loch die alle direkten und Vielfache überschreiten- nd Ausbildung der Sollst man endlich den im- rnd Religion in Betracht, tnngcn den Völkern zu- Es ist eine h i m m c l - icht mehr Mühe anfge- gerichte Kriege zu ver- erhandlungen internatio- eizuführen. So gut man lereinbarungen über die und über Auslieferung "gut könnte man auch über !andcln, wenn der gute cht Privatintercssen einer ohlc der Gesamtheit vor-
es als Unsinn bezeichnet, die Millionen Menschen wenigen „internationalen" und uneingeschränkten AuZ- Für Lenkende Katholiken werde „der Mordpatriotismus gewisser Leute immer mehr zu einem unerträglichen, widerlichen Ekel"; ihr Hurrarufen mute einen an, „als ob da ein Sammelsurium von Idioten und Kindern schreit: Leute, kommt und seht, wie schön wir * s Vaterland verraten". Wer aber jene Abgeirrten zur Vernunft bringen wolle, dem schreie man das Wort „Staats- feirrd" entgegen.
Die Wahrheit dessen, was das katholische Blatt sagt, kann gar nicht bestritten werden.
— Schnellzüge auf der Main-Wescr-Bahn verkehren jetzt nach folgendem Fahrplan:
In eik von „Nation? der einzelnen' Kapitalisten zur bcutung überantwortet sind".
Schnellzug
Sck,ncllzug
I) 78 53
107
D108 52 72
8 “
gm
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ab Franksnri Hbf.
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6 ST
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„ Bad-Nauheinl
8 34
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6 59
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Ferner auf der L a h n b a h n :
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Die Fahrzeiten links der Stations-Namen sind von oben nach unten, diejenigen rechts von unten nach o v c n zu lesen.
— Lazarettschiss«. Wie auS Mainz berichtet wird, trafen dort am Samslag und Sonntag die erste» Lazarettschiffe ein. Das sind eiserne Luftschiffe, die zmn Tvanspokt von Verwundeten red,! zweckentsprechend und beguem hergerid>t«t sind. Die Schisse sind, um ihnen ein srenndlidreres Aussehen zu geben, im Fnneri, weis, #t= strichen. Alle eisernen Betten, nad, Art der Pkannscha>ftsbcticn in Kasernen ausgestellt, waren weis, überzogen. Biel« Verwundete lagern übrigens auf denn Teck, von w» and sic den am User dichtgedrängt Stellenden neunter zuwinken.
— Heinrich Seine als Gegner des Rusicntums. lfm dritten Buche des Werkes über „Ludwig Börne" spricht Heinrich Heine von der Rolle, die die Polen für uns spielen würde,«, „wenn einst Tcutch- tand sich wieder rüttelt", und er meint: „Ter einzige Vorteil den wir ihnen verdauten, ist jener R u s se n ha ß , den sic bei uns gesät, und der, stillfortwnchcrnd nn deutschen Gemüt«, uns mäck^ig vereinigen wird, denn die grobe Stunde schlägt, wo wir uns zu verteidige» haben gegen jene» surchibarcn Riesen, der jetzt noch schläft und im Schlafe wächst, die Füße wcidansstrcckcnd in die duftigen Blumengärten des Morgenlandes, nii:t dem Haupt: anstohend an den illord- pol, träumend ein neues Weltrcid, . . ^ Deutschland wird einst mit diesen! Riese» den Kanips bestellen müssen, und für diesen Fall ist rS gut. das, wir die Rnsien schon früh liaffcn lernten, das, dieser Hab in uns gesteigert wurde, das, auch alle anderen Völker daran deil- nchmen . .
Mit diesen Worten, welche die Franks. Ztg. zitiert, will Heine jedenfalls nicht gegen das russische Volk Stellung nehmen und wenn er es ivolltc, iviirdc» wir ihm nicksi zustimmen können, so sehr ivir Heine als Gens« rückhaltlos anerkennen. And, bas russische Volk t>st — iit seiner Gesamtheit natürlich — so wenig deutschfeindlich, wie das dontsdte rusicnscindlich: und trägt so ivcuig Tckmid am Kriege, wie das deutsche Volk. Die Frage »ach der Schuld wird eine spüierc Zeit bcantivovien.
— AuskunftSstelle. Der Wahl oerein Giebe» und das Gewerk- schasiSkartell l>aben eine Auskuufdsstclle errichtet, welche de» Mitgliedern in bezug auf Arbeitsrecht, Mtetrecksi, Arbeiter-Versicherung usw. Auskunft erteilen soll. Die S p r« ch st ,, n d e» stnd auf Dienstag, Donnerstag und Samsiag von 4—7 Uhr im Gewerksck>aiishausc festgesetzt.
— Teuere Heringe. Um die jetzige Jahreszeit tresscn sonst die fette», nahrhaften Vollhcringe ans Schottland ein. die bei uns viel gegesie» werden. Bis zum 25. Juli crportierte Schottland 730 0011 Tonnen dieser Ware. Mit Einsetzen der Feindseligkeiten hörte die Einfuhr auf. Immerhin befanden sich, wie wir einem Parteiblotte entnehmen, am 17. August allein in Stettin noch 118 600 Tonnen Heringe im nnvcrstcnerien Lager der doriigcn Importeure, die die .Heringe nicht etwa für ihre eigene Rechnung gekauft haben, sondern die mir die Beaustragleu der sd>oNichcn und der anderen Erporleurc, also deren Kommissionäre sind. Trotz des „enncnsivcrten Bestandes an Heringen treiben nun die Stettiner Herr,» die Preis« derart in die Höhe »nd stellen derart schroff« Bezugsbedingungen. dag es kanni möglich ist, die Ware siir :das Inland zu erhalten. ES werten Preis« verlangt, die gegen d-.rs
Vvrjahr d o p p c I t s o h o ch s i n d. Wobei noch zu beachten ist, dag ivegen der zeitigen Fange die Heringe keineswegs so voll und zum Marinieren geeignet seilt können wie di« Fische, di« normalerweise jetzt gesangci' würben. Nach Lag« der Sache halten wir es für sehr nötig, das, sich die maßgebenden Kreise einmal mit dieser Angelegen - hcst beschäftigen! und dafiir Sorg« trag«»', dag in Stettin ein flotter Abzug der Ware einfetzf.
— Der Sittenkoinmissar. Gestern begann vor der Frankfurter Strafkamtncr die Verhandlung gegen den seit dvni 27. März vom Dienst suspendierten nnd seit dem 7. ^lpril in Uiitersnchungshast weifenden Kriminabkommtssar Robert Schmidt. Der Angeklagte begann seine Laufbahn als Ppkizerboamtcr in Kiel. Er nun- zunächst sttterimiftisicher Polizcikommissar, besucht« dann die Polizeischüle in Kettbus und bekam nach seiner tchinitioen Anstellung in ftiol die Bearbeitung der sittonpoliz etlichen Vergehen übertraMu. Am 1. Februar 1913 wurde er nach Frankfurt versetzt, wo er zuletzt ate Leiter des Tittc»kommissariats tätig war. nachdem er vorher in anderen Abteilungen tüttg gewesen war. ki«b sich Schmidt verschiedene Betrügereien zuschulden kommen, mich verkehrte er mit Bovdell- besitzcrn, von denen er öfter Gelb Mit der Mitangeklagten
Bohnert stand Schmidt auf dem Du, fuß. St: hatte sich am thn gewandt, um das Bordell in der Bküchcrstrahe konzessioniert zu er- kralten, Si« "„lieh" ikpu 600—700 Mark, die sie, wie alles übrig: Geld, das sie ihm gab, nie wieder znrsickerstattet bekommen hat. War Schmidt in Geldverlegenheit. so telephonierte er der Bohnert, die bann 50—100 Mark sandte oder ihn in die Wohnung brachte. Daneben schickte sic auch Wein, Sekt und Zigarren. Es wird Schmidt ?,Hm Vorwurf gemacht, das, er eine Ausbeutung der in dem Bohuert- schen Betrieb weilenden Dirnen duldete, die nicht nur 20 Mark Pension zahlen, sondern von der Bohnert auch »och Wüsche und Kleider zu teueren Preisen beziehen mit&ten, und dag er der Mitangeklagten gestattete, daß sic statt drei fünfzehn Dirnen in ihrem Hans Aufenthalt gewährte. Zur Verhan>dtung sind etwa 40 Zeugen erschienen. Schmidt wird von Rechtsanwalt Dr. Sinzheimer verteidigt. Berta Bohnert hat Jltstizrat Richard Bruck zum Verteidiger. Das Olkricht beschloß, da eine Anzahl Zeuge» nicht erscheinen konnte, die Abtrennung des Kieler Betri«gs.fall«s. Rach Verlesung des Erössniingsbeschlusscs beantrag!« Staatsanwalt Berdog Ans- schl-usi der Oesfentlichkeit. Das Gericht bcfdstosi dementsprechend, gestattete aber dom Polizeipräsidenten Ries von Scheiirnschlvtz die Anwesenheit aks Zuhörer.
Westerwald lind Unterlahn.
X Weilburg. Als am Somitag hier ein Zug mit französischen Gefangenen di« Station passierte, versuchte in der'Nähe der Wäuser Brücke ein belgischer Franktireur in emem günstigen Augenblick zu entfliehen. Er irmrde von der Bewachungsmannschaft auf der Stelle erschossen,
Telegramme.
WunderbareSiegeiiliOsteir!
6VVVV Rnsien gefangen!
Drei russische Armeekorps vernichtet!
Großes Hauptquartier, 31. August.
(W. B. Amtlich.) Der gemeldete Sieg der Armee des Generalobersten o. Hindenburg ist von weitaus größerer Bedeutung, als bis jetzt übersehen werden konnte. Trotzdem neue feindliche Kräfte über Neidenburg angriffen, ist die Niederlage des Feindes eine vollständige geworden: Drei Armeekorps sind vernichtet;
60000Gefangene, dabei zwei kommandierende Generale, viele Geschütze und Feldzeichen sind in unsere Hände gefallen. Die noch im nördlichen Ostpreußen stehenden russischen Truppen haben den Rückzug angetreten.
Der Eeneralquartiermeister: v. Stein
Unerschütterlicher Vormarsch im Westen!
Die Festung MoutmodU gefallen! Sperrsort Lesoyelles zerschösse»!
Großes Hauptquartier, 31. August.
(W. B. Amtlich.) Die Armee des Generalobersten v. Kluck hat einen durch französische Kräfte unternommenen Versuch eines französischen Flankenangriffes gegen Combles durch ein Armeekorps zurückgeschlagen. Die Armee des Generalobersten v. Bülow hat eine überlegene französische Armee bei St. Quentin vollständig geschlagen, nachdem sie im Vormarsch bereits ein englisches Infanteriebataillon gefangen genommen hatte. Die Armee des Generalobersten v. Haufen hat den Gegner auf die Aisnc bei Rethel zurückgedrängt. Die Armee des Herzogs von Württemberg hat bei der Fortsetzung des Ilebergangs über die Maas den Feind zunächst mit Vortruppen überrascht, mußte aber bei dem Vorgehen stärkerer feindlicher Kräfte teilweise wieder über die Maas zurück Die Armee hat dann die Maas-Ueber- gänge wieder genommen und befindet sich wieder im Vorgehen gegen die Aisne. Das
Fort LefoyeLes hinter dieser Armee ist gefallen. Die Armee des deutschen Kronprinzen setzt ihren Vormarsch gegen und über die Maas fort. Nachdem der Kommandant von Mondmedy mit der ganzen Besatzung der Festung bei einem Ausfall gefangen genommen worden war, ist die Festung gefallen. Die Armeen des Kronprinzen vonBayern und des Generaloberstenv. Heeringen stehen noch in fortgesetztem Kampf in Französisch- Lothringen.
Der Eeneralquartiermeister: v. Stein.
Die Österreicher qegerrdieRnsien!
Die Nieseufchlacht dauert fort!
v.B.OestereichischcsKriegspreffequartier,31.Aug. Die Schlachten bei Lemberg dauern noch weiter
an. Das Eingreifen einer neuen österreichischungarischen Gruppe gegen Tomaszow schließt die ungeheure Schlachtenfront. Alle verfügbaren Kräfte sind auf beiden Seiten konzentriert. Die österreichische Situation ist weiter günstig.
Svochennrarkipreife in Gießen
am 27. August 1914
Butter per Pfd. 1.10-1.20 Mk. Milch Liter 22 Pfg.
Hühnereier Stück 9—10 Pfg. Gönsccier Stück — Pfg.
Käse Stück 6—8 Pfg.
Küsematle 2 «otück 5—G Pfg. Tauben per Paar 0.80—1.20 Mk. 5^ühner per Stück 1.20—1.80 Mk. Hähne per Stiick 1.50—2.50 Mk. Ülönse per Pfund 0.00—000 Pfg. Enten per Stück 0.00-0.00 Mk. Ochsensieisch per Pfd. 0.86-0.92Mk. Kalbfleisch per Pfd. 86—90 Pfg.
Kuh-n. Rinds!, per Pfd. 80—84 Pfg. Schweinefleisch per Pfd. 70—90 Pfg. Hammelfleisch pcr Psd. 70—96 Pfg. Kartoffeln v. Ztr. 4.00 — 4.30 Mk. Neue Kartoffeln p. Pfd. 5—6 Pfg.
Zwiebeln per Pzuud 12—15 Psg. Blnmenkobl per Sick. 15—30 Pfg. Grüne Bohnen p. Pfd. 10—15 Psg.
Gelbe Rübchen Kohlrabi Römüchkohl Gurken Gurken, kleine
Wcisikrant
Kopfsalat
Aepfel
Birnen
Pflaumen
Mirabellen
Pfirsiche
Falläpscl
Rcincklauden
Päck 5-6 Pfg. Stck.5-6 Pfg. Päkchen 5—8 Pfg. Stck. 10—IS Pfg. Stück 3-5 Pfg. im Hundert 2—3 Mk. p. Haupt 10—20 Psg. per Kopf 2—5 Pfg. per Pfund 15—25 Pfg. Pfund 12-20 Pfg. Punsd 15—25 Pfg. Pfund 15-20 Pfg. Pfd. 25-30 Psg.
Pfd. 5-7 Pfg. Pfd. 12-20 Pfg.
Verantwortlicher Redakteur: F. Vetters, Gietzen.
Verlag von Krumm & Cie., Gießen.
Druck: Verlag Offenbacher Abendblatt, G. m.b.H., Offenbach a.M.
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Zakob Pfiff 2 ., Stcinbtrfl.
tilg, öeoiscfier FraoeBvereio
Ortsgruppe «ießen.
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ffrauen und Mädchen erhalten uncntacltlich Rat und Vlus. tunst für alle Berufe im aiwn Rathau« Marktplatz 14. Dien«" tags uachnr von 6 ‘/,—' 7 */,
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9tattm im» Mävch.n
erhalten »ncntacltlich Rat und Anskunft iu Rcchtsa>igelkgk>ihcitr:i
U.aUcn Rathaus Mark.vlat, 11 Mittwoch nachmittag« von S>/,- bis 8 Uhr. .
su verkehren, ist Pflicht eines jeden organisierten Arbeiters. Durch den BesuchdesGewerkschaftshauses unterstützt der Arbeiter sein eig. Ho im IaSpeiseau. Getränke. Billig. Log«


