Ausgabe 
12.9.1914
 
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Tiner Morgenpost, gedenken Franks in ausführlichen zu Kerzen gehenden Nachrufen. Auch die offiziös bediente Kor- Srrvandcnz Berliner Politische Nachrichten schreibt:

Die Mannheimer Volksstimme meldet, daß der be­kannte sozialdemokratische Reichstagsabgeordnete Dr. Ludwig Frank gefallen ist, als Held auf dem Felde der Ehre, bei einem Sturmangriff in der Nähe von Lunäville am 3. September. Mit ihm, der, obwohl 40 Jahre alt, als Kriegsfreiwilliger sich sofort bei der Fahne gemeldet hatte, verliert die deutsche Sozialdemokratie einen ihrer besten Köpfe, der nach dem Tode Bebels die Anwartschaft auf die erste Führerstelle besessen haben soll. Im Reichstag ist Dr. Frank als ein glänzender Redner hervorgetreten; per­sönlich erfreute er sich überall, bei allen Parteien, der größten Hochachtung. Er hat sein Blut als Held und Deut- scher für das bedrängte Vaterland vergossen; und wir hoffen, daß dem blutgetränkten Boden, auf dem er mit so vielen Gesinnungsgenossen Schulter an Schulter und in unverbrüchlicher Trene mit den übrigen deutschen Brüdern gekämpft hat und gefallen ist, eine neue und edle Saat ent­sprießen wird, die das gebrachte schwere Opfer wert ist und die das einige große deutsche Vaterland bedeutet, stark und selbstbewußt nach außen, treu, vertrauensvoll und parteipolitisch unzerrissen im Innern, wie es jetzt durch die große Stunde mit einem Schlage geschaffen worden ist."

Dir Einbrrusnug des preußischen Landtages.

Köln a. Rh., 11. Sept. Wie die Kölnische Volkszeitung schreibt, besteht die Absicht, den Landtag noch in diesem Spät­herbst einzuberufen, um ihm eine nötige Vorlage betreffend Notstandsarbeiten vorzulegen.

Kricgsvorbereitungen der Türkei?

Rom, 11. Sept. Die Turincr Stampa spricht von Kriegsvorbcrcitungcn der Türkei. Envcr Pascha soll mit seinem kriegerischen Anhang mehr und mehr Boden gewinnen. Eine heutige Meldung des Mcssagcro scheint dies zu be­stätigen. Darnach stehen Armeen zwischen Jaffa und Gaza bereit, in Aegvpten cinzumarschicren. Tic Küste Syriens sei von türkischen Schiffen blockiert.

Die letzte Milliarde entscheidet.

Kopenhagen, 11. Sept. Die Berlinske Tidende meldet auS London: Lloyd George empfing eine Deputation der Vereinigung englischer Städtevorsteher wegen eventueller Staatshilfe an die Gemeinde während des Krieges. In einer Rede über die Aussichten des Krieges sagte der Finanz- minister: Es ist die letzte Milliarde, die den Krieg entscheiden wird. Die erste wird Deutschland ebenso gut ausbringen können wie England, aber nicht die letzte. Man muß aber damit rechnen, daß Deutschland alles aufbieten wird, um den Krieg solange als möglich fortzusehen, bis es sich bequemen wird, die Bedingungen anzunehmen, die England für den Iriedensschluß stellen wird.

Ei» schwedilchcr Sozialist für einen Kulturbund mit Deutschland.

Stockholm, 11. Sept. Nach dem hiesigen Dagblad erklärte der bekannte schwedische Gelehrte und Sozialist Pros. Stessen:

Ich vermag in einer unlöslichen staatsrechtlichen Föderation »nscrcs Landes mit Norwegen. Dänemark und Holland, eines Bundes, dessen Rückgrat das Deutsche Reich oder eine weitere politisch« Entwicklungssorm Teutßhlands bilden würde, kein Un­glück für unser Volk zu sehen.

Der Einzug der Deutschen in Brüssel.

Mailand, 11. Sept. Der Corriere belle Sera bringt einen Artikel Über den Einzug der deutschen Truppen in Brüssel, der durch die Objektivität und die Wucht seiner Darstellung auffällt. Der Korrespondent schildert den endlosen Einmarsch des deutschen Heeres. Zuerst Infanterie mit Train, bann Reiterei mit einem unendlichen Wald von Lanzen und schwarz-weißen Fähnchen, dann Kanonen, Kanonen, Kanonen und so fort, ohne anfzuhörcn. Es ist eine Masse grün-grauer Uniformen, die sich in der Ferne der Landschast in deren Grün verliert. Ter Eindruck ist ein gewalti­ger; es scheint ein automatischer Organismus, etwa Dämonisches, Ungeheures, Gewaltiges und Mächtiges. Stunden- und stundenlang fahren die Kolonnen an uns vorüber, bis die Augen müde werden. Tie Monotonie des Borübcrznges wird nur dann und wann von dem Klang der Pfeifen und Trommeln oder von dem Gesang patriotischer Lieder unterbrochen. Plötzlich übcrkommt die Zu- schauermengc ein sonderbares Angstgefühl. Von Soldaten um­geben geht ein gefesselter Bauer daher mit blassem Gesichte, man wird ihn erschießen. Der Korrespondent fährt fort: Die Haltung der Deutschen ist korrekt. Sie sind ernst und verschlossen. Die Ausrüstung der deutschen Soldaten ist einfach wunderbar. Das Lcderzeug glänzt: da ist nicht ein einziger Unteroffizier, der nicht einen Feldstecher hätte, auch viele gewöhnliche Soldaten haben ihn. Außerdem besitzen alle eine elektrische Lampe. Was ferner allge­mein bewundert wird, ist die Einfachheit, ja Eleganz der Feld­küchen, die wie kleine Lokomotiven mit ihren Schornsteinen er­scheinen. Der Korrespondent schildert zuletzt seine Fahrt durch Deutschland, um nach Italien zurückzukchrcn. Wenn wir Paris und Brüssel in solcher Verödung zurückgelaffen haben, überrascht uns das Leben und der Verkehr, die überall in Deutschland herr­schen. Welcher Fubel in aller Augen, selbst in denen der Knaben und alten Frauen, wenn immer neue Siegesbotschaften kommen. Tie Toten zählen nicht, die Hauptsache ist, baß man siegt.

Hessen nnd Nachbargebiste.

«ietzen und Umgebung.

Auskunftsstelle über Verwundete. Im Stadthaus, Zimmer Nr. 2, ist eine Auskunftsstelle über die in den hiesi. den Lazaretten untergebrachten Verwundeten eingerichtet. Ihr Zweck ist, den Angehörigen aus Anfrage mitteilen zu können, ob und wo ein bestimmter Verwundeter sich hier be­findet, gegebenenfalls auch, wohin er entlassen worden ist. Nicht möglich ist es leider, allgemeine Anfragen zu beantwor­ten, z. B. ob sich hier Verwundete aus diesem oder jenem Orte oder Truppenteile befinden. Auch die vielfach verbrei­tete Meinung, im Stadthause liege eine allgemeine Verlust­liste unserer Truppen auf, ist irrig. Es handelet sich, wie ge­lallt, nur um ein Namensverzeichnis aller in Gießener Lazaretten verpflegten deutschen Verwundeten, das durch Vermerkung des Zu- und Abgangs auf dem Laufenden ge­halten wird. Den Angehörigen unserer Soldaten wird hier- durch ein zeitraubendes und beschwerliches Herumfragen bei den einzelnen, zum Teil weit auseinander liegenden La­zaretten erspart.

Das Einigungsamt für Mictstreitigkcitcn hielt gestern chnter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters im Sitzungssaale

der Stadtverordneten seine erste Sitzwng ab. In sämtlichen Fällen ist eine Einigung zwischen Vermieter nnd Mieter er­zielt worden.

Holzarbeiter Verband. Am Montag abend 6 Uhr hält der Ortsverein Gießen eine Mitgliederversanrmlung ab, ans die auch an anderer Stelle hingewiesen sei. Jeder Kollege soll für guten Besuch der Versammlung sorgen. Tie Frauen der ins Feld gerückten Kollegen sind freundlichst eingeladen.

Vieh- und Flrischpreise. Vom Lande wird berichtet, daß die Viehpreise, besonders die Preise der Schweine außer- ordentlich niedrig stehen. Im Metzgerladen merkt man da­von aber nichts; die Fleisch- und Wurstpreise sind noch immer die alten, oder sind doch nur herzlich wenig herabgesetzt wor­den. In dieser Zeit, wo viele Leute schlechten oder gar keinen Verdienst haben, sollten wenigstens die Metzger nicht mehr als zu normalen Zeiten verdienen wollen. Wie aber gestern bereits bemerkt wurde, trägt die Militärverwaltung einen Teil der Schuld, weil sie zu hohe Preise für die Lebensmittel zahlt.

Viehmärkte tu Gießen. Tie Abhaltung von Schweinemärkten in Gießen wird von jetzt ab wieder gestattet; die Rindviehmärkte jedoch bleiben noch verboten.

Auf dem neuen Friedhose anr Rodberge ist für die hier verstorbenen Krieger ein Platz abgeteilt. In dieser Woche sind auch mehrere Franzosen, die im hiesigen Lazarett ihren Wunden erlegen waren, beerdigt worden.

Renten verwundeter und arbeitsunfähiger Krieger, Für die

Soldaten im Felde und ihre Angehörigen entsteht nun auch die Frage: Was bekommen wir, wenn der Krieg den Gatten und

Vater verwundet und arbeitsunfähig macht oder den Braven in heldenmütigem Kampfe verbluten läßt? Aas wird dem zurück- kehrcnden verlebten Krieger gezahlt?

Maßgebend für die Rente des Verwundeten und erwerbs­unfähigen Kriegers ist das Gesetz über die Militärversorgung vom 21. Mai 1900. Danach beträgt die Rente bei völliger Er- wcrbsUnfähigkeit, also wenn der Verwundete gar nichts

mehr verdien kann, für

Feldwebel ....... M0 Mark

Sergeanten ...... 720 Mark

Unteroffiziere ...... 000 Mark

Gemeine....... 540 Mark.

Bei teil weiser Erwerbsunfähigkeit wird entsprechend weniger gezahlt. Fn bestimmten Fällen der Verwundung gibt es eine V e r st ü m m c l u n g s z u l a g e. Sie beträgt bei dem Ver­lust einer Hand, eines Fußes, der Sprache, des Gehörs auf beiden Ohren monatlich 27 Mark, bei Verlust oder Erblindung beider Augen monatlich 54 Mark. Die VcrstUinnieiungszuiage kann be­willigt werbe» bei Störung der Hand, des Armes usiv., wenn die Störung so hochgradig ist. daß sic dem Verlust des Gliedes gleich zu achten ist oder bei schweren Gesundheitsstörungen, die fremde Wartung und Pflege nötig machen.

Neben der Rente wird noch in jedem Falle eine Kriegs- Zulage gezahlt, die monatlich 15 Mark beträgt.

Zu dem Fonds sür Liebesgaben sind bei dem Obcrbürger- meister weiter cingegangen: von Sanitätsrat Dr. Schliephakc und Frau 100 Mark, von S. H. Sondheim 30 Blark, vom Kegelklub Humor 20 Mark, vom Sparverein Hassia 23,40 Mark, von Un­genannt 5 Mark, von der Fleischcrinnung sNebeneinrichtungen) 250 Mark, von I. Althans 7,50 Mark, von Kaufmann Adam Bender 20 Mark, von Geh. Medizinalrat Dr. Gcppcrt 100 Mark, von Frau Kommerzienrat Emmclius 50 Mark, vom Gießener Lehrcrvcrein 150 Mark, Inhalt einer Sammelbüchse ans der Restauration Her­bert 20,10 Mark, Inhalt einer Sammelbüchse, ausgestellt bei der Verteilung der Einanarticrnngsgeldcr 145,84 Mark, von Bureau- vorstehcr Wilhelm Eidman» 10 Mark, von Rentamtmann Weimer 1. Rate 30 Mark, von Bauunternehmer Geora Becker 50 Mark, vom Allg. Staats-Eisenbahn-Verein 1. Rate 05 Mark, von Frau Louis Lvtz Ww. 100 Mark, von GerichtSschreibcr W. Ranft 20 Mark, von Geh. Hofrat Dr. Fromme 20 Mark, von Hans Küchel nnd Kurt Branbach 2 Mark, von Oberbibliothekar Dr. Ebel 2. Rate 15 Marl, von Professor Dr. F. 50 Mark, von Heinrich Arnold Ww. 12 Mark vom Taubstummenverein Gießen 20 Mark, vom Club in der Restauration Schiffcnbergcr Tal durch E. Häuser 18,50 Mark, von einem Rechtsanwalt überwiesene Prozeßkosten 15,25 Mark, von der HeimkricgShilsc 5 Mark, von Kt. 10 Mark, von der Dienstags- Kcgclgcscllschast im Ease Ebel 30 Mark, von Landgerichtsdirektor i. P. Bücking 2. Rate 1000 Mark, vom Lehrcrinncnvercin Gießen 106 Mark, vom Beigeordneten Krcnzien 100 Mark, von SB. Michel Ww. 50 Mark, zusammen 2719,05 Mark. Mit herzlichem Dank für diese Gaben wird um weitere Zuwendungen gebeten.

Nimmt die Beschäftigung im Baugewerbe zu? Man könnte es fast ans folgenden Zahlen folgern: Während gm 25. August in

Frankfurt a. M. an 211 Bauten gearbeitet wurde, ist innerhalb von 10 Tagen bis zum 5. September die Zahl der Bauten auf 247 gestiegen, also um 36 gewachsen. Entsprechend hat sich die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 2219 auf 2708 vermehrt. Tic Zahl der Rohbauten bctrnn 89 am 5. September gegen 61 am 25. August.

Die Freilichtbühne veranstaltete am Donnerstag wieder eine Vorstellung für die Verwundeten. Diese wurde» von der Bürgerschaft, die zablreich erschienen waren, wieder reichlich mit Kaffee und Kuchen bewirtet. Getangsvorträge »nd Rezitationen gaben Fra» Lcrch. Frl. Strack, Dunbar und die Herren Dvor- kowski, Wallau und Göttig. Sie ernteten reichen Beifall.

X Kriegsopfer. Aus Ehringshaulen wird dem Wctzlarer An­zeiger folgendes Elcndsbild oefchrieben:Aus der Elcndshiittc

wollen wir heute berichten: denn diesen Namen verdient unser

schönes Kaiserin Angustc-Victoria-HauS jetzt. Die ganz schweren Fälle werben aus Wetzlar zu uns gebracht. Und was die armen Verwundeten a u s z u h a l t c n haben, ist unsagbar. Kauni kann man essen, wenn bas Stöhnen durch das ganze Haus dringt. Wie schmerzlich mar es für den Steinmetz Schäfgen, als wir ihm die Hand amputieren mußten. Aber andererseits ist er doch froh, baß die unerträglichen Schmerzen in der zerschmetterten Hand ein Ende haben. Was hat der.arme Wilhelm Gebauer aus- zuhaltcn, ber mit schwerem Kopfschuß licat und der Tag und Nacht gehalten werden muß, damit er den Verband im Fieberwahn nicht abreißt. Sein Vater eilte aus Schlesien herbei, um den jüngsten Sohn noch einmal zu seben, mußte aber bald wieder fort, da die Mutter mit der Landwirtschaft allein daheim ist: 5 Söhne stehen im Felde. Nnd nun erst der arme Karl Poka. Auf Vorposten durch die Hüfte geschossen, stürzte er vom Pferde, blieb hilflos auf dem Gesichte liegen, wurde erst am 3. Tage gefunden. In der ganzen Zeit den Fliege» prcisgcgcbcn, ist sein Zustand » n b e s ch r c i b - l i ch. Nach der Amputation des rechten Beins sagte die Operations­schwester: Das Herz steht einem still, wen» man solchen Jammer sehen muß. Er ist aanz armer Leute Kind, dicht an der russischen Grenze tn Oberschlesien zu Hause."

Herrenloses Fahrrad. In der Gießener Zeughauskascrne wurde ein Fahrrad MarkeOpel" mit der Fabriknnmmer 11332 oder 15 339 aufgesunden, welches schon seit Wochen herrenlos dort gestanden hat, das offenbar von einem Diebstahl herrvhrt, da die Fabriknummer bis zur Unleserlichkcit verbeult ist. Es hat schwar­zen Rahmenba». ebensolche Felgen, Torpedosreilauf und sehr große Ilebcrsetzung. Ter Eigentümer kaim sich bei der Kriminalpolizei Großh. Polizeiamt in Gießen melden.

Kr«i< Wetzlar.

st. In der Stadtvcrordnetensißung am Dienstag wurde die An­lage eines Friedhofs sür Kricgsgräbcr beschlossen, im schon mehrere verwundete Krieger in Wetzlar gestorben sind. Die Kommission schlägt dafür einen Play in der Verlängerung der Mittelallee vor,

ans dem sür später eine gärtnerische Anlage gedacht ist. Zur Nnt« rstütz ng der gesckmdtgtcii Orte iit- Ostpreußen schlägt der Bürgermeister Kühle vor. 30005000 Mk. zu bewillige», bici j aber nicht von den 50000 Mk. genommen werden sollen, die dem HikssauSschuß bewilligt wurden sind. Stadtv. Beck schlägt 3000 Mark vor, die nicht der obigen Snimne entnommen iverden sollen.,. Stadtv. Ger lach älißert die optimistische Ansicht, daß die 50 000; Mk. nicht ausgcbraucht werden könnten. Er scheint von dep bestehen--1 de» und noch zu erwartenden ivirtschaftlichen Notlage, die durch s die Arbeitslosigkeit hcrvorgerufen ivorden ist. Fein Bild zu haben. ' Es werden 3000 Mk. bewilligt, die von den 50 000 Mk. des Hilfs- | ansschusseis zu entnehmen sind. Sodann stellt der Bürgermeister I den Tringlichkcitsantrag, der K r! egsvers i cher u u g für die Rheinpro-ving beizntrelcn. Danach sollen bedürftigen Familien die 'Beiträge zu dieser Versicherung vorschußweise von der Stadt be- ' zahlt werden und kämen zirka 250 Familien in Frage. Dafür wer- den 2000 Mk. bewilligt, die ebenfalls den 50 000 Mk. entnommen iverden.

st. Kriegsopfer aus Wetzlar. Im Lazarett zu Eoblenz verstarb der Reservist Will». Watz von Wetzlar, wohnhast Steiudorfer- - straße, der beim Reserve-Regiment Nr. 81 schwer verwundet wurde. Beschäftigt war W. in der Gießerei der Firma Leitz. Weiter ist seinen Wunden in Saarbrücken erlege» der Leutnant der Reserve im Iitfaiitcrie-Regiment Nr. 70, Oskar Esser von Wetzlar.

st. Gcländcankaus. Wie von zuverlässiger Seite mitgeteilt wird, bat die Stadt Wetzlar das Besitztum der Frau des verstorbene». Juftizrats Alicseld am Hausertor für 60 000 Mk. angekaust.

I. Krosdorf-Gleiberg. Morgen, Sonntag, nachmittags 3 Uhr, findet imSchiwarzen Walfisch" eilt Parteibesprechung der zurück- : gebliebenen Mitglieder statt. Genosse Rob. T i ßm a u n - Frank­furt wird einen Vortrag halte» über den- gcgcnwärttgen Krieg. Ebenso wird cr AuÄunjt erteilen über Angelegenheiten der zur Fahnen einbcrusenen Mitglieder und Angehörigen. Es ist daher er. ivllnscht, daß alle Mitglieder nnd Frauen der cingezogeuen Genossen erscheinen.

Vereinskalender.

Sonntag, 13. September.

Wißmar. Tabakarbeiter-Vers am mlung bei Wirt ; Bittendors nachinittags 3 Uhr.

Hcuchclheim. Abends 8 Uhr Tabakarbciter-Versamme lung bei Wirt Aug. Rinn.

Montag, 14. September.

Gicßeu. H o lza rbe i t e r v e r b an d. Abends 6 Uhr. gleich nach Feierabend, Mitgliederversammlung im Geiverkkchasts-Hause. Tagesordnung: 1. Unsere Organijatton nnd ihre Aufgaben in der gegenwärtigen Zeit. Referent: Kollege F. Heinemaiin, Frank- >

surt a. Al. 2. Kartellbericht des Kollegen Schcckcr. Alle Mit­glieder erscheinen!

Telegramme.

Wieder eine russische Niederlage.

^Vk). Berlin, II. Sept. sAintlich.) Das 22. russische Armeekorps (Finnland) hat versucht, über Lyck in den Kampf in Ostpreußen einzugreifen. Es ist bei Lyck geschlagen wurden.

Fortschritte bei Lemberg.

Oesterreichisch-Ungarisches Hauplquarticr, den 11. Sept. Dis Schlacht lobt heute mit unverminderter Energie fort. Die öster­reichisch-« ngarii che Offensive macht, wie es der Ausdehnung und der ungrhureu Masse der beiden sich gegen itb erstehen den Heere ent­spricht. langsame aber sichere und stetige Fortschritte.

- Adelt, Kriegsberichterstatter.

Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gießen.

Verlag von Krumm & £ie., Gießen.

Druck: Verlag Osfenbachcr Abendblatt, G. m. b. H., Ossenbach a. M.

Bekanntmachung.

TaS 2. Ziel Schulgeld des Realgymnasiums, der Oberrealschule, der Gymnasialvorschwle und der Höheren und Erweiterten Mädchen­schule für das Rechnungsjahr 1914 kann in den nächsten 8 Tagen noch ohne Kosten an die Stadtkasse bezahlt werden.

Schiller, die die Nolprüsung abgelegt haben, müssen da? 2. Ziel Schulgeld bezahlen.

Gießen, den 11. September 1914.

Der Ttadircchner:

M ä s e r.

Henkels Bleich-Soda.

Verwertung von Schweineborsieri.

Die im hiesigen städtischen Schlachthos anfallenden Schweine- borsten lGesamtschlachlungeu z. Zt. jährlich zirka 12 009 Schweine) sollen vom 1. Oktober 1914 an anderweit vergeben werden.

Die Abnahme der Borsten hat in dem anfallenden nassen und ungereinigten Zustande zu geschehen. Die hierzu nötigen lustdicht verschließbaren Ansnahmegefäße sind von dem Abnehmer in aus­reichender Zahl der Schlachthofverwaltung zur Verfügung zu stellen. Angebote hierauf werden bis 22. September d. I. an den Oberbürgermeister der Stadt Gießen erbeten.

Gießen, 10. September 1914.

- Der Oberbürgermeister.

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