Ausgabe 
16.9.1914
 
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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcffen und der Nachbargebiete.

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Nr. 214

Gießen, Mittwoch, den 10. September 1914

9. Jahrgang

Deutsch und international.

In einer Reihe von Blättern, die sich mit den bekannten Ausciiiandcrfotziingen der sozialistischen Internationale bc schästigcn, wird der deutschen Sozialdeinokratic der Rat er- teilt, sie solle ihre Beziehungen zu den sozialistischen Parteien des Auslands ein für allemal abbrcchen. Nun sind diese Be- ziehungcn zur Zeit leider durch Len Kriegszustand ohnehin auf ein Minimum beschränkt und zum Teil ganz unterbrochen, so daß sich jene wohlwollenden Ratgeber mit dem gegenwär- tigen Zustand zufrieden geben könnten und sich über die späteren Sorgen der Sozialdemokratie nicht den Kopf zu zer­brechen brauchten. Ta aber die Frage aufgeworfen worden ist, sind wir es unserer Ucberzeugung schuldig, mit dem stärksten Nachdruck auszusprechen, daß wir jenen gutgemeinten Rat nicht befolgen werden. Die deutsche Sozialdemokratie hat vielmehr den festen Willen, imnier zu bleiben, was sie stets gewesen ist: deutsch und international!

Die Gegenwart muß jedem, der noch aus den Tatsachen lernen kann, den klaren Beweis erbracht haben, dasi zwischen diesen beiden Begriffen kein Gegensatz besteht. Internatio­nal ist nicht antinational, und von der Verdächtigung, dasi die Sozialdemokratie im Kriegsfall das Spiel des Auslands spielen wolle, ist auch nicht ein Schatten übrig geblieben. Vor dem Krieg hat jede Sektion der Internationale der Sache ihres Volkes gedient, indem sie nach Kräften für die Erhaltung des Friedens arbeitete, nach dem Kriegsausbruch hat aber auch jede die Pflicht anerkannt, an der Verteidigung ihres Volkes mitzuwirkcn. Die vaterlandslosen Gesellen waren überall nur eine Erfindung der Gegner. Jnternatio- nalität war nie gleichbedeutend mit Vaterlandslosigkeit.

Der Krieg läßt hinter den nationalen Gegensätzen alle -andern Interessen weit zurücktreten. Aber niemand wird den Krieg als einen idealen Zustand betrachten, der zu einer dauernden Einrichtung der europäischen Menschheit gemacht werden sollte. Der ewige Frieden hat Gegner, aber der ewige Krieg hat wohl keinen einzigen Anhänger. Selbst im Kriegs­zustand gibt es noch gemeinsame Interessen der Völker, wie die Vermeidung überflüssiger Grausamkeiten und vor allem die baldige Herbeiführung eines dauernden Friedens.

Ist aber der Krieg erst zu Ende, dann treten auch wieder alle gemeinsamen Kulturintcresscn der Völker in den Vorder­grund. Denn wenn man auch heute in deutschen Theatern nicht mehr Shakespeare spielt, weil er ein Engländer war, und wenn nian in deutschen Museen die Bilder französischer Meister versteckt, wenn man auch keine englischen Stoffe mehr trägt und sich nicht mehr nach französischem Schnitt kleiden will so bleiben doch Wissenschaft, Kunst, Güteraustausch, sozialer Fortschritt international. Kein Volk kann und will auf die Dauer feine geistigen und materiellen Beziehungen zu den andern Völkern entbehren.

Vor allem aber ist es die Jnternationalität der Arbeiter­interessen, die durch den 'Krieg wohl zeitweilig in Schatten gestellt werden, die aber nicht ausgeschaltet werden kann, so­lange die kapitalistische Wirtschaftsordnung besteht. Denn auch diese Wirtschaftsordnung ist eine internationale Erschci- nung und kann nur international bekämpft, nur auf Grund internationaler Erfahrung und Verständigung durch eine sozialistische Ordnung ersetzt werden. Für die Dauer kann cs nicht heißen',Völker aller Länder bekriegt euch!", sondern es muß und wird wieder heißen:Proletarier aller Länder vereinigt euch!"

Nach den Verwüstungen des Krieges wird die Wieder­herstellung der internationalen Beziehungen zwischen den Arbeitern der verschiedenen Staaten eine ungeheuer schwierige Aufgabe sein, aber sie muß gelöst werden. Je weniger die internationale Gesinnung Schaden leidet und je rascher jene Beziehungen wicderhcrgcstcllt werden, desto besser ist es für alle Länder. Weil die Internationale des Proletariats uoch nicht stark genug war, die Katastrophe zu verhindern, ist dieser Weltkrieg mit allen seinen Schrecken über Europa hereinge- brvchen. Je stärker der Einfluß ist, den die einzelnen Sck- rroncn der Internationale jetzt noch auf die Politik ihres Fundes ausüben können, desto besser sind die Aussichten auf öen raschen Abschluß eines dauernden Friedens.

allen Völkern lebt die Sehnsucht, daß dieser Krieg bald zu Ende gehen und daß er der letzte Krieg sein möge.

f lb ju^ et * e Nationen miteinander führen. Soll die'e «epnsucht ihre Erfüllung finden, dann werden sich die ver­sprengten, gegeneinander geschleuderten Glieder der Inter­nationale wieder zusammensindcn müssen, um aus den alten ,gniidamcnten einen neuen Bau aufzurichten, der allen Stür- incn der Zukunft gewachsen ist. Auf der Verwirklichung

höchster Menschheitsideale ruht das Heil auch des deutschen Volkes und darum bleibt die deutsche Sozialdemokratie was sie ist: deutsch und international!

Tic Lage itt Marschau.

Ter Posener Kurier Poznansiki erhielt von einem Reisenden, der vor neun Tagen »och in Warschau war, folgende Information: Samstag vor einer Woche (20. Aug.) haben die deutschen Truppen Pabianicc beseht. Sonniag sind sie in Lodz cinmarschicrt. T-er Wcitcrniarsch bewegt sich in der Richtung nach Koluszkl. In Lodz arbeiten die Fabriken nicht, da eh au Kohle uiangclt, in der Stadt herrscht völlige Ruhe. Tic russische Reichsbank ist nach Warschau libcrfiihrt. In Warschau bcsindet sich gegen eine halbe M i l - l i o n russischer Truppen. Ter Polizeipräsident erließ eine Ütekanntmachung. daß im Falle einer Gcsahr von der Eltadclle aus Schüsse abgefeucrt werden. Frauen und Kinder könnten dann die Stadt mit in Bereitschaft stehenden Eiscnbahnzugeu verlaflen. War­schau ist unter Kriegszustand gestellt, die Fenster niiisieu nachts ge­schloffen gehalten werden, cs darf kein Licht brennen.

Verdun von d-rr Deutsche» stark gefährdet.

1'. 17. London, 14. Scpt. Die Times schreibt in der Be­sprechung der militärischen Leige, daß Verdun wahrscheinlich tu Gefahr schwebe und starke Angriffe aushakten müsse. Das Blatt tröstet sich allerdings damit, daß Verdun ein sehr stark befestigter Platz ist und daß, im Falle die Verbündeten in offener Schlacht andauernd siegreich sein sollten, Verdun bald wieder entsetzt werden könnte. Daraus scheint hervorzu- gcheu, daß man in Wirklichkeit im englisch-französischen Lager ficr* bereits mit dem Fall von Verdun vertraut zu machen beginnt.

Die ungeheure Widerstandskraft der

Deutschen.

T-U. Zürich, 14. Scpt. Ter Mailänder Korrespondent des Turiner Blattes Stampa hatte eine bemerkenswerte Unterredung mit einem französischen Tiviffonsgencral, der sich mit großer Aner­kennung über das Verhalten der deutschen Soldaten in den Schlach­ten an der Marne ausspvach. Tie französische Armee sei zwischen dem Ornain und Paris beinahe doppelt so stark ivie die deutsche, aber trotzdem. Was für ein Feind! Bei Tagesanbruch sei »nr eine dünne Schützenlinie zn scheu, aber schon mittags bilde diese Linie eine starke Berschanzunq voller Soldaten. Was wir uns nicht er­kläre» können, ist die ungeheure Widerstandskraft des Feindes. Wir werden jedenfalls noch lange und große Mühe haben, ihn zu iibcr-- m in den.

Neues über die Unruhe» in Paris.

Tie Uebersiedelung der französischen Regierung mit dem Präsidenten Poincarö nach Bordeaux ist dach nicht so glatt abgc- gangen, wie manach den telegraphischen Meldungen hätte meinen sollen. Ein Pariser Bericht des mit Frankreich snmpathisicrcndcii Eouric de Gciiövc, des Organs der Genfer Katholiken, spricht von bedeutenden Demonstrationen, die der Auszug von Regierung »nd Präsidentschaft am 3. September im Gefolge hatte. Es heißt in dem Berichte:Tic Ankündigung der Regierung, sie werde nach außerhalb libcrsicdcln, erfolgte erst, nachdem die Regierung Parts schon seit sechs Stunden verlaßen hatte. Andererseits wäre cs ihr nicht mehr möglich gewesen, zu entkommen. Tenn sofort nach Be­kannt, verdcn der Kundgebung strömten Tausende von empörten Menschen nach dem Elnsec und nach dem Konkordienplatze und cröffncicn ei» Steinbombardement gegen die Rcgicrungsgebäude, ohne daß die ausgcbotcnc Polizei nennenswerte Anstrengungen machte, die Menschcnmcnqen abzudrängen. Die beiden Vortore des ElnseeS sind zertrümmert, nur wenige Fensterscheiben des Palais sind ganz geblieben. 'Bis nach Mitternacht dauerten die Kund­gebungen des Volkes gegen die Regierung, als plötzlich der Mail» durch Anschläge an feinen Tafeln bekannt gab, daß die Regierung bereits Paris verlassen habe. Es war wie eine Entscbcnsbotschast, die in das Volk drang, und die Revolution wäre vielleicht schon diese Nacht gekommen, wenn nicht die Polizei z» einem Radikal­mittel gcariffcn hätte: sie ließ sämtliche elektrischen Lampen der inneren Stadt auf eine Stirndc verlöschen. Paris lag in Nacht. Aber die Wut des Volkes, das sich schmählich seinem Schicksal über­lassen sicht, war eine unaussprechliche." Bedenklich erscheint dem Korrespondenten die passive Haltung der Polizei und die Teil­nahme von eingezogenen Reservisten an den Kundgebungen. An der Place de Rivoli fraternisierte die dortige Wache von etwa 25 Soldaten offen mit de» Tcinonstranten.

HrauzSsische Willkür.

Luzern. 14. Scpt. Das Luzcruer Tageblatt fordert die schweize­rische Bundesregierung auf, gegen ein: sranzöstichc Verletzung der Neutralität einzuschreiten. In Frankreich werden nämlich 1500 Schweizer gezwungen, aktiven Heeresdienst zu leiste», unter der Drohung, daß sic sonst ausgowicsen würden.

Tie wirtschaftliche Notlage irr Belgieir.

Ter deutsche Generalgonvcrncur in Belgien, Gcncralscld- marschall v. d. Goltz, hat einen Erlaß an die belgische Bevölkerung gerichtet, in dem er sie zur Ruhe und Ordnung auffordert und in dem auch der Satz vorkomint:Soviel als möglich mutz der Handel wieder hcrgcstcllt, miiffen die Fabriken wieder arbeiten und muß die Ernte hcrcingcholt werden." Daß diese Mahnung in der Tai dringend notwendig ist, zeigt die folgende Schilderung eines Mit­arbeiters, der Belgien in diesen Tagen bereiste:

Tic Industrie dieses rndiisiriercichstc» Landes ist bis ans die Waffen-, Munition- und dergleichen Fabrikation, sowie den Kohlen­bergbau völlig aufgehoben und die belgische Arbeiterschaft ist in der verzweifeltsten Lage.

Gleich die erste Fabrikstadt, auf die man in Belgien von Aachen

kvnimcnd trifft, VcrvierS, steht unter dem Zeichen des industriellen Todes. Wer erkennen will, was dies bedeutet, muß cs mit eigenen Augen gesehen haben. In Vcrvicrs herrscht die Textilindustrie vor. Sämtliche Spinnereien, Webereien, Appreturen nsw. liege» still. Tausende von Arbeitern und Arbeiterinnen sind brotlos. Ter Schrecken der Arbeitslosigkeit ist um so größer, als sich dazu eine ungeheuerliche Steigerung der Lebensmittelpreise, hervor- gernfcn durch Mangel an Lebensmitteln, gesellt.

Die belgische Regierung kann zur Steuerung der Notlage nichts tun. Tic deutsche Regierung hat andere Sorgen. Nur die ^icnieindc Vcrvicrs tut einiges. Sic gibt Brotmarken in bc- Ichiänktcm Maße ans. Tausende und Abertausende von Frauen und Männern steht man vc>r Tagesanbruch, sobald ihnen das Ver­lasse» der Häuser gestattet ist, nach dem Gcmclndcamtc eilen, um eine Brotmarke zn erhaschen. Nur zu viele milsien unverrichteter Sache wieder umkchren. Die Vcrzweislung der Vervlersschen Ar­beiterschaft ist riesengroß.

Vcrvicrs ist immerhin eine Stadt von etwa 55 000 Einivohnern. Allein 500 000 Stiick Tuche werden in den Fabriken von Verviers und den anliegenden Gcnnnnden Tison und Hobln,ont angefertigt.

Eine ebenso große Arbeitslosigkeit herrscht in Lüttich »nd in seiner llnigebnng. Wohl ist die Wassensabrikatio» in Hcrstal und in den Eockcrill-Wcrken von Tcraing in, Gange. Tie anderen Wafsensabrikcn aber und auch die Hausindustrie in Waffcntcilcn liegt vollkonimcn brach. Unterbunden ist jede Arbeit in den anderen Industriezweigen und vor allem in der Tcxtilbranchc. Auch in Lültich herrscht eine enorme Teuerung und großer Mangel an Lebensmitteln. Eine dumpfe Verzweiflung liegt über der Ar­beiterschaft, die nicht flieh'» tonn, wie die besitzende Klaffe.

Hinter Vcrvicrs bc.sinnci, die eigentlichen Schrecken dieses Krieges. Ganze Ortschaft«,, ganze Fabrikanlagen sind vernichtet, Hunderte von Arbeiterhäusern verfielen der Zerstörung: der arm­selige Hausrat wurde ei.» Raub der Flammen. Während in Vcrvicrs alle Fabrikanlak/en unversehrt dastehcn und der Betrieb jederzeit wieder ausgenonimen werden kann, sind in einer Reihe von Ortschaften ans dem IVege nach Lüttich und um Lüttich vielfach die industriellen Werke durch die Kämpfe zerstört.

Lüttich selbst hat wen'gcr gelitten. Tie Zerstörungen betreffen hauptsächlich die Innenviertel der Stadt an der Universität, am Place verte. Freilich auch in den Vororten und Arbeitervierteln finden sich Svnrcn des 5kricges. Auch einige Fabrikanlagen sind davon betroffen. Aber in einer solchen Fabrikstadt, wie Lüttich, ließe sich das leichter verschmerzen. Der industrielle Tod in Lüttich, mit seiner nngchcuren Slot für die Arbeiter wird vielleicht nur solange anhaltcn, als der Krieg währt. Aber wie lange wird dieser Krieg dauern? Das ist die bange Frage, die aus tausende Lippen sich drängt.

Durch das Tal der Maas bis nach Namnr, auf der Straße über Ans, Warcmmc nach Tirlemont, Löwennd Brüffcl ist der Krieg dahinaczoacn und bat alles wirtschaftliche Lebe» nicdcrgcwalzt.

Gewiß, man sieht einzelne Bauern bereits wieder auf dem Acker oder im Garten arbeitet. Aber das landwirtschastlläje Leben erhebt sich >m Kriege sehr rasch wieder. Tie landivirtschasUicheii Produkte dienen der iSsibsterhalliivg und sinben im Kriege guten Absatz. Eine niedergetretenc Industrie bedarf erst des Friedens, bevor sie sich er­holt. Deshalb, steht cs für den Industriearbeiter in Belgien so schlimm. Denn auch in Brüssel, Antwerpen, im Industriegebiete von Mons und Charleroi ist die Industrie tot.

Der belgische Arbeit«.-« ist in seiner Notlage aller Unterstützungen und jeder Hilfe beraub«. Seine gewcrkschastlichen Organisationen sind in bcdränglercr Lage als in irgend einem anderen Land«: seine Konsiimvcrcine leiden unter der Teuerung in,-5 dcm Mangel der Lebensmittel, die der Krieg für sich requiriert. So liegt da» Briiten der Verzweiflung über Ärbcitcrmaffen. Tie jetzige dcntsche Re­gien,»g in Belgien muß. es als ihre erste Ausgabe ansehen, dem in­dustriellen Leben dieses Landes aufzuhelfen. Das wäre in diefein Kriege eine Kultnrta!, «ne Tat auch zugleich der Sicherung unserer Söhne, die >n Belgien stelze».

Tic Aufgabe ließe sich vielleicht leichter erfüllen, wen» von der deutsche,, Verwaltung sofort eine Kommission von Belgiern, die sich aus allen Parteien und allen Klaffen rekrutiert Industriellen. Vertretern des Handels, der Arbeiteriw. berufen würde. Eine solche Koimnisston, di« die Verhältnisse des Landes durchaus kennt und von der man annebmcn müßte, daß ihr auch an der Wieder­belebung der Industrie liegt, könnte der dcntsche» Verwaltung bei der Erfüllung ihrer großen Ausgabe ivertvollc Dienste leisten.

In Brüssel kciuc Privathäuscr zerstört.

Berlin, 14. Scpt. Ter Briiffelcr Korrespondent des B. T. sendet folgende Erklärung: Ich kann den Deutsche», die hier in 4Klgien ge­lebt haben und jetzt nach der Flucht inn ihr Hab und Gut in Brüssel besorgt sind, Mitteilen, daß nach vorlänsigcn Prüsunqen ln den Privathäuser» nichts lierührt morden ist. Schädigungen haben nur Kaujleut« und Elasiivicrte in der inneren Stadt erlitten. Privat- häufer bliebe» meist ricrschont. Mar Hoä>dvrs.

Tic Erklärung trägt den Ttecnpcl des deutschen Gonvcrnenicnts in Brüssel.

Baudttrvcidc steht auf Reisen.

W. F!. Berlin, 15,. Sept. Nach einer Meldninz der Rotlerdomer Politiken" ist der Minister Vanderveldc nach London al»gercist, wo er gcstern einen Vorttraa über Belgiens Schicksal hielt. Von London reist Vanderveldc ,ia,h Amerika weiter,m auch dort einen Vortrag mit Lichtbildern über Löivens Ruinen zu halte». Er wird unter den in Amerika lebenden Belgiern Geld für die belgischen Arbeiter sammeln. Angeblich führt er zu diesem Zweck einen Bries der bei. gischen Königin niit 'sich.

Zeichnet die Kriegsanleihen!