Ausgabe 
13.10.1914
 
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Tentschen belebten Webteten, ausübt, fbieflcrt sich in der Auf. rcgimg der Brüsseler Bevölkerung. Man kann sich nicht mehr mit der Erwartung englischer oder französischer Hilfe trösten, sondern muh sich entschließen, gegenüber der deutschen Be- satzung und Verwaltung einen klaren Standpunkt einzu- nehmen.

Während die römischen Blatter größtenteils bemüht waren, die Einnahme von Antwerpen als z i e m l i ch b e » l a n g l o s darzustellen, gesteht der belgische Gesandte in Rom in einer Unterredung in einem dieser Blätter selbst die volle und verhängnisvolle Bedeutung des Verlustes des starken Waffenplatzes ein. Er hoffe zwar, daß es dem belgischen Heer gelingen werde, zwischen Gent und der holländischen Grenze zu entschlüpfen und englische Trup­pen, die vor Antwerpen stünden, zu erreichen, von deren An­wesenheit er sichere und genaue Kenntnis habe. Tie Fol­gen des Falles von Antwerpen seien aber sehr schwer, weil dort alle Arsenale, Verpflegungsdepots und Proviant­magazine seien. DaS Problem der Verpflegung werde sehr schwierig werden, weil Belgien jetzt ganz aus England angewiesen sei. Die Deutschen hielten jetzt acht Zehntel Belgiens besetzt und würden das Land aus- hungern. (!)

Die Auslin-p» esse zum Fall Antwerpens.

<Kglattd.

Der militärische Mitarb-tter der Times schreibt:Die Ein­nahme von Antwerpen wird einen durch nichts zu wider­legenden Eindruck auf die öffentliche Meinung machen. Sic wird einen Dorn aus der Flanke Deutschlands hinwcgnehmen. Aber selbst wenn Antwerpen eine deutsche Festung wird, so wird es dem deutschen Handel wenig Nutzen bringen, der ein- für allemal zum Untergang verurteilt ist. Die Schelde kann nicht zu Marinezwccken gebraucht werden, ohne die Neutralität Hollands zu unserem Nachteil zu verletzen, denn der Fluh ist holländisch. Wir sehen diesen Zuständen entgegen und werden darauf hindrängcn, bah die holländische Neutralität respektiert wird, die nicht zu unserem Nachteil verletzt werden darf. Deutschland wird beim Jriedcnsschluh alles tun, um Antwerpen zu behalten und um es zu einem Seehafen und einem Arsenal ersten Ranges zu machen. Doch da diese Lage für uns unerträglich ist, so besteht keinerlei Aussicht, bah dieser Traum der Deutschen ver­wirklicht wird."

Der militärische Mitarbeiter der Morningpost schreibt: Ant­werpen hat nicht den Erwartungen entsprochen, weil die permanenten Forts in den ausgcsctztcn Stellungen keine Chance gegenüber der modernen Artillerie haben. Wenn die deutsche Garnison Antwerpen halten und wir sic angrcifen sollten, würde bas Resultat das gleiche sein (?), wenn w i r genügend schweres Geschütz vorführen. Ebenso wie wir die Neu­tralität der Schelde respektierten, als es unser Vorteil war. sic zu verletzen, werden wir nicht dulden, dah die Neutralität der Nieder­lande auf unsere Kosten gebrochen wird.

Itnlie«.

In den Kommentaren der römischen Presse über die Einnahme Antwerpens wiegt das Mitleid mit den Belgiern vor. Die Tribuna bemerkt, dah die heftige Sprache englischer Minister und der eng­lischen Presse in den letzten Tagen bereits den Fall Antwerpens In Rechnung gestellt habe. Antwerpen jetzt zu erobern bedeutete, den Zorn und die Besorgnis Englands In höchstem Matze herauszufordern.

Frankreich.

Die Pariser Blätter beklagen einstimmig den Fall Antwerpens, der der deutschen Sclbstvcrherrlichung neuen Stoff geben werde. Sie rühmen den Mut der Belgier, versprechen ihnen wohlverdienten Lohn und heben hervor, bah Antwerpen für die Deutschen keinen militärischen Wert besitze. Fnsolgc der Herrschaft der englischen Flotte über das Meer und der holländischen Neutralität wäre den Deutschen der Zutritt zum Meere verschlossen. Auherbcm besitze die belgische Armee noch volle Aktlonsfreihcit. (!) Skandinavien.

Ter Fall von Antwerpen wurde in Kristiania erst in den Morgenstunden bekannt und ivurde von sämtlichen Morgen- und Abendblättern besprochen. Morgenblabet schreibt: Tie Fcstnngs- kunst hat mit der Artillerie-Entwicklung nicht gleichen Schritt ge­halten. Der jetzige Krieg hat unter allen Umständen das Ver­trauen in die Festungen erschüttert. Tie Vereinigung der Fran­zosen mit den Engländern ist unwahrscheinlich, da die Deutschen bereits im Südwestcn der Schelde stehen. Durch Antwerpens Fall ist die Eroberung Belgiens Tatsache. Die deutschen Verbindungs­linien in Belgien sind nunmehr gesichert, Die Vorräte von Antwerpen sind von grosser Bedeutung für die Deutschen au der französischen Front.

Zu dein Fall von Antwerpen schreibt der militärische Mit­arbeiter der Kopenhagen«,: BcrlinSke Tidende: So mutzte sich auch

A f r a j a.

Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 84

fuhr er fort.Auch ich will nicht dabei sein, um z» sehen, wie in Oerenäesgaard Glück und Freude walten. Ich will nicht sehen, wie Helgcstad kalkuliert, wie der Vogt sein ge­meines Gesicht, in welchem sich alle Laster spiegeln, täglich vergnügter und röter trinkt, will auch nicht sehen, wie sein Resse lauernd umherschleicht und seinen Raub sich sichert, endlich aber, Jungfrau Hanna, will ich nicht sehen, wie die Einzige, die besser ist als dieser ganze Haufe, sich ihm bcige- sellt und ihr irdisches Heil hingeworfen hat, ohne daß ich im stände wäre, ihr Unglück zu hindern."

Und JIda?" fragte sie, indem sic sich an sein Ohr neigte.

Marstrand fuhr zurück, Unwillen rötete seine Stirn.In dieser letzten Stunde", sagte er,hören Sie mich, Hanna Fandrcm, nachdem Sie tagelang vermieden haben, mich zu hören. Welche entsetzliche Absicht ist es, die Sie trieb, Björnarne Ihre Hand zu reichen, ans Hclgcstads Plan bereit­willig einzugehen und unablässig sich zu mühen, um sein Wohlwollen zu erwerben? Er, nachdem er Ihnen das schwerste Leid zugcfügt, sucht Ihre Vergebung und Sie er­greifen seine blutige Hand und drängen sich zu der Ehre, seine geliebte Tochter zu werden. Sie heucheln Zärtlichkeit gegen ihn, heucheln Liebe für Björnarne, aber in Ihrer Seele brennt ein tödlicher Haß, eine Rache, die sich selbst zum Opfer bringt, um sich an einem Unschuldigen zu rächen. Was hält mich ab, hinzntreten vor Hclgeslad und ihm zu sagen, was ich weiß?"

Nichts, als das Bewußtsein, daß man Ihnen kein Wort glauben würde", erwiderte Hanna lächelnd.Sie haben ge­sehen, was der ehrwürdige Priester Ihnen antwortete und haben den Verdacht unlauterer Absichten genugsam auf sich geladen."

Wahr", sagte er,aber haben Sic kein Mitleid mit

Antwerpen bei, deutschen Wasi'en beugen, Brialmonts stolzes Werk konnte de» beutschen Mörjern nicht länger widerstehen. Tic belgischen Truppen versuchien fcelfcemnütin die Ausgabe zu lösen, vcrmochicn es aber nicht. Aber sicherlich hätten es auch keine anderen Tcruppc» gekonnt gegenüber einem so tüchtigen, z i e l b e w u tz t e n und rücksichtslosen Gegner, wie cs die Deutschen sind, die wie keine andere Nation den Festungskrieg studiert haben. National Tidende schreibt: Das Ereignis kann eine grobe Tragweite haben. Es ist jedensalls von »roher tztedcutung für die Stellung aus dem westlichen deutschen Kriegsschauplatz.

Oesterreich.

Tie Wiener Blätter begrüßen den Fall Antwerpens als ein h o ch b e b e u t s a m e s militärisches und politisches Ereignis, das die ganze Kriegslage günstig beeinslusscn werde. Das Fremdenblatt schreibt:Die Katastrophe von Antwerpen wird in der britischen Geschichte stets ein Denkmal der Schande bleiben und ein warnendes Beispiel für die Völker, die aus Eng­land hosfen und vertrauen. Ter neue grosse Erfolg der beutschen Waisen wird auch bei uns mit freudiger Genugtuung begrübt werden." Die Neue Freie Presse bezeichnet die Eroberung als das größte Ereignis in diesem Kriege. Mit dem Fall Antwerpens habe Deutschland ein Beispiel ausgcrschtct, damit jeder sehe, wie England und Frankreich die Freunde, di« sich ihnen anver- trauen, ins Verderben locken. Das Neue Wiener Journal lagt:SBelfliei, fällt als erfteä Opfer Gregs, des Testaments­vollstreckers Eduard VII. von England. Vielleicht ivird cs Frank­reichs und Rußlands Machthabern noch klar werden, dass sie nichts anderes sind als die Opser der perfiden englischen Politik". Tie Wiener Allg Ztg. schreibt: Die Einnahme Antwerpens ist mili­tärisch und moralisch nicht hoch genug anznschlagen. Dah es den tapscrcn deutschen Truppen, die so lange in erbittertem Gesellst stehen, möglich ivar, imicrhalb kürzester Frist die Haupt- bcsestigung Belgiens, die durch Natur und Kunst zu einem der stärkste» modernen Bollwerke geworden war, trotz des zähesten Widerstandes der Besatzung, di« fortivährcnd Zuzug erhielt, zu be­zwingen, zeugt von der wachsenden Lfsrnsivkrast. der M'gebrcchenen Ausdauer und dem hin reihenden Ela» der deutschen Truppen. Zu­gleich aber beweist der Fall Antwerpens, dass jeder, der auf Frank­reich oder England baut, ebenso verloren ist, als jene, die sich aus Russland verlassen. Tie Rcichspost schreibt: Tie Besitznahme von Antwerpen ist wohl, wenn auch nicht der bedeutendste, sicher aber der s i n n s ä l l i g st c und Überzeugend st e aller bis­herigen Erfolge der deutschen Waffen,

Die Kämpfe im oberen Elkatz.

Ucber die Kümpse im oberen Elsaß veröffentlichen die Baseler Nachrichten folgende Information:

Schlucht, den 10. Okt. Hier ist cs diese Woche zwischen den Deutschen und Franzosen zu verschiedenen Gefechten ge­kommen. Tie Franzosen machten verzweifelte Versuche, die Deutschen wieder ans den Vogesen hcrausznüringcn. Südlich der Schlucht in der Richtung nach Wildcnstcin waren noch starke französische Abteilungen, welche sich in diesem zer­klüfteten Gelände gut verstärkt hatten. Langsam aber b». ständig drangen die Deutschen vor. Hierbei spielte die Ar­tillerie eine große Nolle. Tie deutschen Geschütze hatte man »nt vieler Mühe auf die Schlucht hinaufgebracht und daselbst cingcgrabcn. Drei Tage, Dienstag, Mittwoch »nd Donners­tag, beschoß die deutsche Artillerie die vorliegenden Berge und Waldungen. Inzwischen drang die Infanterie vor, unter­stützt durch die Pioniere, welche die vielen Hindernisse weg- räumen mußten. Die Franzosen wurden weit über die Grenze zurückgcdrängt. Hierbei wurden noch zahlreiche Ge- sangene gemacht und viel Material erobert, n. a. mehrere tausend Patronen und Maschinengewehre, Die deutschen Truppen im Wcttcrlinger Tal. welche St, Amarin besetzt halten, haben nun mit den Truppen im Münstertal Ver­bindung. Ta nun die Vogescntälcr von den Franzosen ge­räumt sind, ist der Betrieb der Nebenbahn nach Münster, Gebwcilcr und Thann wieder alifgenommcn worden. Auch hat man den Landsturm ans der Gegend von Münster, dei 'eit der Mobilmachung in her Festung Ncn-Brcisach festge- haltcn wurde, wieder nach der Heimat entlassen,

Belagerung von Belsort?

Daß die Belagerung von Belsort unmittelbar von den Franzosen erwartet wird, geht daraus hervor, daß der größte Teil der Zivilbevölkerung nach dem französischen Süden be- fördert worden ,st. Verschiedene Blätter wollen hierin be­reits eine Wirkung des Falles von Antwerpen sehen.

Der Baseler Anzeiger meldet, daß neue Kämpfe im Tundgan bcvorständen. Die Franzosen erwarten u n mit­telbar den Angriff ans Belsort. DaS Blatt sagt, die Fran-

Bsörnarnc? Scheu Sic nicht, daß in^scincs Herzens Angst Ihre Liebkosungen ihn mit Abscheu erfüllen?"

Bin ich denn so abschculich?'(. antwortete sie laut lachend. Welche Einbildung, Herr Marstrand, und wie artig, mir das zu sagen! Wenn cs wahr wäre, ich könnte mich darüber betrüben, allein ich würde meine Liebkosungen verdoppeln, uni ihn davon zu heilen."

Unglückliches Mädchen", murmelte Marstrand,ver­suchen Sie Gott nicht. Björnarne muß. welches seine Ge­fühle auch sein mögen, seines Vaters Willen befolgen. Sie werden an seiner Seite leben am Lyngenfjord, in diesem Hanse, ans dieser Bank, bis Sic sterben. Er wird sich mit seinem Schicksal aussöhnen. Sie nicht. Hanna. Ihre Rache wird mit allen Qualen dann auf Sie selbst zurücksallen."

Ihr Gesicht 'wurde bleich und ihre Hände preßten sich krampfhaft zusammen, aber es war nur ein Augenblick. In der nächsten Minute war sic heiter, ihre Lippen lachten wie zuvor.Ich habe mein Schicksal gewählt", sagte sic,Gott helfe mir, ich kann nicht anders. Bedenken Sic selbst, mein Freund, was mir übrig blieb. Für mich gab es kein Rück­wärts, ich konnte nur vorwärts blicken. Ich ließ meine Ver­lobung geschehen, ich konnte cs nicht hindern. Bin ich schuld daran, daß Hclgcstads Sohn mich nicht liebt? Soll ich, ein schwaches, an diese Fclsenküstc geworfenes, verlassenes Weib, mich widcrsetzcn? Ich kann nichts tun, als durch Unter- würsigkeit meine Zukunft mild machen, mich bemühen, mir Gunst und Liebe zu erwerben. Das ist mein redliches Be­streben, wie können Sie es tadeln wollen? Ich suche den- icnigen zu gefallen, mit denen ich leben muß, und zeige dem Manne, der mir verlobt ist, daß ich srenndlich »nd gefällig bin. Ich wünsche ihn zu überzeugen, dah ich eine treue, ge­fällige Gefährtin sein, ihn achten und ehren und seine Haus mit Fleiß und Geschick in Ordnung halten werde. Das sind meine Vorsätze, und ich schwöre Ihnen bei allem, was heilig ist, nie wird cs anders sein: immer werde ich in Treue meine Pflichten erfüllen, nie mein Betragen ändern."

zosen seien genau über alles unterrichtet. Gewiß ist, daß sie im Oberelsaß Werkzeuge haben, die ihnen Mitteilung über > alles Wissenswerte machen.

französische Ailffordermm zur Desertion.

^ Von einem deutschen Kavallcricofsizier wurde dein Berliner ! Tageblatt eine Proklamation z»r Verfügung gestellt, die französische Flieger ans deutsche Truppen herabgeworfen haben. Tie Prokla­mation hat folgenden Wortlaut:

Deutsche Soldaten! Eure Offiziere lügen, wenn sie Euch ! sagen, dass wir Eure Gefangenen erschicssen oder schlecht behandeln. I Dies ist nicht wahr. In den umliegenden Wälder» haben wir Nach- zligler vom 6., 18. und 18. Armeekorps gefangen genomtnen und alle wurden gut behandelt und erhalten eine gesunde und kräftige I Kost. Diejenigen von Euch, die dieses elenden Lebens überdrüssig I und der Strapazen des Krieges müde sind, diejenigen, die nicht I mehr von Euren Offizieren als dummes Vieh behandelt iverdcn t wollen, können sich ohne Angst bei den französischen Vorposten ohne s Waffen melden. Es wird Euer Schade nicht sein."

Vattdcrvelde über die deutschen Sozialdemokraten.

Aus London wird dem Vorwärts vom 3. Oktober geschrieben: Genosse Vandervelde, der Führer der belgischen Sozialisten, der im Austrage der belgischen Regier»»», der er angchört, nach den Vereinigten Staate» gereist ist, um den Amerikaner» die Leide» des belgsichen Volkes z» schildern, hat in der amerikanischen sozia- listischcii Presse eine Erklärung vcrösscntlicht, in der er die Taten der dcntichc» Armee in Belgien verurteilt, aber sich in i t grosser Toleranz über die Haltung der deutschen Sozial­demokraten äuftcrt. Er sagt unter anderem:

In allen inicrnationalc» Uonflitten der letzten Jahre hat sich die inicrnationalc iozialistischc Bewegung einig gesunden. So war cs auch noch am Vorabend des gegen, väeiigc» Konslikts. Oesterreich hatte schon Serbien den Krieg erklärt, als das Internationale Sozialistische Bureau, das schleunigst nach Brüssel cinbernfen war- den war, sich aus den Standpunkt stellte, dah Deutschland aus Oesterreich »nd Frankreich aus Rutzland einen Druck ausübcn müsse, um den Konflikt zu lokalisieren. Und von ganzem Herzen stellen wir unsere» deutschen Genossen das Zeugnis aus, dass sie In ihren Bemühungen zur Ansrcchterhaltung des Friedens ihre Pslichi, ihre ganze Pflicht, und mehr als ihre Pflicht taten

Aber diese Bemühungen find vergeblich gewesen. Der Krieg ist allgemein geworden. Alle direkten Verbindungen zwischen den Sozialisten Deutschlands und denen anderer Länder sind »»möglich geworden.

Auf beide» Seite» stehe» sich Millionen von Arbeitern als Feinde gegenüber.

Was unserer Lage einen besonders tragische» Eharakter verleiht, ist, dass auf beide» Seiten die Sozialisten in gleicher Weise davon überzeugt zu sein scheine», dass es sich ihrerseits um einen Verteidigungskrieg handelt Aehnlich den französischen »nd belgischen Sozialisten, bei denen sich die Idee fest eingewurzelt Hai, datz sic einen berechttgten Verteidigungskampf führen, haben auch die deutschen Sozialdemokraten für die Kriegskreditc gestimmt.

Wir werden uns natürlich hüten, ihnen wegen dieser Sache Vo r w ü r s e zu mache ». Wir nehmen Kenntnis von de» Schwierigkeiten der Situation. Wenn sic die Kriegskreditc verweigert hätten, dann würde» sic ihr Land dei Kosakcninvasion überantwortet haben. Indem sie für sii stimmten, haben sie Waffen geliefert gegen das rep», blikanischc Frankreich und dns demokratische West' e u r o p a. Von diese» zwei Nebeln wählten sic dasscnigc, dak ihnen das geringere schien. Ich wiederhole, wir werfen keine Schuld auf si c."

Die rnisischen Sozialdemokraten gegen der Krieg!

Ter Baseler Vorwärts meldet: Wie aus Petersburg über Kopenhagen gemeldet wird, beschlossen die sozialdemo­kratischen Dumaabgeordneten einstimmig die Ablehn­ung des geforderten 2-Milliarden-Kredits für die Fori-j, sctzung des Krieges. Tapfere Genossen!

Der Zar als lieber Rumänien wirb gemeldet: Die Petersburger Tele< I

graphcn-Aacntur gibt bekannt, dass der Zar das Oberkommand« > über die Armee mit dem Hauptquartier in Brest-Litowsk über- iiommcii hat. Kriegsminister Suchomlinow fungiert als General' adsutant des Zaren. Grossfiirst Nikolaus Nikolajewitsch hat de« Oberbefehl über die Nordarmce übernommen.

Die Zustände i» Wa schau.

Tie Korrespondenz Rundschau nieldct über Kopenhagen, das I die Lage in Warschau sich sehr bedenklich zu gestalten beginne. Lb wohl die Stadt einen optimistischen »nd sorglosen Anstrich zu> l I Schau trage, schreite eine wirtschaftliche Katastrophal heran. Ungefähr 60 Prozent der Kaufleute und Industrielle, lll stünden vor dem Bankrott oder hätten bereits falliert. Es sei W jfl icidjt möglich, dass Hungerrevolten ausbrächcn. In der russische, »

Marstrand schwieg und blickte vor suh nieder. Alles, wai > Hanna sagte, war nicht anzuscchtcn, und dennoch wußte cr> daß cs Lüge war. Eine Panse trat ein, die Blumen in den! Gärtchen wachten ans ihrem Schlaf auf, ein Luftzug fache» I tibcr sie hin und erinnerte daran, daß der Morgen kam. Au I dem Gaard tönten die Musik und jauchzende Stimmen. _ Björnarne", sagte Hanna,hat sein Herz mit einerl Kummer beschwert, der schuld an seinen matten, roten Auge I ist. Es ist lächerlich und schmachvoll zugleich, davon 51 sprechen. Er kann das entlaufene Lappenmädckien nicht ve> I gcssen. Gnla liegt ihm im Sinne."

Das wissen Sie?" rief Johann.Wer hat es Ihne I gesagt?" I

Still", fiel sie lachend ein,das ist Torheit. C' f Freund hat cs mir erzählt, ein sehr aufrichtiger Freund, d, I mir wohl will »nd mir mehr vertrant wie Sie, mit eirte' I Worte, impn lieber Schwager Paul Petcrsen."

Ter elende Heuchler!" murmelte Marstrand.

Ter gute Paul", fuhr Hanna fort, ohne darauf S I achten,er gibt sich die größte Mühe, den Gram des arme > Björnarne zu verscheuchen. Am ganzen Fjord und iibctaj I wohin fein Einfluß reicht und wo er Freunde hat, läßt er m > kundigsten Männer aufbieten, um anszusorschen, wo ® W Dirne steckt. Es wird ihm bald gelingen, ihren Aufentha zu erfahren, »nd ich glaube beinahe, er weiß schon etwa davon." j|j|

Wo dieser Mensch sich einmischt, hat er Böses vor", i Marstrand.Hüten Sie sich vor ihm. Warum sucht, 1 Gula auf? Was will er tun, wenn er sie gefunden hat? | Was kümmert es mich!" war ihre Antwort.Mag,, sie hierher bringen, ich will sic aufnehmcn, oder meinen daß ich eifersüchtig sein müßte? Ich glaube, der Schelm ® Schreiber hat selbst gern in die sck)warzen Angen der h"b^ Tirnc gesehen, wenigstens spricht er davon mit sonderbare Elfe- und Jlda mag sich in acht nehmen, daß er sic nicht na Tromlö in sein Hans führt." (Fortsetzung folg' '

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