Kriegsgefangene als Landarbeiter.
Was befürchtet wurde, ist eingctroffen. In Ost- und Westpreuhcn werden zahlreiche Kriegsgefangene auf den Gütern als Landarbeiter beschäftigt. Die Vermittlung der Gefangenen hat die LandwirtfchaftSkammcr übernommen. Landwirte, die Kriegsgefangene beschäftigen wollen, müssen sich an den Landrat wenden. Transporte unter 30 Personen werden nicht abgegeben, sodaß die kleinen Besitzer Kriegsgefangene zur Arbeit nicht erhalten. Es sind bereits eine Reihe Trupps von 30 Mann in Begleitung von je drei Land- sturmmännern als Bewachung aus einzelnen Gütern cinge- troffen. Auf dem Sierakowskischen Gut in Groß-Waplitz bei Christburg müssen die Gefangenen für die Verpflegung fünf Stunden arbeiten; für jede weitere Stunde erhalten sie 10 Pfennig. Tie Gutsbesitzer haben damit also sehr billige Arbeitskräfte erhalten. Im Osten ist freilich Arbeitermangel, doch im übrigen Deutschland sind hunderttauscnde Menschen arbeitslos, von denen ein Teil zweifellos in der Lage und auch jederzeit bereit ist, auf den Gütern im Osten zu a» beiten, wenn ein einigermaßen befriedigender Lohn gezahlt wird. Und die Landwirte können heute gewiß anständige Löhne gewähren, da sic für ihre Produkte sehr hohe Preise erhalten. Die Beschäftigung der Kriegsgefangenen als Land- arbeiter bildet eine schwere Konkurrenz für die deutschen Arbeiter. Es gibt im Osten auch für Kriegsgefangene andere Arbeit genug. Hier können große Sümpfe trocken gelegt werden; auch können die Gefangenen mit der Festlegung der Dünen beschäftigt werden. Das sind Kulturaufgaben, die man bisher nicht bewältigen konnte, weil es an der genügenden Zahl billiger Arbeitskräfte gefehlt hat. Nichteinbentfurig des Landsturms im rheinische» Industriegebiet.
Das stellvertretende Generalkommando des 7. Armeekorps teilt nach der Kölnischen Zeitung mit, von der allgemeinen Einberufung des Landsturms im Bereich des 7. Armeekorps werde nach wie vor abgesehen, da die gewaltige noch zur Verfügung stehende Anzahl von Rekruten und Landwchrleuten dies nicht erfordere. Bisher konnten nicht einmal alle freiwilligen Landstiirmer eingestellt werden, nur die Offiziere und Sanitätsoffiziere sowie Angehörige von Spczialwafsen werden in geringem Umfange einberufcn, und zwar nur nach Bedarf.
Im Kampfe gegen Ruffland gefallen.
Auf dem östlichen Kriegsschauplatz siel nach einer Meldung unseres Königsberger Parteiblattes am 10. Oktober auch der Königsberger Landgerichtspräsident Hugo Schubert. Er kam vor zehn Jahren als Landgerichts- Direktor nach Königsberg, wo er durch die Leitung der Haupt- Verhandlung des Königsberger HochverratSprozcsses sowie 'durch spätere Sozialistenprozesse bekannt wurde. Schon vor- .her hatte er als Staatsanwalt in Erfurt heftige Reden gegen die Sozialdemokratie gehalten. Der Königsbcrger Prozeß wegen Hochverrats gegen das russische Reich, Zarenbeleidigung und Geheimbündelei wurde im Interesse des russischen Staates geführt. Jetzt ist Landgerichtspräsident Schubert im Kampfe gegen Rußland gefallen.
Leina» oder Lehman»?
Der Saalezeilunq zufolge finden Ermittelungen statt, ob der kn Magdeburg gefangen gefetzte Kommandant von Lüttich, General Leman, identisch sei mit einem nach 1870 desertierten Feldwebel Heinrich Lehmann aus Herzberg, im Regierungsbezirk Merseburg. Ein wachthabender Soldat, ein Mitglied der Merseburger Familie Lehmann, sprach infolge außerordentlicher Achnlichkeit mit seinen Familienmitgliedern diese Vermutung aus, der jetzt die Behörden nachgehcn.
Nicht nach Metz reifen!
Metz, 23. Okt. W. Ii. (Nichtamtlich. Vor dem Zuzuge Aach dem Festungsbereich Metz wird von militärischer zuständiger Stelle dringend gewarnt. Arbcitsgelegen- heit ist nicht vorhanden. Alle unnötigen Besuche sollen unterbleiben. Ausländer bedürfen schriftlicher Genehmigung des Militärpolizeimeisters. Reichsdeutsche von außerhalb bedürfen Reisepasses oder Passierscheins der zuständigen Behörde ihres Wohnortes, bei mehr als drci- rägigem Aufenthalt außerdem schriftlicher Erlaubnis des Militärpolizeimeisters.
Asraja.
7r Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 95
Dann kam die Dunkelheit und wenn der Mond herauf- rog. im leisen Windzug die Flut, wie von Geisterhand gefaßt, an silbernen Kaskaden an dem Gestein aufsprang und das kleine Fahrzeug vor sich hcrtricb, legte er die Schalten fort und saß traulich sprechend und scherzend bei Jlda und Hanna. Die Zither klang dann süß und leise über die schweigenden Wasser und Lieder flogen darüber hin, bei deren Schall die ormcn Fischer und ihre Frauen aus dem Schlafe erwachten und wohl meinten, die Meerweiber und Trollen stiegen auS ihren Krystallpalästcn und Grotten und schaukelten singend auf den Wellen.
Während dieser schönen Tage konnte es nicht fehlen, daß Marstrand bald mit Jlda, bald mit Hanna stundenlang auch allein war, aber er mochte so wenig dann von seinen eigenen Angelegenheiten sprechen, wie an anderen Verhältnissen rütteln, die von Zeit zu Zeit plötzlich, allen Dunst zerstreuend. ernsthaft genug vor ihn hin traten. Endlich jedoch, als er einst mit Hanna in der Laube saß, fragte er mit halblauter Stimme, ob die Herzen der beiden Verlobten sich ge- nähert hätten?
„Sie fragen mich nach meinem Herzen?" antwortete (Hanna, nachdem sie geschwiegen und die Nadel eingefädelt chatte. „Was ich je davon besaß, liegt im Meere und kein Fischer holt cs je herauf, mag seine Angel auch tausend Haken haben."
„Haben Sie nichts seither aus dem Süden gehört?" sfuhr Marstrand fort, indem er einen anderen Gegenstand berührte.
„Weniges", erwiderte sie. „Vor zwei Wochen kam eine Schlü'pp nach Tromsö und brachte einen Brief meines Vaters tznii einem anderen von meinem Bruder, der jetzt wieder in
Der Kampf in Westslanderir.
Amsterdam, 21. Okt. (Ctr. Frkft.) Telegraaf meldet: Der Kampf in Westslanderir dauert längs der ganzen Front fort, die nördlich Rousselaerc anfängt, dann ungefähr über Thour- hout läuft und an der Küste zwischen Ostende und Nicuport endet. Am Donnerstag abend ist in Brügge wiedcruni ein Zug belgischer und englischer Kriegsgefangener eingcbracht worden.
Eine War,»mm an die Franzosen.
Gens, 21. Okt. (Ctr. Bln.> Tic hiesigen franzoscnfreund- lichcn Blätter, >oic die Gazette de Lausanne, warnen die französische Bevölkerung ebenso sehr vor überschwenglichen Hofs nuugcn auf englischen Zuzug, wie ans kleinlichen Fanatismus anläßlich der Tatsache, daß die deutschen Stellungen in Aordsrankreich stischen Zuzug in Stärke von 12 Armeekorps (?) erhalten hätten. Eine Verschleierung helfe gegen diese Veränderung ans dem Kriegsschauplatz nichts.
Englische Kriegsschiffe an der belgischen Küste.
Kristiania, 21. Okt. (Ctr. Frkft.) Aus London wird amtlich gemeldet: Auf Ersuchen der Chefs der verbündeten Heere hat die Admiralität eine Flotille, die mit einer großen Anzahl starker Kanonen bestückt war, an die belgische Küste entsandt. Am 19. Oktober ist die Wcstflanke der Deutschen ohne Unterbrechung bombardiert worden. Es wurde dem Feinde bekanntlich erheblicher Schaden beigebracht, hingegen war der den Schiffen zugefügte Schaden gering. Damit ist der belgischen linken Flanke eine bedeutende Unterstützung gewährt worden.
Der belgische Staat bankerott?
Der belgische Staat soll nach dem Berliner Tageblatt sämtliche Zahlungen, und namentlich die Zahlungen für die Eonpons dcr Tlaatsschuld, eingestellt haben. Die deutsche Regierung ziehe vom 1. Oktober ab die belgische» Steuern für ihre Rechnung ein.
Die Untersuchung über Löwen.
Berlin, 21. Okt. (Ctr. Bln.) Einer Brüsseler Meldung des Lokalanzeigers zufolge ist jetzt die gerichtliche Untersuchung über die Vorgänge in Löwen abgeschlossen. Es steht darnach fest, daß die Löwcncr Bevölkerung am 25. August durch Raketensignale mit den aus Antwerpen ausfallenden Truppen in Verbindung gestanden, daß Zivilisten von Dächern und aus Fenstern zuerst auf die durchziehenden Truppen geschossen und daß sie somit die Schuld an den Vorkommnissen ganz allein sich selbst zuzuschreiben haben.
FremdeLtrcitkräste an der norwegischen Küste
Stockholm, 21. Okt. (Ctr. Frkft.) An der norwegischen Südküste werden Anzeichen fremder Scestreitkräste beobachtet. Ucber dein Ekcsund kreuzte ein unbekannter Aeroplan, in der Bucht von Jaederen wurden zwei oder drei fremde Unterseeboote gesichtet.
Die bösen Unterseeboote.
Haag, 21. Okt. (Ctr. Frkst.) Aus London wird über die am Sonntag erfolgte Vernichtung des Dampfers „Glitra" durch ein deutsches Torpedoboot au der norwegischen Küste berichtet: Das Unterseeboot „U 15" befahl der „Glitra" zu halten. Fünf Mann kamen an Bord und befahlen, die englische Flagge hernntcrzuholen und RctMngsboote auszusetzcn. Der Kapitän durfte nur die Schiffspapiere mitnehmcn. Die Rettungsboote mit der Mannschaft wurden ins Schlepptau genommen. Drei Leute des Unterseebootes durchsuchten die „Glitra" und ließen sie dann sinken. Die Mannschaften mußten nach der norwegischen Küste rudern und wurde» später durch ein Rettungsboot an Land gebracht.
Diese erste Aufbringung eines Schisses durch ein Unterseeboot hat in ganz England peinliche» Eindruck hcrvorgerusen. Man er- geht sich in Vermutungen, wie es möglich war, daß sich ein Unterseeboot soweit von seiner Basis entferne» konnte.
Bulgariens Tcmahme am Krieg.
Budapest, 24. Okt. (Ctr. Bln.) Der Pestcr Lloyd meldet ans Sofia: Immer dringlicher wird hier der Wunsch nach einer aktiven Teilnahme Bulgariens am Kriege zum Aus- druck gebracht. Mit großer Aufnierksamkcit werden die Vorträge jener bulgarischen Journalisten und Abgeordneten an> gehört, die von ihren Deutschlandrcisen zurückkehren. Die Siegeszuversicht der Zcntralmächte erregt großes Aufsehen. Der Ministerpräsident Radoslawow hatte eine Unterredung
mit dem Professor Adolf Strauß aus Budapest. Die zh ständige Unterhaltung war durchweg politischer Natur. Hs auf empfing der Ministerpräsident den deutschen Gejand Michaelis.
Griechenland „gliedert an".
Turin, 21. Okt. (Ctr. Frkft.) Die Stampa erfährt iij Pari aus Tnrazzo, daß der albanische Epirus der griechisz Provinz Jania angcgliedert worden sei. Eine offizielle z siätigung liegt noch nicht vor.
Eine mißglückte Beschießung.
Rom, 21. Okt. (Ctr. Frkft.) Mehrere englische » französische Torpedojäger verfolgten und beschossen gesst vergeblich unweit Punta d'Ostro (Einfahrt in die Bucht « I Cattaro) ein österreichisches Torpedoboot, das unter n>> samcn Schüssen auf die Gegner durch ein vorzügliches ii kühnes Manöver ihnen entging.
Höchstpreise sür Getreide.
Ter Bundesrat beriet am Freitag über die gesehli Festlegung der Höchstpreise für Getreide und Futtermit Wie das Bcrl. Tageblatt erfährt, ist beantragt, den Höh preis für Weizen auf ungefähr 250 Mk. und den Höchstpr für Roggen auf 225 Mk. festzusetzen. Die Verträge, die höheren Preisen abgeschlossen sind, sollen durch die Höä preise nicht tangiert werden.
Deutsche Fortschritte in der Schlacht am Kan Kleine Erfolge in den Argonnen. Russische Angriffe zurnckgrworsen.
W. B. Großes Hauptquartier, 24. Okt., nt tags (Amtlich.) Die Kämpfe im Dscr-Ntzrcs - Kana Abschnitte sind außerordentlich hartnäckig. Im Rort gelang es uns, mit erheblichen Ärästen den Kanal zu üb schreiten. Südöstlich ?)pres und südwestlich Lille dranc unsere Truppen in heftigen Kämpfen langsam weiter v O st e n d e wurde gestern in völlig zweckloser Weise von ei lischcn Schiffen beschossen.
Im A r g o n n e n w a l d kamen unsere Truppen eb> falls vorwärts. Cs wurden mehrere Maschinengewehre beutet und eine Anzahl Gefangener gemacht. Zwei sran fische Flugzeuge wurden hier heruntcrgcschossen. Nördl T o u l bei F l i r e y lehnten die Franzosen eine ihnen v uns zur Bestattung ihrer in großer Zahl vor der Front liegt den Toten und zur Bergung ihrer Verwundeten angcbotl Waffenruhe ab.
Westlich Augnstow erneuerten die Russen ihre 2 griffe, die sämtlich abgeschlagen wurde».
Deutsche ttnterseebootcrfolqe bestätigt.
W. B. '-Berlin, 24. Okt. (Amtlich.) Die bereits »ichiaml t gemeldete, am 13. Oktober vormittags erjolgte Vernichtung I englische» Kreuzers „Sawke" durch ein dc»t(ck»r6 Unterseeboat, w hierdurch amtlich bestätigt. Das llutersccboot ist wohlbehalten zur - gekehrt. — Am 20. Oktober ist der englische Dampfer „Glitra" ! der norwegische» Küste von eincin deutsck»en Iliitcrsceboote du Ocssne» der Ventile versenkt worden, nachdem die Besatzung Aussordcrung das Schiss auf den Schisssboote» vertage» hatte. Der stelloertretend: El,cf des Admiralstabs v. Behnke.
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In Portugal herrscht die Pest.
Amsterdam, 24. Oktbr. (Ctr. Frkst.) Das Hanbch blad bemerkt zu dem Wölfischen Telegramm, daß in w- tugal mehrere Fälle von Lungenpest oorgekommen « folgendes: Aus inzwischen erhaltenen spanischen Zeiv gen geht hervor, daß schon am 11. Oktober durch den 2« spektor des Gesundheitsdienstes der spanischen Grenzprom Badajoz der Regierung in Madrid berichtet wurde, d« die in Lissabon herrschende Epidemie Lungenpest sei ui daß sie einen sehr ernsten Charakter trage. Diese se emsthaste Nachricht ist nun deshalb wichtig, weil sie n turgemäß von großem Einfluß auf die Haltung Portuga im Weltkriege ist. Sie hat in der jetzigen Zeit mehr a vierzehn Tage gebraucht, um Holland zu erreichen.
Die Schlacht am Kanal.
Amsterdam, 24. Oktbr. (Ctr. Frkft.) Der Telegio meldet von der Grenze: Die Belgier kämpfen mit größt
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Bergen ist. Mein Vater gab mir seinen Segen zu allen meinen kindlich guten Entschlüssen, mein Bruder schrieb mir, daß er bedauere, nicht zur Stelle gewesen zu sein, als man mich, wie er ineint, init Zwang fortgeslblcppt habe. Auch daß er mich nicht begreife, stand darin, wie ich Björnarne heiraten könne, und wenn mir irgend Gewalt drohe und ich ihm ant- Worten wolle, würde nichts ihm zu schwer, nichts zu teuer sein, um mir zu helfen! Ter gute Christian hat mich immer zärtlich lieb gehabt, aber er begreift gar vieles nicht."
„Und was haben Sie ihm geantwortet?"
„Was sollte ich ihm antworten? Ich habe einen Zettel nach Tromsö geschickt, der mit der Schlupp zurückgeht. In dem Zettel steht: Sei ohne Sorge, inein Christian, ich bin Bsörnarnes Verlobte aus freiem Willen, in großer Treue und sehne mich nach dem Tage, wo Hclgestads Sohn mein Gatte sein wird. Tann konnnen wir zu Euch nach Bergen, wo du selbst sehen magst, wie es mit mir steht."
„O Hanna!" murmelte Marstrand.
„WaS soll dies warnende Wort, mein Freund Johann?" erwiderte sie. „Mein Leben ist an das Leben Björnarnes gefesselt und was geschrieben steht, muß erfüllt werden. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen. Mir nahm er und gab er. Und was sagen die heiligen Bücher? „Ehret den Willen eurer Väter, damit es euch wohlgche und ihr lange lebet auf Erden!" Was sagen die Sitten und Gesetze der Menschen? Sie fordern Unterwerfung und wissen nichts von Herzensgefühlcn. Nun wohlan denn, wir sind da, um uns zu beugen. Helgestad" — sie hielt inne und holte tief Atem — „ich habe ihn gesehen, als ich in jener fürchterlichen Nacht am Boden lag und ein Schrei zu meinen Ohren drang, den ich noch jetzt mitten im Wachen, am hellen Tage höre. Sein Gesicht war über mir, seine Augen voll Feuer: sein Atem, heiß wie die Hölle auf meiner kalten Stirn, weckte mich und ich höre ihn^ lachen, hörte ihn deutlich sagen: Jetzt bist du mein und wenn Gott oder Satan käme, sie sollten dich doch
nicht haben/ Ans Oercnäcsgaard kommst du nicht fort de als Björnarncs Frau. Ist ein Faktum!
Sehen Sie, Johann Marstrand," sagte sie, ihre Zu neu belebend, „diese Worte stärkten mich damals wundert und stärken mich noch. Hclgestads gierige Augen, si grimmiges Lachen, der eiserne, gottspottcnde Wille die gewaltigen Mannes machten den tiefsten Eindruck auf m' Wenn Gott es dulden kann, sagte eine Stimme in mir,
Ii
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nuißt du es dulden. Richte dich auf und gehorche ihm. T
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habe ich treu getan bis auf diese Stunde.
„Und Björnarne?"
Ein triumphierendes Lächeln spielle um ihre LiPP „Ter arme Björnarne," sagte sie, „ich glaube, alle me Freundlichkeit hat bis jetzt wenig gefruchtet, denn je iw ich mich ihm zu nähern suche, um so weiter zieht er sich zur! Jetzt hängt er sich an seinen Freund Paul Petersen, der > auch zu der Reise nach Loppcn bewogen hat und in oö Dingen sein geheimer Rat ist." ,
„Tann seien Sie auf Ihrer Hut, Hanna: seien Sie sich daß Unglück kommt."
„Was könnte mich denn treffen?" erwiderte sie. „Ich c die demütige, arbeitsame Magd und warte ab, was Gott Wille ist. Laß den kommen, der sich zum Herrn meto Schicksals gemacht hat. Ich bin kein Opfer, Jobann M strand, ich bin ruhig wie eine Pricsterin. Opfer leiden Qua" ich leide nicht, ich bin, wie Sie sehen, fröhlich und gut Mutes. Ich preise Gottes Weisheit und Gnade, blicke u mich und erkenne den Weg des Herrn. Die da Opfer sind diesem einsamen Hause und die ich dulden sehe, gehören n» zu mir. Jlda" — sie sah ihn mit ihren großen Augen duv dringend an — „sie hat das edelste, treueste Herz."
„Ein starkes Herz, das nie zu heiß wird und crgco tragen wird, was Gott schickt," murmelte Marstrand.
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