Ausgabe 
22.10.1914
 
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Nach einer weitere» Havas-Meldung ist auch das Linienschiff ..Fi andre", das eine Wasserverdrängung von 25 000 Tonnen aus­weist, am Montan vom Stapel gelaufen.

Bon den Kämpfen im Osten.

Wie», 21. Okt. (W, B. Nichtamtlich.) Amtlich wird ver- lautbart: 21. Oktober mittags: In den schweren und hart­näckigen Angriffen auf die verstärkten Stellungen des Fein- beS von Fclszti» bis an die Chaussee nördlich von Medyka g e w a n n e n w i r a n mehreren S t e l l e n T e r r d t rt, während die russischen Gegenangrisse nirgends durchzu- dringen vermochten. In der vergangenen Nacht e r st ü r m - t e n unsere Truppen die Kapellenhöhe nördlich Mizyniec, Südlich Magiern gelang es ihnen schon gestern .sich von den eroberten Ortschaften gegen die Höhen vorzuarbeiten. Aut dem südlichen Flügel lvird der Kampf hauptsächlich durch Ar­tillerie geführt. Durch weitgehende Anwendung der modernen Feldbefestigung ninmit die Schlacht zum großen Teil den Charakter eines F e st u n g s k r i e g e s an. In den Kar­pathen wurde gestern der Jablonica-Pns;/ der letzte der von einer russischen Abteilung besetzt gewesenen Uebergänge, ge- nommen. Aus ungarischen Boden i st kein Feind m e h r. Unsere Erkundung in die Bukowina er­reichte den Großen Sereth.

Die Wahrheit ans dem Marsche.

Wie», 21. Okt, (W. B. Nichtamtlich,> Die Reichspost meldet aus Bukarest: Das Journal des Balcans, das sonst aus­schließlich die Interessen des Dreiverbandes vertritt, stellt fest, datz die Lage der russischen Armeen einigermatzen zweifel­haft sei, ES sei wahr, das; die Russen Unglirn verlaffen und sich auf die HaupUnacht ihrer Armee zurück,stehen mutzten. Ebenso sei wahr, datz ihre Truppen die Stellung zwischen Przemnsl und Krakau verlaffen und sich ans den San zurückziehen mußten. Die Rüsten hätten angekündigt, daß sie einige Zeit hindurch Still­schweigen über die Bewegungen ihrer Truppe» beobachten werden, Tie Deutschen und Oesterreicher haben dagegen Siege und de» Marsch gcgcp Jwangorod und Warschau angekiindigt. Es scheine, datz die Tclmirmnmc der Deutschen und Oesterreicher die Wahrheit ausdriickten.

Japans Raubzug in der Südsee.

London, 21. Okt. (33. B. Nichtamtlich.) Das Reuterschc Bureau meldet aus Tokio vom 20. Oktober: Das Marine miiiisterinm gibt bekannt, daß die M a r s ch a l l -, M a r i - a n e n - und K a r o l i n e n - I n s e l n ausmilitari- s ch e n" Gründen besetzt worden sind.

wie ehrenhaste, kräftige und gesunde Leute sein. Einstellung kann, »ui erfolgen, wenn eine militärische Einberufung in absehbarer) Zeit nicht zu erwarten steht.

Sämtliche in, Besitz befindlichen Papiere sind mitzubringen. Reisevergütnng kann nicht gewährt werden,

Artilleriewerkstatt Lippstadt,

Vereinskakender.

Samstag, 24. Oktober,

Wetzlar, Wah lv crci », Abends st-9 Uhr Versammlung bei Schreier. GesangvereinHoffnung". Tiese Woche keine Zusammenkunft,

Sonntag, 2 5. Oktober,

Gicften, Fabrikarbeiter-Verband, Nachmittags 3 Uhr Versammlung im Gcwcrkschaftshans, Alle Mitglieder er­scheinen!

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gießener Fleisch- und Brotpreise am 14, Oktober 1914

Schkachtviehpteisc in Fra nkfnrt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber

Schweine

50kg Schlachtgewicht 95100 50 !f. '/, . 105-110 Mk '/. . . 78-80 .

kg 86-96 Pfg. , 100 '/- . 7096

Getreidepreise in Mannheim,

Brotpreise in Gießen

Weizen

Roggen

100 kg 28.50 29.25 Mk. . 24.50 25.25

W-itzbrot 2 kg 68 Pfg Schwarzbrot 2 60

Berantwortli^er Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm & Cie,, Gießen,

Truck: Verlag Ofsenbacher Abendblatt, G, m, b, H Osfenbach a, M.

Nachruf.

Auf dem Felde der Ehre starb am 22. August den Heldentod fürs Vaterland

Heinrich Baiser

aus Reiskirchen im Alter von 25 Jahren.

Wir verlieren in ihm einen treuen Genossen und Sangesbruder und werden ihm stets ein ehrendes An­denken bewahren

Der Arbeiterverein Reiskirchen.

Achtung! Achtung!

Bekanntmachung.

Tie Artillcricwcrkstatt Lippstadt sucht zum sofortigen Eintritt Sa t t I e r, welche schon ans Militär-Ausrüstungsstücke gearbeitet haben,

Bewerber missten di« deutsche Rcichsangehilrigkeit besitzen, so-

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Deutscher Bauarbeiteroerband

Zseipercii Giesse«-Wetzlar

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Für die kältere Jahreszeit

bringe den

Wir erfüllen hiermit die traurige Pflicht unseren Mit­gliedern Kenntnis zu geben, dass bisher folgende Verbands­mitglieder den Tod auf dem Schlachtfeld fanden:

Maurer Heinrich Baiser, Beiskirclien hei Giessen Maurer Philipp Buchtaleck, Grossbuseck

Er war einer unserer besten u. gewissenhaftesten Kassierer

Maurer Friedlich Feiling, Atzbach Maurer Wilhelm Hildebrand, Heuchelheim Maurer Heinrich Koch, Waldgirmes Maurer Peter Müller, Sehwalbach Maurer Karl Schieferstein, Krofdorf

Er ist stets und freudig dem Ruf des Verbandes gefolgt, wenn es galt die Interessen der Bauarbeiter zu vertreten,

Maurer Georg Sehepp, Lindenstruth

Kassierer der Zahlstelle seit Gründung derselben.

Maurer Wilhelm Schütz

Einganii der Neuheiten g

in

Paletots, Ulster, Bozener Mäntel, Capes, Joppen 0 Buckskinhosen u. praktisch. Knabenbekleidung Q

in emptehlende Erinnerung. |"jj^

Militärpflichtige

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tf , rsthri, Pelz-Unterhosen p Unter-Jacken, Walk-Jacken, gestrickte Herren- LJ

El

Maurer Wilhelm Zickel, Niederwetz

Einer unserer besten Agitatoren, den auch Maßregel­ungen der Unternehmer nicht in seinem mutigen Streben beirren konnten.

^ Westen, Hosenträger, Taschentücher etc. bd

Die Gefallenen haben in Friedenszeiten bewiesen, dass von ihnen die Allgemeininteressen der Bauarbeiter höher bewertet wurden als Sonderinteressen. Dadurch haben sie sich in Kollegenkreisen ein dauerndes Andenken gesichert.

Indqm wir im Sinne der Gefallenen weiter schatten, beweisen wir, dass wir ihr Andenken dauernd in Ehren halten.

Der Zweigvereinsvorstand

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Seinen bei der Verteidigung des Vater­landes erhaltenen Verletzungen erlag im | l.azarett in Frankreich unser Mitglied

Heinrich Geissler

Reservist bei dem Reserve-Infanterie-Regiment Nr. 116.

Wir verlieren in demselben ein ruhiges und braves I Mitglied, dem wir stets ein ehrendes Andenken bewahren. | Staufenberg, den 17. Oktober 1914.

Der stellvertretende Vorstand. I

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gegeiiüker Miseren Feinden.

Im Besten von Hinterbliebenen der im Felde gelallener. Giessener.

Eintrittskarte« eine zu 30 Pfg., zehn zu Mk. 2.30

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sind

und abends an der Kaste zu haben.

KheiiinatisiiiuM - Gicht Iscliias

Aut vielseitiges Verlangen will ich nun tiir obige Leiden Kat 1 Mil«rioiloii. Vnoli liipincnJoiähritren Erfahrnn.o-pn

and Hilfe erteilen. Nach meinen 2öjäbrigen Erfahrungen habe ich nnerkannterniHssen genügende Kenntnisse hierfür gesammelt. Kanter gute Kr folge.

Zu sprechen: Morgens 911 und mittags 35 Uhr.

Christian Petri. Moltkestrasse 7.

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Giessen.

Unseren Mitgliedern zur Kenntnis, das; bis auf weiteres Xus«* imtl Antlirazil - Kohlen

nur tu Mengen von 25 Zentner geliefert werde» können. Der Vorstand.

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