, die zuweilen mitten im feindlichen Feuer liegen, können komplizierte ärztliche Verrichtungen nicht vorgenommen werden. Es heisst dann, die Verwundeten möglichst rasch aus dem Hauptfcucrbcrcich oder wenigstens ans dem Bereich des Jnfantcriefeuers herauszubringen und mit Notverband und Morphiumspritze auszutommen. Ein „Loblied aus das Morphium" muss der Arzt im Kriege anstim- men, denn cs dient nicht nur zur Schmcrzstillung, sondern auch bei zahlreichen Lungen- und Bauchvcrletzungen zur Ruhigstellung des Körpers, zur Verlangsamung der Atmung und wird dadurch zu einem wichtige» Heilmittel. Von eigentlichen chirurgischen Eingriffen kann aus dem Truppcnverbandsplatz nicht die Rede sein, weil der Arzt der frischen Verletzung nicht mit undesinsizierbaren Händen und unausgekochten Instrumenten, sondern nur mit seinem steril mitgesührtcn Verbandsmaterial nahekommen bars und weil für länger dauernde Operationen gar keine Zeit zur Verfügung steht. Bei dem Gefecht im offenen Felde treten nämlich nach der Entwicklung der Gesechtslinie die Verluste so rasch ein, dass die Aerzte der Truppe kaum noch zur Bewältigung der Berwundeten- massen ausrcichcn und gewöhnlich Acrziepersonal ans den noch nicht zur Verwendung gekommenen Sanitätskvmpagnicn heran- gezogcn werden. Bei Kämpfen in befestigter Feldstellung erfolgt die Einliescrung der Verwundeten zum Truppcnverbandsplatz etwas langsamer, und hier haben auch die Truppenärzte vor dem Gefecht oder in Gefcchtspausen Gelegenheit, sich aus den Andrang vorzubereiten. Die eigentliche Aufgabe der Sanitätskompagnien, von denen jede Division eine besitzt, beginnt im Gegensatz zu der sofort cinsetzendcn Arbeit der Truppenärzte erst gegen Beendigung des Gefechtes oder jedenfalls zu einer Zeit, wo die Gefechtslage schon geklärt ist, Tie Wahl des richtigen Zeitpunktes siir da? Einrichten des Hauptverbandsplatzes durch die Sanitätskompagnie gehört zu den wichtigsten sanitätstaktischen Massregeln, denn ein zu früher Befehl zum Einsetzen der Sanitätskompagnie kann, da das Abbrcchcn eines Hauptverbandsplatzes eine ziemliche Zeitspanne in Anspruch nimmt und der Verlust dieser wichtigsten Sanitäts- formation einer Division sehr schwerwiegend ist, beim Vordringen des Feindes aus taktischen Gründen einen folgenreichen Fehler bedeuten: die zu späte Errichtung des Hauptverbandsplatzes aber
schliesst eine schwere Verantwortung aus medizinischen Gründen ein, denn der spätere Heilerfolg vieler Verletzungen hängt davon ab, dass die Verwundeten nicht zu lange aus den Truppenvcrbands- plätzen herumliegen, dass die Verbände nachkontrollicrt oder erneuert und bei Zerschmetterungen oder stark verunreinigten Wunden rechtzeitig Amputationen vorgenommen werden, Tie ärztliche Tätigkeit auf dem Hauptverbandsplatz dauert nach einem grösseren Gefecht nnmiterbrochcn die ganze Nacht hindurch bis zur Mitte des folgenden Tages, und jede Minute muss ausgenntzt werden. lieber die moderne Geschosswirkung teilt der Verfasser mit, dass Lungen» nnd Bauchschüsse — namentlich beim Vordringen der Truppen — ausfallend häufig waren. Tie Wirkung der deutschen Artillerie brachte auffallend viele Schädelzcrtrümmerungen und totale Zerschmetterungen äusserer Körperteile, die zu sofortigem Tode führen muhten. Die französische Artillerie verursachte weitaus mehr nicht tödliche Verletzungen. Sehr eigenartig sind die sogenannte Tnnncl- schllsse: so wurde z. B. durch einen Granatsplitter die Muskulatur des Oberarmes halbkreisförmig wcggerisscn, während die Haut über dem Schusskanal noch erhalten geblieben war. Trotz der modernen Wundbehandlung ist auch in diesem Kriege mit einem grossen Prozentsatz von Wundinfektionen zu rechnen, die unvermeidlich sind. Bei allen verunreinigt ausschcnden Wunden empfiehlt sich die prophnlaktische Anwendung von Tetanusserum: auch die ausgiebige Anwendung von Jodtinktur in der Umgebung der Wunde hat sich bewährt. Im Gegensatz z» den Berichten aus dem russisch-japanische» Kriege, die ein häufiges Auftreten von akuten Geisteskrankheiten vcrzcichncten, hat der Verfasser keinen einzigen derartigen Fall bisher fcststellcn können, ein Beweis dafür, „dass der geistige Zustand unserer Truppen nicht zum plötzlichen Versagen disponiert ist. und der geistige Zustand ist cs ja doch, der zum Siege verhilst!"
Die Verwertung erbeuteter Rohstoffe.
Bei der Einnahme von Antwerpen sind auch für 10 Mill. Mark Wolle erbeutet worden. Vertreter der deutschen Textilindustrie haben angeregt, diese Rohstossc der dcuffchen Textilindustrie, gegen Ersatz des Wertes natürlich, zur Verarbeitung zu überlassen. Das sächsische Ministerium des Innern hat ein Gutachten der Handelskammer in Zittau cingefor- dert, die sich dahin ausspricht, daß cs nach den von ihr ange- stelltcn Erhebungen den Interessen der tcxtilindustricllen Betriebe des Bezirks in hohem Maße entsprechen würde, wenn die in Belgien und in Frankreich lagernden textilen Rohstoffe und Halbfabrikate der deutschen Industrie zugeführt werden könnten.
Der Kampf an der Mer.
Zähes Vorwärtsdringen.
An der Fserlinie ist nach übereinstimmenden Meldungen der Blätter am letzten Oktober und am 1. November auf der ganzen Front ohne Unterlaß gekämpft worden.
6.
Am nächsten Morgen befand sich Paul allein in der Rechenstube seines Schwiegervaters, die mit denr Kramladen znsammenhing. Er saß vor dem alten Schrcibpnlte, hatte d'e Rechenbücher vor sich, und während er behaglich rauchte- sah er aufmerksam die Seiten und die Zahlen an, welche darauf standen.
„Was solch ein zerklüfteter, zerbröckelter Felsen nicht einbringt," murmelte er vor sich hin. „Wer ihn nicht kennt, möchte ihn schwerlich geschenkt nehmen, aber da steht es geschrieben: Lappen, an Federn auf den Markt gebracht: 2340 Tpcziestalcr — Lappen im nächsten Jahre: 3782 Spczies- taler — Lappen im dritten Jahre: 4512 Speziestalcr. Und so fort und so weiter," flüsterte er lachend, „denn in dieseni Jahre wird der Handel sich noch besser stellen. Lappen muß mein werden! Ueberhaupt aber — er warf einen Blick über den großen Warcnraum und dann über den Vorplatz auf die Packhäuser und ans die Schiffe — ich wüßte nicht," sagte er, „warum nicht alles mein werden sollte, was der alte Narr sein Leben über für mich zuiammengescharrt hat?" — In diesem Augenblick sah er Marstrand draußen erscheinen, der Jlda und Hanna begleitete und sich mit ihnen in das Gärtchen setzte, wo er aus einem Buche ihnen vorlas.
Paul Petcrsens Gesicht nahm den Ausdruck des giftigsten Hohns an. Er lachte, indem er die Hand mit der Feder leise schüttelte. „Wart, du edler Junker!" rief er, seine Stimme dämpfend, „du sollst aus deinen verliebten Träumen erwachen. Lies ihr ein lustiges Gedicht vor, wo der Esel von Bräutigam geprellt wird, ich will dir ein ander Lied singen, das du niemals vergessen sollst. Und diese tngendvolle Heilige," fuhr er fort, nachdem er eine Zeit lang hinter dem Fenster versteckt die Gesellschaft in dem Gärtchen beobachtet hatte, „wie sie die Augen auf ihn richtet, während er liest, wie sie ihr Ohr ihm znneigt, wie ihr Gesicht vor Vergnügen
Obschön die Angriffe der Deutschen durch "die durch'die'';
nung der Schleusen hcrbcigcführten Ueberschwemm gen erschwert wurden, dringen die Deutschen mit Tc Verachtung vor und gewinnen ständig an Ra Augenzeugen berichten, daß der Mut der Deutschen n n brachen sei und daß die Deutschen alle Hindern, durch die hochentwickelte Technik ihrer Kriegführung überwinden verständen. Längs der Küste getan: ihnen, viele belgische Soldaten, die in Zivilklcidung fli wollten, gefangen zu nehmen.
Ter Deutschen Tageszeitung wird berichtet, daß L die von der belgischen Grenze kamen, große de nt Ver st ärk ungen wahrgenommen haben, die in Richtung Zeebrügge marschierten. — Ein Mitarbeiter Berner Bund äußert, es sei zweifelhaft, wie 'lange französische Front noch dem deutschen Druck widerst könne. — Nach dein Corricre dclla Sera schreitet die Ui schwemmnng langsäin fort und zwingt die Deutschen, ihre griffe weiter südöstlich zu verlegen.
Die Türkei im Kriege.
Der Dreiverband will sich „verständigen
Im Dreiverband wir!» an der Herstellung von Beziehe der Türkei zum Dreiverband gearbeitet, allerdings- auf Grünt für die Türkei erniedrigenden Bedingungen, daruntc, findet sich die Entfernung aller deutschen S c e l 1 aus der türkischen Flotte. Andernfalls wäre damit zu rechnen Griechenland gegen die Türkei gehetzt würde, »m die lischcn Kastanien ans dem türkischen Feuer zu holen. Grieche: soll im Golf von Saros und in Kleinasien Truppen laut nm die Dardanellen von der Landseite zu nchm
Die Türken am Snez-Kanal.
Rom, 3. Nov. Einer Erklärung des Direktors Messagero zufolge werden nicht weit vom asiatischen Ufci Suezkanals starke türkische Truppenmassen konzentriert. Truppen führen mit sich Kamele und 300 000 Säcke, Sand gefüllt, die in den Suezkanal geworfen werden st Gegen eine solche aus diese Weise gebaute Brücke könntet englischen Kanone» wenig ousrichten. Die englische Re nng hätte längs des ägyptischen UferS ungefähr 50 000 baten konzentriert. Die offiziellen Kreise seien sehr : mistisch gestimmt, umsomehr, als man eine große Gäh in den muselmanischen Kreisen bemerkt habe. Die Ti würden in Aegypten wie Befreier von der Bevölkerung grüßt werden.
Das Ultimainm des Khedive.
Rotterdam, 3. Nov. Wie Londoner Blätter mitte überreichte der dortige türkische Botschafter vor seiner reise ein Ultimatum des Khedive, worin die fortige Zurückziehung der englischen Tr pcn aus Aegypten verlangt wird.
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Die Muckt russischer Handelsdampfer.
Bukarest, 3. Nov, In die Pruthmündung haben sich Furcht vor der türkischen Flotte 72 russische Frachtschiffe 1 » Schleppdampfer geflüchtet, die bisher den Verkehr zwischen russischen und rumänischen Donauhäfen versahen. Der rn Personcndampfer „Bulgaria", der die Verbindung mit Odessa sah, hat ebenfalls auf dem Pruth Zuflucht gesucht.
Japan und die Türkei.
Aussehen erregt in Konstantinopet, wie der Az Est m> eine Note, die nach Mitteilung des Vizepräsidenten des t schcn Senats von Japan der Hohen Pforte zugcstcllt >»» ist. Japan hat am Goldenen Horn keine eigene Vertrit und so erschien denn ein Sondcrgcsandtcr aus Rußland überreichte, begleitet von dem englischen Botschafter japanische Note. Darin wird betont, daß Japan als asia Macht die Türkei davor warne, weiter auf der schiefen ß zu bleiben, da sonst Japan genötigt wäre, sich cinznmii Nach Meinung vieler trage sich Japan mit dem Plane, 1 potamicn zu besetzen. Jedoch verlautet hierüber in der nichts.
Verwicklungen in Algier.
W. B. Amsterdam, 3. Nov. Handelsblad meldet, Madrider Jmparcial vernehme, daß in Algier ziemlich c Schwierigkeiten entstanden zu sein scheinen. An verschrei Orten soll sich die Bevölkerung dem Beschluß der Regie: daß alle Männer vom 17. bis zum 45. Lebensjahr d
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strahlt und wie schmachtend und sehnsuchtsvoll sie lä kann. Der braune, stattliche Junker und der rotha [ Schreiber von Tromsö, das ist fteilich ein Unterschied, du sollst diesen Unterschied kennen lernen, strenge June! Musterbild der Weiber, sanft »nd geduldig, sittlich und > hastig, wie d» bist. Ich will dich zu meinen Füße« I und um Barmherzigkeit bitten sehen: ich will dir den i| lichen, frommen Sinn lohnen, denn er hat recht, der dä rchelin, sie verachtet mich! Ist cs nicht lustig, sie ver> mich noch mehr als er selbst und doch soll ich Leib und haben."
Während er dies vor sich hin sprach, trat Björnann! ein. Paul drehte sich um und nickte ihni zu. — „Mae I Augen hell auf und sich nicht so finster aus, mein In | sagte er, „ich habe dir allerlei gute Dinge mitzuteilcn. ich wie du, hätte ich da draußen ein schönes Mädchen die bis über die Ohren in inich verliebt wäre, so lt>üri| so vergnügt sein wie ein Zobelkätzchen."
Bsönarne zog die Stirne zusammen und lvarf wilden Blick durch das Fenster. „Wenn ich das Gesicht | mehr sähe," murmelte er.
„Geduld, mein Sohn, Geduld!" sprach Paul. „Wirl den diese Gesichter los werden, wenn du klug bist unf I folgst. Nimm allen Verstand, den der Herr dir gegebei j zusammen und begreife, was ich dir sagen werde, diesen hochnäsigen, steifbeinigen Junker betrifft, so den! daß er zum letztcnmalc in Ocrcnäcs sich breit gcmackst sobald dein Vater zurückkommt, werde ich mit ihm ein reden und bin überzeugt, er wird kalktilicren, daß ich CI schcitcr Bursch bin. Was aber die ehrsame Jungfrau | Bergen angeht, so kannst du sie dir am besten von> schaffen, wenn du zärtlich bist wie ein junger Asse."
„Es schnürt mir den Hals zu, Paul, wenn ich w ; freundliches Wort sagen toll." (Fortsetzung I
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