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31.8.1914
 
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Organ für die Interessen des werktätigen Volkes der Provinz Oderhessen und der Nachbargebiete.

Die Oberbeliisch« fBoltäjcttitna erscheint leben SBtrftag Abend in Sieben. Der LbonnemenUvreiS beträgt tnöchcnUich 1b Pflu. monatlich 60 Sßfa. einichl-Bringerlobn. Durch die Post bezogen viertcliäbrl.IchOMk.

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Nr. 200

Gießen, Montag den 31. Anglist 1914

9. Jahrgang

Sozialdemokratische Minister in Frankreich.

Zu dem Eintritt französischer Genossen in die Regierung schreibt der Vorwärts:

Die alles Alte umwälzende» Wirkungen des Weltkrieges be­ginnen sichtbar zu werden Tic Führer der französischen Sozial­demokratie sind in das Ministerium eingctrctcn und nehmen an der Regierung teil, in der die Vertrauensmänner aller republi­kanischen Parteien sitzen. Die Radikalen, Sozialistisch-Radikalen und Sozialdemokraten, also die Parteien, die mit der Friedcns- parole den Sieg bei den letzten Wahlen errangen, besitzen trotz der Teilnahme der rechtsstehenden Republikaner eine starke Mehrheit, während ausgesprochene Chauvinisten, wie Clemcnccau, an der lllegierung nicht teilnchmcn. Tic sozialdemokratischen Führer, die in das neue Ministerium cingetrctcn sind, sind nicht etwa rechts­stehende, dem Ministerialismus zuneigende Genossen. Es sind die bedeutendsten Männer der französischen Brudcrpartei, der geist­reiche, von revolutionärem Temperament sprühende Marcel S c ni b a t, die stärlste Stiitzc von Jaures in dem Kampf für die Verständigung mit Deutschland, und Jules K u c 8 d e Guesde, der alte Kampfgefährte von Marx und Engels, der Begründer und Organisator der marxistische» Richtung in Frankreich, der schärfste und rücksichtsloseste Verfechter des Klasscnkampfcs, der unermüd­lichste Bckämpfcr jeder Kompromißpolitik, der ebenso wie Sembat die Spaltung der Billigung des ministcrialistischen Experiments vorzog, der unversöhnlichste Feind kapitalistischer, ministcrialisti- schcr, imperialistischer Politik. Wie weit Guesde wie auch Sembat entfernt sind und stets entfernt waren von chauvinistischer Kriegs- bcgcistcrnng Deutschland gegenüber, das zeigte noch wieder die Rkde, die Sembat am Tage der Kriegserklärung in einer großen Pariser Versammlung hielt. Er wandte sich dagegen, daß der Krieg irgend welchen Rachegelüsten dienen dürfe: auch nicht die Zerstörung deutscher Kultur dürfe sein Ziel sein, und wenn ein siegreiches Rußland Deutschland zerstückeln und die Kosaken seine berühmten Hochschulen zer- störcn wollten, so werde das Frankreich nicht zu- geben. Daß diese Männer, an deren Gesinnung internationaler Solidarität und Freundschaft für die deutsche Arbeiterklasse ein Zweifel nicht erlaubt ist, in das Ministerium eingctretcn sind, das den Krieg führt, beweist, daß die Ereignisse Wirkungen zeitigen, die bei Ausbruch des Krieges nicht gewollt und von manchen nicht geahnt waren.

Versuchen wir in dieser Stunde, wo über die Motive der fran­zösischen Genossen noch kein Bericht vorliegt, die Tatsache selbst zu deuten.

Die französischen Armeei» haben eine Niederlage erlitten. Ter Eindruck in Frankreich, in dem in den letzten Jahren immer mehr die Furcht vor dem Kriege mit der übermächtigen deutschen Militärorganisation stzivic das Friedcnsbcdürfnis der arbeitenden Massen den Revanchegcdankcn verdrängt hatte, muß außerordentlich stark sein. Das französische Volk sorgt um seine Existenz, um seine nationale Einheit und Unabhängigkeit. Tic herrschenden Klassen, die die Verantwortung für bicsen Krieg tragen, wenden sich an die, die bis zur letzten Minute und mit aller Kraft den Ausbruch des Krieges zu hindern such­ten. Tenn in dieser furchtbaren Krise erscheinen die Tatsachen in ihrer ganzen Härte. Der französische Militarismus war im Frieden eine Kriegsgefahr und ein Hcrrschaftsmittcl für die Be­sitzenden. Aber das moderne Heer ist zugleich das Volk in Wasfcn. Ter Krieg, einmal ausgebrochen, verlangt die be­geistertste und hingcbcndste Tapferkeit und Opferwilligkcit des Volkes. Und deshalb der Appell an die Vertrauensmänner der arbeitenden Klassen.

Unsere Genossen haben sich in der Stunde furchtbarer Gefahr der schweren Verantwortung nicht entzogen. Sic haben sich wohl gesagt, daß die Unabhängigkeit und Unversehrtheit der Nation die erste Bedingung der demokratischen und sozialen Befreiung ist, und der Selbstbehauptung der Nation können sie ihre Hilfe nicht cntzichcn.

Der Eintritt der sozialdemokratischen Führer wird seinen Eindruck aus das französische Volk nicht verfehlen, und diese Tat­sache gilt cs klar ins Auge zu fassen. Tie Teilnahme der Sozial­demokraten am Ministerium bedeutet für das französische Volk ein Sturmzeichen, ein Sturmzeichen, das ausruft zur Auf­bietung aller Kräfte zur Abwehr. Es wandelt den Krieg, der ein Krieg der Regierung gegen den Willen des Volkes war, zum Volkskrieg um die Erhaltung der Existenz.

Das deutsche Volk muß mit dieser Ausfassung rechnen. Unsere französischen Genossen wären nie in das Ministerium cin- getretcn, wenn sic die Meinung hätten, daß der Krieg im jetzigen Stadium ein Krieg zur Unterstützung des Zarismus, ein Krieg gegen die Kultur und politische Freiheit wäre. Tie Niederlage läßt ihnen de» Krieg als Kamps um die nationale Selbständigkeit erscheinen. Sie fürchten Annexionen.

Aus der anderen Seite dürfen wir nicht daran zweifeln, daß die Männer, die heute die französische Regierung bilden, in ihrer Mehrheit für einen Frieden, der die nationale Sicherheit und Integrität gewährleistet, cinzutrctcn bereit sind. Guesde und «einbat, aber auch Augagneur, Malvy, David und andere kennen rcini Solidarität mit Zarismus und Mosko- 6*2 r t i, m. Ihr Eintritt ins Ministerium stützt also die Jric- k.ütt* m n, < tvcnn dieser Friede ein solcher ist, wie ihn auch das oeut|a)c .Joit wünschen muß: ein Friede ohne Erobe-

e «l l ,A*>ede, der zur Verständigung mit dem fran- fuhrt. Dann hätte auch der Zarismus seine to ^JL e °®i t - ettol l e für immer ausgespiclt.

r , r t **»*9 tft mit der Parole für Freiheit und n a t i o - nalc Unabhängigkeit eröffnet worden. Gelänge eine Ver- standigung mit Frankreich, so wäre die. Freiheit und Unabhängig­st Polens und Finnlands gesichert, der Zarismus gebrochen, der europailche Frieden gewährleistet. Das muß aber auch das Ziel deutscher demokratischer Politik sein.

Der Krieg.

Eine neue große Schlucht im Osten!

Ter Kriegsberichterstatter des Neuen Wiener Abend- blatics meldet aus dem Kriegs-Pressequarticr: Gleichzeitig mit dem Angriff auf Ostpreußen unternahmen die Nüssen einen Vorstoß gegen Brody und den Fluss Zbrucz. Andere rnssische Strafte sind zwischen Weichsel und Bug bei Krasnik von uns'geschlagen worden. Tie feindliche Haupttrnppc drang auf die Linie Rawaruska-Zloczow vor. Sowohl hier als am Zbrucz sind erbitterte Kämpfe im Gange. Ter linke Flügel unserer Mittelgrnppc dringt bei Zolkiew-Rawarnska siegreich in voller Osfensivc vor. Zwischen Weichsel und Bug am rechten Flügel dauern die Kämpfe fort. Tic Schlachtfront beträgt 400 Kilometer. Trotz der günstigen Situation unserer Truppe ist eine lange Tauer der Schlacht dorausznsehcn,

Revolution in Odessa?

Nach einer Meldung an die russische Botschaft in Bukarest bombardiert der russische PanzerkreuzerPantclcimon" die Stadt Odessa, wo cs den Revolutionären gelungen ist, die Herrschaft an sich zu rcissen. Tic ganze Woche hindurch dauerten die blutigen Strassenkämpse an und endeten mit dem vollsten Siege der Revolution. Tie Entscheidung führten die Truppen selbst herbei, die nach der Niedermetzelung der Offiziere sich der revolutionären Bewegung anschlosscn. Ter Polizcimcister, der Gcndarmcricchef und Polizcikommissärc wurden bei dem Sturm auf das Gefängnis getötet. In allen öffentlichen Gebäuden, die beflaggt sind, arbeiten revolutionäre Komitees. Tas Bombardement richtet sich hauptsächlich gegen die Gebäude und Kasernen, wo sich die aufrührerischen Truppen aushalten.

Odessa ist eine der grössten und wichtigsten Handelsstädte Russlands.

Der Str aßenkampf in Löwen.

lieber die Entstehung und den Verlauf des Straßen- kampfcs-in Löwen wird der Franks. Ztg. aus dem grossen Hauptquartier noch folgendes berichtet:

Ani Montag war alles ruhig und die Eisenbahntruppen an der Arbeit, durch Rampenbau die Entladung der Truppen vorzubereitcn. Auch ani Dienstag vormittag blieb alles ruhig und es entwickelte sich ein reger Verkehr zwischen den Ein­wohnern und Truppen, die in Quartieren untcrgcbracht waren. Als am Dienstag nachmittag die drohenden Nach­richten von einem bevorstehenden Ausfall aus Antwerpen eintrafen, wurden schleunigst die in der Stadt befindlichen Truppen auf Antwerpen in Marsch gesetzt. Auch der kom- niandicrende General begab sich mittels Kraftwagen nach vorn. Es blieben daher verhältnismässig wenig Truppen in der Stadt, darunter das Landsturmbataillon Neuß, ferner Kolonnen.

Tie zweite Staffel des Generalkommandos fass gerade auf dem Marktplatze auf, als plötzlich ein wütendes Feuer aus den oberen Stockwerken der umliegenden Häuser eröffnet wurde. Nach kurzer Zeit waren fünf Offiziere der zweiten Staffel verletzt und sämtliche Pferde erschossen. Am Bahn­hof war gerade ein Truppenzug angekommcn und die auS- gcladenen Truppen standen friedlich auf dem Bahnhofsplatze versammelt, als auch dort zur selben Stunde das Feuer auf sie eröffnet wurde. Ter Kampf wurde sofort ausgenommen und durch die fortwährend eintreffenden Truppenzüge ge­speist. Der Straßenkampf flackerte überall auf, wo Deutsche standen. Auch in eine Benzinkolonne wurde hineingefeuert, die in Brand geriet.

Ter Straßenkanipf dauerte von Dienstag abend bis Mittwoch nachmittag. Er 'endete mit der Niederwerfung des Aufstandes, aber als er vorüber war, bildete die alte Kunst­stadt Löwen und ihre nördliche Vorstadt Herent ein Flammen­meer.

Die Sicherung der rückwärtigen Verbindungen.

W. B. Tie großen Erfolge, die unsere Truppen bisher erningen haben, und die besonders im Westen ein rasches Vorrückcn zur Folge hatten, machen in erhöhtem Matze di« Sicherung der rückwärtigen Verbindungen notwendig, um den Nachschub von Mlmrtion. Ver­pflegung, Ausrüstung, Kriegsmaterial und Ergänzungsmannschasten für die Feldtruppcn sicherzustellen. Auch der Abschub der Verivun- dcten, Kranken und Gefangenen in di« Heimat stellt an di« Bahnen hohe Anforderungen, und macht ein« strenge Uebcrwachung der Schienenwege und Kunsibautcn auch fernerhin zur unabweisbaren Notwendigkeit. Schon die Einberufung des Landsturms zeigt, daß di« Sicherung der rückwärtigen Verbindungen unserer Heere eine Aufgabe von größter Wichtigkeit ist. Tas gilt nicht nur von den Verkehrslinien in dem besetzten Ausland«, fonbern von denen in Deutschland selbst. Auch sie müssen nach wie vor unter schärfster Kmiirollr bleiben. Es ist daher angebracht, an all«, die in Deutsch­

land mit der Beivachunq von Eisenbahnlinien betraut sind, erneut die Mahnung zu richten, in ihrer Wachsamkeit nicht nachzulaffcn.

Auch ist cs Pflicht der gesamten Bevölkerung, die zu diesem Zweck gestellten Wachen nach besten Kräften zu unterstützen. Nach wie vor klängt von dem ungestörten, durch keine feindlichen Anschläge uMcrbrvchcneil Verkehr auf den Eisenbahnen unendlich viel äb.

Die Schlacht bei Mecheln.

Belgische, sranzösischc und englische Blältcr mcldcicn, daß die Belgier mit einem großen Sieg die Deutschen auf Vilvordc bei Brüssel zurückgcworsen hätten. Der Korrespondent des Handclsblad berichtet demgegenüber nach der Franks. Ztg. folgendes:

Unter pcrfönlidvcr Leitung König Albcrts rllckic eine starke belgische Armee südlich von Mecheln vor. »in das um Vilvordc sichende deutsche Heer nach Süden z» werfen. Den Deutschen ge­lang cs, die Belgier nach Vilvordc zu locken, wo ihre Hauptmacht lag, und als dir Belgier nahe genug waren, machten die Deutschen plötzlich Halt. Frische Truppen, die zuvor im Wald verborgen lagen, rückten gegen die belgische Flanke vor. Die Belgier wurden rcgclrcckst zwischen drei vernichtende Feuer gcnom- »i c u. Es war kaum mehr rin Gefecht, sondern das reinste Schlach, tcn, und de: so gut begonnene belgische Angriff endete mit einem allgemeinenSauvc qui peut!" Hals über Kops suchten die Bel­gier sich zu retten: hunderte sprangen i» den Mecheln-Löwen-Kanal und viele ertranken dabei. Autos mit dem Generalstab jagten nach Antwerpen zurück. Die Belgier hatten übrigens die wunderbare alte Stadt Mecheln von den Einwohnern vor dem Aus­fall räumen lassen, da belgische Geschosse auch auf Mecheln sielen: cs entstand aus den Befehl eine wilde Flucht der Ein­wohner. Schon vorher war der berühmte Turm der Kathedrale von zwei Artillcricgcschosicn getroffen worden. Mecheln ist im Augenblick weder von Deutschen noch von Belgiern besetzt, und dik Einwohner kehren langsam zurück.

Da es einem sranzösischen Fcldkurier gelang, vor dem Aus. fall nach Antwerpen zu kommen, ist anzunchmen, daß der Ausfall auf Wunsch der französischen Hecreslei» tnng geschah.

Oesterreich erklärt Belgien den Krieg.

Oesterreich-Ungarn hat Donnerstag früh Belgien den Krieg erklärt. Die Kriegserklärung wird damit begründet,' dass Belgien mit den Feinden der Monarchie zusammen gegen das verbündete Deutschland kämpft und daß die belgische Be­völkerung unter Duldung der belgischen Be- Hörden Unmenschlichkcitcn gegen österreichisch-ungarische Staatsangehörige beging, die auch dann unentschuldbar wären, wenn es sich um einen Staat Handeln würde, mit dem der! Kriegszustand besteht. Dem Wiener belgischen Gesandtes Grafen Dudzeele wurden gestern die Pässe zugestcllt. Dev österreichische Gesandte Graf Clary befindet sich in Brüssel und wird telegraphisch aus Antwerpen seine Pässe verlangen.'

Die Lage in den deutschen Schutzgebieten.

lieber die derzeitige Lage der deutschen Schutzgebiete gibt

das Reichskolonialamk folgendes bekannt:

In Ostlifrika haben di« Engländer kurz nach Ausbruch des Krieges den Funteerdirrm in Daressalam zerstört. Im Innern des Landes hat nach neueren englischen Nachrichten unsere Schutzz truppe die Offensiv« erg risse» und d«n wichtigen englischen Verkehrspunkt Tavekta südöstlich des Kilimandscharo besetzt.

Aus Togo, das mir von einer kleinen Schar kriegss.reiwilliger Weißer und der schwaclien Eingeborcnen-Polizcitruppe verteidigt wird, wurde bereits gemeldet, daß Engländer und Franzosen einige Gebiete besetzten. Zwischen irnsener Truppe und den ans Dahomcq und von der Goldkiistc aimiarschiercnden weit iibcrlcgenrn Streik, kräftcn fanden verschiedene Gefechte statt, in denen von unserer Seite mit großer Tapferkeit gekämpft wurde. In diesen Gefechten fretar, wie zum Teil friiher gemeldet, Hauptmaim Pfählcr, sowie die Kriegsfreiivilligen Bcrke und Klcmp, während Dr. Raven, sowie die Freiwilligen Sengmüller, Kohlsdorf und Eberl verwundet wurden.

Aus Kamerun, das bis vor wenigen Tagen vom Feind» nicht behelligt wurde, liegen neuere Nachrichten nicht vor. Den, Eindringen feindlicher Sireitkräst« in das Land dürfte die Schatz- truppe erfokgreichen Widerstand entgegensetzen.

Ta der Funkcuturin vor Kamin« in Togo vor Besitzergrei. fung durch die Engländer von unserer Truppe zerstört wurde, sind weitere illachrichten aus Kamerun und Togo in nächster Zeit nicht Mi erwarten.

In D e u t s ch - S ii d w e st a f r i ka ist bisher alles ruhig. Nach englischen Meldungen ergriff die Tchutztruppe die O f f e u s i vc mid drang von der Ssidosteckc in der Richtung ans E p p i n g t o n in di« Kapkolome «in.

Ans n-nseren Besitzungen in der Süds«« liegen Nachricht» nicht vor.

Ein Protest der deutschen Heeresleitung.

(W. B.) Tie deutsche Heeresleitung protestiert gegen die durch unsere Gegner verbreiteten Ikachrichton über Grau­samkeiten der deutschen Kriegsführung. Wenn Härten und strengste Maßnahmen nötig geworden sind, so sind sie ver- anlasst und herausgefordcrt worden durch Teilnahme der Zivilbevölkerung einschließlich Frauen an den heimtückischen Uebcrfällcn auf unsere Truppen und durch die bestialischen Grausainkciten, die an unseren Verwundeten verübt worden sind. Die Verantwortung für die Schärfe, die in die Kriegs­führung hineingebracht wurde, tragen allein die Regierungen und die Behörden des von uns besetzten Landes, die die