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fnge solcher Gesuche ist daher Zwecklos. Wegen etwaiger Beteiligung an den Lieferungen von Zigarren, Zigaretten usw. für die Armee lann den Interessenten nur empsoblen iverde», sich „„mittelbar a„ die deutsche Zentralstelle für Kriegslieserungen von Tabak sabrikaten mit Sitz in Minden i. W. zu wenden. Das Kriegs- arinisterium wirkt bei der Berteilung der von den einzelnen Be- darsstellen bei der Zentrale in Auftrag gegebenen Bestellungen aus die verschiedenen Jabrikbetriebe nicht mit.
Die deutschen Lceleute in Retv-Aork.
Mit den vielen im New-Dorker Hasen brachliegenden deutschen Handelsschiffen sind auch Tausende von Seeleuten beschäftigungslos geworden. Tie Reeder und ihre Vertreter haben zahlreichen Seeleuten anheim gestellt, sich andere Ar- bert zu suchen. Dazu besteht bei der jetzigen großen Arbcits- lofigkeit aber kaum ein« Möglichkeit. Dazu kam, dag die Hamburg-Amerika-Linie und andere Gesellschaften die Heuer ihrer Seeleute sofort auf 1 Mk. pro Tag herabgesetzt hatten. Ter Sektion Rew-Jork des deutschen Transportarbeiterver üandcs aber ist es gelungen, zunächst die Hapag zu einem anderen Standpunkte zu bewegen. Diese hat sich jetzt bereit erklärt, die volle Heuer weiterzuzahlen und zwar den Der heirateten zum Teil in Anweisungen, die ihre Angehörigen in Deutschland einlösen können.
Die Schlacht bei Dixmuiden-Nieuport.
Weitere deutsche Fortschritte.
Ungeheure tapfer.
Ter Korrespondent des Hannoverschen Kuriers meldet aus dem Haag: Tie deutschen Truppen haben nicht nur bei Tirmniden, sondern auch weiter südlich in der Richtung Warneton-Armenti>-res den Aserkanal überschritten. Lei Tixmuiden sollen bereits mehr als 20 000 Mann deutscher Truppen auf dem linken Ufer des Kanals eine befestigte Stellung eingenommen haben.
Tie Schlacht auf der Linie Dixmuiden —Nienport stellt sich als die blutigste dar, die die Weltgeschichte auszuweisen hat. Ter Kamps schwankt tagelang hin und her. Einzelne Dörfer und Brücken wurden nicht weniger als acht in a l erobert und wieder zurückerobert, jedesmal unter furchtbaren Verlusten für beide Seiten. Tes Nachts ringt man nur im Nahkampf. Auch gewaltige Artilleriekämpse verursachen Verluste, wie man sie bisher als undenkbar angesehen hatte. Tie Deutschen sandten unter äußerster Todesverachtung immer neue Abteilungen ins Feuer. Lei Nienport wurde der Seekamps fortgesetzt.
Tem Matin wird gemeldet, daß gestern die Belgier an der Äser eine Schlappe erlitten und sich zurückzogen. Tie Schlacht soll von ungeheurer Heftigkeit gewesen sein.
Tem Amsterdamer Telegraaf wird von der holländischen Grenze gemeldet:
Ter Kamps tobt noch immer hartnäckig an der Äser und in Flandern, von Tixmuiden und Upern. Tie Kämpfe über ressen an Wildheit und Blutvergießen selbst die an der Maas ind Reihe. Granaten vom Meere fliegen in feuriger Linie iber das Kampfgebiet, bersten in den Laufgräben unter den Mannschaften und vernichten die Brücken. Die deutschen Geschosse von Ostende und Nieuport bringen nicht minder Lod und Vernichtung. Englische Soldaten ertrinken in Massen. Daß der Kamps an der Küste noch nicht so bald be- :ndct sein wird, beweist die Aufstellung von Kanonen, die rach der Seeseite gerichtet sind, zwischen Heyst und Diun tergen, östlich von Blankenberghe.
Das Bombardement von Reims.
Rotterdam, 29. Okt. Aus London meldet der Korre 'pondcnt der Morning Post, daß Reims fortwährend bombardiert wird. Der Schaden ivird auf eine Milliarde Francs geschätzt. Der Dom soll nur noch eine Ruine sein.
Die deutschen Minen.
Rotterdam. 20. Okt. Di« Tatsache, das; auch an der Nordküste Irlands etn Dampfer der Commerce-Lin« aus ein« deutsch« SJfint gestehen und zmtergegangen ist. hat in England starken Eindruck gemacht. Bisher wurden jene Gewässer als vollkommen sicher und als außer dem Aktionsradius der deutschen Uutersecboole liegend betrachtet.
Ci» Logger gesunken.
. Rntterdam, 2g. Okt (Etr. Frkft.) Der holländische Fisch ™mpfct «Cttano" meldete gestern Nacht be! seiner Ankunst in 'in'!«?!’' ^ der Biaardinger Logger „Marie Chrifttna" etwa
Wien non Nmnidcn «ruf eilte Mine gestoßen und mit der Bein tzimg tmtengegangcn sei.
^in neuer Schrecken Englands.
Berlin, 2g. £ft. (ßtr. Bln.) Wie aus Kopenhagen ge- ^>rd, sollen die Deutschen jetzt der Times zufolge auf 'er Werft von Elbing eine neue Art von Tauchbooten bauen, ne ausschließlich zum Transport von Truppen dienen sollen. >uch in Hamburg sollen verschiedene solcher Boote von Stapel claufcn sein.
Die „Humanit«" zum vorgeschlagcnen internationalen Sozialistenkongres;.
>zn der Humanste vom 19. Oktober nimmt I e a n
0 n g u e t zu den« Vorschläge unserer amerikanischen Ge- otsen auf Einberufung eines internationalen sozialistische.! ricdenskoiigresscs Stellung. Longuet erkennt den guten
1 illcn unserer aincrikanischen Genossen an. hält ihre
-ritiative aber für verfrüht. Longuet meint, was sollen rter den jetzigen Verhältnissen Unterhandlungen über den rreden, nachdem so viel Blut geflossen und so viel ränen vergossen sind und kein entscheidendes cmltat vorliegt? Erst müsse eine Entscheidung herber- suprt werden. Der Krieg müsse zur Erhaltung des repu- "antichen Frankreich und zur Schaffung eines neuen 'a/hh "0? fortgesetzt werden. Longuet schließt: „Erst
chher wird man von einer gemeinsame» Aktion der ^ztousten aller Länder, uin die endgültigen Grnnü- jtn des^ internationalen Friedens festzustellen, reden Tann wird der internationale Sozialismus seine t'mme härm lassen."
Der Attfstaltd in Südafrika.
c Tidendc wird aus London gemeldei: Während
-anae ,.»n »Es Obersten Marih unterdrückt sein sall, ist in ntr«. » jjonooaal eine Bureiireoalte unter der Leitung der I i »e Wet und BeyrrS ausgebrachen. Die Ausständischen er- >
abertcn die i.ri)chast tzeilbrann, wo sie die Rcgicrnngsbeamien gelangen nahmen. Bei Nitz hielte» sie einen Bahazug an. Urberall,
1? "^Eucktcn, (ntmajincltn sie die Mitglieder Ser dcivaitnrtrn Macht. ^ er Aufstand De Wels und Beyers vcraniahic den tbene^algouverneur zu salgenüer neuer Kundgebung:
. »>e Negierung bei südairikanischen Union hatte gehasst, die wiseriehiichen Elemente ans gütlichem Wege zur Unierwersung zu vringe». ,zctzt ficht sie sich aber genSIigt, solgcndrs zu erklären: ^.ie Negierung ha« in Ersahrung gebracht, daß bewaifnete Bürger nn Norden des Orange-Freistaats oo» Christian Dr Wct unter die Watten gerusen worden ,,nd und dost bewassnrtk Bandr» nntrr Beyrrs i» Trausoa»! stehrn. Auhcrdcm ist die «ladt ^>kiibranu dcietzt und Negierungsbeamle sind gcsange» genommen worüe». Zn Nitz habe» die Aufständischen eine» Zug angchatte» »nd be- watineie Burger sind »an Landwehr eniwassnet worden. Alle 8ie,e Umstände haben die Negierung gezwungen, mit starker k>and etnzugrcisen.
N ottcr da in, ckg. Okt. F:> England ringetrosscue Meldungen brr,chic» über eine dennruhigenüc Ausdehnung des Aus standes in Südafrika. Die englilchrn Blätter hassen, daß es sich mehr um eine» Bürgerkrieg als um eine Bewegung zur Las- reihuilg »an England handclt. Die englische Zensur hatte bishcr alle dicsr Mcidungei, übrr dir Aiiistandsbcwrgnng in Afrika untcr- drücki, aber der Ernst der Lage scheint nunmehr die BerSssent- tichung notwendig zu machen.
Dis,iplii,arvcrfahr,n wcgc» Feigheit.
Beim Einsall der Nüsse» in Osipreuhen sind eine ganze Anzahl Beamte geflüchtet, denen jetzt der Prozeß gemacht werden soll. Den Anfang machte der Magistrat in Insterburg, der die Einleitung deö Disziplinarverfahrens beschloß, gegen den ("lasanftaltsdirektor Stawitz und den Kontrolleur Pomcleit vom städtischen Wasserwerk in Insterburg, die beide ihre Posten vor dem Einfall der Russen verlaffen hatten.
Die Ekjolera im russischen Heere.
Budapest, 29. Okt. Ter Kriegsberichterstatter d«S Pefti Naplo meldet ans de», Kriegspressequartier: Der ersten Transport der be, PrzemySl ncsangenen Russen kam soeben durch unseren Auscnt- haltsort. Einer von ihnen, der ganz gut deutsch sprach, erzählte, die Eholera sei bei den Nüsse» scho>i anfangs Oktober vereinzelt allsgetreten, die, als sich die sibirischen Negimenier anschlvssen, eine» seuchenartige» Eharatter annahm. Ganze Bataillone mußten als pollkommen verseucht von der Front zuriickgeschickt werden.
Bulgariens Neutralität.
T. U. Rom, 29. Okt. In der Erösfnungsrcdc der bulgarischen Sobranjc gab der Ministerpräsident die Erklärung unbedingter Nentralitüt Bulgariens ab.
Russische Niederlage tit Klein Asien.
T. U. Wien, 29. Okt (fc'tr. Bin j Nachrichten aus Kon- ftantinopel meiden: Neue Kämpfe zwischen russischen Truppen und ausständischen Kurde» lande» in der Nähe der «iadi Urmia statt. Die Kurden erbeuteten ruifische Geschütze und niachie» zahlreiche Gefangene. Die Nüssen mnsitrn sich zurückziehr». Dir mit Türken und Persern verbundenen Kurden sind im Anmärsche aus Urmia.
Zurückgeirommcne Ausweisung.
T. U. Berlin, 29. Okt. Die preußische Regierung hat die im Jahre 1898 gegen den Genossen Dr. Adolf Braun, derzeit Redakteur an der Nürnberger Tagespost, ausgesprochene Ausweisung aus Preußen zurückgenommen. Gen. Braun ist österreichischer Liaals- angehöriger.
Hcsien und Nachbargebiete.
Gietzen and Umgebung.
Erfüllung der Parteipftichten.
Von jedem, der sich als Angehöriger der deutschen Sozialdemokratie betrachtet wissen will, muß man verlangen, doß er nach seinen besten Kräften die Pflichten erfüllt, die ihnt als Parteigenosse erwachsen. Im Kriege ebenso wie im Frieden. Erste Pflicht ist selbstverständlich für Wetterverbreitung unserer Grundsätze und unserer Anschauungen zu sorgen. Immer mehr und immer neue Volksgenossen müssen mit dem vertraut gemacht werden, was wir wollen, immer mehr müssen unsere Forderungen begreifen und verstehen lernen. Um dies zu erreichen, ist vor alleni die weiteste Verbreitung der P a r t c i z e i t tt n g notwendig und jeder zu uns Gehörige muß ders Seine dazu beitragen und in seinen Bekanntenkreisen Leser für die Oberhessische Volks- zeitniig zn gewinnen suchen. Der Krieg hat in die Reihen unserer Leser große Lücken gerissen; mehr als der vierte Teil aller organisierten Arbeiter und Parteigenossen ist zu den Waffen einberufcn, diese Lücken müssen wieder ausgefüllt werden! Und das ist sehr wohl möglich, wenn jeder seine Pflicht tut. — Jetzt heißt es zwar: „es gibt keine Parteien mehr" — allein nach dem Kriege wirds wiedier anders lauten! Es wird zukünftig sein, wie cs bisher war: n u r die sozial- dcinokratische Presse vertritt die Interessen der Arbeiter! Deshalb müssen wir für Erhaltung und Stärkung unserer Organisationen und unserer Presse sorgen! — Haltet Euch Oie Frankfurter und anderen Klatsch- und Sensationsblätter vont Halse — sie haben noch nie einen Satz für Eure Sache, Eurer Interessen, Euer Wohlergehen geschrieben.
Jederzeit hat aber die Oberhessische Bolkszeitung die Interessen des arbeitenden nnd minderbemittelten Volkes vertreten. Deshalb muß cs heilige Pflicht der Arbeiter sein, ihr Blatt zu unterstützen und für dessen Wciterverbrcitung zu sorgen. Selbstverständlich bringt die Oberhessische Volks- zeitung die Nachrichten von den neuesten Ereignissen zu gleicher Zeit, wie die übrigen Blätter.
Erfüllt also Eure Parteipflicht!
In der Gießener Stadtverordnetenversammlung, in dee
die Stadtverordneten in beschlußfähiger Zahl anwesend waren, wurde unter Mitteilungen ein Schreiben des Mi- nistcriums bekannt gegeben, in dem aus einen Beschluß der Stadtverordneten geantwortet wird, daß städtische Arbeiten in Gießen in der Höhe von 908 000 Mk. ausgeführt werden oder in Vorbereitung sind. Ferner wird zugestinimt, daß bei dem Landtage beantragt werden soll, durch ein Notgesch die Außerkraftsehung der Bestimmung der Ttädteordnung festzusetzen, nach der die Neuwahl der Stadtverordnetenver- sammlung erfolgen soll, wenn deren Mitgliederzahl unter zwei Drittel der vorschriftsmäßigen Stärke herunter gegangen ist. Aus verschiedenen Gründen sind Nettwahlen in jetziger Zeit nicht angebracht. Nach Erledigung einiger Bau- Zcsuche wird beschlossen, für die hier begrabenen KriegStcil- nenmer einen gemeinschaftlichen Begräbnisplatz ans dein Friedhofe zu errichten, für deren Anlage 2000 Mk. bewilligt
wurden. Für die durch den Krieg geschädigten Elsässer wurden 1500 Mk. bewilligt.
— Der nächste Liebrsgabentraiispart zu dr» llürrn soll bereits, am >. November abgehe». Es wird gebeten, noch beabsichtig!« spende» bis spätestens 2. November bei den Tanimelstellen in der Ztadtknabenschule ^tnd der Alien Klinik abzugeben. Nach dem jetzigen stand der Sammlung ist vor allem »och die Stiftung von cocke», Leibbinden, Pulswärmern, Brustschützer» und Unterjacken erwünscht, um unseren heldenmütigen Truppen den harten Winterseidzug etwas erträglicher zu machen. Aus den noch täglich eingehenden Dankschriste» der bereits bedachten Truppen ist ersichtlich, mit welcher Freude »nd Dankbarkeit sie die Sache» entgegennahinen. Die jetzige Sendung geht zum aktiven und Reserberegiment und wird wiederum unmitteibar zur Front führen.
— Elikrnpjlichieti. Seit Wochen erschüttert di« grw<vit!ge Tva- oöäie des Weltkriegs unser Denken. Das blutig« Schauspiel prägt sich tief mit seinen entsetzlichen Bildern i„ di« Vorstellungen der Menschheit «in imd zwingt nn«. anqespMinieste Ausmerksamtzeit, mit Grauen ocemischte Bewuindeviuig ab. Seihst der Frieüserligsic nimmt inrchr oder weniger Partei und dir Sorge um die Lieben ine Feld«, der Brrrnn uin die von de» tödlichen Geschossen zerrisseneir Freunde verleitet wir zu oft den Menschen zuun ungerechten haß mider den Menschen, der etne andere Natiau. andere Sitten u»h andere 'Witten verteidigt. Wird schon der Erwvchise»« gestört i» tan Zirkel seiner Gedanke», ivioviel nnchr da«; Kind, ii, dessen »rgnuid di« Lust am Zerstöret» schdunianrri und das im Kriege etwas Ge- füdlsvcrivandtes findet. Muß doch das Kind, dieser gtztaren« Egoist, erst zur Ordmiin«. zu gerecktem Urteil und -,wr Achtung vor dem fremden Gut erzöge,! werden. Eine Igiri« Arbeit, wen» die Straß.- täglich mit tausend BWen« an den Krieg mit seiner urcinsache-n Gesühlswelt mmtevt. Die Schule ■ ft nicht i.m Stande, diese Einflüsse zu tarnten, in den Kindern in dieser Zeit des Völker Hasses die Liebe zum Nächsten zu hege» und psiegen. Den Eitern ist diese hohe, lulttirelle Mission üherlaffeu. Sie tasten die Pfl-ickst, ans die weichen, Seelen der Kinder zu wirten und zu sorgen, das; da» Edle i»t Kinderherzen nicht durch da-s wuchentide Unkraut kiivgerischer Unkultur übenouchcri wird. Seit Jahr und Tag ivettern wir gegen die Berrelnurg der Jugciid durch Wort nnd Schrift Sarchann sind >oii bemüht. Schundliteratur von unserer Jugend ferinzustalien und die Blüte, das Beste der Dtchtkmist. ihnen zngäiigdich zu machen. Und mm stürmt ans die Siimtemp-rft der Kft,der der Sä-enaitz der gräßicheii Kriegsbii-dcrstezzen mit noch ickkrecklickzereit Versen, ft» schmechvoll rohe Kriogiswitzkaricn ein, ohne Schranken zu finden. Statt aufzutauen. in der Jngen-d den Sinnt für da«- Entsetzliche ta? Krtoges und Abscheu ror der Nottm-iidigkeft solch surchtstavc-r Kämpfe :n ivecken, ivird vieie-s, was ialn-ehittelatig« Arbeit an giittiit Sinne geleistet har. ntrdcvgeriffen. Dem muß Eucha-it geboten iverdeu durch die Wirkmig des Elternlose».
— Zu« Reserpeleutnani im Leibgarde J»ianlerie-Rcgi»ie»i Nr. 115 in Dar»,sinkst wurde Geiwsse Rech:sa-i„vaft Otto Sturm- fels nt Groß-Uinstgdt befördert. Genosse Sttmmfels ivar bei der Mobtlmechung als Biscftldwvbel der Reserve eiinge-egen, worden: er leegt zurzeit air eftt«r schwervn Schuftverletz«n« des rechte» Oberäum» «rkrankt im Lazarett zu Tarinisladt. Genosse Sdurmsels ist »liiere» Wissens der erst« Sozialdemokrat, der Lsftzser wurde.
Ein Sportplatz für die Universität. Die Stadtvevordnettimer- sammlrnng beschsoß gestenn- in nicht ossenisicher Sitzung den Verkauf von 35999 Oimdraftneier Gelände am Schützenhaus an di« LandeSuniversität für eine Mark pro Quadratmeter. Ans diesem Gelände soll ein Sportpiatz für die itnioersilät errichict werken.
— Stadttheaicr ES ist de schlossen worden, daß bei sümtlich«» Vorstellungen Miiitärpersonen vom Feldwebel abwärts auf zweftes und drittes Parkett nur halbe Preise zu zahlen haben: auch ivorden uniere» verwutedeten Kriegern für die NackMittage-- vvrstelln-iugen Jrelharien nach Bedarf znr Beringung geslellt werden.
— Bahuocrkchr. Daß endlich ein neuer Fahrplan heraus- kominen soll, muß als eine Wohltat bezeichnet werde». Aus dem Bahnhofe gibt es abends zwischen 9 und 7 Uhr, wenn die auswärtigen Arbeiter heimfahren, ein Gedränge wie an sommerlichen AuSflugS-Tonntage». Das wird noch zuni Teil mit durch Soldaten nnd Landstnrmleute veranlaßt, die nicht recht wissen, wie sie ihre Zeit heruinbrtngen sollen. Um diese abendliche Zeit herrscht in der Bahnhofshalle ein Nebel von den Pfeifen und Zigarre», der bis zur hohen Deckenwülbung hinaus die ganze Halle stillt. Es ist wirklich Zeit, daß endlich für mehr Fahrgelegenheit gesorgt wird.
— Leuchrlhrim. Von de» in de» Krieg gezogenen Heuchek- heiiner» sind einige i» französische Gefangenschaft geraten. Einer davon befindet sich in T a r b e s im Departement der Hoch- Pyrenäen, nahe an der spanisä>en Grenze. Wie die Gefangenen an ihre Aiigehörigeii berichtet haben, geht es ihnen gut, sie werden auch gut verpslegt. — In der Leipziger Volkszeitung wird ein Brief eines ebenfalls nach Tarbes verbrachten Gefangenen veröffentlicht, weicher schreibt:
„Am IN. 9. wurden wir zum erstenmal von Krankenschwesteril verbunden und werde» sehr gut verpslegt mit Kaffee, Tee und ivarmem Essen. Am 17. September wurden wir in Tarbes am Fuße der Pyrenäen ansgeladen und in einem Gymnasium, das als Hospital eingerichtet ist, nntergebracht. hier haben tvir das erstemal seit langer Zeit wieder richtige Bette» mit Matratze, Unterbett und zwei wollenen Decken zum Zudecken. Die Decken genügen, da es hier viel wärmer ist als bei Euch. Täglich gibis hier zweimal Essen, vormittags 11 Uhr und abends. Es gibt jedesmal % Weißbrot, 1 Gias Wein IBordeauri, Tuvpe, Kartossein, Gemüse und gebratenes Fleisch. Früh gibts nur Kaffee, dazu hat man noch Brot vom Abend. Wenn ich hier »ock> länger bleibe, werde ich wieder dick und fett dabei."
Danach ist es'also bei den Franzosen zum Anshalten, vielleicht wurde sich mancher arme Teufel eine solche Verpflegung wünschen.
Krei» A-.-tzlnr.
'X Kein Steuerabzug von der Fainiliennniersiützung. Der
preußisch« FiNkMizminister und der Minister des Inner,» hasten eine» gemeinfatn«» Erlaß hinausgegeben, m dem atiegcsiihri wirst:
„Aus cfti«r Hei neu Gemeinste ist uns ein« Veschavevste zu««- gaiilgen. wonach Sic Genielndeverwaidang Sie Gemeindesteuer» der in den Dienst eingetretencn Mannschasttn dasturch beftrei-ben will, daß sic den Frauen u»st Kinstev» den Stenerbetrag von den ihnen bewilligten F-oiniUemtnderittitzungcn abzicht. To wenig wir nn« nehme» zu sollen giaaioen. daß <ruch von atistern Geineindeverwat- tttngen ei» solches Verfahren eingtschtogen wersten wirst, io weisen wir doch allp.sm«in staranf hin, daß die nach Mahgoste des Reichs- aefetzes vom 28. Februar 1888 und 1. Auigust 1914 an die Familien der in den Dienst oingetrelenen Mannschaften zu gewähreisten Unierftützungeii der Psönstuiag nicht niiterivorf«» sinst und deshalb auch eine Ansreckinting dieser Uiilerstützungsarusprüche gegen For- dernnigen der Gcnieinsten oster Liesernngsverbänste an die Wehr- monnssami/iü« nicht zulässig ist. Die Familienunierftützniige» sind also unverkürzt znr Auszahlung zu bringen.
Bon Nah nnd Fern.
— Die Internationale Buchgewerbe-Ausstellung in Leipzig ist
vor einigen Tagen gesikstossen worden. Sie ist im ganze» von 2 341 395 Personen besucht worden, ivas angesichts der uiignnjtigen Zcft als cm befviedigeirdes Ergebnis bezeichnet werden muß. 21m 9. September, «Wem Volkstag« mit ermäßigten Eintrittspreft.-n. war di« Anstsiellu-ng von 55 999 Personen besucht.
— Folgen der Kriegsspieterei. Ein tragisches Borstonmnfts wird dem Vorwärts an» Tambach bei Gotha gemeldet Ter lüjährig.e Sohn eines Arbeiters spielt« mit mehreren Schuikanie- raden Krieg. Sogar ein« Festittug hatten sich die Jungcns erkoren in einer leerstehenden, ziemlich ataclofteneii Fabrik. Beim E>- sttirmen der Festung gingen cin>iig« F«tist«is<hesben zugrunde. Dics soll den Besitzer der Fabrik, einen Rentier, der das alte Gebäude im Zwangsverkatif haste erstehen müssen» veranlaßt haben, sich mit


