Ausgabe 
19.10.1914
 
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wen im5 fldnjlifli unbegründet. Viel eher würden uns Be­sorgnisse berechtigt erscheinen, wenn sich die maßgebenden Stellen von den sortgcsetzten Aufrufen zur kriegerischen Un­erbittlichkeit, die von der alldeutschen Presse ausgehcn, beein­flussen ließen. Darum ist es notwendig, immer wieder a u s z u s p r c ch e n , daß die alldeutsche Presse doch nur einen recht kleinen Teil der öffentlichen Meinung vertritt, und daß alle Maßnahmen, die geeignet sind, das harte LoS der Belgier zu erleichtern, aus volles Vcrständ- n i s in den Massen des deutschen Volkes rechnen können.

Bulgarien gegen Serbien.

Sosia, 18. Cft. (Ktr. Sin.) Tic sorlgesetzt ei,Kaufenden Nachrichten über uncrljörtc Grcucltatc» serbischer Taldairn an Bulgaren in Mazedonien erregen hier die größte Erbitterung. Tie Stimmen der Nationalisten wird immer dringlicher, die Regierung möge doch zur Bcsrciung der mazedonischen Stammesbrüder eine Aktion nntcrnchmc» und in Mazedonien einriiitcn. Tie nalio- nalistijche Kambana sordcrt neuerdings die Regierung aus, ihre schwankende Haltung auszugebcn und die Mazedonier zu bcsrcic:!. Es wäre die größte Verirrung anzunchmen, daß Rußland jemals der Bereinigung aller Bulgaren zustiinmen werde. Mazedonien mühte mit Wasfcngcwalt erobert werden. Sobald Rußland, dieser Beschützer der serbischen und griechische» Henker in den Ebene» Polens zerschmettert sein wird, wird auch das Schicksal aller, untcr dem unerträglick^n russlschen Joch jeuszcndcn Bölkerschaste,, ent­scheide». Tas ist das Schicksal der Mazedonier. Tann wird Ru­mänien Bessarabien besehen und siir Bulgare» der Weg nach Maze­donien srcigcmncht werden. Bulgarische Blätter verössentlichcn Berichte über einen entscheidende» Sieg, den die nnjst,indischen bulgarischen Mazedonier bei Köprül» gegen serbische Truppen und serbische Komitatschis errungen haben solle». An diesen Kämpfen sei der serbische Bandcnchcs Awa» Bavunski, der Präsident der Rarodna Obrana für Mazedonien, gefasten.

Schlechte Behandlung der ^jivilgcfangenen ans Deutschland und Oesterreich-Ungar» in Frankreich.

Ueber die Lage und Behandlung deutscher und österrcichisch- ungarisch,r Jivilgcsa-ngener in Araukrcich gibt der Popolo Ro­mano einen Bericht einer kürzlich in Rom einigetroffencn Dam«, vsfenbar einer Teutsck-cu oder Lestcrrcichcrin, die durch ihre Heitat die italienische SlaatSangehörigkoit besitzt und die deshalb nach der Gefangenschaft von einem Monat von den Franzosen srcige- lasten werden muhte. Die Tame iibcrbringt die Beschwerde von 500 Gefangene», die in miilievoller Reise durch Südfrankrcich nach Big non im Departement Gard, gobvaelst worden sind. Dort sei mir denen, die Geld hatten, gestattet worden, auf eigene Kosten zu wohnen und sich zu verpflegen. Tie große Masse sei in einer Spinnerei eingeschiosscu. wo sic ohne Decken, die Frauen und Kinder, darunter Säuglinge, aus Stroh schliefen. Ähre Nahrung sei: zweimal täglich Kartosscisuppe und ein Stück Kleienbrot. Ver­suche der Männer, durch Arbeit ihr Los zu bessern, seien fruchtlos, da für ein« Arbeit von vierzehn Stunden täglich 25 Centimes be­zahlt würden. Einige zwanzig Männer, die auf Vorschlag der Be­hörde» für einen Unternehmer an, Straßenbau arbeiteten, erhielten nach einem Monat nichts, weil der Unternehmer geflohen sei. Tie Dame ruft die Bcrmittluug der neutralen Länder zum Schutz der Personen an, die größtenteils wogen ihres Alters zum Militär­dienst untauglich seien.

Der Popolo Romano fügt hinzu: Wir geben diesen Bericht nicht, um jemanden anzukiagcn, sonder» in der Uebcrzengung, daß die geschilderte Lage der Gefangenen den Absichten der französischen Negierung nicht entsprechen könne. Das Blatt ruft den srauzösi- schcn Botschafter Barrcre in Rom an, damit er seiner Regierung den Fall berichtet.

Wie», 10. Okt. (Etr. Frist.) Laut Mitteilungen des sran- zösischen Gesandten in Bern au die dortige amcnkanische Gesandt­schaft hat die französische Negierung sich bereit erklärt, die in Frankreich zurückgehaltenen österreichischen und un- gorischeii Staatsangehörigen weiblichen Ge­schlechtes unverzüglichach der Schzveiz zu senden. Tie österreichisch-nngarische Regierung hat sich infolgedessen an die schweizerische BuudeSregicrmig mit dem Ersuchen gewendet, das Er­forderliche vvrzukehrcn, damit das Berner Bureau fürHeimschafsung internierter Zivilpersonen seine Mitwirkung bei der Durchführung und Repatriierung österreichischer und ungarischer Franc» und Mädchen unterlasse.

Kein Austausch von Gefauqeuen.

Kürzlich berichteten Pariser Blätter, ein Gefangenen­austausch zwischen Deutschland und Frankreich stehe bevor. Dem Bcrl. Lok.-Anz. wird hierzu von unterrichteter Seite mitgeteilt, daß es sich hierbei nur um einen Austausch von Nichtkämpfern handelt. lieber eine gegenseitige Auslieferung von militärischen Kriegsgefangenen sei dagegen die deutsche Regierung weder mit Frankreich noch mit irgend einem an- bereu feindlichen Staate in Verhandlungen cingctrcten.

Der österreichische Landsturm.

Wie», 16. Okt. Um den noch immer sich mehrenden An-

Afra ja.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 80

. So", erzählte Olaf weiter,sprach dieser langhaarige Schuft und sah dabei mit solchen, abscheulichen Lachen mich und meinen Hut an, daß ich wohl wußte, was er meinte. Den ganzen Abend über trieb er Spott mit mir, und wie cs kam, daß ich am Morgen nicht mit abgcschnittener Gurgel auf­wachte, weiß ich noch heute nicht. Ich lag jedoch fest cinge- schlafen zwischen Hunden und Menschen in der Wamme, und als ich, von einem Schütteln geweckt, aussprang, stand das grinsende Geschöpf vor mir mit einem Topfe warmer Renn- tiermilch, Brotkuchcn eingcbrockt, was beides ganz vortrefflich schmeckte. Tann wies er mir den nächsten Weg durch Busch und Felsen, zeigte mir, wie ich dein Stromlauf folgen müßte, und tat cS niit solcher Würde, wie ein Asse, der rote Hosen angezogcn hat.

Leb wohl, Olaf Vcigand, rief er mir endlich nach, und denke immer an den Riesen Julpus und an den Zwerg Bugo.

Ich hätte ihm gern ein Andenken zurückgelassen", schloß Olaf seine Geschichte,aber wußte ich, wer von den Strauch­dieben etwa hinter den Steinen hockte? Wenn aber jemals das schwarze Tier in meine Hände gerät, wenn ich ihn je wieder treffe, soll er mir alles richtig bezahlen."

Marstrand hörte lächelnd zu; er sah wohl ein, daß Mo«- tuno ein arges Vcrgeltungsrccht geübt und den stolzen Nord­länder empfindlich gcdeniütigt hatte. Er suchte ihn zu be­gütigen und führte ihn dann in dem Gaard umher zu den ver- schicdenen Arbeitern und bis in den Wald hinaus zu den Baufällcrn und Mühlenbauern. Je mehr Olaf jedoch sah und hörte, um so weniger zeigte er sich befriedigt, und endlich konnte er seinen Tadel und seine Besorgnisse nicht zurllck- halten.

sprüchcn an die Wehrmacht entsprechen zu können und um cincu möglichst großen Bestand von Wehrfähigen zu schaffen, wird nunmehr die Musterung des Landsturmes ersten Auf­gebots in Aussicht genommen, die ergeben soll, ob die Be­treffenden derzeit wehrfähig, d. h. zum Landsturmdienst mit Waffe geeignet erscheinen. T:c Musterung wird sich also mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich aus die in den Jahren 18781890 geborenen Landsturmpslichtigen erstrecken, die bei der Stellung oder Ueberprüfung als waffenfähig bcfun- den oder im Wege der Nachprüfung aus dem gemeinsamen Heere der Landwehr oder der Gendarmerie ausgeschieden worden sind.

Tic Furcht vor den dcntscheu Unterseebooten.

Die Vernichtung derPallada" durch ein deutsches Untersee­boot beunruhigt fortgesetzt die englischen Marinekreise. Durch Petersburger Bericht ist sestgestellt, daß das deutsche Unterseeboot den Angriff aus großer Entfernung '.nilcrnommcn habe und mindestens drei Tage an der russischen Küste kreuzte, ohne von den russischen Wachtschifsen entdeckt zu werden. Es steht mithin fest, daß Untcrscebovtc von großer Wasserverdrängung Operationen ganz selbständig unternehmen können. Auch die Tatsache beun­ruhigt, daß die deutschen Unterseeboote mit einem einzigen Torpedo cin Schiss sofort zuni Sinke» bringen, während die von englischen Unterseebooten getroffenen Schisse erst nach längerer Zeit sanken, sodaß ein Teil der Mannschaft gerettet werden konnte.

Ter Umstand, daß der russische KreuzerPallada" von deut­schen Unterseebooten 80» englische Meilen von einem deutschen Hasen zum Sinken gebracht worden ist, hat, wie der Korrespondent der Mornjngpost aus Petersburg drahtet, die Auffassung hervor­gerufen, baß sich die Deutschen an einer bisher unbekannten Stelle der Ostsee eine Flottenbasis geschasst hätten, wodurch die Situation siir Schweden und Dänemark leicht ernst werden könnte. Die Kvpcnhagcncr National-Tidende weist diese Bcrmutung als völlig grundlos zurück und bebt hervor, daß der Aktionsradius der Unter­seeboote bis 4000 englische Meilen ausgedehnt werben könne, wenn genügender Vorrat von Brennöl an Bord sei. Ein Unterseeboot könne sich also bis 1500 englische Meilen von seinem Hafen ent­fernen.

Russisches.

Ein russischer Ministcrialcrlaß fordert die Gouverneure auf, die Ausweisung der Juden im Innern Ruß­lands vorübergehend c i n z n st e l l e n, aber strengstens da­für z» sorgen, daß keine neuen Juden hinzukommcn. Diele 'Gnade" ist dadurch herbeigeführt, daß Teile der Ansiedc- lungsbezirke vom Feinde besetzt sind.

Rajewski, der Redakteur der Sawjcty, wurde zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und die Zeitschrift für immer verboten.

Die russische Post gewährt den österreichisch- ungarischen, nicht aber den deutschen Kriegsge­fangenen Portofrei heit.

Die deutschen und österreichischen K r i c g s g e - f u n g e n c n sollen nach einer Rcgierungsentschlicßung beim Bau der A m u r b a h n verwendet werden.

Die Isolierung Deutschlands.

London, 18. Okt. Ein Artikel des Electrica» Jngencering zeigt, baß 11 Tclegraphenkabel, die Deutschland mit der Außenwelt ver­binden, teils durchschnitten, teils unbrauchbar gemacht wurde». Deutschland hat 5 Ilntcrscckabcl, die in Borkum landen: eins führt nach Brest, cin anderes nach Vigo, ein drittes nach Halifax, die übrigen zwei über die Azoren nach Newyork. Sic liefen sämtlich durch den englischen Kanal, sodaß sie leicht durchschnitten werden konnten. Deutschland und England verbinden sechs Kabel, die teils der deutschen, teils der britischen Negierung gehörten. Verbindungen westwärts von Holland, Dänemark und Schweden können nur durch Kabel geregelt werde», die in England und Frankreich landen, sodaß jede Nachricht zensiert werden kann. Fm Süden kan» Deutsch­land die Küsten Oesterreichs und Italiens erreichen. Aber auch dort können die Nachrichten nicht weiter, da die von Westen nach Osten führenden Kabel des Mittelländischen Meeres der Eastern Telegraph Company gehören und auf britischem Boden landen. Die Kabel von Italic» cvcntl. der Türkei gehen über Malta »nd Triest durch das Adriatische Meer. Sic gehöre» ebenfalls der Eastern Telegraph Compan». Eine Verbindung nach Afrika ist un­möglich, ohne eines der obigen Gesellschaften gehöriges Kabel zu benutzen. Schließlich ist Deutschland von der Verbindung mit China abgeschnittcn, da jene Linien durch Rußland oder Indien gehen.

Admiral Limpns in »«ijsischc» Diensten.

Konslantinopel, 18. Okt. (IV. B. Nichtamtlich.) Der TaSvir-l- Efklar bestätigt, daß der frühere Kommandant der türkischen Flotte, Admiral LimpuS, in der russische» Schwarzen Mccrslottc Dienste genommen hat. Die Nachricht macht i» tiirkischcn Kreisen eine» üblen Eindruck nd trägt lebhaft dazu bei, die V c r st i in m u n g gegen England zu verschärfen.

Es ist in Nordland zwar Sitte", sagte er,daß niemand eines Mannes Werke hcrabsctzt, sondern jeder in seiner Weise schaffen mag, wie cs ihm zusagt, aber weil ich dein Freund bin, Johann Marstrand, kann ich nicht schweigen, weil ich sehe, daß dein Weg in den Abgrund geht. Tu läßt dich auf Dinge cin, die du vielleicht beginnen könntest, wenn du alles andere wohl geordnet hättest, so wie du stehst aber, muß es dein Verderben sein. Deine Niederlassung ist groß, und allen: Anscheine »ach würdest du bald Vermögen erwerben, wenn du cs machtest, wie cs andere Männer tun. Tu hast Fische im Fjord, und hinaus bis zur Strönimcnbucht gehört dir das Meer, allein du hast keine Fischer. Wo sind deine Fisch- gerüstc, die jetzt voll hängen müßten? Wo ist dein Waren- Haus? Wo sind deine Pressen? Wie steht cs mit deinen Ein­richtungen im Hause und im Gaard? Alles ist vernach­lässigt, unfertig, keine Sorge getroffen, um aus den Winter gerüstet zu sein. Nirgends sehe ich die Spuren eines An­baues-, du verschwendest deine Vorräte, ernährst eine große Zahl Menschen, die, träge und nachlässig wie sie sind, so wenig wie niöglich und obencin ganz Unnützes tun. Die schönen kleinen Täler, wo fleißige Kolonisten wohnen könnten, liegen so wild, wie sie Ware»! elende Hütten sind hier aufgerichtet, statt feste Balkenhänscr für deine Gaardlcute. Alle deine Kräfte, dein Geld und deine Nahrungsmittel wirfst du hin, um einen Weg in diesem Walde zu schassen, dessen Bäume dich tot schlagen werden. Erst das Nächste, Freund Johann, dann was dir weiter liegt. Tu bauest dein Glück auf Säcken voll Wind, sie werden platzen, und wenn du deine Augen dann öffnest, wirst du in leeren Raum fassen."

Marstrand verteidigte sich, aber Olaf ließ sich nicht be- deuten.Ich kann den Mann nicht loben," sagte er,der in die Sonne sicht »nd dabei mit den Füßen über jeden Stein stolpert und fällt. Laß uns deine Vorräte untersuchen und den Ucberschlag machen, was du gebraucht hast und noch brauchen wirst."

Tie Schautttttgbahik in japanischen -Hände,

IV. 1>. Berlin. 16. Okt. (Nichtaintlich.) Nach Nachricht?

die der Scksantung-Eisenbahn-Gesellschaft zugckomincn ssi, ist die Schantnngbahn von den Japanern besetzt Word« Öffenbar vor der Besetzung sind eine große Aiizahl Lok niotivcn anscheinend durch die Herausnahme wichtiger Tei bctricbsunbranchbar gemacht worden. Sämtliche Bergwerk schachte sind untcr Wasser gesetzt. Tie Beamten und die g milien, crstcrc, soweit sic nicht zur Fabne cinbcrnfcn sind, b finden sich in einer Zahl von 106 Personen an einem nc traten Platze in Sicherheit. Wie ans der Depesche hervo geht, werden die Interessen der Gesellschaft von .Her, Charles Bearwosd vertreten.

Im Schützengraben.

Und werde ich siebzig und werde ich mehr,

Das eine vergesse ich nimmermehr.

Im Schützengraben, hinter Menil,

Da lagen wir hundert Stunde» still

Und durften nicht vorwärts, nicht 'ran an den Feind.

Wir haben es nicht zu ertragen gemeint.

Und wenn die Granaten uns pfeifend nmbriillt Und mit Erdreich halb unser» Graben gestillt,

Dann mußten wir liege», still und gebückt.

Wir haben die Gewehre fest an uns gedrückt,

Tie Finger in ohnmächt'ger Wut geballt

Und dachten:Kommt der Befehl jetzt nicht bald.

So brechen wir vor. komme, was mag."

Und warteten doch bis zum vierten Tag.

Oft, wenn die Geduld schon zu brechen schien.

Hielt uns die eiserne Disziplin.

Wir haben gewartet hundert Stunden Und haben geblutet aus gleich vielen Wunden.

Daß der Hunger an unser» Kräften genagt.

Danach hat keiner weiter gefragt.

Nur eins das Herz schier zerrissen hat:

Wenn cin Sterbender stammelnd um Wasser bat. Und wir konnten den brennenden Durst nicht stillen Den letzten flehenden Wunsch nicht erfüllen.

Alle Feldflaschen leer--keinen Tropfen mehr.

Und werde ich siebzig und werde ich mehr.

Das eine vergesse ich nimmermehr.

Johannes B u r a k in den Münchener Neuesten Nachricht!

Höchstpreise für Lebensmittel.

Allgcincin war erwartet worden, daß die Festsctzm von Höchstpreisen für Getreide, Mehl, Futtermittel, Kc toffcl usw. spätestens Mitte Oktober erfolgen würde. Nun auch dieser Zeitpunkt erreicht, ohne daß die erwartete Bu dcsratsverordnung erschienen ist. Tas lange Säumen d verbündeten Regierungen muß um so mehr auffallcn, a über die Frage längst kein Streit mehr in der öffentlich Meinung besteht. Von der äußersten Rechten bis zur äußc stcn Linken eine geschlossene Front. So schreibt jetzt d Organ des Bundes der Landwirte, die Deutsche Tage zeitung:

Es ist »nscrcn Lesern bekannt, daß die Vertreter der La» Wirtschaft, insbesondere auch der Bund der Landwirte, seit s raumer Zeit mit allem Nachdruck die Einführung von Hoch preisen siir Getreide. Mehl. Kartoffeln, Futtcrniittcl usw. sordc Daß diese Höchstpreise angemessen sei» müssen, liegt ans t Hand. Je länger man mit ihrer Festsetzung zögert, umso schiv rigcr wird die Lösung der Frage Die Höchstpreise genüg aber allein nicht: Hand in Hand damit muß eine Organisoti zur Fcstscßnng und Verieilnng des Bedarfes gehe». Entschlic man sich nicht zu diesen Maßnahnic», so können bei länger Dauer des Krieges, mit der wir unbebingt rechnen müssen, nc schwierige und recht bedenkliche Berhäitnisse eintrcten. T Vertreter der Landwirtschaft haben immer und immer wird darauf ansmcrksam gemacht und sind nicht müde geworden, d maßgebenden Stellen ihre Forderungen zu unterbreiten. Vc man hier und da bereits damit beginnt, die Landwirtschaft f die teilweise Sleiaeruna des Preises ihrer Erzeugnisse vcrai wörtlich zu machen, so ist das völlig unrichtig und ganz unbill Hätte man sich vor Woche» zu den von der Landwirtschaft empst lenen Maßnahmen cntschiosicn, so wäre ihre Durchführu wesentlich leichter gewesen.

Diesen Ansführnngen kann man im großen Ganzen n zustimmen. Tie Situation ist neuerdings durch unerhöi Preistreibereien auf dein Kartoffelmarkt noch wesentlich w schärft worden. Rasches Handeln ist notwendig!

Die deutschenBarbaren".

Einem in der Schlesischen Bcrgivacht veröffentlichten Bvi eines partcigenössischen Landwchrinanns ans Hirschberg ist solg> der Absatz entnommen:

Eine nicht unschön« Frau, deren Alaun als Rescri

Tic Untersuchung wurde angestellt, und cs fand sich, d der junge Gaardherr sechsmal so viel verbraucht hatte, c bei Olafs Einrichtungen niöglich gewesen wäre, und wenn so fort Ivirtsckxiftctc, mußte er, che der Herbst kam, fertig se Auch sein barer Geldvorrat lvar zusammcngeschmolzen, sc Schuldbuch bewies, daß er schlecht gerechnet hatte. Er >r getäuscht und seine Gutmlltigeit vielfach benutzt worin dabei I>attc er Vorschüsse gemacht und war vcrschwenderi gewesen.

In Summa," sagte Olaf,du hast alles übel begann und scheinst mir schon jetzt cin verlorener Mann, wenn nicht auf der Stelle deinen Fehler gut inachst. Jage dr viertel dieser Tagediebe fort, laß die Bäume liegen, wo sind, wirf deine Mühlen und Sägen in den Fjord, mög Bcrgwasscr und Schnttstürze deinen Weg verschlingen, al tue deine Augen weit auf und beginne das Nützliche. 5 mußt an den Lpngenfjord reisen und um Hilfe bitten, r neue Vorräte aller Art und dann klüger sein. Ich will deiner Stelle bleiben, will Ordnung schaffen und den D deines Packhauses vollenden, schaffe dir nur das nutzlose D> zunächst vom Halse, das dich anszehrt und obendrein über i Dummheit des dänischen Hans Narren lacht."

Marstrand fühlte das Wahre in diesen rauhen Dl würfen, und doch konnte er sich nicht entschließen, darauf ei zugehen. Sein Stolz ließ es nickst zu: er schämte sich, v aller Welt einzugestchen, daß er wirklich wie cin Narr i handelt habe. Weit umher bis gegen die Finnmarken begm man von dem neuen Unternehmen zu sprechen. Von Trom von den Inseln, vom Malanger und selbst vom Nordla kamen Leute, die mit Verwunderung seine Arbeiten beschaut und ihr Erstaune» ausdrückten. Mochten manche auch >h besonderen Gedanken dabei haben, so war doch gewiß, daß nicht ohne Uebcrzeugung bliebe», diese Wälder könnten, wci es gelänge, sic zu Balken zu machen, außcrordc»tlick)c Dc teile gewähren. (Fortsetzung folgt.)