Ausgabe 
30.9.1914
 
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Beförderung o« Briefen und Geldsendungen an Angehörige In London. Briefe und Geldsendungen an in England lebende Angehörige werden am besten der Kaiserlich Deutschen Gesandt­schaft in den Niederlanden im Haag übersandt. Die Gesandtschaft übergibt die Sendungen der amerikanischen Gesandtschaft im Haag zur Weiterbeförderung nach London. Es ist hierbei zu beachten, das; Briefe unverschlosten und in englischer Sprache abgefastt sein müssen.

Gebt Uniformstücke her. Viele Familien, deren Angehörige i>» Heere dienen oder gedient haben, befinden sich im Bestvc von llniformstückcn. Mancher steht sie vielleicht als einen unnütz die Schränke füllciiden Ballast an, den er gern loswerdcn möchte. Diese Bckleidungs- und Ausrüstungsstücke, auch Extrasachen, biete man irgend einem Ersatztruppenteile an. Sicher nimmt er sie gern: sic sinden zur Verbesserung der Einkleidung der dort in Aus­bildung begrisfcncu Kriegsfreiwilligen gute Verwendung.

Einst und jetzt. Den Tod des Hofmarschalls von Ungern- Sternberg zeigt beste» Witwe in den Darmstäbter Blätter» wie folgt an:91,» 10. September fiel kämpfend für sein Vaterland" »sw. Die Witwe ist nämlich eine Engländerin, eine Dclme- Radclisfe. Nunmehr geht ein kleiner Entrüstungssturm durch die Spictzcrwelt der Hcstenrcsibcnz wegen dessein Vaterland". Bis zum AuSbruch des Krieges haben sie aber alle gekatzbuckelt vor der jetzt geschmähten Engländerin.

ifrril SYrchlar.

Keine Kriegcrsrau darf auf die Ttratzc gesetzt werden. Ter Justizminister erliest, wie <rmtlich gemeldet wird, folgende allge­meine Verfügung über das Gerichtsvollzieherwesen:

Zur Herbeiführung eines einheitlichen Verfahrens bei Vollstreckung von Räiimungsurteilen, die auf Grund der von einem Kriegsteilnehmer und seiner Ehefrau gcmeinschasllich ge- schlostcncn Mictsvcrträge crlasten worden sind oder werben, be­stimme ich, dast die Gerichtsvollzieher die Vollstreckung cines solchen Urteils, unbeschadet der auf die Erinnerung des Gläu­bigers ergehenden Entscheidung des Vollstreckungsgerichts abzu- lehucn haben, falls das llrtcll sich gegen die Ehefrau allein richtet."

Es wird damit nur bestätigt, ivas wir von Anfang an be­tonten: Di« Frauen der Eingezogenen dürfen wegen rückständiger Miete in keinem Falle auf di« Straste gesetzt werden, auch dann nicht, wenn sie den Mi«tSvertrag mit unterschrieben haben. Hoffentlich inerkcn sich das endlich alle Hausherren. Den Krieger­frauen mästen ivtr freilich wiederholt zurnfen: Zahlt, was Fhr könnt und versucht, Euch mit dem Wirt über di« schuldige Miete in Güte auscinanderzusetzen.

Telegramme.

In Frankreich tobt die Schlacht

weiter.

Die Beschickung Antwerpens eröffnet. Russische Vorstösic zurückgeworfen.

WB. Großes Hauptguarticr, 29. Sept., abends. (Amt lich.) Ruf dem rcchlcu .Hecresslügcl in Frankreich fanden heute bisher noch unentschiedene Kämpfe statt. In der Front, zwischen Oise und Maas, herrschte im allgemeinen Ruhe. Die im Angriff gegen die Maas-Forts stehende Armee schlug er­neute französische Vorstöße aus Verdun und Toul zurück.

Gestern hat die Bclagcrungsartillerie gegen einen Teil der Forts von Antwerpen das Feuer eröffnet. Gin Vorstoß belgischer Kräfte gegen die Ginschlicßungslinie ist zurück getoicicn.

Im Osten scheiterten russische Vorstöße, die über den Njcmen gegen das Gouvernement Suwalki erfolgten. Gegen die Festung Ossvlvicce trat gestern schwere Artillerie in Kampf.

Deutsche und Oefterrcichcr in Galizien vereint!

Die Russen weiche«».

WB. Wien, 29. Sept. Ans dem Kriegspresiequartirr loird amtlich gemeldet:

29. September mittags. Angesichts der von den ver­bündeten deutschen und österreichisch-ungarischen Streit- »rasten eingeleiteten neuen Operationen sind beiderseits der Weichsel rückgängige Bewegungen des Feindes im Zuge. Starke russische Kavallerie wurde unsererseits bei Biccz zcr- sprengt.

Nördlich der Weichsel werden mehrere feindliche Kaval lcriedivisione» vor de» verbündeten Armeen hcrgetricbcn.

Der stellvertretende Chef des Generalstabs: v. Höfcr, Generalmajor.

Bekanttlmachnng.

Wir suchen für Ausführung von Installationen imd Ablesen von Zählern tüchtige Elektromonteure.

Gesuche initer Angabe der Lohnanspriiche und Beifügung her Zeugnist« sind zu richten cm die Direktion der Elektrizitätswerke und Straßenbahn her Stabt Giesteil.

dt 146, 162, 205 . 282, 248. 309. 382, 391 dl 86, 54. 84, 126, 189. 212, 216, 246, 261 326 386, 528, 649, 683, 686, 719 O 14, 117, 129, 162, 206, 258 PI, 12, 135, 158, 240, 296, 309, 327

b. vom 1894er Anlehen:

Lit. L 308, 337 M 439, 455

N 802, 845, 915, 1004, 1053, 1093 O 310, 346 . 375 P 417, 426, 496, 600

c. vom 1895er Anlchcn:

Pit. P 404 M 530 . N 1112 O 493, 455 - p 624

Die Verzinsung hört mit End« Dezember 1914 aus.

Frisch olnjjctro?Tcii!

Feinste

Bekanntmachung.

Bei der am Heutigen vorgenommenen Verlosung der an, 1. Januar 1915 zurlickzuzahlenden Säpildverschreibungkn der Stadt Giesten sind gezogen worben:

a. vom 1893er Aalehen:

Pit. P. 1, 30, 36, 131, 184, 259 über 2000 JL

1000 JL

500 JL 200 JL 100 .H

2000 JL 1000 JL | 500 JL 200 Jt 100 JL

2000 M 1000 .U 500 JL 200 JL 100 M Die Ein­lösung kann bei her Stabtkaste Giesten und bei der Mitteldeutschen Kreditbank in Frankfurt a. M und Gießen erfolgen.

Ron in früheren Fahren aus gel osten Schuldverschreibinigen sind noch nicht zur Rückzahlung vorgelegt ivorden: von, 1803er Anlehcn Pik. dl Üir 286, 829, 1069 über je 500 Mark. Giesten, den 29. September 1914.

Der Oberbürgermeister:

Keller.

Z Bismarck- HeringeJO

M Rollmöpse

Feinste

sardinen.

Pfg

Stück Psg. I

> Pfund

40

Psg. i

Die Marktpreise für Vieh und Frucht und die Gietzener Fleisch- «nd Brotvreike um 28. September 1914.

Schlachtvieh preise tit Frankfnrt a. Di.

Fleischpreile in Giesten

Ochsen

Kälber

Schweine

50 kx Schlachtgewicht 81 100 Pf, . . 75-9.3 Pf. '/. 63-66 .

-/. kg 86-96 Pfg. >/. 7075 70-96 .

Getreidcpreise in Mannheim.

Brolprciie in Gießen

Weizen 100 kg 26.75 27.50 Mk. Roggen . . 23. -- 24 .

Weistbrot 2 Kx68 Pfg Schwarzbrot 2 . 60 ,

Druck: Verlag Onenbacher Abendblatt. G. m. b. H., Olkenbach a. M. Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters. Giesten,

Verlag von Krumm & Cie., Giesten.

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Die Entstehung des gegenwärtigen Krieges.

Dr. Kinkel Ter Krieg und die deutsche Kulinr.

15. Dr. Skalwcit Ter Krieg und die deutsche Volksioirtschaft.

22. Dr. Schtai» Die Gerechtigleit gegenüber unscren Feinden.

29. . Dr. Elbs Aus der Eunvicklung der chemischen Industrie in Denischland und

England.

November 5. . Dr. Krüger Die valerländische Tichlung in de» großen Kricgsjahrciu

,, 12. Dr. Seift Vom Recht der Zuknnit.

19. Dr« Behaghkl Der Krieg im altdeutchcn Epos.

26. Dr. König Tic Verwendnng der Nalurkräfte im Kriege.

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