Ausgabe 
22.10.1914
 
Einzelbild herunterladen

Man sieht genau, auf welchen Punkt sich die Frage zu- spitzt. Hat Deutschland an Belgien ein Unrecht gutzu- niachen? Und gilt dievor aller Welt wiederholte" Erklärung, daß Deutschland die territoriale Integrität und Unab­hängigkeit Belgiens nicht antasten werde, unter allen Um­ständen oder gilt sie nur für den Fall, daß Belgien den deut­schen Durchmarsch gestattete und daß England neutral blieb? Von einem Staat, an dem man ein Unrecht gut zu machen hat und dessen territoriale Unversehrtheit und Unabhängigkeit man zu achten versprach, kann man füglich keine Gebietsteile annektieren. Tic Erklärung des Reichskanzlers steht den Ab­sichten der Alldeutschen hindernd im Wege. Darum ihr großer Zorn gegen sie.

Das Zas-lungsverbst gegen Frankreich.

Berlin, 20. Okt. lW. B.) Nach einer im Reichsgcsetzblatt veröffentlichten Verordnung des Stellvertreters des Reichs­kanzlers werden die Vorschriften der Verordnung betreffend das Zahlungsverbot gegen England im Wege der Vergeltung auch auf Frankreich und die französischen Kolonien und ans- tvärtigcn Bcsitzmigen für anwendbar erklärt.

Die schweizerische» Parlame»twal»le».

Am 25. Oktober finden die.Parlamcntswahlen in der Schweiz statt, zu einem Zeitpunkte, da nahezu die Hälfte der Aktiobürger im Felde steht. Zwar ist de» Truppen trotz der technischen Schwie­rigkeiten die Teilnahme am Wahlgeschäft und die Wahlsichcrheit garantiert, aber naturgemäß leidet die Agitationskraft. Deswegen habe» die Parteien aller Landcstcilc eine» Kompromiß beschlossen und sich gegenseitig den jetzigen Besitzstand zugcsichert. Die sozial­demokratische Fraktion verbleibt also in ihrer jetzigen Stärke. I» den Kantonen jedoch, in denen durch Tod oder durch Rücktritt Vakanzen entstanden sind, sind Wahlkämpfe unvermeidlich. Für die Sozialdemokratie kommen da nur die Kantone Basclland und Thurgau in Betracht.

Bo» der schwedischen Küste.

W. U. Stockholm, 20. Okt. (Nichtamtlich.) Es wird be­kannt gegeben, das; die Leuchtfeuer, Feuerschiffe und Leucht­boje» an der westlichen und südlichen Küste Schwedens vor­läufig auszulöschen sind, ausgenommen die Leuchtfeuer von Helsingborg und Malmö, die Leuchtbojen bei der Einfahrt nach Malmö, das Trelleborger Feuerschiff und das Leucht­feuer und die Leuchtbojen bei der Einfahrt nach Trcllcborg.

Die Tentsche» i» Japan.

Wie dem Deutschen Kurier aus Zürich berichtet wirb, erklärte die japanische Regierung dem amerikanischen Botschafter, daß die in Japan ivcilendcn Deutsche» japanische» Schub genießen sollten, wenn Deutschland die von ihm fcstgehaltcncn japanischen Studen­ten frei lasic. 24 deutsche Lehrer, die a» japanischen Negierungs­schulen tätig waren, seien frcigclasscn und in die Heimat abgpereist. Der deutsche Zcitnngsheransgebcr Ostwald sei nur aus admini­strative» Gründe,, nach Schanghai gebracht worden.

Kämpfe an der persische»! Grenze.

Konstantinopcl, 20. Lkt. Der Tan!» meldet aus Wa», daß die Nusien an der Grenze den Kurdcnstamm Kardar in Soma! au- grissen. Sie belagerten Go»i und beschaffen cs durch Artillerie. In den Dörfern der Umgebung von Goni griss die Russen die Be­völkerung mit Bajonette» au. Auch bei Tarkkevar und anderen Orten sandc» heftige Gefechte statt. Die Russen erlitte» eine große Niederlage. In Knmoge verhastetcn die Ruffcn eine» kurdischen Nomadcnfllhrer, was »nlcr der Bevölke­rung große Erregung hervorries. Erhebliche Unruhen »nd ein Umsichgreifen des Ausstanbcs wird die Folge sein.

Deutsches Gold in die Türkei?

London, 20. Okt. (Ctr. Bln.) Der Korrespondent der Limes in Athen meldet seinem Blatte, die Deutschen hätten init Ersolg eine Million Gold nach Konstantinopel befördern können.

Cinbcrllfltltg griechischer Reservisten?

Bukarest, 21. Okt. Wie mehrere hiesige Blätter berichten, sind in Calafat in den letzten Tagen zahlreiche griechische Re­servisten cingctroffen, die telegraphisch zu ihren Truppen­körpern einberufen worden waren. Riissischc Dampfer be­förderten die griechischen Reservisten von Calafat nach Ra- dilkcwatz, von wo sie sich über Nisch nach Saloniki begeben werden.

Staatliche Notstandsarbciten.

Zu den Aufgaben des an, Donnerstag zusammentretendcn Landtags gehört auch die Beratung der Noiverordiinng, beircssend ein vereinfachtes Entcignungsvcrfahren znr Beschaffung von Ar­beitsgelegenheit und zur Beschäftigung vvn Kriegsgefangenen. Ein Erlaß des SiaatSniinisicriums bezeichnet die Arbeiten, für die das

Afra ja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 02

Jetzt sah cs hier oben anders ans wie damals, wo er zu­erst, durch Sumpf und Eis watend, die Beschwerden dieser bahnlosen Wildnis kennen lernte. Halme, Moose und grüne Plätzchen gab es nun hier genug; Birkcngestrüpp und Brom- beerrankcn wucherten an geschützten Orten, und die überall zu findende, wohltätige Moltebecre warf einen scharlachroten Schimmer über die ganze, weite Hochebene, auf welcher der Sumpf so ziemlich ausgctrocknct war.

Von den höchsten Stellen blickte er auf die beiden Meercs- armc in Buchten und Schluchten nieder, wo der Omnisjok und'andere Gcbirgswasser tobend ihre Bahn gebrochen hatten. Durch nianchcs Geklüft »nd manches steile Ufer hinab und hinauf mußte ihn das Pferd tragen, über unabsehbare Moos- teppicbe, durch Einöden, in denen sich kaum ein paar dürftige Flechten um gebröckelte Gesteine klammerten; dann und wann aber stiegen in der Ferne Rauchsäulen aus. Es war ihm wie Glockcngcklingel, das der Wind herbeiführtc, und in mehreren der tiefen Einschnitte, welche mit Gestrüpp be­wachsen zum Seeufer niedersenkten, glaubte er einen Wald zackiger Geweihe zu erkennen. Sicher wunderten dort Lappen mit ihren Herden und führten in seiner Nähe ihr nomadi­sierendes Hirten- ijnd Sommerlcbcn, ohne daß er ihre Gammen sehen konnte.

Und war cs denn ein Unglück, in dieser schrankenlosen Freiheit zu leben, ein Sohn dieser unekmeßlichen Wüste- zu sein? Die Luft war so frisch unb rein, die Sonne so funkelnd warm, ^.uellcn rauschten an Felsen hin, die dicht mit blauen und roten Alpenblumen und Lustigen Kräutern bestickt

vereinfachte Eiiteignungsvcrfahren zunächst Anwendung finden soll. Es kommen in Betracht:

A. Eifrnbahiiverwaltung. 1. Die ErgLiizungsbauien sowie Erweiterungennd Umgcstaliuiigen für bestehende Cisenbahn- aniagcn, Stationen. Rangicraniagen. Gebäude, Werkstätten und dergleichen, siir welche die Geldmittel durch den Etat der Siaats- eisenbahnvcrwaltnng unter Kap. 23, Tit. 8 der dauernden Aus­gaben oder bei Kap. 9 der einmaligen »nd außcrordcniiichen Aus­gaben bcrciigcstellt sind, sowie 2. die Eisenbahnbauicn, siir weiche Geldmittel durch besondere Eiscnbahnaiiicihcgcscvc bewilligt sind (Bau neuer Eijcnbahne», Herstellung von zweiten und weiteren Gleisen, sowie sonstige Banaussührungen zur Bervollstänbigniig des Staatsciscnbahnnetzes).

0. Waffcrbanverwaltung. 1. Ausbau der Oder auf der Strecke von Kobian bis Annabcrg. 2. Beseitigung der Auf­landungen auf den Bnhiic» »>id Userräiidcrn der Oder im Be­reichender Odcrsirombauvcrwalinng. 3. Herstellung des »cberlaus- uiid Staupolders Pcisierwitz-Jelisch. 4. Eincbniingsarbcite» der Vorländer der Oder aus der Strecke von Kilometer 530 bis 542 iSchidlowj. 5. Bauten zur Ausführung de» Gesetzes, betreffend die Bcrbesicrung der Odcrwafferstraße unicrhaib Breslau vom 3». Juni 1913. 8. Ausbau des Plauer Kanals. 7. Hochwasser- regulicrnngsarbcitci, an der Elbe. 8. Herstellung des Lippe- Sciicnkanals auf den Strecken Wesel-Datteln und Hamm-Lippstadi.

C. Landwirtschaftliche Verwaltung. 1. Die Entwässerung des lichter Moores, Regierungsbezirk Hannover. 2. Melioration des Hahnenmoorcs. 3. Regulierung der neue» Aue und des Adam- grabcns. 4. Entwässerung des Ostenholzer Moores.

Ein Kaufmann Zivil-Gonvcrncnr vor» Antwerpen!

Der Senator und Großkaufniann Justus Strandes in Hamburg ist zum Zivilgouverncur von Antwerpen ernannt worden. Herr Strandes war früher Mitglied des kolonialen Beirats bei der Kolonialverwaltung in Berlin.

EinSieg der deutschen Sozialversicherung".

Landesrat Dr. Schmittmann-Dllsseldorf sucht in einem längeren Artikel in der Köln. Volkstg.:Der Krieg ein Sieg der deutschen Sozialversicherung", nachzuweiscn, daß die deutsche Arbcitcrvcrsichernng eine Kriegsvorbcrcitung im größten Maßstabe gewesen sei. Sic erhielt, so schreibt er, zahlreiche Kräfte, die sonst einem vorzeitigen Siechtum an- hcimgefallcn wären; sic verhinderte, daß die Jndustrieali- sierung Deutschlands eine Verelendung der Volksinasscn im Gefolge hatte. Tie Opfer, die die Industrie für die Ar- bciterversichcriing gebracht habe, machten sich jetzt glänzend bezahlt, indem sie ein Bollwerk gegen die drohende Ver- nichtung der Industrie schufen. Einverstanden kann inan mit den Nutzanwendungen sein, die Schmittmann aus allem zieht:

Was nützt »ns der glänzendste Wasfensicg, wenn da­nach dein deutschen Volke die Kinder fehlen, die in die Fnßtapfcn unserer Helden treten, um das durch sic Er­rungene ausznbaucn. Also Mutterschutz, Säuglings­pflege, Kinderfürsorgc in erhöhtem Umfange, das ist die soziale Frage der nächsten Zukunft. Und die Sozialver­sicherung ist die berufene Trägerin dieser Aufgabe. Schon sind die Grundlagen gelegt, aber nach glücklicher Be­endigung des Krieges wird wohl eine Ausgestaltung der hier vorgesehenen Maßnahmen nicht zu umgehen sein. Menschcnökonoinic tut zins nach dem inenschcnniordendcn Krieg not!"

Man wird abwarten müssen, ob nach dem Kriege der­artige Erwägungen die starken Widerstünde gegen die So­zialversicherung brechen.

Droelstra in Berlin.

Wie Het Volk, das Zentraiorgan der holländischen Partei, mii- tcilt, ist Gen. Troclsira nach Berlin acreist. um mit de» lcitenden Parieikreisen weaen des Krieges Rücksprache zu nehmen. Von hier ivird er sich noch zum gleichen Zwecke nach Stockholm ivciiden und dort auch an dem Koiiarestc der schwedischen Partei teil »chmcii. Daraufhin beabsichtigt Troelsira, auch mit den Schweizer Genostc» persönliche Fühlung zu nehmen und deren Kongreß in Bern beizn- wohncn. Zugleich wird er überall wegen der Verlegung des Internationalen Sozialistischen Bureaus, das zur Zeit nicht funkiioiiicrt, verhandeln. Wahrscheinlich durfte er in der letzteren Angelegenheit auch noch nach England reisen.

Fünf Briivcr gefalle».

Berlin, 29. Okt. In den erste» Woche» des Krieges wurde eine Todesanzeige bekannt, daß kurz hintereinander drei Brüder v. König, alles Offiziere, gefallen sind. Ein vierter Bruder zeigte den Tod an. Bald ivar auch dieser gefalle», und heute zeigt die Witwe des letzten, fünften Bruders, der Hauptmann der Reserve gewesen ist, an, das; er seinen voransgegangcucn Bruder» ge­folgt ist.

waren. Tie Plagen der Menschen, die sich gesittet und ge­bildet nennen, reichten nicht hier hinauf, wo man nichts be­darf, um z» leben, als Milch »nd Fleisch des Rennticrs, eine Büchse zum Jagen, ein Netz zum Fischen, sechs Stangen und ein grobes Linnentnch, um sein Hans zu bauen. Träume­risch ließ der Reisende sein Pferd, wie cs wollte, weitcrgehen und dachte an Gula, die in irgend einem tief versteckten Tale wohnte, wo Anemonen und Königskerzen blühen, wo ein schäumiger Bach durch die Enzianbüschel rauscht und wo sie an einem prächtigen Wasserfalle sitzen und an ihn sich erinnern mochte.

Bei dieser Vorstellung sah er unruhig umher, es kam ihm vor, als höre er seinen Namen ruftzn. Aber cs war nichts als Einbildung. Ein Schneehuhn, das der Sommer braun gefärbt hatte, flog mit seinem klagenden Schrei durch das Birkcngestrüpp, und lveit in der Ferne stand ans einer Felsen- spitze, die aus nacktem Geröll insclartig aufragtc, eine regungslose Gestalt auf einen langen Stab gestützt.

Ob es ein Stein oder ein Mensch war, ließ sich nicht unterscheiden. Vielleicht war es Afraja selbst, aber der ein- saine Wanderer hatte keine Lust, eine nähere Untersuchung anzustellen. Wenn er in seinen romantischen Träumereien dieses Hirtcnleben gepriesen hatte, so belehrte ihn die Wirklich­keit, daß es doch gar mancherlei Unannehmlichkeiten habe, die ein Kulturnicnsch schwer ertragen könne. Schwärme und Wolken von kaum sichtbaren Schnaken iznd Gnitzen samt Stechfliegen der verschiedensten Art, darunter die große Renn- tierflicge, deren Stich die empfindlichsten Schmerzen der- ursacht, sammelten sich um sein Pferde, und hier konnte er die Wahrheit der Erzählungen erproben, die er öfter schon über diese Plage gehört hatte. Menschen und Tiere haben zur Sommerzeit auf diesen Hochfjeldern fast unerträgliche Pein

Eine Schickjalsschlacht.

Kämpfe nur Meer.

Die Deutsche»! rücke»! weiter vor!

Mailand, 21. Lkt. Tic Stampa vcrösfcntlicht Mittest, uiigen ans dem nordöstlichen Frankreich, welche besagen, i>a> das Geschick Frankreichs, Belgiens, Englands und Tcnjjchi lands von dem Ausgang der größten Schlacht der Welt »b. j hängt, die jetzt im Rordwcsten Frankreichs geschlagen hii«, jf Während die Verwundeten von der Front wcggcbracht ui», 1 den, findet hinter den Fcuerlinien ein immerwährender A,-. tausch mit frischen Truppen statt. Es ist unmöglich, die Mtz, schcumassen abzuschätzcn, die ans beiden Seiten kätzips,^ jedenfalls in enormer Zahl.

Kopenhagen, 21. Okt. Ter Korrespondent der TimeSij, Nordfrankreich drahtet: In der Gegend von Litzse ist ein« heftige Schlacht in der Entwicklung. Die Bt

d c u t u n g der Ereignisse in Nordfrankreich und in Beigst kann kaum hoch genug angeschlagen werdet Unsere Streitkräfte erhielten eine Ausgabe und eine Stellun zugctcilt, denen nach allen einleitenden Kämpfen zu urteilt, ein günstiges Ergebnis beschiedcn sein muß. Wie gewalt, die Känipfe sind, ersieht man am besten ans der großen Ar zahl der Verwundeten, die in verschiedenen Hospitälern ist Nordfrankreich ankommcn.

Der Kampf am Meer

Bei Dünkirchen wird geivaftiger Ka»oi«e»dmm«r seit geflit: morgen gehört. Wie verlautet, solle» auch Torpedoboote un! .Kanonenboote verwendet werden. Der Korrespondent des Doll, Chroniclc meldet, die Deutschen würden ivahrscheinftch den Versvc machen, bei Dünkirchen dnrchzubrcchen, um in den Besitz d> französischen Küste von Calais bis Bonlogne zu gelangen. Ae, einem Torf bei ?>pern in Automobil«, «getroffene holländsttz Herren erzählen dem Nicnwe Rotierdomsche Courant zusoige, fc: in der Nähe von Apcrn sch,ver gekämpft iverde. Französisch« uu englische Truppen stehen dort" den Toni sehen gegenüber. Sit mehreren Orten der Umgegend sind Verstärk»«,gen «rigelrosftn.

Fortschritte im Westen.

Wie die holländischen Blätter melden, haben die Tein schen die Vorstöße der Verbündeten bei Arras und Rohe c r s o I g r e i ch a b g c w i c s e n. Desgleichen schreitet dc deutsche Vormarsch bei D i x m n i d e n trotz der Mitwirknm der britischen Schisssgeschützc, die von der Sccseitc her eie greisen, unaufhaltsam fort.

Wie die Blätter weiter melden, dauern westlich »nd siid westlich von Lille die Besetzungen weiterer Ortschastu durch die vorrückenden Deutsche fort. Tie sranzösist Heeresleitung hat die holländischen Kriegsberichterstatte ausnahmslos aus der Front der kämpfriiden Truppen ent fernen lassen.

tzi-l

Jfä (1 ft (U

Hl*

fjWti

l«t«

»O

Gcjlii Ter i

tziob schlast Trup Linie «rjer eine (

11

unä

ginifü

Tem

r-m

?»gc

Tcutfc

K

Tiat bl

fonfl i ju m

ri.

liste gegeni Mge Naiioi soweit Cchlad geheilt in M Iviltm heftet

Schlechtes Wetter.

Ter Kriegs-korrespondent des Tailp Chronic!« berichtet iiix die Kämpfe in Nordfranlkrcich: Tic Operationen a» der Nordjro« würden durch die anhaftenden Regengüsse der letzten Tage ich bccinirächiigt. An einzelnen Stellen glichen die Laudjtiazft zwischen den kämpsendcn Arnrec» wüsten Mvvaststrccke», in dem Mannschaften und Pferde stecken blieben.

Oesilicher Tagesbericht.

Wien, 21. Okt. Amtlich wird verlautbart: Die Schlch in Mittclgalizicn hat namentlich nördlich des Stritt,« sinsses noch an Heftigkeit zugcnommcn und der Angriff p wann stetig Raum nach Osten. Um einzelne der wichiigst» , Höhen wurde von beiden Seiten mit äußerster Erbitten»! U gekämpft. Tic Versuche des Feindes, die Magicra zu übn " schreiten, scheiterten. Dagegen eroberten unsere Truppen di> vielnmstrittene Baumhöhe nordöstlich von Ttzszkowizc. lich der Magicra wurden die Russen aus mehreren Ortschaft» geworfen. In diesen Kämpfen wurden wieder viele Russ», darunter ein General, gefangen genommen. Auch Maschine« gcwchrc wurden erbeutet. Die Gefangenen berichten von da . furchtbaren Wirkung unseres Artilleriefeuers. Südlich da t Striwiazslusscs, wo »nscre Front über Stary-Sambor va j läuft, steht die Schlacht. Tic Linie ^tryj-Körösmczö-Serlß M wurde von unseren Truppen in Besitz genommen.

Ucbcr die Ereignisse wird dem Armeeoberkommando il- Ä richtet:

von den unzähligen Mücken und Fliegen zu erdulden. Jh«i I wegen füllt der Lappe seine Gamme mit dichtem Rauch, »» » die Quälgeister abznhaltcn, ihretwegen auch treibt das Ren« I tier seinen Herrn zur Seeküste und an die kühlen Fjordarm > hinab, wo die kleinen, gefräßigen Feinde von den Wind I strömungen fortgcwcht werden.

Der Reisende war endlich froh, als er die gelben Räude I des Fjcldes erreicht hatte und der Lyngenfjord zu ihm hina»! blitzte. Ta lag das blaue Meeresbecken wie ein schmale Spalt tief unter ihm, und in der Felsenbucht erkannte e Helgcstads rotes Hans, das ans dem Grün der Birken hervos sah. Ein Gefühl heimatlicher Sehnsucht drang in die Beul des jungen Mannes. Der Balsfjord mit seinen liebliche» kleinen Tälern, dem Walde und dem rauschenden Stro«» war ohne Zweifel romantischer und fruchtbarer zu gleich^ Zeit; dennoch dünkte ihm alles hier viel schöner und freu««' licher. Er trieb sein Tier in die steil abfallende Schlucht, 4 nach einer halben Stunde war er unten und konnte fe' ne ® Hut mit einem lauten Hurra seinen Frezindinnen entgeh schwenken, als sein Tier aus den klippigcn Wänden sich 5" vorarbcitctc. Tenn an dem Tische, der mitten auf dem platze vor dem Gaard stand, saßen Jlda und Hanna, und kaM hatten sie ihn erblickt, als beide nach ihrer Weise ihn bel»'^' kommneten.

Hanna eilte ihm entgegen und rief ihm frohe Worte ä Jida legte das Linnentnch fort, an welchem sie nähte, Un­tat keinen Schritt, doch als der lang entbehrte Gast vor >» stand und ihr die Hand reichte, überwältigte sie die Der Ernst wich von ihren Lippen, und ihre Augen h>^° ihn mit solcher Innigkeit willkommen, daß er entzückt hin^' schaute.

(Fortsetzung folgt.)

kl

slvijchc einem «in di

«Nil, \ Gelt Mt mchw Wer i

Sri ff«! $' Wtltil *«ii|!r Wl«j(

J*

«kr

II

A,

Ft«

1r e

281 26.7, 23.51

bcuj,

ueirj

®Qti

f^rinc

"dr/ ß «onn j

v 38 -

t'i'tto