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feitiflt seien und daß infolgedessen ein Svjähriges Bündnis zustandegskommen sei.
Freilassung jüdischer Kriegsgesaugeuer.
Verschiedene Zeitungen hatten mitgeteilt, daß auf Anordnung iel Kaisers 2000 russische jüdische Kriegsgefangene sreigelasien u n& in ihre von den deutschen Truppen besetzte Heimat geschickt wurden. Der in Frankfurt erscheinende Israelit hat sich daraufhin an maßgebender Stelle erkundigt und die telegraphische Antwort erhalten: „Notiz richtig, Anzahl übertrieben."
(Einschränkung des Wrttzbrotverbrauchs.
Das Generalkommando in München hat angcordnet, daß in den Gastwirtschaften Weißbrot nicht mehr auf den Tischen bereit- gestellt, sondern nur noch auf Verlangen verabreicht werden darf. Der Vollzug dieser Anordnung wird streng überwacht,
Reichstagsnachlvahl.
Heidelberg, 28, Lkt. Bei der gestrigen Reichstagscrsatzwahl im 12. badisehrn Wahlkreise Heidelberg-Sberbach wurde der Land- gerichtsdirektor Dr. Lbkircher (natl.) bei schwacher Beteiligung mit 4448 Stimmen gewählt.
Hessen und Nachbargebiete.
»ießen und Umgebung.
Aenßerst einfach.
Ter Konsumgenossenschaftlichen Rundschau schreibt ein Professor M. folgende in den Zeiten des Lebensmittclwuchers besonders beachtenswerte Ausführungen:
„Teures Brot, winzig kleine Schrippen, die Melilpreffe erhöht; die Kornprcisc zwar auch erhöht, jedoch verhältnismäßig wenig.
Den Brotesser und besonders den Ernährer vieler Esser wurmt das. Wenn gegen die Bäcker und die Müller jetzt im Kriegszustände die Behörden Vorgehen und selbst diese mit ihrer Macht ohnmächtig sind, so läßt sich das Uebel dennoch auf die mildeste Weise ohne jede Gewalt beseitigen.
Man muß selber backen und mahlen! Das wäre einfach. Aber wie soll das möglich sein? Die Bauern backen zwar ihr Brot selbst, und es gibt Gegenden, wo die Hausfrau in> Backofen Weitzbrötchen backt, aber billig wird das gewiß nicht. Es ist gerade der Vorteil unserer arbeitsteiligen Volkswirtschaft, daß nicht jeder alles macht und von allem nur ein wenig. Wenn eine Berliner Hausftau Mäntel näht oder in die Fabrik geht, so wird ihr selbstgebockenes Brot sehr teuer, falls sie darüber ihre Arbeit versäumt oder sich durch die notwendigen unmäßigen Ueberstunden für die Arbeit schwächt. Noch weniger kann man selber mahlen. Auf der Kaffee- niühle geht es nicht, und der Mörser in der Küche ist viel zu klein. Von den alten steinernen Mörsern, welche wir in den Museen als alte Handmühlen sehen, ist der kleinste noch viel größer, als ihn irgend jemand im Hause hat und haben könnte. Und dazu, welche unfruchtbare Arbeit wäre es, selbst mit einem großen Mörser Korn zu zerreiben! Es ist eben der Fortschritt der Kultur, daß mit unseren Einrichtungen, von denen eine wenigstens eine Million Mark kostet, durch die Arbeit eines Menschen in einem Tag das Mehl für viele tausend Menschen mit geringer Anstrengung geschaffen wird.
Auf diese Weise, daß wir in alte Wirtschaftszuständc zurllcksallcn, können wir nicht selber backen und mahlen. Aber wir können es viel bester; wir gehen in die Konsumgenossenschaft! Die- Konsumgenossenschaft hat großartige Backöfen und macht keinen größeren Aufschlag, als in den Bctriebsunkosten liegt. Die Konsumgenossenschaft macht keinen Gewinn. Ihre großartige Bäckerei ist die Bäckerei ihrer Mitglieder. In ihren Backöfen backen die Mitglieder selbst. Und wenn die Konsumgenossenschaft eine eigene Mühle hat oder von der Großeinkaufsgcsellschaft Mehl bezieht, falls diese Mühlen hat, so mahlt das Mitglied der Genossenschaft auch bei sich selbst. Es ist ein glänzendes Gc- säxist, Getreide zu mahlen. Nur eiG Beispiel: Die Rüninger Mühle gibt wieder, wie früher, 24 Prozent auf ein Kapital von ein paar Millionen Mark. Friedensprofit! Von der Sparkasse bekommt der Arbeiter 3Ys Prozent. Tie 24 Prozent flibt der Arbeiter an die reichen Aktionäre, die binnen vier Jahren ihr Kapital verdoppeln. Gewiß möchte er lieber Aüninger Aktien nehmen, jedoch die sind viel zu teuer. Aber iowie er in den „Konsum" geht, hat^er die 24 Prozent von so viel Mehl als er verzehrt.
t ..aifo, wen» das Brot zu teuer und die Schrippe zu klein, o ist das der einfachste Rat: Geh in den Konsum! Und wenn der Konsum nicht gerade Schrippen backt, so backt er doch ein Wpr billiges, schönes Weißbrot, welches gesünder ist als Läinppe. Und wenn jemand durchaus den Geschmack des frismen Weißbrots hoben will, solange der Konsum den Früh- ltiicksschnelldienst noch nicht eingerichtet hat, so brauebt er nur eine schnitte vom Weißbrot an einer Gabel über die Gasflamme oder über die Kohlenglut halten, so hat er ein prächtiges Gebäck
Ter Unterschied zwischen einem Konsumbrot für 50 Pfg. und dem Brote, was man vielfach für 50 Pfg. wo anders kauft, ist gewaltig. Wer denken kann, begreift überhaupt nicht, warum die Leute, die über das kleine Brot klagen, nich: IN den Konsum gehen. Allerdings kostet der Eintritt 50 Pfg., aver die 50 Pfg. sind nicht weggegebcn, sondern nur an eine andere Stelle gelegt; sie bleiben Eigentum des Mitglieds. Außerdem liegen sie nicht tot, sie vermehren sich; schon nach wenigen Broten sind die 50 Pfg. verdient.
Ta die Sache so liegt und so einfach ist, braucht man Kragen über teures Brot überhaupt nicht mehr mit anzu- Horen. Wer sich am Brot bewuchert fühlt, kann einfach selber wählen und backen. Aber nicht zu Hause, sondern mit 100 000 Gleichgesinnten gemeinsam im „Konsum". Ter Rat, in den --Konsum" zu gehen, ist schon lange und oft erteilt worden, "ö wem nicht zu raten ist, dem ist auch nicht zu helfen!"
Aus den Verlustlisten.
Reseroc-Infanterie-Regiment Rr. 118.
Kompagnie. (Uhu Luszugsiveise) Uillervif. He Kle«, Rödgen. Kr. Frtedberg, fchwv — Untcrosf. Wilhel S?*»**» "mäh,nn, fchwv. — Wchrm. Friedrich Preusch, Rai r.uV’ *!?•„— Wehrni. Ludwig Heß, Bon-Hausen. low. — Gef t.' C.crfl S eit, Rödgen, Sr. Friedberg. Ivw. — Geil. Julius Löbri! *-lH)ei'iii, Sr. Frieichenz, fchwv. — Res. Friedrich Schmidt, Hai,
gründen, lvw. — Res. Ctto Toll. Borödorf. fchwv. — Wehrm Admu Ochs. Vilbel, tot. — Wchrm. Sonrad Stoß. Vilbel, tot.
— Wehnn. Wilhelm Füller. Vilbel , fchwv. — Re, Friedrich
l u ät. Biünnqen, Imp. — Dkhrm. ,tafob 2leker,
Crtcnbcrjj, lvw. — Gefr. Erwin Walter. Ober-Wöllstadt, lvw. — t r ri 2i Merienheimer, Eichel fachst", fchwv. — Res. SH*
« m ->. ■ l fÜ' dutzdach. Ivw. — Unter oft. Georg Schäfer. Rvdheim, «r. Friedberg, oerm.
Kompagnie Res. Friedrich Kirchner, Bonhausen, Sr. Outmiflei — Scbrm. Sari Oechler. Ilbeshausen. Sr. Lauterbach,
— Sst,. Rudolf -chwab, l>strb-N>dda.
— Gefallene des Gießeuer Regiments. Reservist Fritz Engel aus Gießen. — Feldwebel Heinrich Hütten- b e r z e r aus Gießen. — Einj.-Frciw.-Unteross. Karl Mörschel ans Crumstadt. — Landwehrmann Wilhelm -stumpf aus Kirtorf b. Alsfeld. — Landwehrniann Ludwin Sein: aus Wahlen b. Alsfeld. — Reservist Adolf M ü l l e r, Sdjrctncr aus Gießen. — Gefr. Ferdinand Schwalb auS Alten-Buseck. — Gefr. Ludwig Fabel aus Londorf. — Landwehrmann Wilh. Bechtold aus Rainrod. — Land- wchrmann -Otto II s i n g e r aus Schotten. — Res. Ludwig ® t r a u b aus Schotten. — Res. Karl Leufer, Weißbinder aus Frankenbach b. Gießen.
— Gefallene aus Oberhessen und Nachbargebieten. Musketier Heinrich Koch ans Atzbach, Jnf.-Regt. Nr. 83. — Musketier Heinrich S p e i e r aus Odenhofen, Jnf.-Regt. Nr. 88. — Leutn. Ferdinand Weber aus Konradsdorf, Jcf.-Regt. Nr. 147. — Gefr. Friedrich Felde aus Mainzlar, Jnf.-Regt. Nr. 115.
— Sitzung der Vereinsvorstände. Auf die heute abend iin Gewerkschaftshausc stattfindende Sitzung der Vorstände der Gewerkschaften, des Kreiswahlvereins, sowie der Gewerk- schastshaus- und Preßkommission sei an dieser Stelle noch- rnals aufmerksam gemacht.
Tie Ansprüche der Kriegsinvaliden und der Hinterbliebenen gefallener Feldzugsteilnehmer an die Invaliden- und Hintcrbliebenenversichernng (IV. Buch der Rcichsversiche- rungsordnung). Ueber diese Ansprüche, die neben den auf den militärischen Fürsorgegesetzen beruhenden Bezügen geltend gemacht werden können, bestehen in den interessierten Kreisen noch manche Unklarheiten, so daß eine kurze Zusammenstellung der maßgebenden Gcsehesvorschriften ange- zcigt ist. Die auf Grund der Reichsversichcrungsordnung gegen Invalidität versicherten Personen, die im Kriege oder später infolge der Feldzugsstrapazcn invalide werden, haben Anspruch auf die Invalidenrente. Als invalide gilt ohne Rücksicht auf das Lebensalter der Versicherte, der infolge Krankheit oder anderer Gebrechen nickst mehr imstande ist, ein Drittel dessen zu erwerben, was gesunde Personen seiner Art mit ähnlicher Ausbildung in derselben Gegend durch Arbeit zu verdienen pflegen. Ist die Invalidität dauernd, so beginnt die Rente mit dem Tage des Eintritts der dauernden Invalidität. Ist dagegen in absehbarer Zeit wesentliche Besserung zn erhoffen, so beginnt die Invalidenrente erst nach einer 26wöchigen ununterbrochenen Dauer der Invalidität. Was die Ansprüche der Hinterbliebenen der gegen Invalidität versichert gewesenen Feldzugstcilnehmer betrifft, so gilt folgendes: Witwenrente erhält die invalide (nicht die noch erwerbsfähige) Witwe des Versicherten. Für den Begriff der Invalidität gilt im wesentlichen dasselbe, was oben für die Invalidität des Mannes gesagt ist. Die Witwenrente beginnt in der Regel mit dem Todestag des Ehemannes. Ist in absehbarer Zeit Wiederherstellung der Erwerbsfähig- kcit zu erwarten, so kann die Witwenrente auch erst nach 26wöchiger ununterbrochener Dauer der Invalidität gewährt werden. — Witwengeld erhält die Witwe (auch die noch nicht invalide) des Versicherten, wenn sie selbst auch gegen In- Validität auf Grund der Rcichsversicherungsordnung versichert ist. — Waisenrente erhalten nach dem Tode des versicherten Vaters seine ehelichen Kinder unter 15 Jahren, ohne Rücksicht darauf, ob die Mutter noch lebt und ohne Prüfung der Frage, ob Bedürftigkeit vorliegt. Ob die Anträge Erfolg haben, hängt im Einzelfall noch davon ab, ob weitere gesetzliche Voraussetzungen, wie Erfüllung der Wartezeit, Erbaltnng der Anwarffchaft, zutreffen. Die An- sprüche selbst sind bei der Bürgermeisterei des letzten Wohn- oder Beschäffigungsortcs anzumelden.
— lieber die Kartoffelernte wird aus der Wctterau be- richtet, daß sie überall beendet und die Erträge als reichlich zu bezeichnen seien. Trotz Fesffehung der Höchprcise aus 6 Mk. werden gute Speisekartoffeln mit 7 Mk. pro Malter bezahlt. Vielfach werden aber die Kartoffeln noch von Landwirten und Großhändlern zurückgcholten, um das Angebot zu verringern. Es müßte die Möglichkeit geschaffen werden, denjenigen, die offensichtlich dieses wichtige Lebensmittel aufspeichern oder zurückhaltcn, den Vorrat zu entziehen, soweit er nicht für die eigenen Bedürfnisse notwendig ist. Das ist zwar im Gesetz vorgesehen, doch dürfte es in der Praxis immerhin nicht so leicht durchzuführen sein. Das Publikum sollte auf keinen Fall die maßlosen Preise zahlen, die mancher zu erreichen sucht. Man hat immer nock Zeit zu kaufen; vielleicht unter günstigeren Bedingungen als jetzt. Tie hessische Landwirtschaftskammer hat in einer langen Erklärung an die Presse das Treiben der Landwirte, die ihre Kartoffeln vom Markte zurllckhalten, um Phantasiepreise zu erreichen, zu rechtfertigen gesucht. Daß eine einseitige Interessenvertretung anders handelte, haben wir nicht erwartet, ja wir glauben sogar, daß die Organ,- sationen der Landwirte, die Bauern zu ihrem Vorgehen aufgefordert haben.
— Genügend Petroleum. Unter dieser Ueberschrist brachte die Lberh. Volksztg. vorgestern eine Notiz, die insofern sehr beherzigenswert war, als das Publikum darauf hingewiesen wurde, den Verbrauch von Petroleum nach Möglichkeit einzuschränken. Große Vorräte davon aufzukaufcn. wird unter dem tatsächlichen Petroleum- niangel kaum möglich sein. Leider haben wenige Geschäfte auch diese Gelegenheit wieder benutzt, um — drastisch ausgedrückt — auf die Dummheit der Massen zu spekulieren. Sie haben den Anschein erweckt, als seien sie mit Petroleum „hin- reichend versorgt", sie gaben solches aber nur an diejenigen
ab, die auch andere Waren mftnahmen. Damit hat sich eins großer Teil der Einwohnerschaft „hinters Licht" führen! lassen! Denn als manche anderen Waren gekauft hatten und! nachher bescheiden einen Liter des köstlichen Petroleums verlangten, bieß es: ia, das ist für unsere ständige Kund- säuft bestimmt. So werden Geschäfte gemacht! — Taffachr- ist, daß die Pctrolcuingesellsckafien schon seit Wochen die abgeschlossenen Verträge nicht einhalten und nur einen kleinen Bruchteil liefern. Möglich ist es anch, daß die Einfuhr des rumänischen Petroleums in der nächsten Zeit etwas stärker wird; höchstwahrscheinlich ist r-s aber anch. daß zu gleicher Zeit das Petroleum im Preise steigen wird. So^ unangenehm und so empfindlich es auch die einzelnen Fa>! milien — und besonders die Arbeitcrfaniilien — trifft, die sich den „Luxus" der Gas- oder elektrischen Beleuchtung nicht! leisten können, so wird und muß man sich wohl oder übel damit abfinden und damit trösten, daß es eben Kriegszeiten sind, welche Verteuerung aller Lebensmittel und Bed>,rss- artikcl mit sich bringen, besonders solcher, die vom Auslande eingesübrt werden müssen. Möge jede Familie ihren Bedarf, soviel es angängig ist, einschränken. .Hoffentlich dauern diese Zustände nicht mehr allzulange! k.
— Eine Verteuerung der Zündhölzer wird angekündigt. Ain vorigen Donnerstag tagte in Berlni eine Sitzung des Vereins deuffcher Zündholzsabrikanten, über die berichtet wird: Es wurde festgestellt, daß eine mäßige Preiserhöhung für den Kleinhandel unausbleiblich sein werde. Es war jedoch die einstimmige Meinung der Versammlung, jeder un- berechtigten Preissteigerung „entgegenzutreten". Eine Preiserhöhung für das Paket, das jetzt im Kleinhandel 30 Pfg. kosret, über 32 Pfg. hinaus wurde, von den vom Kriege betroffenen Landesteilen abgesehen, als unangemessen bezeichnet und als Pflicht des Vereins anerkannt, für die amtliche Festsetzung von H ö ch st p r e i s e n da einzutrcten, wo diese Grenze unbereästigtcnvcise überschritten werden sollte. — Aus der Rederei, die die Herren Fabrikanten da gesühri haben, geht deutlich hervor, daß sie die Preise in die Höhe treiben wollen und das edle Bestreben nur mit dem Verlangen nach Höchstpreisen zu bemänteln suchen. Mit der Fesffetzung des Höchstpreises auf 32 Pfg. wird natürlich in diesem Falle der allgemeine Preis ans diese Höhe gebracht. Hoffentlich tut die Regierung den Herren den Gefallen nicht. Das Publikum sollte aber unterdessen nach dem bekannten Scherzwort verfahren und an den Streichhölzern an. fangen zu sparen I
Untcrdem Zeichen der kommenden Festsetzung der Höchst- preise für Getreide stand der letzte Franffurter Fruchtniartt. Unlust überall bei Käufern sowohl wie bei Verkäufern. Infolgedessen ging der Weizenpreis von 28 auf 2714—27% Mk. pro 200 Pfund herab. Wenig Umsätze fanden statt. Roggen notierte 24%—24% Mk. gegen 24%—25 Mk. in der Vorwoche. Die Kartoffelpreise vor allem im Kleinverkauf standen nicht unter dem Druck kommender Höchstpreise. — Auf dein gestrigen Frankfurter .Hauptviehmarkt machte sich bei Kälbern ein Preisrückgang in der 3. Qualität von 95—4M auf 85—90 Pfennig pro Pfund Schlachtgewicht geltend. Von der zweiten Qualität feinster Mastkälber war kein Stück an- gctrieben. Die Schweinepreise fielen durchgängig »m 2 Pfg. pro Pfund Schlachtgewicht gegen die Vorwoche.
Vorsicht beim Sohlenentladen! Beim EntlaHen von Sohlen- ivoggons haHan sich in nvei Fällen von denen einer im SorpSbest-rk des 18. Avmeekorp:- je zivei geladene ftnrnzösische öe.iw. eng. tische Granaten qesunHen. All« SorpSinteresienien werden ausqe- fordert, ähnlichen Vorkmmnntffeir, denen zweifellos verbrecherische Absichten zugrnnde singen, durch sorgfältige Fnftruttion ihrer Aus- la-der usw. ihre volle Aufmerksamkeit zn schenken, damit Unflliitfe« fällen vorgebengt wird.
Reisende nach Meß erhalten nur dann eine Fohckarte dahin, n>enn sie am Sä-alter einen Ausweis der Ortspolizei vorzeigeu, wonach diese gegen die Reise nach Metz nichts einguweinden hat. Wer alvr länger wie drei Tage dort bleiben will, niusi vorher um die Genehmigung des ÄHinctr-Polizciimei-siers nachsuchen, sonst muß er die Stadt nach Ablauf der drei Tage verlasie». — Ter Personeii-, Gepäck- und Erportve-rkehr nach Basel und darüber hinaus, ist immer noch gesperrt. Die badische StaaiSbahn endet z. Z. noch ill Wetl-LeopoldShöhe.
— Schauderhaft. Aus Frankfurt wird berichtet: In Be-
gleitnng einer .Sronkenschwester trat ein französischer Ha-uptmann. dom durch Granatsplitter beide Augen ausgeschossen wurden und -er dadurch in Gefangenschaft geraten war. die Reise nach der Heimat an Tie deutsche Heewesseitung hat den Acrmsteu aus der Gefangenschaft entiassen.
— Vortrag. Wir verweisen hiermit nochmals aus den Vortrag des Geheimen Hofrats Professor Dr. Elbs über das Thema: „?lus der Entwicklung der choniifchen Industrie in Teutsch- land und England", der heute (Tonnerstag) abend 8% Uhr in der neuen Aula der Universität stattsindet. Der Ertrag ist für die Hinterbliebenen, von im Felde gefallenen Greßenern bestinnnt.
— Stadttheater. Für die Eröffnungsvorstellung anr nächsten Sonntag find kleine Preise festgesetzt. — Die abonnierten Plätze sind sämtlich nach Wunsch zugeteiit worden und können täglich von 11—1 Uhr im Theaterdureau abgehoft werden.
Frankfurt a. Bl., 27. Okt. Die Eröffnungder Universität. In einfacher Weise vollzog sich die Eröffnung der Universität Frankfurt a. M In der Aula fanden sich die Dozenten und die Stndterende.i ein. Rektor Prof. Tr. Wachsmuch schilderte in großeil Zügen die Eittstehung der Universität, deren Gründung vom Kaiser am 10. Juni vollzogen wurde. Daun verlad der Rektor die eingegangenen telegraphischen und brieslichen Glückivü»sche u, a. ein Glückwunschschreiben des Srrttusnrmifters vom 21. Oktober, das mit d"N Worten schließt: Ihre Aufgabe ist «S, geistige und sittliche Serie des Volkes mehren zu Helsen, ri„ Herzen den felsenfesten Glauben au die Zukunft des deutschcu Volkes." Tas Prosessarenkollegium hat an Herrn Adickes ein Schreibe» gerichtet, das den Wunsch zum Ausdruck bringt, es möge ihm befchiedcn lein, die Universität bald im Sonnenschein des Friedens gi voller Blüte henanmachsen zn sehen, worauf Herr Adickes erividerte: Ich suhl« di« Bedcutung Ihrer Worte in voller Stärke. Möge die Universität in aller Zeit blühen und gedeihen.
Vereiuskaleuder.
Donnerstag, 2 9. Oktober.
Gieße». Abends 9 Uhr gemeinschaftliche Sitzung der Gewerk- schaftshauskommission, Preßkommission und der Vorstände des Kreiswahlvereins, des Wabloereins Gießen nnd sämtlicher Gewerkschaften. Das Erscheinen aller Beteiligten ist unbedingt erforderlich.
Samstag, 81. Oktober.
Lauierbach. Wahlverein. Abends 81» Uhr Verlämm- lnng bei Gastwirt Dietrich. Zahlreich erscheinen!
Launsbach. Freie Tnrnerfchaft. Adends HS Uhr Versannmkmg. Alles erscheinen!


