Ausgabe 
31.10.1914
 
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Nr. 253 Gießen, Samstag, den 31. Oktober 191

1 9. Jahrgang

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ie Organisation der Staaten.

per Atrien ist nicht Selbstzweck. Ter Strien ist ein Mittel für ichassiing eines Zustandes, der minbcstcnö in bc» Augen bes rs vorteilhafter ist als der, der vor dem Ausbruch der Feind- eiten herrschte. Deshalb ist cs selbstverständlich, daß auch r Zeit, wo die Kanone» sprechen, sich die Blicke der Denkenden ie Möglichkeiten richten, denen seht die Bahn gebrochen wird, > der Lärm der Schlachte» die Stimmen derer nicht ganz zu öneu vermag, die mit größerer oder geringerer Kenntnis, «ehr oder weniger Geist, von den Dingen rede», die der Krieg cn wird.

crsreulicherweisc arbeitet sich dabei ein Gedanke immer stärker S, der zwar von cinzclncu, die über das nächste Ziel hinaus- .» vermögen, schon seit Jahrzehnten vertreten worden ist, der bisher noch immer von der großen Mehrzahl als utopisch ab- it wurde. Der Gedanke nämlich, daß die bisherige Organi-

i der Welt und vor allen Dingen Europas mehr als primitiv und daß au ihre Stelle eine auf sicheren Grundlageii ruhende t Urgemeinschaft, eine höhere Form der atcuvcrbäiidc gesetzt werden muß. Diese Forderung besonders überzeugend und besonders nachdrücklich, wenigstens t Mitteleuropa in Frage kommt, in einer Broschüre .'«cu, die der bekannte Jurist und Politiker von Liözt soeben fcntlicht hat. Liszt sucht den Weg zur Sicherung des curopäi- und des Weltfriedens, und er glaubt sein Ziel zu erreichen gesagt durch einen mitteleuropäischen Staatenvcrbaiid gegen xib, ohne Rußland, wenn möglich in i t Frankreich. Dcutsch- so argumentiert er, kann auch im Fall des Sieges keine Wclt-

r im eigentlichen Sinuc des Wortes werden. Rußland und > I mb werden an Volkszahl und an Gcbietsumsang ihm über- I bleiben. Um das Ucbergewicht dieser beiden Mächte dauernd

V schlittern und eine Art von weltpolitischem Glcichgcwichts-

id herzusteUcu, muß eine 'Organisation der Mächte Mittel- as geschasscii werden, d. h. Deutschland, Oesterreich-Ungarn, eu, Skandinavien, ein etwa selbständiges Polen und Holland

ii sich zu einer Gcmciuschaft zusammeutun, für die die staatS- rülkerrcchtliche Form noch zn finden ist. stur in großen Zügen cntwickelt'Prof. von Liszt seinen Plan:

nähere Ausgestaltung und die Prüfung der Dctailsragcu be­er mit Recht der Zukunft vor. Nur soviel sagt er schon heute, seiner Meinung nach das deutsch-österreichische Bündnis vcr- agsrechtlich zu sanktionieren und durch eine Militärkonveiition weitern sei: daß ferner eine Zollunion, die aber nicht durch­aus dem Prinzip des Freihandels zwischen de» in Frage I adeu Gebieten zu beruhen brauche, die VerbandSstaaien um- \ ßcu müsse, und daß endlich danach zu trachten sei, das fest- » ilchc Mitteleuropa, also Frankreich, Spanien und Portugal ' ckwürdigerweise schweigt er von Belgiens, in die Organisation 1 auszuuehmeu.

? cnn ?j* 3cit noch nicht gekommen ist, die Einzelheiten des ! etcuroväischen Slaatcnvcrbandes zu entwickeln, so sind auch « Vorbedingungen zu einer ins einzelne gehenden Kritik an dem ", U lost*' 'i''", entworfenen System noch nicht gegeben. An zwei Punkten ""eien wir auch schon jetzt nicht vorübcrgcheu. Der eine ist j»".... -> unterschiedliche Stellung, die Rußland und England au-

! eien wird. Ter Staatsvcrband soll ohne Rußland, aber s« c n England den Frieden verteidigen. Damit wird vo» voin- -<!?<«> E ^"»lichkeit. in Zukiliift eine Brücke zu England und der ^inatenorganijation zu schlagen, abgcwicscn und das nt uns deshalb bedenklich zu sein, weil eine Organisation eicuropas yy, daun einen Sinn hat. wenn sic ausacsaßt wird er crltc schritt zu einer Organisation der Welt, zur einer allgemein m c n s ch l i ch c n Kultur- c i n s ch a s,.

Dann aber das andere: Soll das siegreiche Deutschland in die verletzt werden, gewisiermaßc» einen Krystallisatiouskern fiii mitteleuropäischen Staatciiverbaud abzugcbe», und fteUt man l, )t "'wa auf den Standpunkt, baß es die Aufgabe hat, die in i !r lolnmeiidcil Rationen mit den Waffen in der Hand zum 'I nJ** ^enlngen. so müssen in der inneren Politii ' ""tlchen Reiches nach Beendigung des Feldzuges große und iivtatzllchc A e n d e r n ii g c ii Platz greifen. Dasür hat lllchcrwcisc auch Herr v. Liszt Verständnis. Er ivcisl darauf >atz die Nalionalitätcupolitik neue Wege cinzuschlagcii Hai und liiict cs vor allen Dingen als undenkbar, daß nach dem ensichlußdie Teilnahme an der Führung der Tiaatsgeschästc oder ,cner Schicht des Volkes Vorbehalten, allen anderen v e r l ch l o s s e n bleiben könnten."

Deutschland kann seine Nachbarn nicht zur Liebe zwingen, en eS vermag seine Stellung nur dadurch zu sichern, daß ec . a u ß e u und i nt Innern eine Politik treibt, d:c '"e'gcu europäischen Gemein,vcscn den Gedanken des Zu ^ilchlusieS zu einem Gebilde, in dcsicu Mittelpunkt das , Reich steht, sympathisch machen kann. Wie weit das mög- r. wie weit dieser Krieg dazu beiträgt, uns aus dem Ttaaten- '< i, 0 ei ) er «* aa tcn- und Völkerorganisation zu bringen, kann Zukunft lehren. Nur soviel steht fest: Nach dem Friedciis- o ,cn une "Heu weit größere und schwerere Aufgaben, vs' »i,».^!.e>eq sie zu stellen vermag, und sür ihre Lösung inüsien

r ">"chen.

Mincngcfalir (tu den englischen Küster».

n h! 1 ®*'"' 29. Lkt. Alls London wird telegraphiert: t "iiißf - ^ Meldung, dag es den Teutschen gelungen sei,

" ..^0 rdwestküste Irlands ein Minenfeld anzulegen, ruft -illahrtskreiscn ganz Englands ungeheures Aufsehen r ' ln 5_ftä0t in hohem Matze dazu bei, die fjerr- .® e -Stimmung und das Mißtrauen gegen die Leitung der Marine noch zu erhöhen. Tic Jnter- enfreife stellen die mannigfachsten Betrachtungen an.

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in welcher Weise die Teutschen die Auslegung von Minen bewerkstelligen konnten. Man ist überwiegend geneigt glauben, datz ein deutsches Handelsschiff, das sich unter neu­traler Flagge deckte, die Auslegung vorgenommen habe, da man es für unwahrscheinlich halt, datz ein deutsches Unter- seeboot bis nördlich Irland Vordringen konnte, ohne entdeckt zu werden.

Amsterdam, 29. Okt. Reuter meldet aus London: Die Besatzung eines in Flectwood angckomnienenSchiffes berichtet, datz noch ein anderes Dampfschiff an der Nordküste von Irland auf der Höhe von Malin Head auf eine Mine g c st o tz c n ist. Die Times erklärt aufs neue mit Rücksicht auf die feindlichen Minen in der Nordsee, die einzige Sicher- hciisinatzregcl gegen ein derartiges Vorgehen sei, die St o r d - sce für jeden neutralen Handelsverkehr zu s ch l i c tz e n.

Deutsche Vergeltungsmatznahmet»?

Berlin, 29. Okt. Wie nach dem L.-A. verlautet, haben die deutschen Bundesregierungen Vergeltungsmatzregeln gegen das feindliche Ausland als Erwiderung der gegen deutsche Staatsangehörige und ihr Privateigentum beliebten Verfolgungen in Aussicht genommen und eine entsprechende Vorlage wird dem Bundesrat demnächst zugehen.

Hamburg, 29. Lkt. lPriv.-Tel. der Franks. Ztg.) Der stell­vertretende kouimandicreude General v. Rochl <9. Armeekorps) gibt heute abend solgeudes bekannt:

Tic Frage der Behandlung der Deutschen in England ist in jüngster Zeit mehrfach Gegenstand der Erörterung in der Presse gewesen. Von besonderem Fntcrcssc waren dabei die veröffent­lichten Mitteilungen eines kürzlich aus England zurllckgekchrten Mannes, die sich auf das Gefangenenlager in Ncwbury bezogen und fcststcllcn, daß die Behandlung unserer dort unlergebrachtcn Lands­leute nicht nur der Kriegsgefangenen, sondern auch der übrigen Deutschen in England geradezu menschenunwürdig sei. Infolgedessen ist ein berechtigter Sturm der Entrüstung in den breitesten Schichten der Bevölkerung darüber entstanden, daß die Behandlung der sich hier aushaltendcn Engländer im Vergleich zu unseren Landsleuten in England eine v i c l z u m i l d e sei. ' Diese Tatsache hat den zuständigen Behörden Ver­anlassung gegeben, dem amerikanischen Botschafter in London mitziiteilc». daß die hier befindlichen englischen Männer vom 17. bis zum 45. Lebensjahr gleichfalls gefangen ge­setzt würden, wenn nicht bis zum 5. November eine amtliche Nach­richt über die Freilassung der wchrsähigen Deutschen in Eng­land eingingc."

Ein Zeppelin über Paris.

Stockholm, 29. Okt. (Etr. Frkst.) (ssoeteborgs Astonbladek ineloct aus Paris: Am Mittwoch erschien über Paris ein Zeppelin". Es wurden sechs Bomben heraögeworfen, von denen drei gröheren Schaden anrichtctcn. Acht Personen wurden getötet lind eine beträchtliche Anzahl wurde verletzt. Französische Flieger versuchten das Luftschiff anzugreifcn, eS entkam jedoch in den Wolken.

Ueber die Lcistungei» der französische»» Armee

schreibt ein prcutzischer Ofsizicr nach der Ostpreutzischen Zeitung an seine Angehörigen:

Drei Umstände machen den Kampf mit den Franzosen schwer: t. Ihre Artillerie ist glänzend. Beobachtung, Treff- ncherhcit, Munitionsmenge. Zusammenarbeiten mit der Infanterie grotzartig. Vor einigen Tagen lagen unsere Maichinengewchrc versteckt in einem Rübcnfeld auf der Lauer. Kein Schuh von uns und dennoch fand uns die französische Artillerie. Schon folgten die Schrapnells und Granaten. Wir mutzten spornstreichs raus. . . . Seit mehreren Tagen liegen wir in einem Ort im Schützengraben. Wir können nicht stürmen, da »nS die französische Artillerie wieder völlig in Schach hält.

2. Hervorragend sind auch die französischen Flieger. Folge: Ter Franzose ist genau über unsere Bewegungen und Artilleriestellungen unterrichtet.

3. Ter Franzose ist auf dem Rückzug und sucht sich die passendsten und geeignetsten Stellungen aus. So gewinnt er Zeit, sich zu reorganisieren und neue Stellungen vorzu- belcitcn. Das alles bedingt, datz der Widerstand und der Krieg noch länger dauern, als wir vermuteten. . . ."

Neue Gehcimaklen gesunde»»?

Ein Privattelegramm der Kölnischen Zeitung aus Brüssel üefagt, datz in dem ehemaligen belgischen Kriegsministerium Gche.makten gcfilnden wurden, die weitere gemeinsame Pläne des Dreiverbandes und Belgiens gegen Deutschland, besonders gemeinsame Spionage gegen Deutschland cnthalten.

Tcntsche Sanitätssoldaten von Frankreich ausgelickert.

Aus Basel wird peineldtt: Am Montag abaiid trascu aus den, Buirdesbahnhvf in Bafel etwa 160 deutsche SanüälSwldaie» und 15

Ojsiziere, vvn Gens konuneud, ein. Am Dienstag wurde dieses SanikälSpcrsolMl au der deukscheu Grenz« bei Llterbach de» dortigen deutsche» Mililärbchördcu übergeben., lieber die Bchaiidlniig in Frankreich wird vvn einzelnen Soidalen sehr geklagt.

Belgische Nicderlitge im Korrgo!

Berlin, 29. Okt. TaS Berl. Tagcbl. meldet aus Rom: Ter hier erscheinenden Stampa wird aus Paris berichtet: Ein in Le Havre eingetroffencs Telegramm des Gouver- ncurs in Uatanga besagt, daß die belgischen Truppen iinte. dem Kommando des (tzcneraikommissars Henry in einem Ge­fecht bei Kissinji ani Kiwusce durch die Teutschen eine voll­ständige Niederlage erlitten hätten.

Die deutsche Verwaltung in Nntkverpen.

Der iicucriiaiiutc Zivilgonvernenr vo» Antwerpen, Scnatvi Strandes ans Hamburg, empfing sofort nach seinem AmtSantriti den Bürgcrincistcr und die Zivilbchörde». Fn einer Ansprache gab er der Hosfnnng Ausdruck, daß das Erwerbsleben bald wieder anflcben und die Bevölkerung zurückkehren werde. Tie Bevölkerung kehrt jetzt in großen Scharen zurück und beginnt die gewöhnliche Arbeit wieder aufzunchmen,

Boi» der fru»»jösische»r Lo;ialde»»»okratie.

Die tzumanite teilt mit, daß die sozialistische Parla- mentsfraktion Frankreichs, der Parteivorstand und der Vor­stand der Pariser Parteiorganisation im Palais Bourbon eine Konferenz mit den sozialistischen Ministern Guesde und Sembat abgchalten habe. Ziach längerer Aussprache stimmte die Konferenz einer Resolution zu, in der den Genossen Guesde und Sembat daS Zeugnis ausgestellt wird, datz sie in der Regierung der nationalen Verteidigung so gut als mög­lich gewirkt haben. Die Konferenz ersucht die Genossen, in ihrer Tätigkeit für die Verteidigung Frankreichs und der Republik auszuharren.

Zu der Konferenz und ihrem Beschluß führt Genosse Eachin in der HumanitS erläuternd aus: Es steht fest, daß in den letzten sechs Wochen eine ansehnliche Arbeit für die nationale Verteidigung, der sich jetzt alles untcrzuordncn hat, verrichtet worden ist. Zweifellos gibt es noch zahlreich« Unvollkommenheiten nnd zahlreiche Ursachen zu Bcsck)wcrden- Es ist dann am besten, diese Besck'wcrdeu gleich unseren Tele- gierten in der Regierung (den Ministern Guesde und Sembat) mitzutcilen, damit diese versuchen können, Ord­nung zu schaffen. Es darf aber nicht vergessen werden, datz wir unter dem Kriegszustand leben, daß die Bureankrntie wie immer schwerfällig ist und datz oft der gute Wille nicht im­stande ist, dem Uebcl so abzuhclsen, wie cs zu wünschen wäre. Wir leben in abnormalen Zeiten und unter dem Truck un­vorhergesehener Ereignisse: vieles ist neu zu schaffen und in schneller Weise müssen komplizierte und sehr delikate Situationen ins Auge gefaßt werden. Jeder hat Verständ­nis für diese Schwierigkeiten und keiner unter uns wird ver- gcjsen, daß unsere Genossen von uns in die Regierung dele­giert wurden, um während des Krieges möglichst viel Gutes zu schaffen und den Sieg und damit den endgültigen Frieden vorzubereiten, den Frieden, der alle früheren Kricgsursächen ans dem Wege räumen soll.

Mranzöfische «tintmuttß nc ( i,e»t England.

London, 29. Okt. sZV. 8. Nichtamtlich.) Die Moruiiiapcst ver- ofseutlicht einen bemerkenswerte» - Brief eines Franzosen, balicrt Le Sigan, 22. Oktober, iinterschricbeii: En simxre ami.

Die französische Presse zitiert den Artikel Ihres Blattes, in welchem cs heißt, England muß Aiistrenguiigcii machen, die seine Sache und den Austrcuguugcn der Verbiindclc» würdig sind. Darj ich' Ihnen sagen, daß die große Mehrheit der Frauzostii täglich dasselbe sagt? Frankreich lebt nur sür den Krieg. Sei» Volk, sein Geld und seine Vcrkebrömittel stehe» alle im Kriegsdienst. Unsere Fabriken sind geschlossen, unser Handel ist gleich Null. Wir haben nur den eine» Gedanken, nämlich daß unsere 2 000 000 Mann Deutschland zu Boden schlage». Was hak England getan? Es hat uns 200 000 Mann gesandt und hat einen Appell an seine Söhne erlassen. Das aus dem Fcstlandc kämpsciide ciiglilchc Kontingent stellt noch nicht dic Hälfte der Franzosen dar. Fhr Appell zur Au- wcrbuiig van Rekruten hat erreicht, daß von einer Bevölkerung von 40 Millionen bis jetzt 600 000 kriegstaugliäie Männer meinen, das Leben auf dem Tchlachtfeldc riskieren zu sollen, wo das Schicksal ihres Landes auf dem Spiele steht. Fcdcn Tag proklamiert die englische Presse die absolute Notwendigkeit. Deutschland zu ver­nichten. Die Zeitungen sagen in glänzenden Artikeln, England werde ein, zwei, drei, wen» nötig 20 Jahre kämpscii. und eine, zwei, sogar drei Millionen Soldaten anfbringcin Die Erklärungen verraten am besten die Absichten, aber wenn Sie soviel Soldaten aufbriiigen können, so tun Tic cs sofort im Interesse Ihres und unseres Landes."

Der Verfasser des Briefes entwirst sodann ein Bild der Kriegslage und sagt: Eine Niederlage der Verbündet c» hätic sür England schwerere Folgen als für Frank­reich. England müsse wissen, daß seine Flotte Dciitschland und Ocstcrrcich-Ungarn nicht bindern würde, durä, neutrale Nachba'-- ländcr Lebensmittel zu erhalten. Es müßte wissen, daß der Hntf nicht länger als ein Jahr dauern könne, da die Slaatci, n,cl>