Ausgabe 
15.10.1914
 
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Stil

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Organ für die Interessen des der Provinz Oberheffcn und

werktätigen Volkes der Nachbargebiete.

ie vbcrbcllftche BolkSzettun» erlcheint leben Werftag Abend tn

Redaktion und <kcveditton

ieftcn. Der AbonncmentSprciS beträgt wöchenllich IS Psg, monatlich

Sieben. Babnbosliralie 23, (rite LSwenoasie.

Mg. etnichi-Brnigerlobn. Durch die Bost bezogen vierteliäbrl.I^vMk.

relcdbon 2008.

Nr. 238

Gicßcn, Tonncrstllff, Den 15 . Oktolicr 1914

Inserate losten die 6 mal gespalk. Kalonelzeile oder deren Raum IS Mg. Bei gröberen Aufträgen Ral alr Anzeigen wolle man bi» aden»»7 »br iür die folgende Nummer in der Expedition auigeben

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^ negssteuer ans den Vermögens- Zuwachs.

I Gegen den sozialdemokratische» Vorschlag, die Reichsvcr-

I genszuwachsstcucr für die Kriegszeit aus Ist» Prozent zu cr- cn, sodaft also der gesamte aus Ausbeutung der Kriegsnot cnt- ideue Kapltalgcwinn wieder an die Allgemeinheit zurückflösic, idct sich eine süddeutsche Korrespondenz mit folgenden Ans­rungen:

Daft die sür Deutschland cventl. notwendig werdenden »iricgsstcncrn lediglich durch eine B c s i v st c n c r aufgebracht I icrdcp könnte», ist vollständig ausgeschlossen, selbst ivenn man I lese Steuer wie dies in einem Teil der Presse vorgeschlagen I nrd auf 100 Prozent des Vermögenszu wachses wäh- I end der Kricgszeit bemessen wollte, stiege» einen derartigen I ila» sprechen so schwerwiegende finanzpolitische, volkswirtschast- I ichc und sogar stcnertcchnischc Bedenken, daft er ernstlich nicht in I ietracht kommen kann. Gegebenenfalls würde cs sich zweifellos I m eine Kombination von Besivstcucru, Verb r a u ch s - I euer» und B e r k c h r s st e n e r » Handel», deren Gcl- > angsdauer aber zeitlich ziemlich eng beschränkt wurde. Während ämlich England wie Japan in ihren Kriegen auf eine aus- > eichende Kriegskosten-Entschädigung verzichten muftten , hat D Deutschland alle Aussicht, auch in diesem Weltkriege eine weit-

I ehcnde Barcntschädiguna durchzusetzen."

In diesen Betrachtungen äuftcrt sich zwar ein starkes Miftbe- cn gegen unser» Vorschlag, aber cs fehlt jede Beweisführung :n ihn.Finanzpolitische, vvlkswirtschaftlichc und sogar steuer- nischc Bedenken", das sind Worte und weiter nichts. Steuer- > nisch ist die Frage, wie wir bereits gezeigt haben, durch das I ehcnde Gesetz vollkommen gelöst. In finanzpolitischer Bc- I ung entspricht der Vorschlag dcni Grundsatz der Leistung durch I Leistungsfähigen in vollkommener Weise. Volkswirtschaftlich I c cs aber geradezu ungeheuerlich, Verbrauch und V c r - I r zu belasten, um diejenigen, die aus der Äricgsnot Ver- I zensvorteile gewonnen haben, zu ent lasten.

I Daft unser Vorschlag in den weitesten Kreisen Verständnis und c Zustimmung gefunden hat, zeigt u. a. eine Zuschrift, die der gdeburgcr Volksstimnic dazu zngcgangcu ist. Darin heiftt cs: Mit Ihrem heutige» Leitartikel haben Sie sehr vielen, oclchc sonst vielleicht nickt auf dem Standpunkt Ihrer Zeitung liehen, aus der Seele gesprochen. Hoffentlich sorgen Sic sür Verbreitung dieses Artikels in alle» deutschen ft l ä t t c r n , so daft die Rcichsrcgicr » n g der öffentlichen vlcinung Rechnung tragen muft und in der nächsten Session eine Abänderung des betreffenden Gesetzes in dem von Ihnen ange­regte» Sinne cinbringt.

Wenn man im geschäftlichen Lebe» zur jetzigen Zeit sicht und stört, welche Niefensummen und Austrägc zn ganz enormem Preise uerqrbe» werden, welche Riesciivcrdicnste einzelnen, und säst I i immer ichon ohnehin sehr groften Firme» znsallcn, während der i »leine Kaiijman». Fabrikant oder Handwerker dasür gar nicht »1 >nrage kommt, so kann man Ihre Forderung und deren Bercch- Itz>>gnag voll »nd ganz verstehen. Es bleibt der Armccverwaltnng H natürlich nichts anderes übrig, als da es sich um schnellste Liese- W ^ ""ftbsstdelt, die gröftien und leistungssähigstcn Firmen zu bc- m ' ""Nchligen, aber wo das ganze deutsche Volk so enorme Qpfer > "» st'Ut and Blut bringt, kann man auch verlangen, daft sich diese M qrotzen Häuser nicht aus Kosten des Staates und der Aligemcin- lieft Riesenoerdienstc verschaffen.

> »autcnde von kleinen Handwerkern, Kansleutc» nsw. sehen > tck gezwungen, da sie ins Feld muftten, ihre Geschäfte vollständig tutzugeben, Frauen und Kinder der Rot überlassend, wenn sie juniaromnien vielleicht gar nicht oder als Krüppel müssen ic ganz von vor» ansangcn und sich alles neu ausbauen. Nie I »and bat gemurrt, jeder ist für Kaiser und Vaterland ausge- I »flc», aber bitter und wehe müfttc diesen Leuten nach Beeidigung > "Sieges zuniute werden, wenn sie sehen sollten, daft andere ii dieser schweren Zeit, wo sic an der Grenze und in Fcindcs- and Rot und Tod kennen gelernt haben, an diesen selben Armeen kicsenvermögen verdient haben.

a.an» kommt noch ein? dazu. Vielfach hört mau heute, ivenn tan mit Leuten spricht, welche mit der Armeeverwaltung arbci- ?n. das; sie nicht mitbrauchcn, da die Firma als Armeelieferant itig sei. Auf diese Art und Weise kommen eine ganze Anzahl I cei, die Verdienste fallen alio auch noch zum groften Teil Leuten In, welche bisher absolut noch nichts fürs Vaterland getan haben. >us allen diesen Gründen würden Sie üch ein lehr groftcs Ver- iknst erwerbe», wen» Sie immer wieder in Ihrer Partei die ngcregte Forderung stellen."

Auch ans iinsercni Leserkreis find uns zustimmcndc Acuftr- gen zugegangcn. Es wird besonders aus die gewaltigen Ge­ne der Lcderhändlcr. Militärcfsckten und Militärklcidcrfabrikcn zeiviesen, denen vielfach nicht einmal anständige Löhne für die 'öfter gcgcnüberstchcn.

Konze»,traiion zur Riesenschlacht.

London, 13. Okt. (W.B. Nichtamtlich.) Tie Morning- st meldet aus Petersburg: Hier werde» augenblieklich die Utgsoperationeu in Rußland völlig gebcini gehalten. Tie vre konzentrieren sich zu einer Riesenschlacht, deren Ilm* fl alles übertreffen wird, was bisher gekannt wurde. Es er , tvahrscheinlich noch eine Woche, bis lltachrichten von deutung zu erwarten sind.

Nussische Niederlage in Persien.

Konstantinopcl. 14. Qkt. (W. B. Nichtamtlich ) Jkdam cr- > von unterrichteter Seite, daft die persisch-kurdischen Stämme 'fts den dritten Angriff aus die Rüsten unternommen haben, ic wurden geschlagen. Die Kurden eroberten zwei Kanonen und men drei Lssiziere gefangen, ungesäbr äst Rnsten sielen. Die

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Stadt Itrinin, wohin sich die rusfischcn Truppcnabteiiungcn slüchteten, ist voll von Verwundeten. Die Kurden sollen sich Urmia auf zwei Wegstunden genähert haben.

Tic englische Getvaltlierrschnst in Aegvpteir.

Konstantinopcl, 13. Okt. (Etr. Frkst.) England fährt in Aegypten ans dein Wege krasser Gesetzcsveracbtnng fort. Mir Zustimmung des vollkommen in englischen Händen befind­lichen Regenten hat England unter der Form von Schatzbons eine Anleihe von 8 Millionen Pfund zu Subsidien sür Baum- ivollpslanzer aufgeiiommen; 5 Millionen sind hiervon durch die englische Regierung garantiert. Nach dem ägyptischen Staatsgrundgesetz kann Aegypten eine Anleihe nur mit Zu- siiiiimung des Sultans nusnehmen, aber diese ist in dem vor­liegenden Fall nicht eingeholt worden.

And Indien.

Wien, 14. Skt. (W. B. Nichtamtlich.) Tic Südslawische Korre­spondenz meldet aus Konstantinopel: Auf Grund von Meldungen türkischer Blätter in Teheran berichtet die Zeitung Scheine aus Aschabad in Indien, daft der Sohn des Emirs von Afghanistan mit einer Armee die i» d i s ch c G r c » z e angrifssweise über­schritten habe. Das gleiche Blatt meldet aus Timla: Das Erscheinen des KreuzersEnidcn" vor Madras ries eine groftc Be­wegung unter der dortigen nationalistischen Partei hervor. Gegen englische Beamten wurden Attentate verübt, als deren Ver­anlasser Angehörige der indischen llnabhängigkcitsparici, der stärksten revolutionären Vereinigung Indiens, bezeichnet werde». Unter den kriegerischen Sikhs in Nordinbien ist eine revo­lutionäre Bewegung ausgebrochen. Die bedeutendste ZeitungSikhlandcswl Khalsa Gazctt ist von der Regierung unter­drückt worden. Hinsichtlich der Uebersührung indischer Truppe» auf europäische Kriegsschauplätze wird erklärt, daft hierfür in erster Linie die Besorgnis maftgebend war, die Truppe» könnten bei einer möglichen Aufstandsbewcgung eine bedenkliche Rolle spielen. Tie indische» Hilfstrnppen.

Glcrtf, 13. Okt. (Etr. Frkft.) Außer den Ende Sep­tember in Marseille cingetrosfenen Hindus, deren Zahl etwa 20 000 beträgt lind die mit der siidfranzöstschen Bahn an die englische Front befördert wurden, erwartet man die sofortige Ankunft weiterer 30 000. In Marseille ist ständig ein eng­lischer Generalstab stationiert. Tas Easino de la Plage wurde z» diesem Zweck auf drei Jahre gemietet zur Einrich- tung eines Gcneralquartiers, dem speziell die Organisierung asiatischer tinb afrikanischer Truppentransporte obliegt.

Tie Kanadier.

Paris, 14. Okt. (IV. B. Nichtamtlich.) Dem Temps wird auS Montreal gcnicldct, daft die Stärke des kanadischen Frciivilligen- korps aus vier Dvppelkonipaguicn mit cinein Radfahrerkorps fest­gesetzt sei. Die Stadt Quebec werde ein Panzcrautv mit einem Schnellfei,ergeschntz stellen.

Ta«! nntzlückliche Land.

Tie Norddeutsche Allgemeine Zeitung schließt ihre Mit- teilungen über die mit der Neutralität Belgiens unverein­baren Abmachungen von 1000 mit den Worten:

Sie (die Mitteilungen) mögen dem belgischen Volk die Augen öffnen, wem es die Katastrophe zu danken hat, die jetzt über das u n g ! ü ck l i di c Land hereingcbrochen ist."

In gleichem Sinne läßt sich der offiziöse Berliner Lokal- ouzeiger vernehmen:

Roch zittert die Freude über den schnellen Fall Antwerpens in unseren Herzen nach, aber unsere Gefühle gegen den niftcr- , legenen Feind haben sich gewandelt. Kein Zweifel, anfangs, als die belgischen Franktireurs wild wider uns ausbcgchrte», cr- saftle uns grimmer Zorn, jetzt ist an seine Stelle lediglich Mitleid getreten."

Tiefe Aeußerung-m des Mitgefühls haben jedoch das Mißfallen der alldeutschen Presse erregt. So schreibt die Tagt. Rundschau

Wir zitiere» das nur, uni dagegen zu protestieren, daft jeiuand schvu jetzt den Versuch macht, anstatt der deutschen Sache gegen Belgien die belgische Sache gegen Deutschland zu sühren. Das wäre ein neuer Qucrtreiber- versuch bedenklichster Art. Die Nation muft sich dergleichen an der Schwelle verbitten."

Die Post will sogar im kleinen Belgien den Hauptfeind erblicken. Sie meint:

Gerade den Belgiern gegenüber wäre jede Nachsicht und überzarte Rücksichtnahme gründlich verfehlt. Sic haben die ge­botene Friedenshand mit Hohngespött zurückgewiescu, so mögen sie nun auch die Stärke unserer Faust s ü h l e u. Es fehlt merkwürdigerweise hierzulande ja nicht au Versuchen, die Belgier jetzt nach dem Fall Antwerpens möglichst weift zu waschen."

Wir sind gewiß, daß die Empfindungen des deutschen Volkes, in dessen Namen zu sprechen die alldeutschen Blätter wohl nicht bevollmächtigt sind, in diesem Falle mit den Aeußcrungen der Regienmgsvresse übereinstimmen.

Das Ele>ld der Zivilbcvölkernilg.

In der sozialdemokratischen Presse sind zahllose Feld­postbriefe veröffentlicht worden, die das Erbarmen ihrer Verfasser mit der vom Kriege betroffenen Zivilbevölkerung

lebhaft zum Ausdruck bringen. Taß solche Enipfindungen echter Menschlichkeit indessen nicht nur aus die der Sozial- demokratie »ahestehende» Kriegsteilnehmer beschränkt,» sou- dcrn ganz allgemein sind, zeigt ein Brief eines süddeutschen Artillerieoffiziers, den die konservative Krenzzeitung ver- ösfcntlicht. Darin heißt es:

Mitleid crfaftt einen immer wieder, wenn man die unglück­lichen Bewohner einer überbclcgtcn und ansiouragicrlen Qrt- schast erblickt. So lange wir hier sind, werden sic teilweise durch unsere Leute initgcsüttcrt. und das wird voraussichtlich geschehen, so lange auf weiteren Durchmärschcii deutsche Truppen hier Quarticr beziehen. Was aber dann? Und ist es nicht ein iammervollcS Los und Dasein, im eigenen Lande so der Gnade des Feindes ansgclicsert zn sein und mit den Brosamen vorlieb nehmen zu müssen, die von seiner Tafel absallcn, gedeckt mit den eigenen Feld- und Gartensrüchtcn und beseht mit dem Braten vom eigenen Vieh der französischen Bauern! Möge der Herr» gvtt unser Vaterland in Gnaden bewahren, ein solches Elend je wieder auskosten zu müssen."

Dnrckz die Bcrwendung von Millionenheeren und die Vergrößerung des Kriegsschauplatzes ist naturgemäß di-' Verwüstung durch den Kampf viel riesenhafter, die Menge der durch den Krieg in Elend geratenen Nichtkämpfer viel gewaltiger geworden als je zuvor. Das ist der Weltkrieg, er ist um nichts weniger schrecklich, als ihn die Phantasie des Romanschreibers geschildert hat. Die Erinnerung an ihn wird für die Völker eine ewige Mahnung zum Frieden sein!

Gin Wort an italienische Arbeiter.

Das Zentralorgan der italienische» schäften, die Confederazionc del Lavoro, hatte ebenfalls in besonders ausfälligem Druck die Anschuldigungen der scindliche» Presse über angebliche deutsche Grausamkeiten veröffentlicht und zwar unter der schönen Ueberschrift:Teu­tonische Kultur und Zivilisation". Taranshin richtete der italienische Sekretär in Karlsruhe, Lnigi Bossi, ein Schreiben an die Eonsederazione del Lavoro, in dem er u. a. auSfiiljrt: Wenn Ihr wieder einmal Urteile abgcben wollt über Dinge, die Ihr nicht persönlich untersuchen könnt, dann achtet ivcnigstcns ans die elcincntarsten Grundsätze jeglicher Rechtspflege, d. h. r t auch d e n A n g c k l a g t e n. Wenn die bürgerlichen Zeitungen Italiens unbesehen alle Lügen, die ans Frankreich und England kommen, weiterverbreiten, so ist das schlieftlich zn erklären, wenn auch nicht zu entschuldigen. Aber niemals dürfte sich ein Arbeiterblatt und noch dazu ein solches, das, wie das Eure sozusagen an der Spitze der Arbeiterbewegung Eures Landes marschiert, zu gleichem Tun hergcben. Denn cs ist eine i n f a in c Lüge, wenn behauptet wird, die deutschen Soldaten hätten Weiber und Kinder vor sich hergetricbeu.

Woraus schöpft Ihr übrigens Eure Kenntnis der Tinge? Doch mahl nur aus den Meidungen der Agene Havas und der sranzösischcii Zeitungen. Warum lest Ihr nicht auch die deutschen Zeitungen? Sind denn die deutschen amtlichen Meldungen und Erklärungen vielleicht weniger glaubhaft als die obenerwähnten Quellen? Bis jetzt hat sich immer noch gezeigt, daft die deutschen Meldungen unbedingtes Vertrauen verdienen, sehr im Gegensatz zu den iranzösischen. Und auch jene infame Bc- schuldigungen, die Ihr in Eurem Artikel wiederholt, sind schon längst auf ihren wahren Wert zurückgeführt worden.

Weiterhin möchte ich Euch fragen, warum Ihr in Euren» Artikel die Meldungen verschweigt, daft die Neutralität Belgiens durch die Franzosen schon verletzt war, ehe noch ein deutscher Soldat die Grenze überschritten hatte? Und warum sagt Ihr nicht, daft die scharfen Maftnahmcn des deutschen Heeres in Belgien nur einzig und allein durch das m c u ch c l m ö r d c r i- k ch e Verhalten der dortigen Bevölkerung provoziert worden ist? Ist es vielleicht lateinische Kultur, wenn sanatisterte Weiber den hilflosen Verwundeten die Augen ausstechen?

Und soll ich Euch schildern, wie die Franzosen in Elsaft- Lothringen gehaust haben in der kurzen Zeit, die sie auf deutschcw Boden waren?

In gleichem Sinne hat auch ein Vorstandsmitglied dis deutschen Bauarbeiterverbandcs ein Schreiben an den Vor­sitzenden des italienischen Verbandes gerichtet. Hoffen wir, daß hiernach wenigstens die italienischen Arbeiter der Gerechtigkeit Gehör schenken. Traurig genug bleibt es aber, bemerkt die Franks. Ztg. dazu, wie in einer Zeit, in der Deutschlandsein Alles freudig setzt an seine Ehre", die Welt jede gehässige Verleumdung des deutschen Namens begierig ausgreift und weiterverbreitet. Gerechtigkeit für Alle nur nicht für das angegriffene Deutschland!

(^ine Llircrkcnttung aus neutralem Munde.

Mehrere schweizer A e r z t e besuchten vor kurzem unter Führung des Nationalrats Rcgierungsrat Walter die Freiburger Militärlazarette. Nach ihrer Rück- kehr sandten sie an den kommandierenden General des 11. Armeekorps in Freiburg ein Dankschreiben. Nach dem Dank für die Ausnahme,^ die sie gefunden haben und nach warmen Worten der Anerkennung für das Gesehene heißt es in dem Schreiben:

Mit ganz besonderer Freude haben wir auch gesehen, wie ausgezeichnet die zahlreichen verwundeten F r a n z o i c » verpflegt und behandelt werde». Alle Franzosen, mit