Ausgabe 
2.10.1914
 
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Mrflcrmciflcr erklärt, Baß Sie Angelegenheit geregelt sei, indem der Unterricht in der Fortbildungsschule wieder ausgenommen würde. Von der Militärbehörde wird die Erbauung eines Des- infcklionshauseö für die Unterosfizicrschule gewünscht, wofür 8000 Mark bewilligt werde». Ein Schmerzenskind bleibt die Deckung der Rcparaturkosten. die nicht gering sind, für bas hiesige Lehrer­seminar, und wird endlich Klarstellung verlangt über die Zahlungs­pflicht, Bekanntlich soll das erst vor wenigen Jahren von einem Rcgicrungsbaumeister hcrgestcllte Lehrgebäude schwere Fnnda- mentierungsfehler aufweiscn, wodurch der Stadt bereits erhebliche Kosten für Reparatur entstanden und teilweise der Aufenthalt in diesem Gebäude als gefährlich galt, da sich große Risse in dem Mauerwerk zeigten. Sodann schlägt der Bürgermeister vor, die Stadtverordnetenwahlen wegen des Krieges zu vertagen, um den Wählern im Felde ihre Rechte nicht zu beschneiden, Tie Stadt- vcrordnetcn-Vcrsammlung stimmt dem vernünftigen Vorschlag zu und bleiben die ausschcidenden Stadtverordneten vorläufig bis zur Neuwahl in ihrem Amt, lieber Klagen bctr. Einquartierung wird bekannt, baß die Militärbehörde die Vorkehrungen der Stadt nicht beachtet hat, wodurch Ungleichheiten entstanden sind. Auch hat die Bäckcrinnung abermalige Erhöhung der Brotprcise angckündigt, da das Mehl immer teurer würde. Hieraus wurde in eine nichtösfcnt- liche Sitzung eingetrctc»,

Ein bedauerlicher Ungliickssall hat sich am Mittwoch in Burg­solms ereignet. Durch ein »mfallendes Jauchcfaß wurde das vier­jährige Söhnchcn des Mechanikers Söhn getötet. Das Kind hatte in der Nähe des Fasses gespielt, welches derart auf cs fiel, daß bas Genick gebrochen wurde,

7 .. Oberbiel bei Wetzlar, Im Wctzlarcr Anzeiger vom 30, Sep­tember schreibt ein Veteran von 1870/71 über die sogenannten Liebes­gaben für die Fcldzugsteilnehmer, wobei er hcrvorhcbt, daß nur gute Sachen gestiftet werden sollten, sonst lieber gar nichts, und behauptet, baß 1870/71 viel Schund gespendet wurde. Der Mann hat mit seiner Mahnung sehr recht, denn anch in Oberbiel schämten sich einfache Arbeiterfrauen, die von einer Psarrfamilic geschenkten Wäschestücke zur Ablieferung an die Sammclftelle zu bringen, viel­mehr ist der bekannte Lumpensammler M. als Empfänger dafür In Aussicht genommen. Ja ja, es geht nichts über christliche Nächsten­liebe, und nicht an ihren Worten, sondern an ihren Taten sollt ihr sie erkennen.

Bereiuskalender.

Samstag, 3, Oktober. Weßlar. Gesangverein Hoffnung, Singstunde.

Abends 8(4 Uhr

Telegramme.

Das Ringen im Westen.

Neue Fortschritte!

Großes Hauptquartier, 1. Okt., abends. (W. B. Amtlich.) Am 3st. September wurden die Höhen von Rohr und F r c s n c y (nordwestlich von Noyon) den Franzosen entrissen.

Südöstlich von St. Mihiel lvurde» am 1. Oktober Angriffe von Toul her zurückgcwicscn. Die Fron zoscn hatten dabei schwere Verluste.

Ter Angriff auf Antwerpen schreitet erfolgreich fort.

Auf dem östlichen Kriegsschauplatz keine Veränderungen.

Das fällige Bulletin.

(Ctr. Bln.) Der gestern nachmittag 3 Uhr 25 ausgc- gebcne französische offizielle Schlachtbericht lautet: Auf uw jerein linken Flügel im Norden der Somme fährt die Aktion fort, sich mehr und mehr nach Norden zu entwickeln. Zwischen Oifc und Aisne hat der Feind einen heftigen Angriff auf Traccelemont unternommen. Im Nordwesten des Waldes von Laigle wurde er unter Verlusten zurückgeschlagen. Im Zentrum Ruhe auf der ganzen Front von Reims bis zur Maas. Zwischen Argonnen und Maas leichtere Vorstöße seitens der Franzosen. In Woevre rückten die französischen Truppen nach heftigen Kämpfen mit den gegnerischen Truppen vor, besonders im Osten von St. Mihiel. Auf dem rechten französischen Flügel zwischen Lothringen und den Vogesen ist die Situation unverändert.

Was die Engländer wissen.

Rotterdam, 2. Okt, (Etc. Bln.) Eine Depesche der .Times aus Nancy voni 24. September besagt: D i e Deut­

schen rücken w i e d e r v o r. Sie besetzten Domevre, Blamont, Circcy, Badonvillcrs sowie Thiauvourt und Nomeny. Der Ort Nomeny ist dem Erdboden gleich gemacht, ebenso wie Gcrbervillgrs. Die Deutschen rücken durch das Dczouse-Tal vor.

Die Beschießung Antwerpens.

Rotterdam, 2 . Okt. (Ctr. Bln.) Aus Antwerpen wird gemeldet: Beim Fort Waclhcm sprengten die Deutschen das Pulvermagazin. Sic sollen die dortigen Trinkwasserwcrke zerstört und die Plätze Licr und Hcrenthals besetzt haben.

Der Kampf gegen die Nnsicn.

Ei,» ruisisches Bulletin.

(Etr. Bln.) Ein Petersburger Bulletin besagt: Tic

Deutschen befestigen die die galizische Grenze beherrschenden Hügel im Süden des Gouvernements Kieler, mit dem offen­baren Zweck, den Vorstotz eines HilfskorpS.von Schlesien nach Krakau zu decken. Ein heftiger Kampf scheint in diesem Gebiet bevorzustehen.

Schwere Niederlage der Serben.

Budapest, 1. Okt. (Ctr. Frkft.) Ein neuerlicher E i n - fallderSerben auf kroatisches Gebiet hat abermals mit einer schweren Niederlage der Serben geendet. Unsere Armeelcitung hat einen neuerlichen Vorstoß der Ser­ben planmäßig gefördert, um die Serben auf unserem Boden fassen zu können, was, wie aus Mitrowitza gemeldet wird,'voll­ständig gelungen ist. Ter Einfall, der Montag erfolgte, endete mit einer vernichtenden Niederlage der Serben, die Tausende Verwundete, Tote und Gefangene hatten. Nur wenige erreichten wieder das serbische Ufer. (Franks. Ztg.)

Das Eingreifen der Afghanen.

Ein neuer Feind der Russen und Engländer.

Konstantinopel, 1. Okt. (WB. Nichtamtlich.) Ein hiesiges Blatt gibt die Meldung des offiziösen afghanischen Organs Aradjulah Barnlasghan wieder, nach welchem der Emir von Afghani st an eine Streitmacht von etwa 4 0 0 0 0 0 Mann regulärer Truppen unter dem Ober­befehl seines Bruders Naer-Ullah Khan mit dem Aufträge entsandt habe, die Stadt Peschawar, den Schlüssel I n d i c n s zu b e s c tz c n , und eine andere aus 300000 Mann bestehende afghanische Streitmacht unter dem Befehl des Thronfolgers Narcc Jere gegen Rußland.

Die Fratckf. Ztg, schreibt dazu:

Tie zur Stunde kaum z>, übersehend« Bedeutung dieser Nachricht liegt nicht in der unmittelbare» Bedrohung der russischen Besitzungen in Mittelasien und des britisch-indischen Reiches durch die Strcit- krästc des Emirs, die mit einiger orieutaiischcr Schätzung bezissert worden sein mögen. Das Emirat kann im Kriegsfall vermutlich kaum mehr als 200 000 Mann ins Feld stellen. Aber der kluge Emir von Afghanistan, der Jahrzehnte lang als Pusser den diplo-

mattscheu sntnifcn von Rußland und England ausgesetzt war und ron beiden Mächten reichliche Tribute zu gewinnen verstand, hat sicherlich den scheinbar unerhört kühnen Schritt, gielchzeittg gegen di« beiden größten Mächte Asiens vorz »gehen. nickst vh>w genaue Kennt­nis der Lag« gewagt. Wenn er wirklich Pesckmwar besetzt l>at, kann er von dort aus den mohammedanischen Norden Jn- die» S in Flammen setzen, fo daß ihm das Mogulenreich fast von selber zuzicle. Rußland aber wäre sür die Dauer des europäischen Krieges sicherlich nicht inistairdc, den Einbruch gewaltiger Scharen in Türke st a n zu verhindern, denen mühsam durchgc führteSW rnhigung " mit einem Schlage vernichtet werden f<mw.

Verantwortlicher Redakteur: F, Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm & Cie,. Gießen.

Truck: Verlag Osfcnbacher Abendblatt. G, m, b, H Osf-nbach a. M,

Bekanntmachung.

Die Heberolle über die Beiträge zur land- und sorstwirtschast-

lichen Bcrussgenossenschast sür dao Jahr 1013 liegt von l>eutc an

während 2 Wochen im Stadthaus, Gartenstraße 2, Seitenbau, zur Einsicht offen, Innerhalb einer weiteren Frist von zwei Wochen, nach Ablauf der Ojfenlegungsfrist, kann der in der Heberolle als beitragspflichtig in Anspruch Genommene gegen di« Beitragsbevcch- nung bei dem Vorstande der land- und forstwirtschaftlichen Bcrufs- ge nassen schalt Einspruch erheben <s, 8 11 der Bekanntmachung Groß- herzoglichen Ministeriums des Innern vom 30, Mai 1913). Gießen, den 2, Oktober 1914,

Der Oberbürgermeister:

Keller, .

Bekanntmachung.

Betrifft: Verkauf von Birkenbesenreiser,

Samstag, den 3. Oktober 1914, vormittags 11 Uhr, werde» im Stadthaus, Gartenstraße 2. die in den Waldungen der Stadt Gießen sich ergebenden Birkciibcsciirciscr in verschiedenen Losen meistbietend versteigert.

Gießen, den 30. September 1914,

Ter Oberbürgermeister:

__I. B.: Griinewaid. _.

Soziald. Wahlverein Krofdorf.

Nachruf.

Den Heldentod füis Vaterland 9. September unser wertes Mitglied

starb am

im Alter von 26 Jahren.

Wir verlieren in demselben einen braven I Parteigenossen, dessen Andenken wir stets in Ehren j halten werden. Der Torstand.

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