Ausgabe 
29.10.1914
 
Einzelbild herunterladen

Halte» fini. Um dieses Ziel zu erreiche«, muhte aber die Türkei in der Laqe sein, sich selber zu verteidigen. Unter leinen Umständen darf die Türkei zugcbc», dah die Meerengen zum Schau­platz eines Kampfes werden, während dessen sic neutral bleibt. Tie Enttiüllungcn lasten der Türkei die Vorteile einer bcwaisncten Neu­tralität noch größer erscheinen, sie ossenbarcn ihr aber auch die Gründe, die England zur Beschlagnahme der beiden türkischen Großkampsschifse gesührt haben. Tenn nur die srüherc Schwärt^ der Türkei zur Tee erlaubte cs, die geplante Nussührung der strategischen Operationen um die Meerengen zu verwirklichen.

Italien in Balona.

Wien, 27. Qkt. , 12.20 X. (Ctr. Frkft.) Tic Nachricht, daß die Besetzung Balonas durch die Italiener zu erwarten sei, wird jetzt an hiesiger amtlicher Stelle bestätigt. Der Fortgang der epirotischen Bewegung, die die Beschüsse der Großmächte über Albanien Umstürzen will, rechtfertigt nach der Auffassung Italiens ein Einschreiten ohne weiteres, und da zur Zeit keine andere Signatnrmacht für eine Aktion in Balona frei ist, liegt cs nahe, daß die italienische Regierung die Aufgabe, dort Ordnung zu schaffen, übernimmt; sie kann dabei auf das Einverständnis der übrigen Signatarmächte, insbesondere Oesterreich-Ungarns, rechnen.

Auch Griechenland beseht albanisches Gebiet.

A t h c n , 26. Cft. <Etr. Frkft.) Tic griechische Regierung er­klärt, sie habe sich genötigt gesehen, die D i st r! k t c von A r g g r o - ka st r o und P r c m e t i durch griechische Truppen besehen zu lassen, um de» Bewohnern von Nordcpirus Ordnung und Ruhe zu sichern und die Rückkehr der Flüchtlinge aus jenen Gebieten zu ermöglichen. Angriffe albanischer 'Banden gegen die Truppe» der autonomen Regierung hätten ständig das Dasein der Be­völkerung gestört und zahlreiche Muselmanen zur Flucht nach Balona genötigt. Ter Einstuh und die Mittel Zographos hätten nicht ausgereicht, die Ordnung und die Rückkehr der Flüchtlinge zu garantieren. Daher habe die griccksische Regierung, aus Humani­tären Rücksichten, die Besetzung der genannten Bezirke vorgcnom- mcn. Diese Maßregel sei jedoch durchaus provisorisch; Griechenland gedenke sich genau nach den Beschlüstcn der Großmächte zu richten, denen es in seiner Note vom 21. Februar zugcjtjmmt habe, und habe bereits in diesem Sinne eine Erklärung an die Großmächte gerichtet.

Deutschland und Kanada.

Rom, 27. Okt. (Ctr. Frkft.) Tic Agcnzia Stefani meldet aus Washington, der deutsche Botschafter behaupte, daß Deutschland jetzt ein Recht habe, Trnppcn in Kanada zu landen, um sich eine zeit­weilige Basis auf dem amerikanischen Kontinent zu sichern. Bcrn- storff habe gemeint, daß in dem Augenblicke, wo Kanada Trnppcn nach Europa gegen Deutschland geschickt habe, .die Bereinigten Staaten eine deutsche Landung nicht mehr al» Anschlag gegen die Monreodoktrin ansehen dürften.

In Sibirien gefangen.

Tie seit der Schlacht bei Lublin und Tarnowska in Ruß­land verniißtcn Angehörigen der schlesischen Landwehr« regimcnter 11, 22, 23 und 51 haben jetzt das erste Lebens­zeichen von sich gegeben. Sie sind gefangen genommen und nach Tomsk in Westsibirien transportiert worden, wo sich bekanntlich ein großes Etappcngefängnis für Ver­bannte befindet. Tie Briefe, die sie an ihre Angehörigen sandten, sind Ende September abgesandt. Unter den Ge­fangenen befindet sich eine ganze Anzahl Parteigenossen.

Der portugiesische Gegner.

Tie portugiesische Regierung verhängte infolge der inonarchistischen Unruhen den Kriegszustand über die Pro­vinzen Trag», Coimbra nnd Porto.

Gegen feindliche Lügen.

In einem aus französischer Quelle stammenden Artikel, der kürzlich durch verschiedene amerikanische Blätter ging, hatte ein angeblicher Augenzeuge eidesstattlich versichert, es seien in der badischen Stadt Lörrach fünf junge Franzosen erschossen worden und zwar einer, weil er am BahnhofEs lebe Frankreich!" ge­rufen, die anderen, weil sie gegen die Erschießung ihres Lands­mannes protestiert hätten. Weiter seien zwei Italiener auf der badischen Strecke Waldhut-Jmmendingen erschossen worden. Tie amtliche Karlsruher Zeitung stellt fest, daß an der ganzeneides­stattlichen Versicherung" kein wahres Wort ist. Die Geschichte zeige aber wieder, mit welch dreisten und plumpen Erfindungen der Lügen- und Vcrleumdungsfeldzug im Ausland gegen uns geführt wird.

Kunstfreunde:"

Zu dem vielbesprochenen Thema des Kricgskartenschundes liefert die Welt am Montag einen Beitrag, der anwidernd und grotesk komisch zugleich wirkt. Sie macht auf eine Kriegspostkartc aufmerksam, die das Bild eines verwundeten deutschen Soldaten zeigt. Ter Verwundete ballt die Faust und singt:

Afra ja.

Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 98

Paul ließ sie auslachcn und lachte mit, aber in seinen falschen Augen funkelte der Hohn über diese Spötterei. Künftig," sagte er,wollen wir dich nach Loppen schicken, weise Jungfrau, du wirst den versammelten Vögeln eine Rede halten, damit sie sich selbst rupfen und braten."

Jeder behalte, was sich für ihn schickt," erwiderte sie. Ein Weib wird sich am wenigsten dazu hergeben, angstvolle Mütter ins Unglück zu bringen."

O zartsinnige Tochter des Hcringskönigs von der denk- scheu Brücke!" rief Paul lachend,wie bewundere ich dein edles Herz! Zur Stärkung deiner Nerven mußt du wirklich nach Loppen reisen und bei Anga, dem Weibe des wackeren Egede Wingebotg, Unterricht nehmen, die eine Virtuositär im Kopfumdrehcn und Hautabzichcn besitzt, wie keine sich rühmen kann."

Wer ist Anga und wer ist Wingeborg?" fragte Hanna.

Wingcborg wird sich dir morgen vorzustcllen die Ehre haben, wenn die Schlupp kommt. Er ist der alleinige Herr- scher auf Loppen, zum Regenten und Vizekönig von Helge- stad dort eingesetzt, ein Mann, dem ich ohne Zweifel mein Leben danke, denn ohne ihn wäre ich an den Felsen zer- schmettert."

Dann soll Wingeborg gesegnet sein," sagte Hanna. Wir wären vor Gram gestorben."

Paul verneigte sich spöttisch.

Du warst in Gefahr?" fragte Jlda.

Ein wenig", versetzte er,aber Gott war mir gnädig und Egede nahe, beide erhielten mich dir. Tu weißt", fuhr er fort,daß die Lummen in Fclsenlöchern nisten, an senk-

rechten Wänden, oft tau nt Fuß tief an der Klippe hinab

und tausend Fuß vom pneereSspiegel hinauf. Da sitzen sie

Bei Lüttich war es gar zu fein,

Juphcidi, jupheida,'

Wir schlugen Tür und Fenster ein,

Jupheida, heida.

Und hätt' man »ns die Freud' gegönnt.

Wir HLtten's ganze Nest verbrennt.

Den deutschen Soldaten solche Gesinnungen unterschieben, heißt sic in der scheußlichsten Weise beleidigen. Das ist die empörende Seite der Sache. Nun aber die groteske: Als Verleger des

miserablen Machwerks zeichnet dieVereinigung der Kunstfreund e".

K u n ft f r e u n d e nennen sich die Leute, denen die Rieüer- brcnnung alter Kulturstätte» als harmloses Vergnügen gilt. Darf man lachen? Oder soll man sich für solche Volksgenossen nur schämen?

Die Verwundungen in diesen» Kriege.

Wer die großen Verlustlisten dnrchliest, so schreibt ein ?lrzt der Frankfurter Zeitung, konnte zu dcni falschen Lchluste kommen, der Krieg von 1911 sei ungemein grausam. Deshalb erscheint es notwendig, ab und zu von sachniännischcr Seite darüber aufgeklärt zu werden, baß dem nicht so ist. Meine gegenteiligen ?>nsichten stützen sich auf die im Rcserve-Lazareti in Forbach in Lothringen 11190 Betten) gemachten Erfahrungen. Von ungefähr 2099 Patienten, die bisher da waren, habe ich auf meiner chirurgischen Abteilung (Maria-Magdalena-Krankenhanst etwa 599 selbst be­handelt. Von diesen wurden 110 von mir operiert. Bei den übrigen konnte ich nur vereinzelt, teils konsultativ, teils chirurgisch eine» Einblick erlangen.

Obenan steht der gewiß von allen mittätigen Kollegen gern bestätigte Satz:?Ille ausgenommcnen Verwundeten heilen mehr oder minder, so daß sie zur Hälfte garnison- und fcldddicstsähig, fast alle aber wieder erwerbsfähig werden." I» diesem Ergebnis liegt eine große soziale Beruhigung und ein großer wirtschaftlicher Gewinn. Der Meinung, als sei dieses Urteil deshalb so günstig, weit in die Reserve-Lazarette nur tcichtcr Verletzte kämen, muß mit Entschiedenheit cntgegengctreten werden. Denn eine kom­plizierte ?trm-, Bein- und Gelcnkfraktur ist sehr oft viel schwieriger und gesährlichcr in ihren Folgen als ein Bauchschuß, der ost ohne Therapie am besten heilt. Die Entscheidung mutz eben von Fall zu Fall getroffen werden.

Von den im Krankenhaus Behandelten sind vier gestorben; das ergibt einen Prozentsatz von 9,8, Die Tvdcsarten waren: zwei Starrkrämpfe ein dritter ist geheilt, eine Lungen­entzündung, eine Gefäßerkrankung (Septische Thrombose). Ter letzte Fall wurde, da bereits Brand des Beines eingctreten war, noch in letzter Stunde operiert. Es war der einzige Todesfall unter 110 Operierten. Diese geringe Zahl non Operationen weist darauf hin. daß die moderne Kricgschirnrgic einen alsoiut konser­vativen (erhaltenden) Eharakter trägt. Die komplizierten Knochcn- briiche heilten bei richtigem operativen Ablaß der eiternden Wund- sekrete und dann angelegten gefensterten Gipsverbändcn anatomisch ost, funktionell fast alle ausgezeichnet. Allerdings bedars es dabei großer Aufmerksamkeit. Die W e i ch t e i I w u n d c n führen bei richtiaer Dränage fast alle wieder zur Garnison- und Felddtcnst- taugiichkcit. Am meisten empfindlich sind die Patienten mit Wade» schlissen. Sic klagen oft und ohne objektiven Befund über Gehschmerzen. ?t»i die Kops-, Wirbelsäulen-, Lungen-, Nieren- nnd Blascnverlctzungen sei hier nicht weiter eingcgangen. Auch sic geben eine günstige Heilstatistik.

Worauf beruhen nun die gute» Resultate und wie kommt es, daß schwere Blutvergiftungen, Wundrose, Hospitalbrand, Schreck­gespenster früherer Kriege, kaum beobachtet werden? Sic be­ruhen in erster Linie auf der modernen Asepsis (Verhinderung der Wundsänle), in zweiter Linie auf den sterilisierten Verband­päckchen, die wohl viele Soldaten benutze», besonders bei großen blutenden Wunden. Hier unwillkürlich legt auch der indolenteste Musketier ein Stück Gaze draus. Kommt die zwar eiternde, aber nicht durch allzu bösartige Bakterien infizierte Wunde in Kranken­häuser, dann wird sie dort wohl immer mit sterilisierten Verband­stoffen, mit ausgekochten Instrumenten behandelt. Aus diese selbst­verständlichen Handhabungen glaube ich einen guten Teil der er­zielten Resultate zursickführen zu können. Verpönt ist das K u g c l s u ch e n. Selbst bei allen aseptischen Vorsichtsmaßregeln ist es nur in Notfällen gestattet.

Wird so vorgegangen, dann verliert der Krieg einen Teil seiner Schrecken, wenn nicht Geschosie benutzt werden (Dumdum), die von vornherein bestimmt sind, durch das Setzen schwerer Quetschungen eine erhöhte Wundinfektion zu begünstigen.

Die Kämpfe am Kanal.

Tie Times melden über die Lage der Verbündeten bei Ipern, daß diese fünf Tage hinter einander sehr kritisch war. Tic Engländer mußten in den Schanzgräben kämpfen, in denen ein Hagel von Schrapncllgeschossen ost ganze Ab­teilungen begrub. Tie Deutschen stürmten mit Todesmut bis auf 100 Meter heran und erhielten immer Verstärkungen. Es schien, als ob die Gegenwehr der Engländer schließlich erliegen mußte, aber immer wieder behaupteten sie sich, bis die notwendigen Verstärkungen kamen. Das Ende der Kämpfe sei aber noch nicht da.

in tiefen Spalten zu Dutzenden von Schocken bei einander, lind hat man die erste am Hals, so hat man sic alle. Tie eine beißt die andere in den Schwanz, nnd die ganze Kette läßt sich so hcrausziebcn; bis auf den letzten Mann stirbt die Kameradschaft. Solch ein Fang ist entzückend, man kann da­bei naturhistorische Studien machen und nebenbei die Natur aus der Vogelperspektive bewundern. Ein Seil von zwölfhundcrt Fuß Länge ist oben auf der Klippe über ein Rundholz gelegt, auf einer Art Knebel sitzt der Jäger, unter ihni schwebt ein Korb, um die Vögel hineinzuwersen, und sechs oder acht Mann lassen ihn so weit hinunter, bis er vor den Brutlöchern hängt. Kann er mit seinem Arm die Tiere nicht erreichen, so sitzt im Korbe ein kleiner Hund, den schickt er in den Spalt, um den ersten Vogel zu packen und vorzu- zerrcn, bis des Jägers Hand ihn fassen kann. Ist cs so weit, so ist alles geschehen, der Jäger zieht den Hund, des Hundes Zähne sitzen in dein Lummenhals, das übrige findet sich.

Nun aber," fuhr er fort,ist allerdings die Sache nicht ohne Gefahr. Tie Männer oben werden nicht so leicht los- lassen, obwohl es auch schon vorgckommcn ist; der Jäger wird sich an seinem Querholz festzuhalten suchen, wenn auch manchmal einer das Gleichgewicht verliert und den Hals bricht; das Uebelste aber bleibt es, wenn das Tau sich zu drehen anfängt und der Jäger wie ein Kreisel umher wirbelt, bis er im Schwindel sinnlos hiuabstürzt oder den Kopf an irgend einer Felsenkante zersplittert. lind das wäre mein Los gcsvcsenl" rief Paul,hätte Egede mich nicht gehalten. Ich hing an einer Klippe an siebenhundert Fuß Seil; unter mir hatten zehn Mastbäume Raum, als ein Windstoß kani und ich zu drehen anfing. Anfangs lachte ich, dann fluchte ich, endlich schrie ich einen Todesschrci, denn um mich her wurde es schwarz, als plötzlich ein Mann an dem Seile herunterfuhr und mit seinen Beinen rechts und links auf dem Querholz stand, mir den Hakcnstock aus der Hand riß, die Spitze in einen Felsenspalt stieß und mit einem Sprunge

Der englische offizielle Bericht.

Während der gestern ausgcgcbcne offizielle engsis | Bericht über die Lage zwischen Nieuport und Ipern sagt.j Alliierten seien int Begriffe zu gewinnen, heißt es in eir über Stockholm gegangenen Meldung der Nationalzeitun Die Deutschen machen die energischsten Versuche, unsere Fro zu durchbrechen und haben in der Gegend von La Bo Terrain gewonnen.

Tag und Nacht wird gekämpft!

Di? Mailänder Gazette del Popolo meldet ans Nieuport: ; mörderische Schlacht der letzten Tage in dem belgische» Gebiet bri nicht einmal nachts einen Augonbiick des Waffenstillstandes. P Meere herüber tönt das Brause». die Schifte schleudern einen bi naten««en auf die Küste, während die Scheinwerfer mit Bcharri , feit ihr hunderistrrhkiqes LtchKvuge dorthin werfen, wo sic die i, | scheu Batterien vermute». Das fchocckliche Kanoiienduell da: Tag und Nacht zu Lande und .zur Tee an. Tie deutschen Trup l»abcn Verstärkungen «r3 Belgien erhalten: man sagt, daß in T kirchen »nauKgesetzt a» de» Bchestigamgen gearbeitet wird.

Die Not der Verwundeten in Frankrei,

In einem Aufruf der italienischen Kolonie in Paris, i welchem diese um Geldbeträge zur Linderung der Not I Verwundeten bittet, die in ganz Frankreich herrsche, k»I es, daß die Zahl der Verwundeten, die tagelang ohne ärztl I Behandlung bleiben, ungeheuer sei.

Spione in» Elfatz.

Zürich, 28, Okt. (Etr. Brln.) I» Basel wurde ein sranzüsis I Spüinageburcau aufgehoben, das Nachrichten über Trup:I bcivegnngen im Lberclsaß nach Bclfort mcitcrgab. Bis jetzt I vier Personen verhaktet worden. Weitere Verhaftungen sollen! vorftehen.

Neue Kampfmittel der Engländer.

Wie der Bossischcn Zeitung aus einem Truppenteil, j wiederholt englischen Granaten ausgesetzt war, mitgei s wird, verwenden die englischen Truppen bei Angriffen I unsere Schützengräben mit Vitriol gefüllte Hai granatcn, die schwere Betäubung, wenn nicht gef' I liche Vergiftung der Truppen verursachen, die in der I! I der explodierenden Granaten auShalten müssen.

Russisches Ultimatum an Bulgarien.

Bukarest, 28. Qkt. Ter Vitorul mcldt: Rußland rick an Bulgarien ein Ultimatum mit der Drohung, daß, s j Bulgarien auch weiterhin deutsche für die Türkei tzcstiin Munitionstransportc durch bulgarisches Gebiet gcwäl lasse, die Hasen Warna und Burgas von Rußland besetzt I i den würden.

Rückkehr der Chinesen.

Amsterdam, 28. Okt. Der Post zufolge beginnen die Ehi> I England zu verlaffen. Ein amerikanischer Dampfer, der o> I Woche von Liverpool abging, hatte als Passagiere 280 wehrst I Chinesen an Bord, die in ihre Heimat zurückkchrcn.

Gegen die Ruffel»!

Konstantinopel, 28. Okt. Tie türkische Negierung I folgende Nachricht bekannt: Afghanistan und Belutsch I haben ihre Streitigkeiten beigelegt und ein Bündnis einander abgeschlossen. In Persien wurde ein besonders I gesehener mohamcdanischer Priester von den Russen | mordet. Das blutige Hemd des Priesters wurde daraus ( Volk auf ein Bajonett als Fahne aufgestcckt und mit bii

(ff 6

k

je» -

i

K 1»

2

Prost!

bejond

rrw mäßig ' D tourmi Kriegs ihrer! auf dil

»er! ihr Br Backaf! Es ist Wst, tomig. die ja!

p st

trendig

Siofi l

mühle

Sein.

Rnsecr

tt" 4

Stinte, mit eil der Fo Mit de di» Arl trnisend An smüilse ch Sn

blutigen Zeichen zog eine Schar nach der Haupt/ Afghanistans und demonstrierte vor dem Palais des der versprach, sich mit seinem Volke an den Russen undst ländern zu rächen.

Delle des sibirischen Armeekorps ertrunken

Tie Deutsche Tageszeitung schreibt: Sicherer Quelle zo

ertrank bei den erste» Kämpfen südlich von Warschau runt dritte Teil eines sibirischen Armeekorps, das damals die alle Stadtbesatzung war, während der Flucht über die Weichsel.

Die Lösung der Mongolcifrage gescheite»

Wie Ruskoje Slovo mittcilt, ist die russisch-chine Konferenz zur Lösung der Mongoleifrage gescheitert.

Das 30 jährige Bünduis.

Wien, 28. Qkt. Aus Petersburg wird über llmir gedrahtet, die in Tokio erscheinende Zeitung Tani schr daß zwischen Rußland und Japan sämtliche Gegensatz«

Mos

«ch!?

tnuen

auf dem Absatz der Klippe stand, nicht breiter wie eine 4 Im nächsten Augenblick hatte er das Seil dickst hcr> zogen und hielt cs fest, dann wandte er es behutsam hin her und ließ sein rauhes Gelächter hören. Eine M darauf stand ich neben ihm, ich weiß nicht, wie es kam. gingen auf dem Grat fort, bis dieser etwas breiter tt Ta waren Löcher und Risse, Alken und Lummen in 8' Scharen, cs war eine wunderbare Jagd. Ueber uns di splitterte Wand, unter uns die glänzende See; schrc Vogclschwärmc um unsere Köpfe, mit Flügeln und Scho auf uns los wie Teufel, und wir beide mit Blut des fangend nnd schlagend, bis alles still war. Dann Egede mich fest, gab das Zeichen und ich fuhr ohr Hindernis hinauf. Ihn holten wir dann nach, und er b noch einen Korb voll Leichen mit, so viel, daß Anga wußte, was sie mit allen Braten machen und wie sie di> Speise bewahren und einsalzen sollte."

Anga ist also, wie ich merke, die Hausfrau des Wingcborg, deines ehrenwerten Freundes?" fiel Hann

Es ist die reizendste, dickköpfigste Schönheit aus i Quänerstamm, die je ohne Hemd und Strümpfe in Bluse von Hammelfellen in den Finnmarken umhcrge ist," lachte Paul.Sic müssen wissen. Herr Marstran! eS auf den Aitßcninscln ost wie im Paradiese hcrgctst, nach Loppen kommt jahraus, jahrein kein Mensch, de stoß daran nähme. Mein Freund Wingcborg, seine und fünf Buben, einer zottiger wie der andere, wohne; in ungestörter Freiheit. Anga brauchte selbst die Ha! felle nicht, sie könnte eingehüllt in ihren wilden 4 gehen, wie einst die schöne Gräfin Gcnovefa, und W>N! hat keinen Grund, eifersüchtig zu werden. Das ist ein tigcr Kerl. Wären wir Griechen, so würden wir ihn in mor meißeln, und wenn er morgen kommt, mag sich zarte Herz in acht nehmen."

(Fortsetzung folgt.)

!«

fci

fej

ftif

te

eine

fhir,

Wd

ünj

nicht, ;

idJfj,

Akk-,

io

$

1)3

8

8*