Ausgabe 
24.9.1914
 
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MrWschk Volks

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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberheffen und der Nachbargebiete.

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Siedakiion und Srvedttton Dieben. vabnb»«,ratze 22. «cke «»»ennakle. Delevbnn 2008.

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Nr. 221

Gießen, Donnerstag, den 24. Septemlicr 1t) 14

9. Jahrgang

Die Aufreizung zur Bestialität.

Eine allerdings nichtamtliche, aber doch glaubhafte De­pesche aus Bordeaux berichtet:Clemenceau wirft imHomme Libre" die Frage auf, ob die in Frankreich gefangen gehalte­nen deutschen Verwundeten dieselbe Pflege erhalten sollen, wie die französischen Verwundeten. Er wirft dem Kom- niandeur des 18. Korps in Bordeaux, General Oulart, vor, Damen des Roten Kreuzes, welche sich weigerten, deutsche Verletzte zu pflegen, gesagt zu haben, daß sie sich durch ein solches Verhalten entehrten. Um den Beweis antreten zu können, dah die deutschen Verwundeten nicht desselben Mit- gefühls, wie die anderen würdig seien, führt Clemenceau eine Reihe angeblich von Deutschen begangener Grausam­keiten an, ohne jedoch irgend eine Beglaubigung dafür beizu- bringen. Die Veröffentlichung machte keinen giinstigeit Ein- druck".

Herr Clemenceau gehört zu den in Frankreich nicht gerade seltenen Ecnsationspolitikern, denen es sich viel weniger um ein bestimmtes Ziel, als darum handelt, durch irgend­einenFall" die öffentliche Meinung gehörig in Erregung zu bringen. Zwar ist der einst so einflußreiche Poliftker in­zwischen in das politische Altersheim, den Senat, gekommen, er übt aber durch seine Zeitung immerhin noch großen Ein­fluß. Insofern ist es leider möglich, daß seine Aufforderung zur Grausamkeit bei einzelnen Erfolg hat.

Jedenfalls hat es die französische Regierung für nötig erachtet, im Sinne des Völkerrechts und der Genfer K.our, venfton eine Erklärung abzugebcn. Eine Note des Kriegs­ministers Millcrand bringt die Verpflichtung, den deuffchen Verwundeten sorgfältige Pflege angedeihen zu lassen, in Er- rnnerung. Es sei dies eine Pflicht, die durch die inter­nationale Gesetzgebung und Bestimmungen der Genfer Kon­vention und insbesondere durch das Gefühl der Menschen­freundlichkeit festgelegt sei. Man müsse im Interesse der in Deutschland gefangenen Franzosen wünschen, daß dieses Ge­fühl auf Gegenseitigkeit beruhe. Der Minister erklärte, überzeugt zu sein, daß Aerzte und Sanitätspersonal den deutschen Verwundeten gegenüber ihre Pflicht mit wünfchens- lverter Hingebung erfüllen. Und er werde unverzüglich die- lenigen ihres Amtes entheben, die Verwundeten und Ge­fangenen gegenüber die von der Genfer Konvention festge- setzten Regeln der Menschlichkeit verletzen.

Diese Kundgebung wird hoffentlich ihre Wirkung tun und denjenigen Franzosen, die etwa geneigt wären, Cle- menceaus Aufforderung zu folgen, ihre Verantwortlichkeit klarmachen. Jedenfalls liegt für die deutschen Familien, die verwundete Angehörige in Feindesland haben, ein großer Trost darin, daß auch dort das Gebot der Menschlichkeit Geltung hat. Gegenüber den unkontrollierbaren Schauer- jgcschichten, die leider durch einen Teil der Presse verbreitet werden, muß hervorgchoben werden, daß Beweise für ge- ftisscntliche Mißhandlung deutscher Verwundeter durch fran­zösisches Sanitätspersonal nicht vorliegen, daß dagegen Zeug­nisse deutscher Offiziere und Mannschaften für das Gegenteil vorhanden sind. Die vorliegenden Bekundungen guter, men- schenwürdiger Behandlung deutscher Verwundeter in fran­zösischen Lazaretten mahnen, auch dem Gegner gerecht zu werden. Es ist ja immerhin möglich, daß da oder dort Der- nachlässigung deutscher Verwundeter oder gar Roheit gegen sie vorgekommcn ist. Doch die Schuld einzelner darf nicht der Gesamtheit des Volkes zur Last gelegt werden. Herr Clc- mcnceau vertritt glücklicherweise nicht die ganze französisch.' Nation, wenn er auch einer von ihren Ehren-Altcnteilern ist.

Aber Herr Clemenceau begründet ja auch seine Auffor­derung zur Grausamkeit, indem er aus angebliche Verbrechen der Deutschen hinweist. Welche, das geht aus der kurzen Depesche nicht hervor. Aber wir können uns die Liste auf- wachen nach dem, was in französischen und von Frankreich aus wit Nachrichten gespeisten Blättern zu lesen ist: Ermordung von Verwundeten, Töten unschuldiger Zivilisten, Schändung

°j} Frauen usw. Ta wir unsere Krieger kennen, wissen wir, Ji h* Sügcn sind obwohl es möglich ist, daß auch auf

Rutscher Seite Missetaten Vorkommen können: unter Mil- c'stz-»!! b -°- duschen, wie unsere Heere sic umfassen, kann es ie ilvergändlich auch solche geben, die selbst durch die strengste

drüben " gebändigt werden können. So ist cs hüben und

. ^ cr Veröffentlichung des Herrn Clemenceau liegt aber eine Lehre, die auch bei uns Beachtung verdient: Durch die -Veröffentlichung von angeblichen Greueln werden die schlimm­sten Instinkte aufgcpeitscht, und es kann eine Stimmung erzeugt werden, unter deren Druck der Krieg zu einem noch

Wer Wrieft.

schwereren Unheil wird, als er seiner Natur nach schon sein muß.

Die Daily Mail vvm 12. September soll nach Mitteilung deutscher Blätter eine redaktionelle Aufforderung an die An­gehörigen der im Felde stehenden Soldaten enthalten, Feld­postbriefe einzusenden, die über britische Heldentaten und deutsche Grausamkeiten berichten. Für solche Mit- teilungen wird das für Artikel übliche Zeilenhonorar versprochen. Das wäre nichts mehr und nichts weniger als die Aussetzung eines Preises für die Betätigung blutrünstiger Phantasie und die schlimmste Vergiftung der Volksseele, ein Verbrechen, dessen wir vorläufig selbst die gewissenlosesten Profitstrolche der englischen Sensationspresse nicht für fähig halten. Allerdings sind uns schon Berichte und namentlich auch Bilder zu Gesicht gekommen, die deutlich deninternatio­nalen" Plan verraten, die deutschen Krieger als verabscheuens­werte Verbrecher zu brandmarken. Daß die Photographien gestellt" sind, ganz nach der Art der Sensationsdramcn in den Kinematographenthcatern, sieht der Kundige sofort; die Masse aber wird an die Wahrheit glauben, denn es ist ja eineMo­mentaufnahme"!

Jedoch dürfen wir unsere Hände in Unschuld waschen?! Auch wir haben eine Sensations- und Hurra-Presse von ziemlicher Verbreitung, und ihr Einfluß ist nicht zu unter­schätzen. Diesem ist es zuzuschreiben, wenn ein sonst ganz friedsamer Bürger den Wunsch ausspricht, sämtliche drei- hunderttausend Kriegsgefangene möchten auf einem großen -Felde znsammengetrieben und niedergemacht werden. Die Sensations-Presse hat es auf dem Gewissen, wenn Roheiten gegen Gefangene Vorkommen und sogar Verwundete be- «chrmpft werden, wie allerdings ganz vereinzelt zu verzeich­nen ist. Die schlimmste Wirkung kann aber diePresse" auf den Geist unserer braven Soldaten ausüben, wenn sie diese, die natürlich jeweils nur einen kleinen Ausschnitt des Kampffeldes selbst sehen, in den Glauben versetzt, anders- w o geschähen unendliche Greuel. Zwar bezeugen die meisten Fcldpostkarten und Briefe der Kriegsteilnehmer, daß die Schreiber unter den schwersten Umständen ihre menschliche Gesinnung zu bewahren wissen und daß sie mit dem Feind von gestern, wenn er in ihren Händen ist, das letzte Stück Brot teilen. Aber auch ein gefestigter Charafter des ein­zelnen und die eiserne Disziplin der Gesamtheit muß leiden, wenn von der Heimat her Nachrichten kommen von Greucl- taten, die den Gegner als Auswnrf der Menschheit kenn­zeichnen.

In einer großen Zeitung lasen wir soeben die aus einem Vrivatbrief geschöpfte Mitteilung eines ungenannten! Majors, wonach ein gefangener Franzose von einem Kriegs­gericht zum Tode verurteilt worden sei, weil er vierzig (!) deutschen Verwundeten die Augen ausgestochen habe. Wir sind des sichern Glaubens, daß, wenn die Zeiftmg oder ihr Ge­währsmann Ort und Zeit des Vorgangs mitteilen müßten, beide versagen würden. Aber der Schaden, der durch derartige Erzählungen angerichtet wird, ist unendlich. Bedenken denn die Verbreiter solcher Schauermären gar nicht, welche Seelcn- qual sie den deutschen Familien zufügcn, die Angehörige auf dem Kriegsschauplatz haben? Erwägen sie nicht, wie solche Berichte auf die Moral unserer Krieger wirken müssen?

Mit Entrüstung weisen wir die Lügen zurück, die ge­wissenlose Hetzer nach Art des Clemenceau und elende Sold- schreiber britischer Preßkapitalisten über unsere Volksgenossen im Waffenkleid verbreiten. Aber mit aller Entschiedenheit treten wir auch denen entgegen, die unser Volk aufzustachcln versuchen durch tendenziöse Schauergeschichten.

Menschlichkeit auch im Krieg! So haben wir im Ansang des Völkcrringcns gesprochen, und heute wieder­holen wir es! Denn nicht nur siegreich im Kampf wollen wir unser Volk sehen, sondern auch siegreich in Ehren!

Im Westen nichts Neues.

Nom französische» Kriegsschauplätze liegen heule Meldungen nur aus feindlichen Quellen vor. Dabei werden die vom deutschen Generalstab gemeldeten deutschen Fortschritte von den französischen Bulletins verschwiegen, dagegen französische Teilerfolge hcrvorgc- hoben. Andererseits zeigen englische und italienische Darstel­lungen, datz den Berichten des deutschen Hauptquartiers über das Vordringen der neuen deutschen Offensive und über das Abflauen der feindlichen Angrissslust durchaus Glauben beizumcsien ist. So schreibt u. a. im Petit Parisicn ein Oberstleutnant Rousiet: Wir müssen Geduld haben und abwarten, denn in Anbetracht der starken Stellungen und der ansgesllhrtcn Befestigungen, die der Feind innc hat, können Aenderungen in der militärischen Lage nur langsam vonstattcn gehen. Fn der erbitterten Schlacht, welche diese Deutschen gegenwärtig mit um so größerer Energie liefern, als cs ihnen klar ist, daß dieselbe für sic eine Lebensfrage bildet, ver­teidigen sie sich nicht bloß, sondern versuchen auch anzugreifen.

Trotz der äußersten Ermüdung ihrer Truppen zögern sie nicht, kräftige» Widerstand zu entscsscln und operieren mit unbestreit­barer Geschicklichkeit auch in der Nacht. Tic jetzt im Gong befind­liche Schlacht tobt heftig, und »ach den Aussage» derer, die an den ersten beiden Schlachten teilgenommen haben, übcrtrifst diese sic bedeutend an Erbitterung." Außer dieser Stimme eines Feindes seien hier noch die folgenden Meldungen wiedergegeben.

Paris, 22. Sept. (Jndir. Priv.-Tel. Ctr. Frkst.) Die Schlacht an der Aisne, die bisher in unerhörter Heftigkeit tobte, ließ nach einem Bulletin am 2t. September etwas nach. Vorher hatte» nach der gleichen ossizicllcn Quelle die Deutschen eine leb­hafte Tätigkeit östlich der Qise und nördlich der Aisne entfaltet. Aus dem Plateau von Craonne kan, es zu wiederholten Bajonett- kämpfen. Bei Reims beschoffen die Deutschen die französische Front mit schwerem Eefchütz. Im Zentrum halten die Deutschen die Gegend von Thiauconrt und beschießen Bottvnchütel (südöstlich von Metz).

Rom, 22. Sept. Barzini schildert im Corriere della Sera seine Eindrücke von den Schlachtfeldern an der Marne. Während die Franzosen, sagt er, noch im Tode den Eindruck ungezügelten Vvrwärtsstürmens machen, bieten die deutschen Leichen das Bild der Ordnung und Disziplin. Die deutsche Armee, sagt Barzini, ist zurückgcgangcn, aber nicht besiegt. Tic mußte sich vor der llcbermacht zurückziehcn. aber es war keine Verwirrung, sondern nur eine Losmachung. Gewiß mußten die Deutschen da und dort Material und Verwundete in den Händen der Feinde laflen, aber das deutsche Heer in seinem Kern blieb intakt.

Rotterdam, 22. Sept. Ter Kriegskorrespondent des Daily News meldet: Die deutschen Kanoniere bestimmen mit außer­ordentlicher Genauigkeit die Entfernungen. Gestern platzte eine Granate im englischen Hauptquartier. Die Verwirrung war groß, der Stab rettete aber sein Leben. 5 Kilometer, welche die Verbündeten in den lebten drei Tagen gewannen, haben sie entsetz­liche Verluste gekostet. Das Feuer war von solcher Heftigkeit, dah cs unmöglich war, die Toten und Verwundeten wegzuschaffen.

London, 22. Sept. Daily News melden auS Chateau Thierry vom 19. September: Gestern tobte ein wütender Kampf. Angriffe fanden tags und nachts statt. Die deutsche Infanterie wogte un­aufhörlich gegen die Stellungen der Engländer und Franzosen. Die Angriffe waren eine Erholung gegen den entnervenden Granat- Hagel, der von den Hügeln kam, wo die Anwesenheit der Deutschen nur durch den aufsteigenden Rauch der Geschütze wahrnehmbar war. Die deutschen Kanoniere machen Fortschritte und bestimmen die Schußweite mit außerordentlicher Genauigkeit. Gestern siel eine Granate in bas englische Hauptquartier, wo sic eine vollstän­dige Verwüstung anrichtcte Der Stab kam mit dem Leben davon. Die Verbündeten hatten schreckliche Verluste. Sie vernichteten drei deutsche Geschütze. Das Feuer auf die Perschanzungen war so heftig, dah es den Feldhofpitälern unmöglich war, die Toten und die Verwundeten wegzuholen.

Berlin, 23. Sept. Die Times veröffentlichen aus Soiffons vom 19 September einen anschaulichen Ztericht über die Kämpf« in den letzten Wochen. Der Bericht enthüllt die furchtbar schwierige Loge der Engländer und Franzosen und gibt die entsetzlichen Verlust« zu, die unsere meisterlich operierende Artillerie ihnen zugesiigt l>at. Der Kämpf war im ivescntlichen ein Artillerieduell, welches dos gang« Flußtal zu einer Hölle mochte. Sehr wirksam erwlesen sich die deut­schen Scheinwerfer. welche der Artillerie die seindlichcn Bewegungen vcrriel«». Die ganze Rockst auf den 11. September siel ein Granaten- regen übe: die Verbündeten. Am Montag beschoß die deutsche Ar­tillerie die Höhen. An vielen Stellen mußte der Feind zurück. Fetzt erst begriffen die Verbündeten, doß sic sich täuschten, als sie in dem neuen Kampf ein deutsches Rückzugsmonöver vermuteten. Der Be­richt schildert die ausgezeichnete Ve r schon zu ng der Deutschen. Ohne die Aufklärung der Flieger hätten die Verbündeten nicht die Stellungen der deutschen Kanonen festznstcllen vermocht. Die mangel­hafte Orientierung mochte die Lage der Verbündeten besonders schrecklich. Bis Donnerstag dauerie der Kantps säst ununterbrochen fort. In der Mittivochnocht gestaltete sich der Angriff besonders ent­setzlich. Lange Eisenbahnzüge Tchwcroerwnnhclrr legen dafiir Zeug­nis ab. Lawinenglcich stürzten die Deutsche» auf den Feind, unauf­haltsam und mit voller Todesverachtung. Erfahrene Soldaten er­klärten, bei den Operationen an der Aisne bewährten sich die Sol­daten des Kaisers als Meister der Kriegskunst. Ein französischer Verwundeter bekannte, während dieser Kämpfe Hab« er di« furcht­barsten Stunden verbracht. Der Berichterstatter gibt ein packendes Bild des Schlachtfeldes. Während dieser Tag« regnete es. Schweres Gewölk verdunkelt den Himmel, Flieger nnikreilcn das Schlachtfeld, über meilenwclte Fronten hört man Kanonendonner, Granaten kre­pieren mit automatischer Regelmäßigkeit. Truppen ziehen hin und her. Der Boden ist mit Toten hciäi, die im Verein mit Pferde­leichen und zerbrochenen, Kriegsgerät einen schrecklichen Anblick ge- ivährcn und über den in ihren Erdlvchcrn nicht ganz pcrborgenen Leuten platzen unaufhörlich dir Granaten.

Reims, ein Wahrzeichen deutscher oder französischer Kulturschande?

Ten Franzosen ist in ihrer schweren Bedrängnis Heil widerfahren. Die deutschenBarbaren" haben nach den Meldungen einiger Blätter durch die Beschießung der Kathe­drale von'Reims deren Basilika vollständig zerstört, nach an­deren steht die Kathedrale gegenwärtig in Flammen. Die französische Regierung protestiert bei allen neutralen Staaten gegen diesekulturschänderische" Tat der Deuffchen. Alle Pariser Blätter veröffentlichen äußerst heftige Proteste. Die Zerstörung der Kathedrale könne nur zur Folge haben, daß der Elan der Verteidiger des Rechts noch mehr angcfcuer: und ohne Zweifel die Augen der neutralen Staaten über den deutschen Militarismus geöffnet würden. Denn die Deut-