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Deckte ih» in ein auüeres Loch und langsam schloß sich wieder das Tor. Es roar die höchste Zeit. Die Kugel» pfiffen nur so um mich, und gerade als ich fertig war, traf mich auch eine in den Oberschenkel. Auch ich fiel ins Wasser. Meine Kameraden hoben mich daim heraus mtd legten mich an den Rand des Kanals. Tie waren ^hr dankbar und winkten mir alle mit den Händen zu, als sic an mir üoriiKerjofleii. Mein Oberstleutnant umarmte mich und sagte: Das werde ich Dir nienialS vergeffen, mein Zunge. Du bist jetzt Ünterossizier und das Eiserne Kreits ist Dir auch' sicher. Das hot wich gefreut."
Ich bin dann hinter eine» Busch gekrochen. Dort hat ich baS Bewusitscin verloren.
Um %10 Uhr früh bin ich veriomidet worden. Den ganzen Tag und di« ganze Nacht habe ich da gelegen. Erst um 7 Uhr srüh hat mich ein Sanitäter gesunden. Es war ein grotzer, starker Mann. Der hat mich auf die Achseln gesetzt und bis zum Verbandplatz getragen. Dort hat er mich auf einen Operationstisch gelegt. Als ich dran kommen sollte, hat der Arzt gesagt: »Schau hin. dort liegen noch so viele, die stn>b schwerer verwundet als Tu. Und wenn die nicht gleich dran konnncn, dann muffen sie sterben." „Gut", Hab ich gesagt, „ich wart schon". Aber dos war das Furchtbarste. Ich Hab
stundenlang alles mit «»sehen müssen. Schreckliches Hab ich gesehen und gehört. Da Hab sch niir gedacht: „Die armen Kerle! Sei nur froh, daß du noch nicht dran zu kommen brauchst", und Hab di« Schmerzen ruhig ertragen.
DaS ist wahres Heldentum: Heldentum der Seele, das nicht der eigenen Gefahr und der eigenen Schmerzen achtet, um der Kameraden willen. Und der Mann hat Frau und Kinder zu Hause! —
300000 Kriegsgefangene in Deutschland.
Berlin, 25. Lkt. (W. B.) Bis zum 21. Oktober waren in deutschen Kriegsgefangenenlagern untcrgebracht: Franzosen 2172
Lsslziere, 116 897 Mann: Ruffen: 2181 Offiziere, 181521 Man»: Belgier: 517 Offiziere, 51378 Mann: Engländer: 218 Ofjiziere, 8889 Mann. Darunter sind 6 französische und 18 russische Generale seinschliesilich 2 kommandierenden Generalen) und 3 belgische Generale. Alles in allem also bis zum 21. Oktober 298 869 Gesangene.
Erikranikunq des Generalftabschefs v. Moltke.
Berlin, (W. E. Nichtamtlich.) Wie aus dein Grossen Hauptquartier mitgeteilt wird, ist General von Moltke an Leber- und Galleirbeschwerden erkrankt. Ti« Krankheit gibt keinen Anlaß zu Besorgnissen, von Moltke befindet sich in guter ärztlicher Pflege im Grossen Hauptquartier. Zu seinem Zustand ist bereits ein« wesentliche Bcfferung eingetreteu. Seine Geschäfte sind dem Kriegsminister v. Jalkenhayn übertragen worden.
Höchstpreise für Roggen und Weizen.
Wie der Franks. Ztg. von einer Seite mitgeteilt wird, die als gut informiert gelten kann, kommen die Höchst- preise nächste Woche, jedoch nur für Roggen und Weizen. Als Preisbasis soll Berlin angenommen werden. Es werden gestaffelte Frachtzuschläge festgesetzt, je nach der Entfernung. Die Preise betragen für Roggen 220 Mark, für Weizen 250 Mark.
Kriegshilfe der Angestellter»vcrsicherung.
Direktorium und Perwoltungsrat der Persicherungs- lanstalt haben beschlossen, zunächst 500 000 Mk. zur Beschaffung von Wollsachen für das im Felde stehende Heer zu be- lotlligen. Die Lieferungen dürfen nur an solche Firmen vergeben werden, die ihrem Personal vom 1. Oktober ab da? volle Gehalt bezahlen. Wenn nötig, soll später eine weitere halbe Million bewilligt werden.
Eine neue Auszeichnung für Wcddigen.
Berlin, 25. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Die wir hören, hat der Kaiser dem Kapitänleutrant Otto Wcddtgen den Orden Pour le Mörite verliehen. Diese neue Auszeichnung des Führers des „kl 9" ist wohl aus die Vernichtung des englischen Kreuzers „Hawke" durch das Unterseeboot „U 9" zurückzusUhren.
Das „Vaterland" beschlagnahmt.
Ter Riesendampfer „Vaterland" der Hapag wurde nach dem Berl. L.-A. mit Beschlag belegt wegen einer angeblichen Forderung der englischen Firma Waring and Gillon für Jnnen-Ausstattung und Malereiarbeiten. Das Schiff wird nunmehr den Hafen von Newyork nicht verlassen können, bevor die Forderung bezahlt wird, sogar auch nicht, .wenn der Dampfer an ein neutrales Land verkauft wird.
(Hut: Heldentat.
Bei einer 6er letzte» Fahrten eines Zeppcliulustschisses, das dereits bei der Bcschicßuiiq der Festungen Namur und Lüttich teil« genommen und auch den Forts von Antwerpen verschiedene seiner Grütze au» der Luft zugesandt hatte, geriet das Fahrzeug in den gereich der Scheinwerfer der Festung. Sofort wurde aus allen Geschützen ein furchtbares Feuer aus dasselbe eröffnet. Eine Granate zertrümmerte bas Gerüst, an dem eine der hinteren -chraubcn befestigt war. Die schwere Schraube neigte sich ungiuchlicherweise »ach hinten und drohte in die Gondel ^ nurzen. tzs galt, während der Fahrt hoch in der Luft, in n®Jge abzusägen und gleichzeitig die Schraube ohne Gefahr tur die Mannschaft zu beseitigen. Ter Lbcrmaschinist Richard »uiliardt aus Wilhclmshagen bei Berlin meldete sich freiwillig zu oer lülahrlichen Aufgabe. Er löste dieselbe während der rasenden SS"“. Tn Held im Zeppelin hat, wie der Berl. Lokalanz. er- laqrt. als Lohn für sem tapferes, opfermlltiges Verhalten bas Eiternc Kreuz erster Klasse erhalten.
Tie Kämpfe an der Küste.
Unwiderstehliche Fortschritte der Deutschen.
Wie dem Berl. Tageblatt aus Rotterdam gemeldet wird, war die Stadt Ronleirs, die, wie die Verbündeten meldeten, seit Anfang der Woche von den Deutschen geräumt sein sollte, am 24. Oktober abends in unbestrittenem Besitz der Deutschen. — Ter Korrespvndent des Nicuwe Rotier- dänische Courant telegraphiert seinem Blatte von der Grenze, das; die Deutschen unmittelbar vor Arras stehen. — Ein Amsterdamer Berichterstatter meldet, er hatte Gelegenheit, den Kampf zwischen der deutschen Artillerie und den eng uschcn Schissen an der Küste zu beobachten. Tic Lage der deutschen sei sehr günstig, da die Dünen einen großen natür- lichen Schutz gewährten.
. belgischer Luellc wird mitgetcilt, das; die Deut-
Ll tn 'fite Angriffe in der Front von Ricuport bis an die -lüste sortsctzen. Tie Angriffe seien von fürchterlicher Gewalt, besonders nördlich von Tixmuiden, wo es den «-eupchkn geglückt sei, Stellungen cinzunchmcn. Tic Tcut- y' n versuchten gleichfalls einen gewaltigen Angriff nach --.chooerbakc, wurden dort aber nach Nicuport zurückgeworsen.
, ^'e h o l l ä n d i s ch e n Zeitungen melden, daß sich die "chlachtlinie nach Westen zu weiter nach Tünkirchen ausgedehnt habe, trotzdem die gesamte französische Nordsee- Notte die englischen Schiffe bei dem Bombardement der siuste unterstütze.
Nach dem gestrigen französischen amtlichen Bericht haben deuts che Unterseeboote gestern die britischen Fahrzeuge vor Nieuport und Ostende hartnäckig angegriffen.
England in Erwartung der Besetzung von Ealaiö.
^ \\. B. London, 28. Lkt. Ter militärische Mitarbeiter der
-tune» erwartet die Besatzung von Calais durch die Deutschen und die Himchaswnq von schweren Geschützen und Torpedo- bezw. Uiiterieeboote, evtl, auf dem Landweg. In ihrem Leitartikel schrei- t-eit die 8.;mes ferner: Wenn der Kaiser jetzt den Vormarsch auf nnvrdnni sollte, so würden die Gründe mehr politischer als nnl tatet scher Natur sein. Er würde die Kräfte in einer Richtung auiwendcii, die dem eigentlichen Ziele fern lägen. Der Besitz von valais lictze die Anssichie» Deutschlands »»verändert. Calais habe zivar eine gröbere Bedeutung ivie Ostende, sei aber kein vitaler Punkt. D>« Besetzung von Calais würde das bridischc Volk nicht venuruhigeiz, das längst darauf gcfatzt war. Nordsrankreich und telbst Paris von den Tcutsä«» besetzt zu sehen, was schon daraus hervorgehe, dab der Ol>erkommaud>crcnd« vorübergehend fei» Hauptquartier an den Golf von Biscaya verlegt habe.
Maßnahmen gegen die Lcbensmittelteurnng.
In der letzten Zeit sind die Preise für die LebenSmittel erheblich gestiegen. Weite Kreise der Bevölkerung leiden natürlich darunter. Aber Partei und Gewerkschaften sind nicht müßig geblieben. Es hat dieser Tage wieder eine Konferenz im Reichsamt des Innern stattgefundcn, an der Vertreter des Parteivorstandcs und der Gcncralkommission der Gewerkschaften teilnahmen, und die auch von anderen Korporationen beschickt war. In dieser Konferenz wurde eingehend die Frage der behördlichen Preisfestsetzung für Getreide und Kartoffeln behandelt. Es darf die Hoffnung ausgesprochen werden, daß es den Bemühungen gelingt, in kürzester Frist eine solche Preisfestsetzung zu erzielen.
Deutscher Slrbeiterschut; in Belgien?
Bei der deutschen Zivilvcrwaltung in Belgien wird erwogen, ob und inwieweit während der Dauer der Besetzung zugunsten der Arbeiterschaft die deutschen sozialpolitischen Gesetze eingeführt werden sollen und können. Ein nach außen erkennbarer ernster Schritt ist dadurch geschehen, daß der Direktor des großherzoglichcn badischen Gewerbeaufsicht)- amtes, Geh. Oberregieningsrat Tr. Bittmann, und der Hilfsarbeiter in, Reichsamt des Innern, Gcwerbcassossor Pocrske, nach Brüssel berufen worden sind, und auch sonst bei den mannigfachen Angelegenheiten, di? in das Gebiet von Arbeiterschutz und Arbeitcrwohlfahrt hinüberspeilen, Sachverständige berufen werden sollen. ^
Vor Warschau.
Aus Warschau wird über Mailand berichtet, in der Stadt höre inan deutlich de,, Kanonendonner. Täqklch seien deutsch« Lustsäsissc und Flugzeuge über der Stadt. Aus de» Lustschisfc» und Flugzeugen auf die Stadt gcworsenc Bomben solle,, au einem Tage 11 und an einem anderen 82 Menschen getötet haben.
Rußlands Druck auf Bulgarien.
Nach einer halbamtlichen Meldung des Rußkoje Slowo aus Moskau ist die bulgarische Regierung vor die Wahl gestellt worden, die gegenwärtige russenfeindliche Kam- iner durch ein A n s g l e i ch s m i n i st e r i u m sämtlicher Parteien zu ersetzen oder aber die Verhandlungen, die die bulgarische Regierung in Wien und Konstantinopel führt, abzubrechen.
Gleichzeitig hat nach einer Meldung des Mir in Sofia der russische bevollmächtigte Minister Savinzki bei de>n bulgarischen Ministerpräsidenten Radoslavow neuerdings die Zustimmung zur Durchlassung von russischem Kriegsmaterial für Serbien durch bulgarisches Gebiet zu erwirken gesucht. Radoslavow hat erklärt, daß Bulgarien um keinen PreiS von seiner bisherigen neutralen Haltung abzugehen beabsichtigt und hat das an ihn gestellte Ansinnen zurückgewiesen.
Wirrlvarr in Portugal.
Liffabon, 28. Okt. lCtr. Frkft.) Die Erhebung der Rvtzalisten, di« nach amtlichen M«ldtmgen niedergeschlaffen sein sollt«, nimmt immer weiter an Umfang an. Es ist zu neuen Zusammenstösien gekommen mtd umfangreiche Bewegungen gutbewaiinetcr Fnsurgentcn werden von den oerschiedenitcu Setten gemeldet In der Liffaboner Bevölkerung herrscht grosse Erregung. Tie RedaktionSräume der monarchistischen Blätter wurden vom Pöbel zertrümmert.
Die irische» Arbeiter.
London, 26. Okt. Irish Worker, das Organ des Arbeiterführers Jim Larkin, beschuldigt England, daß es Belgien seinen eigenen Interessen geopfert habe. Das Blatt schreibt: Niemand, dem Irland und die irischen Interessen teuer sind, wird jemals in irgendwelchem Konflikt englischen Ursprungs das Schwert ziehen oder einen Schuß obfeuern, bis ein solcher Konflikt auf irischem Boden ausgefochten wird.
Verbot eines Zentrnmsblattes.
Die Schles. Volksztg. das führende Zentrumsblatt Schlesiens, ist vom stellvertretenden schlestschen Generalkomnumdeur auf unbestimmte Zeit verboten worben.
Partei-Nachrichten.
Die Verlegung des Internationalen Sozialistische» Bureaus.
Ter Parteivorstand schreibt uns: Auf Grund einer Anregung der sozialistischen Parte, Hollands hat der Parteivorstand bereits vor einiger Zeit sein« Zustiiiuiiuug dazu gegeben, dah für die Zeit der Tauer des Kriegs das Internationale Sozialistische Btireau der holländischen Partei angegliedern würde. Tie englische Sektion der Arbeiter-Fnternatioiiale hat den, gleichsalls zugestimmt. Tie italienischen und die Schioeizcr Genösset, hatten fast zur gleichen Seit wie di« Holländer den Vorschlag gemacht, das Bureau provisorisch nach der SchweK; zu verlegen.
Wie wir dem Züricher Voltsrecht entnehmen, geben die Schweizer Genoffen nun auch ihre Zustimimmg zur Ueberffedelung des Bureaus von Brüffel in das näher als Zürich gelegene Amsterdam. Genvffc Troelstra, der sich zum schwebifä«n Parteitag nach Stockholm begeben hat, ivird dort mit den Vertretern der Bruderparteien der skandiiiavischen Länder über diese Frage Besprechungen haben.
Tie Verlegung des Internationalen Bureaus nach Holland erscheint damtt gesichert.
Sszialdemokratischer Parteitag in der Schweiz.
Am 31. Oktober und 1. November findet in Bern der Parteitag der schweizerischen Sozialdemokratie statt. Neben den ordnungsgemäßen geschäftlichen Erledigungen stehen aus der Tagesordnung: 1. Unsere Partei, der Krieg und die Fntcruationale:
Referenten Grimm-Bern in deutscher und Graber-Chaur de Fonds in französischer Sprache, sowie 2. die ökonomischen Wirkungen des Krieges; Referenten Otto Lang-Zürich und Naine-Lausanne.
Hesien und Nachbargebiete.
«irtze» «„» Umgebung.
2lus detl Verlustlisten.
2. Landsturm-Batterie der 19. Jnfantcric-Brigabe.
Unterosfz. Wilhelm Reiy, Bellersheim, Kr. Gießen, fchvw. —■ llnteroffz. Karl Koch, Braucrfchweiid, Kr. Gießen, lo. — Uuteroffz. Heinrich Schott, Lronberg, Kr. Oberlaunus, fchvio. — Kanonier Karl Schus, Schlitz, Kr. Lautcrbach, Iv. — Kanonier Joseph Jung, Obcr-Mörlc», Kr. Fricdberq, Iv. — Kanonier Christoph Staubach, Herbstein. lv. — Kanonier Johann Langwaffcr, Allenschlief, Kreis Laulerbach, lv. — Ge fr. Leonhard Ruhl, Herbstein, fchvw. — Kanonier Karl Lcidich, Grüningc», Kr. Gießen, fchvw. — Kanonier Friedrich Müller, Gießen, fchvw. — Kanonier Wilhelm Größer, Grüningcn, lv. — Kanonier Karl Bolz, Lich, lv. Rcferve-Jnfantcrie-Regiment Nr. 118, Tnrmftadt, Gießen und Fricdbcrg.
8. K o m p a g u i c: Wehrm. Heinrich Techcrt, Södel, Kr. Fricd-^ bcrg, tot. -— Hornist Theodor Tchaab, Herbstein, tot. — Wehn». Karl Kühl, Gießen, tot. — Wehrm. Helnr. Kämmer, Ruppertenrod, tot. — Wehrm. Philipp Konrad, Climbach, Kr. Gießen, tot.
— Wehrm. Georg Schcpp. Liiidcnstriith, tot. — Wehrm. Wilhelm Becker, Erbciihaufc». Kr. Alsfeld, tot.-- Wehrm. Johannes Becker, Rodheim, Kr. Ticburg. tot. — Unterosfz. Georg Glitjch, Laudcii- hausen, Kr. Lauterbach. tot.
Infanterie-Regiment Rr. 118, Gießen.
II. Bataillon.
Gefechte im Westen vom 5. bis 10. und 17. bis 20. 9. 11.
Orte nicht angegeben.
5. .Kompagnie: Musk. Joses Peter Hof, Kaucnburg, viv.
— Untcroff. d. 8t. Friedrich Ludwig Levi, Alsfeld, tot. — Musk. Jost Meyer, Meschede, vw. — Res. Karl Ortstadt, Bermutshaiii, vw. — Res. Friedrich Wilhelm Koob, Obermürlen, vw. — Res. Otto Geiß, Rupperlen, vm. — Musk. Theodor «enget, Mols- Heim, vw.
8. Kompagnie: Fahnens. Untcroff. Otto Fischer, Lorsch, Kr. BenShetm, vw. — Untcroff. Valentin Beck, Laugen, tot. — Musk. Johann Uhrig, Lützel-Wiebelsbach, tot. — Res. Karl Gosi- mann, Erda, Kr. Wetzlar, tot. — 8Ics. Adam Grein, Kirtorf, Kr. Alsfeld, tot. — Musk. Heinrich Pfeifer II., Aulhauscii, Kr. Rheingau, vw. — Res. Heinrich Späth, GiiutcrSdors, TillkrciS, vw. — Musk. Loos, vw. — Musk. Karl Philipp, Watzenborn, vw. — MuSk. Wilhelm Luh I., Großen-Liiibcii, vm. — Musk. Friedrich Hagncr, Oberbiel, tot. — Vizescldw. Hch. Gcmmcr, Lchnhetm, vw.
— Untcroff. Hcrinanil Törr, Erda, tot. — MuSk. Johann Toni* probst, Kaiserslautern, tot. — Musk. Heinrich Lstholt, Höfen bei Ergste, Kr. Iserlohn, vw. — Untcroff. Georg Trumnicrt, Riickcrs» dors, vw. — Res. Heinrich Falk, Großsclda, Kr. Alsfeld, vm. — Musk. Lugwig August Knell, Abenheim, viv. — Musk. Michael Kratz, Lörzweiler, vw. — Musk. Hcinr. Bender II., Guittersblnm, vw. — Musk. Pct. Sllüllcr, Lauten-Weschiiib, vw. — Musk. Phil. Bichelhaupt, Lützelbach, vw. — Musk. Suchar Ziegler, Gauhciin, vw.
— Musk. Kehl, viv. — Musk. Karl Wilhelm!, Hainchen, vw. — Musk. Zimmermann, viv. — Musk. Schäfer, vw. — Musk. Andreas Becker II., Landenhaufen, vw. — Musk. Töll, vm. — MuSk. Hciu- rich Menz, Reiskirchen. Kr. Gießen, viv. — MuSk. Gg. Schneider Ii., Oberbiel, ow. — Musk. Aug. Weiß I., Lindciistritth, vw. — M»Sk. Karl Heine, Einbeck, vw. — Musk. Georg Wilhelm Dicy I., Oberbiel, vw. — Musk. Philipp Muhl, Trais a. b. Lda., vw. — Musk. Schnuermuiib, vw. — Musk. Christoph Gunkel, Pfungstadt, vw. — Musk. Johannes Pfeiffer I., Unter-Osten, vm. — Musk. Lubw. Weiß Ii.. Watzenborn, vm. — Res. Karl Schmidt V., Leihgestern, vm. — Musk. Roth. vm. — Gesr. 6. R. Otto Jeuerbach, Utphe, vm.
— Res. Wilhelm Herzog. Gevelndorf, vm. — Res. Karl Scholl, Mainz, vm. — Res. Anton Giaml, 2Imbcrg, vm. — Res. Rudolf Jmmel, Uebernthal, vm. — Einj.-Freiw. Hans v. d. Au., Eberstadt, vw. — Einj.-Freiw. Bernhard Rover, Seligenstadt, vw. — MuSk. Franz Makowski, Kamionken, vw. — 8!es. Clemens 8!cith, Großenlüder, vw. — Res. Karl Enders, Oberglcen, Kr. Alsfeld, viv.
8. Kompagnie: Res. Adolf Will, Krofdorf, lvm. — Musk. Paul Hill, Mülheim a. d. Ruhr, Ivw. — MnSk. Philipp Nothnagel, Griesheim, tot. — Gesr. Hrch. Ulm, Allendorf, Kr. Gleßen, schvw.
— MuSk. Johannes Bohland, Groß-Zimmern, schvw. — Res. Otto Grewe, Klostcrhaqen, schvw. — Res. Paul Hosheinz II., Lüdenscheid, schvw. — Res. Adolf Baumbach, Treis-Horloff, vm. — Musk. Hermann Lcschhorn I., Obbornhofen, vm. — Musketier Otto Dotier, Freiburg. vm. — Musk. Karl Groh, Nieber-Siodcn, vm. — Musk. Konrad Hamei. Braiicrschwcnb, tot. — Musk. Johannes Hahn, Bauschheim, tot. — Res. Heinrich Fehling, Weldcnhausen, tot. — Res. Fritz Rentrop. Karstadt, tot.
— Lebensmittelwuchcr. Jetzt enölich sollen H ö ch st -
preise für Getreide festgesetzt werden. Aus Berlin wird berichtet, daß diese noch diese Woche auf 220 Mk. für Roggen und 250 Mk. für Weizen festgesetzt werden sollen. Als Preisbasis soll Berlin gelten. Ob die Festsetzung dieser übrigens sehr hohen Preise noch eine Wirkung aus- üot, ist noch sehr fraglich. — Bezüglich der Kartoffeln haben zwar verschiedene Kreisämter Höchstpreise festgesetzt, allein die Bauern und Großhändler halten die Ware zurück. Frankfurter Blättern wird in bezug auf die Preistreiberei geschrieben:
Es ist dringend notwendig, daß einmal darauf hingewiesen wird, von welcher Seite die riesigen Preissteigerungen, die die wichtigsten Lebensmittel, wie Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Schmalz, Fleisch, Kakao, Tee usw. erfahren haben, verursacht werden. Bei den Kartoffelpreisen liegt es nur zum Teil an den Bauern! Zur Hauptsache sind es Spekulanten, nicht die Groß- und Kleinhändler, die ihren normalen Bedarf, den sie für ihre Kundschaft wie jedes Jahr so auch dieses Jahr gebrauchen, kaufen, nein, es sind zur Haupt- ache die Spekulanten, die mit dem Kartoffel- und Lebensmittelhandel in normalen Zeiten nichts zu tun haben, und die Kriegszeit benutzen, um auf Kosten der Konsumenten r i e s i g e G e w i n n e zu erzielen! Diese Leute laufen bei den Bauern herum, lassen jedes Quantum aufkaufen, so daß die Nachfrage ins Ungeheure wächst und die Preise entsprechend in die Höhe getrieben werden. Natürlich verlangt der Bauer von Tag zu Tag mehr, wenn er sieht, wie sich diese Leute um die Ware reißen. Würde weniger Nachfrage sein, würden die Bauern schon von selbst kommen.
Ganz genau so geht es mit Hülsenfrüchten und den übrigen Lebensmitteln. Wer einen Blick in die großen Handelsblätter wirft, kann täglich Inserate finden, in denen große Posten dieser Ware gesucht werden, und zwar nicht von Händlern, die sie benötigen; denn solche würden unter ihrer Firma inserieren, sondern von Spekulanten, die aus triftigen Gründen unter Chiffre inserieren. Es wird dadurch künstlich eine weit größere Nachfrage nach den Lebensmitteln konstruiert, wie sie durch den wirklichen Konsum bedingt wäre. Die Ware verschwindet auf diese Weise von dem Markt und geht durch so und so viel Spekulantenhände, die alle von ihr verdienen.


