üjetrutig pcowoie Zwono wrtajtet, oaß vor einigen Tagen vuf Verlangen Englands eine neue englisch-französisch-russischc Marinekonvention abgeschlossen worden ist, derzusolge der Oberbefehl über die russische Baltische und Schwarze Meer- Flotte denEngländern übertragen werde, Großbritannien verpflichte sich gleichzeitig, die Flotten durch eigene Geschwader zu verstärken. Das Blatt fügt hinzu, daß die Forderungen Englands nach unbedingter Unterordnung der französischen und russischen Admiräle unter die englischen Flottcnkom- mandanten von Frankreich anfangs bekämpft worden sei. Rußland habe dem Vorschlag sogleich zugestimmt.
Die englischen Seeverlnste.
Rottcrdnm, 25. Okt, (Ctr. Bln.) In holländische» Blättern wird berechnet, daß die Verluste an Menschenleben, die die deutsche Flotte der englischen bisher beigcbracht hat, erheblich die gesamten Verluste aller großen Seeschlachten ubertrcssen. die England seit mehr als einem Jahrhundert geschlagen hat. Durch die bisher in den Grund gebohrte» englischen Kreuzer hat England einen Verlust an Mannschaften und Offizieren von rund 3000 Mann erlitten.
Mißstimmung gesten England ul»d Amerika.
London, 25. Okt. (\V. 15. Nichtamtlich.) Wie der Times aus Newyork genicldct wird, erneuert die dortige Evening Post ihren Angriff gegen die englische Zensur und erwähnt, daß Telegramme des Korrespondenten des Ncwyorker Globe geändert seien, rnn die Wahrheit zu verhüllen, den Charakter des Gegners zu verleumden und die öffentliche Meinung Amerikas für die Verbündeten zu gewinnen. Das Blatt rät den amerikanischen Korrespondenten, stets Kopien ihrer Telegramme durch zuverlässige Reisende nach Amerika zu senden.
Der Zusammenschluß der Mohamedaner.
Persien «nd die Türkei.
Zwischen Persien und der Türkei wurde ein Abkommen unterzeichnet, wonach die vertragsmäßige Kompetenz Englands und Rußlands in dem langwierigen türkisch-persischen Grenzstrcit abgcschasft wird. Persien ist prinzipiell zu teil- weiser Abtretung der Grenzbczirke Urmicn und Cboi an die Türkei bereit. Die Türkei entsendet dafür Offiziere zur Reorganisation der persischen Armee und überläßt Persien eine Anzahl Gewehre und Geschütze.
Aus "icgliptri,.
Kopenhagen, 25. Okt. Wie der Petersburger Rjctsch meldet, sind die türkischen Zeitungen tibersiillt mit Nachrichten von ernsten Wirren in Aegypten. Dänin »eilt mit, daß zwischen den englischen und ägyptischen Truppen in Alexandria und Kairo bewaffnete Zusammenstöße stattfandcn. Ei» Teil der in Aegypten ctngetrossenen indischen Truppen desertierte. 30 Mann wurden eingcsangcn und standrechtlich erschossen. Aegyptische Offiziere weigerten sich, nach Malta zu gehen, mit der Erklärung, nur in Aegypten kämpsen zu wollen.
Rußland «nd Persien.
Konstantinopel, 21. Okt. (W. B. Nichtamtlich.) Das persische Blatt Haver erfährt aus Teheran: Ter russische Gesandte hat bei der Ueberrcichung der russischen Antwortnote, in der mitgeteilt wird, batz Rußland seine Truppen auS Ascrbcibschan nicht zurückziehen könne, die Erklärung abgegeben, daß, wenn der gegenwärtige Krieg sich weiter verwickle, und wenn Persien Neutralität bewahre. Rußland seine Truppen zuriickziehen und die Unabhängigkeit gewährleisten werbe. Die russische Antwortnote wurde im persischen Ministcrratc übel ausgenommen. Der Ministerrat bereite eine neue energische Note vor. Die ganze persische Nation billige die Haltung des Kabinetts.
Plcchanoff für sein „Vaterland .
Zu welch komischen Gedankensprüngcn der Krieg auch sehr klare Denker verführt, zeigt ein Brief des seit vielen Jahren im Exil lebenden russischen Sozialisten Georg Plecha- »ofs, der in der letzten Nummer des englischen Parteiblattes Justice abgedruckt wird. Soweit der Brief in der jetzigen Zeit in der deutschen Presse veröffentlicht werden kann, lautet er:
„Soweit cs niein Vaterland betrifft, würde es, falls es einmal von Deutschland besiegt wäre, sein wirtschaftlicher Vasall werden. Deutschland ivürde Rußland derart schwere Bedingungen auflegcn, daß sich seine weitere wirtschaftliche Entwicklung außerordentlich schwierig gestalten
müßte. Und weil wirtschaftliche Entwicklung die Grundlage der sozialen und politischen Entwicklung ist, würde Rußland in dieser Weise alle, oder fast alle, Aussichten verlieren, dem Zarismus ein Ende zu bereiten. Deshalb ist es bei uns nur die allerrcaktionärste Partei, welche den Sieg Deutschlands erhoffen kann. Ter Sieg Deutschlands bedeutet Rückschritt in West-Europa und den bestimmten, oder fast bestimmten Sieg des russischen Despotismus."
Das entflohene Unterseeboot.
Rom, 25. Okt. lCtr, Jrkft.) Das entflohene Unterseeboot wurde heute aus Ajaccio nach Spezia zuriickgeholt. Ter Führer Bclloni zog es vor, in Frankreich zu bleiben.
Was kostet der jetzige Krieg.
Diese Frage hat Gcheimrat Prof. Julius Wolf in einem Dortrag, den er ani Donnerstag in der Technischen Hochschule zu Charlottenburg hielt, beantwortet: Wolf berechnete die Kriegslasten für Deutschland unter Zugrundelegung von 6 bis 6'/- Millionen Soldaten auf 40 Millionen Mark täglich, für Oesterrcich-Ungarn auf die Hälfte. Insgesamt sind die täglichen, unmittelbaren Kosten des Weltkrieges 140 bis 150 Millionen. Die Einbuße an Volkseinkommen infolge des Krieges ist etwa ein Drittel des Volkseinkommens, das sich bei uns normal auf 40 Milliarden im Jahr beläuft, im Vierteljahr auf Seite des Zweibundes etwa 514 bis 6 Milliarden, bei unseren Kriegsgegnern 1014 bis 11 Milliarden. Die Opfer sind so ungeheuer, wie niemals vorher in der Weltgeschichte.
Franjösisches Urteil.
Strnßburg, 25. Okt. Am 10. August haben die Franzosen den Förster West und seine Haushälterin ans Schlierbach bei Mülhausen mit nach Bclsort genommen, weil West in sein Haus angeblich deutsche Vorposten ausgenommen hatte, die von dort aus eine französische Patrouille beschosien habe» sollen. Eine aus der sranzüsischcn Gefangenschaft entlassene Frau hat der Straßburger Post zufolge mitgetcilt, daß die Haushälterin erschossen worden und West zu 20 Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden ist.
Beschlagnahme deutschen Eigentums in Frankreich.
Die Pariser Zeitungen fahren fort, diejenigen deutschen 'Niederlassungen zu verzeichnen, welche der Beschlagnahme verfallen sind. Es sind u. a. das bekannte österreichische Kulissenhaus Roscnbcrg, das Hotel Noailles in Marseille und eine Essenzfabrik von Gebrüder Schimmel in Barrömc in den Niederalpen.
Der deutsche Kaufmann Lllttgcn, der in Bonnetable eine Nctzfabrik betrieb, wurde am 5. August, als er nach der Schweiz abrciscn wollte, verhaftet und unter dem Verdacht der Spionage vor das Kriegsgericht gestellt. Er wurde jedoch aus Mangel an Beweisen freigesprochen, dagegen ist seine Fabrik jetzt ebenfalls mit Beschlag belegt worden.
Der Polizeikommissar von Enghien, dem bekanntere Badeort in der Nähe von Paris, hat sämtliche von den Deutschen anfgegebcnen Wohnungen, die einen Garten besitzen, den Truppen zur Verfügung gestellt, um das Obst zu ernten
Aus Nizza wird gemeldet, daß die Regierung dort 15 große, Deutschen und Lestcrreichcrn gehörige Hotels beschlagnahmen ließ.
Die Lebensmittelversorgung Belgiens.
Berlin, 24. Okt. sCtr. Bln.) Schon am 15. August, also noch nicht zwei Wochen nach Ausbruch des Krieges, hat der deutsche Gesandte im Haag an den holländischen Minister des Acußcrn eine Note gerichtet, in der er darauf hinwies, daß durch die Verheerungen des Krieges in Südbclgien ein Mangel an Lebensmitteln entstehen könne. Tie deutsche Regierung wolle alles, was in ihrer Macht stehe, tun, un, dem abzuhelscn. Cie lade die niederländische Regierung ein, diejenigen Maßregeln zu trefscn, die ihr »üblich erschienen, um an der Maas Lebensmittel und Mundvorrat anzusammcln, welche die belgische Bevölkerung ernähren könnten. Der Oberbefehl des deutschen Heeres sei seinerseits bereit, die Eiscnbahnverkehrsmittel zu stelle», sobald er glaube, über diese verfüge» zu können. Der holländische Minister nahm am 17. August von der Anregung des Gesandten mit Genugtuung Kenntnis, da sie die Sorge bekunde, der belgischen Bevölkerung nach Möglichkeit das vom Kriege unzertrennliche Elend zu ersparen. Die Antwort der holländischen Negierung ist am 3. Oktober erfolgt, und sie lautet ablehnend. Verhandlungen mit der belgischen, der englische» und der französischen Regierung sind ihr voraus-
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 96
„Auch das stärkste Herz kann brechen." sagte Hanna. „Jlda ist unglücklich."
„Unglücklich!"
„Sehen Sie es nicht? Steht das Geheimnis nicht, trotz dller Macht es zu verbergen, deutlich auf ihrer Stirn?"
»„Welches Geheimnis?" fragte er verwirrt.
„Daß sie liebt, wo sie hassen, und daß sie haßt, wo sie lieben soll."
Marstrand blieb stumm sitzen, als Hanna ihn verließ.
Spät am Abend fuhr er mit Jlda in dem kleinen Boote allein über den Fjord zu einem wunderbaren Schlund, in welchem die Wasser einen Wirbel bildeten, de.r sich in einer tiefen Felsenhöhle verlor. Ter Mond beleuchtete das ssille Meer, sein feines, klares Licht funkelte um den düsteren Spalt, wo allein die Wellen brandeten und tanzten. Ein dumpfes Stöhnen drang aus der Höhle hervor, bald ward eS wieder zu einem leisenRauschen. in welches sich sanfte, klagende Töne mischten. Draußen war alles lautlos füll, nur das blaue, geheimnisvolle Licht der Nacht floß an den ewigen, riesengroßen Wächtern dieser Schöpfung, an den Felsen nieder, welche seit langen Jahrtausenden hier standen und allein wußten, was in ihren finsteren Eingeweiden geschah.
Eine Zeitlang schwamm das kleine Fahrzeug vor dem Spalt umher, leise in den kleinen Wellen schaukelnd. Marstrand hatte die Ruder fortgelegt und saß neben Jlda. Beide hörten auf die wunderbaren Stimmen, welche zu ihnen drangen.
„Ich erinnere mich", sagte Johann endlich, „daß eine Sage über diese Höhle erzählt wird, die ich schon gehört habe. Ist es nicht eine unglückliche Meerfrau, die dort unten seufzt -und weint?"
„Eine arme, schöne Fee, die ein Riese in Ketten hält, welche niemals reißen", antwortete Jlda.
„Jetzt weiß ich es. Ter Riese hatte die schöne Fee geraubt und sie mit Gewalt gezwungen, sein Weib zu sein. Es war ein wilder, tückischer Gesell, aber er war mächtig und groß, ein König in dem tiefen Riesenreiche dort unten. Zuweilen erlaubte er ihr, aus der Höhle herauszugchcn, die den Eingang zu seinem Krystall- und Goldpalast bildet, und dann soß sie im Mondschein auf dem Felsenspicgel. wand Kränz? von Halmen und kleinen Blumen, sang süße Lieder und freute sich der Himmels- und der Erdenluft, bis der finstere Gatte sein Horn hören ließ, und sie traurig wieder hinunterfahren mußte. Da traf es sich, daß ein junger Fischer sie fand, und jede Nacht, wenn die schöne Königin auf den Felsen stieg, saß er an ihrer Seite. Dann sah er in ihre sanften, klaren Augen, streichelte ihr goldiges Haar, lächelte ihr zu und betrachtete ihre kleinen, weißen Hände. Er sprach kein Wort mit ihr von dem. was sein Herz erfüllte, aber sie wußte cs wohl, »nd wenn das dumpfe Horn klang und sie traurig aufstand, wußte auch er, daß sie ihn liebte."
Während Marstrand so sprach, hatte er JIdas Hand ergriffen, die er festhiclt, indem er sich zu ihr neigte.
„Da geschah cs," fuhr Jlda leise fort, „daß, als sie einst- mols beisammen saßen, sie den Klang des Horns nicht hörten."
„Weil," fiel Marstrand ein, „die schöne Wasserfee ihren Kopf an die Brust des Jünglings gelegt hatte, der sie mit beiden Armen umschlang."
„Und als zum drittenmal vergebens der Ton erscholl, daß die Berge bebten, streckte sich ein Arm aus der Höhle, und ein ungeheurer Kopf folgte ihm nach. Der Riese richtete sich auf, er reichte bis weit über alle Felsen, und mit einem Finger zermalmte er den armen Fischer, mit einem Griff zog er die Ungetreue in den schwarzen Schlund."
„So war es," sagte Marstrand, „aber es geschah nur, weil die Fee sich nicht entschließen konnte, ftei und glücklich zu
gegangen und haben ergebe», daß diese die Ernährung Belgiens für die Pflicht Deutschlands erklären und eine Verletzung der Neutralität darin erblicken, wenn Holland auf den Vorschlag Deutschlands eingingc. Je weniger Lebensmittel Deutschland fü r Belgien aufwendc, desto mehr habe es für seine Heere zur Ver, füguiig. Danach stellen sich die französische »nd englische Regierung »nd offenbar von ihnen beeinflußt und genötigt, auch die belgisch,, auf den unhaltbaren Standpunkt, daß wir zum Schadeg unserer Kriegführung und unter Vernachlässigung dir Ernährung unserer Truppen verpflichtet seien, die belgisch, Bevölkerung mit Lebensmittel» zu versorgen.
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Ein Held.
Ein hervorragendes Beispiel von Kameradschaftlichkeit wch Mut hat bei den Kämpfen tu der Nähe von Saarburg ein Münchner Reservist namens Vogel gegeben, welcher als Pkechaniker fci den Isaria-Zähleri verkeil bescheinig: war und bei», Ausbruch de? Krieges den, 2. Reservc-Jnsanteric-Regiment zeig«teilt wurde, g, der großen Lochringer Schlacht hat er sich in den Kämpsen rni, Saar-Kohlcnkana! durch Lpferivilliglcit, Mut und Umsicht so mu. gcze schuft, daß ihn sein Kommandeur umarmt und sofort zu, Unrerossizicr gernacht hat. Jetzt hat er auch das wohlverdiente Eisern« Kreuz bekommen, das ihin im Lazarett überreicht wort«, ist Von feiner schweren Verwundung — bei der Ausübung seiner
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Heldentat erhielt er mehrere Strcisschiisse und einen Schutz dural „ den Oberschenkel — ist Vogel mm wiedcrhergcstellt.
Das Regiment kam zuerst bei Mittersheiin in den Kamps »u|| kt <0 wurde durch das feindliche Granatfcuer so abgeschluven, daß eil weder vor noch zurück konnte. In einem Kesiel mußte das Batailloi I M« stundenlang regungslos livge». immer dem seindlichcn Granats«!« Isisih aitSgesetzt. Glücklicherweise fiel aber keine Granate tu den Kessel " selbst, aber der Rand ivurd«
ununterbrochen von de» Geschosse» getrosse».
Um dcii Leuten, ivelche durch Sic ständige Gefahr, getroffen p werben, natürlich an Nervenkrast cindüßten, iviedcr Nkut zu nurcheg ging ein Vizeseidwebel aus dem Kessel heraus, um im Grauatfeue d-n Revolver zu suchen, den sein Haupimaiiii verloren hatte. Ali er ihn zurückbrachte, traf ihn ein Granatsplitter und riß ihm bei Arm weg. Am Abend konnte man dem feinbüchen Granats«,« endlich entwisch«», I
Am nächsten Morgen begaim in aller Frühe der Kampf wiedei !
In der Nähe von Frnstinqcn kam das Bataillon ßglleck«
an den Saar-Kohlenkanal. ( ;
den auf jener Stelle die zurückgehendeu Franzose» hatten lecrlause jisl«ge j lassen. Es war cm« KriegAlist gewesen, welche uur durch de ^ nfl Opfermut Vogels vereitelt wurde, Tic leergeloufcnc Kaaialstreö ifriepi bot den Bayern eine günstige Gelegenheit, unbemerkt und vol ständig geschützt an den Feind heranzukommen, Das Bataillon kn nutzte auch diesen Weg und stieg in den einige Meier breiten un etwa 3 uns 4 Meter tiefen Kanal, Beize ge bene Pioniere sollte dann später den Truppen die Möglichkeit geben, wieder aus bei Kanal mit seinen steilen Betonwänden herauSzukommen. D Pioniere nagelten mit kleinen Brettern Stufen in di« Betonwänb aber sobald ein Soldat versuchte, auf dieser Leiter aus dem Kau, zu steigen, ivurde er abgeschossen.
Auf einmal öffneten sich auch langsam dir Tore einer weit ob« angebrachten Schleuse und
mit großer Gewalt schosse» die Wasser in die leergelauson« Kanalstrecke, In kurzer Zeit staub !»i Bataillon bereits bis an di« Patronentaschci» im Wasser, und ivei i es den beiden französischen Pionieren an der Schleus« gelang, d i Schleuseiiiorc wclier zu ösfnen, mußten di« tausend Leute in d > überflutet«» Kanalftrccke
rettungslos ertrinken.
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Die Kriegslist d«r Franzosen schien schon gelungen zu fein, o I dirgebei
sich Vogel, der den. Bataillonsstob als Radfahrer zugeteilt irx erbot, den Versuch zu machen, di« Arbeit der sranzösischen Pio-rri« zu stören. Es war ein wagbalsigcs Unternehmen. „Ich wußt«, d cS gesährlich war"", erzählt« Vogel, „Aber drunten im Km, standen meine Kameraden bis an den Bauch schon im Wasser. D' Weg am Kanal entlang bis zur Schleuse stand unter dcm Fei, der Franzosen, und wenn ich rn der rasenden Fahrt vielleicht ein Augenblick meinen Schöpfer anstehte, mir das Leben zu erhält»: ivar'S
nur um meiner Kameraden willen.
In einer solchen Lage denkt inan schließlich an nichts anderes an das Ziel, Etwa 100 Meder vor der Schleus« schlug hinter eine Granate ein. Ein Splitter riß meinem Bei« das Hinttnt weg. Ich stürzte nach rückwärts und wurde außerdem „och « Splittern am Oberarm und der rechten Hand getrosfen. Leo besann ich mich nicht. Ich kroch so schnell ich konnte, vorwärts«' als ich nahe genug heran war, riß ich
mein Gewehr an die Backe und kopsüber stürzte der rin« der beiden Pionier« in dad SWi der ander« lies davon und suchte mich durch «in« Handgranate töten, als ich am Schleufentor angelanigi war, Di« fiel aber glli licherweis« gerade am Wasserspiegel au das Schleusentor, 9 Schaden hat sie nicht äuge richtet, Nu» kam mir zustatten, dab Mechaniker bin. Ein Blick genügte, um den Mechanismus i Schleusentores zu verstehen.
Ich riß den Hebel heraus,
sein. Ich liebe dich, hatte der Jüngling' ihr zugcflüste komm, begleite mich. Sichst du dort den grauen Streif Osten? Bald wird er rot sein, bald ist die Sonne das Kinder der Nacht haben dann keine Gewalt mehr über d Vertraue mir, meine Arme sind stark, ich trage dich: laß t leben und glücklich sein! Sie aber dachte an ihren Eid, sie dem Bösen geschworen, sie zögerte, bis die schwarze H> j,c faßte, und nun liegt sie dort unten in wcißglühen Ketten, klagt und weint, und der höllische Riese lacht > brüllt dazu."
Mit sanfter Gewalt löste Jlda Johanns Hand von iht Gürtel, denn er hielt sie in seinen Armen. — „Sie hat r getan," sagte sie, „und ihre Strafe war nicht unverdi Nimm deine Ruder, wenn du nicht willst, daß wir in Wirbel geraten und darin zerschmettert werden."
„In den Tod mit dir, Jlda!" flüsterte er hastig.
„Sollte das dein Ende sein, Johann?" erwiderte „Hast du nichts mehr zu wünschen und zu hoffen, und gla du nicht, daß Gott noch vieles von dir zu fordern hat?"
„Du willst leben!" rief er laut und bitter.
„Ja," antwortete sie, „ich will leben, weil cs meine Ps ist: weil ich Leben empfangen habe, um Gutes zu tun keine Sünde begehen nwg."
Er sah in ihre Augen, in welche das Mondlicht Bittend, groß und tröstend schaute sie ihn an. — Plö! hörten sie über ihren Köpfen ein Gelächter und eine Stn begann zu reden, die Marstrand bis ins Mark ging. — - Gott und beim heiligen Olaf!" rief ein Mann, der auf Höhe des Felsens stand, „cs ist Jlda, die vor der Hexend umherschwimmt. Hierher, Björuarne, komm herauf! v deine Schwester, die Nornensprüche für unser Glück b Und wer ist das? Herr Marstrand, so wahr ich lebe! « ins Haus, Herr, oder vielmehr Glück in Ihre Hand! Fu Sie Ihr Schifflein aus den Wirbeln und Klippen »nd wahren Sie mir meinen teuern Schatz, bis ich ihre f n Lippen öffnen kann." (Fortsetzung
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