Smltn, dos tu Betrocht kvnunt, einen Tarif oufzustellcn! Außerdsm ist es ouch garnicht nötig, daß „Auszug ff. OOO herge stellt wird. He „seiner" dos Mehl, desto mehr vmn 9!Lhrstoff des Getreides geht in den Abfall, die Klei«, ein und gerade dos müßte jetzt vermieden iverdcn.
Wie berichtet wird, haben die Behörden Versuchs anstellen lasten mit der Beimischung von Kartosselmehl zum Brotteig und man ist zu den, Schlüsse gekommen, das, eine Beimischung bis zu 20 Prozent hygienisch emwandsrcj sei. Di« Verwendung dieses Ersatzstoffes würde bewirken, das, der Mehlvorrat vergröbert wird. Aber, wenn man zu solchen Mitteln greisen must, so ist desto mehr geboten, unter allen Umständen die Vergeudung von Brotgetreide, die Verwendung zu anderen Zwecken, als für menschliche Nahrung mit allen Mitteln zu verhindern.
Aber so wichtig die Frage der faktisch vorhandenen Vorräte ist, nicht minder wichtig und dringend ist die Frage der Verteilung. Die kapitalistische Gesellschaft kann die Frage nicht anders lösen, als durch Kauf und Verkauf. Tie arbeitenden Masten aber können nicht kaufen, wenn sie nicht ihr« Arbeitskraft verkaufen. Hier beginnt das schwierigste Probien,. Tatsache ist. dost die Arbeitslosigkeit unablässig steigt. Wir stehen vor der unheimlichen Frage, wie die Masten Erwerbsloser ernährt werden sollen, denn, wenn auch die Lebensmittel noch für länger« Zeit reichen, diese Masten haben nicht die Möglichkeit, sie zu kaufen. Es gibt hier nur ein Mittel: sozial« Organisation. di« im Nahmen der gegebenen Verhältnistc die Arbeitskraft zu verwenden ermöglicht und die vorhandenen Lebensmittel an di« Arbeitenden verteilt. Diese Ausgabe miistcn Staat und Kommunen in Angriff nehnien. Wie weit sie es zu leisten vermögen, das ist die Frage.
Das neue Heer Englands.
London, 18. Sept. Kitchener kündigt an, daß neue Heere von 500 000 Mann „fast fertig" seien. Im Oberhaus erklärte er, daß 6 englische Infanterie- und 2 Rciterdivisionen auf dem Festland stünden. Kanada sende 40 000 Mann, wovon 15 000 als Reserve; Ceylon sende ein Hilfskorps, das wahrscheinlich nach Aegypten gehe. Rcdmond schlug die Bildung einer irischen Brigade vor. Churchill lieh in Chatham verkünden, der Friede dürfe erst geschlossen werden, wenn der „preußische Militarismus" vernichtet sei.
Ein englisches Schulschiff gesunken.
London, 18. Sept. Di« Admiralität meldet: Das britische Schulschiff Fisgard the Secvnd ist im Kanal ,m Sturm gesunken. Trerundvierziq Manu der Besatzung wurden gerettet. 21 ertranken Es war ein älteres Schlachtschiff von (>000 Tons. Das Schulschiff Fisgard 2 ist ein als Hulk sür Maichinen-persmiol benutztes altes Panzerschiff, es hieß früher Jnvincibl«.
Die Behandlung der deutschen Gefangenen in England.
WB. London, 18. Sept. lieber die Behandlung der dcutschen Gefangenen in England berichtet die Evening News: Die Gefangenen dürfen Billard und Karten spielen, Zeitungen lesen und in die nächste Stadt gehen, um Einkäufe zu machen. Sie erhalten alle während der Zeit der Gefangenschaft eine besffmmte Summe, die ihrem Range entspricht. Für etwaige Arbeiten erhalten sie Bezahlung, die sie für ihre Einkäufe verwenden können. Die Gefangenen erhalten die gleichen Rationen wie die britischen Soldaten. Ihre Freunde können ihnen portoftei Karten senden. Sie selbst können Briefe und Pakete gleichfalls unftankiert absenden. Sie dürfen Besuche empfangen und den Gottesdiensten beiwohnen. Sterben sie im Lager, so werden sie mit militärischen Ehren wie die britischen Soldaten begraben.
Der Tag der Aufhebung der Kapitulationen.
Konstanitnopcl, 19. Sept. Die Pforte bereitet einen Gc- 'sehentwurf vor, demzufolge der Tag der Aufhebung der Kapitulationen als Feiertag gelten soll. Ferner soll durch einen zweiten Gesetzentwurf eine Neuordnung der durch die Aufhebung der Kapitulationen geschaffenen Rechtsverhältnisse geschaffen werden. Die bisherigen fremden Schulen sollen als türkische Privaffchulen gelten.
Das Los der mazedonischen Bevölkerung.
Sofia, 19. Sept. Tie Narodni Prawda veröffentlicht einen sehr scharfen Artikel über die Zustände in Mazedonien. Sie wirst der griechischen und serbischen Regierung die furcht- barsten Grausamkeiten gegen die mazedonische Bevölkerung vor und warnt beide Staaten, auf diesein Wege fortzu- schreiten. Es könnte sonst leicht der Augenblick kommen, in dem es Bulgarien unmöglich ist, seine Neutralität weiter zu bewahren.
Afraja.
Ein nordischer Roman von Theodor Müggc. 65
Dieser Wunsch ging nun freilich nicht in Erfüllung, aber eS war doch Heller Tag geworden und vom Bergenfjord nichts mehr zu entdecken, als endlich Marstrand sich blicken lieh und Hanna ihm bald darauf nachfolgte.
„Bist willkommen. Mädchen," ries Helgestad, ihr die Hand bietend, „kannst die See vertragen, wie ich merke. Und hast dich danach angetan." fügte er wohlgefällig hinzu, als ex ihr unkles Wollenklcid und den Hut von Glanztaffet ansah. den sie aufgesetzt hatte.
„Ich denke, Vetter Niels," entwiderte, „du sollst mit mir zufrieden sein."
„Und blickst nicht rückwärts, Hanna? Frägst nicht, wo Bergen liegt?"
„Ich blicke vorwärts," erwiderte sie und ihre Augen hoben sich mutig auf „Was hinter uns liegt, muh ver- gcssen sein."
„Ist ein Faktum!" rief er, „hab's richtig kalkuliert. Nur erst hinaus mit dir in Wasser und Luft, so wird dein Blut auswachen, dein nordländischcs Blut, Mädchen, das sich nach Freiheit sehnt."
„Nach Freiheit, Vetter Niels, das ist das rechte Wort. Es ist mir, als fühlte ich sie schon in meinen Adern, und als wäre mir wohler und leichter."
„Bist also gern hier, Hanna?"
„Gern, ja," war ihre Antwort, „und denke, es soll mir bald noch lieber sein. — Es ist schön hier. Welche seltsame Natur! Welche zahllose Klippen! Und wie gewaltig diese Felsmassen, wie grün diese Schluchten und Täler!"
„Wirst noch Schöneres sehen, weit Schöneres, Mädchen," sagte er zufrieden nickend. „Je weiter nach Norden, je all- mächtiger diese Schöpfung. Wirst nicht von ihr lassen können, Hanna, wird sich an dich drängen, wie die unsichtbare
Tie drohende Revolution in Finnland.
WTB. Kopenhagen, 18. Sept. Bcrlingskc Tidendc meldet aus Finnland: Man hasste und sprach diel von Erleichterungen in Finnlands politischer Stellung, ober dies hat sich als eine leere An- „ahme erwiesen. Der Gcncralgouvcrncur Toq» sährt mit neuen Tirascn gegen die Zeitungen, Anklagen wegen Maiestätsbeleidigun- gen und Verletzung des Gleichstem,, tgsgescßcä fort, lieber alt steht neues Militär, das die Vcrhättniffc nicht kennt und die vorgcsatzte Meinung hat, Finnland sei ei» revolutionäres Land. Ter Gcncral- gouvcrncur hat neuerdings die Anklage gegen den Sportverein „Voima" wieder ausgenommen, der von russischer Seite beschuldigt wird, Waffen und reoolulionäre Proklamationen eingeschmuggelt zu haben. Der langjährige Prozeß, der 1914 mit dem Freispruch der Angeklagten endete, soll jetzt unter der Militärdiktatur zum Soch- verratsprozes, gestempelt werden. Die Lage ist ernst, da böser Wille alles mitzdcuicn kann.
Das letzte Ausgebot.
Berlin, 19. Sept. Laut Bert. Lokalanzeiger gibt die französische Botschaft in Rom bekannt, daß alle in Rom lebenden Franzosen bis zum Alter von 48 Jahren, selbst militärfreie oder zurückgestellte, sich zur Abreise bereit zu halten haben.
Serbische Hilscruse.
Wien, 19. Sept. Die Südslawische Korrespondenz
meldet aus Petersburg über Sofia:
Der serbische Metropolit Michael ist in Petersburg ein- getroffen. Er wurde vom Zaren in Audienz empfangen, dem er ein Handschreiben des Königs Peter überreichte. Wie aus guter Quelle verlautet, hat er die Mission, die russische Regierung im Hinblick auf die Lage Serbiens zu einer aus- giebigercn Hilfsaktion zu veranlassen, da die bisherige Hilfe ungenügend erscheint. Es wird auch aus der Umgebung des Metropoliten erklärt, daß eine sichtbare russische Aktion sür Serbien schon im Hinblick auf die Stimmung der Bevölke- rung notwendig sei.
Die deutschen Verwundeten in Frankreich.
Paris, 19. Sept. Eine Note des französische,, Ministers des Innern erinnert an die Pflicht, den deutschen Vcrwuirbcten die notwendige Psloge aiigodeihen zu lasten mit Berufung aus das internationale Recht, die Genfer Konvention und die Humanität.
Das Eiserne Kreuz sür Baflcrmann.
Karlsruhe, 19. Scpt. Dem Neichstagsabgeordneten Ernst Basscr- tnann wurde das Eiserne Kreuz verliehen. Außerdem wurde Bassermann zum Major befördert.
Traurige Lage spanischer Landarbeiter.
Amsterdam, 19. Sept. Holländisch« Blätter veröffentlichen Zuschriften aus Barzelona. aus denen hervorgeht, daß an der französisch-spanischen Grenze das grötzte Elend unter den ans Frankreich zurllckkehrenden spanischen Handarbeitern herrscht. Die Spanier sind kurz nach Ausbruch des Krieges von ihren französischen Brotherren entlasten worden und sodann Hals über Kopf nach der Heimat abgereist, ohne ihre Ersparnisse oder sonst den geringsten Hausrat mitnehmen zu können.
Im Westen allgemein unverändert gut.
W. B. Großes Hauptquartier, 19. Septbr. abends. Die Lage im Westen ist im allgemeinen unverändert. Aus der ganzen Schlachtfront ist das englisch-französische Heer in die Verteidigung gedrängt worden. Der Angriff gegen die starken, zum Teil in mehreren Linien hintereinander besestigten Stellungen kann nur langsam vorwärts gehe». Die Durchführung des Angriffes gegen die Linien der Sperrforts südlich von Verdun ist vorbereitet. Im Elsaß stehen unsere Truppen längs der Grenze den französischen Kräften dicht gegenüber.
Eine russische Schütze,, Brigade geschlagen.
W. B. Großes Hauptquartier, 19. Septbr. abends. Im Osten ist am 17. die vierte finnländische Schützenbrigade bei Augustow geschlagen worden. Beim Vorgehen gegen Ossowiez wurden Crajewo und Szozuczin nach kurzem Kampfe genommen.
Den Frieden hat der Dreiverband anzubieten.
London, 19. Septbr. Reuter meldet aus Washington, der Reichskanzler v. Bethmann-Hollweg habe dem amerikanischen Botschafter Gerald bei der Besprechung des Vermittlungsangebots des Präsidenten Wilson gesagt,
Kette der Trolle Oslo, die jeden, der sie berührt, umschlang, ohne daß er es merkte, und ihn hinabzog in ihre Grotte. Sollst die tiefe Höhle sehen am Lyngcnfjord, wo die Hexe gewohnt hat oder noch wohnt," fuhr er lachend fort. „Björnarne soll dich zu dem reißenden Strudel fahren, wo die Wasser in den Schlund wirbeln, niemand weiß wohin, und kein Boot ist je wiedergekehrt, das da hinunterschoß."
Hannas Lippen zuckten, sie mußte sich fortwenden und versteckte ihre Bewegung unter Fragen nach fernen und nahen Gaardstellcn, Kirchen und hohen Felsen, die einen Riesenwall vor dem Schisse zu bilden schienen.
Helgestad stellte einen Mann ans Steuer, ließ Tisch, Stühle und Frühstück aufs Teck bringen und erzählte und erklärte dann in aller Ruhe, was sie wissen wollte. Ein halbes Jahrhundert hatte er dies Meer befahren, nichts darin war ihm unbekannt. Jedes Haus zeigte er ihr, jede Familie, die dort wohnte wußte er zu nennen. Alle diese zahllosen Fjorde, Sunde und verschlungenen Meeresspalten waren ihm alte Freunde, und es gab kein Fclsenhaupt, das et nicht beim Namen kannte.
Er lachte dazu, als Hanna meinte, die Jacht würde sich in diesen Labyrinthen verirren, irgendwo stecken bleiben, weder vor- noch rückwärts können. — „Sieht zuweilen wohl so aus, Kind," sprach er, „ist aber damit wie mit dem Menschenleben. Liegen auch oft Klippen und düstere Wände »m uns her, vor denen das Herz bangt und verzagend ruft: Da ist kein Ausweg! Wer aber mutig bleibt und die Hände rührt, die Augen wach und den Kops oben hält, findet immer wieder eine Straße und kommt zuletzt ans breites Wasser. Jst's nicht so?"
„Es ist so," sagte Hanna. „Niemand soll verzweifeln."
„Nuh!" sprach Helgestad, „sind hier vor der Jndre Sulen, wilde Felsen ohne Zahl, und geht dort hinein in den großen Sognefjord, der viele Meilen tief bis nach Justedals EiSbräen das Land zerspaltet. Haben zahlreiche Könige da immer gewohnt, Norwcngcs Geschichte ist hier gemacht wor
ein etwaiges Angebot müsse von den Verbündeten ausgehen, da diese sich verpflichtet hätten, nur gemeinsam Frieden zu schließen.
Die Hauptstadt vo» Ncn-Gninea in englischen Händen.
W. B. Berlin, 19. Septbr. (Amtlich.) Me zu erwarten war, ist nach zuverlässigen Nachrichten nunmehr auch Rabaul. der Sitz des Eouvemements in Dcutsch-Neu-Euinca, von den Englänt ern besetzt worden.
Parteinachrichten.
Erklärung.
Zu unserer am 9. September veröffentlichten Erklärung gegen das Exekutivkomitee des Internationalen Sozialistischen Bureaus teile» Schweizer Parleiblättcr jetzt mit, daß der „Aufruf an das deutsche Volk" nach der Wiedergabe der Humanite vom 6. September 1914 von den Genossen Ansccle, Bertrand, Hunsmans und Vander- velde in deren Eigenschaft als Delegierte der belgischen Arbeiterpartei im Internationalen Soztalistischen Bureau »nterzelchnet sei.
Ter dem deutschen Parteivorstand mit Brief eines Genossen aus einem neutralen Lande vom 3. September im ausdrücklichen Aufträge des Internationale» Sozialistischen Bureaus übersandte Ausruf trug neben den Unterschriften: „Für die Französische Sozialistische Partei: Jul. Guesde, Jean Longuet, Marcel Sembat, Edouard Vaillant" die Unterschriften: „Für das Exekutivkomitee: Anseele, Bertrand» Huysmans, Vanderveldc."
Berlin, den 17. September 1914. Der Parteivorstand.
Wege» Verächilichmachung von Hccreseinrichtungcn ivar Genosse Franz Für st er von der Breslauer Volksmacht vor dem Kriege zu sechs Wochen Gefängnis verurteilt worden. Das Reichsgericht hob das Urteil aus, weil nicht genügend nachqcwtesen ivar, daß der Angeklagte wider besseres Wissen gehandelt habe. In der neuen Verhandlung am Dienstag konnte sich Genosse Förster darauf berufen, daß der Verfasser des Artikels — es handelte sich um die Geißelung von Mißhandlungen — ein Soldat war. der jetzt in Frankreich im Kampfe steht: von Behauptungen „wider besseres Wissen" könne also nicht die Rede sein. Der Siaatsanwalt meinte trotzdem, daß er die „Uabertreibungen" hätte merken müssen, beantragte aber „in Anbetracht der unverändert«, iiterhältnisse" „nur" zwei Wochen Gefängnis. Das Gericht hielt cs wohl nicht für praktisch, jetzt Redakteure ins Gefängnis zu schicken und erkannte aus 2 0 0 Mark Geldstrafe.
Arbeiterbewegung.
Immer noch Jnnungs-TcrroriSmus.
Die Fleischcrinnung in Frankfurt a. M. betreibt nach wie vor ärgsten Terrorismus gegenüber den arbeitslosen Gesellen. Im Arbeitsnachweis bekommen diese erst Arbeit, wenn st« einen Revers unterschreiben, wonach sie erklären, nicht Mitglied des Zentral- vcrbandes der Fleischer zu sein und es auch nicht zu werden, solange sic bei Jnnungsmitgliebern und in Frankfurt a. M. beschäftigt sind. Im Znwidcrhandlungsfallc erfolgt sofortige Entlassung und Ausschluß von der weiteren Arbeitsvernttttlung. Dieselben Fleischcr- meistcr, die hier ärgsten Terrorismus treiben, würden sich sicher aufs äußerste empören und nach Polizei und Staatsanwalt rufen, wenn der Zentralvcrbanb der Fleischer als Antwort den Boykott über sic verhängen würde.
Hefieu und Nachbargebiete.
«letzen und Umgebung.
Was haben wir zu tun?
Die Hunderttausende Proletarier, die hinauszogen an die Grenzen des Reiches, die dort jetzt unter unsäglichen Mühen, unter schweren Opfern den Kampf führen, — sie bringen ihr Leben gewiß nicht zum Opfer, um den Interessen einer kleinen Schicht zu dienen. Sie schlagen sich und nehmen Muhen, Entbehrungen sonder Zahl auf sich in der Hoffnung, daß die Abwehr der Feinde, der Sieg in dem gewaltigen Ringen dem Volksganzen zugute kommt, daß er ihnen, den Massen der Arbeiter, den Boden schafft, auf dem sie dann im Frieden stärker und weniger gehemmt denn je ihre Kraft cnffalten können.
Int Augenblick ruht der Kanipf der Parteien. Nebenein- ander stehen im Felde Arbeiter und Unternehmersöhne: und auch daheim wirken vielfach Proletarier und Kapitalisten nebeneinander bei den Hilfsaftionen. Das ist durch die
den. Hat König Nor sein Reich dort gegründet nach der großen Schlacht gegen die Aasen, König Harald Harfagr die blutigen Wickinger besiegt und den großen Jarl von Mar. und wohnen noch jetzt viele gute Leute an diesem gesegneten Wasser. Außen ist es eng und voller Klippen, drinnen abck herrlich und voll Fruchtbarkeit. Soll niemand also den rauhen Anfang fürchten, Hanna, ist, was sich hinter ihm birgt, oft um so lieblicher anzuschauen."
Mit mehr Kenntnis, als ihm zuzutrauen war, sprach Helgestad von der Geschichte seines Vaterlandes und erzählte seinen Zuhörern manche Mär aus jener alten Zeit, wo das Innere dieser großen Fjorde samt den Inseln und Eiland«» von jenem wilden und streitbaren Geschlecht bewohnt war. das, von Seeraub lebend, den fürchterlichen Namen der Nor- männer weit durch Europa verbreitete. — Mehrere Stunden vergingen so, während welchen die Jacht durch die Jnsclkefte der Jndre Sulen schwamm und zum Erstaunen wie zum Schrecken des jungen Mädchens zuweilen auf jähe Felsen- masscn losranntc, die es fast mit seinem Bugspriet berührte, ehe eine plötzliche Wendung des Steuers das mächtige Schiff in eine unbemerkte schmale Gasse lenkte, durch welche die Gewalt der Strömung und der Segcldruck es in ein neues Mccresbecken und in neue Jrrgänge zerklüfteter Klippen lenkte.
Endlich aber dehnte sich der Wasserspiegel auf Meilen aus, die hohe Küste trat zurück, waldige Berge bildeten tiefe Buchten, und westlich lag eine Kette von Inseln und Inselgruppen, zwischen denen die Wogen des atlantischen Meeres mit größerer Macht herein rollten. Hier war es, wo plötzlich ein anderes Fahrzeug sichtbar wurde, das nahe an der Küste hinstcucrnd, hinter flachen nackten Felsen zuerst zwei schlanke Masten zeigte, bis es unter höheren Ufern verschtvand und nach geraumer Zeit wieder zum Vorschein kam.
Hannas Augen entdeckten cs zuerst. „Ta ist eine Jacht," sagte sie, mit dem Finger darauf deutend.
(Fortsetzung folgt.)


