Ausgabe 
14.10.1914
 
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Nachricht : Am 1. Oktober lalit» Stils ^ 13. Okt) grissen stiudliche Unterseeboote von neuem unsere Panzer-Kreuzer Dga,, und Pallada, die in der Ostsee aus Vorposten waren, an. Obgleich die Kreuzer sosort ein starkes Artillcricscuer erössnetcn, gelang es gleichwohl einem Unterseeboot, einen Torpedo gegen den Panzer ,n schießen. Aus diesen, entstand eine Erplosion und der Panzerkreuzer mit seiner ganzen Besatzung sank senkrecht in die Tiefe.

Die Belagerung von Belfort.

Gazetto dcl Popolo meldet über die mit fieberbafter Eile betriebenen Maßnahmen zur Verteidigung Bclforts. Mit Ausnahme von einigen kleinen Läden zur öffentlichen Der- teilung der notwendigen Lebensmittel sind in Belfort sämt­liche Läden, Werkstätten und Fabriken geschlossen. Längs den Ufern des Flusses, welcher die Stadt von der Zitadelle trennt, wird an der Fertigstellung der Zufluhkanäle ge­arbeitet, die zur Zuführung des Wassers für die Außen- kanäle und auch für die Uebcrschwemmung dienen. Sämtliche Auhenforts wurden durch erweiterte Fortisikationcn ver­stärkt. Auch lieh der Gcneralgouverneur die umliegenden Törfer und Gutshöfe militärisch besetzen. Tie Franzosen sind im Begriffe, ganze Wälder nicderzulegen, um die Wirkung ihrer Batterien zu erleichtern und das Holz für die Schützen- gräben zu benutzen.

Deutsche Kavallerie in der Nähe von Ostende.

London, 13. Okt. Daily Mail meldet, dah deutsche Ka­vallerie nahe bei Tixmonde, 11 Meilen südlich von Ostende, bemerkt worden ist.

Deutsche Flieger über Paris.

lieber den Besuch zweier deutscher Flieger über Paris erfahrt bas B. T. jetzt nähere Einzelheiten. Danach) haben die adgeworsene» Bomben iveit gröberen Sck>»d-cn angerichtet, als anfänglich gemeldet wurde. Ez war genan 12 Uhr mittags, als bej bewölktem Himmel plötzlich zwei dentsch« Flugzeuge anstauchtcn nnd Boniben ivarsen. Ti« erste siel zwischen der .Rn« Lofayette und St. Tcnis nieder, wo sie ein tiefes Loch in die Erbe riß, di« Straszenbahngleis« zerstörte und alle Fenster in der Umgegend zertrümmerte. Bier Personen wurden mehr oder weniger schiver verletzt. Sofort sammelt« sich ein« gröbere Menschenmenge, dir noch den, Hfmmel schaute und die Flieger beobachtet«, di« imnier neue Bomben onf die Stadt herab­warfen. Durch diese wurden im Fanbonrg St. Antoine und im Fanbourg St. Martin »och zahlreiche Menschen getroffen. Fm ganzen wurde» 13 Personen getötet und 23 verwundet.

Warum die Russen jeht geschlagen werden.

Der Kriegskorrespondcnt der Neuen Freien Presse führt den Zusammenbruch der russischen Offensive auf drei Ur­sachen zurück: 1) das s ch l e ch t e W e t t e r, das in der vorigen Woche die Flüsse zu uniiberwindlichcn Hindernissen und die Straßen zu Kotsümpfen machte; 2) auf Cholera, die bei den Russen furchtbar wütet; 3) auf kolossale Schwierigkeiten beim Mu nition sc rsatz und den Nachschub. Die russische Armeeleitung hatte fest darauf gerechnet, die öster­reichische Armee beim ersten Ansturm zu vernichten und hatte däher alle vorhandene Munition daran gesetzt. D«r Nachschub wurde aber jetzt unmöglich. Alle Munttionsdcpots sollen erschöpft sein. Die Schlachten in Ostgalizien brachten den Russen schwere Enttäuschungen. Ihr Kriegs- Plan ist dadurch vollständig über den Haufen geworfen worden.

Die Moliamcdauer gegen die Tr ipel Entente.

Dem Pariser Tarnps wird ans Beirut telegraphiert, daß bi« Lag« der diplomatischen Vertreter und Untertanen der Triple- Entene tn Snrien. wo Deutschland eingestandenermaßen durch die Türkei in jeder Necke tatkräsckg untersckitzt iverdc, ein immer drohenderes nnd täglich unerträglicheres werde. Seit Kriegsbeginn, sagt das Blatt, habe die Pforte nicht allein nur jene Nachrichten, die durch das Wölfische Bureau veröffentlicht iverden, begiinsckgt, die überdies zun, Nachteil Frankreichs lanicten. sondern sämtliche ans französischen Quelle» herrührenden Nachrichten unterdrückt. Die ,venigcn noch in Beirut und Aleppo wohnenden Franzosen wagten jetzl schon nicht mehr, ihr« Häuser zu verlaffcn. Fn Baallek sei di« französische Fahne. »reiche die Oberin ans der Schule gchibt habe, um das Eindringen der fanatischen türkischen Soldaten zu verhin­dern, hernntergeholt nnd zerfetzt worden. Es veraehe kein Tag. ohne das, stürmische Kundgebungen zugunsten der Aushebung der Kapilulationen stattfänden.

Fürsorge für die Soldaten nnd deren Hinter­bliebene in England.

Ti« englische Arbeiterpartei, insbesondere der Abgeordnete bi. ' Barnes, hat eine Bewegung in Gang gebracht mit dem Ziele, den Soldaten, ihren Familie» und den Hinterbliebenen der Sol­daten ein« angeinesicn« Entschädigung zu sichern, G. Barnes fordert:

At Mark pro Woche sür die Witwe eines jeden getöteten Soldaten,

2t> Mark pro Woche sür die Akutter eines jeden gelöteten Sol­daten, soscrn dieser ihr Ernährer gewesen,

Mark sür die Frau eines im Felde stelzenden Soldaten,

-v Mark pro Woche fiir jeden ständig am Kampfe beteiligten Sol- ^ daten.

Jailn Citizen. das Organ der englischen Arbeiterpartei, hat eine ganze Reihe in der Ociientliästeit stehender Persönlichkeiten veran- labt. sich zu den Forderungen Barnes zu äusiern. Dies« schließen 0°,. den,Programm" an und verlangen, hast die Negierung bald hellend eingreise, Tie Forderung wird u. a. damit begründet, das, der Soldat nicht bloss schwere, sondern auch gefährliche Arbeit leiste. Tte englffchen Arbeckcr seien rm allgemeinen viel besser bezahlt, als die Soldaten, Sie. die jetzt mit ihrem Blut« das Vaterland ver­teidigen, müßten die Sicherheit haben, daß für die Zukunft ihrer p-mnilien gesorgt sei. Es sei Pflicht des Staates, hier einzugreifen.

^cindlickre Kliener über Karlsruhe.

1k,L. Karlsruhe, 13, Oktober, Gestern nachmittag und abends erschienen scindlichc Flieger über der Stadt. Abends t> Uhr er­schien ein Fliigicug und brwrgte sich langsam über dir Waffen- und Munitionofabriken und übrr dr» Kasernen. Sic entkamen un­erkannt.

TerTagesberichtdes(4ros;en.Hauptguar1iers

t!t'< eitere Fähigkeit im 21 esten.

IVB. Großes Hauptquartier, 13. Okt., mittags. (Amtlich). Pom w c st l i ch e n Kriegsschauplätze liegen Nach­richten von Bedeutung nicht vor. Heftige Angriffe des Fein­des östlich Soissons sind abgcwicscn worden. In, ^rgonqen Walde finden andauernd erbitterte Kämpfe statt. Unsere Truppen arbeiten im dichten Ilntcrholzc und äußerst schwierigen Gelände mit allen Mitteln des Festungs- kriegrs, Schritt sür Schritt vorwärts. Tic Franzosen leisten hartnäckigen Widerstand, schießen von den Bäumen und mit Maschinengewehren von Bauinkanzcln und haben neben etappenweise ange'cgtcn Schützengräben starke scstungsartigc Stützpunkte eingerichtet.

Tic vrn d-r französischen Heeresleitung verbreiteten Nachrichten noer Erfolge ihrer Truppen in der Wocwrcs- Ebenc sind unwahr. Nach Gefangenenaussagen ist den Trup­

pen mitgetcilt worden, die Tcutschen seien geschlagen und mehrere Forts von Metz bereits gefallen. Tatsächlich haben niiscrc dort fechtenden Truppen in keiner Stellung Gelände verloren. Etain ist nach wie vor in unserem Besitze, die hitzigen französischen Rngrisfc gegen unsere Stellung aus St. Mihicl sind sämtlich abgewicscn worden.

Unsere Kriegsbeute von Antwerpen läßt sich auch heute noch nicht übersehen. Die Zahl der in Holland Ent wafsnetcn ist aus annähernd 28 000 Mann gestiegen. Nachz amtlichen Londoner und Niederländischen Nachrichten be> finden sich hierbei auch 2000 Engländer. Scheinbar habe» sich viele belgische Soldaten in Zivilklcidung nach ihren Heimatorten begeben. Ter Gebäude- und Materialschaden in Antwerpen ist gering. Tic Schleusen und Fährcnanlagcn sind vom Feinde unbrauchbar gemacht worden. Im Hafen befinden sich 1 englische, 2 belgische, 1 französischer, 1 däni­scher, 32 deutsche und 2 österreichische Dampfer sowie 2 deutsche Segelschiffe. Soweit deutsche Schisse bisher untersucht wor- den sind, scheinen die Kessel unbrauchbar gemacht worden zu sein.

Ans dem östlichen Kriegsschauplätze verlies der II. Oktober im allgemeinen rnhig. Am 12. Oktober wurde ein erneuter Umsasinngsvcrsuch der Russen bei S ch i r- wind, (an der dentsch-rnsstschen Grenze in Ostpreußen, Red. d. O. A.) abgcwicscn. Sie verloren dabei 1500 Gefangene nnd 20 Geschütze.

In Südpolen wurden die russischen Vortruppcn süd­lich Warschau durch unsere Truppen zurückgcworfcn. Ein Ncbergangsvcrsuch der Russe» über die Weichsel südlich Jwangorod wurde unter Verlusten für die Russen verhindert.

Die oberste Heeresleitung.

Der Lagebericht des Oesterreichischeir Generalstabs.

WB. Wien, 12. Okt. Amtlich wird mitgeteilt: llnsere Offensive erreichte unter vielfachen, für unsere Truppen durchweg siegreichen Kämpfen den San. Ter E n t- s«tz der Festung Przemysl ist vollzogen. Nördlich und südlich der Festung werden die Reste der feindlichen Ein­schließungsarmee angegriffen. I a r o s l a u und L c z a y s k sind in unserem Besitze. Von S i c n i a w a geht ein starker Feind zurück. Ocstlich E h y r o w schreitet unser Angriff gleichfalls vorwärts. In R u s s i s ch - P o l e n wur­den alle Versuche starker russischer Strcitkräfte, die Weichsel südlich von Jwangorod zu überschreiten, abge­schlagen.

Der Stellvertreter des Chefs, des Generalstabs: v. Hofer, Generalmajor.

Hessen und Nachbm gebiete.

Gietzei» und Umgebung.

Verlustliste des Jnf.-Reqiments Nr. 116 Gießen.

3, Kompagnie: Hauptm. v. Thumen vw. Lt. d, N. Mal- zan vw, Lt. Gotzler vw. Bz^ldw. d. R. Nudols Kraft, Gießen, tot. Vzfeldw. d. R. Philipp Guntrum, Schlitz, tot, Serg. Konraü Fink, Heidelbach, Kr, Alsfeld, tot. Untosf, Johannes Born, Oberstmmtshanfm, Kr. Marburg, tot. Fahnenjunker Wil­helm Theobald, Mainz, vw, Julius Berg, Siege», tot. Hrch. Loncht, Allna, Kr. Marburg, tot. Phil. Täzwetfer, Gnnders- hcim, tot. Wilh. Keller. Angcrsdach, tot. Christoph Möller, Slngersbackf, tot. Untosf. Ernst Göbcl, Giessen, vw. Einj.- llntosf. Karl Petri, Gießen, vw. Vzfeldw. d. R. Gustav Petri, Gießen, vw. Hornist Konvad Balzer, Schröck, vw. Franz Kilian, Bürstadt, vw. Wilh. Schmiede r, tzfciß-Nidda, vw, Hornist Hrch, Wehrhcini, Lindhcini, vw. Paul Statst, Weidenau, Kr. Siegen, vw Eins.-Union. Julius Tchönhals. Gießen, vw. Hrch. Albolni, Hartenrod, Kr, Gießen, viv. Hrch. Bernhardt, Würges, vw. Adam Bahn, Friefenheini, Kr. Oppenheim, vw. Jakob Dickhant, Mörfelden, Ke. Gr.-Geran, vw. Anton Ludwig, Lorsch, Kr. Benshvim, vw. Johannes Ttadlseld, Heesheim, Kr. Frankenthal. vw. Karl Stroh, Bretzenheim. Kr. Mainz, vw, Georg Rcnkcr, Angersbach, vw. Adolf Müller, Gießen, vw. Ludwig Lnh, Kro Heu-Linden, vw. Gcir. d. N. Konrad Wurm, Ems, vw, Johannes Dobel. Bcrßa, Krtis Ziegcnhoin, vw, Friedrich Zmimermann, Hcrmannstrin, vw. Jakob Gering, Schwarz, vw. Johann Döring, Langenschwarz, vw, Willfclm Schneider II.. Wetzlar, vw. Karl Jost, Slunipertcnrod, vw, Wilhelm Schneider, Decke,ibach. vw. Karl Rolhäcker, ArnSheim. Kr. Alsfeld, vw. Gesr. d. R. Friedrich Kl«. Hol?,h:im, Kr. Gießen, vw. Wilhelm Grün, Atzenhain, vw. Bruno Eberhard, Altenburg, Kr. Alsfeld, vw. Hrch. Zimmer, Ulfa, vw, Jakob Hammel, Kirchhcim. vw. Jcchann Margraf, Rommelhausen. Kr. Büdingen, vw. Joh. Fchr, Schlitz, vw. Vfseldiv. Wilh. Götz. Stockhause:,. Kr. Laulerkach, vw. Pclcr Lininger, Worms, vw.

Hrch. Wagirer. Gedern, tot. Otto Mandler, Kinzenbach, vw.

Joh. Heid, Worn:s, vw. Friedrich Philipp, Watzenborn, vw. Aug. Münch Ettingshausen, vw, Karl Pfeiler, Höchst, Kr. Erbach, vw. Joh. Reiber. Schlitz, vw. Friede. Hoi Heinz, Bergobcrsbach, Kr, Till. vw. Eins.-Gesr. Georg Hambach. Biwbach. vw. Vzfeldw. d. R Adolf Schudt, Mnschenhcim, Kr. Gießen, vw. Franz Mahr, Mainz, vw. Karl Sattler, Wetzlar, vw. Fcrd Schwalb, Alten-Bnseck, vw. Wilh. Albon, Hattenrod, Kr. Gießen, vw. Johann Keil II., Allendorf. Kr. Gießen, vw. August Geiß, Untcr-Scibertcnrcd. tot. Hrck. Stein, Groß-Felda, tot,

Untosf. d. R. Karl Best. Arnshain, Kr, Aloseld, vw, Konrad Raubcr. Zell, Kr, Ais seid, vw. Karl Ludwig, II f io, vw. Gesr. Wilh. Gülerding. Kröckelbach, vw, Sera. Peter Landau. Gerns­heim, Kr. Darnistadt. vw. Hrch. Bainn, Eiershausen, vw. Gesr Friedr. Hosmwnn, Fränkifch-Eritmbach, vw. Hrch. Zeiß, Holz- hanscn, Kr. Gießen, vw. Wilh. Böß. Grünberg. vw. Johannes Weitzel, Lautcrbach. verm, Kvnrad Theis, Kt--Eihen, verm. Joh. Karl Mignon. Wetzlar, verm. Wilh. Lnh, Großcn-Linden, verm, Franz R:, Hcldcnbcrgen, verm. Ludwig Wenzel, Rommelhausen, verm. Karl Korcll, Schivatzcnrod. verm. David Maas. Wctzsar, vernn, Karl Weber, Schlitz, verm. Hrch, Becker, Niedcrivcimar, verm, Hrch. Flocke. Friedücrg, vernn Wilh Schein. Mainz, verm. Aböls Müller, Gießen, verm. Otto Schmidt. Gießen, verm. Gesr. d, R, Ernst Müller Ilk.. Wisien- bach. Dillkreis, verm. August Junker, Qucckborn, verm, Her- man Hirtzcl, Ortenbcrg, verm. Sebastian Jörg, Hartershausen, Kr, Laickerbach, vermißt,

4. Kompagnie. Hanptm. v. Normaim, tot. Lt d. R Tchcerer. lvw. Fähnr. Marguardt, Ivw. Untosf. d. 3k Ludev. Nceb, Alsfeld, tot. Untosf. d. N. Hermann Kans. Mnschenkxtim, tot. EKsr. Wilh. Akeister, Grvumi. Kr. Bcnshcim. tot. Gesr. d. R. Otto Fischer, Sichenhausen^ tot. Kar! Wilh. Grob, Geils­hausen, tot, Johannes Uehl, Bonbad 7 : 1 , tot. Georg Schnei­der, Kefenrod, Kr. Büdingen, tot. Wilh. Hrch. Weiter. Gießen, tot. Karl August Hohloch. Wiesbaden, tot. 2l»gnft bkeitz. Flensungen, tot. Wilhelm Rösch, Obermockstadt, Kreis Büdingen, tot Eins -Gesr Hrch. Harros, Obergleen, Kr. Als­feld, tot. Vzseldw. Gust. Kedlowskn, Raberlshanscn. lvw. Gust. Adam Keil I., Hainstadt. Kr. Lfsenbach, lvw. Gesr. d. R. Gustav Kalbfleisch, Billertshausen. Ivw, Anton Schulz, Friedberg, lvw. Karl Nannurnn, Lich, lvw. Hrch. Stumpf, Akbach, Kr.

Gießen, low. Eini.-Gefr. Georg Appel, Gießen, ichwerr. ift-lf.«

Frciw. Otto Mahlerwein, Bechtheim, Kr. WorrmS, kom. Konaas Biedcirkupf, Sicidcrfelwin, sckpverv. Ernst Diegol. Eh ringst, an sen. Kr. Girßcn, Ivw. Philipp Knell, Reichelsheim, Sr. Erbach, sckvw.

Herinami Kleinckurth, Laiqfsdors, lrw. Karl Stark«. Lollar, Kr. Gießer,, Ivw, Wilh. Müller. Langgöns, Kr. Gießen, lvw. Alfred Michel >.. Güstern Hain, DUkrois, low Ernst Bollmollcr, Gießen, lrw. Hrch. Appel, KauIstoß, Kr. Schot«», lvw, Gefr, Hrch, Sommer, Wahlen, lvw. Hugo Keck II.. Ettingshanfen, ww. Kvnrad Schwing, Gilserberg, Kr. Zirgeichain, ww. Aug. Wahl, Wernges, lvw. Hrch. Kreiling, Wiefcck, lvw. Karl Trapp, Heddesheim, Kr. W<«int,cim, Ivw. Leopold Rothsckxld. Lollar, schiverv. Hrch. «dam Görlach, Holzheim, Kr. Gießen, schn'erv. Gesr. d R. Hrch. Beuler. Sichenhausen, vcrni. Her­mann Wagner, Saasen, lvw. Karl Eisenkrämcr, Mainz, lvw. Friedrich Bcllos. Gießen, Ivw. Gefr. d. R. Hrch. Erb, Trcts, a. d, L., lvw, Gefr. d, R. Karl Hostnann, Schivcinsurt, UMerjra-nden, verm. Gefr. d. R. Wilh. Hadrich, Billerlshausen. iuvm. Hrch. Zchniiüt, Albackx, tot. Gefr. d. R. Hrch. Dielst. EhriiWShansen, Kr. Wetzlar, venu. Jakob Christ, Albehaus«,i, Kr, Wetzlar, tot.

Gesr. d. R. Joh Rci-ning, Angere-bach, tot. Hern,. PcknilnS, Effeichoim, Kr. Mainz, lvw. Karl Merz, Alienhain, Kr. S<l>oliew. tot. Untosf. Jot>. Karl Listmann. Romrod, Ivw. Eduard Rahn, Alten Hain, renn. Wilh. Wallenfels, Geilshausen, lvw. Friedr. Arnolh Rödgen, Kr Gießen, lvw. Hrch. Winter, Vol­tartshain, Ivw. Friedr. Schmidt I., Treisberg, lvw. Karl Brost, Ober-Ohmen, lvw. Karl Becker, Billertshausen, verm. Hrch. Stoffel. Atzenhain, lvw. Hrch. Fco, Vockenrod«, Kr. Alsfeld, verm. Eduard Will, Wetzlar. ck>w. Wilh. Fink, Kaichen. lvw.

Karl Bechthold, Launobach. Kr. Wetzlar, zwnn. Hrch. Schäfer, AIbach, Kr. Gießen, lvw. Karl Aug. Kaspar, Heiincriehmisen, norm. August Deißlcr, Sprendlingen, Kr. Lsfenbach. rern,. Gefr. d. R. Ed. Roih Beltrnhauien, tot. Hetnr. Boß, Bannerod. Kr. Lautcrbach, lvw. Friedr. Görlach, Groß-dKran, lvw. Konr. Alles, Rainbach, Kr. Lanterback,, lvw. Heinv. Baiser, Slciskirchen, Kr. Gießcn, tot. Christ. Zindel. Hubert, Unter- taunus, Ivw. Eins.-Gtisr. Ang. Germer, Henchelheim. Kr. Gieße,:, lvw. Joh Meurcr, Siegen, lvw. Karl Zulans, Niederbreiden­bach, Kr. Alsfeld, lenv. Phil. Klos, Hütschenhausen, 3ilpcknpsalz, lvw. Konr. Merz, Bergen, Kr. Hanau, verm. Tamb. Theod. Gerhardt, Sdeinbach, Kr, Gießen, schvw. Heinr. Linn, Roniroö, Kr. Alsfeld, tot, Georg Krug, Willofs, Kr. Laulerbach, vcnn.

Heinr, Listberger, Hopsmaiinsfeld, Kr. Lanterbach, rerni. Hcinr. Eisenhuth, Burkhards, Kr. Säivttcn, verm. Rcinh. Edel­mann. stiaiiirod. Kr. Schotten, vcrni. Wilh. Theis, Rainroü, vcriii. Heinr. Lenz, Gießen, lrw, Gesr. d. R. Adolf Hahih Krofdorf, lvw.

Sozialdemokratischer Wahsvercin Giessen. In dc«l am Montag abend stattgefundencn halbjährigen (Äcncral- ocrsammlnng, die leider nur mäßig bcsuckst war, wurde zu­nächst der Geschäfts-, Kassen- nnd Revisionsbcricht erstattet. Tie vorzunchmenden Ergänzungswahlen sür den Vorstand wurden bis zur nächsten Versammlung vertagt. Mitgetcilt wurde noch, daß 80 Mitglieder zum Kriege eingczogen worden sind, darunter zwei Vorstandsmitglieder. Hicranf hielt Gen. Vetters einen Vortrag überKrieg ,>nd Sozialdemokratie", an den sich eine kurze Diskussion schloß. Tie Anregung, eine Arbcitslosenstatistik aufzunehmcn, wird als zwcckniäßig be­zeichnet und empfohlen, daß das hiesige Gewerkschaftsknrtcll der Sache näher tritt. Hoffentlich hat sich die nächste Ver­sammlung eines besseren Besuchs zu erfreuen, denn auch in Kriegszeiten soll man seiner Ueberzeugung treu bleiben nnd dies auch durch den Besuch der Versammlungen kund tun.

Gefallene des Giesiencr Regiments. Als gefallen werden vom Infanterie-Regiment Nr. 116 weiter folgende bekannt: Landwehrmann Peter Töll ans Albshanscn bei Wetzlar, Reservist Hch. Ludwig Baiser ans Rciskirchen bei Gießen. Wehrmann Heinrich Geißler aus Staufen­berg. Gefreiter Wilhelm Schneider aus Annerod. Fcldwcbel-Lcutn. Otto Müller aus Langgöns.

Gefallene aus Oberhessen und Nachbnrgebieten. Vize- fcldwebcl Ludwig L c v i ans Alsfeld. Vizefeldwebcl Georg Althen, Stadtsckretär ans Wetzlar, Jnf.-Regt. Nr. 81. Reservist Karl Mandler ans Kinzenbach, Jnf,°Rcgt. Nr. 81. Musketier Jakob Strack ans Niederbiel, Jnr.- Rcgt. Nr. 112. Reservist Friedrich Dictz ans Steindors bei Wetzlar, Jnf.-Regt. Nr. 81. Musketier Hermann Hoffinann ans Burkhardsfelden, Jnf.-Regt. Nr. 168. Vizefeldwebcl Friedrich Krüger, Oberlehrer ans Wetzlar.

Wie hoch Ist die Löhnung der Toldotcn im Kriege? Diese

Frage wird jetzt vielfach gestellt. ?lach den Vestinrinungen beträgt der monatlich« Sold für

FriedcnS-

immobilen

mobilen

zn stand

Zustand

Zustand

Alark

Mark

Mark

Gemeine, unbcritten. . .

.

9,00

15,K*

berltden . . .

. 10,50

11,40

15,90

Fahrer als Gemmne . . .

. 10,5»

11,40

17,40

Gefreite . . ,

. 12,

12,90

30,40

Sanckälögesrcibe bercktan! . .

. 10,50

IS,90

23,40

Kranken wärt«r un beritten .

. 15,

17,40

20,40

Gesrcite u»beritten ....

. 10,50

11,40

18,90

beritten ....

. 12,

12,90

18,90

Oberg« freite ......

. 15,

,

18,90

Unteroffiziere......

. 25,20

38,00

40,

Sergeant . .......

. 30,00

40,50

57,

Vizeseldivsbel......

. 47,10

57,

03,

Feldwebel und Wachtmeister

. 02,10

81,

90,

Feldivobel und Wachlmrcistcr erhalten außerdem im imnuzbilen Zustand 15 Mark, im mobilen Zustarch 3fl Mark Dienstzuläge. Mobil sind nach dem Wortlaut der Befolhungeporschristen diear- niationen, die für den Gebrauch im Feld« mit Pcrional und Mate­rial besonders ausgestatbei sind: fmrnvbil dasttMii sinh die For- niaiionen, bei denen ein« solche AuSslaltunz rmierblieben oder nckoier alvstiehoben ist,

Ocffcntliche Blicherh-rlle. Im September wurden 1507 Bände ansqclichcu. Davon tommcu ans: Erzählende Literatur 002, Zeit­schriften 150, Jngendschriiten 114, Literaturgeschichte 4, Gedichte und Dramen 31, Lander- und Völkerkunde 2l, Knllurgesänchte 15 , Geschichte und Biographien 77, Kunstgeschichte 3, Natnrwistcnschaft und Technoloale 50, Heer» nnd Seewesen 17, Haus- und Landwirt­schaft 3, Religion und Philosophie 21, Ttaatswisfenschast 4, Sprach- wisienschaft 17, Fremdsprachliches 0 Bände. ?!ach auswärts käme» 19 Bände.

Bildhauerarbeiten am alte» Schloß. Gegenwärtig werden die schon seit etwa 50 Jahren vergebenen Bildhaucrarbcilcn libcr dem Portal des alten SchlosieS von Bildhauer S ch e u > » g in Frankfurt ausgeführt. Heber der Türe wird ein Ritterkopf dar­gestellt, darunter in kleinerem Ausmaß ein Ritter zu Pferde. Auf dem Tragstein des Erkers rechts vom Eingang soll ein Minnesänger zur Darstellung gelangen.

X Zigarettenfteuer. Im Jntcresie unserer zahlreichen mit der Zigarcttenstencr unterliegenden Waren Handel treibenden Leser machen wir an dieser Stelle aus die entscheidende Bcslimninng in ij 15 des Zigaretten st e u ergesetzes besonders aufmerk­sam, wonach derjenige, der sich gewerbsmäßig mit dem Verkauf von Zigaretten, Zigarcttcntabak. Ztgarctlenhtilsc» und -Blättchen ve- fasse» will, dies vorher der Steuerbehörde anzuzcigen hat a'« Anmeldung hat im Bezirk eine« Steneramt» bei diesem, im Uvrigeu