«Jov muuittcIDar bci den, zuständigen Hauptsteucramt zu erfolge». Die Beachtung dürste umsomehr erforderlich sein, als Zuwiderhandlungen gegen die betreffenden geschlichen Vorschriften mit besonders hohen Strafen, bis z» 300 Mark geahndet werdet'.
Die Kohlcnproduktion in Hesse». Tie monatliche Statistik der Kohlenprodiiktio» des Großherzogtums Hessen weist laut Tarm- stüdter Zeitung für den Monat September 1914 folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 31 17V Tonnen, vcrkanft wurden davon 2634 Tonnen. Ter größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohbraunkohlcn wurden neben Schwclereiproduktcn erzeugt 1776 Tonne» Braunkohlenbriketts und 1535 Tonnen Raßpreßsteine: außerdem wurden in Hessen 5386
Tonnen Steinkohlenbrikctts erzeugt. Unter Berücksichtigung der an» Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbranchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig 2722 Tonnen Rohbrannkohlcn, 2092 Tonnen Braunkohlenbriketts, 5975 Tonnen Braupkohlen-Raßprcßsteine und 20 935 Tonnen Stein- kvhlenbrikctts, zusammen 31 724 Tonnen im Gesamtwert von 489 000 Mark.
— Wilde Cisenbahnziige. Welch ein Aussehen erregt cs, wenn ln FriebcnSzeiten ein Eisenbahnzug entgleist! Man kann sicher sein, daß darüber alle Zeitungen berichten, selbst wenn dabei Menschenleben nicht zugrunde gingen, wenn auch nur einige Wagen entgleisten. In der jetzigen Zeit gehts anders, waS fragt der Krieg nach Menschenleben, er fragt auch nicht, ob sie schuldig oder unschuldig sind. Tas zeigt folgender kurze Bericht: Tie Belgier ließen vor einigen Tagen ei» halbes Tugend mit Sand gefüllte schwere Eiscnbahnzüge in rasender Fahrt führerlos ins Blinde auf die deutsche Verbindungslinie loSsahren und dachten, großen Schaden anzurichten. Einer dieser Züge kam in Hal an, als gerade ein deutscher Truppentransport die Stadt verlaffcn hatte, so daß glücklicherweise nur zwei deutsche Bahnbeamtc dem Anschlag zun, Opfer fielen. Der Zug liegt nun als wirre Masse bei Hal. Sofort wurden nun zwei kleine Brücken westlich von Hal durch die Deutschen gesprengt. Tie kurz daraus ankommenden wilden Lokomotiven stürzten dann, ohne Schaden anznrichtcn, in den Abgrund. So ist der Krieg! Ob die wilden Züge auf Soldaten oder Verwundete trafen, gleichgültig: wenn sie nur Menschenleben ver
nichteten!
Telegramme.
Tie Kämpfe in Belgien.
Die Verbündeten umzingelt!
Amsterdam, 13. Okt. (Ctr. Frkft.) Durch den Besitz sicn Gent verfügt Deutschland über den wichtigsten Eisenbalm-
Knotenpunkt. Nach hierher gelangten Berichten geschieht der Vormarsch auf der ganzen Strecke von Courtray über Gent bis Selzaete, das auch in deutschem Besitz ist. Ter Versuch des Restes des belgischen Heeres, der durch Abteilungen englischer und französischer Marinesoldatcu verstärkt ist, zu der verbündeten Armee in Frankreich durchzn- stotzcn, ist jetzt schon als mißglückt anzusehen, während die Umschlietzungsoperationen sich automatisch vollziehen. (Franks. Ztg.)
in
Holländische Berichte.
DaS Nicuws van den Tag berichtet, daß Montag Kwadrecht zwischen deutschen und englischen Truppen gekämpft wurde. Die Engländer zogen sich aus Gent zurück in der Richtung nach Seebrügge. Die telegraphische Verbindung ist unterbrochen und der Zugverkehr nach den niederländischen Grenzorten hat aufgehört. Auch St. Nicolas ist durch die Deutschen besetzt, und auf dem Bahnhofsplatz wurden Kanonen und Mitrailleuscn ausgestellt.
Aus Vlissingen berichtet der Nieuwe Rottcrdamsche Courant, daß gestern nachmittag wieder ein Schiff mit eng- fischen Matrosen angekommen sei, die ebenfalls in Holland interniert wurden.
Das Nieuws van den Dag meldet: Am Sonntag abend haben sich die belgischen und englischen Truppen aus Gent zu rückgezogen, während die Deutschen dort ankamen. Gütern abend wurden sie durch die Deutschen verfolgt, die sie schließlich bci Brügge eingeholt haben sollen. Es entstand ein hartnäckiges Gefecht, das heute noch in vollem Gange war: — Aus Gent wird berichtet, daß die Bevölkerung sich freundlich gegenüber den Deutschen verhält. Das gegenseitige Verhältnis ist gut. Die Deutschen erklären, daß sie mit den Gentern zufrieden seien und ihnen durchaus nichts zu leide tun würden.
Ter Nieuwe Rottcrdamsche Courant berichtet: Tas bel- gische Heer ist an Brügge vorbeigezogen, während der König und die Königin dort am Samstag morgen um lOhß Uhr im Autonwbil hindurchgekommcn sind. Weiter be- richtet das Blatt aus Rosendaal: Die in der Strafkolonie
Mercxplas freigelassenen Gefangenen beginnen hier in der Gegend äußerst lästig zu fallen.
Die belgische Negierung zieht nach Frankreich.
(Ctr. Frkst.) Um sich die Aktionsfreiheit zu erhalten, hat die belgische Negierung beschlossen, ihren Sitz nach Frankreich zu verlegen. Das ganze Kabinett außer dem Kriegsministcr hat sich in Ostende nach Le Havre cinge- schifft. Tie französische Regierung hat bereits die nötigen Maßnahmen für die Installierung der Belgier getroffen.
Zugleich mit der belgischen Regierung begaben sich das bci ihr beglaubigte diplomatische Iforps sowie eine Anzahl Beamte nach Le Havre.
Die durch diese Verlegung entstandenen Fragen des internationalen Rechts sind zur Genugtuung der Verbündeten erledigt worden. Die belgische Regierung wird Exterritorialität, Abgabcnfreiheit und Telegraphen-Priorität besitzen und dieselben Rechte genießen, wie sie dem Heiligen Stuhl von Italien im Gesetz über die konstitutionellen Garantien eingeräumt sind.
Der französische Bericht aus dem Westen.
Die Franzosen schreiben die gestern nachmittag erfolgte Ausdehnung der mit besondereni Nachdruck geführten deut- scheu Offensive deni Eingreifen erheblicher Verstärkungen zu. doch wird das französische Publikum damit zu beruhigen versucht, daß ein großer Teil der deutschen Truppen durch die angeblich noch nicht erfolgte Besitzergreifung von 24 Schelde- ufcr-Forts von Antwerpen festgehalten werde. In Privat- dcpcschen wird übrigens zugestauden, daß die Deutschen sich gestern nachmittag in Nordfrankreich überlegen zeigten.
Wetzlar.
o-cbetem, V-i Stunde scheinen.
Vercinskalcnder.
Mittwoch, 9 Uhr Kardellfitzung. früher zu einer wichtigen
To«H!es“ Anzeige.
Verwandten, Freunden und Bekannten die schmerzliche Mitteilung,-dass heute fiiih meine innigstgeliebte Fiau, unsere gute Mutter, Schwester, Schwägerin und Tante
Frau Karo!ine Feldbaus
geh. Kreiling'
im Alter von 40 Jahren sanft verschieden ist.
Giessen (Neustadt 19), den 13. Oktober 1914.
Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:
Karl Feldbaus und Kinder.
Oktober, nachmittags 2 Uhr
Die Beerdigung findet Donnerstag, den 15 von der Kapelle des neuen Friedhofs aus statt.
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Wir werden denselben jederzeit ein ehrendes Andenken! | bewahren.
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Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.
Verlag von Krumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Oiicnbachcr Abendblatt. G. m. b. H., Off-nbach a. M.
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