die russischen Soldaten batten schwer unter der ungewöhnlichen Kälte zu leiden, und das Glatteis störte sie nicht minder als die Franzosen. Der Hauptgrund für die französische Niederlage war der, daß die Truppen nur die Hälfte von der vermeintlichen Menge Pulver besaßen und daß das Verpsleg- ungswescn vollständig versagte. Die russischen Fröste können nach Bleibtrcus Ansicht einer Armee nur dann gefährlich werden, wenn die Persorgung mit Nahrung und Munition nicht gut geregelt ist.
Keine Beschimpfung Englands.
Wolffs Bureau meldet:
„Mit großer Hartnäckigkeit wiederholt die englische Prcffc die Behauptung, daß der Kaiser am 19. August in Aachen einen Armeebefehl crlaffen habe, worin von dem „verächtlichen Heere des Gcneralfeidmarschalls Frcnch" die Rebe gewesen sei. Diese Meldung beruht in ihrem vollen Umfang auf Erfindung. Der Kaiser war seit Beginn des Krieges weder in Aachen, noch hat er den behaupteten Armeebefehl crlaffen■"
Der angebliche Armeebefehl wird damit zum zweitenmal dementiert. Man sieht daraus, ein wie großes Gewicht der deutsche Kaiser auf die Feststellung legt, daß er gegen Eng- land und seine Armee keine beleidigenden Ausdrücke gebraucht hat.
Diese Tatsache könnte manchem zum Nachdenken an- regen. Man kann einen notwendig gewordenen Krieg mit Entschlossenheit führen, ohne den Gegner in seiner Ehre herabzusetzen. Der Krieg der Worte kann noch gefährlicher Werden als der Krieg der Waffen, denn er kann einen Zu- stand gegenseitiger Volksverhetzung herbeisühren, der den Kampf verlängert und die später doch unvermeidliche und wünschenswerte Verständigung erschwert.
Amerika gegen England.
London, 28. Lkt. (Ctr. Frkst.) Die Times veröffentlicht folgendes Telegramm aus Newyork:
Die Eocnina Post klagt den englischen Zensor an, der, wie die Evening Post sagt, den englischen Nus des anständigen Wesens und der Männlichkeit gegenüber dem Feinde in Mißkredit bringt. Die Evening Post zählt verschiedene Fälle geradezu stupider und beschränkter Handlungen des englischen Zensors auf, so z. B. die Unterdrückung des Berichtes über Asguiths Rckruticrungsrede. ferner vcrösscntlicht die Evening Post einen Brief des Londoner Korrespondenten der Newyork Globe, der es aus das Schärfste tadelt, daß der Inhalt von Telegrammen abgcändert sei, um die Wahrheit zu verbergen und den Charakter des Feindes anzuschwärzen. um die Hilfe der öffentlichen Meinung in Amerika für die Verbündeten zu gewinnen. Diese Tinge, sagt der Korrespondent, gehören zu den traurig st en Tatsache» dieses Krieges. Die Evening Post hofft, daß die Korrespondenten amerikanischer Blätter auch weiterhin vertrauenswürdigen Reisenden die Abschriften ihrer Originaldepcschcn mit nach Amerika geben, um so dem britischen Zensor zu entgehen.
London, 26. Lkt. (W. B. Nichtamtlich.) Der Korrespondent der M o rn i n g P o st in Washington meldet: Die englische Politik hinffchtlich der Konterbande könne die herzlichen Beziehungen mit Amerika gefährden, wenn die durch die Beschlagnahme amerikanischer Schisse verursachte Erregung nicht bald beseitigt werde. Die britische Regierung handle weder offen, noch folgerichtig. Es erwecke den Eindruck, daß sie keine bestimmte Politik habe. Die Amerikaner nähmen übel, was sie sür eine ungerechtsertigte Einmischung hielten. Viele Kreise glaubten bestimmt, England tue dies alles, um den Ausbau der amerikanischen Handelsflotte zu stören. Tic Erregung würde schwinden, wenn die englische Regierung eine Erklärung über ihre Politik abgebe, sodaß die amerikanischen Produzenten und Exporteure die Lage genau übersehen könnten. Je länger der gegenwärtige, höchst unbefriedigende Zustand andauerc, desto mehr werbe er in der Prcffc erörtert und die Erregung gesteigert.
Die Newyork World schreibt: Es befinden sich nicht viel deutsche Kriegsschiffe auf dem Lzeau. Tie Zahl der amerikanischen Handelsschiffe ist nicht groß: aber wir hören nichts davon, daß britische Kreuzer deutsche einfangen, während säst täglich Schiffe mit amerikanischer Flagge beschlagnahmt und durchsucht werden.
Die Washington Times meint: Die Besorgnis der
britischen Regierung vor einem deutschen Angriff aus England scheine so panikartig geworden zu sein, daß Downingstrect lieber die Feindschaft der Vereinigten Staaten riskiere, als amerikanische Verschiffungen dulde, die die Ausführung der deutschen Pläne fördern könnten. Die Washington Times schreibt ferner, die Zeit sei geeignet sür die Erneuerung komplizierter Fragen des Freihandels und der Schiffahrtsrechte, die den Krieg von 1812 veranlaßt haben. Weder Amerika noch England wünschten, daß diese Fragen nach einem Jahrhundert der Ruhe durch einen andern europäischen Krieg zu einer Krisis führten. Aber ein solches Er-
Afras«.
Ein nordischer Roman von Theodor Mügge. 97
„Du bist es, Paul?" rief Jlda hinauf. „Wo konimst du her? Wo ist die Schlupp?"
„Ist sie noch nicht hier," antwortete der Schreiber, „so wird sie kommen. Wir sind in Maursund ans Land gestiegen, weil ein Schiss ohne Wind wie ein Weib ohne Herz ist, kalt und langweilig. Bitte, Herr, legen Sie dort in dem Ein- schnitt an und nehmen Sie mich mit. Björnarne läuft davon, «r will nicht hören, ich aber bin müde; wir haben einen üblen Weg zum Halsbrcchen gemacht."
Mit innerem Bedauern, daß es nicht dazu gekommen sei, lenkte Marstrand das kleine Fahrzeug an die bezcichnete Stelle, und nur ein so gelenkiger, leichtfüßiger Mann wie Paul mochte wohlbehalten in der glatten Felsenrinne her- unterrutschcn und mit einem festen Sprung das Boot erreichen.
Er warf Gewehr und Ledcrtasche von sich und nahm den Platz neben Jlda ein, den Marstrand verlassen hatte, weil er die Ruder gebrauchte. Ohne Umstände schlang er die Arme um seine Verlobte, küßte sie unter allerlei scherzhaften Fragen und zärtlichen Schwüren und schüttelte nebenher Marstrand die Hand, indem er Erkundigungen über dessen unverhofften Besuch einzog.
„Fünf Tage sind Sie schon hier!" rief er dann. „Wenn ich es geahnt hätte, würde ich weniger besorgt und gcängstigt gewesen sein. So plagte mich immer der Gedanke an den Lyngenfjord und an Ocrcnäesgaard, wo mein geliebte Jlda einsam trauerte. Wie oft habe ich abends auf den hohen Klippen von Loppen gestanden und in die Weite geschaut. Es war mir dann, als könnte ich dich sitzen sehen, die Augen voll Andacht und das Herz voll Sehnsucht nach deinem getreuen Paul, statt dessen aber, glaube ich nun, daß der langersehnte Gast dir die Zeit nicht lang werden ließ."
gebnis werbe sicher cintretcn, wenn noch viel mehr Beschlagnahmen cinträlen.
Keul Kriegsmaterial für unsere Gegner.
Berlin, 26. Lkt. (\Y. B. Amtlich.) Verschiedene Wahrnehmungen der letzten Zeit lassen cs als gewiß erscheinen, daß unsere Gegner ans dem Wege über das neutrale Ausland versuchen, Material und Werkzeuge zur Anfertigung von Munition und nuderciu Kriegsmaterial in Deutschland anzukaufen. Es läge die Möglichkeit vor, daß in Deutschland ansässige Firmen versuchen, dies sich zu Nutze zu machen. Ganz abgesehen von der undcutschen Gesinnung, die solche Geschäftshäuser an den Tag legen würden, läge u. a. auch rin schwerer Verstoß gegen das Strafgesetz vor; denn nach § 89 R.-St.-G. wird mit Zuchthaus bestraft, wer vorsätzlich während eines gegen das Deutsche Reich ausgcbrochcncn Krieges einer feindlichen Macht Vorschub leistet.
Das wieder entführte Unterseeboot.
Rom, 26. Okt. (Ctr. Frkst.) Italien ist wieder im Besitz seines Unterseebootes 43, das vor mehreren Wochen voni Marinelcutnant Belloni entführt wurde, aber, wie die Tribuna meldet, durchaus nicht infolge freiwilliger Auslieferung seitens der französischen Regierung. Diese hatte bekanntlich die Rückgabe verweigert, es sei denn, daß ein französisches Gericht die Rückgabe an die Fiat-Gesellschaft ver- fügte. Der nach Ajaccio abgereiste Vizedirektor Brini der Fiat-Gesellschaft erwirkte nun zwar vom Gericht die Be- schlagnahme des llnterseebootes zugunsten seiner Besitzer, der Fiat-Gesellschaft, allein die französischen Marinebehörden wollten um keinen Preis die Erlaubnis zur Abfahrt des Unterseebootes erteilen. Daraus griff der Vizedirektor der Fiat-Gesellschaft zu einer Kriegslist. Er entführte nämlich das Unterseeboot ganz einfach und brachte es unbehelligt nach Spezia zurück.
Ansstclliingsgegcnsiände tu Lyon und in Berlin.
Die Kommission für die Große Berliner Kunstausstellung 1914 sendet der Franks. Zta. folgende Zuschrift: Auf die Notiz, die durch die deutschen Zeitungen gegangen ist, daß die deutsche Abteilung der Lyoner Ausstellung von der französischen Regierung konfisziert und zu gunsten der Stadt Lyon versteigert wirb, sind eine große Anzahl von Anfragen an uns ergangen über das Schicksal der sranzösischcn, englischen und belgischen Kunstwerke, die in der Großen Berliner Großen Kunstausstellung 1914 ausgestellt waren. Wir können daraufhin mitteilen, daß diese Werke in einem von der königlich preußischen Staatsregierung zur Verfügung gestellten Raume bis zum Ablaus des Krieges au s b e - wahrt werden sollen, um nachher den betreffenden Eigentümern z n g c st c l l t zu werden. Von einer Beschlagnahme durch unsere Regierung, die wohl nach den Lyoner Vorgängen verständlich wäre, vc r l a u t c t nichts. Eine Beschlagnahme durch uns verbietet sich aus rein rechtlichen Gründen. Tie gleichzeitig an uns gerichtete Anfrage bezüglich der auf der B u g r a in Leipzig ausgestellt gewesenen Werke feindlichen Ursprungs sind wir nicht zu beantworten in der Lage. Rechtlich stellt sich dort die Angelegenheit erheblich schärfer als bei uns, da dort feindliches Staatseigentum im Werte von mehreren Millionen außer dem Privateigentum in Frage kommt.
Refchstagsabgcorvnctcr girrst Radziwill.
Nach Berichten des Niemvc Rotterdamschc Courant aus Petersburg wurde gegen den Fürsten Radziwill, Mitglied des Deutschen Reichstags, der in Rußland gefangen ist, eine Verfolgung wegen Spionage cingeleitet. Die ursprüngliche erhobene Anklage wegen Hochverrats ist zurückgezogen worden.
Internationale Kommissionen zur Besichtigung der Eefangenenlager.
Nach dem Petit Parisien hat der Pariser Deputierte Desplas die Einsetzung einer internationalen Konmiission zur Inspizierung der Gefangenen vorgeschlagen. Die Kom- mission, deren Vorsitz der amerikanische Botschafter führen soll, soll Delgierte in die deutschen und französischen Städte entsenden, in denen Kriegsgefangene untcrgebracht sind.
Es geht voran!
Die Entscheidnng bevorstehend!
Kopenhagen, 27. Okt (Ctr. Frkst.) Tie Stockholmer Zeitungen melden aus Rotterdam:
Man erwartet hier mit ungeheurer Spannung die Ent-
„Wir haben vergnügte Stunden verlebt," sagte Jlda.
„Ei, das will ich meinen," lachte Paul, „ich weiß, daß Herr Marstrand Damen zu unterhalten versteht, und keine unvezaubert bleibt. Sogar^die kleine Gula geriet in Gefahr, zur Salzsäule zu werden. Haben Sie nichts von ihr gehört, werter Freund? Ist sie nicht plötzlich cinnial am Balsfjord zum Vorschein gekommen?"
„Ich weiß nichts von ihr," sagte Marstrand so gleichgültig wie möglich, um seinen Aergcr zu verbergen. — Er hatte bis jetzt kein Wort über Gula erwähnt, Jlda hatte ihn nicht gefragt, sie hatte Ursache, es nicht zu tun.
Jetzt mischte sie sich eimund forschte nach dem Verlauf der Reise und nach dem Aufenthalt auf Loppen, während der Junker kräftig ruderte.
„Bist du je dort gewesen?" fragte Paul.
„Niemals."
„Bei Gott, ein gesegnetes Plätzchen! Steile, hohe Klippen ringsumher, an welchen eine grauenvolle Sec brandet. Eine einzige Stelle zum Landen und im Innern die Felsen zer- kiüstet und zerspalten wie von zahllosen Donnerkeilen. Ich ivollte einen Menschen in diesen Höhlen und Löchern zehn Jahre lang verstecken, und niemand sollte ihn finden. Süße Jlda, wie froh bin ich, wieder bei dir zu sein, dich an mein schmachtendes Herz zu drücken und über diesen spiegelblanken, phantastisch vom Mond beleuchteten Fjord zu fahren. Herr Marstrand, Sie kommen mir vor wie Saturn, der Amor und Venus durch das Lebensmecr fährt; nur etwas langsamer möchte ich bitten, damit wir das Vergnügen nicht zu schnell genießen."
„Ich habe mir den Amor etwas anders vorgestellt," erwiderte Marstrand trocken.
Paul lachte auf. „Was sagst du dazu, meine Venus?" rief er. „Du liebst mich, und wenn man liebt, wird selbst ein Lappe zum Amor."
„Ich sage," antwortete Jlda, „daß wir das Boot Umwerfen, wenn du dich nicht ruhig verhältst."
schcidung des Kampfes in Flandern. Der Ausfall der Schlacht wird als entscheidend sür de» weiteren Verlaus der Operationen angesehen. Tie Belgier und Franzosen habe» enorme Verluste. Tic Deutschen verzeichne» täglich kleine Fortschritte, die unter blutigem Ringen erkauft werden niüsien.
Rotterdam, 27. Okt. (Etr. Frkst.) Nach den überciu- sliinmcnden Meldungen der Kriegsberichterstatter der Rotier, daincr und Amsterdamer Blätter sind die Deutschen auf der ganzen Linie von Lstciidc bis Arras im Vordringen be. griffen. Sic konzentrieren ihre Angriffe vorwiegend aus Arras und drängen dort die Verbündeten immer mehr nach Westen zurück. Ter Widerstand der Franzosen und Eng. iänder beginnt sichtlich zu erlahmen. Sic haben keine Reserven mehr ins Feld zu führen, während die Deutschen, ge. stützt auf das vielmaschige Eisenbahnnetz, hinter der Front immer frische Verstärkungen nach den entscheidenden Punkten werfen. Das Feuer der englischen und französischen Kriegsschiffe wird teils durch die schweren Batterien in Schach gehalten, teils reichen auch die Schiffsgcschützc nicht bis an die deutschen Stellungen heran, so daß ihr Feuer sichtlich wirkungslos bleibt.
Tor physische Znsammcnbruch vor belgischen Armee
Rom, 27. Lkt. Der Mattino meldet aus Dünkirchen: Nie sah inan Menschen, die phnsiicki mehr zusammengcbrochcii waren, als die belgischen Soldaten. Cs sind nur noch Schalten, die sich fort- bewegen. Die Gesichter sind totenblaß und tragen die Spuren äußerster Crschöpfung, die tief eingesunkenen Augen sind erloschen. Ucberall, wohin sie kommen, verbreiten sie namcniose Bestürzung. Die Beiinste, die das belgische Heer erlitten hat, sind furchtbar: man schätzt, daß ein Viertel des Heeres vernichtet ist. Die größten Verluste wurden den Belgiern durch die deutsche schwere Artillerie zugefttgt, znnial durch die 42er Geschosse; jedes dieser Lufttorpedos vergiftet die Atmosphäre in einem Umkreis von 309 Metern und tötet mit seinen Splittern im Umkreis von 50 Metern alles Lebende.
Siege im Osten! — 8000 Rüsten gefangen.
W. B. Wien, 26. Lkt. Amtlich wird vcrlautbart: In de» Kämpfen vor Jwnngvrod machte» wir bisher 8000 Russen zu Gefangenen und erbeuteten 19 Maschinengewehre. Nächst Jaroslau mußten sich ein russischer Oberst und 206 Mann eigcbcn. Bei Bnluczc (südwestlich Sniatyn) und bei Po- sicnicza (südwestlich Nodwornn) wurde der Feind zurückgr- worsen. Tie Lage im Großen ist unverändert.
Ter Stellvertreter des Chefs des Generalstabs: v. H ö f c r, Generalmajor.
Bor Warschau.
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Die Bläter melden laut Lok.-Anz. aus Petersburg: Eine deutsche Luftflotte, aus mehreren Zeppelinen und Luftfahrzeugen bestehend, beschieße seit dem 25. Oktober früh Warschau. Tie Angriffe würden durch Maschinengewehre von den Kirchtürmen erwidert. Es werde mit der baldige» Ucbergabe der Stadt gerechnet. — Der Lokalanzciger bemerkt zu den, letzten Sah: Warten wir das Wort des Großen Hauptquartiers ab. Stürzen wir und nicht in übereilte Hoffnungen, sondern freuen wir uns, daß jedensnlls unsere Aktien im Osten steigen und nicht fallen.
Englische Dementis deutscher Grausamkeiten.
London, 27. Okt. Die Blätter bringen ein offiziöses Dementi t der Regierung, daß di« Berichte, nach denen sich unter den belgisch« i Flüchtlingen Kinder befinden sollen, die von den Deutschen vcrstlliU. I niest worden sind, völlig aus der Luft Wgr-issen sind.
Vor einiger Zeit wurde ein« Schauergeschichte verbreitet üb« I cntsedliche Schandtaten, di« deutsche Soldaten an der englisch«» I Lchverin Grace Hum«, di« in Belgien als barmherzig« Schwoft« I wirkte, verübt haben sollten. Tort sollte sie von dentschen Soldat«» s vergewaltigt ivovdcn sein, und es wurde folgendes von ihr bericht«: s Beide Brüste wurden ihr von den entmenschten Deutschen abgciäynt- > tcn. Halb tot wurde sie von Nonnen au ificki en. und iKifU noch di« Möglichkeit, ihr« Anklagen gegen die Dentjichen schriftlich nicket- . zulege». Die Echtheit dieses Dokuments wurde auf Griuid der Unterschriften zweier belgischer Geistlichen von dem Pfarrer und dem Geineindevorstehcr von Hamshire boglaiebigt. Dies« Anschuidi- gnng gnig dann als „beglaubigtes Dokument" durch die ganze Weit
Wie der Deutsche Kurier berichtet, ist der Fall von einer in London cingesepten Kommission unterjucht worden mit dem Ersost, , daß die Schwester der Lehrerin wegen Urkundenfälschung zu drei Monate» Gefängnis verurteilt wurde. Diese hysterisch«
„Das wäre romantisch, poetisch, dramatisch!" rief der Uebcrmütigc. „Was meinen Sie zu dieser Abkühlung, Herr I I Marstrand?"
„Gibt es Bären in Loppen?" fragte dieser.
„Der Henker hole alle Bärcnl"
„Es gibt keine dort, sonst wäre der tapfere Paul zu Haus geblieben," rief Hanna, die auf der Ufertrcppe am Packhause stand und das Boot erwartete, das jetzt nahe war.
„Empfangen wie immer," erwiderte der Schreiber aus- lachend, „von meiner großmütigen Freundin mit einem etwas abgenutzten Witze."
„Ter immer noch gut genug ist," antwortete diese, indem sie sich nmwandte und mit dem lauten Ruf: Björnarnel dem Manne cntgcgcneilte, welcher soeben in den Hofplatz trat.
Bald sahen sie zusammen in der Stuga, wo Pctersen eine unterhaltende Beschreibung der Reise und der Vogeljagden auf Loppen lieferte. Die Schlupp, welche erwartet wurde, war mit Fedcrsäcken gefüllt, denn in diesem Jahre war der Fang ungemein gut ausgefallen. Die großen, dreizehigen Möwen, die Alken, die mancherlei Entengeschlechter, die Eisund Samtvögel, die nordischen Pelikane samt den unzähligen Tauchern, Sectauben, Rotten und Lunimcn hatten reiche | Beute geliefert. Vögel auf den höchsten, steilsten Klippen,! wo die Jungen in den Nestern gerupft, die Nester selbst ihres Weichen Federfutters beraubt und die Alten mit Stangen zu, Tausenden in der Luft totgeschlagcn werden. „Tenn," sagte Paul, „diese albernen Geschöpfe sind so dumm, in dichten Wolken laut schreiend ihre Nester zu umkreisen, statt ihre Häupter weislich in Sicherheit zu bringen."
„Es ist ein feiges, unrühmliches Morden," rief Hanna aus; „ich weiß nicht, wie Männer daran Gefallen finden st können. Jagt den Wolf, fangt den Luchs, ereilt das schnei' || Ncnntier und nicht euch mit dem Bären — aber der Bär, > Paul Pctersen, der Bär ist ein entsetzliches Geschöpf, dein > man nicht nahe kommen darf, ohne die schnellsten Beine ZU > haben." (Fortsetzung folgt.)
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