Organ für die Interessen der Provinz Oberhessen
des werktätigen Volkes und der Nachbargebiete.
Du Odrrbelütid» v»lk««ettun, erlcheint Irden Werttag Abend in (Bichen Der flbomwmtntcbctts btltäflt wöchentlich lß Pich, monatlich CO ®fa. «tnidiL Bnnottlobn Durch die Pol! bezogen biertetiäbrl.IlBMk
Redaktion an» Trvcditlon Dielten, Babnboiiiraiir 22. Elke LSwengassc. Tetevbon 2008,
Inter»«« tollen die v mal gelball. kkoionclzetle oder deren Raum u> Plg. Bei gröberen Aulträgen Ra all,' Anzeigen wolle man biä atxnM7Kbr *üt die loigende Kummet in der Erbel»!>on auiaeben
Nr. 229
Gicßcn, Den 3. Oktober UM4
9. ^lltllMllg
Die Prcffe und der Kriea.
Von den viele» schweren Opfern, die der Krieg von den Völkern fordert, ist eines merkwürdiger Weile in der Oefscntlichkeit noch so gut wie garnicht erwähnt worden. Dos ist das O p > e r an (taot s- bürgerlichen Rechten, die der Kriegszustand den Völkern cuferlegt. Ein Staat, der um die Erhaltung seiner Existenz kämpft, nrus, alle sein« Kräfte unter militärisch« Ordnung siigen, und darum erlebt man jetzt auch dm repiiblikaniichen Frankreich und im streng konstitntionelien England Beichränkungen der Preßfreiheit, wie sie sich die Bevölkerung zu Friedenszeitcn kaum einen einzigen Tag lang gefallen liebe
Solche Beichränkungen sind erträglich, wenn die Sicherheit besteht, das; sie nach dem Kriege wieder sollen und wenn sie nicht über die Krenzen des unbedingt Notwendigen ausgedehnt werden. Auf dem Kebtete der reinen Mililärberich-tersiattung wird jeder ihre Notwendigkeit ohne weiteres einschen, ES geht nicht an, daß die Presse durch eigenmächtige Vcröfientlichungeii über die Kriegslage dem Gegner wertvolle Fingerzeige gibt, datz sie Tchwaa'zen des eigenen Landes blobstellt ober durch ein« pessimistische Darstellung der KriegSereignissc erst erzeugt. Darüber hinaus ist es auch verständlich, dab die Militärbehörde, unter deren Macht die Presse jetzt steht, die Entstehung innerer Parteikanipse zu vermeiden wünscht: auch sie bcdeulc» eine S<l>wächung der Vvlkskrast nach außen, Deswegen braucht ober noch keine Zeitung aus die Vertretung der Grundsätze, für die sse im Frieden eingetreten ist. zu verzichten.
Das gilt insbcionöere auch für die sozialdemokratische Presse, Nicht im Ke reu sotz zu ihren bisherigen Anschauungen, sondern eben aus diesen heraus — wie ssch durch unzählige Zitate beweisen liebe — ist sse dazu gekommen, für die Verteidigung des Landes etnzutreten und aus ihrem Gebiet dazu mitzuhelscn, dab da? Reich vor den Gefahren des Untergangs bewahrt bleibt. Eine politische Aufsgssung aber, die die Pflicht der Verteidigtmg anerkennt, steht in keinein Gegensatz zu de» wirklichen Zwecken der Äriegsführung, wie weit auch di« meisten Vertreter der Mililärgewalt heute noch davon entfernt sein mögen, ihren übrigen Inhalt als berechtigt nnz »erkennen Nachdem ober das Vorurteil, sozialdemokratische Propaganda lei unoercinbar mit der Landesverteidigung, geiallen ist, wird hossentlich auch in Militärkrcisen allmählich ein« objektivere Beur- ieilung der sozialdemokratischen Forderungen und Ziele dnrch- bringen. Doch das sind spätere Sorgen, Heute genügt die Anerken- rung der Tatlache, dab sozialdemokratische Gesinnung und beste Sol- dattiilugend einander nicht aus schließen, und dab darum auch die lozialdemokratische Presse das Recht hat. ihrer Gesinnung nach zu bleibe», was sic ist.
Aus einem sehr wichtigen Gebiet besteh! sogar zwischen der Ar- bkiterbrcsic und einer ihre Ausgaben richtig erkennenden Militärver- eine besonders enge Idee n gemein ichast. Auch die ^'"^rvenvaitung m»b darum besorgt sein, dab die breiten Massen Bevölkerung in körperlicher Tüchtigkeit erlglten bleiben, dab sie n '!aü r llebcrarbeit, noch durch Mangel an Arbcitsgclegenhcii. "fber durch z„ niedrigen Lohn noch durch Lcbenömitteltnierung »nd Obdachlosigkeit in einen Zustand der Erichöpiung hi ne in ge trieben !""ben, Indem di« Arbeiterpresse beiniihl ist, ans dem weiten Felde »er itr,egMrst>rgc und der geregelten Wirtichaftserhaltmig anregend wrscrnd Hindernisse aus dein Wege räumend, tätig zu sein, leistet re 'üL tT '®IflTtidk Durchführung der Krieger vielleicht mehr als manches Big» das solch« Notivcndigkcitcn übersieht, sich aber bei schlägt allgemeinen Gesinnung in Kraftworten Lbcr-
e ? a ^ a " n die sozialdemokratische Presse nun freilich mit gewiss« Tv^t,urteilten den Wettbewerb nicht aufnchmen, Sic bot viclmel Wunsch, soweit dies unter den gegenwärtigen Un !!?" s m 09li<6 ist, für Menschlichkeit und Gerechtigkeit auch gcqei cinzutretcn, Do» allen Leide n schasten die di »neg cnticsselt erkennt sse als berechtigt nur bi« Lcidenichoit a o,e t'aue, und Heimat. Weib und Kind vor den Schrecknissen Ek xrieqe, bewahren und im Kanipl die Grundlagen zu einem neui « T i Tit!,cn sichern will. Sie traut dem deutschen Del geivug sittliche Krall zu, sein« Pflicht zu tun, ohne deSltalb al z.ueuen venchutten zu müssen, ans den, ein künftiges Reich d «oikerveriohnung und der Volkswobliahrt erstehen soll. Der Krir ocn wir letzt erleben, mutz durchgeführt werde», er erweckt aber wo in keinem die Lust nach baldigen Wiederholungen, Dorum tut d lozialoemokrattiche Presse nur ihre Pflicht gm eigenen Volke, wer n« verhüten will, datz der Krieg erzeugende Völkerhab zu eine dauernden Seelenzustand wird.
Die Situation im Westen.
Die Stimme eines Berufenen.
bekannte General v, Blume schreibt über die nun soft drei rochen dauernde Schlacht im Westen:
iD„Li!i e "Uch hier und da aus der ausgedehnten Front, bc- sircbkn un f crcm rechten Flügel, gegen den sie unter dem Bc- äl» umfassen, ihre hauptlraft verwandte, Teilerfolge,
Wann iw T» "lahmte jedoch alsbald. Mehr und mehr gc-
Ta >,,",""^^ucl>uiungsgeist auf deutscher Seite das llcbcrgewicht, deuil»», , »ergangenen Tagen diese Uebcrlegenheit von der worden in crtcn Heeresleitung noch nicht für ausreichend erachtet ist onn.,,!^ 4»m letzten, entscheidenden Schlage autzzuholcn, so
der Bekali der Zeitpunkt auch hierfür jetzt gekommen. Noch
Abend ^wachung unseres großen Hauptquartiers vom gestrigen gestern hi» ,°"f unserem rechten heeresflügel in Frankreich während ^ "ttöin »och unentschiedene Kämpfe stattgefuiidcn, Rübe he..k^?" Front, zwischen Oise und Maas, im allgemeinen aber »i. r ~ wohl die Ruhe vor den, Gewitter, Wie sicher sich bal, de.i veercsleitung des Erfolges fühlt, ist daraus erkennbar, runns-!!®,, , Bekanntmachung zufolge gcslcril auch die Bclage- neiipr"! -ii 1 " liegen «inen Teil der Forts von Antwerpen das die lkt^iÄ '1 et wühlend ein Vorstoß belgischer Kräste gegen
stmeite, fit ’ iu »8*li»>e zurllckgewicsen wurde: bestände irgend ein ici über den AuSgang der Entscheidung aus unserem rechten
Flügel in Frankreich, so würde man den Angriff gegen Antwerpen I zur weiteren Verstärkung jenes Flügels verschöbe» haben, Achn- ! lichcS gilt von unserem Vorgehen gegen die Maas-Forts aus unserem äußersten linken Flügel, Wir hören, daß gestern dort erneute Vorstöße aus Verdun und Toni von der im Angriff gegen die Maas-Forts stehenden Armee zurückgeschlagen worden stiid, woraus hervorgeht, daß die Unternehmungen zur Erweiterung der durch die Eroberung des Forts du Eamp-deS-Romains geöffneten Lücken ununterbrochen fortschreiten. Um aber die bisherige Entwicklung und den voraussichtlichen Ausgang der großen Schlacht bei Paris richtig zu beurteilen, darf man nicht übersehen, daß auf säst »och härtere Proben als die Kampstüchtigkcit der Truppen ihre Widerstandsfähigkeit gegen Strapazen und Entbehrungen gestellt worden war. Obgleich unsere Truppen, die alle mit der Kriegführung in feindlichem Lande verbundenen Schwierigkeiten zu überwinden hatten, hierunter zweifellos schwerer als die gegnerischen zu leiden gehabt haben, gehen sic moralisch »nd phvsisch weniger geschwächt als jene aus dieser Prüfung hervor. Zu keinem geringeren Teil als auf den »nllbcrtrosscncn Heldenmut uiiiercr Truppen gründet sich unsere neue Zuversicht auch auf ihre überlegene Widerstandskraft gegen Anstrengungen und Entbehrungen,
Der Treiverb ud gegen die Türkei.
Konstantinopcl, l, Okt. (Ctr, Frkft.) Tic Botschafter der Ententemächte üben starke Druckmittel auf die Pforte aus, um diese zur Oeffnung der Dardanellen zu bewegen, bisher erfolglos. Die englische und französische Flotte, die sich gestern von den Dardanellen bis Tenedos zurückgezogen, hat sich heute noch weiter westlich entfernt. (Franks. Ztg.l
Konstaiitinopcl, 1. Okt, (Ctr. Frkst.) Das Vorgehen Englands gegen den Khcdiven Abbas wird hie: allgemein als eine arge Verletzung der türkischen Souveränität über Aegypten aufgesaßt. In diesem Sinne erhielt auch gestern der englische Botschafter. Louis Mailet, aus der Pforte einen unzweideutigen Bescheid: er ging dahin, datz der Khcdiv«. einer Forderung seines Souveräns entsprechend, in Konstantinopel bleiben werde.
In der Umgebung des Khediven versichert man, das Ultimatum Englands an Abbas Pascha sei auf persönliche Einwirkung Lord Kitckieners zurückznführen, der rach- illcbtig sei und während seiner Amtsführung in Kairo schon mehrmals zu einem vernichtenden Schlage gegen den Khediven habe ausholcn wollen. In hiesigen englischen Kreisen wird das Vorgehen gegen den Khediven mit Be- dauern als ein Zeichen für die zunehmende Nervosität in London und als Fehlschlag beurteilt,
(fitic neue Phase auf dem Balka»«?
Athen, l. Okt, lCtr. Bln.) Der türkischen Bekannt- machung über die Schließung der Dardanellen für die internationale Schiffahrt wird hier die Auslegung gegeben, daß die Türkei aus ihrer Neutralität heranstreten und zu kriegerischen Aktionen gegen Rußland im Schwarzen Meere und wahrscheinlich auch gegen Rumänien übergehen will, — Die hiesige russische Gesandtschaft erhielt aus Petersburg ein Telegramm, in dem ein Angriff der Türken als sehr wahrscheinlich bezeichnet, aber das Vertrauen zu der Uebcrlegenheit der ruisischen Flotte ausgedrückt wird. Heute abend findet ein Ministcrrat statt, in dem Venisclos über die neueste Phase, in welche die Tinge jetzt eingetretcn sind, Mitteilung machen wird.
Das Znhsun-isvrrbot »zeaen England.
Tie Verordnung über das Zahlung^verbot gegen England hat folgenden Wortlaut:
Der Bundesrat hat im Wege der Vergeltung folgende Verordnung erlassen:
8 t Es ist bis ans weiteres verboten, Zahlungen in Grog-Britannien und Irland oder britischen Kolonien und auswärtigen Besitzungen mittelbar und unmittelbar in bar. in Wechseln oder Schecks, durch Ueberweisung ober m sonstiger Weise zu leisten, sowie Geld oder Wertpapiere mittelbar oder uitmittelbar nach den bezeichneten Gebieten abzuführen oder zu übcriveisen, Leistungen zur Unterstützung von Deutschen bleiben gestattet,
8 2. Schon entstandene oder noch entstehende oermögensrecht- iichc Anspruch-- solcher natürlicher oder juristischer Perjoncn, die in den in § 1 bezeichnet«!, Gebieten ihren Wohnsitz oder Sitz haben, gelten vom 31, Juli 1814 an oder, wenn sie erst an einem späteren Tage zu crsllllen sind, von dicien, Tage an bis aui weiteres als g e - st » n d e t. Für die Dauer der Stundung können Zinse» nicht gefordert werden, NeckztSiolgen, di« sich nach den bestehenden Vor- schrnten in der Zeit vom 31. Juli 1814 bis zmn Inkrafttreten dieser Verordnung aus der Nichterfüllung ergeben haben, gellen Mr nicht eingetreten. Die Stundung wirkt auch gegen jeden Erwerber des Anspruchs, cö sei denn, datz der Erwerb vor dem 31. Juli 1814 oder, wenn der Erwerber im Inland« seinen Wohnsitz oder Sitz hat, vor dem Inkrafttreten dieser Verordnung stattgcsunden hat. Dem Erwerber des Anipruckies steht gleich, iver durch dessen Erfüllung einen Eritattungsanspruch erlangt hat,
8 3, Ter Schuldner kann sich dadurch dcfreien, daß er die geschuldeten Beträge oder Wertpapiere bei der Reichsbank für Rechnung des Berechtigten hi nt« rtegt. ,
8 4, Ans Wechsel, bei denen zur Zeit des Inkrafttretens dieser Verordnung die Frist sür die Vorlage zur Zahlung und für die Protesterhebung wegen Nichtzahlung nach dem abgelauscnen Protest noch nicht abgelaufcn ist, wird durch das Zahlungsverbol und die Siunduna die Zell, in der die Vorlage zur Zahlung und die Protestcrhcbuug roegen Nichtzahlung zulässig und criorderlich ist, his nach dem Außerkraittrctcn dieser Verordnung hinausgeichoden, Tic Frist, innerl>alb deren die Vorlage und die Protcsterhebung nach dem Außerlrasttvcten zu erfolgen l>at, bestimntt der Reichskanzler, Die Vorschristen des Absatzes 1 finden enlspreckzende Anwendung auf Schecks, bei denen die Zeit, innerhalb deren sic zur Zahlung oor- zulegen sind, hei dem Inkrafttreten dieser Verordnung noch nicht ab» gclansen ist. Eine Berpfllchnrng zur E-ntrichlung des wcllcven WechielstempclS nach 8 3 Abi, 2 des Wcchseiitem pcigeictzes wird durch das ZahlunaSverbot und die Stundung nicht berührt,
8 5. Die Vorschriften der 88 l bis 4 sinden keine Anwendung, wenn ck sich um eine im In lande eriolgcnde Erfüllung von Ansprüchen handelt, die sür die in 8 2 bezeichneten natürlichen oder iuristischen Personen im Betriebe ihrer im Inland unterlialte- nen Niederlassungen eiitstanden siizd. Die Vorschristen der 88 2 und 3 finden jedoch Anwendung, wenn es sich um Rückgrifts- aniprüchc der bezeichneten Personen wegen der Nbchtannahm« oder Nichtzahlung eines im Ausland .zahlbaren Weckssels handelt,
8 6, Mit Gefängnis bis zu drei Jahre» und mit Geldstrafe bis zu 50 088 Mark oder mit einer dieser Strafen wird, sofern nicht nach anderen Strasgcietzen eine höhere Strafe oenvirkt ist. bestraft, 1. wer wissentlich der Vorschrift des 8 1 zuwiderhandelt. 2, wer wissentlich einem dentselien Ausfuhrverbot zuwider Waren nach den in 8 4 bezeichneten Gebieten mittelbar oder unmittelbar aussührt, 3, wer wissentlich Waren, für die in Derrtschland ein Ausfuhrverbot besteht, aus einem anderen Laude nach den ni 8 1 bezeichneten Gebieten millelb,rr oder unmittelbar übersllhrt oder überweist. Der Versuch ist strafbar,
8 7, Ter Reichskanzler kann Ausnahmen von dem Verbote des 8 4 und des 8 0 Abs, 4 Nr, 3 zulassen. Er ktnn jm Wege der Vcrgelttmg die Vorschriften dieser Verordnung auch auf ander« feindliche Staaten für anwendbar erklären,
8 8, Diese Bcrordnrmg tritt mit dem Tage der Verkündung, der 8 6 jedoch erst mit dem 5, Oktober 4944 in Kraft,
Botfkott der deutschen uud österreichischen Waren in Frankreich.
In Paris hat sich unter dem Vorsitz des früheren Deputierten Mille eine Vereinigung gebildet, deren Mitglieder sich verpflichten, deutsche und österreichische Erzeugnisse weder zu kaufen noch zu verkaufen, sowie keine Angestellten und Arbeiter deutscher und österreichischer Nationalität zu beschäftigen. Das französische Kapital solle nur heimischen industriellen Unternehmungen zugute kommen oder den Industrien der verbündeten Länder.
In einem Bericht, der dem Rhonepräfekten von einem Pfttglied des obersten ArbcitSrates unterbreitet wurde, werden verschiedene Vorschläge zur Eröffnung der ökonomischen Feindseligkeiten gemacht und der Zusammenschluß der französischen Produzenten ins Auge gefaßt, welche die Gründe des Erfolges der deutschen Erzeugnisse studieren und Ab- wehrniaßrcgcln treffen sollen, damit diese durch französische Fabrikate ersetzt und überhaupt direkte Verkaufsorganisatio- ncu geschaffen werden, um die Fabrikate bei den Detaillistcn abzusetzen.
vinflland geften Holland und Skandinavien.
Roltcrdnin, 1. Okt. (Ctr. Frist.) Tie englische Regierung hat die Heringssischerei an der englischen Ostküste gestern in dem Gebiet verboten, wo im Oktober sich die Heringe aufhaltcn. Tie Fischdampfer, die sich jenseits der verbotenen Linie befinden, werden wie Minenschifse behandelt. Morgen macht ein englischer Fischerkutter eine War- nnngsrundfahrt. Durch diese Maßnahme ist die HeringS- sischerci, eine wichtige Einnahmequelle der Niederlande, lahmgelegt. Ebenso ist die dänische und norwegische Fischerei geschädigt.
Die bösen Nnterseeboote.
Paris, 1. Okt, <W. B. Nichtamtlich.) Der TcinpS bringt einen Artikel über die deutschen Nntcriecboote aus dem Londoner Globe. Darin wird die völlige Ohnmacht der englischen Flotte gegenüber den gänzlich unsichtbaren Unterseebooten betont und gefordert, daß Mittel »nd Wege gefunden werden müßten, um sie zu entdecken.
Dre Verluste der Rusien in E,allsten.
Zürich, 1, Okt, (W. B. Nichtamtlich) Nach einer Meldung der Neuen Züricher Zeitung vcrössentlichcn die Londoner Blätter glaubwürdige Meldungen über die Verluste der Russen in Ost- preuhen und Ostqalizien, Danach seien auf dem qa liz» scheu Lchlachtfelde gegen 100 000 Rusien gefallen.
Russische (Hesaugene.
Der Franks, Ztg. wird geschrieben:
In Lübeck sind die Kriegsgcsangenen-Depots und die Lazarette on Russen überfüllt, lieber die russischen kriegsgefai,ge»cn Offiziere erfährt man, daß sie sich recht heraussordcrnd und un- cscheidcn benehmen, sie schimpfen und raisonnicren und sinden, aß man sie nicht ihrem Range entsprechend behandle. Tie rer- rngc» vor allem Zigaretten, Schnaps und Karten, und da man inen das Verlangte nicht gibt, so vergessen sie ab und z» ihre rage


