Ausgabe 
25.9.1914
 
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feist,, »gen der Truppe» ist es bisher den Staben keineswegs immer möglich gewcicn. den FetdposianslaUcn die Marschquartierc recht- scitin mitautcilci, Vollständig ansge schlossen ist cs, das, die Brief­schaften den Empsänger» unmittelbar von der Post zugestcllt werden, Tie Abbolung erfolgt vielmehr bei der Feldpost durch die Bataillone, denen dann die Verteilung überlasten ist, Tast dieses Vertcilungs- gischäst vor dein Feinde gelegentlich einiisickxres wird, »nd daß cs Vorkommen kann, dast ganze Bricssäcke im Stiche gelassen werden, sobald eine Störung oder Beunruhigung durch den Feind cintritt, liegt nal>c. Hinsichtlich des Briefgewichts von über 250 Gramm ist, um den Wünschen des PnblikirmS zu entsprcchcn, eine Anweisung an die Postanstaltcn ergangen, dast sie solche Briese, die das Normal­gewicht ein wenig überschritten, nicht znruckwcisen sollen. Als änsscrste Fchlgrenzc sind hierbei 25 Gramm angenommen worden. Bei dieser Gelegenheit wird daraus hingewiesen, dast gewisse Brief­schreiber die Feldpost manchmal doch ctivoS allzu sehr ausnutzcn. Es ist fcstgestcllt, dast ein Absender an denselben Empfänger gleich­zeitig 7V Kartcnbriefe zu 250 Gramm ansgeliefert hat, Tie Reichs- ppstverwaltimg bclzanptct, dast der grösste Teil der gegen die Feld- post gerichteten Vorwürfe nicht begründet sei. Insbesondere iverden seit dem 14, August alte Feldposticndungcn nngesäunit besördert,

Stcrbebcurtundung für gesnllene Krieger, Tie Eintragung im Kriege Gefallener in das Sterbercgister geschieht nach schriftlicher dienstlicher Anzeige der Befehlshaber, Oft werden aber diese An­gaben der Militärbehörde» über die Personalien nicht genau oder nicht vollständig sein können, TaranS können für die Angehörigen oft unangcnchtnc Folgen entstehen, weit sich dann später umständ­liche und zeitraubende Aenderungcu und Berichtigungen nottvendig machen. Deshalb liegt cs im Intereste der Angehörige», für die gesetzlich geforderte genaue Beurkundung zu sargen. Das kann da­durch geschehen, dast ein Angehöriger sofort nach dem Bekannt- ivcrdcn des Todes eines im Felde Stehenden unter Vorlegung des Familienstammbuches, der Geburtsurkunde oder sonstiger Fa- niilienpapicre aus dem zuständigen Standesamte die näheren An­gaben macht. Zuständig ist das Standesamt, in besten Bezirk der Verstorbene zuletzt gewohnt hat. Ist sein Wohnsitz im Jnlandc nicht bekannt, so ist das Standesamt zuständig, in dessen Bezirk der Verstorbene geboren wurde,

Der Neue Welt-Kalender, auf dessen vorzügliche» Inhalt ivir gestern hinwiesen, kostet, wie immer, 40 Psg, »nd ist in unserer Expedition, Bahnhofstrasse 24, z» haben

Kartoffelpresse, Ans den, Frankfurter Markte wurden am Tienstag 4,50 bis 5, Mark für den Doppelzentner gesordert, Hier in Giessen sind die Preise erheblich höher, aber der oben an­gegebene Preis entspricht zweifellos der Marktlage.

Das Schwurgericht, das nächsten Montag beginnt, hat vor­aussichtlich 0 Fälle zu verhandeln und zwar: :> Nötzuchtsverbrcchcn, 3 Meineibsfälle, 1 Raub, 1 Totschlag und l Kindesmord.

Frrie» der Volksschulen in Gieftc», Nächsten Montag be­ginnen nochmals Ferien in den Giestcner Volksschule», die noch­mals 14 Tage dauern. Bei den Sommerfericn waren die Schule» wegen des Krieges 14 Tage früher geschlossen worden, die aber nicht z» den Ferien gerechnet werden,

Adressierung imb Verpackung von Frlbpostscnüuiinrn In welcher Weise Frauen bemüht sind, ihre Kräfte de» Kricgsarbcitcn zu widmen, ersehen wir aus der AnzeigeNationaler Frauen­dienst" im heutigen Blatt, Hoffentlich wird diese nützliche, so freundlich angcbotene Hilfe slcistig benutzt,

Der Komet, der schon vor längerer Zeit angekündigt wurde, [ft jetzt mit Fernglas abends von etwa 0 Uhr ab sichtbar. Er be­findet sich an, nordwestlichen Himmel, man findet sh», wenn man sich eine gerade Linie über die beiden hinteren Sterne desGrossen

Nachruf.

Seinen auf den Schlachtfeldern Frankreichs erlittenen! Verletzungen erlag im Lazarett, zu Münden sHannovcrj | unser Mitglied

Reservist im Inf.-Regt. Nr. 116.

Wir verlieren in demselben einen braven Parteigenossen, l | dessen Andenken wir stets in Ehren hatten,

Staufenberg, den 24. September 1914.

Der Vorstand des Volkovcreins Stanfenberg.!

Bären" denkt und die Linieach unten um reichlich das Doppelte verlängert, als die Entfernung zwischen den beiden Sternen beträgt, Stauscnbcrg, Am Mittwoch wurde unter grosser Beteiligung der Einwohnerschaft unser Parteigenosse Heinrich Zecher 9, als erster aus den, neuen Friedhöfe zu Grabe getragen, Bon der Chamottcfabrik in Mainzlar, seiner bisherigen Arbeitsstätte, be­teiligten sich Direktor Henning, die Meister und eine grosse Anzahl Mitarbeiter, Auch cintgc ocrmundcte Kameraden beglciletci, den Dahingcschicdcncn aus dem letzten Wege und gaben an. Grabe die Ehrensalve ab. Zecher stand als Neservtst bei dem Rcservc- Ncgimcnt Nr, 118nd wurde am 28, August in der Gegend von Sedan am Kopfe verwundet. Er kam in das Lazarett nach Hannövcrisch-Miinden, wo er an der Wunde, die zuerst für leicht angesehen wurde, am Sonntag den 20, September nach gualvollcn Leiden verstarb. Unser Genosse war 27 Jahre alt und hinterlässt Frau »nd Kind, Wir werden ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Votl Nah «nd Fern.

X Ein Pfarrer als Betrüger, Der vor einigen Tagen unter dem Verbucht des Betrugs verhaftete ehemalige Pfarrer Theodor Wangcman » ans E a , i n hat in Frankfurt in kurzer Zeit niehr als 6000 Mart für sein angebliches Waisenhaus gesammelt. Die feldgraue Uniform öffnete dem Manne berettivilligst Tür und Tor, Die evangelische Geistlichkeit wurde schon seit Jahre» von, Ober- lirchcnrat zu Berlin vor Wangeniann ge,van,t.

Die Kriegslage in West und Ost.

Ruhig aber fest.

WB. Grosses Hauptquartier, 24. Scpt., abends. (Amt sich.) Auf dem westlichen Kriegsschauplatz sind heute im allgemeinen keine wesentlichen Greignissc eingctretcn. Ein­zelne Tcilkämpse waren den deutschen Waisen günstig.

Aus Belgien und vom östlichen Kriegsschauplatz ist nichts Neues zu melden.

Dos Neueste von derEmden".

W. B. London, 24. Tept, Das Renterjchc Bureau meldet amt­lich aus Kalkutta: Der deutsche KreuzerEmden" erschien vor

Madras und schoft zwei Oelbchälter i» Brand, Die englischen Forts erwiderten das Feuer, DieEmden" löschte ihre Lichter »»d verschwand in der Dnnkclhcit,

Vereiuskaleuder.

SamStag, 26, September,

Giessen, Tapezierer, Abends 6 Uhr Versanrn,lang im Ge- wcrkfchaftsha n f«.__

Standesamt Giehen.

Geborene.

Sept, 14, Dem Versicherungs-Inspektor Peter Schöncweiss ein Sohn, Kurt Ludwig Heinrich, 15. Dem Handlungsgehilfen Ernst Wolter Schmidt ein Sohn, Kurt Paul Karl. 16. Ten, Kaufmann Heinrich Schmitz eine Tochter, Marie Luise, 17. Dem Gütcrboden- arbciter Georg Sim-mermacher eine Tochter, Karolinc Katharine Luis«. 19. Dem Fabrikarbeiter Wilhelm Kroh ei» Sohn, Wilhelm

Emil Christian, Dun Schuhmacher Johann Jakob Lau» ekn«' Tochter, Maria, 22. Dem Fuhrmann August M'gel ein Sohn, Dem Eisenbahnschlosscr Wilhelm Bnscck ein Sohn, 2:1 Dem Lc-ko- inotivheizer Johannes Wilhelm Schieiter eine Tochter, Elisabeth, Ausgebote.

Scpt, 22, Tr, Friedrich Franz Gustav Heinrich Karl Sandmann,, Oberlehrer in Frankfurt a, M, mit Marie Schudt in Giessen.

Eheichliessiinge».

Scpt, 18, Friedrich Herold, Fabrikarbeiter, mit Maria Magda­lena Mauz, beide in Worms, 19, Wilhelm Wiesncr. Bürger, mcistcreiickrctär i Schotten, mit Karolina Klinge in Giessen, Johann Georg Weidmann, Telegraplgui-Alsistcnt in Bad-Nauheim, mit Minna Nennstiel in Giessen, Jakob Wilhelm Fuchs, Ober­lehrer in Frankfurt a, M., mit Maria Elisabeth Auguste Braun tu. Giessen, 23. Thomas Schwarz, Kaufmann in Bruchsal, mit Lina, Ioha»na Valeria Sadoweki in Giessen,

Sterbesäll-,

Scpt, t9, Ernst Ehallier, Ntuffkschriftsteller, 71 Jak, re alt, Neuen - ,veg 9, Lina Margarete Weber, t Woche alt, Kaiser-Allee 34. 21. Adolf Jakob Schön, Schnlamtsaspirant, 19 Jahre alt, Seltcrs- weg 68 a. 22. Magel, ohne Vornamen, 1 Stunde alt, Sonnen- strasse 13. Willi Stau, 1 Monat alt, Löwcngasse 34 . 23. Agnes Jülich, geb, Thomas, 82 Jahre alt, Alicestrasse 4, 22 Buseck, ohne Vorname», 'A Stunde alt, Frankfurter Strasse 167, 23. Äaroline Kraft, 22 Jahre alt, Crediicrst-ratze 34, __

Ferien der Volksschulen.

Es wird hiermit bekannt gegeben, dass di« Ferien der Volks­schule» am 28. September d, I, beginnen >md am 16. Oktober d. Id zu Ende gehen.

Gissten, den 24, September 1914,

Der Schulvorstand: _ Keller, _

Bekanntmachung

Für ösfentliche Bauten in Dillcnburg, Hatger und Siegburg werde» eine Anzahl tüchtige, zuverlässige Arbeiter gesucht und zivar: Erdarbeiter, Mineure, Maurer, Zsmmcrlcute, Betonarbeiter, Tag-

löhncr, Schlosser, Nieter und Heizer.

Vtclduiigen, zunächst hiesiger Leute, nimmt der städtische Arbeits­nachweis dahier, Asterwcg 9, entgegen, \

Giessen, den 24. September 1914. \ '

_Der Oberbürgermeiste r: 1

Verantwortlicher Redakteur: F, Vetters, Giessen.

Verlag von Krumm & Eie. Glessen.

Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G, m, b, H Offenbach a, M.

Die Marktpreise für Vieh »»» Fruckit und die Gießener Fleisch- und Brotpreis« am 14, September 1914.-

Schlachtviehpieise tu Frakfiirt a. M.

Fleischpreise in Gießen

Ochsen

Kälber

Schweine

50 leg Schlachtgewicht 7598 Ps.

» . 68-86 Ps. */, 5760

1, kg 8696 Pf». /

*/, 7075

/, . 70-98 .

Gctreidepreisc in Mannheim,

Brotprcisc in Giessen

Weizen 10» l<g 26.-- 26.25 Mk.

Noggen 22.-- 23. .

Weißbrot 2 kg 08 Psg Schwarzbrot 2 60 , j

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