Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oberhcssen und der Nachbargebiete.
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Nr. 203
Gicßcn, Donnerstag, Den 3. September 1014
9. Jahrgang
Das goldene Zeitalter.
Zmmer wieder wird es notwendig, jene falschen Anölegungen zuruckzuweisen, dir der ernste Wille des deutschen Volkes, sich sein Liecht aus nationale Selbstbeitiminiinq zu ivahrcn, bei Schwärmern aller Art findet. Ta wird cs so hinge stellt, als ob nun das goldene Zeitalter angebrochen sei, ,» dem die Wölfe bei den Lämmern friedlich hausten, als ob mit einem Schlange alle Älassengegenfähe beseitigt seien, und als ob vor allen Dingen die politischen und sozialen Ansprüche der Arbeiterschaft in Zukunft, wenn überhaupt, so doch jcdensalls nicht mehr mit der gleichen Rlirtsichkolosigkeit und mit dein gleichen Nachdruck geltend gem-.icht würden wie bisher. Gutmütiqe Schwäripcr reden so; aber auch solche Leute stimmen in den Ehor ein, die sich dabei von der Absicht leiten lassen, eineni etioalgen Wisde ran sieben politischer sror.derung.cn der Unterdrückten von vornherein den Stempel der Vaierlevndslvsigkelt aufzudrücken. Nicht mir für di« Zelt des Krieges, sondern für alle Ewigkeit soll der wahre Patriotismus in dem Verzicht aus jede Aenderung an den sozialen Verhältnissen sowohl wie an der Verteilung der pobitl- schen Rechte bestehen. Wer nach der Erfüllung seiner Pflichten die Hand ausstrcckcn wird, um etwas zu erlange», das ihm die Herrschenden und Besitzenden niä>t freiwillig geben, der soll als einer gelten, der den schönen Gottesfrieden zwischen den Klassen und Ständen gebrochen und damit einen nicht wieder gut zu machenden Frevel an der deutsche» Nation begangen hat.
Unter vielen andern begeistert sich so auch der Berliner Uni- vcrsitntsprosesior Otto v. Gierte für di« Herrlichkeit der Epoche, di« mit dem erste» MobtlniachnngStagc eingesetzt hat:
„Wie ausgelöscht schien die vaterkandslosc GesinnuM, die Verleugnung unserer Geschichte, die internationalistische Friedens- fchwärmcrei. Ter Gegensatz der Stände und der wirtschaftlichen Interessen, di« (tzewinngier der Eriv erbenden und die Genußsucht der Besitzenden, der Hochmut der Reichen und der Neid der Armen waren in der einmütigen Begerstevung für die gemeinsame Sache wie wcggesegl. Ernste Enlschlossenheit stählte jede Brust und hob auch die Sorgenvollen und Willensschwächen über sich selbst empor. Heldenhaft und opferfveudig einten sich mit den Männern in hohen, vaterländischem Empfinden und edler Werkbercitschast die deutschen Frauen: wohl kein« von ihnen dachte in den weihevollen Stunden an Frauenemanzipation und'Frauenstimmrecht. Ter Hader der Konsessionc» und Weltanschauungen verstummte: eine religiöse Erhellung bemächtigte sich aller Gemüter, die Kirchen füllten sich zu dem allmäächtigen und gerechten Gott sttegen die Gebete der Gläubigen und derer, die sich für ungläubig hielten, empor."
An der Ehrlichkeit der Freude des Professors Gierte ivollen wir nicht zweifeln, aber wir möchten unsererseits alles tun, uni ihn daran zu bindern, dag er sich in Illusion«,, wiegt. Sicher ist für sehr viele das, was sie in sriedlichc» Zeiten am stärksten bewegte, in de» Hintcrgriitid getreten. Sic haben sich zunächst einmal zusammen geschloffen, um dl« nvtivendlge Gegemvartsarbeit zu verrichten. Es mag unter ihnen nicht gang wenige gebe», die durch den Sturm der Ereignisic in eine Art von Rausch versebt worden sind und die charakterschwach geimg waren, uni das, ivas man vielleicht tut «in sicheres geistiges Besitztum halten konnte, ln der Stimmung des Augenblicks völlig preiszugcben. Aber wir sind fest üdcrzcngt, dag die große Mehrheit derer, die sich so oder so in den Dienst der Uuigaben des Tages gestellt haben, in ihrem Fniiercn niicrschütiert ü» den Ideen und an den Ansprüchen scsthaltc», die sic vorher ver» treten haben, und daß sie aus dieser Krisis als um so entschlossenere Kampier hervorgehcn werden. Nicht zum wenigsten auch die Frauen. Die Sozialdemokratinnen und diejenigen, die aus vürgerlichcr Seite die politischen Rechte der Frauen geltend machten, haben sich rückhaltlos an die Seite derjenigen gestellt, denen alles, n»as nach der sogenannten Fvauenemanzipatton schmeckt, ein Greuel ist. Sic kennen für den Augenbl'ck nur das eine Ziel, die gewaltige Not ltndern zu helfen, die der Krieg heoausbeschworcn hat. Aber gerade indein sic sich auf diesem Gebiete betätigen, inbeni sie einen noch tieferen Einblick gewinnen ln das unsägliche Elend, indem sic genötigt sind, sich mit der Anwendung von Gesetzen und Verordn nungeii zu befasse», wird in ihnen der Wunsch umso lebendiger werden, ssir die Frauen das Rocht zu erkänipfen, an der Schäftung der Gesetze tejsznnehmen und vor allem ein entscheidendes Wort dort mitzusprechen, wo Bcschlllsie gefaßt werden, die für die Beziehungen der Nationen von weittragender Bedeutung sind. ES mag immerhin» nicht an Frauen fehlen, denen das ewige Hurraschreien die Besimlung vollständig geraubt hat, und die glauben, für ihr Geschlecht und di« Menschheit genug getan zu haben, wenn sie sich mit schwarziveißrvten Schleischen schmücken und mit der Saminelbitchso für das Rote Kreuz klappern. Aber den denkenden «Fronen wird diese Zeit eine gewaltige politische Lehrmcistcrin sein.
Was für die Frauen gilt, gilt auch für die Männer, und die, d,e zurückkehren aus dem Feldzug und auch alle die anderen, die ’V} . 7*©twn6« der Not da-3 Schivcrt, das sic gegen Ausbeutung und vrivilcgi^iwirtschoft führten, beifeite gestellt haben, werde,! mit Wrso größerem Nachdruck zu gegebener Zeit aus der Durchsetzung •poIrtiiVfycn Forderungen bestehen. Das mag denen, die von Frieden im Innern schwärmen, ein unangeiichmer Gc- le l n - Aber cs ist beffcr, daß wir ihr« Träume schon jetzt zer- , een, ehe sic sich allzu tief in sie oingesponnen haben.
Die Riesenschlacht im Osten.
^ v - R. Lestcrrcichisches Kriegsprcsscquarticr, 1. Setzt, -ras ungeheuere, vor zehn Tugen begonnene Ringen der ruiiiichkn Westarmecn mit den nacheinander cingrcifcn den, stets vorrückenden Teilen des österreichischen linken rtlugkls scheint d c m E n d e nahe. Auf österreichischer Seite erstreckt sich jetzt die Kampffront 160 Kilometer lang von der Weichsel »bereden Wicprz zum Bug, die russischen Armeen langsam vor sich herschiebend in die Sumpsseenzonc nördlich
der Linie Lublin-Cholin; diese bcsindet sich nur noch einen oder zwei Tagcmärschc im Rücken der Russen. Deren Trains dürften den Rückzug der Truppen auf den wenigen gntcu Straßen behindern, da die Wege vielfach Tc-silö-Chnraktcr haben. Tie Lage kann zu ungeheuren Katastrophen su.hj.-cn. Tic russischen Wcstarniccn dürsten auch bereits keine Möglich lcit eines Anschlusses an die Ostarmcc» mehr haben.
Sicher ist bisher das volle Mißlingen der von der russischen Heeresleitung geplanten strategischen Umfassung der österreichische» Heere und ihr Umschlagen in das Gegenteil: AnsrvUung und Abdrängung der russischen Westarmcc». Tie Kämpfe dauern noch aus der ganzen 400 Kilometer langen Linie weiter. Die Lage der österreichisch- ungarischen Truppen ist gut.
Die Schlacht von Ortelslim g-Tanttenberg Die russische Armee vernichtet!
Das Gouvernement von Thorn teilt zu den bisherigen ossiziellcn Berichten noch folgendes Nähere mit: Tic russische zweite Armee (Narew Armee) hat nusgchört zu bestehen. Es sind mehr als 60 000 Gefangene gemacht. Vernichtet sind das 6., 15., 23. und die Hälfte des 6. russischen Armeekorps. Von diesen Korps sind sämtliche Geschütze und Fahrzeuge in unsere Hände gefallen. Durch die Flucht konnten sich unter schweren Verlusten das l. und die Halste des 6. russischen Armeekorps über die Grenze retten. Unterzeichnet: Armee-Ober-
kommando.
Mahnung zur Besonnenheit.
Unter dem 28. August erließ der Gouverneur von Königsberg nachstehenden Aufruf:
„Zu meinoin lebhaften Bedauern haben sich die Beivohner in meinem Befehlsbereich durch das Vorgehen einiger feindlicher Kavallcriepatrouillen veranlaßt gesehen, ihren Wohnort zu verlassen, Ich erblicke darin einen Mangel an Vertrauen zu den, Truppen der Fcftungsbesatznng. Ich ersuch« die -Bevölkerung dringend, ganz besonders amt, nördlich dos Pvcgels bis zur Dcime, in ihre Wohnstätten zurückzukehren, ihre Felder zu bestellen und ihren sonstigen Geschäften nachmgehen.
Ich hoffe, daß dieser Hinweis genügen wird, um die Ruhe und Besonnenheit, welche stets die Preußen ausgezeichnet habe», iviedcr zu gewinnen und größeres Zutrauen zu dem Erfolg unserer Waffen zu haben.
Tic Herren Bürgermeister, Gemeindevorsteher usw. ersuche ich, mit guten, Beispiel voranzugehen und ihren ganzen Einfluß ouSznübrn, die Bevölkerung in meinem Beschlsbercichc zur Rückkehr in ihre Heimatsorte zu veranlassen.
Tie vom südlichen Kriegsschauplätze in Ostpreußen vorliegenden Nachrichten bestätigen, daß die Bevölkcrinig meines Befehlsbereichs durchaus ruhig in die Zukunft blicken kan»,
Königsberg, don 28. August 1914.
Der Gouverneur, gez. v. Pappritz."
Eine weitere Amnestie.
(Amtlich.) Der Kaiser hat einen weiteren Begnadigungs- crlaß ergehen lagen, der fvlgcndcn Wortlaut hat: „Wir
Wilhelm, von Gottes Gnaden König von Preußen usw., lvollen allen Personen, die sich bis zum heutigen Tage der Verletzung der Wehrpflicht (8 140 R.-Str.-G.-B.) oder der unerlaubten Auswanderung (8 360 R.-Str.-G.-B.) schuldig gemacht haben, soweit lins das Begnadigungsrecht zustehi, den Erlas) der verwirkten Geldstrafen, Freiheitsstrafen und Kosten in Aussicht stellen, wenn sie während des gegenwärtige» Krieges unverzüglich, jedoch spätestens innerhalb dreier Monate vom heutigen Tage au gerechnet, im Deutschen Reich, in einem deutschen Schutzgebiet oder auf einem Schisse der lniserlichcn Marine sich zum Dienste stellen und ihr Wohl- verhalten während ihrer Abwesenheit glaubhaft Nachweisen. Ausgeschlossen davon bleiben diejenigen, die erstens das 45. Lebensjahr vollendet, zweitens die deutsche Reichsangchörig- kcit verloren haben und Staatsangehörige eines ausländischen Staates sind, drittens, die als dienstunfähig befunden werden sofern sie wegen ihres körperlichen Zustandes ihre derzeitige Tienstfähigkeit nicht annchincn konnten. Ich beauftrage Sie, für die schleunige Bekanntmachung und Aussührung dieses Erlasses Sorge zu tragen.
Großes Hauptquartier, 29. August 1914.
Tie Wandlung in der Dänenpolitik.
Wie die Frankfurter Zeitung zuverlässig hört, ist nicht nur den seit dem Ausbruch des Krieges verbotenen nordschles- wigschen Zeitungen Hcimdal und Flcnsborg Avi seit einigen Togen das Erscheinen in dänischer Sprache wieder erlaubt, sondern dev neue Lberpräsidcnt v. Moltke hat auch Vorkehrungen getroffen, daß die in Schutzhast genoimnenen Dänen in Nordschleswig wieder freigelassen werden.
Aus Frankreich.
Ter neue französische Kricgsminister Millcrand hat dem -General Jojfre ein Handschreiben übersandt, worin er ihm sein'
unbedingtes persönliches Vertrauen ausspricht und ihn um die Fortsührnnq seines Amies ersucht. Damit wird bestätigt, daß der Deputierte Mcssim» allerdings wegen Meinungsverschiedenheiten mit Foffrc zurückgctreten war. Mclsim», der Offizier der Landwehr ist, hat sich sofort »ach seiner Demission zum Felddienst gemeldet. Tic sozialistische Humanste unterstützt das Ministerium Viviani und billigt den Eintritt der Genosien Gnesdc und Scmbart ins Kabinett. Dem Ministerium gehört auch der Deputierte Albert Tarrant an, der als Mitbesitzer der Tepechc de Toulouse einen hervorragenden Elnflnß aus die radikale Provinzpressc auszu- übcn vermag. Es bleibt nunmehr abzumarten, ob alle diese persönliche» Berechnungen standhaltcn werden vor der Bewegung der Arbclterwclt und der Landbevölkerung, die unvermeidlich eintreten wird, sobald die setzt noch von der Regierung verbreiteten Illusionen über die wahre Kriegslage geschwunden sein werden.
Die veralteten Pariser Forts.
Ein italienischer Generalstabshauptmann sagte dem Vertreter der Frankfurter Zeitung, nach guten italienischen Informationen hätten die Pariser Forts pur geringen Wert, da sie alle vor den, Jahre 1886 gebaut und unmodern seien. Es seien nur Werke aus Erde und Backsteinen, Es sei überhaupt nach Erfindung der 42°Zcntimeter-Geschütze zweifelhaft, ob künftig Festungen noch als wirksamer Schutz anzusehen seien.
Die katholischen Missionen in Afrika.
F» den Blättern wird ein „Notschrei der katholischen Missionen an die christlichen Mächte" veröffentlicht, der von de» Leitern der in Afrika arbeitenden deutschen und österreichischen katholischen Missionsgescllschastc» unterzeichnet ist, und worin es u. a. heißt: Mitten hinein in die Wirren dieses europäischen Krieges kommt die Kunde, daß England den Krieg auch in unsere afrikanischen Kolonien hincingctragen hat. Ein wahres Entsetzen muß alle Freunde des christlichen Missionswerkcs und jeglicher zivilisatorischer Kölonialarbcit bei dieser Nachricht ergreifen. Bisher haben in den Kolnoien alle weißen Völker solidarisch den Eingeborenen gegenüber gestanden, nur so glaubten: sie ihre Autorität aufrecht erhalten zu können. Das Missionswcrr ist durch internationale Abmachungen als gemeinschaftliches Werk: aller christlichen Nationen anerkannt und unter internationale»: Schutz gestellt worden. Fn der Ko n g o a k t c ist ausdrücklich ver. einbart, daß kriegerische Verwicklungen unter europäischen Mäch«: ten nicht auf afrikanisches Gebiet übertragen werben dürfen, son. der,, vielmehr die Slgnatarmächte solidarisch für die Ausrccht» erhaltung der Ruhe zu sorgen haben. Nun zerreißt England diese Solidarität, erschüttert in ihren Wurzeln die Autorität der weißen Rasse und trägt den Krieg in eine Bevölkerung hinein, welche ihm nur völlig verständnislos gegcnübcrstehen kann. Bisher standen in Afrika vor den Augen der Eingeborenen die Weißen als eine unerschütterliche, geschlossene Einheit da und nunmehr soll den Eingeborene,, ein blutiger Kampf zwischen Weißen vorge- siihrt werden, bei dem die Eingeborenen unvermeidlich Partei ergreifen iniiffe,i, Feder Kenner der Lage weiß, welches gefährliche Spiel das bedeutet. Sehr bald werden die Eingeborenen zu dem fragenden Gedanken übergehen, ob sic nicht den Augenblick benutzen können, um die ganze Herrschaft der Weißen abzuschütteln. Das kann zu Ausstäiidci, und Kämpfen führen, welche das ganze so mühsam aufgebaute Misstonswcrk zerstören muffen. Zum Schluffe des Ausrufs wird a» alle Kolonialmächte die dringende Bitte gerichtet, das ihrige dazu bcizutragen, daß wenigstens Afrika und seine einheimische Bevölkerung freigchalten wird von den Fähr- niffcn des Krieges, dcffen Wirkungen dort noch unendlich viel verhängnisvoller sein müssen als in Europa,
Erklärung der hottändischen sozialistischen Kammersraktion.
In einer anherordentlichcn Sitzung der holländischen Zweiten Kammer, die am 26. Oktober zum Zwecke der Be- ratung einiger Notgesetze stattsand, gab Troelstra im Namen der sozialdeniokratischen Kammerfraktion eine Erklärung zum gegenwärtigen Kriege ab. Die Erklärung wird eingeleitet mit einem brüderlichen Gruh, den die holländische sozialistische Kammersraktion den zur Vaterlandsvertcidigung einberufc- neu Proletariern der kriegführenden Nationen entbietet. Gerade das Jahr, in dem das 25sährige Bestehen der Internationale hätte gefeiert werden sollen, habe die großen, bis zur allerletzten Stunde durchgefllhrten Versuche der proletarischen Fricdensmacht, den Krieg zu verhindern, sehlschlagen sehen. Jetzt, da die Schlachtfelder vom Blute Tausender Proletarier getränkt seien, müsse darauf aufmerksam gemacht werden, daß die Arbeiter der verschiedenen Nationen keine Ursache hätten, einander zu hassen: im Gegenteil, ihre gemeinsame Arbeit in den internationalen gewerkschaftlichen und politischen Organisationen war auf die brüderliche Hebung ihrer Klasse gerichtet. Die Verantwortung für den Krieg trage der Kapitalismus. Die sozialistische Kanimer- sraktion fordere die Proletarier auf, der Internationale treu zu bleiben, obwohl ihre Macht noch zu gering war, den jetzigen Krieg zu verhindern. Auch unter den größten Schrecken des Krieges und der Not, die in seinem Gefolge geben, müßten die Arbeiter dem Sozialismus treu bleiben, um beim ersten Schimmer einer Friedensmöglichkcit dafift wirken zu können, daß ein Friede unter Anerkennung der Sewständigkeit der Pillker geschlossen werde. Als sozialistische K>unmerftaktton


