Ausgabe 
1.10.1914
 
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schon Viehbestandes bezweckt. Die deutsche Landwirtschaft hat in der letzten Zeit zur Erleichterung der Fleischversorgung sich im großen Umfange der Schweinezucht gewidmet. In­folgedessen ist gegenwärtig an Schweinen ein überreiches An­gebot vorhanden. Diese günstige Konjunktur werden sich jetzt die deutschen Heeresverwaltungen zunutze machen, in- dem sie in ihren eigenen Konservenfabriken und den privaten Unternehmungen, die für den Heercsbedarf Lieferungen er- halten, vorwiegend Schweinefleisch verarbeiten lassen. Aus diese Weise erzielen die Heeresverwaltungen einerseits günstige Einkaufsbedingungen für ihre Vorräte, anderseits findet die Landwirtschaft einen Absatz für ihre Schweinezucht, sodaß deren Rückgang infolge gänzlicher Unrentabilität ver­mieden werden kann. Tic vorwiegende Verwendung von Schweinefleisch für den Heeresbedarf hat auch eine Schonung unserer Rindviehbestände zur Folge, die im Interesse der Volksernährung erwünscht ist.

Für die Einführung der Höchstpreise. Ter Deutsche Land­wirtschaftsrat hat am 28. September einstimmig folgenden vor auf dem Standpunkte, daß während des Krieges Höchst­preise für Brotgetreide sofort einzuführen sind. Sollten hier­gegen Bedenken bestehen und sollte die Staatsregierung ge­neigt sein, nur Höchstpreise für Mehl einzuführen, so könnte Beschluß gefaßt: Der Deutsche Landwirtschaftrat steht nach wie der Deutsche Landwirtschaftsrat hierin eine genügende Maß­nahme nicht erblicken und die Verantwortung dafür nicht über­nehmen. Die Einführung von Höchstpreisen für Mehl darf nur den Uebergang für die notwendige und baldige Festsetzung von Höchstpreisen für Getreide sein.

Gefallene des Gicßener Regiments: Reservist Ludwig Keßler aus Stcinbach bei Gießen. Reservist Hermann Olbrich aus Dornholzhausen (Kreis Wetzlar). Leut­nant d. R. Julius M e n g e s, Zigarrenfabrikant aus Großen-Linden. Einjähriger-Unteroffizicr Ernst Strack ans Leihgestern.

Verlustliste des Infanterie-Regiments Nr. 1l6, Gießen. 2. Bataillon. 6. Kompagnie. AutrSourt am 28. 8. 14. Mus­ketier Wilhelm Hildebrand, Angenrod, Kreis Alsfeld, tot. Reservist Johann Dörner, Wildenburg, Kreis Altenkirchen, tot. Viezefeldwebel Ludwig Korber, Rödgen, Kreis Gießen, verwundet. Unteroffizier der Reserve Brendel Adolf Geck Ofscnburg, verwundet. Musketier Philipp Heß, Worms- Reuhausen, Kreis Worms, verwundet. Musketier Julius Vogel, Straßburg, verwundet. Musketier Julius Karl,

' Nd. Gemündcn, Kreis Alsfeld, verwundet. Musketier Ludwig Happel, Watzenborn, Kreis Gießen, verwundet. Musketier Heinrich Jcdamzik, Hordel, Kreis Bochum, ver­wundet. Tambour Hermann Herling, Altenbergen, Kreis Höxter, verwundet. Reservist Ernst Kulach, Koy, Kreis Goldap, verwundet. Reservist Karl Müller V., Köddingen, Kreis Schotten, verwundet. Reservist Ludwig Luh II., Altendorf a. d. Lahn, Kreis Gießen, verwundet. Reservist Johannes Reibert, Langen-Bergheim, Kreis Büdingen, ver­wundet. Reservist Heinrich Schatz, Blasbach, Kreis Koblenz, verwundet. Reservist Georg Christ, Wetzlar, verwundet. Reservist Gustav Grubrich, Lüdenscheid, verwundet. Reservist Heinrich Sprankel, Lehnheim, Kreis Alsfeld, ver­wundet. Reservist Karl Oucckbörner, Kirschgarten, Kreis Alsfeld, verwundet. Reservist Wilhelm Lanz, Marburg, vermißt. Unteroffizier Arthur Müller, Bannen, Kreis Tüsscldorf, verwundet.

Tic Verlustlisten. Die AuslunftSftell« für Feldpostsen- dünge» inacht daraus aufmcrtsain. dah außerordentlich häufig sich erste Meldungen aus dem Felde über Verwundungen und Tod von Krieger» nachträglich als irrtümlich criveisen. Selbst Vermerke aus zurnckgegangenen Feldpostsendungen wieverwundet" oder tot" geben noch keinen sicheren Anhaltspunkt darüber, daß diese Angaben wirklich zuiressen. ES sind eine ganze Anzahl solcher irrtümlicher Meldungen schon bekannt geworden, u. a. auch solche, dir den ausdrücklichen Ncgimentsvermerk trugen:Starb ani . . . den Heldentod fürs Vaterland", worauf ein acht Tage später datier­ter Kartengruh von den, Krieger eintras mit dem weitern Inhalt, dah er sich gesund und inunter befinde. Ganz besonders sei davor gewarnt, den zahlreiche,, Angaben von Verwundeten, dah ihr Kamerad gefallen sei, Glauben zu schenken, da in der Aufregung häufig derartige Vcrichte in die Heimat gesandt werden, während sich in vielen Fällen nachher hcrausstellt, dah der Äletressende nur verwundet oder gestürzt ist. Sogar in den amtlichen deutschen Verlustlisten kommen häufig nachträgliche Korrekturen vor, indem schon als tot Gemeldete nur verwundet sind und zahlreiche als vermißt slemeldcte, die oft als gefallen betrachtet werden, sich bei ihre» Truppcncilen wieder einsanden.

Unzulässige Feldpostkartc» mit Antwort. Tie Kaiserliche Oberpostdirektion erläßt folgende Bckanntmtchung: Von Privat­unternehmungen werden in letzter Zeit Feldpostkarten »rit Antwort an das Feldheer vertrieben, auf denen sich der Vorüriirk für die Aufschrift der Antwortkarte auf der Außenseite anstatt aus der Innenseite der Kart« befindet. Da die Absender der Doppclkarten die Adresse auf dem Antwvrtteil ebciisalls vorzufchrciben haben, trogen diese Toppclkarten die beiden Adressen sjilr Empfänger und Absenders auf den Außenseiten. Hierdurch werden nicht nur die Dienstgcfchäfte bei den Postsaimnelstcllen erschwert, sonder» es be­steht auch große Gefahr für Fehlleitung«,, und falsche Behandlung der Sendungen. Aus diesem Grunde müssen solche Feldpostkarten mit Airtwort als unzulässig vom Postverkchr ausgeschlossen werden.

Giehener freiwillige Feuerwehr. Am Montag abend fand die nach dem Uebungsplan angcsetzte diesjährige letzte Uebung statt, ivelchc nicht so gut besucht war, wie di« voraue-gegangene», da noch der letzten Einberufung nunmehr 45 Mitglieder zum Militärdienst einriicktc» und der grüßte Teil davon bereits seit Anfang des Krieges im Feld steht. Durch die stete Bereitschaft der ständigen Feuerwache am Lßwaldsgarten und dadurch, dah di« noch anivesendeu Feuer­wehrleute nunmehr mit der Handhabung sämtlicher Geräte vertraut sind, wird auchoch die tleine Schar von Feuerwehrleute,, in Ge­meinschaft mit der freiwilligen Gail scheu Feuerwehr, l>«i Ausbruch eines größeren Brandes il>reu Aufgaben voll und ganz gewachsen sein. Immerhin würde es gern gesehen, wenn ans den Kreisen der Bürgerschaft sich Leute zur Ausbildung im Ferrcrlvschdienst und als aktive Mitglieder zur Feuerwehr melde,, würden. Erfreulicher Weise konnten auch dieses Jahr «ine Einzahl Kameraden Dirnstans- zeichnungen erhalten und zwar das vom Großherzog verliehene Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit die Kameraden F. Wenzel und 5t. Schmidt. Das von der Stadt verliehene Diplom für 15jährige Dienstzeit di« Kameraden K. Herbert und 5t. Heck. Das Abzeichen sür 20jährige Dienstzeit erhielten di« Kameraden H. Barth, 5t. Schmidt und E. Bändel, für lOsährige Dienstzeit die 5tan,eradcn H. Blum, C. Löwer und W. Schreiber.

Die Betriebskrankenkassen während des Krieges. Wiederholt ist daraus hingewiesen worden, welche Nachteile die Betricbs- krankcnkassen solchen arbeitsuchenden Personen bieten, die infolge eines körperlichen Fehlers aus Grund ärztlicher Feststellung für nicht tauglich" erklärt werden und folglich keine Ausnahme in solche , Betriebe finden können, in denen derartige Kasseneinrichtungen

existieren. Besonders in der gegenwärtigen Kriegszeit macht sich dies bei der großen Masse von Arbeitslosen außerordentlich fühl­bar. lieber eine größere Anzahl von Fällen wird uns berichtet, wo sich Arbeiter einer ärztlichen Untersuchung unterwerfen und wegen nichtssagender Fehler alskrank" für nicht betricbs- ausnahmesähig erklärt wurden. Soweit es sich um Privatbetriebe handelt, mag man das noch erklärlich finden, dort hat man sich an solche Maßnahmen schon längst gewöhnt, sodaß man sich daran überhaupt nicht mehr entrüstet. Daß man aber auch in staatlichen Betrieben in der jetzigen Zeit tagtäglich solchen Tatsachen begegnet, ist um so bedauerlicher, als die Not und Entbehrungen vieler tausender beschäftigungsloser Personen entsetzlich ist und es nicht Aufgabe des Staates sein kann, solchen Personen kurzerhand die Tür zu weise». Von der königlichen Pulverfabrik Hanau werben uns Fälle berichtet, wo die vorgenommencn Untersuchungen bei Arbeitscinsleüung mit einer solchen Peinlichkeit geführt worden sind, daß man sich über die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung einfach wundern muß. Im Laufe der letzten Woche wurde dort wieder eine größere Anzahl von Arbeitern zur Untersuchung be­ordert, von denen rund 25 Prozent fürkrank" erklärt wurden. Es sollen Leute unter ihnen gewesen sein, die noch niemals in ihrem Leben weder krank gewesen noch irgend einer Kasse zur Last gefallen waren. Auf Vorstellungen bei der Betriebsleitung hat man diesen einfach erklärt:Der Arzt ist für uns maßgebend: übrigens haben wir ein solches Angebot von Arbeitern, daß wir uns nur die allerbesten auswählen." In Arbciterkrcisen neigt man zwar der Ansicht zu, daß auch jetzt noch genau wie vor dem Kriege die politische Gesinnung mitbestimmend ist, aber solange wir hier keine triftigen Beweise haben, sind derartige Schlüsse nicht maß­gebend, jedenfalls aber darf im Interesse der Arbeitsuchenden namentlich von staatlichen Betrieben erwartet werben, daß allzu große Härten vermieden bleiben.

Zur gcfl. Beachtung!

Diejenigen unserer Träger, welche noch mit der Abrechnung im Rückstände sind, bitten wir wieder­holt dringend, diese

sofort

zu bewerkstelligen. Orte, die länger wie zwei Monate im Rückstand bleiben, werden wir sür die Folge veröffentlichen.

6pri). der Aerhejs. MMtlW, ®iep

Das lebenslängliche Mitglied der I. Ständckammer Geh. Kom­merzienrat W. I. D. Palckenberg in Worms, Inhaber einer bedeu­tenden Wollfabnk und Spinnerei, Stadtverordneter daselbst, ist im Alter von 70 Jahren gestorben.

Achtung feindliche Brieftauben! Das stellvertretende General­kommando des 18. Armeekorps erläßt folgenden Aufruf: Ter Ver­dacht tst gerechtfertigt, daß sich »och immer belgische oder französische Brieftauben im Land befinden. Diese Tauben werden nicht nur auf Taubcnschlägen. sondern in allen erdenklichen Schlupfwinkeln, in Kellern, Schränken, Kommoden, Körben, in Waldungen und Gebüschen versteckt gehalten. Hierdurch ist die Möglichkeit eines unerlaubten und für »ns nachteiligen Depeschenverkehrs nach dem feindlichen Ausland gegeben. Die Beseitigung aller belgischen und französischen Brieftauben wird deshalb dringende Pflicht. Zur Erreichung dieses Zieles genügt die Kontrolle der Ausstchtsbcamten aber nicht, die Zivilbevölkerung muß mithelfen und wird hiermit aufgefordert, sich an der im vaterländischen Interesse liegenden Arbeit der Ueberwachung unerlaubten Brieftaubenverkehrs zu be­teiligen.

Verwertung von Hagebutten. Hagebutten gibt es setzt reich­lich. Dies« Früchte, ansgebernt und mit etwas Zucker eingekocht, geben eine vorziigliche Marmelade. Diese ist auch als Fruchtsaft zu gebrauchen. Die Kenn« können getrocknet werden. Mit Wasser auf den Herd oder Ofen gestellt, und 3 4 Stunden langsam gekocht, geben sie einen herrlich schmeckenden Tee, der auch von gesundheit­licher Wirkung ist.

Schwurgericht. Wegen Meineids hatte sich gestern vor den Geschworenen der 78 Jahre alte Ehristian Münch aus Harbach iKreis Gießens zu verantworte». Wegen einer Bagatelle sitzt der bisher unbescholtene Mann, der in Harbach allgemeines Ansehen genießt und verschiedene Ehrenämter bekleidet ser ist u. a. Orts- gcrichtsmann), auf der Anklagebank. Ter Anklage liegt folgender Tatbestand zugrunde: Zwischen dem Angeklagten und dem Feld- schlltzen Münch in Harbach bestand schon seit Jahren ein gespanntes Verhältnis, was sich in gegenseitigen Anzeigen bei der Staats­anwaltschaft Luft zu machen suchte. Als nun der Schwager des Angeklagten gegen den Feldschützen eine Beleidigungsklage ange­strengt hatte, über die am 17. Dezember 1913 vor dem Schöffen­gericht in Grünberg verhandelt wurde, trat Miinch als Zeuge aus. Er wurde zuerst vernommen und bestätigte unter seinem Eid die beleidigenden Aenßerungen des Fcldschiitzcn Münch. Als er gefragt wurde, ob er mit Münch ans gespanntem Fuß lebe, verneinte er dies und gab auf die weitere Frage, ob er jemals gegen Münch eine Anzeige erstattet habe, die Erklärung ab, daß dieses nicht der Fall

se,. Beide Aussagen nahm er trotz Ermahnung des Richters auf seinen Eid, obwohl fcststand, daß er mindestens zwei schriftliche Anzeigen gcgen^ den Fcldschiitzen, davon eine erst vier Monate vor der fraglichen Schöffengerjchtssitzung, eingereicht hatte. Eine andere Anzeige, die seine Unterschrift trägt, hatte er im Jahre 1910 er­stattet und darin den Fcldschllycn des Betrugs bezichtigt. Ter Angeklagte, der Schwerhörigkeit und Gedächtnisschwäche vorschüyt, bestreitet entschieden, sich der ihm zur Last gelegten Straftat schuldig geniacht zu haben. Er bestreitet ferner, daß er mit dem Feldschllve» in Feindschaft lebt, obwohl sich beide gegenseitig nicht ansehe,i und achtlos aneinander voriibergehe», auch will er sich nicht entsinnen können, vor dem Grllnberger Schöffengericht die von ihm einge- icichten Anzeigen in Abrede gestellt zu haben. Die Möglichkeit, daß er eine Anzeige mit seiner Unterschrift versehen hat, gibt er z». Es sind viele Zeugen und drei Sachverständige zu vernehmen und die Verhandlung nimmt fast den ganzen Tag in Anspruch. Von den Zeugenaussagen sind besonders diejenigen der Gerichtspcrsonen, der Herren Geheimrat Mickel, Gerichtsschreibcr Formhals» Gerichtsdiener Krömmelbein und Rechtsanwalt B e i I st e i n von Interesse, die übereinstimmend bekunden, daß ihrer Ansicht nach der Angeklagte über die ihm vorgelcgten Fragen nicht im Zweifel sein konnte und die Antworten darauf mit voller Ueberlcgung ab­gegeben hat. Die übrigen Zeugenaussagen sind weniger von Be­lang. Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte Frage auf wissentlichen Meineid, worauf der Vertreter der Anklage, Herr Gerichtsassessor Knauß. eine Zuchthausstrafe von 1 Jahr und 3 Jahre Ehrverlust beantragte. Das Gericht erkannte gemäß dem Anträge des Staatsanwalts.

Krei- NlSfcld-Laulerbach»

Ei» entsetzlicher Unglücksfall hat sich am Montag beim Bahn-

banbctiicb der Firma Werner & Lücke! in Alsfeld ereignet. In der Stcinsirst" snahe dem Steinbrnchl entgleiste eine in voller Fahrt befindliche Lokomotive auf unaufgeklärte Weise. Die Maschine stürzte um und begrub den Lokomotivführer und den Heizer unter sich, wo sie als Leichen hcrvorgeholt werden mußten. Die beiden Verunglückten sind etwa zwanzig Jahre alt und stammen aus Russisch-Polen.

Strtit Wetzlar.

X Kriegsopfer. Aus Wetzlar und Umgegend haben weiter den Tod fürs Vaterland gefunden: Der Landwchrmann Wilhelm Strack aus Wetzlar, Feldart.-Reg. Nr. 25. Strack war Bicr- fahrer in der Brauerei Guth hier und als solider Mann allgemein beliebt. Ferner der Feldwebel Walter Wiese, Wetzlar. Jnf.-Reg. Nr. 188, Reservejägcr Wilhelm Vier ing. Wetzlar, Jägcr-Bat. Nr. 5, Reservist Hermann Olbrich aus D o r n h o l z h a u s c n . Jnf.-Reg. Nr. 118 «Gießen), Reservist Wilhelm Blasius aus Niederquembach, Jnf.-Reg. Nr. 116 (Gießen).

Berichtigung. Die Zahl der Verkaufsstellen im Wetzlar- Braunfelscr Konsumverein beträgt 29, nicht 10, wie in Nr. 225 vom 29. 9. der Obcrhcss. Volksztg. steht.

Gemcinderatswahl in Wißmar. Bei der am 25. September in Wißmar stattgesundcncn Gemcinderatswahl gelang cs unseren Genossen, trotzdem ein großer Teil derselben im Felde steht, den alten Besitzstand zu wahren. In der 3. Klasse erhielten unsere Genosse» je 21 Stimmen, während in der 2. Klasse sür die Sozial­demokratie 7 »nd für die Gegner 9 Stimmen abgegeben wurden-

Telegramme.

Im Westen weiter vorwärts.

Zwei Forts von Antwerpen zerstört.

Im Osten nichts Neues.

WB. Grosses Hauptquartier, 30. Sept., abends 9.40 Uhr (Amtlich.) Nördlich und südlich von Albert vorgehcndc, über­legene feindliche Kräfte sind unter schweren Verlusten für fix zurückgcschlagcn.

Auf der Front der Cchlachtlinic ist nichts nueH 3«' melden.

Bei den Argonncn geht unser Angriff stetig, wenn auch langsam vorwärts.

Vor den Sperrsorts an der Maaslime keine Ver» ändrrung.

In Elsaß-Lothringcn stiesi der Feind gestern in den mittleren Vogesen vor; seine Angrissc wurden kräftig zurück, geworfen.

Vor Antwerpen sind zwei der unter Feuer genommene« Forts zerstört. /

Von dem östlichen Kriegsschauplatz ist noch nichts bk» sondcrcs zu melden. __ _

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Gießen.

Verlaa von Krumm & Eie., Gießen.

Druck: Verlag Olfenbacher Abendblatt. G. m.b.H., Olkenbach a.M.

Fahrpreis der Straßenbahn.

Aus Beschluß der Stadtrerordncten-Versammlung wird ab 5. Oktober 1914 der Fahrpreis für alle Militärpersonen ans 5 Pfg. für die Fahrt einschließlich einmaligen Umsteigens festgesetzt. Gießen, den 30. September 1014.

Ter Oberbürgermeister.

Keller.

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